8. Kapitel: You forgot me long ago.
You won't cry for my absence, I know -
You forgot me long ago.
Am I that unimportant...?
Am I so insignificant...?
Isn't something missing?
Isn't someone missing me?
Evanescence-Missing
„Liebst du mich wirklich?" Ich schaue verwirrt von meinen Unterlagen auf. Was soll denn die Frage jetzt schon wieder?
„Natürlich." sage ich und wende mich wieder den Pergamenten auf meinem Schreibtisch zu.
„Tom. Kannst du mir dabei nicht mal in die Augen sehen?"
Es scheint dir ernst zu sein.
Ich blicke wieder auf und schaue in deine wunderschönen Augen. Ich lächle sanft und strecke einen Arm nach dir aus um dir zu bedeuten, dass du zu mir kommen sollst.
Zögerlich kommst du näher und setzt dich auf meinen Schoß.
„Natürlich liebe ich dich. Wärst du sonst hier?" murmle ich und küsse dich sanft.
Auch du kannst ein Lächeln nicht unterdrücken.
„Gut zu hören."
„Warum fragst du mich das?" flüstere ich und streiche sanft über deine Wange.
„Du bist im Moment so viel beschäftigt und redest fast nicht mehr mit mir." antwortest du leise und schaust mich nun traurig an.
„Tut mir leid aber die Arbeit erledigt sich nicht von allein." erkläre ich und versiegel wieder deinen Mund mit meinem. Ich werde mir wieder mehr Zeit für dich nehmen, wenn wir uns schon mal sehen. Ich umarme dich fest und vergrabe mein Gesicht in deiner Halsbeuge. Du riechst so unvergleichlich gut.
Ich will nicht aufwachen. Zu schön ist dieser Traum der mich weit weg in bessere Tage zurück führt.
Genervt öffne ich die Augen und frage mich was mich geweckt hat. Ich kann keinen Grund erblicken außer das die Sonne volle Kanne in mein Zimmer scheint.
Ich krause die Augenbrauen und drehe mich auf die andere Seite. Ich will wieder einschlafen.
Schmollend wie ein kleines Kind knautsche ich mein Kissen zusammen und vergrabe mein Gesicht darin.
Ich will weiter schlafen doch ich kann nicht.
Grummelnd befreie ich mich aus den Laken, zumindest versuche ich es denn ich habe mich total in den Dingern verheddert.
Mit einem lauten Knallen falle ich aus dem Bett auf den Holzfußboden.
Stöhnend rolle ich mich auf den Rücken und höre wie die Tür aufgerissen wird.
„Was zur Hölle…" Ich schaue mit zusammengekniffenen Augen zu Potter hoch, dessen Mundwinkel schon verdächtig anfangen zu zucken.
„Jetzt lach schon." murmel ich und versuche mich aufzurappeln.
Sein schallendes Gelächter nimmt den ganzen Raum ein und ich habe das Gefühl das ich 7 Jahre in die Vergangenheit katapultiert werde.
Vorsichtig setze ich mich auf und reibe die schmerzende Stelle am Kopf.
Immer noch kichernd reicht er mir seine Hand um mir beim Aufstehen zu helfen.
„Nein, du hast dich wirklich nicht verändert." Ich übergehe diese kleine Anspielung auf gestern und schaue ihn leicht grinsend an.
„Wir sollten aufhören uns immer anzugiften. Was geschehen ist, ist geschehen. Da können wir jetzt auch nichts dran ändern."
Ich schaue ihn verwirrt an. Solch weise Worte aus seinem Mund.
„Du hast dich verändert. Du bist nicht mehr derselbe Hitzkopf wie früher." murmel ich leise und gehe wieder auf ihn zu.
„Oh, doch. Ich lass es mir nur nicht mehr so anmerken." grinst er und ich sehe wieder denselben verschmitzten Jungen vor mir stehen den ich damals gekannt habe.
Ich streichel sanft über seine Wange und genieße die Berührung.
Nur mit eisernem Willen kann ich mich von ihm losreißen und gehe zwei Schritte zurück. Er sieht ziemlich enttäuscht aus.
Plötzlich taucht eine weiße Gestalt auf. Es ist ein Otter.
Er öffnete das maul und eine klare Frauenstimme spricht zu uns.
„Harry. Dumbledore taucht in 2 Minuten mit 6 bewaffneten Auroren bei dir auf. Du musst da weg."
Wir beide schauen uns erschrocken an.
„Fuck." Ich finde diesen Kommentar äußerst passend.
„Los, los, los." sagt er hektisch und mit einem kleinen Schlenker meines Zauberstabes bin ich angezogen und alle meine Sachen verschwinden in einem Rucksack. Seiner fliegt gerade aus dem Nebenzimmer herein.
Er greift nach meiner Hand und ehe ich mich versehe apparieren wir auch schon.
Hart schlage ich auf dem Boden auf und ruder mit meinen Armen damit ich das Gleichgewicht nicht verliere.
Potter schaut sich verwirrt um, während er sich vom Boden aufrappelt.
Ich helfe ihm auf und ziehe ihn an mich.
Wir schauen uns tief in die Augen und für mich scheint eine Ewigkeit zu vergehen ehe er sich von mir entfernt.
„Ich hab keine Ahnung wo wir sind. Ich bin einfach appariert." murmelt er leicht verlegen und ich ziehe eine Augenbraue hoch.
„Wieso sind wir jetzt so überstürzt los?" frage ich auch wenn ich es mir schon denken kann.
„Ich schätze mal das Dumbles nichts Gutes im Sinn hat, wenn er schon mit bewaffneten Männern vor meine Haustür auftaucht. Und er kann ein und ausgehen wie er möchte denn ich habe ihm gesagt wo er mich findet. Da bringt auch der Fidelius-Zauber nichts mehr."
Ich nicke verstehend. Ich wusste es.
Ich schaue mich um und die Umgebung kommt mir seltsam vertraut vor.
Hier hat mein Vater gelebt. Bevor er mit meiner Mutter fortgegangen ist, wenn auch nicht freiwillig.
Er schaut mich verwirrt an.
„Was ist los?" fragt er nachdem ich eine ganze Weile einfach nur stocksteif dastehe und die Mauer n der Villa anstarre.
„Wir sind in Little Hangleton." murmel ich und meine Hände ballen sich zu Fäusten.
Ich war das letzte Mal mit 17 hier. Trotzdem hat sich fast nichts verändert.
Natürlich, das Haus ist jetzt total mit Efeu überwuchert und der Garten total verwildert aber es ist doch unverkennbar das Haus von Tom Riddle Senior.
„Oh." ist sein Kommentar dazu.
Vorsichtig greift er nach meiner Hand uns umschließt sie mit seiner.
„Mal schauen ob man darin mal ein paar Nächte überleben kann." murmelt er und macht ein paar Schritte darauf zu.
Ich bleibe stehen und starre ihn schockiert an.
„Es ist nur ein Haus, jetzt bleib mal ganz entspannt. Da wartet niemand um dich umzubringen." grinst er schwach. Innerlich gebe ich mir einen Ruck und folge ihm.
Ich fühle mich plötzlich wieder wie der 17 jährige Junge der auf dem Weg ist seinen Vater zu töten.
Meine Hände zittern leicht.
Ich verstehe meine Reaktion nicht.
Wie Ha…Potter schon gesagt hat, es ist nur ein Haus.
Zentimeterdicker Staub bedeckt alles. Nachdenklich gehe ich durch die einzelnen Räume.
Ich bin doch zwischendurch mal hier gewesen. Damals, als ich meine Wiederauferstehung geplant habe. Zusammen mit Wurmschwanz.
Ich betrete den Salon. Zumindest das ist dieses Zimmer mal gewesen.
Auf dem Kaminsims stehen immer noch Fotos. Vorsichtig gehe ich darauf zu und nehme sie in die Hand. Mit meinem Daumen wische ich den Dreck vom Deckglas und schaue die Menschen an.
Es ist mein Vater mit seinen Eltern und seiner Frau im Arm.
Ich verziehe mein Gesicht und lasse es einfach fallen. Sie haben bekommen was sie verdienen.
Das Klirren des zersprungenen Glases klingt gedämpft und dumpf durch den Staub.
Nicht weiter interessiert drehe ich mich um und verlasse den Raum.
„Mit ein bisschen Arbeit lässt es sich hier erst mal eine Weile aushalten." Ich schaue Har…POTTER(!) verwirrt an. Der kommt gerade die Treppe zum oberen Stockwerk herunter und wischt sich mit dem Ärmel seines Pullovers Staub aus dem Gesicht.
„Warum sollten wir hier bleiben?" frage ich und krause meine Augenbrauen.
„Fällt dir was besseres ein?" faucht er zurück und ich merke, dass die Luft um uns kühler wird. Wie immer wenn wir uns streiten oder uns gestritten haben.
Ich denke einen kurzen Moment nach.
„Eigentlich schon aber ich glaube es ist besser wenn wir noch ein paar Orte in der Hinterhand haben, damit wir uns immer in Bewegung halten können. Ich denke mal das Dumbledore weiter nach dir suchen wird." sage ich und schaue mich weiter um.
Er schaut mich erstaunt an.
„Was? Es ist ja nun nicht so das ich dir noch nie zu gestimmt habe." murmel ich und gehe nun selber ins obere Stockwerk.
Die Tür zu dem Raum am Ende des Ganges, den ich vor neun Jahren „bewohnt" habe steht immer noch auf und es sieht alles aus wie ich es hinterlassen habe. Davon abgesehen das statt einer Leiche nun nur noch ein Skelett am Boden liegt. Niemand scheint den altem Mann vermisst zu haben den ich getötet habe.
„Musste das damals wirklich sein? All diese sinnlosen Morde?" werde ich plötzlich gefragt. Ich schaue Ha… P.O.T.T.E.R. über meine Schulter hinweg an.
„Ja." sage ich kalt und gehe den Gang entlang und werfe einen kurzen Blick in jedes Zimmer.
Keine Anzeichen das irgendjemand in letzter Zeit hier oben gewesen ist.
Ich höre ein kellertiefes Seufzen.
„Meinst du Dumbledore hat herausgefunden, dass ich dich aus Azkaban befreit habe?" fragt Potter mich plötzlich und ich wundere mich, dass er auf einmal so nahe bei mir steht. Er muss mir gefolgt sein.
"Ich weiß es nicht. Wie sollte er es rausgefunden haben?" Die Frage ist eher an mich selbst gerichtet als an Potter.
Nachdenklich schaue ich aus einem Fenster runter in den verwilderten Garten. ich sehe ein kleines Häuschen. Da muss der alte Mann drin gelebt haben. Ich glaube er war Gärtner. Ich bin mir aber nicht sicher.
Ist ja auch egal.
„Er hat leider seine Mittel und Wege." antwortet Potter leise.
Ich seufze und drehe mich wieder zu ihm um. Wir werden wohl eine Weile hier bleiben.
Mittlerweile ist es Abend. Wir sind runter ins Dorf gegangen und haben was zu Essen gekauft. Zum Glück hat Potter etwas Geld mitgehabt.
Wir haben Feuer beschwört das kein Holz braucht und das brennt nun munter im Kamin. Wir sitzen in dem Raum in dem ich mich damals aufgehalten habe.
Schweigen füllt den Raum aus während wir essen. Neben dem Sessel und dem Kamin befinden sich hier noch eine Couch und ein Bett.
Die Frage die hier noch offen steht ist wer im Bett schläft und wer auf der Couch.
„Ich schlaf auf der Couch." murmelt Potter plötzlich und ich schaue ihn erstaunt an. Kann er Gedankenlesen oder was?
„ok." antworte ich und zucke mit den Schultern.
„Lass uns schlafen gehen."
Wir haben das Zimmer schon vollständig vom Staub entfernt und das Bett ist neu bezogen. Es riecht trotzdem noch ein bisschen muffelig.
Ich rümpfe die Nase und ziehe meinen Umhang aus.
Nachdem ich mich bis auf mein Hemd und meine Shorts ausgezogen habe greife ich noch in meinen Rucksack und hole ein Buch raus.
Ich lege mich ins Bett und beginn zu lesen. Zumindest will ich das Potter glauben machen. Ich beobachte ihn dabei wie er sich umzieht.
Wie früher schon bin ich von seinem Körper fasziniert. So schmal und zierlich und trotzdem birgt er soviel Energie. Ich versuche mich wieder auf mein Buch zu konzentrieren doch ich schaffe es nicht. Ich schaue immer wieder zu ihm rüber.
Potter steht mit dem Rücken zu mir und zieht sich gerade sein T-Shirt aus.
Ich schlucke schwer und mache die Augen zu. Doch das Bild scheint sich auf meiner Netzhaut eingebrannt zu haben. Ich lege mein Buch beiseite und ziehe mir die Decke über den Kopf.
Schlafen wäre jetzt echt gut.
Ich rolle mich zusammen und versuche mich krampfhaft abzulenken.
Bei Slytherins rosa Badelatschen. Wieso kann er mich nicht einfach kaltlassen?
Plötzlich wird meine Decke zurück gezogen und ich öffne ein Auge. Potter schaut mich besorgt an.
„Was ist los?" fragt er mich besorgt.
Ich zucke mit den Schultern und ziehe mir wieder die Decke über den Kopf.
Er soll mich einfach in Ruhe lassen. Die Matratze neben mir senkt sich. Er scheint sich gesetzt zu haben.
„Was ist dein Problem?" Seine Stimme klingt deutlich genervter.
Ich seufze stumm.
Schnell werfe ich die Decke beiseite und schlinge meine Arme um ihn. Er zuckt zusammen und versteift sich.
„Du bist mein Problem." murmel ich mit rauer Stimme und vergrabe mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Ich spüre seine Gänsehaut.
„Du bist mein verdammtes Problem. Seit sechs verdammten Jahren willst du mir nicht mehr aus dem Kopf gehen." knurre ich fast schon und verstärke meinen Griff um ihn als er anfängt sich zu wehren.
„Warum gehst du mir nicht mehr aus dem Kopf?"
„Lass…mich…los!" faucht er und drückt mich von sich.
Ich lasse mich wieder nach hinten fallen und warte darauf, dass der Schmerz einsetzt. Und das tut er.
Mein Herz scheint ein paar Schläge auszusetzen und mein Magen krampft sich zusammen.
„Vergiss es einfach." murmel ich und ziehe mir die Decke wieder über den Kopf.
Damit habe ich jetzt wahrscheinlich alles kaputt gemacht.
„Tom… bitte…"
„Vergiss. Es. Einfach." sage ich nun etwas bestimmter und drehe ihm demonstrativ den Rücken zu.
Er seufzt leise und entfernt sich von meinem Bett.
Ich liege lange wach und denke nach. Gleichzeitig versuche ich mich zu verhalten als würde ich schlafen. Potter soll nicht mitbekommen das ich es nicht tue.
Doch sein Verhalten lässt mich stutzig werden. Entweder hat er schon wieder Alpträume oder er ist auch noch wach.
Innerlich zucke ich mit den Schultern und drehe mich wieder langsam um.
Nachdenkluch sitze ich in einem kleinen Cafe und warte auf den jungen Mann, den ich gestern aufgegabelt habe.
Ich frage mich ob er kommen wird.
Leicht nervös rühre ich in meinem Tee.
Warum zur Hölle will ich ihn unbedingt wiedersehen?
Sonst bin ich doch auch nicht so… So kindisch.
Vorher ist es mir herzlich egal gewesen was meine Betthäschen später noch gemacht haben. Zum Glück bin ich bis heute keinem wiederbegegnet.
Plötzlich wird der Stuhl mir gegenüber zurück gezogen und ich schaue lächelnd auf.
Doch es ist nicht die erwartete Person.
„Hi." haucht eine junge Frau atemlos und mit geröteten Wangen.
„Guten Tag." antworte ich kalt und wende meinen Blick wieder ab.
Uninteressant. Klar, das Mädchen ist hübsch mit ihren dunklen Haaren und großen, strahlenden Augen.
„Erkennst du mich nicht mehr? Ich bin's… Maria." sagt sie aufgeregt und ich schaue sie nachdenklich an. Ich kann mich nicht an sie erinnern. Sie muss wohl eine der besagten Bettgeschichten sein.
Aber das kann ich ihr schlecht erzählen. So wie ich sie einschätze würde sie mir dann eine Szene machen.
Plötzlich wird mein Kopf zur Seite gezogen und ein sanfter Kuss auf meine Lippen gehaucht. Ich schaue erschrocken und verwirrt in funkelnde, grüne Augen.
„Hi, Schatz. Tut mir leid, dass es so spät geworden ist aber ich stand im Stau fest." sagt der junge Mann mit einem sanften lächeln.
So desinteressiert wie möglich wende ich mich wieder der Dame zu die uns beide mit großen Augen anstarrt.
„Tut mir leid aber sie müssen mich verwechselt haben." sage ich und bedeute ihr mit einer Geste den Stuhl zu verlassen.
Ihre Miene wird angewidert und mit hoher Stimme fängt sie schon fast an zu keifen.
„Ja, ich glaube auch." Mit diesen Worten rauscht sie aus dem Cafe.
Ich seufze leise und trinke einen Schluck Tee.
„Wie wäre es denn mal mit einem ‚Danke'?" fragt der Andere, setzt sich und fährt sich mit einer Hand durch die zerzausten Haare.
Ich schlucke schwer und meine Stimme klingt seltsam rau.
„Danke." Ich schaue ihn mir genauer an.
Grüne Augen, schwarze Haare, nicht sonderlich unbekannt.
Doch erst jetzt fällt mir seine leicht gebräunte Haut auf und eine Narbe auf seiner Stirn. Sie ist blitzför…mig.
Oh. Scheiße.
„Gern geschehen, Tom Riddle."
OH. SCHEIßE!!
Vor mir sitzt Harry Potter.
Grinst mich verdammt sexy an.
Und ich bin schon wieder geil auf ihn.
„Ich hab dich gestern schon erkannt." murmelt er und ich versuche die Fassung zu bewahren.
„Und es hat mich nicht interessiert. Du warst so seltsam nett und ich hab auch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass du mich wieder sehen willst." flüstert er zum Schluss und schaut verlegen auf den Tisch.
Ich ziehe eine Augenbraue nach oben, fasse über den Tisch und schließe meine Finger um sein Kinn.
Sanft drücke ich sein Gesicht nach oben damit er mich ansehen muss.
„Ach fuck." murmel ich und drücke meine Lippen auf seine.
Ich beobachte ihn ganz genau. Zuerst schaut er mich erschrocken an, doch dann schließt er seine Augen und genießt den Kuss.
Ein Räuspern bringt uns dazu uns zu trennen.
„Entschuldigen sie bitte aber einige Gäste haben sich über sie beschwert. Bitte verlassen sie unser Lokal." Ich schaue den älteren Mann an, der neben unserem Tisch steht und uns mit unverhohlenem Ekel anschaut.
Ich schnaube und stehe auf. Zärtlich umfasse ich Potters… nein… Harrys Hand und wir verlassen das Cafe.
„Ähm…" fängt er zögerlich an doch ich unterbreche ihn.
„Sei still. Ich bin im Moment genauso verwirrt wie du." sage ich, „Zu dir?" frage ich nach und er nickt stumm.
Schweigend sitzen wir uns gegenüber. Keiner von uns beiden weiß so wirklich was er sagen soll.
„Was ist das jetzt? Also das zwischen uns?" fragst du mich nach einer kleinen Weile und schaust mich schüchtern an.
Ich kann ein Lächeln nicht unterdrücken.
„Was wäre dir denn am liebsten?" frage ich zurück.
„Ach keine Ahnung mir geht das alles gerade viel zu schnell. Ich mein. Gestern bin ich mit dem Mann der mich töten will ins Bett gestiegen, hatte mit ihm mein erstes mal und heute sitzen wir hier…"
„Moment mal. Moment mal. Was hast du gerade gesagt?" frage ich erschrocken nach und du schenkst mir einen verwirrten Blick.
„Wir hatten gestern Sex?"
„Nein, nein…Das danach."
„Das ich noch Jungfrau war?"
Erst jetzt dringt die Bedeutung dieser Worte erst so richtig in mein Hirn vor.
„Und du wusstest da schon wer ich bin?" Ich kann es nicht glauben.
„Ja aber ich glaube ich war zu betrunken als das es mich hätte stören können." murmelst du und stehst auf um auf und ab zu laufen.
Ich schaue dir fassungslos dabei zu.
„Und weiß du was das größte Problem ist?" Frustriert lässt du dich neben mich auf die Couch fallen und lehnst deinen Kopf an meine Schulter. Gedankenlos streiche ich durch deine weichen Haare.
„Ich hab mich auch noch in dich verliebt."
Ich rücke ein Stück von dir weg und umfasse dein Gesicht mit meinen Händen.
„Ich bin kein Mensch der sich selbst belügt…" flüstere ich und küsse dich zärtlich.
Innerhalb einer Nacht hast du meine ganze Welt auf den Kopf gestellt und, verdammt nochmal, es fühlt sich so richtig an.
Deine Hände legen sich auf meine Brust und du erwiderst meinen Kuss hungrig.
„Ich glaube ich liebe dich auch." murmel ich und verschließe deine Lippen wieder.
Es kommt zwar total plötzlich und unerwartet aber ich glaube sowas kann man Liebe auf den ersten Blick nennen. Auch wenn es eigentlich auf den zweiten Blick war.
Müde schlage ich meine Augen wieder auf und schaue mich verwirrt um. Alles um mich herum ist dunkel doch ein warmer Körper liegt neben mir und Arme haben sich beruhigend um mich geschlungen.
Was zur Hölle ist hier los?
„Potter?" frage ich leise und versuche mich aus dem Klammergriff zu befreien.
Er gibt nur ein leises Murmeln von sich und seine Umarmung verstärkt sich noch.
Ich bin doch kein Kuscheltier. Warum liegt er eigentlich mit im Bett? Vorsichtig reib eich mir die Augen und bemerke das mein Gesicht schon wieder klatschnass ist. Ich habe schon wieder im Schlaf angefangen zu weinen.
Mist.
Und Potter hat es auch noch bemerkt.
Peinlich.
Auf einmal lässt er mich los und dreht sich mit dem Rücken zu mir. Wieder höre ich ihn irgendetwas sagen, doch ich kann nicht verstehen was. Er redet also immer noch im Schlaf. Wie niedlich.
Meine Augen gewöhnen sich langsam so richtig an die Dunkelheit und ich betrachte nachdenklich seinen Rücken.
Wieder überkommt mich dieser seltsame Beschützerinstinkt und diesmal schlinge ich meine Arme um ihn und vergrabe mein Gesicht in seinen Haaren. ich will wenigstens ein wenig seine Nähe auskosten.
Mit diesem Gedanken schlafe ich wieder ein. Diesmal zum Glück traumlos.
Als ich die Augen wieder öffne sehe ich erst mal nur Schwarz. Verdutzt hebe ich den Kopf an.
Ich liege auf dem Rücken und hatte mein Gesicht immer noch in seinen Haaren vergraben. Potter hat sich während der Nacht zu mir gedreht und seinen Kopf auf meine Schulter gelegt. Seine Hand liegt auf meiner Brust und ein leichtes Lächeln ziert sein Gesicht.
Wie lange ist es jetzt her das ich ihn das letzte Mal so gesehen habe?
Ich weiß es nicht aber es liegt schon eine ganze Weile her.
ich genieße diesen Augenblick und lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen.
Nichts hat sich verändert. Warum sollte es auch?
Ich kann nicht widerstehen und streiche zärtlich über sein Gesicht.
Ende-
So jetz ist aber Ende im Gelände….Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen
bis zum nächsten Mal
byebye
Lost
