Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.
Doch nicht?
Kapitel 17
Es war mal wieder Montag morgen und die Schule hatte wieder begonnen. Alle Schüler hatten sich in der großen Halle für das Frühstück versammelt. Darunter auch Hermine, Ron, Harry und Ginny. Es unterhielten sich nur vereinzelte Gruppen von Schülern, ansonsten war es still. Alle schliefen fast im Sitzen ein. Hermine saß neben Ginny, die ihen Kopf auf den Tisch gelegt hatte und vor sich hin schnarchte. Harry hatte die Augen zu und Ron aß einfach alles ohne auch nur ein Wort zu sagen. Hermine hatte keinen Hunger. Sie hatte den Kopf in die Hände gestützt und starrte auf den freien Platz am Lehrertisch, an dem normalerweise immer Snape saß.
Wo ist er denn nur? Ist ihm etwas passiert?
So langsam machte sie sich Sorgen. Plötzlich schnipsten vor ihren Augen zwei Finger. Hermine erschreckte sich dermaßen, dass sie zusammen zuckte und gegen Ginny stiß. Diese hatte gerade geschnarcht und war dann schlagartig ebenso hoch geschreckt wie Hermine. Verschlafen und müde sah Ginny in die Runde.
"Was ist los? Hatt der Unterricht schon begonnen?" hysterisch stopfte sie sich eine Scheibe Brot in den Mund.
"Nein, keine Sorge, Hermine hat gerade nur auf Snapes leeren Platz gestaart. Sie kann es warscheinlich kaum mehr erwarten ihn zu sehen..."
Hermine verschluckte sich an ihrem Joghurt, den sie gerade essen wollte. Erschrocken starrte sie zu Ron.
"Sie wird ihm warscheinlich den Hals umdrehen und total ausflippen wenn sie ihn sieht. Er hat sie schließlich vor allen bloß gestellt." Vor sich hin grinsend schaute Ron Hermine an.
Diese atmete nur erleichtert aus.
Ich hatte schon gedacht er wüsste was!
Nachdem alle noch eine Scheibe Brot aßen, begaben sie sich in den Unterricht. Hermin konnte sich an diesem Morgen nicht konzentrieren. Vorallem lag es daran das sie müde war, doch noch viel mehr beschäftigte sie Snape, der wie sich herrausstellte auch nicht zum Mittag und Abendessen in der großen Halle erschien. Harry und Ron hatten ihr schon den ganzen Tag komische Blicke zugeworfen. Es passte gar nicht zu Hermine so unkonzentriert zu sein.
Sie hatte in Verwandlung einen Frosch anstatt in eine Tasse in ein Yak verwandelt, dass dann den gesammten Klassenraum vewüstete.
Am Abend saßen dann Ron, Harry und Hermine im Gemeinschaftsraum. Die Jungs spielten Zauberschach und Hermines Blick hing am Feuer, dass im Kamin vor sich hin brannte.
"Sag mal Hermine, geht es dir gut?" Hörte sie plötzlich eine Stimme neben sich sagen. Es war Ron, der sich auf die Couch gesetzt hatte und sie nun offen musterte.
"Ja klar, warum fargst du?"
"Naja, heute in Verwandlung hast du einen Frosch in ein Yak verwandelt. Das passt so gar nicht zu dir. Du kannst doch sonst auch immer alles. Und jetzt sitzt du hier uns starrst stundenlang einfach nur in das Feuer so wie heute morgen auf Snaps Platz..."
"Ahm..ja... ich...ahm... fühle mich nur ein bischen... krank. Es ist aber nichts Schlimmes. Ich habe warscheinlich nur... nur eine Erkältung."
Innerlich lobte Hermine sich selbst für die Lüge, die ihr so schnell einfiel. Und so wie sie in den Gesichtern von Harry und Ron sehen konnte, glaubten die Beiden es ihr auch noch.
Ron rutschte ein Stück weg von Hermine.
"Tut mir leid Mine, wir haben am Samstag ein Quidditsch Spiel. Ich darf nicht krank werden. Aber ich kann dich morgen früh gerne zu Madame Pomfrey begleiten."
"Ach nein danke Ron, ich glaube ich kann es gerade noch so allein in den Krankenflügel schaffen." Lachend schaute sie ihre Freunde an.
Nach ein paar weiteren Minuten, in denen die Drei zusammen lachten, verabschiedeten sich die Jungs und gingen zu Bett. Hermine sagte sie wolle noch ein bischen Aufbleiben und lesen. Doch kaum waren ihre Freunde verschwunden stand sie auf und machte sich auf den Weg in den Kerker.
Ich muss einfach wissen ob es ihm gut geht. War das alles vielleicht doch zu viel?
So leise wie nur möglich schlich sie durch die Gänge. Es war dunkel und der Weg war nur durch die Fackeln an der Wand beleuchtet. Hermine kamen es wie Stunden vor, die sie gebraucht hatte, bis sie endlich vor der Tür ankam.
Sachte klopfte sie an. Lange zeit passierte nichts. Hermine wollte gerade wieder gehen, als sie doch noch Schritte hörte. Einen Spalt breit wurde die Tür geöffnet. Dahinter stand Snape. Sein Gesicht war nur zu Hälfte zu sehen, da die andere von der Tür verdeckt war.
"Was wollen sie Miss Granger?" Fragte er emotionslos.
Hermine konnte es einfach nicht fassen. Gestern gestand er ihr noch mit einem atemberaubenden Kuss seine Gefühle und heute nennte er sie Miss Granger?
"Ach, heute bin ich also wieder Miss Granger?" Ihre Stimme klang wütend und entäuscht zugleich. Hermine verkreuzte die Arme vor der Brust und verlagerte ihr Gewicht auf ein anderes Bein.
Kurz schätzte Snape die Situation ab. Dann öffnete er die Tür komplett und schaute sich im Gang um. Da keine Menschenseele mehr zu sehen war, bat er Hermine herein. Diese rannte fast vor Wut in den Raum. In der Mitte blieb sie stehen und drehte sich um. Snape hatte die Tür geschlossen und ging nun Richtung Schreibtisch. Dort lehnte er sich an und schaute zu Hermine.
"Ich habe mir Sorgen gemacht! Wo warst du heute den ganzen Tag?" Sprudelte es auch schon gleich aus Hermine heraus.
"Ich musste nachdenken."
"Nachdenken?"
"Ja."
"Über was?"
"Über uns."
"Und zu welchem Entschluss bist du gekommen?" Fragte Hermine hysterisch.
Snape hob seine Hand und legte zwei Finger zwischen die Augen auf den Nasenrücken. Den Kopf hielt er gesenkt und die Augen hatte er geschlossen. Sekunde um Sekunde verstrichen, in denen er einfach nur so da stand und nichts sagte. Hermine zeriss es fast vor Neugierde.
"Ich glaube... aus uns kann nichts werden."
Diese Antwort hatte gesessen. Hermine hingen die Arme schlaff an ihrem Körper herunter und der Mund stand ihr offen. In ihrem Kopf schalte diese Antwort wie ein Echo immer wieder.
"Was...was meinst du damit?"
"Das was es bedeutet. Aus uns kann einfach nichts werden."
"Aber...aber...warum?"
Snape lies seine Luft laut hörbar aus den Lungen. Dann schaute er Hermine direkt in die Augen.
"Vielleicht war das Gestern ein Fehler und ich hätte dir meine Gefühle nicht zeigen dürfen. Sieh mal ich bin fast doppelt so alt wie du und bin außerdem noch deine Lehrer. Wenn das jemand raus bekommt dann kann ich gleich nach Askaban gehen. Du willst ja schließlich auch mal eine Ausbildung nach der Schule machen. Ich werde auf jeden Fall hier bleiben und die Dummköpfe weiter unterrichten."
"Ist das alles weswegen du kneifst?"
"Ich kneife nicht. Ich lege nur Tatsachen fest."
"Ach, du kneifst also nicht? Du hast dir heute den ganzen Tag Gedanken gemacht, warum wir nicht zusammen sein können. In nichts hast du etwas positives gesehen. Wenn du dir so viele Gedanken gemacht hast, dann muss doch auch wenigstens eine positive Seite dabei gewesen sein oder?"
"Nun ja..."
"Jaaaa?" Hermine zog das ja so in die Länge, das ihr fast die Luft aus ging.
"Lass mich bitte ausreden!" Snape erdolchte sie fast mit seinem Blick.
Als Antwort zog Hermine nur die Augenbrauen hoch.
"Natürlich habe ich auch positive Aspekte gefunden. Doch die negativen sind die, die sich eben in den Vorergrund drängen."
"Achso und das waren: zu alt, wir dürfen das nicht und Ausbildung. Also erstens es ist mir egal ob du älter bist als ich. Ich mag dich genauso wie du bist. Zweitens, wir müssen unsere Beziehung einfach bis Jahresende geheim halten. Dann bist du nicht mehr mein Lehrer und wir können zusammen sein. Und drittens selbst wenn ich mene Ausbildung mache, dann kann ich immer noch zu dir apparieren. Dann können wir auch zusammen leben."
Während sie redete wurde Hermine immer ruhiger. Sie hatte begriffen, dass man mit anschreien bei Snape nicht weit kommt. Dieser saß nun sehr nachdenklich an dem Schreibtisch gelehnd ihr gegenüber. Eine Hand hatte er under sein Kin gelegt und eine um sich selbst geschlungen.
Hermine trat ein paar Schritte nach vorne auf Snape zu. Er schreckte sofort mit dem Kopf nach oben und schaute Hermine in die Augen. Plötzlich lies er seine Arme hängen und trat auf Hermine zu. Er umarmte sie.
"Es tut mir leid Hermine. Wir sind in einer sehr misslichen Lage."
"Ist schon ok. So lange alles jetzt wieder in ordnung ist?"
"Ja wir bekommen das schon irgendwie hin."
Sie schauten sich tief in die Augen. Snape hob seine Hand und strich ihr eine Haarstäne aus dem Gesicht. Sie schloss die Augen und genoss diese Berührung. Mit seinen Fingern strich er an ihrer Wange entlang und fuhr dann die Konturen ihrer Lippen nach. Hermine stellte sich auf die Zehnspitzen und lehnte ihre Stirn an seine.
"Wir schaffen das schon." Flüsterte sie leise.
Snape lehnte sich vor und küsste sie. Seine Hände hatte er um sie geschlungen und zog sie weiter an sich. Der Kuss wurde immer intensiver und bald bekamen Hermine nicht mehr mit, was um sie herum geschah. Langsam schob Snape Hermine rückwärts und dirigierte sie durch eine Tür, die sie direkt in sein Schlafzimmer führte.
Dort angekommen löste sich Hermine von Snape und schaute sich um. Zu neu war das alles. Ein rießiges Himmelbett mit, natürlich grüner Bettwäsche, stand an der einen Wand. Daneben jeweils zwei Nachtschränke und gegenüber ein rießiger Schrank aus schwerem, dunklem Holz. Es gab sogar ein verzabertes Fenster. Der Boden war komplett mit Teppich ausgelegt. Die restlichen Wände waren ebenfalls mit Bücherregalen voll gestellt.
"So geschockt, dass du keinen Ton mehr raus bekommst?" Die Stimme kam von dem Bett, auf dem Snape nun saß und Hermine mit einem Grinsen im Gesicht musterte.
"Nein, es ist sehr... Slytherin."
"Danke."
Hermine setzte sich in Bewegung und stellte sich vor Snape. Der nahm ihre Hände in seine und gab jeweils einen Kuss darauf.
"Ein bischen rot könnte dieses Zimmer auch vertragen." Sagte Hermine leise.
"Das glaubst du doch wohl selber nicht." Gab er als Antwort zurück. Ein kehliges Lachen füllte den Raum.
"Ich glaube kaum, dass Professor McGonagall da zustimmen würde."
Ein leises Knurrren war von Snape zu hören. Kurz darauf zog er Hermine auf sein Bett.
Noch lange hielten sich Beide wach, bis sie spät in der Nacht, zufrieden, Arm in Arm einschliefen.
