„Sakurako?", schreit Himawari ihrer blonden Freundin hinterher. Sakurako aber antwortete nicht und ging einfach weiter. „Wieso hast du das getan?" Sakurako blieb nun stehen, drehte sich aber nicht um. „Weil ich dich liebe…", antwortete sie leise und blickte zu Boden. Ihr lief eine Träne die Wange hinunter. Himawari hob Sakurakos Kopf und wischte ihr die Träne aus dem Gesicht. Dann küsste das blauhaarige Mädchen ihre Freundin. Sakurako geschockt von Himawaris plötzlicher Attacke stand nur geschockt da, als sie sich wieder von ihr entfernt hatte. „Ich liebe dich auch", gab Himawari zu und umarmte ihre blonde Freundin. Dann gingen die beiden ein Stück und ihre Wege trennten sich erst bei ihren Häusern. „Himawari? Sind wir jetzt zusammen?", fragte Sakurako verwirrt und ihre Freundin nickte nur. Sakurako lächelte daraufhin und verschwand in ihrem Haus.
„Kyoko? Schläfst du?", fragte Ayano neben ihrer Freundin liegend. Die beiden waren eingeschlafen während sie gekuschelt hatten. „Kyoko?" Sie hörte ihre Freundin lautstark schnarchen. „Ich hab Rum Raisin für dich!" Sofort richtete Kyoko sich auf und blickte verschlafen zu Ayano. „Wo ist jetzt mein Rum Raisin?", fragte sie als sie merkte, dass ihre lilahaarige Freundin keines hatte. „Ich wollte nur wissen ob du wach bist", entschuldigte Ayano sich. „Du bist gemein!", beschwerte sich Kyoko und legte sich wieder hin. „Ich hab aber was anderes für dich." Ayano schaltete in den Flirtmodus um und legte sich auf Kyoko. Dann fing sie an wie wild mit ihr rumzuknutschen. „Mmh, das ist noch besser als Rum Raisin", bemerkte Kyoko, lächelte und fing an Ayano am Hals zu küssen. „Kyoko!" Ayano entfernte sich von ihr und setzte sich neben ihr aufs Bett. „Tut mir leid…", entschuldigte sich die Blondine. „Es ist nicht deine Schuld. Ich bin nur noch nicht bereit", erklärte Ayano und Kyoko richtete sich wieder auf. „Was denkst du, was gerade zwischen Saku-chan und Hima-chan läuft?" Die Blondine versuchte das Thema zu wechseln. „Sie lieben sich, wollen es aber nicht zugeben", sagte Ayano und Kyoko lächelte. „Erinnert mich an dich!" Ayano wurde rot. „Kyoko!"
Auf einmal klingelte Kyokos Handy und Ayano gab es ihr. „Hallo?" „Kyoko-senpai, ich bin´s Chinatsu-chan!" „Chinachu!" „Ich habe gehört, was passiert ist. Kommst du am Montag wieder?" „Keine Sorge. Mir und Ayano geht es einigermaßen." „Das ist schön. Dann gute Besserung." „Danke. Bis Montag." Dann legte Kyoko auf. „Es war nur Chinatsu, sie wollte wissen wie es uns geht." Ayano nickte. „Wie sie wohl damit jetzt umgeht, mit dem was Yui getan hat", überlegte Kyoko laut. „Sie hat es wohl zuerst nicht geglaubt", meinte Ayano. „Ich frag mich, wie es Yui wohl im Knast ergeht. Hoffentlich wird sie zusammengedroschen!", meinte Kyoko begeistert.
„Du bist also die, die aus Eifersucht töten wollte." So wurde Yui in ihrer Zelle begrüßt. Vor ihr stand ein Mädchen, etwas kleiner als sie, mit schwarzen langen Haaren und Piercings. „Yamina. Yamina Shizu." Sie hielt Yui die Hand hin. „Funami. Funami Yui." Sie schüttelten sich die Hände und blickten einander an. „Das ist Sotsu Kazuo." Sie schob ein blondhaariges Mädchen, das Kyoko unglaublich ähnlich sah. „Und hier ist noch Kawa Sachiko." Shizu zeigte auf das braunhaarige große Mädchen, das etwas zu schnitzen schien. Sie blickte kurz auf und nickte. „Wie lange musst du hier bleiben?", fragte dann Kazuo. „Zwei Jahre." „Komm, erzähl uns deine Geschichte!", forderte nun Sachiko, die mit dem Schnitzen aufgehört hat und sich nun dazugesellte. „Es gab da so ein Mädchen. Ich hab ihr gesagt, dass ich sie liebe. Sie war aber in eine andere verliebt aber ich war eifersüchtig. Ich wollte die beiden erpressen, aber es funktionierte nicht. Dann wollte ich die beiden umbringen, aber die Polizei kam und hat mich festgenommen. Und ihr? Wieso seit ihr hier?" „Ich hab jemanden ermordet", sagte Shizu und Yui kam das leicht düster vor. „Mir wurde ein Banküberfall in die Schuhe geschoben." So wirkte auch Kazuo, vollkommen unschuldig. „Ich habe meine beste Freundin vergewaltigt." Bei Sachikos Aussage trat Yui sofort einen Schritt zurück. ‚Das kann ja noch was werden!'
So, das nächste Kapitel. Yui sitzt jetzt im Knast. Im nächsten Kapitel werde ich ein bisschen auf die Geschichten von Yuis Zellengenossinnen ein. Freut ich schon mal.
