Disclaimer:
Die Rechte an den Charakteren und der Serie haben Entertainment One und der kanadische TV Sender Space! Die Idee stammt von der Autorin Kelley Armstrong! Nichts davon gehört mir, aber ich leih sie mir gern noch mal aus!
Warning:
Eine Spankingszene in diesem Kapitel! Bitte nicht weiter lesen, wem das nicht gefällt!
AN: Hallo ihr Lieben :) Unter anderem setzen Jeremy und Clayton hier endlich ihr Gespräch fort ... und es gibt eine Szene zwischen Elena und Ethan, wo sie ihm noch ein paar Rudel bezogene Kleinigkeiten nahe bringt! Viel Spass beim Lesen und ich freue mich wie immer über Reviews ;) Eure Vanessa
In einem der Gästezimmer, was jetzt Ethan's Raum war, stand Elena am Fenster und blickte hinaus in den Garten und auf die Wiese. Ein paar Vögel umkreisten die Bäume und bauten ihre Nester um Eier zu legen und ihren Nachwuchs groß zu ziehen.
Ob ich irgendwann mal Kinder haben werde? Zusammen mit Clay?
Sanft stützte die Frau ihre Hände flach auf die Fensterbank und warf einen konzentrierteren Blick durch die Scheibe. Doch es gab nichts zu entdecken. Immer noch war alles so langweilig wie für fünf Minuten!
Frustriert drehte sie sich um, als sie Schritte hörte und sah dann hoffnungsvoll auf die Zimmertür. Dann klopfte es tatsächlich zwei Mal und Ethan bat den Besuch herein. Als dann wirklich Jeremy seinen Kopf hereinstreckte, machte Elena einen Schritt auf ihn zu.
"Sag mir, dass ich gehen darf," sagte die Blonde leise. "Bitte? Ich wollte Rennen gehen!"
Der Rudelführer sah von Elena zu Ethan, während er sich mit einer Hand am Türrahmen festhielt und mit der anderen den Türknauf. Tief atmete er durch und richtete seinen Blick dann wieder auf Elena.
"Ja, darfst du," teilte er ihr mit. "Ich werde diese Sache mit Clay heute Abend regeln. Er wird sich jetzt hinlegen und seinen Rausch ausschlafen und etwas beruhigen. Hoffe ich! Ist bei dir alles in Ordnung Ethan? Tut es sehr weh?"
Etwas belustigt starrte der Junge ihn an. "Er muss ein Nickerchen machen?! Ernsthaft?!"
Als Ethan dann auch noch anfing lauthals zu lachen, rollte Elena mit den Augen und trat auf das Bett zu, auf dem der Junge hockte.
Ohne eine Vorwarnung schlug sie ihm leicht auf die Schulter und knurrte wütend. Sie konnte es nicht wirklich sehr gut leiden, wenn man sich über andere lustig machte und ganz besonders, wenn es sich um ein Mitglied ihres Rudels und den sogenannten Pack Code handelte.
"Ah!" Ethan zuckte zusammen.
"Hör auf damit," knurrte sie. "Clay findet das ganz und gar nicht witzig!"
Und wie auf Kommando hörte man einen leisen, aber drohenden Knurrlaut von Clayton, der aus seinem Zimmer zu ihnen hinüber donnerte. Dann wurde eine Tür geöffnet! Jeremy seufzte leise und schob sich mit seinem Oberkörper und Kopf nach hinten, um den Flur hinunter zu sehen. Er öffnete den Mund und schüttelte verneinend den Kopf.
"Scht ... Hör auf," befahl der Alpha leise und in einer normalen Lautstärke. "Ethan hat es nicht so gemeint, okay?"
"Von wegen," sagte Clayton sauer einige Meter entfernt, doch er beließ es dann dabei.
Noch eine Rüge von seinem Vater konnte er sich beim besten Willen nicht leisten. Und ganz ehrlich, war Ethan das auch nicht wert! Die Zimmertür am anderen Ende des Flures fiel wieder zu und Jeremy drehte sich um. Als Ethan ihn dann an sah, gab der Rudelführer ihm einen kleinen, aber nicht ganz unbedeutenden Hinweis ...
"Du solltest ihn nicht noch provozieren! In Ordnung? Das nächste Mal bin ich vielleicht nicht da um ihn aufzuhalten!"
Der junge Omega nickte. "Eh, ja! Tut mir leid ..."
Jeremy seufzte. "Gut! Elena? Du kannst Rennen gehen. Vielleicht möchte Nick mitkommen?"
"Ja, ich frag ihn gleich!"
Der Alpha verabschiedete sich und zog die Tür hinter sich zu. Als seine Schritte über den Flur hallten, atmete Ethan tief aus und wühlte gedankenverloren in seinen neu erworbenen Klamotten herum. Er zog die neue Jeans hervor und versuchte die kleinen Schilder abzureißen ...
"Darf ich dich was fragen," wandte er sich an Elena, die sich bereits auf den Weg zur Tür gemacht hatte.
Sie zuckte die Schultern. "Ja, klar?"
"Wenn Jeremy ihm sagt, er soll auf einem Bein stehen und krähen? Macht Clay das dann etwa auch?"
Elena Michaels blieb ernst. "Er würde etwas komisch gucken, aber dann würde er es tun, ja!"
"Er muss echt alles tun, was Jeremy will," fragte der Junge noch mal überrascht nach. "Alles?"
"Ja! Alles! Selbst wenn Clay das für niemand anderen machen würde ... Für seinen Alpha - würde er es tun! Sofort!"
Ethan grinste. "Hat wohl doch einen Nachteil die ganze Rudelsache was?!"
"Für Clay oder uns, ist das kein großer Nachteil, Ethan," sagte Elena schnell und lehnte sich mit dem Rücken an die Holzwand des Zimmers. Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Es ist einfach so! Wenn du im Rudel bist, gilt bedingungsloser Gehorsam dem Alpha gegenüber. Und der Alpha bietet dir dafür in erster Linie Schutz, Nahrung und einen Platz zum Schlafen. Ohne Wenn und Aber-"
"Clay hat ihm heute nicht gehorcht," unterbrach Ethan sie nachdenklich mit einem Blick auf die geschlossene Tür.
"Gut erkannt," sagte sie leise. Elena ging auf die Tür zu und öffnete. Dann drehte sie sich noch mal um. "Ruh dich aus. Ich bin bald wieder da-"
"Du gehst Rennen," fragte er aufgeregt und stand vom Bett auf. "Kann ich mit?"
Elena lächelte. "Du hast bei dem was Jeremy gesagt und was ich gesagt habe, nicht wirklich zugehört oder? Er sagte, du sollst dich ausruhen und ... sich wandeln und dann als Wolf herumlaufen ... gehört sicher nicht in diese Kategorie!"
"Oh ... Stimmt ... Tut mir leid."
"Irgendwann werden wir auch mal zusammen Rennen! Versprochen!"
Und schon grinste er wieder. Und hätte Clay dieses breite Grinsen jetzt gesehen, hätte er Ethan wahrscheinlich von diesem Bett gezerrt und sich auf ihn gestürzt! Allein dass sich Elena auszog und dann nackt vor Fremden zeigte, machte den Beta rasend vor Wut.
Nachdem Elena das Zimmer verlassen hatte, legte sich Ethan auf das mit Anziehsachen vollgepackte Bett und versuchte nicht an Elena zu denken ... Er schloß die Augen und scheiterte kläglich bei diesem Versuch. Elena war einfach Wow!
Stunden später gegen acht Uhr abends hockte Clay vor dem offenen Kamin und legte neue Holzscheite in das gleißende Feuer. Einem nach dem anderen stapelte er in die Glut hinein, griff dann nach dem Schürhaken und rückte einen Teil etwas mehr nach hinten, da wo es gerade am Heißesten war.
Als der junge Mann zufrieden mit seinem Werk war, erhob er sich wieder, putzte die Hände an seiner Jeans ab und stellte den Schürhaken zurück zu dem anderen Kaminbesteck in die Ecke. Clay machte einen Schritt zurück und starrte dann stumm in die Flammen.
Sie hatten das üppige Abendessen vor etwa einer Stunde beendet und Clay hatte freiwillig den Tisch abgeräumt und den Abwasch erledigt. Er hatte Ethan während des Essens beobachtet. Und Ethan hatte fast die ganze Zeit nur Augen für Elena gehabt. Unglaublich! Das nach dem der Beta ihm heute Mittag ein paar Sätze dazu gesagt und ihm gedroht hatte!
Doch bei all dem Austauschen von Blicken hatte Clayton es irgendwie doch noch geschafft, sich ruhig zu verhalten und Ethan nicht an die Kehle zu springen. Er hatte ja auch nur geguckt oder? Aber würde er sie anfassen, würde der kleine Ethan ein paar Finger verlieren und Clay wäre es völlig egal, ob Jeremy ihn dafür umbringen würde.
Das Feuer knisterte leise. Er seufzte und streckte dann seine Hände nach vorn um sie zu wärmen. Behutsam rieb er sie aneinander und hörte dann wie Jemand die Treppe hinunter kam. Ein Blick auf die Uhr ... Jeremy müsste eigentlich gleich von seinem Lauf auf vier Pfoten zurück kommen und dann würde es zu dem unausweichlichen Gespräch kommen, was sein Adoptivvater ihm angedroht hatte.
Clay drehte sich um und sah dann Peter, der in das große Zimmer kam. Der andere Wolf spazierte durch den Salon und blieb dann an dem Schreibtisch stehen, auf dem immer noch das kleine Päckchen lag, was er zuvor für seinen Rudelführer in der Stadt abgeholt hatte.
Vorsichtig legte Peter einen Finger auf die Kiste und schob sie ein minimales Stückchen über die glatte Tischplatte.
"Er hat es immer noch nicht aufgemacht," fragte er verwundert und sah nach hinten zu Clayton. "Ich dachte, er wollte es dringend haben?!"
"Willst du ihm jetzt vorschreiben, wann er seine Post zu öffnen hat," fragte Clay nach.
Kopfschütteln. "Nein! Aber er war ja etwas ... ungehalten, als du ohne das Teil zurück gekommen bist ..."
"Ja," fragte sein Cousin ihn. "Und ich werde das nächste Mal etwas ungehalten reagieren, wenn dieser kleine Welpe noch mal sabbernd und mit hängenden Läffzen meine Verlobte anstarrt!"
"Ach, komm schon," sagte Peter grinsend und nahm endlich den Finger von dem Päckchen, was nicht für ihn bestimmt war. Er drehte sich ganz zu Clayton um, der die Hände in die Jeanstaschen geschoben hatte. "Der will doch nichts von Elena! Ethan hat bestimmt noch nie eine so schöne, blonde Frau gesehen. Das ist alles, Mann! Reg dich nicht so auf deswegen."
Gerade als Jeremy's Adoptivsohn etwas Schlaues darauf antworten wollte, zwinkerte er leicht und streckte seine Nase zur Tür hin. Er hatte Jemanden gerochen. Clayton seufzte leise, als die Hintertür zu fiel und hob eine Augenbraue in Richtung Peter Meyers!
Peter grinste. "Unser Oberwolf ist zurück! Ich such dann mal den Rest zusammen und wir verdrücken uns!"
"Ja, viel Spass auch," entgegnete Clayton mit hängenden Schultern. "Und vergiß dein Telefon nicht!"
Clay sah Peter nach, der durch den Salon schritt und dann schon in der Lobby auf Jeremy traf, der aus der Küche kam und sich gerade noch die oberen Hemdsknöpfe zudrückte. Sein Adoptivvater sprach drei Worte mit ihm, dann rannte Meyers in den ersten Stock um den Rest des Rudels zusammen zu rufen um dann mit ihnen das Haus zu verlassen.
Als Jeremy in das Zimmer trat, sah sein Sohn ihm entgegen.
"Wie war der Lauf," fragte Clay im Plauderton. "Gab es irgendwas Ungewöhnliches?"
Der Alpha ging zu seinem Schreibtisch, als er hastige Schritte auf der Treppe hörte. Dort setzte er sich auf die Tischkante und schielte in den Teil der Lobby, den er von seiner Position aus gut einsehen konnte. Zügig kamen Peter, Antonio, Nick, Ethan und Elena vorbei und betraten dann den kleinen Flur, der in die Küche führte.
Kurz bevor Elena verschwand, sah die schöne Frau sich noch mal um und lächelte leicht. Jeremy nickte ihr zu und legte die Hände locker in seinen Schoß, während er auf weitere Geräusche achtete, die verlauten würden, dass sein Rudel das Herrenhaus verlassen hatte.
Als sich dann endlich die Hintertür schloß, wandte der Mann seinen Kopf herum und sah zu seinem Sohn hinüber, der immer noch schweigend am Kamin stand und wartete.
"Komm hier rüber bitte," befahl Jeremy leise.
Clay ging zu ihm und blieb zwei Meter vor seinem Vater stehen. Eigentlich hatte Clay keine große Lust mehr zu reden, doch eine wirkliche Wahl hatte er nicht.
Das war der kleine aber feine Unterschied in der Hirarchie zwischen einem Alpha und einem Beta.
"Auf unserem Land ist alles in Ordnung! Ich habe keine fremden Gerüche wahrgenommen oder sonst etwas Außergewöhnliches entdeckt," beantwortete Jeremy Danvers dann endlich die Frage von Clayton. "Also keine Sorge! Ethan kann heute Nacht beruhigt schlafen."
Clay rollte innerlich mit den Augen. Und wieder geht es nur um Ethan!
"Ethan, Ethan und noch mal Ethan ... Der geht mir langsam so auf den Sack ..."
Es war fast ein Hauchen gewesen, was Clay's Mund verlassen hatte und seine Lippen hatten sich so gut wie nicht bewegt, doch leider hatte Jeremy durch das übernatürliche, wölfische Gehör jedes Wort mitbekommen.
"Clayton! Das reicht jetzt! Du weisst, dass ich gegen solche Worte etwas habe und dass sie mir nicht gefallen und ganz besonders, wenn es mein Sohn ist, der sie in den Mund nimmt. Also hör jetzt bitte auf, ja? Er braucht unsere Hilfe und die werde ich ihm nicht verwehren!"
Seine Wut überkam Clay so rasend schnell und er konnte sich gerade noch mit glühenden Augen zügeln sich nicht die Lampe zu nehmen und im hohen Bogen durch den Salon zu schleudern. Doch das leise Knurren konnte der junge Danvers nicht mehr aufhalten und er musste sein Gesicht wegdrehen, um bloß nicht Jeremy anzuknurren.
Das würde der Alpha keinesfalls dulden und würde Clay dafür bestrafen - völlig egal ob dieser sich vorab schon einen Fehltritt geleistet hatte oder nicht!
Jeremy beugte sich ein Stück nach vorn. "Willst du mir etwas sagen?"
Clay's Kopf schoß herum und das Knurren verstummte sofort, als er mit seinem Vater Blickkontakt aufnahm und ihm wieder seine Aufmerksamkeit schenkte.
"Nein ... Dad! Es tut mir leid. Ich wollte nicht respektlos sein, Sir!"
Der Rudelführer nickte einmal.
"Soll ich dir sagen, was mir gerade am schwersten im Magen liegt," fragte Jeremy leise und wartete einen kleinen Moment. Als Clay nicht antwortete, fuhr der Mann mit einem müden Lächeln fort. "Der enorme Hass, den ich in deinen Augen sehe, wenn wir über Ethan sprechen oder er mit im Zimmer ist. Clay? Es ist ganz allein meine Entscheidung, ob ich Jemanden in mein Haus bitte oder aber ihn in einer Gasse sterben lasse."
Clay sah ganz kurz auf den Boden zu seinen Füßen und hob dann schnell wieder den Kopf an, ohne dass Jeremy ihn dazu auffordern musste.
Der Alpha fuhr fort. "Ich weiss nicht, wann er wieder geht und ob er jemals wieder geht. In Ordnung? Das bedeutet für dich, dass du damit klar kommen musst. Ich möchte, dass du ihm ein paar Dinge zeigst, damit er sich selbst gut verteidigen kann, sollte er noch mal angegriffen werden und niemand von uns zur Stelle ist."
Sein Sohn nahm beide Hände und fuhr sich von vorne durch sein langes Haar. Er konnte nicht glauben, was Jeremy da gerade von ihm verlangt hatte! Jetzt sollte er auch noch mit ihm trainieren und fast jede freie Minute mit Ethan verbringen?! Was für ein S-
"Habe ich mich verständlich ausgedrückt, mein Sohn?"
Er nahm die Hände herunter ... "Ja!"
"Gut! Ich möchte keinen weiteren Ärger zwischen dir und Ethan! Und sollte ich Zeuge sein, wie du ihn bedrohst oder sogar handgreiflich wirst und das ohne einen triftigen Grund, wirst du es zu tiefst bereuen und ich werde alles Nötige tun, um das in Zukunft zu unterbinden! Hast du das auch verstanden?"
Vorsichtig nickte Clayton. "Ja, Dad!"
"Ich habe dich heute Vormittag noch mit Samthandschuhen angefaßt," sagte der Alpha leise.
"Das werde ich jetzt ändern! Denn ich denke nicht, dass du mit einen Klapps auf die Hand begreifst wie schwerwiegend deine Befehlsverweigerung gewesen ist. Und mit einer Rüge ist es diesmal leider nicht getan. In Ordnung?"
Clay wusste, dass Jeremy darauf keine wirkliche Antwort verlangte und diese Frage nur rhetorisch war. Also schwieg er und nickte nur einmal, als der ältere Danvers' eine Augenbraue an hob um diesem Statement etwas mehr Nachdruck zu verleihen.
"Hol den Riemen," befahl der Mann ihm streng. "Und trödel nicht, Clay. Ich möchte heute mal etwas früher schlafen gehen."
Sein Adoptivsohn drehte sich um und marschierte zur Lobby hinüber, dann öffnete er den Mund, als er fast die Eingangshalle erreicht hatte und weit genug entfernt war.
"Ja, ja, ich glaube du wirst alt, Jeremy ..."
Noch ehe er den Vornamen seines Vaters komplett ausgesprochen hatte, hörte Clay hinter sich bereits wie etwas vom Tisch genommen wurde. Dann ein scharfer Luftzug ... Etwas enorm schnelles kam auf ihn zu!
Eins, zwei ... Clayton riss seinen Kopf und Oberkörper herum und die rechte Hand nach oben, als er den blauen, kleinen Ball mit dem er als Wolf immer spielte, zu fassen bekam, den Jeremy vom Tisch genommen und ihm hinter her geschleudert hatte. Er hatte Clay am Kopf treffen wollen, doch der Jüngere war eindeutig mit seinen guten Reflexen schneller gewesen.
Triumphierend hob Clay den weichen Ball mit drei Fingern hoch und grinste dämlich, während Jeremy Danvers den Kopf schüttelte.
Clay warf den Ball kurz hoch und fing ihn wieder locker mit Rechts auf.
"Ich sag doch, du wirst alt," feixte er.
Sein Vater knurrte spielerisch wütend. "Wir werden Morgen sehen, ob du das auch noch so locker kannst, wenn du auf deinen vier Pfoten stehst und ich Anlauf nehmen kann. Und jetzt in den Keller, Junge! ... Ball her!"
Zwinkernd warf Clay den Ball wieder durch den Salon und Jeremy legte ihn wieder auf seinen Tisch an das Telefon. Da wo er immer lag ... Dann machte er einen kleinen Satz vom Tisch und räumte die Vorderseite frei - für den unbequemen Part, der sich jetzt nicht mehr hinaus zögern ließ.
Kaum zehn Sekunden später war Clay zurück! Er übergab seinem Alpha den Riemen und dieser zog die Vorhänge an den Fenstern zu. Währenddessen trat Clay dicht vor den Schreibtisch und beäugte neugierig das verschlossene Päckchen was immer noch dort lag. Jeremy kam um den Tisch herum.
Der junge Wolf beugte sich etwas vor um vielleicht den Absender lesen zu können, doch es gab keinen. Stattdessen spürte Clay kaum drei Sekunden später einen festen Hieb auf seinem Hinterteil!
"Ah, was," erschrak er und zuckte mit weit aufgerissenen Augen herum.
Jeremy hielt den Riemen in der rechten Hand. "Was haben wir über Privatsphäre noch mal gesagt, Clayton?!"
Der junge Danvers rollte innerlich mit den Augen.
"Dass es deine Post ist und du mir schon früh genug etwas sagst, wenn ich es wissen muss?"
"Aha," gab Jeremy nickend zurück. "Dann schieb es jetzt bitte an die Seite und lass die Hosen runter!"
Muss er immer so direkt sein?!
Also hörte Clay auf Zeit zu schinden und gab sich seinem Schicksal hin. Ohne weitere Kommentare legte er das Päckchen seines Vaters auf die andere Tischseite. Er öffnete die Hosenknöpfe und streifte seine Jeans über die Hüften. Mit einem leisen Geräusch fiel der Stoff bis an seine Stiefel und blieb dort liegen.
Clay trat noch einen kleinen Schritt näher an den Tisch und zog schließlich auch seine schwarze Boxershorts herunter.
Als er schließlich die Arme auf der Platte verschränkt und seinen Kopf auf das Hemd gebettet hatte - mit dem Blick zum offenen Feuer - wusste er, dass er wegen des baldigen Trainierens mit Ethan besser nicht mit Jeremy diskutieren sollte. Er hatte nicht die geringste Lust, doch das Wort seines Alphas galt und nichts anderes!
Jeremy ging hinter ihm in Position. Vorsichtig justierte er noch mal das Leder in seiner rechten Hand, bevor er dann die Linke auf Clay's Rücken legte, um ihn während des ersten Schlags unten zu halten. Clayton hörte einen Moment gar nichts mehr, nur noch sein Atem und das ruhige Atmen seines Vaters.
Und dann brachte Jeremy den Riemen hart und klatschend auf die noch immer etwas wunde Hinterseite seines Sohnes!
"AH! VERDAMMT!"
Clay riss vor Überraschung die Augen auf! Natürlich wusste er nach all den Jahren, wie es sich anfühlte, doch der allererste Schlag war immer noch verdammt schmerzhaft und äußerst gewöhnungsbedürftig.
Zischend hob er seinen Kopf aus den Armen und seinem Hemd und starrte auf das wunderschöne Bild vor sich, was Jeremy vor Jahren gemalt hatte. Es war eines seiner Lieblingsbilder und hing nicht ohne Grund hier direkt hinter dem Schreibtisch und zwischen den beiden Fenstern. Ein phänomenaler Blickfang! Der einfach jedem, der dieses Zimmer betrat, sofort ins Auge fiel und Bewunderung hervorrief.
Er fühlte, dass die Hand auf seinem Rücken verschwunden war. Schnell schob Clay seinen Kopf wieder auf die Hemdsärmel und sah in die Flammen, als ihn das Leder erneut streifte ...
Minuten vergingen, in denen sein Vater ihm einfach einen Hieb nach dem anderen gab. Er fand sehr schnell seinen Rhythmus und versuchte zwischen den Schlägen nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Denn auch der Alpha wollte diese Disziplinarmaßnahme so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Clayton versuchte ruhig zu atmen, auch wenn es ihm äußerst schwer fiel ... Das, was sein Vater ihm jetzt gab war weitaus schmerzhafter, als der Klapps auf den Handrücken, den er vor einigen Stunden hier über dem Tisch erhalten hatte.
Und genau das, hatte Jeremy ihm prophezeit oder?
Der ansonsten relativ geduldige Rudelführer hatte seine Grenzen - und die eine hatte sein Beta jetzt erreicht und gnadenlos übertreten!
10...20. Aus Sekunden wurden Minuten, während Jeremy wieder und wieder den Riemen nach hinten und über seinen Kopf zog und dann fest auf Clay's nackten Po fallen ließ.
Clay presste frustriert die Lippen aufeinander um still zu bleiben, auch wenn niemand sonst im Haus war. Die Angst, dass vielleicht doch irgendwer etwas hören konnte, hing über Clayton wie eine riesige Gewitterwolke, die nur auf den eintreffenden Blitz wartete, um dann seinen qualvoll lauten Donner los zu lassen.
Wieder ein Schlag, diesmal etwas härter ... Der junge Danvers zischte laut und zuckte zusammen. Sein Hintern wurde immer heißer und das Brennen mit der Zeit immer unangenehmer.
Bei dem nächsten harten Hieb, riss Clay wieder die Augen auf und brüllte dann in seinen Arm hinein. Er konnte nicht mehr den Mund halten und so tun als wäre das wie ein Spaziergang. Denn das war es nicht! Jeremy setzte jetzt noch mehr Intensität in die Schläge und es tat ihm in der Seele weh, dass er sein einziges Kind - seinen Sohn - so hart bestrafen musste.
Doch Jeremy musste das tun. Er hatte keine andere Wahl! Würde er Clayton dieses Benehmen jetzt durchgehen lassen und ihm den sogenannten kleinen Finger reichen, würde der Wolf unter Garantie beim nächsten Mal nach der ganzen Hand schnappen!
Also gab es keine andere Möglichkeit, als ihm schmerzhaft beizubringen, dass er sich an das Wort des Alphas zu halten habe und Jeremy keinerlei Kompromisse machte.
Clay schluckte schwer, als ihn das Leder wieder traf. Es waren jetzt an die 50 Schläge, doch richtig mitgezählt hatte der junge Mann bei dem 20. schon nicht mehr.
Noch einmal drückte er die Augen zu und presste die Lippen aufeinander, während er einfach nur darauf wartete, dass die Strafe endlich vorbei war.
Und dann war sie vorbei!
Er hörte, wie sein Adoptivvater den Riemen neben seinem Kopf auf den Tisch legte. Als nächstes spürte Clay die Hand, die jetzt ruhig und liebevoll über seinen Rücken fuhr und so versuchte ihn zu beruhigen.
Sein Junge hustete vorsichtig und stemmte sich dann mit den Handflächen auf der Platte ab und drückte seinen Körper wieder hoch.
Keuchend holte Clayton einmal tief Luft und warf dann einen verstohlenen Blick hinter sich und zur Seite, an der sein Vater stand und ihn immer noch liebevoll streichelte. Als sich ihre Blicke trafen, öffnete Jeremy endlich den Mund und seufzte leise.
"Gut gemacht, Clay," sagte er mit seiner leisen und beruhigenden Stimme. "Und jetzt schön tief atmen, ja?"
Sein Sohn zitterte etwas, als er wieder nach unten auf die Tischplatte sah. "Irgendwann in der Mitte hab ich gedacht, ich schaff's nicht und renn weg ..."
Jeremy grinste wissend. "Ja, so was ähnliches hat mir auch vorgeschwebt, aber zum Glück hast du dich ja noch gefangen. Hm? Geht's wieder?"
Clay nickte vorsichtig und stellte sich dann gerade auf seine Füße. Nicht ohne einen leisen Zischlaut von sich zu geben. Die abrupte Bewegung hatte weh getan! Mit einer Hand griff er dann nach unten und rupfte die Shorts wieder über seine Beine und zog sie so sanft wie möglich über seinen wunden, roten und brennenden Po!
Als sich Clay dann noch mit der rauhen Jeans abquälen wollte und sie dann bis knapp unter seinen Hintern gezogen hatte, nahm Jeremy ihn sanft an den Schultern und drehte ihn einmal herum, so dass ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.
"Ich weiss, ich war hart zu dir," sagte Jeremy zu ihm. "Aber wir beide wissen, dass du es verdient hast. Trinken in der Öffentlichkeit und mitten am Tag? Wissentliche Befehlsverweigerung ... und deine immer wiederkehrende Aggression gegenüber Ethan, haben diesen Tag ganz sicher nicht zu meinen Beliebtesten gemacht! Okay?"
Clay schluckte. "Ehm, ich weiss ... Der gehört auch nicht zu meinen Favoriten, Dad! Es tut mir leid, dass ich nicht da war, als Elena und Ethan mich gebraucht haben. Entschuldige ..."
Sanft fasste Jeremy Clay's Gesicht zwischen beide Hände, so dass dieser nicht weg sehen konnte und sah ihm dann tief und eindringlich in die Augen - mit seinem Alphablick wohlgemerkt!
"Ich weiss, dass es dir leid tut, aber ... sollte es noch einmal dazu kommen, dass sich ein Mitglied dieses Rudels - Ethan eingeschlossen - in Gefahr befindet ... nur weil mein Sohn, Clayton Danvers, es nicht für nötig hält, Anweisungen zu befolgen oder denkt, dass diese Person nicht schützenswert ist ... wirst du doppelt bestraft! Ganz zu schweigen von den Tagen und Nächten, die sie dann allein in der Zelle verbringen werden!"
Clay bekam riesige Augen! Er öffnete den Mund um zu protestieren, doch Jeremy war wieder schneller.
"Habe ich mich deutlich genug ausgedrückt, Professor?"
"Ja, Sir," antwortete Clay leise. "Haben sie."
Dann nickte Jeremy und nahm seine Hände weg. Sanft lächelte er und streichelte Clay noch mal über die langen Haare, bevor er ihn dann in eine feste Umarmung zog und der junge Danvers sich mit dem Kopf an die Schulter seines Vaters schmiegte.
Für einen langen Moment standen die beiden Danvers einfach nur da und Clay genoß die Nähe seines Vaters, seines Alphas ... der ihn immer und jederzeit beschützen würde. Komme was wolle.
Clay wusste das! Aber er wusste auch, dass er sich jetzt etwas mehr anstrengen musste, um Jeremy's Vertrauen zurück zu gewinnen, was er heute in der Stadt so rigeros mit seinen Stiefeln zertreten hatte ...
Tbc ...
