„Au! Was ist passiert?", fragte Kyoko, die gerade wieder zu Bewusstsein gekommen war. „Yui hat dir das Messer in den Arm gerammt. Du wurdest ohnmächtig und Yui wollte dich dann töten. Aber Himawari-chan und Sakurako-chan sind rechtzeitig gekommen und haben uns dann gerettet", erklärte Ayano ihr am Ende von Kyokos Bettes sitzend. Die beiden waren bei der Blondine zu Hause, auch Sakurako und Himawari saßen am Fußende und waren froh, dass Kyoko endlich aufgewacht ist. „Und wo ist Yui jetzt?" „Im Jugendknast", sagte Sakurako aus dem Fenster schauend. Keine von ihnen, weder Ayano noch Sakurako und Himawari, hatte sich von den Schock bis jetzt erholt. „Ach, übrigens, Himawari-chan und Sakurako-chan, woher wusstet ihr davon?", fragte nun Ayano. „Kyoko-senpai hat uns angerufen, bevor sie zur Schule gegangen ist und gesagt, dass wir falls sie sich zwei Stunden später nicht wieder gemeldet hätte, zur Schule kommen sollen und die Polizei rufen sollen", erklärte Himawari und nun war es Ayano klar. Sie war froh, dass Kyoko so gehandelt hatte, trotzdem hatte sie Angst, sogar immer noch. Auch Kyoko war noch in einem Schockzustand. Die sonst so gesprächige Blondine war ganz ruhig und sagte nichts. Sowohl sie als auch Ayano waren an vielen Stellen ihres Körpers verbunden, sie wurden sehr schwer verletzt. Sakurako hatte auch ein paar Kratzer, aber bei ihr war es lange nicht so schlimm. „Es ist meine Schuld", sagte Kyoko dann auf einmal. „Ich hätte einfach auf Yui hören sollen und niemand wäre verletzt." Ayano schüttelte den Kopf. „Wir wären vielleicht nicht körperlich verletzt, aber es hätte mich total fertig gemacht und dich dann auch." Ayano hatte Recht, das wusste Kyoko. „Du hast richtig gehandelt", stimmte nun auch Himawari zu. „Hättest du es nicht getan, würde Yui dich fertigmachen und auch Ayano fertig machen. So sind wir sie los." Kyoko nickte. „Was nur passiert wäre, wenn ich euch nicht vorher angerufen hätte?", überlegte Kyoko nun laut. „Ihr beide wärt tot!", schrie Sakurako und kam sich wie eine Heldin vor. „Wir sind so froh, dass wir es rechtzeitig geschafft haben. Wären wir nur einige Sekunden später gekommen, wäre es zu spät gewesen", sagte Himawari glücklich. „Ihr hattet wirklich perfektes Timing", lobte Ayano die beiden.
„Ah, da wäre noch was. Wie sieht es aus mit deiner Position als Schülerratspräsidentin?", fragte dann Sakurako nebenbei. „Ich werde nächste Woche meinen Rücktritt bekannt geben", antwortete Ayano, denn Kyoko hatte sie darum gebeten um ihr Wohl nicht zu gefährden. „Wer wird dann die Nachfolgerin?", fragte Sakurako nun total aufgeregt. „Ich hab beschlossen, dass Chitose das entscheiden soll. Sie selbst will nicht das Amt übernehmen, deshalb lass ich sie meinen Nachfolger bestimmen." „Ich werde Präsidentin!", schrie nun Sakurako Himawari an. „Nein, ich, du Idiot!" Und schon wieder entfachte ein Streit zwischen den beiden. „Hört auf, ihr Turteltäubchen!", sagte nun Kyoko spaßeshalber. „Wir hassen uns, das weißt du?", warf Himawari ein. „Ayano war doch auch meine ‚Rivalin' und was wurde nun draus?", erklärte Kyoko und sowohl die beiden als auch Ayano wurden rot. „Wie könnte ich jemals dieses Tittenmonster lieben?", fragte Sakurako und lachte. „Tsundere-Alarm!", schrie Kyoko und kicherte. „Wenn du nicht verletzt wärst, würde ich dich hauen!", schrie Sakurako. „Das würde auch nichts bringen!" „Kyoko, hör jetzt auf!", mischte sich nun Ayano ein. „Nur wenn du mich küsst!", forderte Kyoko von ihrer Freundin. Ayano beugte sich über ihre Blondine und gab ihr einen Kuss. „Zufrieden?", fragte Ayano leicht genervt. Kyoko nickte nur und grinste. Jetzt starrten Himawari und Sakurako das Paar nur noch an, beide wünschten sich natürlich auch sowas. Aber keine der Beiden wollte ihre Gefühle gestehen, auch wenn sie wussten, dass die jeweils andere sie auch liebte. „Küssen! Küssen! Küssen!", schrie Kyoko und feuerte die beiden an. Dann auf einmal wie aus dem Nichts küsste Sakurako Himawari. Als sie sich dann wieder von ihr entfernte, ging sie lautlos aus dem Zimmer und wieder nach Hause. Himawari stand nur geschockt da. „Was war gerade passiert?", fraget Kyoko das Blauhaarige Mädchen, die nur ahnungslos mit den Schultern zuckte. „Himawari-chan, du musst ihr hinterher!", sagte Kyoko und zeigte auf die Tür. Himawari nickte und machte sich auf die Suche nach ihrer Rivalin/Freundin.
„So und was machen wir jetzt?", fragte Ayano ihre Freundin. Kyoko grinste nur verführerisch und Ayano wurde rot. „Kyoko! Nein!", schrie Ayano und schlug der Blondine den Gedanken sofort aus den Kopf. „Dann lass uns wenigstens knuddeln!", forderte Kyoko und setzte ihren Hundeblick ein. Ayano gab nach und kuschelte sich neben ihre Freundin hin. Kyoko umschlang ihre Tsundere mit beiden Armen und schmiegte sich an sie.
Dieses Mal ging´s ein bisschen schneller. Im nächsten Kapitel erfahrt ihr dann was aus Saku und Hima wird :)
