„Jetzt lässt sie uns hier wieder warten!", beschwerte sich Sakurako mit den anderen im Clubraum wartend. „Sie ist fast so schlimm wie das Tittenmonster!" Himawari wurde wütend und schlug ihr auf den Kopf. „Das hat weh getan!", schrie Sakurako und hielt sich den Kopf. „Selber schuld!", sagte Himawari und fing wieder mal an mit ihr zu streiten. „Hört auf zu streiten!", sagte Chitose und trennte die beiden. „Ich frag mich, was Kyoko-chan dieses Mal von uns will", fügte sie hinzu. „Sie sagte, sie hat irgendwas bekannt zu geben", sagte Akari und die anderen blickten verwundert zu ihr. „Seit wann bist du hier?", fragte Chinatsu. Akaris Präsenz war immer noch die Gleiche, vollkommen unauffällig. „Wo ist eigentlich Yui-chan? Und Ayano-chan fehlt auch", bemerkte Chitose durch die Runde schauend. „Yui-chan war heute überhaupt nicht in der Schule. Sie ist vermutlich krank", sagte Chinatsu und dachte an ihre große Liebe. Aber Yui fehlte aufgrund ihres Racheplans, sie konnte Kyoko und Ayano nicht zusammen sehen. „Und wo ist Ayano-chan?", fragte Chitose erneut, aber die anderen zuckten nur mit ihren Schultern. „Ich hab sie vorhin mit Kyoko-chan gesehen, aber wo sie jetzt ist, weiß ich nicht", sagte Himawari. Chitose darauf nahm ihre Brille ab und bekam wieder ihr Nasenbluten. „So schön!", schwärmte sie. „Hier!" Himawari hielt ihr Taschentücher hin und sie nahm eins. „Danke." Kyoko und Ayano waren schon vor der Tür, aber Ayano zögerte. „Du brauchst keine Angst haben, Süße!", sagte Kyoko und streichelte Ayanos Wange. „Hast keine Angst vor ihren Reaktionen?", fragte das lilahaarige Mädchen besorgt. „Nein, ich hab nur Angst davor, dass Yui-chan da sein könnte!" Kyoko war so wütend auf Yui, sie waren seit dem Zwischenfall Feinde. „Komm, lass uns jetzt reingehen und es ihnen sagen!", sagte Kyoko und nahm Ayanos Hand. Als sie dann eintraten, bemerkten alle sofort, dass die beiden Händchen hielten. ‚Es wird Zeit, endlich offen zu meinen Gefühlen zu stehen!', dachte sich Ayano und hielt Kyokos Hand noch fester.

Als die beiden dann vor ihren Freundinnen standen, fehlten nicht nur Ayano nicht die Worte. „Ayano und ich, wir sind zusammen!", sagte Kyoko und hob stolz ihre und Ayanos Hand in die Höhe. Die Tsundere lief rot an, sie wartete auf die Reaktionen. „Na endlich!", sagte Sakurako erleichtert und Kyoko und Ayano blickten sie komisch an. „Denkt ihr, wir hätten nicht gemerkt, dass ihr beide euch liebt? Alle haben´s gewusst, nur ihr selbst nicht", erklärte Himawari und beseitigte des Liebespaares Verwirrung. „Tja, Liebe macht blind", sagte Kyoko und blickte Ayano tief in die Augen. „Jetzt fehlt nur noch, dass ihr zwei sagt, dass ihr ein Paar seid!", sagte sie dann mit dem Blick zu Sakurako und Himawari. „Wir sind kein Paar!", schrien die beide im Chor. „Als würde ich je was mit diesem Idiot anfangen wollen!", sagte das blauhaarige Mädchen. „Pff!" Sakurako versuchte zu kontern. „Ich bin immer noch besser als du, du Tittenmonster!" „Hör auf mich so zu nennen!" Himawari gab dem frechen Mädchen eine Kopfnuss. „Ja, zurück zum Thema", unterbrach Chinatsu die beiden. „Nein, das ist gerade viel interessanter!" Kyoko setzte sich hin, Ayano neben sie und alle beobachteten Himawaris und Sakurakos Streit. „Oh, übrigens, Ayano, was hatte die sexy Wäsche zu bedeuten?", fragte Kyoko auf einmal ihre Freundin. „Ja, genau, die sexy Wäsche!" Sakurako versuchte von ihr und Himawari abzulenken. Ayano wurde rot, woher wusste Kyoko davon? „K-Kyoko, vorher weißt du davon?", fragte sie verlegen. „Als ich dein Zimmer durchwühlt habe…" „Du hast mein Zimmer durchwühlt?", unterbrach Ayano sie wütend. „Ja, als ich nach deinem Tagebuch gesucht habe." Jetzt schienen alle Himawari und Sakurako vollkommen vergessen zu haben und wollten mehr von Ayanos Tagebuch wissen. „Nur so nebenbei, was stand in dem Tagebuch?", fragte Sakurako neugierig. „Also, da stand drin wie sehr sie", fing Kyoko an, wurde aber von Ayano aufgehalten, die ihre Hand so sehr drückte, dass es schmerzte. „Au, Ayano, du tust mir weh!" ‚Sie ist stärker als ich dachte', bemerkte Kyoko und war fasziniert. Sie wollte grade wieder anfangen zu reden, als es klingelte und der Unterricht wieder begann.

‚Wie kann ich die zwei nur auseinander bringen?' Yui überlegte weiter ihren Racheplan. Es war bereits Nachmittag, sie war heute nicht in der Schule gewesen. Sie wollte den beiden nicht gegenübertreten, zumindest noch nicht. Auf einmal klingelte ihr Handy, als sie sah, dass es Chinatsu war, hob sie ab. „Hey, Yui-senpai! Du warst nicht in der Schule, du hast was verpasst", erklärte ihr das pink haarige Mädchen ausgeregt. „Hmm, was war denn?", fraget Yui nur halb bei der Sache. „Kyoko-chan und Ayano-chan sind zusammen!" Yui ließ vor Schock ihr Handy auf den Boden fallen. ‚Nein!', schrie sie in Gedanken. „Yui-senpai?", tönte es aus dem am Boden liegenden Handy. Yui nahm es wieder. „Sorry, ich muss auflegen!", sagte sie und beendete das Telefonat. Dann kam ihr die Idee, sie wusste wie sie die beiden trennen konnte.

Am nächsten Schultag war Yui wieder da, sie war da um ihre Rache auszuführen. Sie ging zum Schülerratsbüro mit der Absicht Ayano dort anzutreffen. Sie klopfte an der Tür und die noch bis zum Tod verbleibende Präsidentin öffnete ihr die Tür. „Yui-chan?", rief sie panisch, aber es war bereits zu spät. Yui hielt bereits ein Tuch mit Narkosemitteln in ihr Gesicht und Ayano sank langsam zusammen. Yui zerrte sie dann in die nächste Besenkammer und fesselte sie dort an einen Stuhl. ‚Mein Plan wird aufgehen, nichts kann schief gehen!' Das teuflische Mädchen rieb sich die Hände und grinste. Sie gab der ohnmächtigen Ayano eine Ohrfeige. ‚Das ist dafür, dass Kyoko dich liebt und nicht mich.' Yui hatte so eine Wut auf sie. ‚Kyoko wird mein sein, auch wenn es gezwungen ist!'

Ayano war inzwischen aufgewacht und in totaler Panik. „Yui-chan, lass mich raus hier!", schrie sie aus Leibeskräften. „Gib´s auf! Niemand hört, alle sind schon weg", erklärte Yui grinsend. „Wieso hast du mich hier eingesperrt?" „Weil du mir meine Kyoko weggenommen hast!", fing Yui an mit einer lauten Stimme. „Nur wegen dir hat sie mich abgewiesen! Du Miststück!" Sie gab dem lilahaarigen Mädchen eine Ohrfeige. Ayano kamen die Tränen, es glich einer Folter. ‚Kyoko, hilf mir!' Sie schrie in Gedanken um die Hilfe ihrer Freundin. Auf einmal klingelte ihr Handy und Yui nahm es an sich. Sie hob ab, als sie sah, dass es Kyoko war. „Ich hab deinen Anruf bereits erwartet!", sagte sie gelassen. „Yui-chan? Wo ist Ayano und was hast du mit ihr vor?" Ayano hörte Kyokos tränenertränkte Stimme. „Kyoko!", schrie Ayano mit der Hoffnung, dass ihre Freundin sie hörte. „Ayano? Lass sie gehen, Yui-chan!" Kyoko schrie, man hörte es deutlich. „Wenn du was meiner Ayano antust, dann wirst du es bereuen!" Yui lachte nur, sie amüsierte sich über Kyokos Dummheit. „Wo seid ihr?", fragte Kyoko ernst. „Wir sind in…", fing Ayano an wurde aber von Yui unterbrochen, die sie ins Gesicht schlug. Kyokos Tsundere schrie und weinte, aber der Blondine tat es noch mehr weh. „Lass Ayano in Ruhe oder ich ruf die Polizei!", drohte die sonst so fröhliche Kyoko. „Wenn du das machst, ist sie tot!", sagte Yui um sich kurz zu fassen. „Was?!", schrien beide des Paares gleichzeitig, beide voller Angst und Panik. „Wenn du willst, dass ich sie freilasse, dann verlasse sie für mich." Kyoko stand in einer Zwickmühle. Nach kurzem Schweigen, meldete sich Ayano zu Wort. „Kyoko, mach ja nichts Dummes!" Die Blondine war unter Druck, aber wusste dann doch relativ schnell eine Antwort. „Ok, ich akzeptiere deine Bedingung. Wo seid ihr?" Ayano konnte es nicht fassen und hoffte, dass Kyoko irgendwie einen Trick hatte um Yui auszutricksen. „Schule, erster Stock, Besenkammer. Und wenn du es wagst die Polizei oder sonst wen mitzubringen, dann stirbt Ayano, verstanden?" ‚Die zwei verhandeln um mein Leben', dachte die Tsundere nur geschockt und schluckte. „Ok, ich bin in einer halben Stunde da." Mit diesen Worten endete das Telefonat und Ayanos Angst war auf dem Höhepunkt angelangt. „Du wirst damit nicht durchkommen!", schrie sie Yui an, die nur weiter teuflisch lachte. „Glaub mir, dieses Mal gewinne ICH!"

Tut mir leid, es hat etwas länger gedauert und ist ein bisschen kurz. Aber ich hoffe, euch gefällt es und hoffe weiter auf Unterstützung ;)