Kapitel 12: Sag mir warum du nicht gehst

Los sag schon
Warum du mich jetzt noch
wie am ersten Tag liebst
Mir alle Sünden vergibst
Warum du mich noch verstehst
Ich weiß dass du noch
an mich glaubst
Weiß nicht warum du mir noch vertraust
Sag mir warum du nicht gehst

Eisbrecher-Frage

Mit dem Versuch keine Geräusche zu machen betrete ich unser Schlafzimmer und ziehe die Tür hinter mir zu.

Müde beginnst du dich zu regen. Du hast bestimmt schon eine Weile geschlafen.

Ich habe nicht damit gerechnet, dass dieser Angriff so lange dauern wird.

Es ist schon nach 3 Uhr morgens.

Ich gehe ins Bad und mache das Licht an. Vorsichtig betrachte ich den tiefen Schnitt an meinem rechten Oberarm und suche meinen Verbandskasten aus dem Badezimmerschrank raus.

Verdammt. Sich mit links zu verarzten ist echt schwierig. Ich gebe ein leises Seufzen von mir und probiere es trotzdem.

Ich gebe einen leisen Fluch von mir als der Verband verrutscht und nun die Hälfte der Wunde nicht mehr verdeckt.

Ich höre ein leises Lachen von der Tür. Du stehst im Rahmen und beobachtest mich amüsiert. Ich krause meine Augenbrauen.

„Wenn du schon wach bist dann hilf mir wenigstens." knurre ich leicht genervt. Mit einem Lächeln kommst du zu mir rüber und setzt dich neben mich auf den Rand der Badewanne.

„Du hättest mich ruhig wecken können. Ich hab nicht sonderlich gut geschlafen." murmelst du während du mit geübten Bewegungen meine Wunde versorgst.

„Du kannst froh sein, dass das nicht genäht werden muss…" sagst du während du den Müll zusammen räumst und das Erste-Hilfe-Zeug wieder im Schrank verschwinden lässt.

Ich beobachte dich schweigend.

Ich kann mir nicht helfen aber du machst es mir echt nicht einfach, wenn du nackt durch die Räume springst.

Du wirfst mir einen amüsierten Blick zu als wüsstest du ganz genau was ich gerade denke.

„Ich weiß was du gerade denkst." lachst du und in diesem Moment scheint die Sonne aufzugehen.

Wie jedesmal wenn du so lachst.

Ich seufze verträumt und strecke meine Hand nach dir aus, welche du sofort ergreifst und ziehe dich in meine Arme. Den Schmerz im rechten ignorierend.

„Wie konnte ich nur so lange ohne dich leben?" frage ich dich leise und du fängst an zu grinsen.

„Konntest du nicht. Denk mal drüber nach. Bevor wir zusammen waren warst du der reinste Psychopath. Aber du hast dich schon sehr gebessert." Ich kann mir ein leises Lachen nicht verkneifen und küsse dich zärtlich.

Nur langsam wache ich aus der Dunkelheit auf.

Mir tut alles weh. Verdammt was ist nur passiert?

Ich höre leise Stimmen. Ist das nicht Granger?

„Harry. Was hast du dir dabei gedacht diesen… dieses Monster wieder zu befreien?" Worüber spricht sie?

„Ich wusste du kannst es nicht verstehen. Er ist nicht mehr Voldemort. Er ist einfach nur noch Tom Riddle. Er hat uns vor den Auroren gerettet obwohl es ihn selbst fast umgebracht hat."

Was labert Potter da?

„Das macht seine alten Taten aber nicht gleich ungeschehen. Wegen ihm sind hunderte Menschen gestorben."

„Du kennst ihn nicht so wie ich ihn kenne." Ich krause die Augenbrauen.

Ich will das nicht hören. Ich will nicht hören, dass Potter denkt ich wäre ein guter Mensch.

Er weiß ganz genau, dass es nicht stimmt.

„Ach? Seit dem du ihn befreit hast, hast du ihn jetzt richtig gut kennen gelernt? Du konntest ihn wahrscheinlich von Anfang an durchschauen?" Grangers Lachen ist von Sarkasmus durchtränkt.

Ich öffne vorsichtig die Augen und schaue zu den beiden rüber. Zum Glück sitzen sie mit dem Rücken zu mir sonst hätten sie es wahrscheinlich sofort mitbekommen.

Ich sehe wie Potter den Kopf schüttelt.

„Ich bin doch immer im siebten Schuljahr verschwunden. Da war ich bei ihm."

„WIE BITTE?"

„Psst. Du weckst ihn auf" Ich sehe, dass die beiden sich umdrehen und schließe schnell die Augen.

„Das kann doch nicht dein Ernst sein Harry." murmelt Granger entgeistert.

„Doch. Ich war mit ihm mehr als ein Jahr zusammen." seine Worte sind nur geflüstert und ich muss schon ganz genau hin hören um es zu verstehen.

Ich höre nur noch wie die Tür geöffnet wird und dann mit einem lauten ‚Rumms' zugeknallt wird.

Nun öffne ich meine Augen wieder und schaue Potter einfach nur an. Er starrt auf die Tür und seine Miene ist unendlich traurig.

„Es ist nicht so als hätte ich es dir nicht gesagt." sage ich mit heiserer Stimme.

Ich hör mich an als hätte ich mit Reißzwecken gegurgelt.

„Ja. Ok. Du hattest recht! Fühlst du dich jetzt besser?" faucht er mich an und ich kann mir ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken.

Vorsichtig versuche ich mich aufzusetzen, doch bevor ich irgendwie auch nur ansatzweise in eine Aufrechte Position kommen kann, werde ich auch schon wieder ins Kissen gedrückt.

„Du bleibst liegen. Ist das klar? Verdammt. Du hättest das nicht machen dürfen. Wir hätten das schon so geschafft." knurrt Potter und schaut mich mit tiefer Fürsorge an.

Ich seufze und lege meine Hand an seine Wange.

„Ich wollte nicht das dir was passiert." flüstere ich rau und er wird leicht rot.

Dann lasse ich meine Hand wieder sinken und starre an die Decke.

„Warum änderst du eigentlich immer wieder deine Meinung? Mal bist du super nett zu mir und dann bist du total eklig." Er wirft mir noch einen kurzen Blick zu und verschwindet dann aus meinem Zimmer.

Gelangweilt starre ich an die Decke und versuche noch ein bisschen zu schlafen.

Doch ich bin ausgeruht und mein Körper verlangt nach Bewegung.

Ich weiß aber nicht ob ich es wagen kann aufzustehen.

Potter hat gesagt, dass er gleich wieder da ist.

In meinem Kopf fängt es an zu arbeiten. Irgendwann muss ich ja auch mal aufs Klo, oder?

Ich grinse und setze mich vorsichtig auf.

Ich hasse Schmerzen. Das stelle ich immer wieder fest.

Ich stehe langsam auf und muss mich erst mal festhalten, da mir sofort schwindelig wird.

Ich gehe ins Bad und lasse mich auf den Rand der Badewanne nieder. Ich muss echt viel Blut verloren haben.

Ich seufze leise und betrachte mein Gesicht im Spiegel. Dunkle Ränder zeichnen sich deutlich unter meinen Augen ab und ich seh schrecklich abgemagert aus.

Ich seufze nochmal. Was ist nur mit mir passiert?

Ein lauter Knall lässt mich zusammenzucken.

Ich hab das Gefühl, als würde mein Rücken wieder aufreißen. ich verziehe kurz das Gesicht und stehe dann auf. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Schmerzen hasse?

Wieder ein Knall und dann laute Rufe.

Hört sich schwer nach Malfoy und Potter an.

Genervt rolle ich mit den Augen, werfe mir einen Umhang über und verlasse mein Zimmer.

Ich habe Recht. Es sind wirklich die Beiden.

„Was zur Hölle will dieses Schlammblut hier?" brüllt Malfoy, den Zauberstab auf Potter gerichtet.

Granger steht in einer Ecke und schaut den Jungs gelangweilt zu. Keiner von ihnen hat mich bisher bemerkt.

„Vielleicht weil sie uns helfen will. Wenn du sie loswerden willst, musst du erst an mir vorbei." knurrt Potter zurück.

„Du bist mir egal. Schließlich bist du hier auch schon in unserem siebenten Schuljahr ständig gewesen." faucht der Blonde zurück und ich entscheide mich dafür einzuschreiten bevor die Situation völlig eskaliert.

Ich hole tief Luft und will losschreien doch nur ein klägliches Krächzen verlässt meine Kehle. Ich krause die Augenbrauen und zücke meinen Zauberstab und halte ihn mir an die Kehle, während die Anderen sich munter weiter streiten.

„Sonorus." krächze ich leise und merke das leichte Kribbeln in meinen Stimmbändern.

„RUHE!" brülle ich und alle zucken zusammen. Zufrieden grinsend murmel ich den Gegenzauber und stecke den Stab wieder weg.

„Was ist hier los?" frage ich kalt und schaue Malfoy an. Der senkt schnell den Blick.

„Ich habe Potter nur gefragt wie er es wagen kann ein Schlammblut mit hier her zu bringen." murmelt er und ich ziehe eine Augenbraue nach oben. Soweit war ich auch schon.

„Was lässt dich glauben, dass er die Befugnis hat eine Hexe mit hier her zu bringen, trotz des Fidelius-Zaubers."

Ungläubig blickt er auf.

„Ich hab sie mit hergebracht. Und ab sofort hörst du auf sie Schlammblut zu nennen." knurre ich.

„Aber…Sie ist eine Muggelgeborene…" er scheint ziemlich fassungslos zu sein.

„Ja, na und. Sie wird uns trotzdem helfen und wie ich gehört habe hat sie einen weitaus besseren Schulabschluss als du." grinse ich kalt und Malfoy zuckt zusammen.

„Seit wann nehmen wir die Hilfe von Schlammbl…" fängt er an doch ich ziehe meinen Zauberstab und richte ihn auf ihn.

„Crucio." fauche ich und er fängt augenblicklich an zu schreien und wälzt sich am Boden. Ich genieße das Gefühl von Macht.

Plötzlich schlägt Potter mir den Zauberstab aus der Hand. Beherrscht langsam drehe ich mich zu ihm und werfe ihm einen tödlichen Blick zu.

Aus dem Augenwinkel sehe ich wie Malfoy sich langsam aufrappelt.

„.Das?" Ich habe meine Zähne fest aufeinander gepresst und meine Fingernägel graben sich tief in meine Handflächen, während ich versuche nicht durch zu drehen.

Potter zieht seinen Zauberstab während ich meinen stumm zu mir rufe. Ich bin zwar nicht der Meister in Zauberstabloser Magie aber das kriege ich alle mal hin.

Alles um uns herum scheint einzufrieren während wir uns fixieren und anfangen uns zu umkreisen.

„Ich habe nur dafür gesorgt, dass du aufhörst Malfoy zu foltern." sagt Potter kalt und ich kneife die Augen zusammen.

„Seit wann interessierst du dich den für ihn?" frage ich fauchend zurück und kleine Funken schießen aus der Spitze meines Stabes. Ein deutliches Zeichen dafür, dass ich gleich explodiere.

„Meine Fresse. Klärt das allein in euren Zimmern. Wenn ihr hier weiter macht dann fliegt uns gleich der Raum um die Ohren." mischt sich Granger plötzlich ein und stellt sich zwischen uns. Ich werfe ihr einen eisigen Blick zu und fixiere dann weiter Potter.

Langsam senkt er seinen Zauberstab und entspannt seine Körperhaltung.

Blitzschnell drehe ich mich um und verschwinde aus dem Raum.

Mir ist egal ob er mir folgt oder nicht.

Wie kann dieser kleine Wicht es nur wagen mich zu unterbrechen.

Ich trete die Tür einfach auf. Ich höre das Holz splittern und sehe wie sich die Reste über dem Boden verteilen.

Ich reiße mir den Umhang runter, doch als ich bemerke, dass meine Hände seltsam nass werden halte ich inne.

Mein Umhang ist klatschnass und an meinen Händen klebt Blut.

Ich glaube das ist ein schlechtes Zeichen.

Hinter mir atmet jemand zischend ein und ich drehe mich mit hochgezogener Augenbraue um.

Potter steht in der Tür und schaut mich mit großen Augen an.

„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass deine Wunden wieder aufgerissen sind?" fragt er mich.

„Weil ich das Muster so toll finde und ich es gerne dauerhaft als Narben auf meinem Rücken haben will. Was ist das denn für eine Frage. Ich habe es einfach nicht bemerkt." fauche ich zurück und er hebt abwehrend die Hände.

„Ist ja auch egal. Setz dich erstmal hin. Ich hol Hermine. Die versteht mehr von Heilmagie als ich." sagt er und rauscht auch schon aus dem Raum.

Ich seufze, gehe ins Bad, hole den Erste-Hilfe-Koffer raus und beginne damit den Verband aufzuschneiden.

Grob werden meine Hände plötzlich weggezogen und auf den Badewannenrand gedrückt.

„Lass bloß die Finger davon du machst ja alles nur noch schlimmer." meckert Granger auch sofort los und zückt ihren Zauberstab.

Schnell verschwinden die Verbände und ich balle meine Hände zu Fäusten.

Ich hasse es anderen Menschen meinen Körper zu zeigen.

Nur einer kennt alle meine Narben. Abgesehen von denen die während der letzten Schlacht dazu gekommen sind oder danach.

Nach ein paar Minuten ist alles vorbei. Vorsichtig stehe ich auf.

„Du legst dich jetzt hin und Harry du passt auf das er nicht wieder aufsteht. Ich geh los in meine Wohnung und hol ein paar Klamotten und ein paar Tränke." sagt Granger und verlässt den Raum.

Potter baut sich vor mir auf und schaut mich ernst an.

„Versprichst du mir freiwillig liegen zu bleiben oder muss ich dich fesseln?", fragt er mich und ich kann ein dreckiges Grinsen nicht verhindern. Er kraust seine Augenbrauen.

„Jaja. ich bleib ja im Bett.", murmel ich und ich stehe vorsichtig auf.

Es ist echt erleichternd sich hinzulegen. Potter steht direkt neben mir.

Ich greife blitzschnell nach seiner Hand und ziehe ihn neben mich auf die Matratze.

Er gibt ein erschrockenes Quietschen von sich und schaut mich mit großen Augen an.

„Was soll das?" fragt er mich und ich lächel sanft.

„Ich bleib nur im Bett wenn du hier liegen bleibst." sage ich und er wirft mir einen zweifelnden Blick zu.

Nach einer Weile seufzt er ergeben und legt sich etwas bequemer hin.

Schweigend legen wir da und schauen überall hin nur nicht den anderen an.

Doch schon nach kurzer Zeit holt mich die Müdigkeit ein.

„Sag mal…" fange ich leise an und Potter blickt mich an.

„Ja?"

„Ist egal." Ich traue mich nicht ihn zu fragen also versuche ich vorsichtig mich auf die Seite zu drehen, mit dem Rücken zu ihm aber seine warme Hand auf meiner Schulter hält mich sanft auf.

„Ich glaube es ist besser wenn du auf dem Rücken liegen bleibst." flüstert Potter mir ins Ohr und meine Nackenhaare stellen sich auf. Ich bleibe also liegen und drehe meinen Kopf in seine Richtung.

Er betrachtet traurig die narben auf den Stellen die nicht verdeckt sind.

„Du siehst bestimmt nicht besser aus." murmel ich und ein verbittertes Lächeln zerstört seine Züge.

„Wenigstens habe ich nicht solche hier." antwortet er und fährt mit der Spitze seines Zeigefingers die Narbe nach, die von meinem Handgelenk bis zu meinem Ellenbogen verläuft. Ich folge seiner Hand nachdenklich mit meinen Augen.

„Warum wolltest du das tun?" fragt er mich leise und ich krause meine Augenbrauen.

„Du konntest dir vielleicht einreden, dass du ohne mich leben kannst aber ich konnte es nicht. Weil ich auch nicht ohne dich leben wollte.", Ich seufze, "Problem ist das ich nicht sterben kann."

Plötzlich tropft etwas auf meine Schulter und ich schaue ihn verwundert an.

Tränen laufen ohne Unterlass über seine Wangen. Vorsichtig streiche ich sie weg.

„Warum weinst du?" frage ich verwirrt doch er beißt sich nur auf die Unterlippe. Er scheint sich langsam zu beruhigen.

„Harry…" sage ich heiser und er vergräbt sein Gesicht in seinen Händen. Schwere Schluchzer erschüttern seinen Körper.

Ich setze mich vorsichtig auf und schlinge meine Arme um ihn. Zärtlich streiche ich durch seine Haare und wiege ihn sanft hin und her.

„Hey. Was ist denn los?" frage ich, nachdem er sich langsam beruhigt. Seine Antwort ist nur ein schwaches Kopfschütteln. Ich krause meine Augenbrauen wieder, hake aber nicht weiter nach.

Ich versteh ihn einfach nicht.

„Es ist ewig her, dass du mich beim Vornamen genannt hast." murmelt er plötzlich und ich schaue ihn erstaunt an.

Stimmt. Es ist generell ewig her, dass ich überhaupt mal seinen Namen ausgesprochen habe, Weder Vor- noch Nachname.

Ich lege meinen Daumen und Zeigefinger um sein Kinn und drücke sein Gesicht nach oben damit er mich anschaut.

Langsam beuge ich mich vor, warte darauf, dass er mich stoppt, doch nichts passiert. Er schließt sogar seine Augen.

Vorsichtig lege ich meine Lippen auf seine. Ganz leicht nur, nicht mehr als ein hauch.

Es dauert auch nicht lange, denn ich löse mich sofort wieder und lege mich hin.

Harry verzieht enttäuscht sein Gesicht und ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Ich breite meine Arme aus und er lässt sich auf die Umarmung ein.

Lange liegen wir schweigend da und ich lausche seinen Atemzügen. Fast schon automatisch beginne ich sanft über seinen Rücken zu streichen.

Plötzlich seufzt er schwer und setzt sich auf, mich nicht aus den Augen lassend.

„Verdammt." murmelt Harry und streicht sich durch die Haare. Ich beobachte diese Geste fasziniert. das macht er nur wenn er verzweifelt ist.

„Was ist das zwischen uns?" fragt er mich und ich zucke mit den Schultern.

„Was, möchtest du, was es ist?" frage ich zurück und er kraust seine Augenbrauen.

„Ich denke, dass weißt du ganz genau." murmelt er nach einem Moment und beugt sich zu mir runter.

Doch er zögert mich zu küssen. Ich lege ihm eine Hand in den Nacken und ziehe ihn zu mir. Zärtlich verschließe ich seine Lippen und genieße die sanfte Berührung.

Nach einer Weile will ich mehr und bitte mit meiner Zunge zögerlich um Einlass.

Sofort öffnet er seinen Mund und kommt mir mit seiner Zunge entgegen. Ich ziehe Harry auf mich rauf und schlinge meine Arme wieder um ihn.

Und genau in diesem Moment höre ich ein Geräuschdas mich die Ohren spitzen lässt.

War das etwa gerade ein Stöhnen?

Ich grinse in den Kuss hinein und lasse meine Hände weiter nach unten fahren.

Vorsichtig streiche ich über seinen Hintern. Er gibt ein leises Wimmern von sich und drückt den Rücken durch.

„Ich hatte zwar gesagt, dass du aufpassen sollst, dass er das Bett nicht verlässt aber so hatte ich mir das ganze nicht vorgestellt." werden wir plötzlich unterbrochen. Ich schaue genervt Granger an während Harry sich nervös aufsetzt und seine Sachen richtet.

„ich habe mich nicht bewegt." sage ich zur Verteidigung und sie kraust die Augenbrauen.

„Das ist mir egal. Du…", sie deutet auf mich, „…nimmst diesen Trank hier…", sie wirft mir die Phiole zu und wendet sich dann an Harry, „…und du passt auf, dass er liegen bleibt. Und Sex fällt bis morgen Abend flach."

Ich ziehe eine Augenbraue nach oben. Was fällt ihr eigentlich ein…?

Harry drückt mich tiefer ins Kissen.

„Alles klar." antwortet er und Granger nickt nochmal und verschwindet aus dem Raum.

Ich werfe ihm einen vorwurfsvollen Blick zu.

„Wenn du dich ein bisschen anstrengst, muss ich mich beim Sex nicht bewegen." jammer ich und er kann sich ein Lachen nicht verkneifen.

„Nimm jetzt den Trank und schlaf noch ein bisschen." sagt er und legt sich wieder hin. ich schaue in seine erwartungsvollen Augen.

Seufzend entkorke ich die Phiole und leere sie in einem Zug. Dann lege ich mich auch wieder hin.

Schon nach kurzer Zeit schlafe ich ein.

-12. Kapitel Ende-