The Legend of Zelda
Kapitel 1: Prolog
„Hallo, Bruderherz!", rief Adriana ihrem Bruder Matteo zu und fiel ihm um den Hals. Ich beobachtete sie erst einmal, wie sie auch den Rest der Familie, seine Frau Constance und seine Tochter Ella begrüßte.
„Zelda, schön dich zu sehen.", wurde nun auch ich in die Unterhaltung einbezogen.
„Freut mich auch, euch wiederzusehen, auch wenn für diesen Trip mein gesamter Jahresurlaub draufgeht.", beschwerte ich mich zum Spaß.
„Mach ein paar Überstunden, dann passt das wieder.", meinte Adriana mit einem fetten Grinsen auf den Lippen, das einen in den Wahnsinn treiben konnte.
„Ich wundere mich, dass ihr nach dem langen Flug nicht zu erschöpft zum Streiten seid.", warf Constance ein, „Kommt doch erstmal mit uns Heim. Wir werden euch etwas Schönes kochen. Das Flugzeugessen ist ja meistens nicht so toll."
„Wem sagst du das, aber um Zelda in den Wahnsinn zu treiben, bin ich nie zu müde.", erklärte meine Freundin fröhlich, was ihre Nichte zum Lachen brachte.
„Für dich immer noch ohne Fleisch?", fragte Matteo nach meinen Essgewohnheiten.
„Ja, immer noch. Bisher hat es noch keiner geschafft mich, zum regelmäßigen Fleischkonsum zu bekehren. Gemüse ist mein Fleisch!", rief ich stolz aus.
„Ich verstehe dich nicht. Gemüse ist so … pflanzlich und gesund. Ich verstehe nicht, warum du es so gerne isst.", nörgelte Addie.
„Können wir dir beim Kochen helfen?", erkundigte ich mich bei Constance.
„Aber nicht doch! Ihr seid unsere Gäste. Wenn ihr unbedingt helfen wollt, dann spielt mit Ella.", wies sie mich an. Nichts leichter als das. Bis das Essen fertig war, beschäftigten wir die Siebenjährige mit einigen Partien UNO. Außerdem hatten wir zu ihrer großen Freude heimlich Überraschungseier geschmuggelt.
Beim Essen fragte Matteo uns nach unseren Plänen, immerhin würde unser Aufenthalt in Georgia vier Wochen dauern.
„Also, wir gehen in den Panola Mountain State Park, den Yellow River Park, das Piedmont National Wildlife Refuge…", ich zählte eine ganze Reihe weiterer Park auf, die ich gerne besuchen wollte, während Addie den Kopf auf die Hand gestützt hatte und demonstrativ genervt seufzte.
„Kurz gesagt, wir machen das, was Zelda immer macht, nur woanders.", bemerkte Adriana spitz.
„In das Piedmont National Wildlife Refuge wollten wir auch mal wieder gehen. Wir könnten dort ein Wochenende zusammen verbringen.", schlug Constance vor.
„Jaaaaa, Natur und süße Tiere! Mit Tante Addie und Tante Zelda!", strahlte Ella.
„Ha! Sie ist auf meiner Seite! Ich habe meine Pflicht als Nationalpark-Rangerin erfüllt, die Menschen für die Natur zu begeistern!", stellte ich fest.
„Schön, der Park ist abgesegnet. Über die anderen reden wir noch einmal.", ergab sich Addie, woraufhin Matteo ihr tröstend auf die Schulter klopfte.
„Wo würdest du denn gerne hin, Schwesterlein?"
„An das Set von Vampire Diaries!", rief sie enthusiastisch. Davon war ich jetzt nicht so begeistert, aber was tat man nicht alles für seine beste Freundin. Langsam merkten wir nun doch die Strapazen des Fluges und quartierten uns im Gästezimmer ein.
„Zelda, ich habe das Gefühl, dass uns etwas Großes passieren wird. Das hier wird episch!"
