The white Princess
Disclaimer: Es gehört mir neicht, nein, nein, nein, es ist nicht mein. Und meine Suppe ess ich auch nicht, nein meine suppe ess' ich nicht! Und ich verweigere auch die Wehrpflicht, nein die Wehrpflicht leiste ich nicht! (Es sei denn mich holen die Feldjäger -g- ...na ja, genaugenommen haben die mich ja geholt... grummel)
Hi, neues von eurem Fan Fiction Kasperl. Frohe Ostern! Jungs, lasst euch net die Eier bemalen! Und Mädels.... benehmt euch -grinz-
Viel Spaß ;)
4. Erkenntnis
Hermine konnte nicht anders.
Nun wo sie der Direktorin gegenüber saß, fühlte sie sich wieder wie eine vierzehnjährige Schülerin.
Minervas tadelnder Blick hatte sich in all den Jahren nicht verändert.
"Ich muss zugeben, dass ich sehr enttäuscht bin.", sagte die Direktorin missbilligend.
Hermine biss sich auf ihre Lippe.
"Tut mir leid. Wir haben einfach… die Zeit vergessen. Es ist meine Schuld."
Minerva sah ihre ehemalige Schülerin weiter tadelnd an… doch dann schlich sich ein lächeln auf ihre Lippen.
"Muss ich befürchten, das bald wieder eine Meute Reporter versucht in die Schule zu gelangen, um Samantha zu befragen?"
Hermine erwiderte das lächeln.
"Erstmal wohl nicht… doch für das zweite Halbjahr gebe ich keine Gewähr."
Die Rektorin seufzte.
"Wirklich Hermine… ihr beide treibt mich noch einmal in den Wahnsinn. Ich werde Sam nicht bestrafen… doch seht bitte zu, das sich so etwas nicht wiederholt… die Zeit vergessen. Das waren zwei volle Tage! Nimm du dir lieber ein Zimmer auf Hogwarts wenn ihr beide wieder dabei seid etwas auszubrüten das ich sowieso nicht verstehen könnte."
Hermine seufzte erleichtert auf.
"Danke Minerva… es kommt nicht wieder vor, versprochen."
"Und du glaubst wahrscheinlich auch noch selber daran.", erwiderte die Rektorin belustigt.
"Na ja… nicht wirklich.", gab die ehemalige Schülerin mit einem verschmitzten grinsen zu.
"Wo du nun schon einmal da bist, könnten wir auch gleich die Formalitäten für alle Schüler klären, die bei mir ein Praktikum bei Arkanus Inc. beantragt haben."
Hermine zögerte.
"Nun… eigentlich ist das die Aufgabe von Remus… ach was solls."
Hermine beschäftigte sich nur ungern mit dem Tagesgeschäft ihres Unternehmens. Sirius Black war der Geschäftsführer und Remus… nun ja, er war Personalchef und leitete gleichzeitig drei Abteilungen. Die beiden waren verdammt gut darin.
"Wie viele sind es denn in diesem Jahr."
"Ganze siebzehn. Ich weiß, das ihr eure Posten auf zehn begrenzt haltet."
Hermine lächelte.
"Wir haben seid dem letzten Jahr zwei neue Abteilungen. Ich denke wir können alle siebzehn unterbringen."
Die Rektorin lächelte.
"Das wäre wirklich fabelhaft. Ich gebe dir schon mal die Akten mit."
Hermine nahm den verkleinerten Aktenstapel entgegen und sah die Rektorin dann nachdenklich an.
"Weißt du bereits, wo Samantha ihr Praktikum machen möchte? Wir hatten noch keine Gelegenheit darüber zu sprechen."
"Soweit ich weiß möchte sie ihr Praktikum in der Aurorenzentrale verbringen."
"Aurorenzentrale? Das ist… überraschend.", sagte Hermine.
Sam hatte zwar einen Faible für Duelle, doch das sie ihr Praktikum bei den Auroren absolvieren wollte fand sie schon recht seltsam.
Andererseits wusste Hermine, das ihre Tochter die Angewohnheit hatte, jede nur denkbare Richtung auszuprobieren. Das hatte sie eindeutig von ihrem Vater.
"Ich werde dann mal wieder. Es war nett die Schule noch mal zu besuchen… auch wenn ich gleich zur Rektorin zitiert wurde.", sagte Hermine Augenzwinkernd und erhob sich.
"Du bist jederzeit Willkommen.", erwiderte die Rektorin und umarmte ihre Ehemalige Schülerin zum Abschied.
Hermine schlenderte nach Hogsmeade. Dort angekommen beschloss sie sich zu einem spontanen Besuch im St. Mungos.
Nur wenige Augenblicke später stand sie im vertrauten Eingangsbereich.
Seid siebzehn Jahren kam sie regelmäßig jeden zweiten Tag hierher.
Sie kannte den Weg auswendig, hätte ihn auch blind finden können. Es dauerte nur zwei Minuten, ehe sie die Abteilung für Fluchschäden erreichte.
Dort saß er, so wie immer.
Seid siebzehn Jahren saß Harry an diesem Fenster und starrte hinaus.
Hermine kniete vor ihm nieder und gab ihm einen Kuss auf die Lippen. Natürlich reagierte er nicht, doch inzwischen konnte sie damit umgehen.
Sie setzte sich auf ihren Stuhl und wie immer wenn sie dort saß, übernahm ihre Phantasie das Ruder.
"Hallo Harry."
In ihrer Vorstellung drehte er den Kopf zu ihr, eine Augenbraue fragend erhoben.
"Wo warst du gestern?"
"Tut mir leid. Sam und ich haben an einem Interessanten Fall gearbeitet und dabei die Zeit vergessen."
"Fall?"
In ihrer Vorstellung wirkte Harry eindeutig interessiert, so schilderte Hermine alles, was sie und ihre Tochter bisher herausgefunden hatten. Auch die Theoretischen Modelle einer Magieerzeugenden Maschine. Doch auch das Problem, das sich ihnen stellte. Nämlich das ein solches Konstrukt einfach zu Groß wäre.
Harry hörte ihr geduldig zu.
"Du hast keine Idee, wie man die Probleme lösen könnte oder?", fragte sie, nachdem ihr Bericht endete.
Ein spöttisches grinsen zeigte sich auf seinem Gesicht.
"Natürlich nicht. Immerhin bin ich nur ein Produkt deiner lebhaften Phantasie.", erwiderte er trocken.
"Ja… das stimmt wohl."
"Andererseits bist du natürlich brillant meine Liebe. So brillant, das du oft das wesentliche zugunsten einer komplizierteren Möglichkeit übersiehst.", meinte Harry nachdenklich.
"Ach… und wie meinst du das?"
"Nun ja… Eure Theoretischen Gedankenmodelle basieren alle auf der Annahme, das es ein einziges Gerät gibt, welches alle möglichen formen der Magie hervorbringt. Doch ein solches Gerät wäre zu unhandlich. Die praktikabelste Lösung wäre es daher…"
"Verschiedene Geräte für verschiedene Aufgaben zu erschaffen und so das Chassie klein zu halten!", vollendete Hermine den Satz und schlug sich die Hand vor die Stirn.
Der dunkle Prinz lachte belustigt und bleckte dabei seine Fangzähne.
"Exakt. Ein sehr Produktives Selbstgespräch, meinst du nicht auch?"
"Ja, das hat mir wirklich weitergeholfen. Ich muss dann wieder…"
"An die Arbeit, schon klar."
"Danke für deine Hilfe."
"Immer wieder gerne Geliebte."
Hermine zwinkerte und die Phantasievorstellung von ihrem lebendigen Mann zerfiel. Stattdessen nahm sie wieder seine leblose Hülle wahr.
Langsam erhob sie sich und drückte ihm zum Abschied einen Kuss auf die Lippen, ehe sie die Abteilung für Fluchschäden wieder verlies.
Solche Phantasiegespräche mit Harry hatte sie schon oft geführt. Kurioserweise kamen ihr dabei meist die besten Ideen.
Andererseits lag es ihr schwer im Magen an Harry zu denken und an Sam, denn ihre Tochter wusste einfach nicht, wer ihr Vater wirklich war. Wie er wirklich gewesen war.
Eigentlich hatte sie es nie gewollt, ihre Tochter zu belügen. Es war einfach passiert.
Damals, als Sam noch viel zu Jung war um zu verstehen, das ihr Vater kein wirklich guter Mensch gewesen war, da hatte sie bereits Fragen über ihn gestellt. Warum er nicht mehr reagieren konnte.
Und Hermine hatte ihr erklärt, das es so war, weil ihr Vater einen wirklich bösen Zauberer besiegt hatte. Er hatte sich für sie alle geopfert. Das stimmte ja soweit auch, doch Sams kindliche Phantasie hatte die Lücken in der Geschichte dann gefüllt.
Sie hatte sich selbst ein Bild von Harry erschaffen, ein Ideal dem er nicht entsprach. Und Hermine hatte es nie über das Herz bringen können, ihr diese Vorstellung zu zerstören.
Doch nicht nur ihr ging es so.
Neville, Ginny, Sirius, Remus, Hermines Mutter, die Weasleys, alle spielten dieses Spiel mit.
Dennoch machte es Hermine schwer zu schaffen, das ihre Tochter nicht die Wahrheit kannte.
Sie seufzte Laut und betrat das Foyer ihrer Firma Arkanus Inc.
Überall wurden ihr Freundliche Grüße ausgesprochen, die sie Gedankenverloren erwiderte.
Sie betrat den Fahrstuhl und fuhr direkt in die Entwicklungsabteilung.
Dort angekommen lief sie durch die Bürozellen und hörte auch schon denjenigen, den sie suchte.
"Hallo Remus."
Der Werwolf drehte sich um und schenkte ihr ein lächeln.
"Guten Tag verehrte Chefin. Wie kann ich zu Diensten sein?"
Hermine lachte.
"Ach hör doch auf mit dem Quatsch!"
Remus Lupin konnte sehr ernst sein, doch hin und wieder brach der Schelm aus ihm heraus. Er war halt ein alter Rumtreiber.
"Wenn du meinst. Also, wie kann ich dir weiterhelfen?"
"Also zunächst hätte ich hier die Akten der Praktikanten für dieses Jahr. Außerdem noch ein anderes Problem, das wir besser in meinem Büro besprechen."
Er nahm die Akten entgegen und folgte ihr zum Fahrstuhl.
In ihrem Büro setzten sie sich auf die gemütliche Sitzgruppe, wo Hermine des öfteren potentielle Geschäftspartner empfing.
"Also, was gibt es denn?"
"Ich habe da eine Aufgabe für die Forschung und Entwicklung."
Sie aktivierte ihren MaC und öffnete die Listen der Theoretischen Modelle Magieerzeugender Maschinen.
"Ich bearbeite gerade einen Fall für die Auroren. Sie haben mir seltsame Fluchmuster gesandt. Sam und ich sind beide der Meinung, das die Flüche künstlich erzeugt worden sind. Also haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie eine solches Gerät aussehen müsste. Ein Kriterium war natürlich die Willentliche Gestaltung der Fluchenergie. Sam ist der Meinung, das man dafür eine Künstliche Intelligenz benötigen würde. Eure Aufgabe ist es, eine KI zu kreieren, welche die Fähigkeit besitzt Magie zu Formen. Liegt das im Bereich des möglichen?"
Remus besah sich die Aufzeichnungen und runzelte die Stirn.
"Unsere niederen KI's sind recht hoch entwickelt… doch für so eine Aufgabe müsste man das Konzept völlig ändern. Die KI müsste wesentlich komplexer sein und dürfte doch keinerlei Eigenbewusstsein Besitzen. Kompliziert… aber eine Interessante Herausforderung."
"Genau nach deinem Geschmack oder?"
Remus grinste.
"Wie sieht es mit dem Budget aus?"
"Nimm es aus meinem Roten Topf. Soviel es halt kostet."
Remus pfiff durch die Zähne.
Der Rote Topf war Hermines Privatvermögen. Allerdings nur, was sie mit der Firma erwirtschaftet hatte. Sie nutzte das Geld regelmäßig um Interessante, allerdings Wirtschaftlich nicht Tragfähige Projekte zu fördern.
In Gewisser Weise war es ein Spiel ohne Risiko, da sie das Geld ohnehin nicht zum Leben benötigte
"In Ordnung…. Wir setzen uns daran. Gibt es eine Zeitvorgabe?"
"Nein, bisher nicht. Halte mich aber bitte über die Fortschritte auf dem Laufenden. Hat Sirius sich bereits gemeldet?"
"Nein, er ist seid gestern in Katar und wollte sich Heute mit Scheich Ahmed treffen. Ich schätze er wird erstmal versuchen herauszufinden, ob die dort wirklich Harems haben."
"Und gleich versuchen selber einen zu gründen.", meinte Hermine und verdrehte belustigt die Augen.
"Wahrscheinlich.", erwiderte Remus grinsend.
"Überspiele mir bitte die Daten mit den Anforderungen an die KI. Ich mach mich sofort an die Arbeit. Bis später."
Remus nahm die Akten und verlies Hermines Büro.
Diese erhob sich und schlenderte zu ihrem Schreibtisch, auf dem sich die Unterlagen stapelten.
Hermine seufzte. Zwei Tage liegen gebliebene Arbeit…
Sie setzte sich hin, griff die oberste Akte und schlug sie auf.
"Lamentieren nützt nix… beiß dich durch Mädel.", sagte sie zu sich selbst und begann den Zwischenbericht zu studieren…
"Also, ich finde es echt überraschend, das ausgerechnet DU hier ein Praktikum machen möchtest.", stellte Emily resolut fest und unterstrich ihre Aussage mit einem knappen nicken.
"Ach und warum?", fragte Sam grinsend.
"Weil du… na ja… du kannst dich zwar gut duellieren… aber als Aurorin… ne, dafür bist du doch viel zu schlau!"
Sam lachte.
"Könnte sein. Aber es ist nur ein Praktikum. Ich will einfach mal probieren wie es mir liegt. Ich glaube aber nicht, das ich als Aurorin Karriere machen würde, da hast du recht."
"Also einfach nur zum Spaß?", fragte die blonde irritiert.
"Nein, um etwas neues zu lernen. Was sollte ich sonst machen? Vielleicht als Magische Informatikerin? In einer Theoretischen Entwicklungsabteilung für Experimentelle Zauberei? Was bringt mir ein Praktikum in einem Beruf, wo ich fast mehr weiß als diejenigen, die dort Arbeiten? In der AMS kann ich neues lernen. Mal etwas anderes sehen außer Zahlen, Fakten und Magische Quellcodes."
Emily wirkte nachdenklich.
"Erschreckenderweise klingt das sogar sehr logisch.", gab sie zu.
"Na siehst du.", meinte Sam grinsend.
"Potter, Samantha - Jane.", sagte eine kräftige Stimme.
Sam blickte zu der Schwarzkutte, die ihren Namen aufgerufen hatte.
Sie kannte ihn… Michael Corner, ein Freund ihrer Mutter.
Der Junge Mann winkte ihr auffordernd zu und sie folgte ihm in das Büro.
Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, reichte Corner ihr die Hand.
"Na, wenn das mal nicht die kleine Sam ist. Ist schon eine Weile her.", meinte er aufgeräumt und deutete auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch, auf dem sie sich nieder lies.
Er setzte sich ebenfalls und grinste sie an.
"Also, den Theorietest hast du mit Pauken und Trompeten bestanden. Wundert mich auch nicht, bei den Eltern. Nun kommen wir zur Praxis. Du wirst einen Übungskampf gegen einen unserer Auroren bestreiten. Aus deiner Bewerbung entnehme ich, das du Mitglied im Duellierclub der Schule bist, daher kennst du dich mit Übungskämpfen aus nehme ich mal an."
"Ja, das kann man sagen.", erwiderte Sam mit einem schüchternen lächeln.
"Exzellent, hier ist dein Kärtchen. Melde dich im Übungsraum. Der Auror gibt dir eine Bewertung, wenn ihr durch seid. Damit meldest du dich bitte wieder bei mir. Und nun sehe ich mir mal die berüchtigte Emily Richards an."
Sam hob belustigt eine Augenbraue.
"Berüchtigt?"
Corner lachte.
"Neville hat bereits einige Storys zu deiner Freundin erzählt. Das wird ein Spaß."
Der Auror rieb sich die Hände.
Sam erhob sich und wurde von ihm hinausbegleitet.
"Viel Erfolg."
"Danke."
Sam reckte grinsend einen Daumen nach oben, als sie an Emily vorüberging, die sehr nervös wirkte. Dann lief sie zum Übungsraum. Ein Rekrut wies ihr den Weg und lies sie hinein.
Da drinnen erwartete sie ein riesiger Mann mit dunkler Sonnenbrille und gekleidet wie ein Muggel..
"Sieh mal an, die kleine Sam. Ganz schön gewachsen.", meinte er mit einer tiefen aber dennoch Sympathischen Stimme.
Sam lachte.
"Kennt mich hier eigentlich jeder?", fragte sie belustigt.
"So ziemlich. Übrigens, super Aktion wie du Neville die Kanariencreme untergejubelt hast. Wir hatten alle was zu lachen."
Sam errötete leicht bei dem fiesen Grinsen, welches der Riesige Mann an den Tag legte.
"Na denn, ich bin Derek Fischer und nehme die Praktischen Kenntnisse auf. Wird sicher ein kurzes Vergnügen wenn du auch nur halb so viel drauf hast wie dein Alter Herr. Bitte sei sanft mit mir."
Sam hielt inne.
"Sie kannten meinen Vater?", fragte sie verwundert.
"Nicht besonders gut. War der Arroganteste Penner den ich je gesehen habe. Aber auch der brillanteste.", meinte Derek trocken und begab sich in die Mitte des Raumes.
Sam stockte… Arroganter Penner?
Nie hatte jemand ihren Vater als Arrogant bezeichnet…
"Halli hallo, noch auf diesem Planeten?", fragte der Auror.
"Verzeihung.", murmelte Sam und begab sich in Kampfstellung.
"Bereit?"
Die Schülerin nickte.
Der Stab des Auroren schnellte vor und Sam wich gekonnt aus.
Sie dachte an Nevilles Lektionen… immer in Bewegung bleiben.
Fischer deckte sie mit einer Vielzahl an Fluchimitaten ein.
Sam wich behände aus oder lenkte die Flüche zur Seite… etwas das sie schon immer beherrscht hatte.
Sie konnte gut kämpfen… um genauer zu sein genoss sie es regelrecht.
Flüche verließen ihren Stab und Fischer machte einige starke Ausfallschritte.
Der Mann war trotz seiner Größe enorm schnell und Beweglich.
Sam dachte an die Unzähligen Stunden, die sie zusammen mit Emily geübt hatte und feuerte einen stetigen Strom an Flüchen gegen ihren Gegner.
Doch Fischer war Routiniert und extrem Talentiert.
Er grinste durchgehend und schoss kleine Steinchen gegen sie.
'Nicht mit mir… den Trick kenn ich auch!', dachte Sam und disapparierte, damit die Portschlüssel sie nicht trafen.
Nun nutzte sie jede Deckung und lies Schwebende Gegenstände gegen den Auroren vorgehen… der plötzlich hinter ihr stand.
Ein Fluchimitat traf sie und Sam sackte zusammen.
Wenige Augenblicke später, wurde sie wieder erweckt.
Fischer grinste breit.
"Wirklich gut. War der lustigste Kampf bisher. Aber ich denke die kleine Richards wird auch nicht ohne sein.", meinte er und füllte ein Pergament aus, welches er Sam reichte.
Diese nahm es entgegen und wirkte unsicher.
"So, das gibst du an Corner. Ich sehe dich dann in den Praktikumswochen.", sagte er und öffnete die Tür.
Draußen wartete Emily darauf, das sie dran kam.
"Und?", fragte die blonde.
"Ich denke ich hab es gepackt.", erwiderte Sam und lächelte.
Emily grinste und stürmte regelrecht in den Raum, was Sam nur belustigt mit den Kopf schütteln lies.
Sie ging zu Corners Büro.
Dieser nahm ihr das Pergament ab und überflog es kurz.
"Super… aber hallo! Der Kraut ist begeistert, wie ich es mir schon dachte. Na dann, du bist die zweite, die das Praktikum bekommen hat. Glückwunsch."
"Danke.", erwiderte Sam verlegen und dachte nach.
"Mister Corner…"
"Michael für dich.", erwiderte der Auror grinsend.
"Okay… Michael, kannten sie meinen Vater?"
Corner grinste.
"Das dumme Arschloch… oh Ja, den kannte ich. Echt eine Schande was mit ihm passiert ist. Ich meine er war echt eine Landplage, aber was für ein Magier! Ich wünschte echt, er würde noch unter uns Weilen. Muss schwer für dich sein."
Sam nickte geschockt.
Dummes Arschloch…?
Irgendwie beschimpften ihn alle… aber sie sprachen mit einer solchen wärme von ihm… ein krasser Gegensatz zur Wortwahl.
Corner füllte ein Pergament aus und setzte Schwungvoll seine Unterschrift darunter.
"Hier bitte. Ich sehe dich dann nächsten Monat zur Einweisung."
Sam nahm das Pergament wie in Trance entgegen.
"Vielen Dank…", brachte sie hervor.
Corner geleitete sie zur Tür.
Sam setzte sich in den Wartebereich und sah wie Emily breit grinsend auf das Büro zumarschierte, während sie selbst ihren Gedanken nachhing.
Arroganter Penner… dummes Arschloch… das passte gar nicht zu dem, was sie sich unter ihrem Vater vorgestellt hatte.
Sie sollte ihre Mutter darauf ansprechen…
Emily kam aus dem Büro und strahlte.
"Hey Genie, wir haben's gepackt!"
Sam riss sich aus ihren trüben Gedanken und zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht.
"Hattest du Zweifel?"
"Eigentlich nicht… Und Mann, dieser Fischer hatte echt was drauf! Das Praktikum wird spitze!"
"Klar doch. Und nun? Wieder in die Schule?"
Die blonde schüttelte energisch den Kopf.
"Nix da. Emma hat doch Geburtstag, da gehe ich nun hin."
Emma war die Tochter von Emilys zehn Jahre älteren Bruder.
"Ach du Schande… drück dem Krümel einen Kuss von mir auf.", meinte Sam lächelnd.
"Klar doch, bis später dann!"
Sie erreichten das Foyer des Ministeriums und Emily disapparierte.
Sam war irgendwie nicht danach, wieder in die Schule zurückzukehren.
Stattdessen apparierte sie in die Winkelgasse und genehmigte sich bei Fortecues ein Eis.
Es war ein herrlicher Tag.
Nachdem sie ihr Schokoladeneis vertilgt hatte, verlies sie die Winkelgasse durch den tropfenden Kessel und bummelte ziellos durch Muggellondon, wobei sie ihren trüben Gedanken nachhing.
Das Bild ihres Vaters welches sie sich selbst geschaffen hatte, stimmte offenbar nicht mit der Wirklichkeit überein.
Das war eigentlich zu erwarten gewesen… doch Arschloch… Penner… das war hart.
Ihre Mutter hatte es wahrscheinlich nicht über das Herz gebracht, ihr die Illusion kaputt zu machen. Nun verstand Sam die Volksweisheit von der Jugend und der Rosaroten Brille.
Nun gut… sie würde sich den Tatsachen halt stellen müssen. Sie würde es verkraften.
Sie wollte endlich wissen, wie ihr Vater wirklich gewesen ist, ohne ausflüchte oder Beschönigungen! Er wäre trotzdem noch ihr Vater und sie würde ihn trotzdem noch lieben und Bewundern!
Sam dachte darüber nach ihre Mutter zu besuchen und zur Rede zu stellen, als sie feststellte, das sie weitab der belebten Einkaufstraßen war.
Ein stöhnen erweckte ihre Aufmerksamkeit.
Sie sah auf und erkannte eine Gestalt, welche am Boden lag.
"Oh verdammt!", rief sie aus und hastete zu dem verletzten.
Es war ein Junger Mann… etwa in ihrem Alter. Er hatte kurz geschorenes braunes Haar und wirkte eigentlich recht anziehend. Er trug Muggelkleidung im militärischen Stil. Ein Namensschild verriet ihr, das er Janosch Carter hieß.
Blut Quoll aus einer Schnittwunde auf seiner Brust.
Sam verlor keine Zeit und kniete nieder. Die Wunde kam eindeutig von einem Fluch, das spürte sie, wahrscheinlich ein Sectusempra.
Sam zog ihren Stab und behandelte die Verletzung.
Der Junge Mann schlug seine braunen Augen auf und stierte sie an.
"Verschwinde… sie… sie kommen!"
"Keine Bewegung!", rief eine raue Stimme.
Sam sah auf und erkannte drei schwarz gekleidete Männer.
Sie wirkten wie… wie Soldaten.
"Eine Hexe!", brüllte einer von ihnen, als er ihren Zauberstab erkannte.
'Sie wissen von Hexen?", fuhr es Sam durch den Kopf.
Die Soldaten legten ihre schweren Impulsgewehre auf die Schülerin an, doch diese reagierte sofort.
Da sie von Magiern wussten, brauchte sie keine Rücksicht auf irgendwelche Gesetze nehmen.
Sie rollte zur Seite, so das die Plasmaladungen wirkungslos in eine Wand schlugen.
Schnell zielte Sam mit ihrem Stab und feuerte Schockzauber gegen die Soldaten, doch diese besaßen hervorragende Reflexe.
Sam feuerte weiter, so das die Soldaten sich nicht aus ihrer Deckung trauen konnten.
Dann hechtete sie zu dem Verletzten und ergriff seine Hand.
Heißes Plasma wurde in ihre Richtung gefeuert, doch Sam war bereits mit dem Jungen Mann disappariert…
Aber Allo... Action!
Wusste ich doch, da war was, was gefehlt hat!
Na, nu gibt es noch mehr davon (muhahaha)
Ich freue mich auf Ostergrüße...
Andererseits... wir reden hier von einem Feiertag für nen Wiederauferstandenen (Zombie!!!)
Außerdem versteckt Bugs Bunny eier in Nestern...
No ja, dann hör ich nun ein paar Ostersongs. Ei of the Tiger, Ei think of you oder auch Goodbei.
Bis demnächst
Gruß
Dat Z.
