Disclaimer: Sämtliche Twilight-Figuren, und alles was dazu gehört, ist aus Stephanie Meyers Feder. Mir gehören lediglich die Storyline dieser Geschichte, sowie die OCs (Martha, Eva, Sofie, Amelie und einige andere)
Kein Zurück! (No Way Out!)
Wiedersehen
Italien 2014
„Muss das wirklich sein?", nörgelt die brünette Vampirin und sieht flehend zu ihren Schwestern. „Ja, meine liebe Amelie das muss sein. Ich musste da auch durch", entgegnet ihr Martha grinsend. „Ach komm' schon", erwidert die Angesprochene erneut. „Hier ein Vorschlag, du bringst es ohne dich zu beschweren hinter dich und du bekommst", Sofie tippt sich nachdenklich an ihr Kinn und blickt gen Himmel, „ach mir fällt schon was ein", beendet sie ihren Satz. In dem Moment bemerkt Martha, dass sie sich auf dem gleichen Berg befinden wie damals. Wieder blickt sie hinunter auf Volterra. „Genau wie das letzte Mal", beginnt Eva die sich neben ihre Schwester stellt. „Ein halbes Jahrhundert ist es her. Unheimlich wie schnell Zeit vergehen kann." Für wenige Sekunden genießen die beiden diesen unbeschreiblichen Ausblick. Im Hintergrund können sie die hitzige Diskussion der beiden jüngsten Schwestern hören. Sofie und Amelie sind beide in etwa gleich alt und verstanden sich von Beginn an, da jedoch beide von hitzköpfiger Natur sind liegen sie sich oft in den Haaren. Doch sie können mittlerweile auch nicht mehr ohne einander. Ein schmales Lächeln bildet sich auf Marthas Gesicht. Sie ist mit einigen Vampiren umher gezogen, aber dieses Mal fühlt es sich nach einer richtigen Familie an.
„Mit dem Unterschied", nimmt die Älteste die Konversation wieder auf, „dass wir uns dieses Mal beeilen müssen ins Schloss zu kommen, ehe die Sonne im Zenit steht." Nickend blickt Eva zu ihr herüber. „Wohl wahr!" Dann wendet sie sich zu den beiden Anderen, die sich gerade wieder in den Haaren liegen. Wortwörtlich hat sich Amelie, mit ihren 1,59m die Kleinste, auf dem Rücken ihrer Schwester fest geklammert während Sofie versucht diese wieder von sich herunter zu bekommen. „Wir müssen los!", erhebt Eva die Stimme und die beiden Streithähne lösen sich voneinander. Doch ehe sie den Anderen beiden folgen, gibt Sofie Amelie noch einen Seitenhieb und rennt lachend davon. Wut schnaubend, doch mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen folgt sie ihr.
Rechtzeitig bevor die ersten Sonnenstrahlen den Platz erhellen, erreichen die Deutschen die Unterkunft des mächtigsten Vampirzirkels. Dieses Mal ist es Afton, der die Besucher zu seinen Meistern führt. Eva betritt den Raum als Erste, gefolgt von Sofie und Martha; Amelie bildet das Schlusslicht. Neugierig aber auch etwas nervös sieht sie sich um, während Aro höchsterfreut zu seiner langjährigen Bekanntschaft geht. „Eva, es ist schön dich wieder zu sehen", sein Blick schweift kurz über die drei Begleiterinnen, „und dein Clan wächst stetig." Sofies Blick ist genau wie beim letzten Besuch auf ihre Anführerin gerichtet. Sie wagt es nicht, sich weiter umzusehen. Auch Martha hält sich diesen Punkt betreffend zurück. Zu bewusst ist sie sich des Gefühls, das sie das letzte Mal übermannt hat und auch jetzt fällt es ihr unheimlich schwer ruhig zu bleiben.
Amelie tritt nach vorne neben ihre Schwester. „Mein Name ist Amelie, 123 Jahre alt und seit einem Jahr Mitglied dieses Zirkels", stellt sie sich dem Volturi-Meister vor. Dafür erntet sie einen kurzen missbilligenden Blick seitens Eva, denn zumindest vor Anderen sollten sie die Strukturen innerhalb eines Zirkels wahren. Auch dieses Mal liest Aro die Gedanken des Neuzugang und erneut hat dieses Mitglied keine Gabe. Er wendet sich um und blickt auf seinem Weg zurück zu seinem Thron zu seinen Brüdern. „Ich danke euch für euren Besuch, doch derzeit könnt ihr uns leider noch nicht verlassen", beginnt Aro. Die deutschen Vampire wissen, dass es ihnen aufgrund des Tageslichts im Moment nicht erlaubt ist, das Schloss zu verlassen. „Wir würden uns freuen, euch für ein paar Tage als Gäste beherbergen zu dürfen", führt er fort. Bei diesen Worten sind alle Augenpaare auf ihn gerichtet. Selbst Sofie sieht auf und blickt verwirrt zu dem Mann auf dem mittleren Thron. Eva sieht jede einzelne ihrer Schwestern an. „Ich danke dir für dein Angebot und sehr gerne nehmen wir dieses auch an", antwortet ihm die Anführerin schließlich.
Erfreut erhebt sich Aro erneut aus seinem Thron und klatscht in die Hände. „Wundervoll!" Er geht die Stufen hinab und sieht zu den Zwillingen, die an der Wand zu seiner rechten stehen. „Alec, wärst du so freundlich und würdest unsere Gäste in ihr Quartier geleiten?" Mit einem warmen Lächeln auf den Lippen sieht Aro zu dem brünetten Jungen, der sich auf diese Aussage hin unterwürfig verbeugt. „Sehr gerne Meister!" Mit diesen Worten begibt er sich neben seinen Meister um seiner Aufforderung nachzukommen. „Fühlt euch doch bitte wie zu Hause", meint Aro und richtet sich damit wieder an Eva und ihre Schwestern. „Vielen Dank!", antworten sie fast uni sono und verbeugen sich respektvoll. Alec öffnet die große Tür und bedeutet den Deutschen ihm zu folgen. Dieser Bitte kommen die Frauen auch direkt nach, einzig Martha wagt noch einen kurzen Blick durch den Raum und wieder bleibt sie an den roten Iriden des blonden Meisters hängen. Dieser starrt ungeniert zurück, lässt dabei jedoch keine Emotionen zu. Nur schwer kann sich die Vampirin lösen und hofft, dass niemand der Anwesenden etwas davon bemerkt hat. Schnell verlässt sie mit ihren Schwestern den Raum und folgt dem Jungen zu ihrer Unterkunft für die kommenden Tage. Sie ist sich bewusst, dass die nächste Zeit schwierig werden wird. Während sich die Tür hinter ihnen wieder schließt, bildet sich auf Aros Gesicht ein schmales Grinsen, das seinen Brüdern jedoch verborgen bleibt.
„Welch netter Zirkel, meint ihr nicht?" Der schwarzhaarige Meister wendet sich um zu den beiden Anderen. Doch statt zu seinem Thron zurück zu gehen, begibt er sich zu dem Tisch an dem er vor einigen Stunden zu lesen begonnen hatte. „Bruder, was bezweckst du mit deinem Handeln?", meldet sich nun Caius zu Wort. Der Angesprochene seufzt theatralisch. „Caius, bitte. Ich bezwecke nichts mit der Einladung." Er blättert ein wenig in dem Buch, bis er ,so scheint es zumindest, die richtige Seite gefunden hat. „Derzeit können sie das Schloss nicht verlassen und es ist einige Zeit her, dass wir das letzte Mal Gäste beherbergen durften", damit endet Aro seine Erklärung und erntet dafür ein ablehnendes Schnauben seitens Caius. Lediglich Markus hat zumindest im Ansatz eine Ahnung, was Aro mit seinem Tun zu bestreben versucht. Die Gedankengänge seines Bruders zu verstehen, wird ihm allerdings wohl niemals gelingen.
„So, wir sind also bei den Volturi", startet Amelie nachdem sie endlich allein in ihrer Unterkunft sind. „Was machen wir also?" Ein schelmisches Grinsen schleicht sich auf Sofies Gesicht. „Also ich hätte da schon so eine Idee", murmelt sie vielsagend. „Oh warum habe ich nur die Vermutung, dass das nicht gut ausgehen wird!" Theatralisch seufzt Martha auf und schüttelt den Kopf, ein schmales Grinsen auf ihren Lippen kann sie jedoch nicht vermeiden. Derjenige, der Sofie verwandelt hat war entweder nicht der Klügste oder aber einfach nur verrückt genug einer 16-Jährigen ewiges Leben zu schenken. „So etwas würde mir niemals in den Sinn kommen", neckt Sofie weiter. Amelie kichert belustigt. „Nein natürlich nicht!", erwidert Martha in einem ironischen Unterton, „Soll ich dich mal an den Vorfall auf dieser Schülerfeier vor ein paar Jahren erinnern?" – „Oder an deinen kleinen Ausraster auf dem Maskenball?", mischt sich nun auch Eva ein, die ihre Aufmerksamkeit dann doch eher der Räumlichkeit widmet. Der Raum ist prunkvoll und spärlich zugleich eingerichtet. Spärlich, da wirklich nur das Nötigste an Möbeln vorhanden ist. Das bedeutet kein Bett, sehr wohl jedoch ein kleines Badezimmer, denn auch Vampire folgen einem gewissen Schönheitsideal. Prunkvoll aufgrund der Auswahl der Stoffe und des Materials. Sämtliches Mobiliar ist aus Echtholz und kunstvoll verziert, die Vorhänge, der Couchbezug und die einzelnen Deckchen sind aus edelsten Stoffen gefertigt. Dominierende Farben sind eindeutig rot und grau.
„Nein jetzt im Ernst, was sollen wir machen?", hakt nun Amelie nach. „Ich würde gerne die Bibliothek besuchen von der Alec erzählte", meldet sich Martha nun zu Wort. Gähnend sieht Sofie zu der Sprechenden. „Du bist so langweilig!" Die Angesprochene schüttelt lachend den Kopf. „Ich hab dich auch lieb, Schwesterchen!" Amelie legt einen Arm und die Schultern ihrer jüngsten Schwester. „Ich schließe mich Sofie an, was auch immer es ist." – „Nun gut", erhebt Eva das Wort, „Martha du gehst in die Bibliothek und ich bleibe bei unseren Nesthäkchen." Sie wirft ihrer ältesten Schwester einen vielsagenden Blick zu. „Aufpassen, dass sie sich benehmen und keine unnötigen Provokationen anfangen", damit endet die Schwarzhaarige und die Schwestern umarmen sich, so wie sie es häufiger tun. Martha verlässt kurz darauf das Zimmer und begegnet direkt den beiden Wachen, die laut Alec für sie und ihre Schwestern zuständig sind. Freundlich bittet sie einen von ihnen, sie zu der Bibliothek zu führen und nicht einmal eine Minute später steht sie schon in besagtem Raum.
