So ich weiß es hat lange gedauert aber hier kommt endlich das nächste Kapitel

Es kommen wieder ein paar mehr auf einmal um euch für die lange Wartezeit zu entschädigen….

Ich wünsche euch viel Spaß….

10. Kapitel: Make my heart a better place

Can you still see the heart of me?
All my agony fades away
when you hold me in your embrace

Don't tear me down for all I need
Make my heart a better place
Give me something I can believe
Don't tear me down
You've opened the door now, don't let it close

Within Temptation-All I need

Nachdenklich betrachte ich die fünf jungen Leute vor mir.

Draco Malfoy, Pansy Parkinson, Blaise Zabini, Crabbe und Goyle. Na herrlich. Sie sind alle so unerfahren. Ich unterdrücke einen genervten Seufzer und reibe mir kurz in den Augen.

Das kann doch nicht wahr sein. Wie soll ich denn mit denen irgendetwas hinkriegen?

„Wisst ihr von weiteren Todessern die noch frei sind?" frage ich kalt und studiere genau ihre Gesichter. Ich würde es sofort merken wenn sie lügen

Der junge Malfoy ergreift als erster das Wort.

„Mylord. Es gehen Gerüchte um das einige wenige den Auroren entkommen sind doch wir können nichts davon bestätigen." murmelt er, den Blick auf den Boden gesenkt. Jetzt gebe ich ein frustriertes Geräusch von mir und die fünf vor mir zucken zusammen.

Eine Zeit lang herrscht schweigen im Raum, während ich versuche eine alternative zu finden. Irgendwie müssen wir doch noch Leute finden?

„Ähm… Gestatten sie mir die Frage. Was macht denn Potter hier?" werde ich plötzlich von Zabini aus den Gedanken gerissen und ich funkel den jungen Mann zornig an.

„Ich wüsste nicht das es euch irgendwie angeht aber egal. Er hat mich aus Azkaban befreit."

Ich schenke dem Schwarzhaarigen neben mir nicht einen Blick und beobachte weiter die fünf vor mir die sich verwundert anschauen.

Ja. Niemand würde je daran denken das mich der Mann, der mich hinter Gitter gebracht, je wieder frei lassen würde.

„Ihr könnt nun gehen. Wenn ich neue Informationen habe werde ich sie euch zukommen lassen. Und ihr versucht rauszufinden ob noch einige Anhänger frei unterwegs sind. Wir brauchen jeden Mann." knurre ich und setze mich auf einen Stuhl. Nachdenklich fahre ich mir durch die Haare und blicke gedankenversunken auf die sich schließende Tür.

Plötzlich legt sich eine Hand auf meine Schulter und ich blicke verwirrt auf.

„Ich hab mir überlegt, dass ich mich mit Hermine in Verbindung setzen werde. Wir können im Moment jeden gebrauchen." murmelt er und ich funkel ihn wütend an.

„Natürlich und zwei Stunden später hat sie mich erkannt und haut dann wieder ab." Er schüttelt amüsiert den Kopf.

„Deswegen schreibe ich ja auch erst Hermine. Sie wird es verstehen. Zumindest hoffe ich es. Wenn nicht dann müssen wir ihr Gedächtnis löschen und ich muss es alleine versuchen."

Ich knurre leise und senke meinen Blick wieder auf den Boden.

Wie ich es hasse. Ich fühle mich so verdammt hilflos. Nichts ist von meiner einstigen Macht übrig geblieben als fünf Anhänger von denen ich weiß und noch ein paar vereinzelten die noch irgendwo rumlaufen, von denen aber keiner weiß wo sie stecken oder ob die Gerüchte überhaupt wahr sind.

Und dann kommt auch noch Potter und ist der Meinung, dass er mich aufmuntern muss.

Ich könnte kotzen. Wie ich es hasse.

„Warum hast du mich nicht einfach in Azkaban gelassen. Oder macht es dir Spaß mir unter die Nase zu reiben das ich einfach nichts mehr bin." fauche ich und springe auf.

Potter schaut mich erschrocken an und Unverständnis zeichnet sich deutlich in seinen Augen ab.

„Verschwinde einfach. Du kannst das Zimmer haben das du sonst auch immer bezogen hast." sage ich kalt und verschwinde in die Bibliothek.

Ich muss jetzt in Ruhe nachdenken und das kann man da einfach am besten.

Ich hab keine Ahnung was ich machen soll. Mir fehlen im Moment die Anhänger um Dumbledore stürzen zu können.

Natürlich wären im Moment viele Menschen dazu bereit sich einem Widerstand anzuschließen, doch wenn sie heraus finden das ich das ganze mehr oder weniger organisiere, dann würden sie ganz schnell wieder weg sein.

Ich schüttel den Kopf, während ich die Gänge entlang rausche und versuche meine Wut wieder ein wenig zu zügeln.

Beim letzten Mal als ich mich so von meinem Zorn regieren lassen habe, ist es ziemlich übel ausgegangen. Ich muss mehr auf meine Intelligenz verlassen. Dann kommen da auch vernünftigere Sachen bei raus.

Und mein Gehirn schlägt im Moment vor Potter zu töten. Er stört einfach nur und verdammt nochmal…Er lenkt mich einfach nur ab.

‚Du weißt das ich deine Gedanken immer noch hören kann?' hallt plötzlich seine Stimme durch meinen Kopf und ich kneife die Augen zusammen.

Scheiße, da war ja was. Unsere geistige Verbindung hatte ich ja total vergessen. Eigentlich normal wenn man 5 Jahre keinen Gebrauch mehr davon macht und alle glücklichen Gedanken und Erinnerungen um jeden Preis versteckt halten muss. Ich gebe ein gedankliches Knurren von mir

‚Also willst du mir nun die ganze Zeit total auf die Nerven gehen, oder wie?'

Er kichert leise in meinem Geist und ich rolle genervt die Augen.

Ich lasse mich auf einen Sessel in der Bibliothek fallen und vergrabe mein Gesicht in meinen Händen.

Warum kann man diese blöde Verbindung nicht schließen?

Es hat noch nie funktioniert. Egal wie stark man auch seine mentalen Barrieren errichtet man kommt immer in den Geist des anderen. Es sei denn man will nicht in den anderen Kopf.

Was halt in den letzten Jahren der Fall gewesen ist.

‚Lass mich einfach in Ruhe. Wieso bist du eigentlich jetzt erst der Meinung das du mir gedanklich auf den Wecker gehen musst?'

Wieder dieses nervige, leicht überdrehte Kichern.

‚Ich hatte die Verbindung auch total vergessen. Aber eben gerade war es als hättest du mir deine Gedanken entgegen geschrien und dann ist es mir wieder eingefallen. Schon merkwürdig. Als hättest du gewollt, dass ich es höre.'

Ich knurre und halte mir die Ohren zu. Als wenn das etwas bringen würde.

‚Lass mich einfach allein Ich muss nachdenken.'

‚Dann aber bitte nicht darüber mich umzubringen.'

‚Jaja.'

‚Gut. Wir sehen uns dann beim Mittag?'

Ich gebe keine Antwort. Warum zur Hölle benimmt sich der Bengel schon wieder so komisch. So wie…früher.

Innerlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagend stehe ich auf und suche nach einem Buch.

Scheiß egal was für eins. Hauptsache es lenkt mich ab.

Ich bleibe an einem kleinen schwarzen Notizbuch hängen, das verschlissen und eigentlich völlig unauffällig zwischen anderen steht.

Neugierig ziehe ich es raus und blätter es durch.

Nichts Interessantes. Nur ein paar alte Zauber die ich mal erfunden habe. Sie werden mir im Moment nur leider nichts nützen.

Plötzlich fällt ein Blatt Papier aus den Seiten und segelt zu Boden.

Ich schaue ihm erstaunt hinter her. Es ist ein Foto.

Ich bücke mich um es mir genauer an zu schauen. Ein Bild von Potter. Er sitzt gerade völlig gedankenverloren vor seinen Hausaufgaben, spielt mit der Feder zwischen seinen Fingern und fährt sich ständig mit der Hand durch die Haare.

Stimmt ja. Ich hatte es aufgenommen weil ich diesen Anblick immer wieder niedlich fand.

Ich schüttelte wieder den Kopf und hoffe innerlich, dass ich nicht irgendwann ein Schleudertrauma bekomme. Das ganze rumgeschüttel kann meinem Gehirn nicht gut tun.

Ich lasse mich wieder auf einen Sessel fallen und vergrabe mein Gesicht in meinen Händen. Das Buch das ich haben wollte, ist völlig vergessen während mich Erinnerungen überrollen.

Leicht lächelnd schau ich dir beim Hausaufgaben machen zu. Du grummelst genervt vor dich hin, während ich so tue als würde ich ein Buch lesen.

Doch ich beobachte dich lieber.

Wie du deine Haare immer mehr zerzaust und dir auf die Unterlippe beißt, die danach verführerisch rot ist und glänzt.

Ich kann mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Du kannst so unglaublich sexy sein. Sogar wenn du es nicht willst.

Leise stehe ich auf und gehe zu dir rüber. Vorsichtig nehme ich dir die Feder aus der Hand und du schaust mich verwirrt an.

„Wenn du jetzt mitkommst helf ich dir nachher bei den Hausaufgaben." schnurre ich und ziehe dich hoch. Du fängst an zu lächeln und ein schelmisches Glitzern tritt in deine Augen.

„Das hättest du auch so gemacht." sagst du mit rauer Stimme und ich ziehe dich in einen vernichtenden Kuss.

„Ja. Und ich hätte dir auch so mit den Aufgaben geholfen." Du musst leise lachen.

Ohne eine weitere Sekunde zu verschwenden öffne ich deine Robe und senke meine Lippen auf deinen Nacken.

Du stöhnst leise auf und drängst deine Hüfte gegen meine. ich spüre wie du immer erregter wirst.

.-.-.-.-.-.

Kichernd sitzt du auf meinem Schoß während ich dich zärtlich mit deiner Feder kitzel.

Wir sind immer noch nackt, weil wir uns nicht die Mühe gemacht haben uns wieder an zuziehen.

Wir haben trotzdem schon die Hälfte der Aufgaben geschafft, ohne wieder übereinander herzufallen.

Zumindest hatten wir schon Zaubertränke fertig und das hat am längsten gedauert. Snape stellt aber wirklich unmöglich Aufgaben. Deswegen sollte ich mal ein Wörtchen mit ihm reden.

Ich schnappe nach deinen Lippen und beiße zärtlich hinein.

Du kicherst immer noch, während du deine Hände auf meine Schultern legst um mich näher an dich ran zu ziehen.

„Stop. Wir müssen noch die restlich…Ahh…mach weiter." versuchst du zu protestieren, doch gibst sofort auf als ich mit meinen Fingerspitzen über deinen Körper streichel und dabei wie zufällig deine Brustwarzen berühre.

Ich kann von dir einfach nicht genug bekommen.

Nachdenklich schaue ich auf den Boden. Damals war alles noch so… perfekt.

Wir hatten den Krieg völlig vergessen, was unser Verhängnis gewesen ist. Ich krause die Augenbrauen und stehe auf. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es bald Mittag gibt.

Ist es wirklich schon so spät?

Ich seufze kellertief und mache mich auf den Weg in die Küche. Ich bin nicht wirklich erpicht darauf mit den anderen zu essen, die wahrscheinlich schon im Salon sitzen.

Am liebsten würde ich mich in einen dunklen Raum verkriechen und nie wieder rauskommen.

Da diese Idee mir besser gefällt schlage ich einen anderen Weg ein und gehe in mein ehemaliges Büro.

Sofort ziehe ich die Vorhänge zu und lasse mich auf den Stuhl hinter meinen alten Schreibtisch fallen. Alles sieht so aus wie ich es verlassen habe.

Überall liegen Unterlagen rum und Briefe die meine Anhänger mir geschrieben haben um mich auf dem Laufenden zu halten.

Ich hatte meine Hauselfen verboten hier irgendwas aufzuräumen also entfernten sie nur den Staub und meine dreckige Wäsche. Im Rest gibt es eine gewisse Ordnung. Auch wenn sie außer mir niemand erkennt.

Mit einem Wink meines Zauberstabes verschwinden sämtliche Pergamente im Nichts. Ich möchte nicht mehr an diese ganze Weltbeherrschungsgeschichte erinnert werden. Auch wenn das hier etwas schwierig ist.

Plötzlich wird die Tür geöffnet und Potter kommt rein.

Er sieht mich traurig an.

„Es ist vorbei. Jetzt mach dich deswegen nicht selber fertig." murmelt er und ich schaue ihn verständnislos an.

Ich sollte mich nicht wegen meiner Vergangenheit fertig machen?

Was für Drogen hat er denn genommen, dass er denkt ich würde mich fertig machen, was ich anderen angetan habe.

Ein Lächeln schleicht sich auf seine Lippen.

„Nicht wegen den Toten… Nein. Deswegen hattest du nie ein schlechtes Gewissen. Aber wegen anderen Dingen."

Ich verstehe die Andeutung sofort und krause die Augenbraue.

Warum muss er auch wissen das ich manchmal wegen ihm…

Ich schüttel (heute bestimmt schon zum tausendsten Mal) meinen Kopf.

„Ich habe wegen gar nichts ein schlechtes Gewissen. Du wusstest von Anfang an worauf du dich eingelassen hattest. zumindest dachte ich das immer."

Plötzlich kommt Potter weiter auf mich zu. Ich beobachte ihn mit Argusaugen.

„Wenn du damals deine Ziele nicht so grausam durchgesetzt hättest wäre es nie soweit gekommen. Doch je mehr ich versucht habe dich von diesem Hass weg zu bringen, desto mehr Gewalt hast du angewendet und dann wurdest du rabiat mir gegenüber. Ich wusste nicht was ich tun sollte also hab ich dich verlassen." ich folge genau seinen Schritten die scheinbar ziellos durch mein Zimmer führen und mir doch stetig näher kommen.

Er seufzt geräuschvoll.

„Warum ist ein Neuanfang immer so schwer?" fragt er leise, es ist fast schon ein flüstern und ich höre es trotzdem.

„Du bezeichnest das hier doch nicht etwa als Neuanfang?" lache ich fast schon und stehe nun auf.

„Nicht als Neuanfang für uns. Aber für den Rest der Zaubererwelt. Vielleicht wird dann alles besser."

Jetzt steht er direkt vor mir und blickt zu mir hoch. Seine großen Augen schauen mich hoffnungsvoll an als würde er doch immer noch uns meinen. Der Drang ihn in den Arm zu nehmen übernimmt fast die Übermacht doch ich kann ihn noch mit viel Willenskraft zurückhalten.

Ich will es nicht riskieren schon wieder von ihm an Dumbledore verraten zu werden.

Natürlich habe ich auch wenig Rücksicht auf ihn genommen aber das was er gemacht hat ist unverzeihlich.

Plötzlich legt er seine Hände auf meine Brust und lehnt seine Stirn gegen meine Schulter. ich versteife mich aber nicht so wie es mir lieber gewesen wäre.

Innerlich meine Triebe verfluchend drücke ich ihn von mir weg und versuche mich zu beruhigen. ich darf mich zu lassen das mich eine so kleine Berührung so aus der Fassung bringt. So nötig habe ich es auch wieder nicht. Oder doch?

Er schaut mich betreten an.

„Entschuldige. Die Macht der Gewohnheit." murmelt er und ich krause meine Augenbrauen. Stimmt so haben wir früher oft dagestanden.

Vor allem, wenn du gerade aus den Ferien wieder gekommen bist und wir erstmal nur unser Zusammensein genießen wollten.

Ich gebe ein leises Seufzen von mir und öffne meine Arme für ihn.

Wir beide haben eine schwere Zeit hinter uns und damit meine ich nicht nur die letzten Tage.

Lange stehen wir einfach nur Arm in Arm da und denken nach.

-Kapitel 10 Ende-