Kapitel 16: Behind closed doors
black eyes, broken fingers
blood drips, and I let it run
down my, lips and to my swollen gums
when hope is non-existent
our instincts all scream run
we never, turn our backs
or even bite our tongues
Rise against-Behind closed doors
Ich lande in einem Wald in Schottland. Ich frage mich ob mein alter Stützpunkt hier immer noch steht.
Aber wer hätte ihn schon finden können außer meinen Todessern. Es sei denn einer hat geredet.
Ich runzel meine Stirn und mache mich leise auf den Weg zum Gebäude.
Nach einem kleinen Fußmarsch und mehreren Schutzzaubern erreiche ich die kleine verrottete Hütte.
Wer würde schon auf die Idee kommen das ich mir hier einen kleinen Stützpunkt aufgebaut habe?
Ich öffne die knarrende Tür und schaue mich kurz um.
Es scheint niemand hier oben zu sein.
Ein paar Bierflaschen und Matratzen liegen in den Ecken aber es sieht so aus als hätte man sie hier vor Jahren zurück gelassen.
Ich krause meine Augenbrauen.
Es scheinen sich wirklich mal Leute hier versteckt zu haben. Aber warum ist hier so eine Unordnung? Als hätte man alles in größter Eile zurücklassen müssen.
Mit einem Wink meines Zauberstabes öffnet sich die geheime Falltür durch die man in den besser geschützten Bereich dieses Stützpunktes kommt.
Alles ist so wie ich es hinterlassen habe.
Keiner kommt hier unten ohne meine Erlaubnis rein. Man muss mindestens das dunkle Mal haben. Also müssen die Matratzen da oben von Muggeln oder von einfachen Anhängern gewesen sein. Wer weiß das schon.
Interessieren tut es mich auch nicht so wirklich.
Es ist seltsam ruhig hier unten. Sonst tummelten sich hier mindestens zwanzig Todesser doch nun ist alles verlassen.
Was ist nur aus all dem geworden was ich mir über die Jahre aufgebaut habe?
Langsam bewege ich mich durch die unterirdischen Gänge in der Hoffnung doch noch irgendwo ein bekanntes Gesicht zu entdecken.
Nach einer halben Stunde habe ich alle Räume durchsucht.
Keiner hier.
Ich gebe einen frustrierten Laut von mir.
Haben sie wirklich so viele von meinen Leuten erwischt?
Ich mache mich auf den Weg nach oben.
Ich spiele mit dem Gedanken hier alles sicherheitshalber in die Luft zu jagen doch verwerfe diese Idee gleich wieder. Wer weiß ob wir den Ort nochmal brauchen.
Schließlich sind wir immer noch auf der Flucht.
Drei Tage und sechs Verstecke später lande ich in der Nähe von Moskau.
Meine Suche war frustrierend erfolglos bisher.
Dumbledore scheint in der Hinsicht verdammt gute Arbeit geleistet zu haben.
Alle Verstecke waren verlassen und sahen aus als wären sie seid Jahren nicht mehr betreten worden.
Selbst in den großen sind die Hauselfen verschwunden.
Langsam habe ich das Gefühl das es wirklich keinen weiteren Sinn macht zu suchen.
Ich werde wahrscheinlich auch hier niemanden finden.
In der Nähe von Moskau hatte ich ein kleines Dorf errichtet in dem dunkle Familien leben konnten, was mir auch nur gelang weil Russland nicht diese „Licht"-Politik vertrat.
Vielleicht habe ich Glück und das Dorf wurde nicht zerstört. Dumbledore hat hier keine Macht.
Ich gehe einen schmalen weg entlang und als ich um die Kurve komme sehe ich den kleinen Ort vor mir.
Einige Häuser sind verbrannt und ich verziehe enttäuscht das Gesicht.
Selbst bis hierhin haben sich die Fühler dieses Idioten erstreckt.
Als ich die Situation genauer betrachte fallen mir ein paar einzelne Gebäude auf die wie neu scheinen.
Also haben sich einige hier angesiedelt.
Mal schauen ob ich Glück habe.
Schnell mache ich mich auf den Weg und klopfe an die erst beste Tür.
Eine alte Stimme ruft irgendwas auf Russisch, was ich nicht verstand und nach einem Moment wurde mir die Tür geöffnet.
Ein junger Mann öffnet mir die Tür.
Das erste was mir auffällt sind die eisblauen Augen die mich neugierig betrachten.
„Hallo." sage ich mit kaltem Gesichtsausdruck. Der Kerl schien einen Moment zu überlegen. plötzlich bedeutet er mir zu warten und lief zurück ins Haus.
Ein schneller Wortwechsel den ich nicht verstand folgte und nach ein paar Minuten stand ein alter Mann in der Tür.
„Ah. Der dunkle Lord taucht auch mal wieder auf. Wir dachten sie hätten unseren kleinen Ort schon vergessen." sagt er mit kratziger Stimme und gutem englisch.
Ich krause die Augenbrauen. Irgendwoher kenne ich diesen Mann.
„Akim?" frage ich vorsichtig und auf dem grimmigen, zerfurchten Gesicht breitet sich ein breites Grinsen aus.
„Schön das du dich noch an mich erinnerst alter Freund. Komm rein, komm rein." Er winkt mich unbeholfen in die kleine Hütte.
Bei jedem Schritt stützt er sich schwer auf einen Gehstock und man merkt einfach dass das Alter ihm schwer zu schaffen macht.
Ich habe diesen Menschen noch nie so zerbrechlich gesehen.
Akim war ein Begleiter auf meinen Reisen in der Vergangenheit und ob man es glaubt oder nicht uns verband eine enge Freundschaft.
Ich habe ihn damals auch in Russland getroffen und nachher ihm das Kommando über die Truppen hier gelassen.
Tiefschwarze Augen schauen mich interessiert an.
„Du hast dich nicht ein Stück verändert dabei bist du gerade mal 5 Jahre jünger als ich." murmelt er nachdenklich und mustert mich von oben bis unten.
„Du hast deinen Plan mit diesen verfluchten Horkruxen also wirklich durchgezogen. Hätte ich nicht gedacht. Aber warum siehst du so jung aus?"
Ich setze mich und grinse ihn an.
„Ein paar Zaubertränke und dann sieht man wieder so aus. Leider sind diese Unterlagen zerstört worden. Und auch wenn man Jung aussieht. Wenn es Zeit ist zu sterben stirbt man. Tja… das wird mir so schnell jedoch nicht passieren." ich zwinkere Akim kurz zu.
Er schaut mich nicht gerade gut gelaunt an.
„Findest du den Preis dafür nicht ein wenig hoch?"
Ich zucke mit den Schultern. Mehr Antwort scheint er nicht erwartet zu haben.
„Also. Wo warst du die letzten sechs Jahre?" fragt er nach einem bedrückenden Moment des Schweigens.
Ich lehne mich zurück und beobachte den jungen Mann, der mir die Tür geöffnet hat neugierig für einen Moment.
„Fünf davon habe ich in Azkaban verbracht. Zum Schluss hat Dumbledore es doch geschafft mich zu schnappen. Auch wenn er etwas Hilfe hatte."
Akim nickte verstehend. „Der Potter-Junge."
„Tja. Es war eine komische Geschichte. Die damit anfing das ich besoffen mit ihm geschlafen habe und damit endet das er mich aus Azkaban befreit."
Mein alter Freund zieht interessiert eine Augenbraue nach oben und bedeutet mir mit seiner Hand fort zu fahren.
Nachdem ich ihm alles erzählt habe wirft er einen nachdenklichen Blick zu dem Jungen mit den Eisaugen.
„Ivan ist mein Enkel. Meine Tochter und ihr Mann wurden bei dem Angriff auf das Dorf getötet. Du weißt das alle hier immer noch treu zu dir halten, oder?"
Ich runzel die Stirn bei der Aussage.
„Was ich damit sagen will. Ich kann mir vorstellen dass du Unterstützung brauchst, jetzt wo der dunkle Orden zerschlagen ist und ich würde dir gerne meine Hilfe anbieten.
Leider sind viele nach dem Angriff geflüchtet. Aber Ivan redet schon lange davon dir endlich bei zu treten und sein bester Freund Gregor hat mich auch schon gefragt wann du mal wieder hier bist."
Ich denke einen Augenblick nach.
„Das wäre mir auf jeden Fall eine Hilfe. Ich brauche jeden verfügbaren Mann. oder Frau." murmel ich in meinen nicht vorhandenen Bart und betrachte Ivan nochmal genauer. Der junge Malfoy kann Russisch soweit ich weiß. Er könnte den beiden Englisch beibringen und die erste Zeit dolmetschen.
Akim lächelt mich breit an.
Plötzlich wird die Tür aufgerissen und eine Frau ende vierzig steht völlig außer Atem und mit schreck geweiteten Augen in der Tür.
Sie ruft etwas und Ivan springt sofort auf.
„Es sind schon wieder Auroren hier. Es tut mir leid das ich dir jetzt nicht helfen kann aber wie du siehst kann ich nicht mehr kämpfen." Ich nicke verstehend und folge Ivan aus der Hütte.
Akim kommt schon alleine klar und die Leute hier brauchen jetzt erstmal meine Hilfe.
Eine Truppe von fünfzehn Auroren ist in der Straße aufgetaucht und liefert sich einen erbitterten Kampf mit den Einwohnern.
Ich ducke mich unter einem violetten Fluch hindurch und renne auf einen der Angreifer zu.
Ich beschwöre ein starkes Schild herauf und setze kurz danach zwei Auroren außer Gefecht.
Der dritte liefert sich ein kurzes aber hartes Duell mit mir bevor auch er fällt.
Aus dem Augenwinkel beobachte ich Ivan der mit verbissenem Gesichtsausdruck gegen zwei Gleichzeitig kämpft.
Ich muss gestehen ich bin beeindruckt von dem Jungen. Er hat das Talent seines Großvaters.
Zwei Flüche schießen gleichzeitig auf mich zu und ich kann nur knapp aus dem Weg hechten.
Ich muss mich konzentrieren.
Überall um mich herum gehen Häuser in Flammen auf oder es werden große Stücke aus den Wänden gerissen.
Ein paar Steine rieseln aufs Kampffeld und einer mit großer Geschwindigkeit ritzt mir die Wange auf.
Ich runzle die Stirn und werfe den Todesfluch auf den Auror direkt vor mir.
Der duckt sich unter durch genau wie ich geplant hatte.
„Sectumsempra!" mit einer schneidenden Bewegung meines Zauberstabes jage ich dem Mann den Fluch direkt ins erschrockene Gesicht.
Schreiend und die Hände vors Gesicht schlagend fällt er zu Boden.
Sein Kamerad kommt sofort zu mir rüber gelaufen und starrt mich wutentbrannt an.
Ich grinse triumphierend und lenke ihn damit ab das ich gegen seinen Kumpel trete.
Knurrend geht der Gesunde auf mich los und lässt jede Deckung fallen.
Mit einer Kurzen Bewegung meines Zauberstabes töte ich ihn.
Mit leeren Augen und in der Bewegung erstarrt fällt er zu Boden.
Ich schaue mich kurz um und bemerke dass die Einwohner die Oberhand über die Angreifer gewonnen haben und die Auroren sich zurück ziehen.
Als auch die letzten Lebenden verschwunden sind gehe ich auf Ivan zu. Der beugt sich gerade über eine junge Frau die mit stumpfem Blick am Boden liegt.
Ich lege ihm eine Hand auf die Schulter uns er schaut erschrocken zu mir hoch.
Ich sehe keine Trauer in seinen Augen also war sie wohl ein Auror.
Ich deute ihm mir zurück zu Akim zu folgen.
Als wir die kleine Hütte betreten läuft Ivan zu einer Kommode und schiebt sie weg. Darunter kam eine kleine Falltür zum Vorschein an die er dreimal klopfte. Langsam hob sich das Holz und Akim schaut uns beide müde an.
„Wie ich sehe habt ihr es geschafft die Leute abzuwehren. Hätte mich nicht überraschen sollen, schließlich warst du ja dabei." Schalk leuchtet in den alten Augen auf als er sich von seinem Enkel aus dem Keller helfen lässt.
„Ich denke ich werde die beiden mitnehmen." sage ich. zur Antwort erhalte ich ein kurzes Nicken.
Leise flüstert der alte Mann Ivan was ins Ohr. Der nickt verstehend und mit einem Wink seines Zauberstabes erscheint eine Tasche die sich selbst mit Sachen füllt.
Schnell rennt er aus dem Haus und kam nach einem kleinen Moment mit einem anderen zurück.
Das wird wohl Gregor sein.
Gregor hatte dunkle Augen und dunkle Haare. Er war kleiner als Ivan und zierlicher. Ich hatte ihn beim Angriff nicht gesehen aber sein Umhang ist blutbeschmiert. Sein Blick ist kalt. Ich habe das Gefühl das er für einen Todesser wie gemacht ist.
„Akim. Sag den beiden doch bitte dass ich sie jetzt gleich mitnehmen werde." Der Alte nickt und sagt etwas in schnellem russisch.
Beide nicken verstehend und kaum eine Sekunde später schwebt eine weitere Tasche herein und fällt neben Gregor auf den Boden.
„Kann ich das in einen Portschlüssel umwandeln?" frage ich meinen alten Freund und hebe einen alten Pantoffel auf. Er nickt und macht ein paar Schritte auf mich zu.
„Du weißt das du mein grenzenloses Vertrauen genießt aber wenn die beiden nicht am Stück wieder hier her zurück kehren wenn ich noch lebe dann werde ich dich noch als Toter verfolgen. Ich hoffe das ist die klar." sagt er und droht mir mit seinem Gehstock.
Ich nicke und lege ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter.
„Ich werde auf die beiden aufpassen. Das verspreche ich dir." sage ich leise und richte dann meinen Zauberstab auf den Hausschuh.
Ein gemurmeltes „Portus." und ein paar Abschiedsumarmungen später landen wir gemeinsam in der Eingangshalle meines Anwesens.
Ich höre nur schnelle Schritte und ein fröhliches Jauchzen und plötzlich werde ich umgerissen.
Ich kein ein Lächeln nicht verhindern und drücke Harry fest an mich.
„Ich hab dich auch vermisst." murmel ich in seine Haare und drücke ihm einen Kuss auf die Schläfe.
„Na. Wen hast du da mit gebracht?" fragt er mich mit strahlenden Augen.
Ich zucke mit den Schultern.
„Unterstützung aus Russland. Nur leider können die beiden kein Englisch. Deswegen brauchen wir Malfoy. Der soll Dolmetschen."
Harry nickt verstehend und drückt mir noch einen kurzen Kuss auf die Lippen bevor er aufsteht und sich auf die Suche nach dem Anderen macht.
‚Wenn du ihn hast sag ihm gleich das er die Beiden in die Schlafzimmer bringen soll. Und danach kommst du sofort ins Schlafzimmer ich hab was nach zu holen.' schicke ich ihm mental hinter her.
‚Aye, aye Sir.' antwortet er mir belustigt.
Ich bedeute Ivan und Gregor hier zu warten. Nachdem ich ein verstehendes Nicken erhalten habe mache ich mich auf den Weg in meine Räume.
-Kapitel 16 Ende-
Und wie versprochen das nächste Kapitel :) Jaaaa ich habe tatsächlich dran gedacht ^^' Ich kanns ja selbst kaum glauben.
Ich hoffe es hat euch gefallen. Hinterlasst doch n Kommi wenns so ist und natürlich auch wenns nicht so ist. ich kann damit umgehen ;D
LG
Traeumer
