-The white Princess-
Disclaimer: Wie bereits erwähnt wurde, is nix meins.
Ahhhhh, ich habe aus den letzten Reviews herausgelesen, das einige Äktschn wollen. Also kriegt ihr Äktschn!
A/N zur Zeitlinie
Muss ja sein, denke ich mal, nur um deutlich zu machen, in welcher Zeit wir uns befinden.
Hier also die offizielle Timeline für the black Prince und the white Princess.
1958 - Geburt von James Potter/ Lilly Evans/ Remus Lupin
1959 - Geburt von Sirius Black/ Peter Pettigrew
1965 - Voldemort erscheint auf der Politischen Bühne der Zauberwelt.
1969 - Einschulung der Rumtreiber
1972 - Offizieller Beginn des dunklen Krieges.
1974 - Gründung des Phönixordens.
1976 - Schulabschluss der Rumtreiber
1978 - Hochzeit von James & Lilly
1981 - Harry wird geboren.
1982 - Angriff gegen die Potters. Voldemort nimmt Harry auf und Wurmschwanz leistet seinen Eid. Sirius Black landet in Azkaban.
1986 - Voldemort handelt mit Amelia Bones den Waffenstillstand aus.
1993 - Neville tötet den in Hogwarts versteckten Basilisken und rettet Ginny.
1994 - Bruch des Waffenstillstandes bei dem Angriff auf den Prinzen. Harry erschafft seine ersten Horkruxe. Die Schatten werden gegründet.
1995 - Erste Schatteneinsätze. Neville erhält den Merlinsorden zweiter Klasse, für das Unschädlich machen von vier Todessern. Harry erstellt seine letzten Horkuxe.
1997 - Neville duelliert sich mit Voldemort und stirbt fast. Erhält den Merlinsorden erster Klasse. Harry reißt die Mauern von Azkaban ein. Er führt sein erstes Duell mit Dumbledore und landet dabei vor Hermines Füßen.
1998 - Harry tötet Dumbledore und Voldemort, doch er büßt seine Seele ein. Ende des dunklen Krieges
1999 - Samantha Potter wird geboren. Die Schwarzkutten werden als offizielle Aurorenelite anerkannt.
2001 - Arkanus Inc. Bringt den ersten MaC auf den Markt.
2002 - Arkanus Inc. Bringt neue Versionen des MaC's auf den Markt. Hermine entwickelt den Äther, die Zaubererversion des Internets und erhält dafür ihren ersten Merlinspreis.
2006 - Remus Lupin entwickelt eine Anbindung zwischen dem Äther und dem Internet.
2010 - Samantha wird eingeschult, Melissa Pepples beendet ihr Studium der Magischen Informatik.
China fällt in Russland ein, Nordkorea greift Südkorea an. Europa und die USA treten in den Krieg ein. Der dritte Weltkrieg ist ausgebrochen.
2012 - Melissa Pepples erfindet MaC's für den Einsatz von Auroren und übernimmt die Leitung der Informatikabteilung in der Abteilung für Magische Strafverfolgung.
Die Europäische Verfassung wird unterzeichnet.
2015 - Samantha entwickelt aus einer Muggelgleichung einen sich verändernden Arithmantischen Logarrythmus und erhält den Merlinspreis. Ende des dritten Weltkrieges mit einem Sieg für die Alliierten ohne den Einsatz von Nuklearwaffen.
2016 - Die Gegenwart.
alle klarheiten Beseitigt?
Viel spaß ;)
5. Janosch
Sam und ihre Begleitung schlugen in dem Sommerhaus auf.
Ihre Mutter hatte es einst zu einem Zufluchtsort umgebaut. Das war kurz nach dem dunklen Krieg gewesen.
Sam fand es immer irgendwie Paranoid, das sie selbst heute noch auf eine derartige Maßnahme bestand.
Doch andererseits war ihre Mutter in dem großen Krieg mehr als ein Statist gewesen. Sie hatte aktiv teilgenommen, grausame Dinge gesehen. Dinge, die Sam sich nicht einmal Vorstellen konnte.
Dinge wie diesen Verletzten, dem das Leben aus der Brust gepumpt wurde.
Die Schülerin kniete sich nieder und untersuchte eilig die Wunde.
Leichter Ekel befiel sie bei dem Anblick des ganzen Blutes, doch sie verdrängte das Gefühl zugunsten ihrer Logik.
Schnell verarztete sie die Magische Schnittwunde und atmete tief durch.
Der Junge Mann war enorm geschwächt worden… er brauchte dringend frisches Blut.
Dunkel erinnerte Samantha sich daran, das hier eigentlich ein Hauself in Bereitschaft stehen sollte.
"Hallo?", fragte sie in die leere Eingangshalle.
Mit einem lauten Plopp erschien ein Hauself vor ihr.
"Die Junge Miss hat nach Tizzi verlangt?"
Sam atmete erleichtert auf.
"Tizzi, bringe mir bitte einen Blutbildungstrank. Am besten in das erste Gästezimmer."
Sie war überzeugt, das es in diesem Refugium eine gut ausgestattete Magische Apotheke gab.
"Tizzi wird sich beeilen!", erwiderte der Hauself glücklich und verschwand.
Sam beschwor eine Trage und bettete Janosch darauf. Dann lies sie ihn ins Gästezimmer schweben und bugsierte ihn dort in ein Bett.
Tizzi brachte den Trank, welchen sie dem Jungen Mann einflößte. Dann bestellte sie sich einen Tee und setzte sich an das Bett.
Sie nahm einen Schluck des süßlichen Tees den ihre Mutter bevorzugte und versuchte ihre Gedanken zu sortieren.
Janosch Carter… seine Kleidung wirkte militärisch. Um genau zu sein war es eine Europäische Militäruniform. Doch auch die anderen Soldaten hatten solche Uniformen getragen. Handelte es sich bei ihn um einen Deserteur?
Andererseits hatten die anderen Soldaten von Hexen gewusst und ohne zögern auf sie geschossen…
Sie untersuchte Janosch magisch nach Waffen, doch er schien keine zu tragen.
Schließlich begann der Junge Mann sich zu regen.
Er fuhr auf, so das Sam erschreckt zusammenzuckte.
Hektisch Untersuchte er seine Brust. Dann fiel sein Blick auf die erschrockene Sam.
Sein Blick war kälter als Eis.
"Du hast mich behext!", fauchte er sie an.
Sam zuckte zusammen bei dem Tonfall.
Also das hatte sie nun wirklich nicht erwartet!
Verwirrung, Dankbarkeit, vielleicht Unverständnis. Aber Zorn?
Dieser ungerechtfertigte Angriff brachte ihr Temperament in Wallung.
"Jetzt halt mal die Luft an! Ich hab dir dein verdammtes Leben gerettet!", raunzte sie zurück.
"Mit deiner Verdorbenen Gabe!", schrie er.
Dann begann er eine Schimpftirade gegen Magische. Bezeichnete sie als Missgeburten und wer weiß noch was.
Sam wurde das zu blöd. Sie schwang ihren Stab und er verstummte.
"Jetzt hör mir mal zu du undankbares Arschloch! Ich hab dir dein verdammtes Leben gerettet! Wenn du ein Problem mit uns Magischen hast Muggel, dann schicke ich dich gerne zu deinen Kumpels zurück damit sie dir den Rest geben! Wenn du das nicht willst, dann halt endlich die Fresse!"
Es war eigentlich nicht ihre Art derartig zu explodieren, doch dieser undankbare Kerl trieb sie zur Weißglut!
Der Junge Mann schien zu schweigen.
Sie wollte gerade den Schweigezauber lösen, als er sich die Hand auf den Mund legte.
"Behexe mich nie wieder!", forderte er mit eiskalter Stimme.
Sam erstarrte.
Wie konnte er den Zauber brechen?
Sie starrte ihn an und erkannte die Belustigung in seinem Blick.
"Erstaunt?", fragte er fies grinsend.
Dann erhob er seine Hand und Sam spürte, wie eine Ganzkörperklammer sie fesselte.
War das am Ende doch kein Muggel? Aber wie machte er das? Er benutzte keinen Zauberstab!
Janosch erhob sich aus dem Bett. Dann ging er umher und studierte das Zimmer.
Sam unterdessen Analysierte den einfachen Klammerfluch und brach ihn mit Leichtigkeit.
Nun war er es, der erstarrt schien.
"Zu Primitiv.", kommentierte sie und richtete ihren Stab gegen ihn.
"Nenne mir einen guten Grund, weshalb ich dich nicht Kampfunfähig machen sollte…", flüsterte sie eisig.
Eine endlose Minute lang starrten sie sich hasserfüllt in die Augen. Dann grinste er.
"Weil ihr alle sterben werdet wenn du mich fertig machst!"
Sam hob eine Augenbraue.
"Was meinst du?", fragte sie.
"Wie ich es sage. Ihr alle, ihr Hexen, Zauberer. Ihr werdet bald zugrunde gehen."
Sams Gedanken rasten wie wild.
"Erkläre mir wie du das meinst!", forderte sie.
Der Junge Mann seufzte genervt.
"Schon einmal etwas von dem Gremium gehört?"
"Nein, sollte ich?"
Er lachte kalt.
"Es sind… waren meine Leute. Und sie haben eine Form von Retrovirus entwickelt. Ein Virus, das dazu gedacht ist alles Magische auszulöschen!"
"Unmöglich!", wisperte Sam verstört.
"Ah, da ist sie wieder, die gute alte Magische Arroganz. Ihr haltet es doch auch für unmöglich, das ein Muggel…", er spuckte dass Wort aus wie eine Krankheit. "… zu so etwas in der Lage ist!"
Er erhob seine Hand und brachte durch die Geste einen Stuhl zum schweben.
Sams erweiterte Sinne konnten die Magie erkennen, die von ihm ausging… und gleichzeitig besaß er keine Magische Aura! Das konnte nur eines bedeuten…
"Wo hast du deinen Apparat?", fragte sie.
Er sah sie grinsend an und tippte sich an den Kopf.
"Da drinnen.", erwiderte er lässig.
"Unmöglich! Ein solches Gerät wäre zu groß!"
Janosch lachte.
"Oh, das waren sie. Ich bin die erste Generation, der erste Versuch mit dem neuen System."
Sam hob ihren Stab.
"Okay, da du mir das alles erzählst, denke ich mal du willst mich nicht umbringen.", folgerte sie.
Er nickte knapp.
"Wir setzen uns erst einmal und reden in Ruhe.", schlug sie vor.
Wieder folgte ein ruppiges Nicken.
"Tizzi? Bring bitte noch mehr Tee, auch für unseren Gast.", sagte sie in den Raum.
Schon wenige Sekunden später servierte der Hauself Tee und verschwand wieder.
Janosch setzte sich und nahm einen tiefen Schluck aus seiner Tasse, Sam tat es ihm gleich.
Er setzte ab und sah sie an.
"Nicht gerade die Umstände die ich mir gewünscht hätte Potter.", sagte er grinsend.
Sam erstarrte.
"Woher kennst du meinen Namen?", fragte sie verdutzt.
"Hexenwoche, Tagesprophet, Circe…", zählte er die Magischen Zeitschriften auf.
"Du liest magische Zeitungen?"
Er lachte.
"Wir wissen alles über euch. Wir kennen euch, auch wenn ihr glaubt ihr würdet noch immer im verborgenen bleiben."
"Mit 'Wir' meinst du dieses Gremium… was hat es damit auf sich?"
Er nahm noch einen Schluck aus seiner Tasse.
"Vor zwanzig Jahren war es ein Zusammenschluss aus vier Generälen der Britischen Armee. Mittlerweile ist es ein Weltweit agierendes Netzwerk aus Magiehassern."
"Magiehasser?"
Sams Gedanken drehten sich um sich selbst. Das war… Ungeheuerlich…
"Richtig. Menschen wie mich.", sagte er.
"Warum? Warum hasst du uns?"
"Ihr habt mir alles genommen! Mutter! Vater! Meine große Schwester!"
"Wie… wie meinst du das?"
Er lachte kalt.
"Die, die ihr Todesser nennt!"
"Aber… aber das waren Terroristen! Niemals würden wir…"
Er schnaubte.
"Ihr besitzt die Gabe Nullpunktenergie durch euren Willen zu formen! Und immer wieder benutzt ihr es, um uns ins Verderben zu stürzen! Was war den mit dem zweiten Weltkrieg? Den hat Hitler nicht allein verschuldet! Nein, im Hintergrund zogen Zauberer die Fäden! Ihr nutzt eure Macht, um uns zu Manipulieren! Deshalb hasse ich euch!"
Sam machte Große Augen.
"Aber… das waren Dunkle Lords! Ihr könnt uns doch nicht alle wegen einzelner Leute verurteilen! Ihr könnt uns doch deswegen nicht ausrotten wollen!", erwiderte sie heftig.
Nun schlug er die Augen nieder.
"Das ist der Grund, weshalb ich Desertiert bin. Ich will kein ganzes Volk auslöschen. Als ich erfahren habe, was sie vorhaben, da setzte ich mich ab."
"Aber du hasst uns.", stellte Samantha fest.
Sie verstand diesen Jungen Mann nicht.
"Für euch sind wir minderwertig! Ich habe viel über euch erfahren! Ihr manipuliert die Muggel genauso, wie eure dunklen Lords! Ihr denkt nur an eure Vorteile und geht über Leichen!"
Sam schüttelte den Kopf.
"Wir… wir sind nicht alle so!", rief sie aus.
Er zuckte mit den Schultern.
"Interessiert mich nicht. Vielleicht ist es sowieso schon zu spät…"
"Was meinst du?"
Er lachte spöttisch.
"In diesem Augenblick, werden sie bereits dabei sein deinen Vater zu holen. Sie können es nicht riskieren, das ich ihnen dazwischenfunke!"
Sams Augen weiteten sich.
"Meinen Vater?"
Janosch grinste.
"Die mächtigste Quelle von Nullpunktenergie auf der Welt. Sie werden ihn benutzen, um das Virus zu kreieren, ihm seine endgültige Form zu geben!"
Sam riss ihren Arm empor und aktivierte ihren MaC.
"Notfall! Notfall!", brüllte sie in das Gerät.
Die Verbindung zur Aurorenzentrale wurde sofort geöffnet.
"Hier Notruf der Abteilung für Magische Strafverfolgung. Bitte nennen sie die…", erklärte eine Junge Sprecherin, doch Sam unterbrach sie mit schriller Stimme.
"St. Mungos wird überfallen werden! Schnell! Verhindern sie das!"
"Wer ist da? Was meinen sie?", fragte die Stimme verwirrt.
"Hier ist Samantha Potter! Das Mungos wird überfallen werden! Sie müssen sich beeilen!"
"Einen Augenblick bitte…"
"Nein keinen Augenblick! Verdammt noch mal! Hören sie mich noch?!?"
"Eine Auroreneinheit wird in das Mungo gesandt. Bitte melden sie sich persönlich im Ministerium. Auf Wiederhören."
Die Verbindung wurde geschlossen.
Sam starrte ihren MaC entgeistert an.
Janosch grinste.
"Arrogant, so wie schon immer…"
"Verdammt noch mal! Heizt ihnen ein!", brüllte Michael Corner.
Flüche flogen ihnen entgegen. Doch auch Plasmaladungen aus Muggelwaffen!
Corners Blick schweifte über die zwei Junioren, die ihn ins Mungos begleitet hatten. Sie brauchten dringend Verstärkung!
Ashley Keegan machte Anstalten vorzurücken, bevor er sein MaC ASE umschalten konnte. Verdammte Anfängerin!
"Keegan! Bleib in deiner Deckung!"
Doch zu spät, die Juniorin trat aus der Deckung, vertraute auf ihren Schild.
Ein gewaltiger Knall ertönte.
Keegans Kopf explodierte, ihr Schild war einfach zerschmettert worden.
Ein Scharfschütze mit einer Projektilwaffe! Panzerbrechende Munition… das durchschlug jeden Schild!
Corner fixierte Hopkins, den zweiten Junioren, der kreidebleich die Leiche seiner Kolegin anstarrte.
"Bleib in deiner verdammten Deckung! Streck bloß nicht den Kopf heraus!"
Dann startete er den Kampfmodus seines ASE.
Er steckte die Ohrhörer und Mikrofonkombination welche sich vor ihm Materialisiert hatte in sein Ohr.
"Einheit Corner, benötige dringend Unterstützung! Zentrale, wir stehen unter Kreuzfeuer!", bellte er hinein.
Er wusste, das die Kampfleitstelle besetzt werden würde, sobald er den ASE in den Kampfmodus schaltete.
"Corner, hier Zentrale. Lagebericht!", forderte die Stimme von Melissa Pepples.
Wunderbar, damit hatte er die beste Informatikerin der Zentrale an der Kampfleitstelle!
Schnell berichtete er von der Lage.
Melissa hörte sich alles an und gab dann ihre Anweisungen.
"Bleibt in Deckung. Verstärkung wird aufgehalten, eine neue Form von Anti Transportschild."
Corner hörte Lärm… Düsen, das waren eindeutig Düsentriebwerke!
Schnell streckte er den Kopf aus der Deckung und zog ihn zurück.
"Melissa! Zwei Jetcopter setzen zur Landung an! Es sind definitiv Muggel, die mit Zauberern arbeiten!"
"Jetcopter?"
Corner wagte noch einen Blick… hoffentlich war der Scharfschütze nicht auf Zack!
Er erkannte, das es keine Zivilen Jetcopter waren…
Die Düsengetriebenen Muggelgeräte, die vom Aufbau her einem Hubschrauber glichen, waren bis an die Zähne bewaffnet.
Die Primärwaffen richteten sich auf die Deckungen der Auroren… verdammte Scheiße!
"Hopkins! Hau ab! Schnell!"
Noch während er das brüllte, hechtete er aus seiner Deckung. Keine Sekunde zu früh…
Tödliche Strahlen aus Violetten Licht zerfetzten die Mauer, hinter der er Deckung gefunden hatte.
Staub wirbelte auf, heiße Steinsplitter bohrten sich in Michaels Haut. Schließlich hörte er, wie die Düsenturbinen der Jetcopters aufheulten. Dann wurde das Geräusch leiser… verstummte schließlich ganz.
Michael erhob sich schwerfällig, klopfte sich den Staub aus den Roben und musterte das Schlachtfeld.
Die Hochleistungslaser der Jetcopter hatten den Platz vor dem St. Mungo regelrecht umgegraben.
"Corner? Verdammt, melde dich!", forderte eine Stimme in seinem Ohr.
Der Auror riss sich von dem schrecklichen Bild los.
"Hier Corner. Die Jetcopter sind weg… die haben uns beschossen! Hopkins ist gefallen…"
"Unterstützung ist auf dem Weg. Der Schild ist weg. Wie sieht es bei dir aus? Deine Werte sind Katastrophal!"
"Geht schon. Wer leitet die Verstärkungstruppen?"
"Fischer."
"Okay, ich schließe mich der Gruppe an. Wir müssen das Krankenhaus sichern."
"Verstanden. Ich schalte dich in Fischers Gruppe ein."
Einige Sekunden hörte er nichts. Dann meldete sich Melissas Stimme wieder.
"Schaltung komplett. Du bist freigegeben!"
Dann ertönte die Stimme von Fischer in seinem Ohr.
"Vorrücken, ausfächern. Nehmt jede Deckung mit!"
Michael betätigte den Sprechtaste und nahm Kontakt mit dem Gruppenführer auf.
"Derek, hier Michael. Pepples hat mich in deine Gruppe geschaltet."
"Okay. Wie ist der Status deiner Gruppe? Und wo ist deine Position?"
Michael wischte sich Blut aus seinem Gesicht und betätigte erneut die Sprechtaste.
"Der Status ist beschissen! Keegan und Hopkins sind Tot! Ich selbst hab auch was abbekommen! Ich befinde mich in dem kleinen Laden links vor dem Mungo. Die Feinde sind offensichtlich abgerückt, doch genau kann ich es nicht sagen. Sendet erstmal einen Spiegelzauber voraus! Keegan wurde von einem Heckenschützen mit einem Muggelgewehr erledigt!
"Roger! Halte deine Position bis wir die Lage geklärt haben!"
Michael setzte sich an eine Wand und beobachtete, wie die Spiegelbilder seiner Kollegen ohne Behelligt zu werden den Platz überquerten.
"Scheinbar alles sicher. Aber haltet euch trotzdem nahe einer Deckungsmöglichkeit!", befahl die Stimme von Fischer.
Corner erkannte seine echten Kollegen und erhob sich.
Ohne weitere Worte schloss er sich dem Stoßtrupp an.
Sie rückten vor, ohne noch einmal beschossen zu werden. Scheinbar waren ihre Feinde allesamt mit den Jetcoptern verschwunden…
Sie erreichten die Tür zum Mungos und traten ein.
Es erwartete sie pures Chaos.
Überall lagen Tote und schwer Verletzte. Die Gegner hatten vor nichts und niemanden halt gemacht!
Frauen… Kranke… Kinder. Es war wie damals im Krieg…
Heiler aus anderen Stockwerken strömten in das Atrium und kümmerten sich um die Verletzten.
Fischer musterte das Chaos.
"Ausschwärmen! Helft wo es geht! Corner, Shawn! Zu mir. Wir folgen der Spur!"
Michael wusste was Fischer meinte… die Spur war deutlich zu sehen.
Die Angreifer hatten die Kamine ausgeschaltet und waren dann die Treppe hoch. Den Fahrstuhl hatten sie gemieden und ebenfalls außer Gefecht gesetzt.
"Paramillitärisches vorgehen. Die waren gut trainiert!", stellte Fischer fest. Doch neben Flucheinschlägen erkannte Michael auch deutlich die charakteristischen Verbrennungen von Plasmaladungen. Der Gestank nach Ozon bestätigte den Eindruck nur.
Sie waren bis in den zweiten Stock vorgedrungen und hatten dort die Türen aufgesprengt.
Die drei Auroren folgten der Spur aus Tod und Verwüstung bis zur Abteilung für Fluchschäden.
Dort angelangt erlebten sie eine Überraschung.
Zwei tote mit schwarzen Uniformen lagen dort… bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Die Auroren schwärmten aus… und das keinen Augenblick zu früh.
Zwei Flüche schossen aus der Tür.
"Achtung! Hier Auroren der AMS! Stellen sie sofort das Feuer ein!", forderte Fischer abgebrüht.
"AMS?", antwortete eine heißere Stimme. "Identifiziert euch!"
Shawn führte den ID Zauber der Zentrale aus. Die Marke mit dem Wappen der Auroren schwebte in der Luft.
Als antwort wurde ein Zauberstab aus der Tür geworfen.
Die Auroren nickten sich zu und stürmten den Raum.
Hier sah es aus wie überall, wo sie vorbeigekommen waren. Überall Tote.
Nur eine ausgehärmte Frau im Morgenmantel stand dort und musterte die Auroren mit hartem Blick.
"Longbottom?", fragte der Deutsche Auror überrascht.
"Korrekt… sie sind Fischer, vom Dreilandministerium.", erwiderte die Frau mit heißerer Stimme.
Er schüttelte den Kopf.
"Ich bin bei der AMS… seid fast achtzehn Jahren.
Die Frau schwankte und setzte sich hart hin.
"W… was ist passiert?", fragte sie entsetzt.
Michael konnte es nicht fassen… das war Nevilles Mutter. Sie war mit einem Crucio derart malträtiert worden, das sie den Verstand verloren hatte. Und nun schien sie wieder völlig genesen… Unglaublich!
Shawn richtete sich auf und musterte die Frau eindringlich.
Alice Longbottom war eine Legende. Sie kam lange vor seiner Zeit, daher hatte er sich am besten im Griff.
"Das wissen wir nicht. Können sie uns erklären was passiert ist?"
Sie saß da und sah sie an… dann ging ein Ruck durch den Körper der Aurorin.
"Es waren acht. Zwei habe ich ausschalten können… und sie haben… Harry entführt. Ja, ich bin mir sicher das es Harry war, den sie mitgenommen haben."
"Potter?", fragte Derek mit scharfer Stimme.
Alice nickte zögernd, während sich die Gedanken in Michaels Kopf zu drehen begannen…
Verdammt… wer auch immer das war… sie hatten den schwarzen Prinzen!
Alles in ihr war in Aufruhr!
So hatte sie sich achtzehn Jahre lang nicht mehr gefühlt. Nicht mehr, seitdem sie gemeinsam mit ihren Freunden in das Anwesen des dunklen Lords eingedrungen waren…
Diese Mischung aus Angst, Aufgeregtheit, Entschlossenheit und blinder Panik.
Uralte Routinen griffen ineinander und versetzten Hermine in Kampfbereitschaft.
Unbewusst hatte sie eine Hab Acht Stellung eingenommen.
Jeder mit Kampferfahrung konnte an ihrer Haltung erkennen, das Hermine der Veteran eines Krieges war. Ein Veteran, dem das Kämpfen zur zweiten Natur geworden war, irgendwann… ohne das sie selbst es bemerkt hätte.
Sie stürmte durch das Atrium des Ministeriums, vorbei an einem Verdutzten Wachmann und hetzte in den Fahrstuhl, wo sie energisch den Knopf für das Stockwerk der AMS drückte.
Der Fahrstuhl bewegte sich viel zu langsam für ihren Geschmack.
Als er hielt und sich die Türen nach einer Ewigkeit öffneten, verlor Hermine nicht eine Millisekunde.
Entschlossen schritt sie hinaus und trat auf den Gang.
Die Aurorenzentrale konnte sie im Schlaf finden… in der Vergangenheit hatte sie hier viel zu viel Zeit verbracht…
Sie stürmte durch die Tür und registrierte am Rande, das einige der Junioren zusammenzuckten. Wäre die Situation nicht so ernst, hätte es sie vielleicht lustig gefunden, doch nun hatte sie keine Zeit, ihre Gedanken an derartigen Dingen zu verschwenden.
Sie marschierte auf das Büro von Altair Pepples zu, dem derzeitigen Leiter der Zentrale.
Hermine öffnete ohne Klopfen die Tür und trat ein.
Pepples blickte sie ruhig an.
Kein Lächeln… keine schiefes Grinsen… verdammt schlechtes Zeichen…
"Hermine. Setz dich doch bitte."
Sie setzte sich auf den angebotenen Stuhl und stierte Pepples an.
"Was ist passiert?", fragte sie mit gefährlich leiser Stimme.
Pepples seufzte.
Er kannte sie gut genug, um jetzt nicht irgendwelche Floskeln zu benutzen. Oder um den Heißen Brei herumzureden.
Hermine war immer Freundlich, immer Höflich. Es sei denn sie stand unter extremen Stress und irgendwer war so lebensmüde, sie in diesem Zustand zu reizen.
Immerhin galt sie als die mächtigste Hexe der Gegenwart, und das auch nicht zu unrecht…
Daher rückte der Rothaarige direkt mit der Sprache heraus.
"Das St. Mungo wurde angegriffen. Es gab viele Tote und Verletzte. Die Unbekannten drangen in das Krankenhaus ein und marschierten direkt in die Abteilung für Fluchschäden…"
Hermine erbleichte.
Nicht Harry… das durfte nicht sein!
"Sie haben in der Station gewütet. Offenbar gab es nur zwei Überlebende. Harry und Alice Longbottom."
Hermine stieß ihren Atem aus.
"Merlin… wenn ihm etwas passiert wäre…"
Pepples hob energisch die Hand.
"Lass mich bitte zu Ende erzählen!"
Hermine sah erschrocken auf.
"Alice ist wieder zu sich gekommen. Sie attackierte die Angreifer mit dem Zauberstab einer toten Krankenschwester. Dennoch gelang es den Angreifern, Harry mit sich zu nehmen…"
Das war zuviel.
Hermine sackte zusammen und starrte ins leere.
Der Auror schwieg, gab ihr die Zeit, das Gehörte zu verarbeiten.
Ihre Gedanken jagten sich… Sie hatten Harry mitgenommen! Wer? Wozu?
Hermines disziplinierter Verstand übernahm das Ruder und zwang sie, sich zusammenzunehmen.
Ihre Gedanken klärten sich. Sie war wieder da und bereit der ganzen Sache auf den Grund zu gehen.
"Wer war es?", fragte sie.
"Wir wissen es nicht. Fakt ist, das es anscheinend Zauberer waren, die mit Muggeln zusammenarbeiten. Oder zumindest Muggeltechnologie verwenden. Sie benutzten neben Flüchen auch Plasmagewehre und mit Hochleistungslasern bewaffnete Jetcopter bei der Aktion. Eine unserer Junioren wurde von einem Heckenschützen erledigt, welcher eine Alte Projektilwaffe benutzte. Das Geschoss durchschlug den Schild wie nichts…"
Völlig untypisch für sie, entfuhr ihr ein Fluch.
Pepples sah sie beunruhigt an.
"Es gibt da noch etwas… der Überfall wurde von Samantha gemeldet. Wir haben von ihr keine Spur gefunden…"
Hermines Herz blieb stehen…
Nicht auch noch ihre Tochter… nicht Sam!
Es klopfte energisch an der Tür.
Der Auror bellte ein herein, offensichtlich nicht erfreut über die Störung. Doch seine Züge wurden weicher, als er seine eigene Tochter erkannte, welche durch die Tür humpelte.
"Hallo Chef. Tut mir leid, ich wollte nicht unterbrechen… aber wir haben einiges herausgefunden."
Pepples nickte seiner Tochter zu.
"Also, zunächst der Notruf von Samantha. Er kam aus Richtung Irland, nicht aus dem Mungo…"
Hermine atmete hörbar aus.
Erleichterung machte sich in ihr breit… dann allerdings kamen neue Sorgen auf… was machte Sam in Irland?
Woher wusste sie von dem Überfall?
Was zur Hölle ging hier vor?!?
Hermine horchte auf, als Melissa mit ihrem Bericht fort fuhr.
"…die Waffe mit der Hopkins getötet wurde, war wahrscheinlich ein Barret M82A6, ein recht altertümliches Scharfschützengewehr, allerdings extrem effektiv. Es wurden 12.9 x 99mm Vollmantelgeschosse benutzt! Ashley hatte nicht den Hauch einer Chance. Außerdem wissen wir nun durch Michaels Beschreibung, das die beiden Jetcopter vom Typ Cobra MK III waren, kombinierte Kampf und Transportmaschinen wie sie von der Britischen Armee im dritten Weltkrieg benutzt wurden. Außerdem weisen die Flüche seltsame Werte auf. Fischer meinte, das er so etwas schon einmal bei einem Mordfall gesehen hätte… Die Akte Gonzales glaube ich."
Hermine fuhr hoch.
"Der Mord an Maria Gonzales, diese Puritanerin? Die Werte sind dieselben?", fragte sie aufgeregt.
Melissa fuhr zusammen.
"Äh… ich glaube schon."
Altair musterte Hermine skeptisch.
"Weißt du etwas darüber?"
Die junge Frau nickte energisch.
"Oh ja. Neville und Fischer haben mir die Werte überspielt. Mit Sam's Hilfe habe ich herausgefunden, das die Flüche wahrscheinlich künstlich erzeugt wurden. Wir haben Theoretische Modelle für ein Magieerzeugendes Gerät entwickelt. Es wäre möglich…"
Altair zog scharf die Luft ein und Melissa keuchte auf.
"Soll das bedeuten… das eventuell keine Zauberer an dem Überfall beteiligt waren? Das es ausschließlich Muggel waren?", fragte Altair scharf.
"Ja… das ist möglich… Wir müssen Sam finden! Sie wusste von dem Überfall… vielleicht weiß sie noch mehr…"
Autsch,
Bald geht es weiter ;)
Gruß
Det Z.
