Terminator: S.C.C.

(EFw Teil 5)

Kapitel 1

Sie waren dem Van bis zu einem alten Lagerhaus gefolgt.

„Was nun?" Fragte John, ohne den Eingang aus den Augen zu lassen.

„Wir rufen Derek, der kann mit seinen Leuten dann das Versteck ausheben oder wir verständigen das FBI," schlug Cameron vor.

„Derek würde zu lange brauchen und das FBI möchte ich da lieber raushalten."

„Danke für die Erklärung, was also schlägst Du vor?"

John überlegte einen Augenblick „Wir gehen rein und holen sie raus."

„Negativ. Wir wissen weder, wie gut sie bewaffnet sind, noch ob nicht doch ein Terminator dabei ist. Wir sollten sie vergessen", sagte Cameron Terminator typisch.

„Cam, ich werde nicht zusehen, wie Jemand vor meinen Augen in Gefahr schwebt und einfach nichts tun." sagte John und legte mit einem bittenden Gesichtsausdruck eine Hand an ihre Wange.

Cameron sah ihn eine Weile schweigend an. Dann erinnerte sie sich daran, wie die erste Cameron erzählt hatte, was passiert ist als sie verhindert hat, dass John ein Mädchen rettet. Es war für ihn sehr schwierig gewesen mit dieser Situation fertig zu werden. „Nun gut aber du hälst dich im Hintergrund." Sagte sie bestimmend.

Leise mit gezogenen Waffen schlichen sie in das Lagerhaus. Die Männer waren um einen Tisch versammelt John zählte 5 Personen, alles große Männer, die über eine Zeichnung zu diskutieren schienen. „Wir müssen in den Komplex rein und das C4 da anbringen, wo es den größten Schaden anrichtet. Im Computerraum. General Brewster wird uns helfen da rein zu kommen, immerhin haben wir seine Nichte", sagte einer der Männer.

„Connor sagte, wir sollen ihn unterstützen, nicht aber Skynet selbst in die Luft blasen.

Aus ihrer Deckung heraus hörten John und Cameron jedes Wort. John sah Cameron an. „Widerstandskämpfer?" Fragte er leise.

Cameron versuchte die Personen zu identifizieren, allerdings konnte sie von keinem das Gesicht genau genug scannen. „Kann ich nicht bestätigen. Ich werde mich zeigen und die Personen identifizieren", entgegnete sie ebenso leise.

„Aber sei vorsichtig", sagte John noch bevor Cameron aufstand.

„Tech Com Soldaten. Identifiziert Euch!" Rief Cameron laut, blieb aber soweit in Deckung, dass sie nicht auszumachen war.

Die Männer griffen sofort zu ihren Waffen und gingen in Deckung. „Wer ist da?" Fragte einer der Männer.

Cameron war unschlüssig, was sie sagen sollte. Ihr lagen keinerlei Informationen über weitere 5 Männer vor. Sie mussten also nach ihr durch die Zeit geschickt worden sein. „Cameron Philips!" Entgegnete sie schließlich.

„Private Philips?" Fragte der selbe Mann, offenbar der Anführer.

„Genau die!" Entgegnete Cameron.

„Ist gut Männer, dass ist eine von Uns", sagte der Sprecher wieder und erhob sich.

Auch Cameron verlies nun ihre Deckung obwohl John leise protestierte. Schnell hatte sie den Mann identifiziert. „Sergeant Barnes, Ihre Männer sollen vortreten."

Nun begannen die Männer durcheinander zu reden.

„Das ist doch Connors Frau?"

„Quatsch, das ist diese Allison Young."

„Das ist Private Philips, ich hab die Drei mal zusammen gesehen. Die gleichen sich wie ein Ei dem Anderen."

„Das sollen Maschinen sein", sagte schließlich der letzte der Männer woraufhin alle die Waffen hoben.

„Waffen runter!" Befahl der Anführer. „Vortreten und Schnauze halten!" war sein nächster Befehl.

Die Männer erhoben sich zögerlich und senkten die Waffen. Cameron identifizierte alle bis auf einen, machte sich aber weiter keine Gedanken, da sie nicht alle Leute kannte. „Was ist Ihr Auftrag?" Fragte Cameron den Anführer.

„Das ist klassifiziert. Nur für John Connor, Sergeant Derek Reese oder Major Katie Walsh", entgegnete er.

„Na dann mal raus mit der Sprache!" Rief John und trat aus seiner Deckung.

Die Männer hoben leicht die Waffen, ließen sie aber augenblicklich wieder sinken als sie den jungen John Connor erkannten immerhin hatte man ihnen ein Foto gezeigt. Dieser John Connor hatte zwar längere Haare aber trotzdem erkannten sie ihn.

Auch der Mann, den Cameron nicht identifiziert hatte erkannte John Connor. Er riss die Waffe hoch, und schoss auf John.

Kapitel 2

Cameron hatte die Bewegung wahrgenommen und ein schneller Schritt brachte sie zwischen die Waffe und John. Gleichzeitig zog sie ihre Waffe und schoss.

Mit Präzision traf ihre Kugel die Stirn des Mannes aber auch er hatte geschossen und traf ihre Brust.

„Cameron!" Rief John und lief zu ihr, als sie zurücktaumelte aber auf den Beinen blieb.

„Metall!" Schrien Die übrigen drei Männer und hoben erneut ihre Waffen.

John brachte sich schnell zwischen Cameron und die Waffen, was Cameron erstaunt blicken lies. Die Männer indes senkten ihre Waffen wieder und sahen erstaunt auf den jungen John Connor. Man hatte ihnen gesagt, dass sie auf alliierte Maschinen treffen würden, nicht aber dass John Connor diese in Schutz nehmen würde.

Um so erstaunter waren sie, als Cameron jetzt eine Hand auf Johns Schulter legt. Was sie aber fast vor Schock erstarren lies war, dass John seine Hand auf Camerons legte.

„Nochmal, was ist Ihr Auftrag", fragte John eindringlicher, als der Anführer der kleinen Gruppe den Toten untersuchte.

Sergeant Barnes drehte den Kopf und sah John an. Blickte auf seine Hand, die noch immer auf Camerons lag und wieder in Johns Gesicht. „Wir sind hier, um John Connor gegen das Metall zu helfen, dabei wanderte sein Blick automatisch zu Cameron, die jetzt neben John stand.

John kniff die Augen zusammen und starrte langsam wütend werdend auf den Mann. „Eines wollen wir hier mal ganz genau klarstellen: Unser Feind ist Skynet, nicht die Maschinen. Wenn sie ein Problem darin sehen, dass Cameron hier direkt nach mir in der Kommandokette steht, sollten sie es jetzt sagen, danach gibt es kein Zurück. Alles was von Cameron kommt, ist als wenn es von mir kommt. Das gilt genauso für die Befehle meiner Mutter, von Derek Reese oder von Major Walsh. Ist das klar?"

Der Sergeant sah jetzt auf John und Cameron, die sich an den Händen hielten. Dann sah er in Camerons Gesicht, dass einen absolut menschlichen Ausdruck hatte. Schließlich nickte er langsam. „Verstanden und akzeptiert!"

John sah von Barnes auf die anderen drei Männer, Zwei von ihnen nickten langsam. Der Dritte schien zu zögern. „Nun?" Fragte John.

Der Mann schien sich sichtlich unwohl zu fühlen. „Sir, ich musste mitansehen, wie meine Familie und Freunde von den Maschinen getötet wurden. Ich weiß nicht, ob ich meine Gefühle so leicht überwinden kann. Wenn es nur Endos gewesen wären, wäre es einfach aber es waren Maschinen dabei, die so menschlich ausgesehen haben wie Sie", dabei deutete er mit dem Kopf auf Cameron.

„Es tut mir Leid für ihren Verlust", sagte John. „Was Cameron und die T1001 Serie von anderen Maschinen unterscheidet ist, dass sie fühlen können. Liebe, Hass, Traurigkeit, Eifersuch und auch Angst. Die ganze Palette menschlicher Emotionen."

Die Männer hatten die Augen aufgerissen und starrten Cameron an, die jetzt ihre Hand von Johns löste. Die Beiden nickten sich zu und Cameron ging nun langsam auf den Mann zu, der mit gesenktem Kopf da stand und jetzt bei ihrer Annäherung aufblickte. Unbehaglich zog er den Kopf zwischen die Schultern, als Cameron einen Meter von ihm entfernt stehenblieb. „Es tut mir leid für Deinen Verlust", sagte sie zu dem Mann, der wie sie wusste nur wenig älter als John war. Sie streckte ihm die Hand entgegen, die Dieser nur zögerlich nahm und schüttelte.

Schließlich blickte er auf. Er hatte Tränen in den Augen. Als die erste Träne seine Wange hinunter lief senkte er erneut den Kopf. Cameron trat einen Schritt näher und legte eine Hand auf seine Schulter. Als er nun wirklich in Tränen ausbrach schloss Cameron die kurze Distanz zwischen ihnen und legte tröstend die Arme um ihn. Er barg sein Gesicht an Camerons Schulter während seine Schultern zuckten.

John musste selbst ersteinmal tief durchatmen, bevor er zu den anderen Männern ging und ihnen die Hand schüttelte.

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Minuten später standen Alle um den Tisch herum, auf denen die Pläne der Basis von General Brewster ausgebreitet waren.

„Kommt nicht in Frage", sagte John. „Wozu soll das überhaupt gut sein?"

„Aber dort wird Skynet entwickelt", widersprach einer der Männer.

„Dieses Skynet ist nicht mit dem Skynet gleichzusetzen, dass den Krieg auslöst. Wenn man diesen Großrechner zerstört, wird ein Anderer zu Skynet", warf Cameron ein.

„Aber die T1 und die H/K Drohnen werden dort entwickelt", warf Sergeant Barnes ein.

„Und sind wahrscheinlich schon auf andere Stützpunkte verteilt worden", entgegnete John. „Nein, ein unschuldiges Mädchen zu entführen, um einen zweifelhaften Plan durchzuführen, für den man eine ganze Armee da rein bringen müsste..." John schüttelte den Kopf. „Wo ist Jenny überhaupt?" Fragte er nun.

Sie liegt betäubt oben in dem kleinen Büro", sagte er und wies zu der Metalltreppe im Hintergrund.

„Sie wird sofort freigelassen", sagte John.

„Aber...", wollte Barnes entgegnen.

„Kein Aber, das ist keine Bitte, falls sie das glauben sollten Sergeant", sagte John.

Unter dem Blick des 15 Jährigen schrumpfte Barnes ein wenig zusammen. „Jawohl Sir", entgegnete er. „Sobald sie aufwacht, werden wir sie in der Stadt irgendwo absetzen.

„Sehr gut. Nun zu unserem Freund hier", sagte John und wies auf den Toten, der noch immer an der gleichen Stelle lag.

„Na ja, er ist in letzter Minute zu uns gestoßen, nachdem einer meiner Leute überraschend...krank geworden ist", sagte er zögerlich. Dann schlug er sich mit der Hand gegen die Stirn. „Er muss ein Grey sein, ganz klar."

John sah Cameron an und diese nickte. „Ja John, das ist sehr wahrscheinlich", fügte sie hinzu.

„Gut, sie geben Cameron noch ihre Handynummern, danach verhalten sie sich still, bis wir sie anrufen", sagte John und wandte sich langsam zum Gehen.

„Jawohl Sir", sagte Barnes.

Dann gaben alle Cameron ihre Handynummern. Schließlich folgte Cameron dem nachdenklich weggehenden John. An der Tür drehte sich John nocheinmal herum. „Ach Sergeant?" Als dieser zu ihm herübersah fuhr er fort. „Was ist aus Jennys Leibwache geworden?"

Jetzt grinste der Sergeant. „Die waren außerhalb der Schule postiert, die haben wir Alle schlafengelegt."

„Dann war es ja gut, dass wir uns gestern um den Triple Eight gekümmert haben, der als Ihre Leibwache getarnt war", Sagte John und grinste die schockiert dreinblickenden Soldaten an.

Kapitel 3

Sarah hatte sich fein gemacht. Na ja, Das Kleid stand ihr nicht besonders aber was solls. Die Hausmütterchen Rolle war nie ihr Ding und sie trug lieber Hosen als Röcke aber für diesen Abend versuchte sie schick auszusehen. 'Vielleicht sollte ich mir bei Cameron Tipps für Klamotten holen', dachte sie und verdrehte die Augen. Sie bog in die Straße ein, in der Andy Goodes Haus stand.

Er begrüßte sie herzlich und sie musste zugeben, dass sie ihn mochte. Er war zuvorkommend und charmant. Schließlich zeigte er ihr den Türken. Sarah war darauf vorbereitet, diese technische Monstrosität zu sehen aber war doch erschrocken, mit wie viel Leidenschaft er von einer Technik sprach, die die Welt vernichten konnte. Schließlich wollten sie noch einen Spaziergang machen. Sarah gab vor auf die Toilette zu müssen und versteckte dort den kleinen aber effektiven Brandsatz, der den Türken vernichten sollte, damit dieser brilliante Mann einen besseren bauen konnte.

„Warum bist Du meiner Einladung gefolgt?" Fragte er sie ein paar Straßen weiter.

Sarah dachte nach. „Vielleicht, weil Du so charmant bist", entgegnete sie mit einem Lächeln.

Ein Feuerwehrauto fuhr mit Sirenengeheul an ihnen vorbei.

„Was da wohl wieder los ist?" Fragte er sich selbst.

„Vielleicht eine Katze irgendwo auf einem Baum?" entgegnete sie.

„Ja vielleicht", erwiderte er nachdenklich.

Als zwei weitere Feuerwehrautos an ihnen vorbeifuhren beschleunigten sie unwillkührlich ihre Schritte.

Als sie in Andys Straße einbogen sahen sie sofort dass Andys Haus lichterloh in Flammen stand. Andy schrie tobte, weinte und brach schließlich in die Knie. Sarah konnte nichts weiter machen, als zu versuchen ihn zu trösten. Sie fühlte sich wie ein Verräter aber dies war ein Schritt, der getan werden musste. Ein Feuerwehrmann wurde schließlich auf Andy aufmerksam gemacht und bevor Andy mit diesem ging, um seine Aussage zu machen verabschiedete er sich von Sarah.

Auf dem Rückweg nach Hause weinte Sarah und sie hoffte, dass sie das Leben dieses netten, sensiblen Mannes nicht zerstört hatte.

Kapitel 4

Als Sarah nach Hause kam stieß John einen lauten Pfiff aus. „Hey Mom?"

„Ja John?" Fragte Sarah mit hochgezogener Augenbraue. Sie betrachtete eingehend ihren Sohn und Cameron, die im selben Sessel saßen. Er auf Camerons Schoß.

„Du solltest mal mit Cam Klamotten kaufen gehen. Sie kann Dir da sicherlich den Einen oder Anderen Tipp geben.", sagte John und grinste.

„Und das von einem Jungen, der auf dem Schoß seiner Freundin sitzt", sagte Sarah und schüttelte den Kopf. Dann ging sie in Richtung Treppe.

John sah mit rotem Kopf und aufgerissenen Augen seiner Mutter hinterher, dann hinunter auf Cameron. Unter dem Gelächter von Derek und Riley sprang er auf. „Steh auf", sagte er gebieterisch zu Cameron.

Cameron hatte einen erstaunten Ausdruck im Gesicht, gehorchte aber.

Als Cameron stand, Setzte sich John und griff nach Camerons Hand. Dann klappste er auf seine Schenkel.

Cameron sträubte sich. „John nein, ich werde Dir wehtun", sagte sie zweifelnd.

„So schwer bist du nicht. Außerdem bist Du an der Richtigen Stelle gepolstert also zur Hölle nochmal setz Dich. Mein Selbstbewusstsein hat ohnehin einen Knacks bekommen. Wahrscheinlich liegt meine Mom auf ihrem Bett und lacht über mich in ihr Kopfkissen".

Cameron zögerte einen Augenblick, bevor sie sich vorsichtig auf seine Schenkel niederlies. John grunzte nur. Aber als Cameron ihr volles Gewicht von rund 90 Kilogramm komplett auf seine Schenkel verlagerte, traten seine Augen aus den Höhlen.

Riley und Derek, die das Schauspiel mit gemischten Gefühlen beobachtet hatten brachen prustend in Gelächter aus.

Cameron hatte Johns Gesicht im Auge behalten. Als dieser nun gequält dreinschaute verlagerte sie ihr Gewicht so, dass es ihm weniger Probleme bereitete. „Tut mir leid John, vielleicht bin ich doch nicht..."

John hatte Cameron unterbrochen indem er ihr einen Finger auf die Lippen legte. „Es geht schon, werde mich daran gewöhnen", brachte er gepresst hervor. Dann zog er Camerons Oberkörper zu sich heran. Mit Camerons Hilfe gelang es ihm einen Teil ihres Gewichtes auf seinen Oberkörper zu verlagern, so dass es erträglicher war. „Also im Liegen merkt man das nicht so", bemerkte John.

„Das liegt an der Verteilung des Gewichtes. Durch unsere Aufrechte Position ist mein Gewicht zum Einen Fast vollständig auf deine Schenkel verlagert und zum Zweit..."

John hatte Cameron erneut unterbrochen, dieses Mal mit einem Kuss. „Halt die Klappe", sagte er in der Pause zwischen zwei Küssen, als sie weitersprechen wollte.

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Sarah war nicht sofort zur Treppe gegangen sondern war außer Sicht stehen geblieben und lauschte. Sie hatte die komplette Konversation mitbekommen und lachte nun lautlos vor sich hin.

Kapitel 5

„Morgen Mom", sagte John als er die Küche zum Frühstück betrat.

„Na John Connor, Retter der Menschheit, der nicht mal mit dem Gewicht eines Mädchens klarkommt", sagte Sarah und lachte leise.

„MOM! Lauschen ist unfein", sagte John und wurde rot.

„Wo ist das schwere Mädchen?" Fragte Sarah

John legte eine Hand über die Augen und schüttelte den Kopf. „Mom bitte, das ist so schon schwierig genug. Dann hellte sich sein Gesicht auf. „Aber im Liegen bemerkt man das gar N..."

„John!" Unterbrach Sarah ihn „Kein Wort mehr, das will ich gar nicht wissen".

Jetzt lächelte John. 'Auge um Auge', dachte er nur.

Dann hörten Beide draußen ein lautes Platschen. Als sie herauskamen sahen sie, dass der Pool aufgewühlt war aber Niemand war zu sehen. Als sie näher gingen, sahen sie einen Schatten tief im Wasser, der gerade die Leiter an der Seite des Pools ansteuerte.

Als Cameron ins Wasser sprang versuchte sie wieder an die Oberfläche zu kommen aber scheiterte kläglich. Langsam sank sie zum Grund des Pools, wo sie einen Augenblick liegen blieb, bevor sie sich erhob und zur Seite des Pools ging.

Als Cameron in dem weißen Bikini aus dem Pool stieg. Musste John schlucken. Sofort geriet sein Blut in Wallung.

Sarah sah auf die Wassergöttin, die da aus dem Pool stieg, dann seitlich auf das Gesicht ihres Sohnes, das voller Bewunderung und Liebe war und schließlich wieder auf Cameron, die gerade das Wasser aus ihren Haaren strich und John dabei liebevoll ansah. 'Wehe dem, der versucht sich zwischen die Beiden zu drängen. Jeder von Beiden würde den Anderen mit seinem Leben verteidigen', dachte Sarah. Sie betrachtete Cameron von Oben bis Unten und schüttelte dann den Kopf. 'Wie kann etwas so schönes so tödlich sein?' Dann drehte sie sich herum und ging zum Eingang. „Denkt daran, dass ihr gleich zur Schule müsst!" Rief sie im Weggehen.

John sah bewundernd auf Camerons Körper. „Was hast Du im Pool gemacht?" Fragte er neugierig.

Cameron kam auf ihn zu und blieb einen Meter vor ihm stehen. „Ich wollte für Dich schwimmen", sagte sie mit traurigem Ausdruck. „Es ist mir nicht gelungen. Ich habe keine Ahnung davon, wie man schwimmt".

„Cam, selbst Menschen müssen erst Schwimmen lernen, das geht nicht so einfach. Ein Mensch besitzt genügend Auftrieb, um an der Wasseroberfläche zu treiben. Bedingt durch dein höheres Gewicht musst Du schon die richtigen Bewegungen machen, damit Du nicht untergehst.

„Kannst Du es mir beibringen?" Fragte Cameron bittend.

John sah sie einen Augenblick an. „Warum, Du bist was Du bist. Du bist Perfekt, nicht Mehr und nicht Weniger", sagte er mit aller Überzeugungskraft, die er aufbringen konnte.

Cameron sah ihn an, Tränen wallten in ihren Augen. „Ich möchte aber mehr sein. Ich kann an meinem Gewicht nichts ändern aber ich möchte so menschlich sein wie möglich", sagte sie traurig. „Für Dich", fügte sie hinzu.

„Cam ich..." unterbrach er sich. Dann sah er auf Camerons Füße. Er liebte diese Füße. Sie sahen so süß aus. Ihre Zehen waren lang und schlank. Er fühlte den Impuls sich einen Fuß zu schnappen und sie in den großen Zeh zu beißen. Nur den Bruchteil einer Sekunde dachte er über das Metall nach, dass sich unter diesem weichen Zeh befand. „Alles was Du willst", sagte er dann.

Cameron strahlte vor Glück. Es war noch kein halbes Jahr her, da hatte sie eine andere Cameron und einen anderen John Connor zusammen gesehen. Sie hätte nie zu hoffen gewagt, in so kurzer Zeit so weit zu kommen. Sie wusste aus den Erzählungen der anderen Cameron, wie schwierig und langwierig es für sie gewesen war zu ihrem John vorzudringen. Sie musste erst so gut wie zerstört werden, bevor er erkannte, wie sehr er sie liebte.

Dieses Mal war es glücklicherweise so, dass Cromartie später gekommen war und sie somit Zeit hatte, John näher zu kommen, bevor sie ihm ihre Natur enthüllen musste.

Cameron machte zwei schnelle Schritte und schlang die Arme um John. „Danke", hauchte sie und presste ihr Gesicht an seinen Hals.

John war es Egal, dass der Körper des Mädchens Tropfnass war. Er hätte sie auch umarmt, wenn sie voller Schlamm gewesen wäre. Nur all zu sehr war er sich des warmen und weichen Körpers bewusst, der sich an ihn presste. Eigentlich viel zu sehr. Camerons Nähe trieb seinen Hormonspiegel derart in die Höhe, dass selbst Cameron die Körperlichen Auswirkungen bemerkte und den Kopf hob, um ihn mit hochgezogener Augenbraue anzusehen. Da sie dabei aber den Körperkontakt an einer bestimmten Stelle nicht unterbrach, half ihm seine Verlegenheit auch nicht weiter.

Cameron hatte deutlich gespürt, was sie in John auslöste. Sie hob den Kopf. Sie zog eine Augenbraue hoch, nur um gleich danach in ein liebevolles Lächeln auszubrechen. Sie legte eine Hand an seine Wange. „Kein Grund verlegen zu sein. Es ist schön, dass dein Körper so toll auf mich reagiert und irgendwann...", sie unterbrach sich und küsste ihn zärtlich. „...irgendwann werden wir das ausnutzen"

Kapitel 6

„Kinder, beeilt Euch!" Rief Sarah.

John und Cameron lösten sich voneinander und liefen schnell ins Haus. Während Cameron duschte, zog John sich an. Cameron hatte lediglich das Poolwasser abgespült und war deshalb genau so schnell fertig wie John.

Sarah lächelte, als Cameron und John wie ein Team Schulter an Schulter die Treppe herunterkamen.

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Als sie die Schule betreten wollten bemerkten sie ein Graffiti an der Wand, das unter den Mitschülern viel Beachtung fand.

John starrte stirnrunzelnd darauf. „Was hat das wohl wieder zu bedeuten."

Cameron verschwieg John wohlweislich ihre Vermutungen. Sie wusste aus Erzählungen von Cameron 1, dass an diesem Tag eine Schülerin zu Tode kommen würde.

Cameron legte ein gefälschtes Attest vor, das es ihr ermöglichte, den Metalldetektor zu umgehen. Gemeinsam mit John ging sie in Richtung der Klassenräume, als ihnen Katherine Brewster entgegentrat. „Hallo John Baum", sagte sie.

John war überrascht Kate Brewster so schnell wieder zu sehen, lies sich aber nichts anmerken. „Hallo Miss Brewster", sagte er stattdessen. „Wie geht es Jenny?" Fragte er.

Katherine machte kurz ein ernstes Gesicht. „Sie wurde entführt aber ein paar Stunden später wieder freigelassen. Sehr misteriös die ganze Sache", sagte sie.

„Entführt?" Fragte John und er und Cameron versuchten erschrocken aus zu sehen. „Ihr ist doch nichts passiert?" Fragte John betroffen.

„Nein nein, alles gut gegangen. Jenny wird in nächster Zeit allerdings erstmal nicht zum Unterricht kommen, deshalb habe ich den Lehrplan und ihre Bücher abgeholt", erklärte Kate.

„Das ist schade, sie ist sehr nett. Bestellen sie doch bitte herzliche Grüße von John und Cameron", sagte er und Cameron nickte ernst.

„Das mach ich, vielen dank. Jetzt muss ich aber", sagte sie, nickte noch einmal kurz und ging dann in Richtung Ausgang, auffällig unauffällig begleitet von zwei -Kleiderschränken- in billigen Anzügen.

Von John und Cameron unbemerkt drehte sich Kate Brewster nach ein paar Metern noch einmal um und sah John sinnierend hinterher. Schließlich schüttelte sie den Kopf und setzte ihren Weg fort.

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In der Pause Wurde ein weiteres Graffiti entdeckt. Schließlich suchte Cameron die Mädchentoilette auf. Auch wenn sie diese nicht benutzen wollte, musste sie das doch tun, um den Schein zu wahren.

Etliche Mädchen standen vor den Spiegeln, um ihr Make-Up zu richten aber kaum eine benutzte die Toilette.

Cameron betrat den fast überfüllten Raum und wurde sogleich von zwei Mädchen in ihren Bann gezogen, die sich unterhielten. „Ich bin Fett wie ein Schwein", sagte die Kleinere. „Ich seh schwanger aus." Sie drehte sich herum und sah Cameron kurz an. „Seh´ ich irgendwie Fett aus", fragte sie.

Cameron musterte sie einmal von Oben bis Unten. „Ja", sagte sie ernsthaft.

„Was soll´n das", fragte daraufhin das Mädchen. „Was hast du´n fürn Problem"fügte sie deutlich aggressiver hinzu.

„Du hast gefragt, ergänzte Cameron.

Das Mädchen sah kurz ihre Freundin an. „Drecksschlampe oder was?" Fragte diese Cameron darauf aggressiv.

„Ich verstehe Dich nicht", sagte Cameron daraufhin.

„Ich sagte: Bist Du ne Drecksschlampe?" Fragte Das Mädchen, jedes einzelne Wort betonend. „Was glotzt Du denn so?" Fragte sie schließlich als Cameron nicht antwortete.

„Im Moment sehe ich Dich an", sagte Cameron mit weiterhin unbewegtem Gesicht.

Daraufhin zuckt es kurz im Gesicht des Mädchens und sie greift zum Arm ihrer Freundin und schiebt diese Quasi aus dem Raum als es zum Unterricht klingelt. Ein etwas Verwirrt-ängstlicher Ausdruck ist im Gesicht des Mädchens zu erkennen.

Als die Mädchen den Raum verlassen hatten fand Cameron ein Döschen mit Lidschatten, dass sie an sich nahm. Im selben Moment hörte sie in einer der Toilettenboxen ein Mädchen weinen. Als sie die Tür öffnet kommt ihr ein langhaariges, blondes Mädchen entgegen.

„Du hast es gesehen oder?" Fragte das Mädchen Cameron, nachdem sie sich umgesehen hatte.

Cameron sah sich im Raum um.

„Oder, Du hast es doch gesehen?" Setzte das Mädchen nach. Es ist so...verdammt groß und gleich da Draußen", sagte sie mit weinerlicher Stimme und ging zu den Waschbecken, um sich daran abzustützen.

Cameron drehte sich herum und legte eine Hand auf die Schulter des Mädchens. „Du bist aufgewühlt", sagte sie dann.

Das Mädchen weinte über dem Waschbecken und drehte sich um. „Natürlich bin ich aufgewühlt", sagte sie verzweifelt. „Mein Leben ist vorbei und verflucht. Meine Eltern werden mich umbringen!" Rief sie wütend. Dann stürmte sie an Cameron vorbei aus dem Raum.

Als John Cameron zwei Stunden später sah lief diese gerade um eine Ecke.

„Da will eine vom Dach springen!" Rief plötzlich Jemand mit einem freudigen Unterton. Sogleich stürmten Alle zum Ausgang.

Als John bei den Anderen vor dem Gebäude ankam, sahen sie ein Blondes Mädchen auf dem Dach stehen.

„Spring! Spring!" rief einer der Jungen.

„Halt die Klappe, das ist nicht lustig", sagte eines der Mädchen.

„Die springt nicht, die will sich nur wichtig machen", entgegnete er. „Spring!" Rief er wieder.

„Hey hör auf", sagte John daraufhin, der das gar nicht witzig fand.

Gerade als John zum Gebäude laufen wollte, lies sich das Mädchen fallen.

(ENDE)