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Heute möchte ich einen kleinen Appell an euch richten. Ich weiß, dass nicht jeder gerne Reviews schreibt und auch nicht jeder Leser einen Account hat. Aber ehrlich gesagt, ist es sehr traurig, wenn ich sehe, wie oft meine Geschichten aufgerufen werden und nichts zurückkommt. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch meine Statistiken unter burdenofimpurity auf DA ansehen, dann versteht ihr vielleicht, was ich meine. Kleines Beispiel: im August hatte ich 19.231 Aufrufe mit 3.375 Besuchern auf nur einem (!) meiner Profile. Mag sein, dass das wenige kümmert, immerhin verdient man mit Fanfictions nichts. Aber meine Geschichten bedeuten mir trotzdem mein Leben. Soll ich sie überhaupt noch hochladen? Ich dachte so: Über 3.000 Besucher im August auf - einem - Profil, die passiv reagieren. Das gibt mir zu denken. Aber das nur am Rande.

Ihr wisst, viel von dem, was ich schreibe, macht das aus, was ich bin. Es sind meine Erfahrungen und Erlebnisse, die mit einfließen. Es sind Dinge, die ich verarbeiten muss, was auch der Grund ist, weshalb ich diese Fanfictions schreibe. Bitte respektiert das und lasst mir hin und wieder was da. Ich möchte glauben, dass es noch Menschen gibt, die so etwas wie eine Moral haben und denen nicht alles gleichgültig ist.

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Call it bittersweet

Kapitel 58

Nicht genug

Er blieb noch eine ganze Weile in ihr verborgen, obwohl er schon längst erschlafft war. Doch Snape wollte sich nicht von ihr losmachen. Er konnte es nicht. Auch dann nicht, wenn er wusste, dass sie sich unfreiwillig voneinander trennen mussten. Zu bald schon würde er sie zurücklassen müssen. Am besten hätte er überhaupt nicht nachgeben sollen und mit ihr auf ihr Zimmer gehen dürfen...

Aber da war sie, unter ihm, und hörte nicht auf, ihn zu küssen, ihn zu streichen und zu liebkosen, ihn an sich zu drücken und leise wimmernd zu beteuern, wie sehr sie ihn brauchte. Und er? Er tat dasselbe.

Noch ehe es ihm so richtig bewusst war, spürte er, wie sich seine Lippen sehnsüchtig auf ihre drückten, wie er seine Finger durch ihre Haare schob, um liebevoll die wirren Locken zu zerteilen. Bereits jetzt klebten seine feuchten Sachen an ihm, sein Unterleib aber geriet wieder in Aufruhr und wieder fing er an, sich in ihr begraben zu bewegen.

Zutiefst aufs Neue erregt glitt er ihre Wände entlang und streichelte sie mit der Länge seines Schafts von innen heraus, bis sie vor Lust aufstöhnte. Binnen weniger Sekunden war er so hart und willig wie selten zuvor. Höchstens in seiner Jugend hatte er sich so bereit gefühlt, die Welt zu erobern. Aber das war lange her.

Ihre Hände kamen wie aus dem Nichts hervor und schoben sich unter seine offene Hose, glitten seinen angespannten, nackten Arsch entlang und hielten ihn so fest, dass er beinahe das Gefühl hatte, sein bloßes Fleisch würde zwischen ihren Fingern aufbrechen. Für einen kurzen und wehmütigen Moment stützte er sein Gewicht auf die Arme und reckte den Körper in die Höhe, um sich aus ihr zurückzuziehen, nur um daraufhin wieder in sie einzutauchen. Warm und eng umschlungen wurde er sodann von ihr empfangen. Ihr ganzer Unterleib war feucht und so erfüllt von ihren Säften und seinem Samen, dass er mühelos bis zum Ansatz seines Glieds in sie vordrang. Die Zeiten, wo sie beide Schwierigkeiten gehabt hatten, sich aufeinander einzustimmen, waren längst vorüber. Er erinnerte sich noch gut daran, wie schwer es ihm einst gefallen war, sich in sie zu zwängen. Ein mühsamer, schmerzvoller Akt für ihren jungen, unberührten Körper, aber auch für ihn eine Begegnung, die ihn all seine Überwindung gekostet hatte. Er war noch nie der Typ Mann gewesen, den es nach etwas Derartigem gelüstet hatte. Umso mehr hatte er mit sich kämpfen müssen, sich ihr überhaupt zu nähern. Jetzt schien es freilich zu weit zurückzuliegen, um zu verstehen, wie sich die Annäherung zwischen ihnen abgespielt hatte. Voller Passion ließ er sich gehen. Er verehrte ihren Körper und ließ sich von ihr zum Höhepunkt führen, bis er dem Reiz nicht mehr widerstehen konnte und sich ein weiteres Mal in ihr erlöste.

Erschöpft und außer Atem brach er auf ihr zusammen. Entgegen aller Bemühungen, der spontanen sexuellen Begegnung zwischen ihnen nicht zu viel Bedeutung zuzumessen, war ihr gemeinsamer Akt mit weitaus mehr als nur körperlicher Befriedigung zu Ende gegangen. Er wusste, wie wichtig es ihr war, ihn bei sich zu haben. Und ihm ging es insgeheim nicht anders. Zweifelsohne würde diese Gegebenheit den vor ihnen liegenden Abschied nur erschweren. Wenn man jedoch in Betracht zog, wie sehr er sich immer gewünscht hatte, so etwas einmal in seinem Leben empfinden zu können, war es weit mehr, als er erwartet hatte. Es hatte ihn reifen lassen und ihm gezeigt, dass es auch anders sein konnte, als seinen Schwanz nur zu dem Zweck zu missbrauchen, einen flüchtigen Moment des Vergnügens zu empfinden.

Noch immer schwer atmend rollte er sich von ihr und spürte sogleich, wie sie sich an ihn schmiegte und vollkommen selbstverständlich ihren Kopf an seine Schulter bettete. Seine Hand strich sanft über ihre Wange, mit der anderen legte er den Arm um sie, um sie festzuhalten, so fest, als würde er sie nie wieder loslassen wollen.

Unermesslich sanft vor Erleichterung seufzte sie auf und drückte einen Kuss auf seine Halsbeuge.

"Ich liebe dich, Severus", sagte sie dann in Gedanken. "Bitte bleib heute Nacht hier. Geh nicht fort."

Er machte die Augen zu und schluckte. Seit geraumer Zeit hatte er gewusst, was sie für ihn empfand. Doch es so einprägsam aus ihrem Munde zu hören, war etwas anderes. Tief in seinem Inneren wollte er sich bewusst machen, dass es nichts ändern würde. Aber das ging nicht. Er wusste sehr wohl, dass das eine glatte Lüge gewesen wäre.

Vorsichtig richtete er sich auf, beugte sich über sie und sah zu ihr hinab, sodass ihr seine langen Strähnen ins Gesicht fielen.

"Ich weiß, Hermine", antwortete er mit belegter Stimme. "Und du sollst wissen, dass ich ebenso empfinde."

Er lehnte seinen Kopf an ihre Stirn und hoffte inniglich, dass ihm das, was er sagen wollte, früher oder später nicht leidtun würde. Obwohl sie so unabhängig und stark sein konnte, war sie immer wieder anhänglich wie ein Kind.

"Doch trotz allem können wir uns nicht vor der Wahrheit verschließen. Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit für mich, bei dir zu bleiben. Aber ich kann es nicht."

Sie nickte kaum merklich. "Ich hatte befürchtet, dass du das sagst. Obwohl es egoistisch von mir war, dich darum zu bitten, musste ich es wenigstens loswerden. Ich musste es versuchen, Severus."

Er lächelte. Auch dann, wenn es ihm schwer fiel, wollte er ihr zeigen, dass sie zuversichtlich sein sollte. Er war es ihr schuldig, nicht ihre Hoffnungen zu zerstören, ganz gleich, wie lächerlich oder aussichtslos sie sein mochten.

"Und dazu hattest du jedes Recht. Eines Tages wirst du mich nicht mehr darum bitten müssen und ich muss es dir nicht mehr ausschlagen."

Hermine schnaubte leise. "Du lügst, Severus. Aber ich bin bereit, dir zu verzeihen. Nimm mich noch einmal in die Arme und lass mich dich noch einmal spüren. Komm für mich. Dann werde ich dir vergeben."

Er musste nicht lange überlegen, um zu wissen, dass er das wollte. Bereits jetzt spürte er ihren willigen Körper unter sich, der danach lechzte, ihn zu empfangen. Mit einer schwungvollen Bewegung glitt er gänzlich auf sie und drang gezielt in ihre Mitte. Im vollen Bewusstsein, dass er es bereuen würde, sich von ihr dazu verleiten zu lassen, seinen Gefühlen nachzugeben, stieß er zu. Irgendeiner musste am Ende immer dafür bezahlen. Und wenn es sein Gewissen sein würde, das ihm einreden wollte, dass er hier bei ihr nichts zu suchen hatte, weil er nach Hogwarts gehörte, war es den Moment mit ihr wert. Er wollte sie spüren und ihr alles geben. Nur sie alleine war in der Lage, all den Schmerz von ihm zu nehmen, den er im Laufe seines Lebens über sich hatte ergehen lassen müssen. Kein Wunder also, dass er nicht genug von ihr haben konnte. Ebenso wie sie sich in sein Dasein geschlichen hatte, war sie fester Bestandteil davon geworden. Sie war es, die ihn von seiner Einsamkeit erlöst hatte. Selbst dann, wenn er mit seinem Leben dafür bezahlen sollte, dass er sich ihr hingab, wollte er sie nicht missen.

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„Du hast kein Recht die Schule im Stich zu lassen, Severus. Ist dir nicht klar, was geschieht, wenn sich herumspricht, dass du nicht auf deinem Posten bist? Was willst du den Carrows sagen?"

Snape schüttelte den Kopf. „Wollen Sie mich etwa für den Rest des Schuljahres an diesen Stuhl fesseln?", murrte er das Portrait hinter seinem Schreibtisch an. „Es ist undenkbar, dass ich mich anderweitigen Vergnügungen widmen könnte, nicht wahr? Aber Sie wissen nichts über die Einsamkeit, die einen in diesen Mauern ereilt, Albus. Sie und Ihr seliges Gemüt! Die Menschen haben zu Ihnen aufgesehen, mich hingegen meiden sie."

Dumbledore funkelte ihn mit seinen blauen Augen an. „Als hätte es dich je gekümmert, alleine zu sein. Die Einsamkeit war dein bester Freund."

„Das war sie", gab Snape monoton zurück. „Bevor ich eine Familie hatte."

Das Gesicht des Portraits wirkte mit einem Mal bleich. Vor lauter Verwunderung schluckte Dumbledore.

„Du nennst sie deine Familie?"

Snapes hakennasiges Profil wurde unvorteilhaft vom Schein der Kerzen beleuchtet, die den einst so glanzvollen Raum in ein gespenstisches Licht tauchten. Ebenso düster wie die Erscheinung des Professors war, wirkte auch sein Blick. Er hatte es satt, Dumbledore Rechenschaft abzulegen. Er hatte es auch satt, immer wieder Recht zu behalten. Die kurze Zeit im Grimmauldplatz war so befreiend für ihn gewesen, dass er nicht wahrhaben konnte, wieder hier zu sein, wo der Alltag ihn einholte.

„Longbottom ist aus dem Krankenhaus zurück", sagte Dumbledore in die Stille hinein. „Sie haben ihn vor zwei Stunden entlassen. Er ist vorsorglich zu Poppy in den Krankenflügel verlegt worden."

Snape nickte wortlos. Natürlich war der Junge ein Tollpatsch, der ihn immer wieder zur Weißglut gebracht hatte. Doch dass es soweit kommt, hatte er nicht gewollt.

„Ich bin müde, Albus. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich jetzt gerne ins Bett gehen."

Träge stand er auf. Wieder fühlte er sich machtlos, weil es nichts gab, das er tun konnte. Nichts, das genug gewesen wäre, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.