Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.

Doch nicht richtig aufgepasst und gebissen worden

Kapitel 15

Ihre Freunde konnte Hermine jetzt nicht sehen. Keinen von den Dreien. Sie wollte nicht wissen, was sie alles Schönes gekauft hatten. Immer noch aufgebracht, lief sie in ihrem Zimmer auf und ab.
Was hat dieser Mann nur gegen mich? In dem einen Moment ist er super freundlich und nett und dann macht er mich wieder fertig. Dass kann nicht so weiter gehen!
Schlafen konnte Hermine eh nicht mehr, also schlich sie sich raus und wieder einmal auf die Gänge von Hogwarts.
Ich möchte nicht wieder erwischt werden aber ich kann auch nicht länger in meinem Zimmer bleiben. Dort kommt es mir vor, als ob die Wände immer näher kommen und mich einengen.
Zu allem Überfluss hatte sie auch noch vergessen Socken oder Schuhe anzuziehen. Mit jedem Schritt den sie machte, gab es ein leisen Klatschen, dass an den Wänden wieder hallte. Langsam ging sie immer weiter. Den Kärkern wollte sie fern bleiben, also lief sie richtung Astronomieturm. Als sie um eine Ecke biegen wollte, stiess sie erneut mit etwas zusammen.
"Ach kommen sie schon. Sind sie eigentlich überall?" Sagte sie sofort, als sie erkannte wer vor ihr stand.
"Miss Granger, ich sage es ihnen ein letztes mal, vergreifen sie sich mir gegenüber nicht im Ton!..." Sagte er mit warnender Stimme.
"...außerdem, was tun sie wieder Nachts hier auf den Gängen? Haben sie wieder geträumt?" Diesmal war Sorge in seiner Stimme zu hören, was Hermine wunderte.
"Nein, ich konnte einfach nur nicht schlafen."
"Und weswegen, wenn ich frage darf?" Eine Augenbraue schoss in die Höhe.
"Nun ja, wenn ich ehrlich bin...wegen...ihnen!" Sagte Hermine im Flüsterton.
"Wegen...mir?"
"Ja, wegen ihnen. Ich verstehe sie einfach nicht."
"Das hat noch keiner." Sagte Snape sehr leise, so dass es Hermine fast nicht verstand. Dabei drehte er sich um und ging zu dem nahegelegenen Fenster. Wieder einmal schaute er hinaus in die Nacht.
Hermine konnte nun den kalten Boden unter ihren Füßen spüren und schritt ebenfalls zu dem Fenster, doch anstat sich neben ihn zu stelen, setzte sie sich auf den kleinen Vorsprung. Snape stand neben ihr und würdigte sie keines Blickes.
"Wieso?" kam es plötzlich von Hermine, wie aus dem Nichts.
"Wieso, was?"
"Wieso hat sie noch keiner verstanden? Hat es noch keiner versucht? Ich habe es versucht, bin aber daran gescheitert."
Nun schossen Snapes Augen doch zu Hermine hinüber. Überrascht zog er beide Augenbrauen nach oben.
"Sie, haben versucht, mich, zu verstehen?"
"Ja, doch sie tun so viele wiedersprüchliche Dinge, dass ein normaler Mensch nicht mehr mit kommt, was das für einen Sinn hat oder wie ihre Gedanken sind."
"Sie denken eindeutig zu viel, Miss Granger." Stellte Snape fest.
"Ja, schon möglich, doch anscheinend können sie meinen Gedanken auch nicht folgen. So sah es zumindest heute Morgen aus."
"Ach, sie haben doch angefangen, hirnlose Sachen zu sagen."
Nun wurden Beide wieder wütend. Immer laute wurde das Gespräch zwischen den Beiden.
"Sie haben am Schluss doch dann aus dem Nähkästchen geplaudert!"
"Aus den...Nähkästchen?"
"Ja, das ist ein Kästchen, in dem die Muggel ihre Nähutensilien aufbewahren. Im übertragenem Sinne heißt das, dass sie private Information von Anderer weitergegeben haben."
"Ich weis was das bedeutet. Ich in auch als Muggel aufgewachsen und das wissen sie ganz genau. Ich war nur über ihr Beispiel überrascht."
"Was, sie sind überrascht?"
"Ja, Miss Granger, selbst ich kann überrascht sein."
Während das Gespräch immer hitziger wurde, näherten sich ihre Köpfe immer mehr. Plötzlich waren ihre Lippen nur noch Zentimeter voneinander entfernt. Stille ist eigetreten. Keiner sagte mehr etwas. Das einzigste was noch existierte, waren die Augen des jeweiligen anderen. Hermine spürte Snapes warem Atem auf ihren Lippen. Ihr Kopf war kompett leer.
Plötzlich drückte Snape seine Lippen auf die ihre. Sie schloss die Augen. Es war ein leidenschaftlicher, emotionalen Kuss. Hermine vergaß alles um sich herum. Es fühlte sich so gut an. Ihr Herz fing an, schneller zu schlagen.
Doch dann löste sich Snape ruckartig von ihr, wieder einmal. Das Mädchen öffnete ihre Augen und schaute in das verstörte Gesicht ihes Tränkemeisters.
"Es...es tut mir leid...ich...ich hätte mich besser unter Kontrolle haben müssen." Stotterte er immer noch durcheinander.
Dann drehte er sich schwungvoll um und verschwand in der Dunkelheit der Gänge. Hermine saß immer noch wie versteinert da und schaute in die Dunkelheit, in derr Snape gerade verschwunden war.
War das ein Traum? Nein, ich bin eindeutg wach.
Lansam stand Hermine auf und lief zurück in ihr Zimmer. Immer noch hatte sich kein richtiger Gedanke in ihrem Kopf gebildet. Wie in Trance legte sie sich auf ihr Bett und schaute die Decke an.
Was war denn das gerade eben?
Erst jetzt wurde ihr bewust, was da gerade passiert war. Snape hatt sie geküsst und sie, sie hatte den Kuss erwiedert.
Die gesammte restliche Nacht konnte Hermine nicht mehr schlafen. Mit der Zeit schossen immer mehr Gedanken in den Kopf.
Im Kerker lief einen ebenso aufgebrachter Tränkemeister in seinen Räumlichkeiten auf und ab und machte sich die selben Gedanken.
Was habe ich da nur getan? Sie ist meine Schülerin! Aber verdammt, der Kuss hat sich so richtig angefühlt.