17:31 Uhr EST
Macs Wohnung
Georgetown, Washington D.C.
Mac saß an ihrem Schreibtisch und versuchte eine einleuchtende Erklärung dafür zu finden, warum sich ihr Mandant das Auto seines CO für eine Spritztour ausgeliehen hatte.
›Weil er ein Dummkopf ist, Euer Ehren!‹ Das entsprach zwar den Tatsachen, brachte sie aber bedauerlicherweise nicht weiter. ›Weil er…‹
Das Klopfen an der Wohnungstür unterbrach ihren Gedanken. Dankbar für die Ablenkung öffnete Mac die Tür.
„Harm, was machst du hier? Ich denke, du bist bei der Verhandlung?" Sie sah sich suchend um, als Harm an ihr vorbei in die Wohnung stürmte. „Wo ist Belle?"
„Bei Sandy. Ich musste Ruhe zum Nachdenken haben." Harm wanderte in ihrem Wohnzimmer auf und ab.
Mac hatte plötzlich einen dicken Kloß im Hals. Das klang nicht gut! Gestern Abend, als sie miteinander telefoniert hatten, hatte Harm schon so merkwürdig geklungen, aber jetzt… „Nachdenken? Worüber?"
„Wie es weitergehen soll." Er blieb stehen und lehnte sich an die Schreibtischkante. Mit beiden Händen fuhr er sich durch das Haar, in dem einige Regentropfen hingen. „Der Richter wird Belle nicht bei mir lassen, nicht bei dem Leben, das ich führe. Ricarda hat ihre Trumpfkarte, dass sie ihren Mann und dessen Familie zur Unterstützung hat, geschickt ausgespielt."
„Du willst sie Ricarda einfach so überlassen?"
„Nein." Harm sah sie kurz an, bevor er seinen Blick abwandte. „Ich werde den Dienst quittieren."
Mac verschlug es für einen Augenblick die Sprache. „Aber was soll das ändern? Gut, du kannst nicht mehr versetzt werden, aber im Gegensatz zu Ricarda hast du immer noch keine Fam-"
„Belle und ich werden nach La Jolla ziehen", unterbrach Harm sie mit leiser Stimme. „Dann kann ich damit argumentieren, dass wir in der Nähe meiner Eltern wohnen. Ich habe vorhin mit einem früheren Freund aus der Highschool telefoniert. Er hat mittlerweile eine eigene Kanzlei in San Diego und würde mir einen Job anbieten. Dann hätte ich geregelte Arbeitszeiten…"
„NEIN!"
Ihr Schrei ließ Harm zusammenzucken, aber das bemerkte Mac nicht. „Nein, ihr werdet nicht nach Kalifornien ziehen, ihr werdet mich hier nicht allein zurücklassen!" Selbst in ihren eigenen Ohren klang ihre Stimme unangenehm schrill, aber sie war nicht in der Lage sich zu beruhigen.
„Mac, bitte…" Harm legte ihr eine Hand auf die Schulter, aber Mac schüttelte sie wütend ab.
„Das kannst du dir sparen! Jetzt tust du wieder so, als ob du mich mögen würdest und dann haust du einfach ab!" Sie redete immer weiter, beachtete Harm gar nicht, der sie geschockt ansah. „Aber es ist schon klar, ich habe ja keine Kinder, also habe ich auch keine Gefühle. Dir würde nie in den Sinn kommen, dass ich Belle liebe, habe ich recht? Für dich bin ich doch nur der allzeit kampfbereite Marine, die knallharte Anwältin." Sie griff nach einem dicken juristischen Wälzer, der auf ihrem Schreibtisch lag, und schleuderte ihn quer durch den Raum. „Es ist schon schwer genug, dass du meine Gefühle nicht erwiderst. Weißt du eigentlich, wie das ist, wenn der Mensch, den man liebt, einen nur als besten Freund sieht? Aber du darfst mir nicht auch noch Belle wegnehmen. Sie ist -"
Weiter kam sie nicht, denn dieses Mal packte Harm sie mit beiden Händen an den Schultern, zog sie an sich und erstickte jedes weitere Wort mit einem Kuss.
Im ersten Moment versuchte Mac sich zu wehren, trommelte mit geballten Fäusten gegen seinen Brustkorb, aber innerhalb von Sekunden erlahmte ihr Widerstand. Ihre Fäuste öffneten sich und sie erwiderte seinen Kuss heftig. Mit beiden Händen glitt sie über seine breite Brust hoch zu seinem Nacken und zog ihn enger an sich.
Nach einigen Minuten trennten sie sich schwer atmend.
„Doch, ich weiß genau, wie das ist, wenn der Mensch, den man liebt, einen nur als besten Freund sieht, Sarah." Zärtlich fuhr Harm ihr mit den Fingerspitzen über das erhitzte Gesicht. „Oder zumindest, wie es ist, wenn man glaubt, dass derjenige einen nur als Freund sieht."
Er beugte sich vor und hauchte ihr sanfte Küsse auf die Nasenspitze, auf die Stirn und schließlich über das ganze Gesicht.
Mit großen Augen sah Mac ihn an. „Du meinst, du…?"
„Ja, ich liebe dich. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr."
„Vielleicht kann ich es doch", murmelte sie und knabberte an Harms Ohrläppchen, was ein leises Stöhnen bei ihm hervorrief. „Falls es ungefähr dem entspricht, wie sehr ich dich liebe." Ihre Finger machten sich unterdessen an seinen Hemdknöpfen zu schaffen.
Harm schloss die Augen und seufzte, als ihm erst das Hemd, dann das T-Shirt ausgezogen wurde. Mit angehaltenem Atem wartete er auf die nächste Berührung und wurde mit einer ganzen Anzahl von leichten Küssen auf seine Brust belohnt.
Er griff nach dem Saum ihres hellen Pullovers. Bereitwillig hob Mac die Arme in die Höhe, so dass er ihn ihr ausziehen konnte.
Bewundernd wanderte sein Blick über ihren Oberkörper, über ihren flachen Bauch, über ihre formvollendeten Brüste, die von einem BH aus weißer Spitze kaum verdeckt wurden. „Du bist so wunderschön!"
Zärtlich ließ er seine Fingerspitzen von ihren Wangen ihren Hals hinab bis an den Ansatz ihrer Brüste gleiten. Ganz langsam fuhren sie den Rand des BHs entlang bis sie auf dem Verschluss zu liegen kamen.
Er zögerte. „Sarah, ich will dich auf keinen Fall zu etwas drängen. Wenn du noch warten möchtest…"
Mac brachte ihn mit einem Kuss zum Schweigen, der sanft begann und immer leidenschaftlicher wurde.
„Ich möchte aber nicht mehr warten", antwortete sie atemlos, als sie sich wieder trennten. Spielerisch fuhr sie mit der rechten Hand über seine Jeans, unter der sich eine deutliche Wölbung abzeichnete. „Und du auch nicht, wie mir scheint."
Schon diese leichte Berührung durch den Stoff hindurch machte Harm fast wahnsinnig. Er presste seinen Unterleib an sie, dorthin, wo er ihr ganz nah sein wollte.
Auch Mac schmiegte sich fester an ihn. Eng umschlungen stolperten sie durch das Wohnzimmer, kurz vor dem Sofa stoppten sie.
„Nein", stieß Harm hervor und blickte Mac tief in die Augen. „Dieses Mal will ich dich so lieben, wie ich es mir immer gewünscht habe."
Er hob sie auf seine Arme und trug sie ins Schlafzimmer. Behutsam legte er sie auf dem breiten Bett ab und betrachtete sie.
Erwartungsvoll schaute Mac ihn von unten an und streckte fordernd die Arme nach ihm aus.
Harm legte sich neben sie und küsste sie. Seine Hände wanderten erneut über ihren Oberkörper zu ihrem BH. Dieses Mal öffneten seine Finger den Verschluss und streiften die Träger sanft von Macs Schultern.
Harms Lippen verließen ihren Mund und glitten ihren Hals hinab bis an ihren Brustansatz. In dem gleichen Tempo, in dem seine Finger den weißen Spitzenstoff an die Seite schoben, bedeckte sein warmer Mund die freigelegte Haut.
Mac stöhnte leise auf und tastete mit zitternden Fingern nach Harms Gürtel, um ihn zu öffnen.
Direkt danach machte sie sich an den Knöpfen seiner Jeans zu schaffen.
Harm half ihr, indem er seine Hüften anhob, so dass ihm die Jeans besser ausziehen konnte, bevor er sie ebenfalls von ihrer Kleidung befreite.
Langsam und zärtlich erforschten sie ihre Körper, ganz bewusst ließen sie sich Zeit, diesen wundervollen Moment zu genießen. Sie liebkosten ihre geheimsten Stellen, ihre Lippen murmelten Liebesschwüre und als Harm schließlich in sie eindrang, standen Mac die Tränen in den Augen. Genau so hatte sie es sich in ihren Träumen immer vorgestellt, zusammen mit dem Mann, den sie über alles liebte.
Sie verschränkten ihre Hände ineinander und sahen sich tief in die Augen, als sie gemeinsam ihrem Höhepunkt entgegengingen...
