- The white Princess -
Disclaimer: Nix meines, wie gehabt. Aber black Prince würde ich gerne Verfilmen ;)
Frohes Neues^^
Habt ihr nicht mehr dran geglaubt? Aber ich habe ja versprochen das ich weiterschreibe, auch wenn es dieses mal etwas gedauert hat. Aber trotzdem ist wieder ein neues Kap da XD
Und ich habe auch keine Faulen Ausreden. Die Whrheit ist, das der Demotivationsteufel zugeschlagen hat. Konnte mich echt nicht aufraffen... bis ich dann mit erschrecken das letzte Update Datum erkannt habe. Entschuldigung an alle, sowas kommt nicht mehr vor, versprochen.
Ich gelobe Besserung und werde mir wieder angewöhnen jeden Abend mindestens ein wenig zu schreiben. Ist doch n Wort oder?
Vielen Dank nochmal für das schönen Feedback. Dieses Kap ist auch wieder ne Ecke länger :)
Viel spaß
Dat_Z
9. Die Schwester des Kameraden
Um ehrlich zu sein, die folgenden Tage waren mehr als merkwürdig. Sam stand total neben sich.
Nun gut, sie wusste jetzt wer und vor allem was ihr Vater wirklich gewesen war. Aber nun fühlte sie sich fremd in ihrem eigenen Körper. Vielleicht gerade weil sie es wusste.
Sie bemerkte eintausend Eigenarten, die sie mit dem wahren Wesen ihres Vaters in Verbindung bringen konnte.
Sie mochte Thestrale… und was noch wichtiger war, die Thestrale mochten sie genau so. Laut Hagrid waren sie sehr eigensinnig und schwierig. Nicht mal er würde normale Schüler an diese Wesen heranlassen ohne dabei Aufsicht zu führen.
Dann ihre Art wie sie im Duellierklub kämpfte… einiges was sie instinktiv zu wissen schien war genau wie bei ihrem Vater. Das Abwehren von Zaubern gehörte zu den Königsdisziplinen der Duelliertechniken… und sie hatte es schon immer einfach so gekonnt.
Die Art wie sie lachte… die Art wie sie an Probleme heranging… das alles war die Art ihres Vaters.
Und dann der Fremdkörper.
Sam hätte niemals geglaubt, das in ihrem inneren ein Vampir lebte!!!
Na schön, sie hatte immer leicht verlängerte Eckzähne gehabt… aber sie dachte stets das wäre halt eine kleine Fehlbildung.
Aber das dazu auch noch ein komplettes düsteres Wesen gehörte, welches in ihrem inneren hauste…
Nun da sie davon wusste, spürte sie ihre Antipersönlichkeit. Ein etwas, welches nicht zu ihr gehörte, welche alles verkörperte was sie verabscheute.
Ein sadistisches Wesen, welches Freude an Hass und Zerstörung hatte… welches stets auf eine Gelegenheit wartete hervorzubrechen.
Ihre Mutter hatte sie gelehrt das Wesen zu unterdrücken… aber dennoch war sich Sam dieser Präsenz nun zu jeder Zeit bewusst. Das würde von nun an ihr Fluch sein, ein ewiger Kampf…
Außerdem erklärte die Tatsache das sie ein Teilvampir war so einiges, was sie zuvor nie wirklich bewusst wahrgenommen hatte.
Schnittwunden verheilten bei ihr ungewöhnlich schnell, meist innerhalb eines Tages. Sie hatte nicht eine Narbe behalten... Obwohl sie ein sehr lebhaftes Kind gewesen war… ein lebhaftes Kind mit Neigung zu Unfällen… zu vielen Unfällen. Na ja, genug davon.
Ihre Vorliebe für Sonnenbrillen und damit einhergehende Abneigung gegen helles Licht, so wie ihre Fertigkeit auch im dunkeln hervorragend zu sehen wäre damit ebenfalls erklärt.
Früher hatte Sam gemutmaßt, das es sich vielleicht um eine latente magische Fähigkeit handelt, ähnlich wie natürliche Heiler oder Apparierer.
Aber ein Teilvampir… gute Güte.
Niedergeschlagen erhob sie sich aus ihrem Bett und machte sich frisch.
Ob sie deshalb so schlecht aus den Federn kam, weil Vampire Nachtaktive Geschöpfe waren? Wäre zumindest eine Erklärung…
Sam zog sich an und machte sich auf dem Weg zur großen Halle um zu Frühstücken.
Emily zog sie ganz entgegen ihrer Art nicht auf. Die Blonde hatte bemerkt, das etwas nicht mit Sam stimmte.
Einige würden glauben, das Emily bei ihrer Persönlichkeit mit Problemen umging wie sonst auch mit allem. Laut, fröhlich und verboten offensiv.
Doch in Wirklichkeit war eher das Gegenteil der Fall.
In solchen Situationen zeigte sie ein unvermutet einfühlsames Verhalten, gab dem anderen Zeit und lies sie in Ruhe bis sie der Meinung war, derjenige wäre bereit mit ihr darüber zu sprechen.
Sam war darüber mehr als Froh… so hatte sie Zeit darüber nachzudenken.
Dennoch… Emily war schon immer ihre beste Freundin gewesen… sie wollte dieses Geheimnis nicht ewig wahren.
Sie hatte immer alles geteilt, egal wie peinlich oder düster es auch sein mochte.
Aber noch nicht… noch fühlte Sam sich nicht bereit dafür.
Das Frühstück verging schweigend… irgendwie schienen auch ihre anderen Klassenkameraden zu merken, das was nicht stimmte.
Na ja… wahrscheinlich dachten diese wohl eher, das es mit dem Vorfall im Mungos zusammenhing. Viele wussten davon, das ihr Vater verschwunden war.
Was hieß wahrscheinlich, ganz sicher sogar.
Es war müßig sich darüber Gedanken zu machen… sie sollte sich lieber zusammennehmen und sich auf den Unterricht konzentrieren.
Richtig, Wissen sammeln, Wissen… wieder wie ihr Vater… aber auch wie ihre Mutter… Mist, konnte sie nicht einmal an irgendetwas anderes denken?
Lustlos schluckte sie das letzte Stück Toast, nahm ihre Tasche und blickte zu Emily.
Ihre schlechte Laune schien sich auch auf den Appetit ihrer Freundin auszuwirken.
Die blonde hatte nur wenig gegessen und nahm ebenfalls ihre Sachen.
Witzigerweise hielt Snape sich in den nächsten Stunden zurück… er war ein Freund ihres Vaters gewesen. Hatte ihm das Tränkebrauen gelehrt.
Kevin Weidner… vier Tränke!
Vier Tränke die mittlerweile als Referenz im Unterricht für Fortgeschrittene gelehrt wurden hatte ihr Vater entwickelt ohne das einer es wusste oder je erfahren würde.
War das gerecht?
Ihr Vater war der schwarze Prinz. Er hatte so viel getan und in der Welt bewirkt ohne das man ihm die Annerkennung gab, die ihm gebührte.
Andererseits… vielleicht hatte er es genau so gewollt.
Vielleicht hatte er die Reaktionen auf die Tränke beobachtet, die er unter einem Pseudonym veröffentlicht hatte und sich über die Ironie amüsiert, das die normalen Zauberer das schaffen eines Schwarzmagiers bewunderten ohne es zu merken.
Ja, das würde hinhauen. Das war genau die Art verdrehter Denkweise, die sie von ihm erwarten würde, nach allem was sie nun erfahren hatte.
Die Zaubertränkestunde ging zu Ende… und nun kam das wovor sie sich schon gefürchtet hatte…
Geschichte der Zauberei.
Thema, schwarzer Prinz.
Wie sahen die anderen seine Taten?
Samantha hatte Angst… dennoch war sie auch neugierig.
Was war von ihm geblieben?
Professor Williamson schien entspannt wie immer, als er die Hausaufgaben einsammelte.
Er wusste es nicht… hatte er ihren Vater gekannt?
"Guten Morgen meine Damen und Herren. Heute beschäftigen wir uns mit der wohl widersprüchlichsten als auch wichtigsten Figur des dunklen Krieges. Die Rede ist natürlich vom schwarzen Prinzen…"
Die Klasse war gespannt. Sam spürte die Spannung in der Luft.
"Zunächst einmal ein paar Fakten vorneweg. Die wahre Identität des Prinzen wird vom Ministerium als geheime Information eingestuft. Dies geschah auf Wunsch seiner Familie. Wie sie alle wissen galt er als Voldemorts Sohn, doch das ist nicht ganz zutreffend.
Tatsächlich war er der Adoptivsohn des dunklen Lords. Es gilt als Tatsache, das Voldemort den Jungen aufnahm, als er dessen Familie tötete, doch an dem Baby scheiterte. Sie hören richtig. Der schwarze Prinz ist nachweislich die einzige Person, die jemals einen Todesfluch überlebt hat…"
Ein Raunen ging durch die Schülerschaft.
Jemand der einen Todesfluch überleben konnte war für Zauberer so etwas wie für Muggel Jemand, der über Wasser wandelte.
Sam war nicht überrascht… und sie bemerkte, das Emily sie musterte.
"Ja, es ist ein anerkannter Fakt. Als Folge dessen erhielt er eine Fluchnarbe in Form eines Blitzes auf der Stirn. Ich selbst habe sie gesehen."
"Heißt das, dass sie dem Prinzen persönlich begegnet sind?", fragte Emma Watson erstaunt.
"In der Tat. Ich sah ihn ein zwei mal im Kampf und zwei mal bei anderen Gelegenheiten, habe mit ihm jedoch nicht gesprochen."
Die Klasse sah ihren Professor bewundernd an.
Was war so toll daran, das er ihn mal gesehen hatte? Sam verstand das nicht…
"Doch nun zurück zum Thema. Wie sie wissen kämpfte der Prinz seid dem Bruch des Waffenstillstandes mit den Todessern. Bekannt wurde er vor allem als Fluchbrecher. Doch auch seine Kampffertigkeiten waren legendär. Er tötete nachweislich vierundzwanzig Auroren, teilweise in zwei bis drei zu eins Situationen. Zivilisten tötete er nur wenn sie im Weg waren. Anders als die Todesser. Berüchtigt war sein Angriff gegen Azkaban, dessen Schutzzauber er alleine brach und damit eine Menge Todesser befreite. Zudem Duellierte er sich vor seinem Umschwung einmal mit Albus Dumbledore…"
Eine Hand schnellte hoch.
"Ja Mister Roberts?"
"Wenn er so viele Leute getötet hat… wieso durfte er dann hinterher frei herumlaufen?"
"Das erkläre ich zu einem späteren Zeitpunkt."
Sam war übel… alleine die Anzahl der Leute die er getötet hatte…
"Nun ja, was genau der Grund war, weshalb sich der Prinz letztendlich von seinem Ziehvater abwandte ist unklar. Jedoch heißt es, das er sich mit einer gefälschten Identität als Schüler in Hogwarts eingeschlichen haben soll. Dafür spricht, das er offensichtlich mit den Schatten zusammenarbeitete. Er Duellierte sich einmal mit Voldemort persönlich, doch der Kampf endete unentschieden. Zudem löschte er die Malfoy Familie aus. Der Grund dafür war eine Angebliche Blutfehde. Kurz darauf nutzte er den so genannten Generalablass um seine Weste Juristisch rein zu waschen. Der Generalablass ist ein alter Brauch. Er kommt dann zur Anwendung, wenn ein Verbrecher nachweisen kann, zu seinen Taten gezwungen worden zu sein oder aber, in selteneren Fällen, dient er dazu eine neu entstehende Familie zu schützen."
Wieder schnellte eine Hand nach oben. Zu Sams Überraschung war es Emily.
"Wie darf ich das verstehen? Ein Mörder entzieht sich der Strafverfolgung wenn er heiratet?", fragte sie skeptisch.
"Nun, ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Ich sprach von einer neu entstehenden Familie. Soweit mir bekannt ist, verlobte sich der schwarze Prinz kurz nach seiner Abkehr vom dunklen Lord mit einer Muggelgeborenen, die mächtig genug war der Ursprung eines neuen Hauses zu sein. Ein seltenes Ereignis. Zudem verfügte er über Beweise moralischer Unschuld. Wie genau die Aussahen weiß ich nicht, jedoch reichte es anscheinend aus, das Gremium zu überzeugen. Zudem heißt es, das Neville Longbottom einer seiner Fürsprecher war…"
Emilys Augen weiteten sich bei der Erklärung.
Langsam drehte sie sich zu Sam und sah sie an.
Diese biss sich auf die Lippen…
Sam wusste was das bedeutete… ihre Freundin hatte herausbekommen was sie bedrückte.
Tja… Wunschberuf Auror, eine glatte Eins fürs Kombinieren von Fakten… Scheisse!
So hätte es nicht laufen sollen…
Emily riss sich zusammen… allerdings erkannte Sam, das sie schier entsetzt war…
Der Professor merkte von dem stummen Drama nichts und fuhr seine Geschichte fort.
"Unmittelbar nachdem der Generalablass in Kraft trat, wurde der schwarze Prinz in einen Kampf mit dem Rudel des Berüchtigten Werwolfs Fenrir Greyback gezogen. Wie ihnen aus dem letzten Jahr bekannt sein dürfte, handelte es sich bei Fenrir Greybacks Truppe um eine der Kampfstärksten und gefährlichsten. Werwölfe besitzen immerhin Physisch sehr starke Eigenschaften. Bei dieser Gelegenheit zeigte er seine Macht, denn er verhinderte die Auslöschung einer Zaubererfamilie durch die Nutzung eines Zeitumkehrers. Es heißt, das kein anderer Zauberer so geschickt mit diesen Gegenständen umgehen konnte, wie der Prinz…"
Williamson erklärte weiter… schnitt alle wichtigen Ereignisse an die noch kamen.
"So, nun zu ihrer Aufgabe für die nächste Stunde. Sie versuchen eine Persönlichkeitsanalyse des Prinzen zu erstellen, aus den gehörten Fakten. Außerdem finden sie drei Abhandlungen in der Bibliothek zu dem Thema. Diese stehen ihnen nun zur freien Verfügung. Madame Richards wird sie aus dem verbotenen Bereich freigeben. In der nächsten Stunde kommen wir dann zu der Viererbundoffensive, welche die letzte im Krieg war. Das Thema ist so Umfangreich, das wir uns wohl eine ganze Doppelstunde lang damit beschäftigen können. Bis zur nächsten Woche."
Sam packte ihre Sachen zusammen und begab sich ohne Umwege zu ihrem Quartier im Griffyndorturm.
Es war eine Flucht, das war ihr bewusst. Eine Flucht vor ihrer besten Freundin…
Doch Emily machte nicht den Versuch sie abzufangen oder einzuholen.
In ihrem Zimmer vergrub Sam sich sofort in ein Buch.
Sie wollte im Moment nicht denken müssen.
Nur lesen… lesen machte sie glücklich.
Dennoch… das Gewissen lastete schwer auf ihrem Gemüt… sie wollte ihre beste Freundin nicht außen vor lassen…
Immerhin… auch Emily hatte es schwer.
Ihr Vater und ihr Bruder waren nicht aus dem Krieg wieder gekommen. Auch sie hatte Verluste erlitten…
Der dritte Weltkrieg war an den Zauberern vorbei gegangen, doch die Muggelgeborenen kämpften mit den Auswirkungen. Immerhin war er erst offiziell seid einem Jahr beendet.
Ein Großteil der Europäischen Armee hielt China noch immer besetzt.
Sam wusste, das auch Verwandte ihrer Mutter damit zu tun hatten… dennoch, als Zauberer hatte man davon kaum etwas mitbekommen…
Unwillkürlich dachte sie an Janosch Carter.
Er war Leutnant der EU Armee… Magiehasser… war er ebenfalls ein Kriegsveteran?
Ein zaghaftes Klopfen lies Sam aus ihrer trüben Gedankenwelt wieder auftauchen.
"… Ja…?"
Die Tür öffnete sich und ein blonder Schopf schob sich hinein.
"Wir müssen reden.", stellte Emily fest.
Sam seufzte.
Die blonde nahm das als Zustimmung und betrat den Raum. Anschließend schloss sie die Tür und nutzte einen Zauber gegen ungebetene Zuhörer.
"Ich denke ich weiß was dich bedrückt… sag mir nur ob ich richtig liege Genie."
Sam schwieg eine Weile und begegnete nur dem Blick aus diesen blauen Augen.
Sie erkannte nichts… keine Gefühlsregungen. Emily konnte ein perfektes Pokerface aufrecht erhalten.
"Ich… es ist…"
Sam senkte den Blick.
"Du hast recht."
Sie spürte, wie sich jemand neben sie setzte. Dann nahm Emily sie in den Arm.
Sam legte den Kopf auf die Schulter ihrer Freundin und spürte, wie diese ihr sachte den Kopf streichelte.
"Es muss sehr hart sein… andererseits erklärt es einiges.", meinte Emily tröstend.
"Ich weiß nicht mehr was ich denken oder fühlen soll… mein Vater… er war so… so anders…"
Emily seufzte.
"Und trotzdem ist er dein Vater… und mal ehrlich. Deine Mum ist doch nicht dumm. Sie wird schon gewusst haben was sie da tut. So schätze ich sie zumindest ein."
Sam schwieg eine Weile… doch dann raffte sie sich auf und erzählte Emily von all den Ereignissen der letzten Zeit.
Den verwundeten Soldaten, den sie gefunden hatte, die Ereignisse um das St. Mungo… und natürlich auch über ihren Ausflug in das Denkarium.
Emily hörte geduldig zu.
Als Sam geendet hatte wirkte sie jedoch nachdenklich.
"Darf ich dich noch einmal etwas Fragen?"
Sam sah auf.
"Ja… sicher doch…"
"Dieser Leutnant Carter… wie war sein Vorname?"
Sam sah ihre Freundin irritiert an.
"Er… er heißt Janosch…"
Emily schloss ihre Augen, eine einzelne Träne lief ihr die Wange hinunter.
"Janosch Carter… Zugführer aus der dritten Jägerkompanie in der zehnten Luftlandedivision…", flüsterte sie. "Das kann doch nicht sein…"
Sams Augen weiteten sich.
Emily kramte in ihrer Robe herum und zog ein Foto hervor.
"Ist… ist er das?", fragte die blonde und hielt Sam das Foto unter die Nase.
Ihre Augen weiteten sich.
Da war wirklich Carter, zusammen mit zwei anderen Männern. Der eine… ja, das war Emilys älterer Bruder!!!
Konnte das sein?
"Ja… das ist er. Das ist Carter… was bedeutet das?"
Emily sah nun ebenfalls ins leere.
"Er war der Vorgesetzte meines Bruders… doch es hieß, das die Einheit vor zwei Jahren aufgerieben wurde… es hieß keiner hätte überlebt… Sam… ich weiß du hast es gerade echt schwer… aber… aber kann ich ihn sehen?"
Sams trübe Gedanken waren wie weggeblasen. Denn nun konnte sie aktiv etwas tun.
"Steh auf. Wir gehen sofort.", erklärte sie.
Emily lächelte leicht.
"Ich will wissen was passiert ist… ich muss es wissen!"
"Ausschwärmen! Treibt ihn! Und passt auf! Was immer er auch ist, er ist extrem gefährlich!", rief Fischer und beobachtete das Vorrücken der Auroren.
Das alte Gebäude schien völlig unbewohnt, dennoch, wenn dieser komische Vampir irgendwo Unterschlupf fand, dann hier.
"Gruppe zwei, Status okay, untere Räume gesichert… dringen in den ersten Stock vor.", erklang die Stimme von Tucker.
"Gruppe Eins, Räume gesichert. Wir stoßen von der anderen Treppe in den ersten Stock.", bestätigte nun auch Federline.
"Hier Einsatzleiter an beide Gruppen. Achtet drauf, eure Freund Feind Kennung zu aktivieren. Nicht das ihr euch gegenseitig über den Haufen Flucht."
"Ach echt? Wären wir nicht drauf gekommen!", meckerte Federline.
"Ist ja nicht so, als würden wir es zum ersten mal machen oder so.", bestätigte Tucker.
"Hört auf zu motzen oder ich komm rein und trete euch in den Arsch. Und jetzt Konzentration. Der Gegner ist extrem gefährlich! Wir rücken nach und halten das Untergeschoss gesichert."
"Gruppe eins bestätigt."
"Gruppe zwei bestätigt!"
Fischer drehte sich um.
"Na los ihr Luffys, rein in die Gute Stube. Gruppe vier, ihr sichert die Außenanlage!"
Derek hielt seinen Zauberstab in Anschlag und glitt zur Tür. Die anderen folgten.
Perfekt aufeinander eingestimmt betraten sie die Räume und sicherten dann die Treppenaufgänge.
Derek lies sich in einer Nische nieder.
"Statusmeldung!", forderte er.
"Gruppe vier, alles klar."
"Gruppe zwei, alles klar."
Fischer wartete kurz, dann zog er die Augenbrauen zusammen.
"Gruppe eins, Statusmeldung!"
Wieder folgte keine antwort.
"Verdammt… Einsatzleiter an Zentrale. Liegt eine Com Störung vor?"
"Hier Zentrale, alle Coms stehen auf grün.", erwiderte die Stimme von Melissa Pepples.
Das gefiel Fischer gar nicht.
"Gruppe zwei, äußerste Vorsicht. Wir rücken nach. Gruppe eins nicht erreichbar. Wir werden…"
"Kontakt!", bellte Tucker.
Derek hörte das rauschen von Flüchen.
"Feind bewegt sich extrem schnell… er… verdammte scheiße, er…"
Der Kontakt riss ab.
"Kacke! Schnelles vordringen! Alle Mann nach oben! Gruppe Vier, äußerste Vorsicht!"
Die Auroren erklommen die Treppe und sicherten nach allen Seiten.
Dann sahen sie den Schemen.
Flüche wurden abgefeuert, doch er wich aus.
Ein Zauber wurde scheinbar mit einem Stab abgefangen und dann wieder zurückgeschleudert.
Mächtige Zauber rasten auf seine Männer zu… Kaskadenzauber!
"Kontakt!", bellte Fischer in das Mikro und wich den Flüchen aus.
Verdammt… der Kerl war wirklich gut!
"Nehmt Deckung ihr Idioten!"
Doch zu spät.
Der unbekannte schaffte es, die ganze Gruppe außer Gefecht zu setzen!
Fischer grinste… so viel Spaß hatte er lange nicht mehr.
Pfeilschnell schoss er aus seiner Deckung und deckte den Feind ein, doch dieser fing alle Zauber ab.
Mist!
So entbrannte ein kurzes aber heftiges Gefecht.
Schließlich wurde Fischer von etwas getroffen und gegen eine Wand geschleudert.
Der riesige Mann riss sich zusammen und wollte schon einen Gegenangriff starten, als er eine Hand spürte, die ihn am Kragen packte.
Er sah in rötlich schimmernde Augen und knurrte.
So nicht Freundchen!
Fischer holte mit der linken aus, um den Gegner was aufs Maul zu geben, doch dann hielt er inne.
"Du?"
"Wer bin ich… woher kenne ich dich…?"
Diese Stimme klang rau… sie war jahrelang nicht mehr benutzt worden… Gott, konnte das sein?
"Potter?"
"Potter…", flüsterte dieser…
"Ich kenne diesen… Namen…"
"Potter! Zur Hölle, wie ist das möglich?! Ich dachte du bist total im Arsch! Lass mich los du Vollpfosten! Was soll der scheiß überhaupt?!?"
Potter ließ Fischer los und torkelte zurück.
Er griff sich an die Schläfen und schrie.
Das Rötliche in seinen Augen begann zu strahlen und wurde immer intensiver.
Er bleckte seine Fangzähne und schrie noch immer.
Fischer versuchte am dunklen Boden seinen Stab zu finden, doch schon musste er einer Menge Flüchen ausweichen, die in seine Richtung geschleudert wurden.
Er hechtete in Deckung und erkannte, wie Potter aus dem Loch hechtete, welches er in die Fassade des Hauses gesprengt hatte.
"Hier Fischer! Feind nicht angreifen! Seht zu das ihr in Deckung kommt! Zentrale! Benötigen Medizinische Unterstützung!"
"Gruppe vier! Kontakt!"
"Scheisse! Travis! Nicht Angreifen du Idiot! Der vernascht euch zum Frühstück!!!"
Stille folgte.
"Travis? Verdammt! Zentrale! Wo bleibt die Verstärkung?!? Alle vier Züge wurden aufgerieben! Hört mich einer?"
"Medizinische Einheiten Unterwegs. Was zur Hölle ist bei euch los?", fragte die Stimme von der kleinen Pepples.
"Wir haben ein Scheiß Problem, das ist los! Der Verdächtige ist der dreimal verfluchte schwarze Prinz!"
"Der… schwarze Prinz?", fragte Melissa verwirrt.
"Er scheint irgendwas an der Birne zu haben! Seht zu, das ihr ihn möglichst nicht attackiert. Dem sind wir kaum gewachsen! Und jetzt holt gefälligst Longbottom und Potter ran. Die beiden sind die einzigen die auch nur den Ansatz einer Chance gegen ihn haben!"
Hermine lief unruhig auf und ab.
Was sollte der Mist?
Pepples schoss um die Ecke, gefolgt von Neville.
"Was… solltest du nicht in der Schule sein? Was ist hier los?", fragte Hermine verwirrt.
"Tut mir leid Hermine. Es ist ein absoluter Notfall. Als ehemalige Schatten wurdest du für die Zentrale reaktiviert.", erklärte Altair.
"Ich wurde… was? Ich habe doch nie für die Zentrale gearbeitet!"
Altair kratzte sich am Kopf.
"Es geht nicht anders. Nur so können wir das ohne Notstandsverordnung öffentlich erklären, verstehst du?"
"Was erklären?", fragte Hermine verwirrt.
"Ihr beide seid die einzigen, die ihn aufhalten können… es geht um Harry…"
"Harry…?", fragte Hermine geschockt.
"Ja, Harry. Es ist seltsam… er scheint wieder ein Bewusstsein zu haben, ist jedoch nicht ganz bei sich. Er hat eine Gruppe Puritaner angegriffen und anschließend vier Aurorengruppen platt gemacht. Es gibt insgesamt vierzig verletzte. Fischer hat ihn erkannt. Er ist der einzige, der nur schrammen abbekommen hat."
Hermine konnte es nicht glauben.
Harry lebte!
Und jetzt lief er Amok, na ganz toll!
"Okay… ich ziehe mich um nun dann los, wir dürfen keine Zeit verlieren!"
Sie stürmte aus den Raum in die Umkleide der Auroren.
Es war definitiv ein Rekordverdächtiges Umziehen. Sie nahm einfach eine der Kampfroben von Susan Bones. Beide hatten eine ähnliche Statur und waren auch so ziemlich gleich groß.
Die Robe saß überraschend gut…
Außer der Farbe, waren diese Roben identisch mit den alten Schattenroben… ein seltsam nostalgisches Gefühl.
Seid dem Kampf damals in Voldemorts Herrenhaus, hatte Hermine diese Roben nicht mehr getragen.
Ihr Körper vibrierte… er war kampfbereit.
Alte Routinen griffen ineinander wie eine gut geölte Maschine… sie hatte nichts verlernt in all den Jahren.
Und wie damals machte sich ihr Verstand selbstständig.
Sie verdrängte alle Gefühle, so das nur ruhe und Konzentration übrig blieb.
Der einzige Gedanke, welcher ihren Verstand noch beschäftigte, befahl ihr Harry ruhig zu stellen. Alles andere konnte warten.
Fragen würde sie danach stellen…
Emily und Sam betraten die Eingangshalle von Arkanus Incorperated..
Ein imposantes und dennoch geschmackvoll gehaltenes Ambiente hieß die Besucher willkommen.
Ihre Mutter mochte es nicht so protzig. Die ganze Firma war eher auf Effizienz ausgelegt.
"Und er ist hier?", fragte Emily zweifelnd.
Die blonde hatte die Firma erst zwei mal besucht.
Sie fühlte sich in solchen Gebäuden einfach unwohl, was man ihr auch jetzt wieder ganz deutlich ansah.
"Ja, laut Miffi ist er mit Remus in der Forschungsabteilung. Er möchte wohl herausfinden, wie sein Magieerzeugendes Gerät funktioniert.!
"Fällt mir noch immer schwer zu glauben, das Muggel Apparate bauen können, mit denen sie zaubern."
Sam grinste.
Ja, es war schwer vorstellbar. Eigentlich war das schon eine Puristische Einstellung, aber was soll's?
"Nun, eigentlich ist es gar nicht mal so unvorstellbar. Zumindest von der technischen Warte. Magie ist im Grunde nichts anderes als Physik… eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Muggel auf die Rohe Magie stoßen und sie erfassen können. Elektrizität konnten sie ja auch nicht sehen und dennoch hat man herausgefunden das sie existiert und wie sie nutzbar gemacht werden kann."
Emily verdrehte die Augen.
"Ganz ehrlich… den Lehrstuhl im magischen Teil der Oxford Universität hast du sicher."
"Na hoffentlich nicht… wenn ich je so langweilig werde, bist du herzlich eingeladen mir eine über zu ziehen."
"Ich komme drauf zurück Genie."
Sie passierten den Informationsschalter und wurden sofort in den internen Teil der Firma vorgelassen.
Dort wendete Sam sich zielsicher Richtung Fahrstühle.
Sie mochte die Firma… es war eine Art zweites zuhause.
Als kleines Kind hatte ihre Mutter sie oft mitgenommen, beschäftigen konnte sie sich ganz gut. Sie hatte jedem Abteilungsleiter zugehört und alles aufgesaugt wie ein Schwamm. Die redeten gerne und in Sam hatten sie eine willige Zuhörerin gefunden.
Sie erinnerte sich gerne daran, wie sie unter Remus Anleitung die ersten einfachen Programme erstellt hatte… eine herrliche Erinnerung.
Oder aber wie sie mit Sirius den 'Eierköpfen', wie er sie gerne nannte, streiche gespielt hatte.
Ja, die Firma war ein zweites Zuhause. Und sie kannte hier so gut wie jeden.
Sie erreichten die Fahrstühle und wurden in Handumdrehen in das zweite Stockwerk befördert, wo die Forschungs und Entwicklungsabteilung untergebracht worden war.
Es war die größte Abteilung der Firma, da hier nicht nur an magischer Informatik entwickelt wurde. Auch viele andere Projekte, von Zaubertränke über Zauberkunst bis zu Verwandlungen. Hier wurde an allem geforscht.
Daher umfasste die Abteilung auch drei Stockwerke. Doch Remus würde sich definitiv im zweiten aufhalten.
"Ahhh, die Juniorchefin.", feixte eine Stimme.
"Alvin, hast du Remus gesehen?"
Alvin Jennings war einer der begabtesten Informatiker der Firma. Allerdings war er ein wenig schrullig.
Wirre Strähnen hatten sich aus seinem Langen Haarschopf gelöst, die Robe wirkte ungebügelt nid schlampig. Er hatte sich seid einiger Zeit wohl nicht mehr rasiert und die Brille saß wie immer leicht schief.
Dennoch war er ein wirklich netter Kerl mit einem brillanten Intellekt… auch wenn er hin und wieder ein wenig verwirrt schien.
"Remus… Remus… ach ja. Der war da mit so neu militanten Typen… suchen das siebener Labor heim… meine ich zumindest."
Sam lächelte.
"Danke für die Auskunft. Du bist ein Goldstück."
Alvin erwiderte ihr lächeln mit einem schiefen grinsen.
"Must mal wieder vorbeikommen. Dann können wir den Nerds aus der vierten wieder die Programm Routinen umschreiben."
Nun musste sie lachen.
"Aber sicher, wenn ich mal wieder Zeit habe gerne."
Die beiden hatten vor einigen Monaten einige kleine Werte in einem neu entwickelten Programm der vierten Softwareentwicklungsgruppe verändert. Das lief dann natürlich nicht wie erwartet, was die Jungs in echte Verzweiflung gestürzt hatte.
Dabei waren es die am leichtesten zu findenden Fehler, doch Informatiker waren ein Völkchen für sich.
Die suchten immer erst an den Kompliziertesten Stellen, dachten um drei Ecken und regen sich dann darüber auf, wenn die Lösung zu einfach war.
Das machte höllischen Spaß!
Sam führte Emily durch die Korridore bis zu Labor sieben, eines von dreien das mit einer Hochkomplexen Messausrüstung ausgerüstet war.
Sie öffnete einfach die Tür und linste hinein.
Tatsächlich, Remus werkelte an einem der Stationären MaC's herum. Doch Carter überraschte sie…
Er stand vor einem Tisch auf dem eine Feder lag und fuchtelte mit dem Zauberstab von Remus wie ein Erstklässler.
"Wingardium Leviosa!", intonierte er genervt.
Die Feder schwebte wirklich ein Stück nach oben… doch dann verging der Zauber wieder.
"Fast, sie müssen nur noch lernen die Konzentration zu halten. Es ist wirklich großartig. Ich denke mit etwas Zeit könnten sie ein vollwertiger Zauberer werden."
Wieso sollte ich das werden wollen?", erwiderte der Soldat gewohnt bissig.
"Na immerhin haben sie sich dieses Netz implantieren lassen. Ich denke das war doch ein großer Einschnitt in ihrem Leben oder nicht? Und warum sich nur mit einigen wenigen Zaubern begnügen wenn man alles erlernen kann?"
"Es ist zuviel Macht für einen einzelnen!", widersprach Carter energisch.
"Eigentlich ein gutes Argu… oh, hallo Samantha."
Remus hatte sie entdeckt und winkte einladend.
Sam öffnete die Tür vollständig und trat ein, dicht gefolgt von Emily.
Die blonde war vollkommen auf Carter fixiert…
"Das… er ist es wirklich…"
Der Soldat sah Emily erstaunt an.
"Du… bist du nicht die kleine Ems?"
Ein Träne kullerte Emilys Wange hinab.
Carter wirkte völlig neben der Spur, alles kalte Gehabe war von ihm abgefallen.
"Du bist es doch… die kleine Ems! Die Schwester von Leo! Er… er hat immer von dir erzählt… und das du so och begabt wärst…"
Carter stockte und sah dann den Zauberstab in ihrem Halfter.
"Das hatte er also gemeint… du bist eine von ihnen… jetzt weiß ich, warum er mich nicht für verrückt hielt…", murmelte er.
Emily hatte bisher geschwiegen, doch nun sah sie entschlossen auf.
"Leutnant Carter… bitte… was ist in Soi Fon Go passiert? Warum… sind sie noch am Leben? Ich dachte alle wären Tod!"
Carter senkte ganz untypisch den Blick.
"Die kleine Ems… nun gut. Du hast ein recht es zu erfahren…"
Der Soldat sah auf.
"Auch wenn du eine von denen bist, ich werde dir alles erklären…"
Sodele, das war es erstmal.
Bis demnächst ;)
Gruß
Dat_Z
