- The white Princess -
Disclaimer: Um dem armen Autoren die arbeit zu sparen siehe bitte kapitel 1-9 ;)
Sooo, da isser wieder. Hmmm, sorry aber hab heute nicht so Laune auf lange Texte.
Nur eines möchte ich noch anmerken. Dieses Kapitel widme ich dem Andenken an Paco. +10.03.2010
Und allen anderen viel Spaß
10. Treibjagd
"Das gefällt mir gar nicht.", murmelte Neville und musterte die spuren des Kampfes.
"Ja… Kaskadenzauber… Kraftschläge… das war das Werk eines schwarzen Magiers… es ist genau Harrys Kampfstil…", bestätigte Hermine.
"Wir können vom Glück sagen, das die Bude noch steht. Hmmm… wo zur Hölle könnte er nur hin sein?"
"Er hat bei seiner Flucht den vierten Zug erledigt… und die waren Richtung Norden. Wenn man davon ausgeht, das er vom alten Riddle Anwesen aus losgezogen ist, dann bewegt er sich in einer geraden Linie nach Norden… wo könnte er nur hinwollen..?, murmelte Neville.
Hermine sah auf.
"Könnte… er nach Hogwarts wollen? Wir haben damals die meiste Zeit dort verbracht… wäre es Vorstellbar das dies sein Ziel ist?"
"Möglich… es würde auf einer Linie liegen… und es ist der einzige Anhaltspunkt. Hmmm diese Puritaner hat er auch südlich von hier angegriffen. Könnte es noch alte Verstecke von Voldemort im Norden geben, zu denen es ihn zieht?"
"Wenn ja, dann weiß ich davon nichts."
Neville ließ die Nackenknochen knacken und startete seinen MaC.
Er rief eine Karte von Britannien auf, markierte das Herrenhaus, die stelle wo Harry auf die Puritaner gestoßen war und dieses leer stehende Haus, in dem er mit den auroren aneinander geraten war.
"Eine fast gerade Linie… Hermine, lass uns an diesen Punkt apparieren. Wenn wir recht haben kommt er früher oder später über diese Brücke. Er scheint noch nicht apparieren zu können oder zu wollen. Das wäre der leichteste Weg. Mit ein bisschen Glück…"
"Einverstanden. Hier gibt es nichts mehr zu finden."
Gemeinsam disapparierten die beiden und erschienen an der besagten Brücke.
Hermine runzelte die Stirn.
"Wenn meine Rechnung stimmt, dann dürfte er diesen Punkt frühestens in einer Stunde passieren, spätestens in vier... Hoffentlich hast du recht und er kann wirklich noch nicht apparieren."
"Ganz ehrlich... Mir wäre es lieber, wir treffen nicht auf ihn. Wenn er uns nicht erkennt und richtig los legt… mal angenommen er ist nur halb so stark wie früher, das reicht noch um uns beide fertig zu machen.", grummelte Neville.
"Nicht wirklich… es ist siebzehn Jahre her. Wir beide haben viel dazugelernt. Wenn wir zusammenarbeiten. Dann können wir ihn ruhig stellen."
Neville sah auf, als er die Selbstsicherheit Hermines erkannte.
"Hast du mittlerweile Fesseln die er nicht brechen kann?"
"Die Chancen stehen gut… zumindest wird es ihn aufhalten. Ich… es fällt mir nur immer noch schwer zu glauben, das Harry wieder da ist… das er… ich meine… ich weiß nicht was ich denken soll… was wenn er so etwas geworden ist wie Dumbledore? Etwas völlig anderes als vorher? Was wenn er uns nie mehr erkennt? Wenn er…"
"Hermine… lass es sein. Mach dir keine Panik. Zuerst sollten wir uns darauf Konzentrieren, Harry außer Gefecht zu setzen ohne selbst dabei hops zu gehen. Dann sehen wir weiter."
Hermine stieß ihren Atem aus…
Neville hatte recht. Jetzt mussten sie sich darauf konzentrieren, Harry ruhig zu stellen, möglichst ohne selbst verletzt zu werden. Dann konnte sie sich noch immer Sorgen machen.
Die beiden warteten eine Weile… bis Hermine es spürte.
Eine Große Ansammlung von Magie… aber es war anders als Harry… anders als sie es in Erinnerung hatte!
"Etwas kommt…", flüsterte sie.
Dann erkannten sie die Schattenhafte Gestalt, welche sich in der Dämmerung auf die Brücke zu bewegte.
Er musste es sein… sie wusste es einfach…
Neville wartete auf den richtigen Zeitpunkt… nur nicht zu früh…
Als er in einer optimalen Distanz stand, hechtete Neville aus seiner Deckung und jagte einen extrem schweren Schockzauber auf die Gestalt zu… doch dieser wehrte es mit seiner bloßen Hand ab und lenkte den roten Lichtblitz weg von sich.
Im Roten Schein erkannte sie ihn… er war es wirklich.
Lichtblitze zuckten Richtung Neville, doch dieser fing sie mit seinem Stab ab.
Hermine wartete noch…
Wenn sie Harry ruhig stellen wollte, dann musste der Zauber sitzen.
Das Duell der beiden dauerte an, schließlich erkannte Hermine eine Gelegenheit und richtete sich auf. Doch ehe sie den Zauber sprechen konnte, verschwand Harry und tauchte vor Neville auf.
Ein mächtiger Fausthieb schleuderte den Auroren weg, dann war Harry wieder verschwunden…
"Scheiße!", rief Hermine aus und hastete zu Neville.
Wie war das möglich? Wie hatte Harry das gemacht?
Der Antitransportschild war noch intakt… er hatte den Zauber nicht gebrochen!
War das keine Apparation gewesen?
Sie erreichte ihren Freund, der sich stöhnend aufrichtete.
"Verdammt… hat noch immer n' Schlag wie ne Dampframme…"
"Alles in Ordnung Neville?"
Dieser winkte ab.
"Ja, geht schon…"
Er richtete sich auf und atmete einmal tief durch.
"Harry ist nicht in Form. Seine Flüche sind schlecht kanalisiert, auch wenn er noch immer teuflisch schnell ist. Außerdem nutzt er jetzt den Blitzschritt… interessant…"
"Blitzschritt?", fragte Hermine irritiert.
Neville grinste.
"Ja, das was so ausschaut wie apparieren. Es ist die Kunst mit nur einem Schritt sehr viel mehr Weg zurückzulegen als normal wäre. Hab ich aus den Büchern die Voldemort mir hinterlassen hat. Ich schaffe bisher etwa zehn Meter… aber Harry. Wow, der hat mit einem Schritt dreißig Meter geschafft. Auch wenn er Zaubertechnisch noch nicht auf der Höhe ist… seine Physischen Eigenschaften sind noch immer stark… das wird n' harter Brocken."
Hermine nickte.
"Wir sollten uns beeilen.", bestätigte sie.
"Sekunde noch…"
Neville schaltete seinen MaC ASE auf Kampfmodus.
"Zentrale, hier Longbottom."
Dann schwieg er.
"Hoi Melissa. Peil mich an und schick mir vier Auroren. Am liebsten Senioren."
Er schwieg wieder.
"Okay, danke."
Es dauerte zwei Minuten, dann apparierten vier Auroren zu ihnen.
Hermine lächelte, als sie die bekannten Gesichter erkannte.
Tonks, Flittwick, Susan Bones und Michael Corner… perfekt.
"Hoi Leute, ihr seid im Bilde?", fragte Neville ohne umschweife.
"Grob. Ihr sollt Harry einfangen, oder?", erwiderte Michael.
"Richtig. Keine Zeit für große Erklärungen. Wir veranstalten eine Treibjagd… bedeutet ihr treibt und wir stellen ihn. Wenn ihr Harry sichtet, jagt ihm einen Schocker auf den Hintern und dann zieht euch zurück! Ihr sollt ihn treiben, euch bloß nicht mit ihm anlegen. Der fährt Schlitten mit euch..."
"Musst du uns nicht erklären, wir hängen an unserem Leben!", meckerte Tonks, was Neville ein grinsen entlockte.
"Okay, was muss ich noch sagen? Wir bleiben in Verbindung! Er bewegt sich schnell Richtung Norden."
Die Auroren nickten nur und disapparierten.
"Okay Hermine, wir apparieren an diesen Punkt und gehen in warte Stellung.", erklärte Neville und zeigte einen Punkt auf seiner Karte.
Die Angesprochene konnte nur nicken und machte sich bereit. Sie konzentrierte sich und reiste auf dem Materiestrom zu den angegebenen Koordinaten.
Dennoch war sie geistig noch immer nicht ganz bei der Sache.
Sie konnte nur daran denken, was alles schief gehen konnte.
Der schwarze Prinz war bei weitem kein Gegner, den man unterschätzen sollte.
Neville selbst hatte es gesagt... selbst wenn er geistig nicht auf der höhe war, so blieb er doch der gefährlichste Schwarzmagier dieser Zeit.
Immerhin hatte er es geschafft vier Aurorenzüge in Grund und Boden zu stampfen.
Das Kämpfen lag ihm halt einfach im Blut... so war er schon immer gewesen.
,Reiß dich zusammen Mädel... solche Gedanken sind der erste Schritt zur Niederlage', rief sie sich selbst zur Ordnung.
Dennoch, ganz konnte sie ihre Bedenken nicht abschütteln.
Neville dagegen wirkte voll und ganz auf seine Aufgabe konzentriert. Er plagte sich sicher nicht mit zweifeln.
Wie immer, er lebte für den Augenblick.
„Meldung!", forderte er.
„Alles klärchen bei mir. Hab ihn noch nicht gefunden.", meldete sich Michael Corner auch prompt zu Wort. Auch die anderen gaben an, Harry noch nicht gefunden zu haben.
„Und was, wenn er schneller ist als ich dachte...", murmelte Hermine halb laut.
„Mach dir deswegen keinen Kopf. Wir spüren ihn schon auf."
Sie blickte zweifelnd zu ihrem Kameraden hinüber, doch sein Gesicht zeigte nicht den Hauch eines Zweifels...
Sam blickte zu der verschlossenen Tür, hinter welcher Carter und Emily redeten.
Sie hatte beschlossen die beiden lieber alleine zu lassen.
Zu genau erinnerte sie sich, wie es für Emily gewesen war, als sie die Meldung vom Tod ihres Bruders erhalten hatte.
Das sein Vorgesetzter nun Lebendig wieder aufgetaucht war, hatte all diese Wunden wieder aufgerissen.
„Alles okay Sam?", fragte Remus fürsorglich und stellte eine Tasse mit starken schwarzen Tee vor ihr ab.
„Ich... ja... Denke schon."
„Oha, du denkst schon?", fragte Remus nach und hob dezent eine Augenbraue.
Sam schreckte mehr oder weniger aus ihren Gedanken hoch und sah auf.
Sie kannte diesen Ton nur zu gut, immerhin war Remus so etwas wie eine Vaterfigur für sie gewesen. Um genauer zu sein war er immer der ernste Teil ihrer Vaterfigur. Sirius war der spaßige gewesen.
Allerdings kannte sie diesen Tonfall.
Remus war es aufgefallen, das sie etwas beschäftigte.
„Dir kann ich gar nichts vormachen oder?"
Der Werwolf grinste.
„Keine Chance."
Sam seufzte bei dieser Antwort.
„Nein... du hast recht. Eigentlich ist bei mir nichts in Ordnung..."
„Wegen Carter und Emily?"
„Auch.. aber das ist es nicht... zumindest nicht der Hauptteil von dem was mich beschäftigt..."
Remus sah die Jüngere intensiv an... doch er machte seinen Ruf als hochintelligenten Menschen alle Ehre.
„Hat Hermine dir alles über deinen Vater erzählt?"
Sam schreckte regelrecht hoch.
„Wie... ich meine... woher...?"
„Nun ja, du siehst genau so aus wie deine Mutter als ich sie kennen gelernt habe.", erklärte er lächelnd. „Zu der Zeit hatte sie gerade herausgefunden das sie durch einen Eid an Harry gebunden war. Sie war genau so in sich zerrissen wie du es jetzt bist. Allerdings war sie auch stinksauer. Auf Harry und auf Dumbledore wohlgemerkt."
Remus lächelte bei der Erinnerung.
„Sirius und ich haben sie damals in der Hogwartsbibliothek aufgesucht. Und er hat in seiner für ihn typischen Art nach dem Grund für ihre schlechte Laune nachgebohrt."
Auch Sam musste sich ein leichtes grinsen gestatten.
Sie kannte Sirius gut genug um zu wissen, was Remus mit der typischen Art meinte.
Schonungslos direkt und unverschämt charmant... tja, so war Sirius halt.
„Ich... es ist schwer zu akzeptieren wer er war... außerdem ist er jetzt ja auch noch verschwunden... und ich... ich weiß einfach nicht mehr was ich fühlen soll! Es ist so viel auf einmal. Und dann Carter... dieser... na ja. Der Kerl regt mich einfach auf!"
„Und warum?", hakte Remus nach.
„Er hasst uns Zauberer... ohne Grund! Außerdem.... arrrgh der bringt mich einfach auf die Palme!"
„Also ich mag ihn.", erwiderte Remus und nahm einen Schluck aus seiner Tasse.
Sam sah irritiert auf.
„Wir beide haben viel gemeinsam. Veteranen, in unserer Welt nicht mehr wirklich willkommen. Ja doch. Ich glaube ich verstehe ihn ein wenig."
„Wie meinst du das?"
„Nun ja Sam... er hat sich ein komplettes Magisches Nervensystem implantieren lassen. In gewisser Weise ist er kein Muggel mehr. Aber auch kein Zauberer wird ihn akzeptieren. Es ist ähnlich wie mein Zustand als Werwolf. Denk bitte daran. Nicht jeder in unserer Welt ist so tolerant gegenüber Werwölfen wie du, Sirius oder deine Mutter."
Sam schlug die Augen nieder... das vergas sie hin und wieder.
Schließlich war sie mit Remus aufgewachsen. Sie hatte niemals Vorurteile gegenüber Werwölfen aufgebaut...
„Also... meinst du ihr beide seid Außenseiter..."
„Ja doch, mehr als andere."
Sams ah fragend auf während Remus sich lächelnd noch einen Tee einschenkte.
„In gewisser Weise ist jeder Kriegsveteran ein Außenseiter. Sieh Carter in die Augen. Er ist ein Veteran, jemand der schreckliches erlebt hat. Das kann man nur verstehen wenn man selbst einmal an einem Krieg teilgenommen hat. Dazu sein Status als künstlicher Magier und meinen als Werwolf... das entfernt uns von alles und jedem so weit es nur geht. Ich kann verstehen, das er verbittert ist. Ich habe Sirius, deine Mutter, den Phönixorden, die Schwarzkutten und viele andere alte Kameraden, die mich so nehmen wie ich bin. Carters Kameraden sind alle Tod. Er ist der letzte seiner Kompanie. Er hat niemanden mehr der die Schrecken des Krieges mit ihm geteilt hat. Er ist ein Fremder in einer Fremden Welt."
Sam wusste nicht mehr was sie denken sollte... von der Warte aus hatte sie es nicht betrachtet, doch Remus hatte mit allem vollkommen recht.
Carter musste der einsamste Mensch der Welt sein...
Remus sah zur Tür.
„Für die beiden wird es nicht leicht sein alles wieder aufzuarbeiten. Wenn du einen Rat willst, dann sein einfach für Emily da. Wenn Carter das sieht, vielleicht taut er ja ein wenig mehr auf. Immerhin ist Emily als Schwester eines seiner Kameraden diejenige, welche einem vertrauten Menschen für ihm am nächsten kommt."
„Du hast Recht Remus... wie immer."
Der Werwolf grinste.
„Tja, manchmal glaube ich es ist meine Lebensaufgabe auf alle mit den Namen Potter oder Black aufzupassen."
Samantha lachte über diese Worte.
Immerhin hatte sie genug Geschichten über Sirius' und James Potters Eskapaden gehört... außerdem war sie selbst ja auch nicht ohne gewesen...
„Auf Neun Uhr! Nähert sich schnell! Corner fang ihn ab!", bellte die Stimme von Tonks.
„Verstanden! Kontakt!", erwiderte der Auror.
Dann folgte kurze stille.
„Ziel schwenkt auf zwölf Uhr. Hält nun Richtung Nordwest von meinen Koordinaten!"
„Die Richtung ist Okay! Seht zu das er nicht wieder umschwenkt!", sprach Neville in sein Mikro.
Hermine sah und hörte der Treibjagd zu... konnte sich allerdings auf die Richtungsangaben und Taktischen Codes nicht wirklich viel herleiten. Sie hatte schon vor gut einer halben Stunde den Überblick verloren.
„Hermine... halt dich bereit. Harry hält genau auf uns zu.", erklärte der Auror angespannt und spähte über seine Deckung Richtung Süden.
Unbewusst atmete Hermine aus...
Gut. Es wurde also wieder ernst.
„Der Korridor steht. Zielobjekt bewegt sich mit enormer Geschwindigkeit!", meldete Flittwick.
„Geschätzte Zeit bis zum Kontakt dreißig Sekunden!", bestätigte die Stimme von Susan Bones.
Hermine konnte erkennen wie Neville anfing seine Muskeln zu spannen... er war angespannt wie eine Stahlfeder, jederzeit bereit hervorzuschnellen.
Auch Hermine sammelte sich... sie musste den bereit sein Harry außer Gefecht zu setzen.
„Sollte ich im Weg stehen.. nimm keine Rücksicht hörst du?", flüsterte Neville eindringlich.
Hermine stieß ihren Atem aus.
„Verstanden..."
Sie kannte Neville gut genug... er war einer der wenigen Menschen, welche diese Art von Fesselzauber ohne schaden zu nehmen überstehen konnten.
„"Achtung... da kommt er...", flüsterte Neville.
Hermines Herz raste als wolle es ihr aus der Brust entfliehen. Das Adrenalin machte ihre Knie weich... dieses seltsam vertraute Gefühl das sie so lange vermisst und gefürchtet hatte...
Neville sprang hinter seiner Deckung hervor und jagte einen Kraftstoß los.
Hermine dagegen pirschte sich an die Mauer heran, die ihr Freund als Deckung genutzt hatte.
Vorsichtig spähte sie hinüber und erkannte das der Kampf wieder in vollem Gange war.
Neville benutzte jetzt ebenfalls diesen Blitzschritt... er verschwand und tauchte anderswo auf. Flüche blitzten hin und her... es war unmöglich zu erkennen, wer was tat. Sie waren einfach zu schnell.
Erinnerungen überfielen Hermine wie ein Hammerschlag.
Deutlich sah sie eine ähnliche Szenerie vor sich... Harry und Voldemort. Zwei sich bekämpfende Schemen von unnatürlicher Geschwindigkeit...
Neville schlitterte Rückwärts über die Wiese und hinterließ dabei eine tiefe Furche im Acker... doch deutliche erkannte Hermine das Kampflustige grinsen ihres alten Freundes.
Harry nutzte wieder den Blitzschritt um an Neville heranzukommen.
„Jetzt!", bellte der Auror.
Harry erschien einen Schritt vor Neville und Hermine schnellte nach oben.
„Stasis!", bellte sie befehlend, alle ihre Konzentration in den Komplizierten Fesselzauber gelegt.
Harry's Gesicht drehte sich zu ihr und ihre Konzentration geriet ins Wanken... nur eine Millisekunde... eine Millisekunde zuviel...
Harry verschwand wieder...
NEIN!
Dieses vertraute Gesicht erschien kurz vor ihr... so nah... so verdammt nah!
Hermines Augen weiteten sich vor entsetzen als sie die Spitze eines fremden Zauberstabs erkannte... die Energie spürte, welche für einen fatalen Fluch gesammelt wurde.
Dann... veränderte sich etwas.
Die rot glühenden Augen flackerten... Der Fluss der Energie geriet ins stocken und eine Regung zeigte sich auf dem kalten Gesicht.
Dann verhärteten sich die Züge des schwarzen Prinzen wieder und er fuhr herum.
Neville war einen Schritt vor Harry aufgetaucht. Seine Rechte schnellte vor.
Hermine konnte alles sehen. Ihre Wahrnehmung hatte sich enorm erweitert.
Sie erkannte wie Harry den Blitzschritt benutzte...
Neville schien regelrecht erstarrt zu sein während Harry einfach drei Schritte um seinen Kontrahenten herum machte und den Stab auf seinen Rücken richtete...
Die Zeit glitt wieder in die Richtigen Bahnen.
Sie erkannte Harry's irres Grinsen als er seinen Alten Freund einen Fluch in den Rücken Jagen wollte.
Doch zu ihrer Irritation grinste Neville ebenfalls.
„Erwischt!", bellte der Auror.
Dann gab es eine mächtige Detonation in Nevilles Rücken.
Erst jetzt realisierte Hermine, das seine rechte Hand leer war. Er hielt seinen Stab in der Linken, welche er nach hinten gestreckt hatte.
Harry war ihm in die Falle gegangen!
Der massive Stoßfluch erwischte den schwarzen Prinzen frontal.
Hermine konnte erkennen, wie er Horizontal nach hinten geschleudert wurde.
Nach sieben Metern etwa bekam seine Schulter Kontakt mit dem Erdboden und er überschlug sich mehrfach, ehe er reglos liegen blieb.
„Hermine! Der Zauber!", bellte Neville.
Das riss die Hexe aus ihren Schockzustand.
„Sofort!"
Sie eilte auf den Reglosen Harry zu und sammelte ihre Konzentration.
„Stasis!"
Blaue Flammenartige Stränge Arkaner Energie schnürten Harry ein.
Diesen Fesselzauber hatte sie auf der Grundlage ihres Permanenten Schildes entwickelt... der einzige Schild den Harry nie hatte brechen können.
Schnell überprüfte sie ob der Zauber wirkte wie gewünscht und sackte dann in die Knie.
Neville tauchte neben ihr auf und legte ihr eine Hand auf die Schulter.
„Keine Sorge... er kann so einen Stoßfluch verpacken.", meinte er beruhigend.
„Neville... ich... ich glaube er hat mich erkannt...", flüsterte Hermine welche die Erkenntnis nun endlich realisiert hatte.
„Ja, das glaube ich auch. Er hat gezögert. Das hat dir das Leben gerettet.", stimmte der Auror zu.
Dann klappte er zusammen.
„Neville?!?"
Hermine beugte sich zu ihrem Freund runter und erkannte erst jetzt wie mitgenommen er war.
„Hallo? Meldung bitte! Hermine? Neville? Seid ihr Tod?", fragte Tonks stimme.
Erst jetzt wurde Hermine sich wieder des Sprechgeräts in ihrem Ohr Bewusst.
Sie schaltete den Kanal Frei.
„Hallo? Kommt alle her... wir haben ihn. Und Neville geht es schlecht! Ich brauche Hilfe!"
„Wir sind in einer Sekunde da Hermine!", erwiderte die Stimme von Flittwick.
Währenddessen wanderte Hermines Blick zu Harry's reglosen Körper.
Sie hatten es geschafft...
Merlin sei Dank!
Bis zum Nächsten mal
Gruß
Dat Z.
