Kyoko immer noch leicht geschockt nahm wieder Ayanos Tagebuch und durchsuchte es nach noch mehr Geheimnissen. „Toshino Kyoko!", schrie Ayano und versuchte ihr das Buch zu entreißen. „Gib es mir!" Kyoko hörte nicht auf sie und rannte damit durch das ganze Zimmer gejagt von Ayano. „Toshino Kyoko", sagte Ayano schnaufend. Sie hielt Kyoko an ihren Schultern fest und drückte sie gegen die Wand. „Gib mir das Buch!", schrie sie noch immer schnaufend, aber die Blondine dachte gar nicht daran. „Was wenn nicht?", fragte Kyoko frech und Ayano wurde rot. ‚Sie will mich nur ärgern, das macht sie immer', dachte Ayano und fiel dieses Mal nicht auf einen von Kyokos Tricks rein. „Toshino Kyoko! Gib es mir oder…" Plötzlich küsste Kyoko die Tsundere und wurde losgelassen. Kyoko griff das lilahaarige Mädchen an der Hüfte und zog sie noch näher an sich heran. Als sich dann nach einigen langen Sekunden die Blondine wieder von ihrer Tsundere entfernte, stand Ayano noch ein bisschen unter Schock. Kyoko nutzte die Gelegenheit, rannte die Treppen runter und aus der Tür hinaus. ‚Nein, sie hat das Tagebuch!', ärgerte sich Ayano, als sie wieder aus ihrer Trance erwachte. ‚War es jetzt ein Trick oder nicht?'

Kyoko war mittlerweile wieder daheim und las Ayanos Tagebuch. ‚Ist irgendwie süß wie sehr sie mich liebt', dachte sie sich jedes Detail von Ayanos Gefühlen lesend. Sie las jede einzelne Seite bis sie zur letzten beschriebenen kam. ‚Ich konnte es ihr nicht sagen, wieso kann ich es nicht? Ich hab nur Angst, dass sie nicht so für mich empfindet.' Das brachte die Blondine zum Nachdenken. ‚Empfinde ich eigentlich genauso für Ayano?', fragte sie sich aufgrund ihrer Unsicherheit. ‚Ach, ich frag einfach Yui!' Sie schnappte sich ihr Handy, aber zögerte dann. Sie hatte heute einen Riesenstreit mit Yui, denn sie hatte Kyoko ihre Liebe offenbart. Kyoko aber sagte, sie würde nichts für sie empfinden. ‚Hmm, dann frag ich vielleicht Chinatsu-chan.' Sie wählte ihre Nummer und wartete darauf, dass sie abhob. „Kyoko-chan, was ist denn?", fragte das pink haarige Mädchen an der anderen Leitung. „Wie merkt man, ob man verliebt ist?", fragte Kyoko gespannt auf Chinatsus Antwort. „Wenn du mich meinst, dann leg ich gleich wieder auf!", schrie Chinatsu ins Telefon. „Nein, es geht nicht um dich, es geht um… jemand anderen." „Nein, nicht Yui-chan!" „Nein, Chinatsu-chan, es ist auch nicht Yui-chan! Sei unbesorgt. Also woran erkennt man es?", fragte Kyoko und versuchte Chinatsu zu beruhigen. „Wenn dein Herz immer anfängt zu rasen und du das Gefühl hast, dass du ohne denjenigen nicht leben könntest." Der letzte Satz überzeugte Kyoko, sie war in Ayano ebenso verliebt und wusste es nun. „Danke, Chinatsu-chan." Sie legte auf und überlegte wann sie es Ayano sagen sollte.

„Was wirklich? Kyoko-chan ist verliebt?" Chinatsu hat sofort Yui angerufen. ‚Deshalb wollte sie mich nicht', dachte Yui enttäuscht. „Sie hat mir nicht gesagt in wen, aber dich und mich können wir ausschließen hat sie gesagt", erklärte Chinatsu ihr am Telefon. „Wen vermutest du?", fragte sie dann. Yui überlegte, sie wusste auch schnell die Antwort. „Ayano-chan!" Sie legte auf, sie musste es verhindern. Auch wenn sie immer ruhig und gelassen wirkt, kann sie sehr aufbrausend sein und vor allen eifersüchtig. Aber diese Seite von ihr versteckte sie immer vor den anderen. ‚Na warte, Kyoko, das werde ich dir versauen!' Sie beschloss an Kyoko Rache zu nehmen, Rache dafür, dass sie sie verletzt hatte. ‚Wenn ich sie nicht haben darf, dann auch niemand anders.' Yui machte sie auf den Weg ihren Plan auszuführen.

„T-Toshino Kyoko! Wieso bist du wieder hier?", fragte Ayano als Kyoko wieder bei ihr vor der Tür stand. Die Blondine hielt ihr das Tagebuch hin und Ayano nahm es an sich. „Können wir reden?", fragte Kyoko dann. „K-Klar. Komm rein", forderte Ayano sie auf und ging dann mit ihr hoch in ihr Zimmer. „Es tut mir leid, dass ich weg gerannt bin!", entschuldigte sich Kyoko und setzte sich auf Ayanos Bett. Das lilahaarige Mädchen setzte sich neben sie und hörte ihr zu. „Ich musste mir erst meiner Gefühle sicher sein, bevor ich dir wieder gegenüber treten konnte." ‚Was will sie mir sagen?', fragte sich Ayano leicht verwundert darüber wie ernst Kyoko sein konnte. „Ich liebe dich, Ayano!", sagte Kyoko leise und wartete Ayanos Reaktion ab. ‚Sie liebt mich auch? Ich glaube, ich träume.' Kyoko beugte sich vor um Ayano zu küssen, aber die Beiden wurden unterbrochen, da jemand an der Tür klingelte. „Warte hier, Kyoko", forderte Ayano ihren Schwarm auf. „Ayano-chan? Du hast zum ersten Mal nur meinen Vornamen gesagt!", sagte Kyoko begeistert, aber Ayano ging schon runter zur Tür und war überrascht über diesen Besuch.

„Yui-chan? Was machst du hier?", fragte Ayano verwundert. „Ja, was machst du hier?" Kyoko stand hinter ihrer neu gewonnenen Liebe. „Kyoko, ich sagte du sollst oben warten!" ‚Sie hat es ihr schon gesagt!', ärgerte sich Yui, als sie bemerkte, dass Ayano nur noch Kyokos Vornamen benutzte. „Sie spielt ein übles Spiel mit dir, Ayano-chan! Sie wird schnell das Interesse an dir verlieren und sucht sich jemand anderen." „Was?", fragten Ayano und Kyoko gleichzeitig. „Yui-chan, können wir reden? Vor der Tür?", forderte Kyoko wütend und zerrte die Schwarzhaarige einige Meter weg von Ayanos Haustür. Trotzdem hörte Ayano jedes einzelne Wort von dem, was die zwei beredeten. „Ich weiß , was du vorhast!", fing Kyoko an Yui an zuschreien. „Du bist sauer, weil ich Ayano liebe und nicht dich! Deshalb möchtest du uns auseinander bringen, aber das funktioniert nicht!" Kyoko gab ihr eine Ohrfeige. „Und wehe du lässt dich nochmal hier, bei mir oder im Vergnügungsclub blicken. Wir sind fertig miteinander!" Kyoko schlug ihr nochmal ins Gesicht und ließ Yui dann stehen. ‚Es tut weh! Körperlich und emotional!', dachte Yui sich die Wange haltend. ‚Ich werde die zwei schon irgendwie auseinander bringen, egal wie." Sie war entschlossen und ging wieder nach Hause um sich einen besseren Plan auszudenken. Ayano stand vollkommen baff in der Tür und sah Kyoko wieder zu ihr kommen. Die beiden gingen wieder hoch in ihr Zimmer und Ayano wollten einiges von Kyoko wissen. Die beiden setzten sich wieder auf Ayanos Bett und redeten. „Liebt Yui-chan dich auch?", fragte sie schüchtern. „Ich bin halt begehrt, aber keine Sorge. Mein Herz hat sich für dich entschieden!" Kyoko beugte sich vor und verwickelte Ayano in einen Kuss, was in einem Spiel mit ihren Zungen endete. Nach einiger Zeit beendete Kyoko es, sie hatte eine wichtige Frage an ihre Tsundere. „Willst du meine feste Freundin sein?", fragte sie und blickte Ayano tief in die Augen. Diese nickte nur begeistert und konnte ihr Glück kaum fassen. „Aber wir sollten uns noch besser kennen lernen", schlug Ayano vor, denn sie wollte mehr über ihre Freundin wissen. „Ok, wie lange liebst du mich schon?", fragte Kyoko sehr direkt. Ayano wurde rot. „Seit ich dich das erste Mal sah und du?" „Ich weiß es nicht, klar geworden ist es mir erst heute", erklärte die Blondine. „Aber eins sage ich dir: Ich werde es ab jetzt für immer!" Sie fing wieder an Ayano zu küssen und mit ihrer Zunge wie wild rumzuspielen. Dieses Mal stoppte Ayano es nach einiger Zeit, sie wollte noch mehr über Kyoko erfahren. „Wird es dich dann nicht noch mehr verletzten, wenn ich dann sterbe?", fragte sie. „Es wird weh tun, aber das Risiko geh ich ein", erklärte Kyoko. „Wie wollen wir´s den anderen sagen", fragte sie dann. Darüber hat sich Ayano noch gar keine Gedanken gemacht. Sie wollte es eigentlich geheim halten. „Keine Sorge. Du musst es niemanden sagen, ich übernehme das", sagte Kyoko, aber Ayano hatte ein Problem damit. Ihr die Meinung anderer sehr wichtig und sie fragte sich, was alle über sie denken würden. Kyoko erkannte sofort, dass Ayano es niemanden sagen wollte. „Ist es weil wir beides Mädchen sind?", fragte Kyoko und nahm Ayanos Hand. „Ayano, Süße, wenn die anderen damit nicht klar kommen ist es deren Problem. Du darfst nicht so viel auf die Meinung anderer geben, sei einfach du selbst und sei stolz drauf." Ayano fühlte sich durch Kyokos Worte gestärkt, aber hatte trotzdem Angst vor der Reaktion der anderen. „Ich weiß, es erfordert Mut, aber machen wir morgen den ersten Schritt und sagen es unseren beiden Clubs. Ich versammle sie im Clubraum und wir beide sagen es ihnen. Ich werde reden, du musst nichts sagen." Kyoko war einfühlsam, diese Seite kannte Ayano gar nicht an ihr. Aber diese Seite gefiel ihr sehr. „Ok, dann sagen wir´s ihnen morgen", murmelte das lilahaarige Mädchen etwas nervös, aber entschlossen.