Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.

Kapitel 16

Frage und Antworten

Immernoch an die Decke starrend, lag Herine in ihrem Bett. Sie konnte jetzt nicht aufstehen und zum Frühstück in die große Halle gehen so als ob nichts geschehen wäre. Sie brauchte ein bischen Freiraum. Ein bischen Zeit für sich. Es war noch sehr früh am Morgen. Die meisten Schüler müssten eigentlich noch schlafen. Also stand Hermine auf, zog sich eine Jeans und einen Pullover an und ging aus ihrem Zimmer. Sie ging durch das Schloss und anschließend nach draußen zu ihrem Lieblingsplatz am See. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen. Es roch nach Gras und Blumen. Ein leichter Wind brachte die Blätter der Bäume zum rascheln. Als Hermine am See ankam, funkelte die Sonne auf dem Wasser. Sie stellte sich an den Rand der Wiese und schlang die Arme um sich selbst. Ihre Haare flogen leicht im Wind nach hinten und sie schaute auf den See hinaus. Dann schloss sie ihre Augen und sie lies ihren Gedanken freien lauf. Doch anstatt das Fragen in ihrem Kopf erschienen, wurden eizelne Bilder abgespielt.
Das Erste wie sie in der ersten Klasse war und Snape das erste mal sah.
Dann die weiteren Jahre, wie er in seinem Klassenzimmer stand und Tränke erklärte.
Anschließend wie er in ihrem Traum und über ihr Kniete und ihr sagte, sie sollte Harry helfen.
Wie er lachte.
Doch auch war ein Bild dabei, wie er am Frühstück saß und sie beleidigte. Doch am Schluss kam ihr ein Bild in den Kopf, dass hunderte von Emotionen in Hermine wach rief. Wie er sie küsste.
Sie atmete laut aus und ein. Die frische Luft flutete ihre Lungen und verliesen sie wieder.
Plötzlich spürte sie, wie eine Hand sich auf ihre Schulter legte. Sie zuckte zusammen und drehte sich ruckartig rum. Dort stand der Mann, von dem sie immer noch das Bild vor Augen hatte, wie er sie geküsste.
Die Sonnenstrahlen fielen auf sein fahles Gesicht und seine dünnen Lippen traten besonders hervor. Seine tief schwarzen Augen bohrten sich in die von Hermine. Doch etwas war anders. Die steile Falte zwischen seinen Augen war gerade verschwunden.
"Ich glaube wir müssen reden". Sagte Snape mit seiner tiefen Stimme, die Hermine eine Gänsehaut bescherte.
Sie nickte leicht und er dreht sich um und ging zu der nahegelegenen Bank. Dort lies er sich nieder und schaute weit hinaus auf den See. Hermine stand immer noch an der selben Stelle und beobachtete ihn. Der Unglauben, dass er plötzlich wirklich bei ihr war, stand ihr ins Gesicht geschrieben.
"Wollen sie dort stehen bleiben oder sollen wir dieses Gespräch im sitzen führen?" Fragte Snape in dem Moment, indem Hermine gerade eine Fuß bewegte um nach vorne zu laufen. Seine Augenbrauen waren hoch gezogen und der altbekannte Sarkasmus war wieder da.
Langsam schritt die Gryffindor in richtung Bank und lies sich darauf nieder. Sie achtetet besnders auf den Abstand. Sie wollte nicht zu nah aber auch nicht zu weit entfernt von ihm sitzen.
"Ich habe wirklich keine Ahnung was ich sagen soll." Stellte Hermine laut fest.
"Es tut mir wirklich leid Miss Granger..." Kurz überlegte Snape.
"...Hermiene." Setzte er noch hinten dran.
"Ich hätte mich besser unter Kontrolle haben müssen. Das alles... hätte einfach nicht passieren dürfen."
"Was meinen sie mit das...alles? Es war doch nur ein Kuss."
"Nur ein Kuss?" Snape sah nun Hermine an.
"Es war genau ein Kuss zu viel. Und mit Alles meine ich auch Alles."
"Ach, denken sie es war ein Fehler?" Die Gryffindor wurde so langsam sauer. Snape reagierte völlig abweisend und ebenso sauer wie sie.
"Natürlich war das ein Fehler. Was denken sie denn? Ich bin ihr Lehrer. Ich könnte nach Askaban kommen, wenn das raus kommt." Er wurde immer lauter und seine Stimme nahm immer mehr an Sarkasmus und Gehässigkeit zu.
"Wow, es tut mir wirklich leid...Professor Snape... das ich so ein Fehler für sie war!"
"Ich glaube wir sollten das Gespräch verschieben. So wie es aussieht, sind sie gerade nicht in der Lage richtig zu antworten. Ich denke es ist besser, wenn wir uns in den nächsten Tagen nicht begenen oder sehen."
Snape stand mit Schwung von der Bank auf und ging richtung Schloss. Plötzlich hörte er eine Stimme hinter sich, die er fast nicht wahr nahm, weil sie so leise war.
"Severus!"
Er blieb stehen, drehte sich aber nicht um. Die Stimme fuhr fort.
"Ich weis... das du das alles als Fehler ansiehst. Ich kann dich auch verstehen. Doch ich habe letzte Nacht wach gelegen und über alles nach gedacht. Ich habe dir erzählt, dass ich versucht habe dich zu verstehen. Wieder einmal will mein Gehirn mir nicht die Antwort geben, warum du mich geküsst hast. Doch ich weis auf jedenfall warum ich es zugelassen habe. Am Anfang habe ich dich gehasst. Du warst der Schrecken des Schlosses und ich hatte Angst vor dir. Doch als ich die 5 Tage bei dir verbrachte, habe ich gesehen, dass du auch nur ein Mensch bist. Du hast ebenso Gefühle wie jeder andere Mensch auf der Welt auch. Weist du noch an meinem letzten Tag, bei dem Frühstück? Als ich dir so nahme war, überströmten mich hunderte von Gefühlen. Ich war so überfordert, dass ich nicht wusste wo vorne und hinten ist. Auch wusste ich noch nicht, was das alles zu beudeuten hatte. Doch letzte Nacht, als wir uns geküsst haben, da wurde es mir bewust. Ich habe Gefühle, die ich jetzt nicht einfach unterdrücken kann. Das hat sich alles so schnell entwickelt, dass ich nicht weis, ob ich alleine mit diesen Gefühlen bin. Es ist mir egal ob du jetzt nicht mehr mit mir redest oder mich ignorierst. Aber ich musste das jetzt einfach sagen. Danke, dass du trotzdem zugehört hast... Severus."
Sie war inzwischen von der Bank aufgestanden und hatte sich in Richtung See gedreht. Beide standen nun Rücken an Rücken. Hermine hatte aus ihrem Herzen gesprochen. Zu emotional war diese ganze Sache für sie. Desswegen liefen auch zwei vereinzelte Tränen ihre Wange hinunter. Doch sie gab kein Schluchtsen und keinen Ton von sich. Still weinte sie vor sich hin.
Sie wusste nicht ob Severus noch hinter ihr stande. Doch sie hatte auch keine Schritte gehört, die sich entfernten.
Plötzlich hörte sie doch Schritte. Alledings kamen diese auf sie zu. Zwei Hände legten sich um ihre Schulter und sie wurde unsamft herum gedreht. Vor ihr stand Snape. Man konnte nicht in seinem Gesicht sehen, was er gerde fühlte. Desswegen war sich Hermine auch nicht ganz sicher, ober er sauer auf sie war oder nicht. Die Falte zwischen seinen Augen war wieder aufgetaucht. Er dachte anscheinen nach. Seine Hände lagen immer noch auf ihren Schutern.
Plötzlich wurde Snapes Gesicht ganz weich. Die Falte verchwand und seine Augen wurden tief und weich. Er sah jünger aus.
Sein Kopf senkte sich und seine Lippen trafen auf die von Hermine. Diese war überrascht aber auch zu gleich erleichternt. Sie schloss die Augen und lies ihren Gefühlen freien lauf. Der Kuss war anders, als der gestern Nacht. Er war mit mehr Emotion, er war liebevoller.
Ohh, wie ich mir das gewünscht habe.
Nach einer Weile lösten sich die Beiden voneinander, da sie keine Luft mehr bekamen. Er lehnte seine Stirn an ihre und legte eine Hand an ihre Wange. Er schaute ihr tief in die Augen.
"Ist das Antwort genug?" Fragte Severus leise.
Mehr als ein kurzes Nicken brachte Hermine nicht zustande. Lange standen die beiden noch so da. Hermine konnte immer noch nicht richtig begreifen, was eigentlich gerade passiert war oder immer noch geschieht.
"Auf die Gefahr hin jetzt dumm zu wirken, du hast die selben Gefühle wie ich?"
Nun löste Snape sich von Hermine und trat neben sie. Er schaute hinaus auf den See und überlegte kurz, ehe er antwortete.
"Ja, ich glaube ich kann es nicht mehr länger läugnen und verdrengen."
Hermine sagte kein Wort. Sie nahm einfach nur seine Hand in die ihre und schaute ihn von der Seite an. Er drehte seinen Kopf in ihre Richtung und sagte dann.
"Ich glaube wir sollten so langsam zurück gehen. Es wird zu kalt hier draußen."
"Ja, ich glaube du hast recht."
"Alledings ist es glaub ich besser, wenn ich vor gehe und du dann nach kommst. Es ist ein bischen auffällig, wenn wir zusammen zurück ins Schloss gehen."
"Ja, stimmt. Wir sehen und dann Übermorgen im Unterricht."
Sie schenkte ihm ein Lächeln und er schritt davon. Ein letzter Blick und Snape verschwand hinter den Bäumen.
Ein Lächeln legte sich auf Hermines Gesicht und sie drehte sich erneut zum See, um hinaus zu sehen. Die Arme schlang sie dabei um sich. Nach ein paar Minuten, machte sie sich ebenfalls auf den Weg zurück ins Schloss. Dort angekommen, verschanste sie sich gleich in der Biblothek, um ihre Ruhe zu haben. Den gesammten restlichen Tag, verbrachte sie mit kurzem lesen und vor sich hin träumen. Am Abend ging sie dann zurück in ihr Zimmer und legte sich schlafen. Ihr letzter Gedanke galt nun nicht mehr Snape, ihrem Tränkelehrer, sondern Severus.