- The white Princess -


Disclaimer: Ansage an alle, die Figuren des HP Universums gehören nicht mir sondern der Rowling. Mir gehören Derek, Sam und Carter. Hah! wenigstens etwas! Hmmm ich hab n' Deja vu. Ich glaube sowas hab ich schon mal geschrieben (nichtsicherist)

Juhu :) Es geht weidda!

Danke für eure Revies und nüüüü

Viel Spaß!


11. The Awakening


Es erfüllte Hermine mit Unbehagen, Harry so zu sehen.

Ja, es stimmte... er war wieder da... oder besser etwas war wieder da. Etwas vom Alten Harry. Dennoch, die Instinkte des Vampirs überlagerten seine Persönlichkeit noch.

Sie hatte es immer und immer wieder untersucht in all den Jahren... er war wirklich nur noch eine leere Hülle gewesen.

Doch jetzt...

Sie spürte die Ergebnisse, sie spürte es deutlich.

Ein wenig von Harry war in die Hülle zurückgekehrt. Doch wie war das möglich?

Wo war es her gekommen?

Fragen, noch mehr Fragen...

Keine antworten.

Hermine untersuchte den Bewusstlosen erneut.

Die Wunden, welche Nevilles Kaskadenzauber geschlagen hatte, waren schon längst wieder verheilt. Das hieß seine Selbstheilung funktionierte wieder.

Sie regenerierte sich.

Seine ganzes Magisches System hatte mit dem Verlust seiner Seele den Dienst eingestellt. Doch nun fing es wieder an zu arbeiten.

Langsam, noch weit entfernt von früherer Leistungsfähigkeit, doch seine Magischen Konvexknoten, die Organe welche Magie erzeugten funktionierten wieder.

Um Kämpfen zu können war es allerdings noch zu wenig...

Hermine vermutete, das der Vampir in Harry diese Unfähigkeit mit den ihm eigenen Instinkten kompensierte... indem er Fremde Magie absaugte und speicherte.

So hatte er die Auroren bekämpfen können...

Doch weiter quälte sie die Frage, wie ein Teil von Harry's Seele zurückkehren konnte.

War er nicht... war er etwa nicht weitergegangen?

War er hier geblieben?

Diese Theorie war unreif... höchst spekulativ... wahrscheinlich von ihren Gefühlen durchsetzt...

Hermine senkte ihren Zauberstab, mit dem sie den Bewusstlosen Körper von Harry untersucht hatte.

Einmal atmete sie tief durch und schloss die Augen um einen klaren Kopf zu bekommen.

Doch es gelang ihr nicht, ihre Gefühle zu kontrollieren...

Angst, Erwartung, Freude, Ungewissheit, Furcht... all das mischte irgendwo mit.

All das schwirrte ihr durch den Kopf und wirbelte ihren Verstand durcheinander...

„Und?", fragte Neville, der sie beobachtete.

„Ich... nein. Ich kann noch nichts sagen. Es ist Kompliziert... und ich bin zu abgelenkt...", erwiderte sie mit einem zaghaften Flüstern.

„Verständlich. Lass dir Zeit. Vielleicht sollten wir erst einmal Schluss machen damit du alles verarbeiten kannst..."

„Ja... ich denke du hast recht. Doch was machen wir mit..."

„Mach dir um Harry keine Sorgen. Er hat keinen Zauberstab. Die Zelle hier wurde mal geschaffen für den Fall das es gelingt Voldemort fest zu nehmen. Dumbledore selbst hat sie erschaffen. Außerdem scheint Harry noch nicht auf der höhe zu sein. Ich denke das er hier sicher ist. Zur Not haben wir auch Schlafgas da. Damit können wir einen Drachen ins Land der Träume schicken. Du siehst, wir können ihn handhaben."

Hermine war davon überzeugt, das Neville das ernst meinte.

Ihr alter Freund hatte recht.

Wahrscheinlich wäre es das beste, sich erst mal auszuruhen und die Gefühle und Gedanken neu zu sortieren...

Vielleicht... vielleicht könnte Sam ja auch helfen.

Gott... das würde ein Schock für ihre Tochter werden...

„Nun gut... ich denke das ist das beste...

Hermine steckte ihren Zauberstab weg und betrachtete ein weiteres mal den Mann den sie liebte... das was aus ihm geworden war.

Und zum ersten mal seid Jahren hatte sie Hoffnung... Hoffnung, das er wieder für sie da sein würde.

Es fiel ihr schwer, ihm den Rücken zu zudrehen, doch sie überwand sich und verließ die Zelle.

Derek Fischer und Tonks erwarteten sie bereits und versiegelten die Tür.

„Keine Bange Hermine. Wir passen auf ihn auf.", erklärte die Metamorphmagierin und zauberte ein aufmunterndes lächeln in ihr Gesicht.

„Danke..."

Das war alles, was Hermine hervorbrachte.

Sie war einfach zu durcheinander.

Neville führte sie durch die Engen Gänge.

Diese Besondere Zelle in welche man Harry verfrachtet hatte lag tief in der Mysteriumsabteilung. Hier unten kannte sie sich nicht aus und hätte sich sicherlich hoffnungslos verlaufen.

Doch ihr Freund kannte den Weg.

Neville brachte Hermine sogar noch nach Hause, ehe er wieder nach Hogwarts wollte.

Immerhin hatte er ja sein Lehrjahr.

„Kopf hoch süße, der Kerl scheint ja wieder zu werden.", meinte der Auror und lächelte.

Hermine konnte es ein wenig erwidern.

„Ja... das hoffe ich auch..."

„Du weißt, wenn du was brauchst sind Ginny und ich für dich da. Und was Sam betrifft..."

„Um Sam mach dir noch keine Gedanken... ich rede mit ihr. Vielleicht... Vielleicht kann sie mir ja helfen ihn wieder hinzubekommen..."

„Vielleicht. Mann... wenn Harry wieder der alte wäre... das wäre grandios.", meinte Neville breit grinsend.

Hermine konnte nichts sagen... zu schwer wog die Hoffnung. Und zu groß war die Angst, das diese Hoffnung sich nicht erfüllen würde...


Neville sah Hermine nach, als sie in den Tunnel verschwand, welcher zur Apparierzone des Ministeriums führte.

Es war noch ein Überbleibsel aus dem Krieg. Ein Tunnel von zweihundert Meter Länge, welcher von den Auroren schnell Zerstört werden konnte. Der einzige andere Bereich, mit dem man in das Ministerium apparieren konnte, lag in der Aurorenzentrale. Doch wer es versuchte ohne die entsprechenden Zauberformeln zu kennen, würde eine Böse Überraschung erleben...

Der Auror wandte sich um und schritt Richtung Mysteriumsabteilung.

Eigentlich hatte er sein Lehrjahr... wie kam es eigentlich, das er mehr Zeit im Ministerium verbrachte als in der Schule?

Schulterzuckend tat er den Gedanken ab.

Zielsicher bewegte er sich durch die verzweigten Gänge zu der Hochsicherheitszelle, in der Harry noch immer Friedlich schlummerte.

Er wollte noch einmal einen Blick auf seinen alten Freund werfen... außerdem meldete sich sein innerer Alarm. Und das war schlecht.

Ganz ehrlich, er hatte ein extrem mieses Gefühl, und das obwohl Harry mit genug Beruhigungsmittel vollgepumpt worden war, um einen Norwegischen Stachelbuckel außer Gefecht zu setzen.

Fischer und Tonks lehnten noch immer lässig an der Wand.

„Wie schaut es aus?", fragte Neville.

Fischer sah auf und wirkte genervt.

„Unser Prinz schläft den Schlaf der gerechten. Noch hat keine Prinzessin ihn wachgeküsst. Mal ehrlich, was soll aufregendes passieren in den zehn Minuten in denen du weg warst?"

Neville grinste.

Derek war mies gelaunt, weil Harry es sogar geschafft hatte, ihn in seinem abwesenden Zustand den Hintern aufzureißen.

Das ging wirklich gegen seinen Stolz.

„Immer Ruhig mein Alter... ich möchte nur noch einmal nach sehen. Ganz ehrlich, ich habe ein schlechtes Gefühl. Irgendwie war es zu leicht mit ihm fertig zu werden..."

Tonks sah ihn verwundert an.

„Leicht? Echt mal du hast echt n' Knall! Außerdem haben wir seinen Stab konfisziert und ihn unter Beruhigungsmittel gesetzt. Der wacht vor Morgen nicht mehr auf."

„Ja, weiß ich doch... aber trotzdem, lasst mich noch mal rein. Für meine Nerven."

„Na gut Neville... weil du es bist.", meinte Fischer.

Er und Tonks lösten gemeinsam das Siegel auf der Tür.

„Danke Leute.", meinte der Auror grinsend und öffnete die Zelle... nur um gleich darauf erschrocken inne zu halten.

„Scheisse... er ist wach!", rief Neville aus.

Fischer und Tonks keuchten auf und erschienen sofort hinter ihm.

Die Szenerie wirkte recht bizarr.

Harry hatte es geschafft, die Fesseln zu lösen welche ihn auf der Liege fixiert hatten...

Jetzt kniete er vor einem Kreis voller mystischer Symbole, die er mit seinem eigenen Blut geschrieben zu haben schien.

Er sah auf und seine Augen glühten in einem satten Blutrot, ein diabolisches grinsen Verzerrte seine Züge.

Dann fasste er mit beiden Händen den Blutkreis an, welcher zu glühen begann...

Neville wusste gar nicht wie ihm geschah.

Die Wände des Gefängnisses verformten sich...

Dann spürte er einige harte Schläge an verschiedenen Stellen seines Körpers und verlor fast die Besinnung.

Dann war es vorbei.

Dunkle Punkte tanzten vor Nevilles Augen, als er hart am Kragen gepackt und hochgehoben wurde.

Er blickte in diese glühenden Augen...

„Ja... das ist es...", flüsterte der schwarze Prinz.

„Harry... was zum...", brachte Neville hervor, als er einen stechenden schmerz hinter seiner Stirn spürte.

Es war als würde man ihm eine Glühende Stahlniete mit einem Vorschlaghammer in den Kopf rammen.

Er wusste nicht wie lange dieser Schmerz anhielt... Millisekunden, Sekunden, Minuten, Stunden... es war fast wie bei einem Crucio.

Neville verlor kurz das Bewusstsein, nur für einen Augenblick.

Dann bemerkte er, das er wieder am Boden lag...

Sein Blick war verschwommen, dennoch bemerkte er, das Harry Tonks geschnappt hatte und sie musterte.

Dann schnaubte er und ließ die Besinnungslose achtlos zu Boden fallen. Schließlich packte er Fischer am Kragen und zog ihn hoch.

„Lass... mich... los du... Schwachmat...!", knurrte der Große Mann und wehrte sich schwach, doch Harry scherte sich nicht darum.

Er Packte den Kopf des Auroren, der vor Schmerz aufstöhnte und die Zähne fletschte, ehe er Bewusstlos zusammensackte.

Harry lies den Deutschen los und packte mit beiden Händen seinen Kopf, als ob er Schmerzen hätte. Dabei wankte er bedächtig.

Neville erspähte seinen Zauberstab und riss sich zusammen.

Die Hämmernden Kopfschmerzen und seine Schwäche ignorierend robbte er auf die Waffe zu.

Doch er kam zu spät.

Harry hatte sich scheinbar wieder gefangen und hob den Stab auf, ehe Neville ihn erreichen konnte.

,Scheisse... jetzt sind wir am Arsch...', dachte der Auror und blickte zu Harry hoch.

sofort bemerkte er, dass sich etwas geändert hatte.

Dieser Blick... das war nicht mehr der Blick eines Instinktgeleiteten Tieres. Es war ein Hochmütiger und, nun ja, ein wenig skeptischer Blick.

Dennoch... es war Harry Blick! Das bedeutete, irgendetwas war geschehen...

„Neville?"

„Harry?"

Harry taumelte einen Schritt zurück.

„Was geht hier vor? Ich verlange eine Erklärung!", bellte er Autoritär.

„Hah! Du bist gut! Die hätte ich auch gern!", erwiderte Neville und brachte sogar ein schiefes grinsen zustande.

Harry atmete einmal tief durch und hatte sich sofort wieder im Griff.

Dieses verschlossene Gesicht... Neville hätte nicht geglaubt es noch mal zu sehen.

„Warum siehst du so alt aus? Was ist passiert?"

Neville rappelte sich in eine sitzende Position auf.

„Also, erst mal von wegen Alt aussehen. Schau erst mal in den Spiegel ehe du so was anderen Leuten an den Kopf wirfst. Und zum zweiten... na ja, lange Geschichte. Was ist das letzte woran du dich erinnerst?"

Der schwarze Prinz atmete einmal tief durch.

„Das letzte woran ich mich erinnere...? Unterricht in Verwandlungen. Thema Fortgeschrittene Transfiguration. Beschwörungen mit Zeitversetzten Entwicklungsstadien. Du hattest deine Hausarbeiten unvollständig... deinem verwirrten Gesicht entnehme ich, das du dich an diese Unterrichtseinheit nicht entsinnen kannst."

„Ähhh, da könntest du recht haben."

Harry seufzte abgrundtief und versuchte einen anderen Ansatz.

„Direktive Sieben. Wir hatten uns darüber unterhalten, Todesser des inneren Kreises gezielt auszuschalten."

„Ah, ja, dass weiß ich noch... also, das ist das letzte woran du dich erinnerst?"

„Nein, das letzte war die besagte Unterrichtseinheit. Das Gespräch war zwei Tage zuvor."

Neville verzog leicht das Gesicht.

Ja. Es war genau wie früher. Schon damals war er sich immer ein wenig dumm vorgekommen, wenn er mit Harry sprach.

Was auch immer mit dem Prinzen während des Duells in Voldemorts Herrenhaus passiert sein mag, sein Charakter war wieder genau der selbe wie zuvor.

Irgendwie war das beruhigend... andererseits machte es Neville unruhig, das nicht mal der schwarze Prinz selbst zu wissen schien, was vorging.

Neville bemerkte, das Harry ihn erwartungsvoll musterte.

„Tja... wo soll ich beginnen? Und vor allem wie?"

„Gib mir einfach den aktuellen Stand ohne jedwede Beschönigung!", forderte der schwarze Prinz.

Neville grinste breit.

„Na gut, du hast es so gewollt!", meinte er mit diebischer Vorfreude.

„Sie Mr. Potter sind verheiratet, Vater einer überintelligenten Tochter, Bezwinger Voldemorts, Begründer der modernen Zauberertechnologie und außerdem aus einem Siebzehn Jahre währenden Wachkoma erwacht!"

Harrys Gesicht war vollkommen Ausdruckslos.

Nun ja, bei ihm musste man da ja andere Maßstäbe ansetzen. Es war nicht wie sonst gefasst Ausdruckslos, sondern eher fassungslos ausdruckslos.

Ja, ausdruckslose Gesichter konnten ziemlich ausdrucksstark sein... zumindest bei dem da!

„Siebzehn Jahre...?"

„Japp."

„...verheiratet...?"

„Roger."

„...T...Tochter?"

„Riiiichtig!"

Harry fasste sich an den Kopf und schwankte ein wenig. Dan lehnte er sich mit den Rücken an eine Mauer und glitt daran hinab in eine sitzende Position.

Neville rappelte sich auf und setzte sich neben seinen Freund.

„...Siebzehn Jahre...", murmelte Harry... ja, man konnte sagen das ein klitzekleines bisschen Fassungslosigkeit mitschwang.

„Ich habe also den letzten Splitter nicht gefunden.", stellte er nüchtern fest. Der kurze Gefühlsausbruch war vorbei.

Irgendwie beruhigte es Neville ein wenig.

„Nein, du konntest ihn nicht zerstören. Aber frag mich bloß nicht warum."

„Ich denke Hermine wird mir das beantworten können..."

Der schwarze Prinz wirkte nachdenklich.

„Neville?"

„Japp?"

„Bitte erzähle mir ein wenig von ihnen... von Hermine und..."

„Samantha. Den Namen hast übrigens du dir ausgesucht."

Der Auror bildete sich ein, ein kurzes Lächeln in Harrys ansonsten Regloser Mine aufblitzen zu sehen.

„Natürlich. Nach der Samantha aus dem Märchen vom Zaudernden Kobold... eine Tochter würde ich so nennen...", murmelte er.

Dann fixierte er Neville und hob erwartungsvoll eine Braue.

Definitiv Original patentierte minimal Gesichtsgestik™, Marke schwarzer Prinz.

Neville konnte nicht anders als bei dem Gedanken breit zu grinsen.

„Es ist gut das du wieder da bist. Also schön, ich gebe dir eine Zusammenfassung."

Der Auror ließ seine Nackenknochen knacken. Eine Angewohnheit die er sich in all den Jahren nie hatte Abgewöhnen können.

„Hermine geht es insgesamt prächtig. Na ja, du hast ihr ein paar Sorgen bereitet in letzter Zeit, aber das können wir später klären. Fakt ist, das sie ein Millionen Galleonen Unternehmen leitet das auf deinen Forschungen basiert."

Harry nickte versonnen.

„Der Magische Aplikations Computer... mein Vermächtnis."

„Japp, ein erfolgreiches Modell. Sie hat dich jeden zweiten Tag im Mungos besucht und nie auch nur einen anderen Mann angeschaut. Und deine Tochter ist echt nicht weit vom Stamm gefallen."

Harry sah seinen Freund an.

„Wie meinst du das?"

„Nun ja, sie ist die Jüngste Gewinnerin des Arithmantik Merlinpreises. Außerdem zeigt sie extremes Geschick in jedem Magischen Fach. Auch im duellieren. Glaub mir du kannst stolz auf die kleine Sam sein."

Harry wirkte ein wenig in seinen Gedanken verloren...

„Angst?", fragte Neville gerade heraus.

„Unbehagen. Unsicherheit. Wie soll ich meiner Tochter begegnen? Wie wird sie mir begegnen? Ich hätte nie geglaubt..."

„Einmal ein Kind zu haben, schon klar.", unterbrach Neville.

Harry hob dezent eine Augenbraue.

„Seh schon, es klingelt nicht mehr. Wir hatten mal ein Ähnliches Gespräch, kurz vor deiner Hochzeit."

Harry erwiderte nichts. Er wirkte einfach nur in Gedanken versunken.

„Nutzt nix, also Attacke.", meinte Neville und raffte sich hoch.

„Erst mal sollten wir die beiden Versorgen, dann Besuchen wir Hermine. Anschließend deine Tochter."

Neville hob den Arm und aktivierte die Kommunikationsebene seines MaC.

„Zentrale? Hört mich einer das oben?"

Das Bild von Illena Flittwicks Gesicht erschien in der Luft.

„Ja Nev? Gibt's Probleme?"

„Geht so. Schickt bitte einen Heiler der sich um Tonks und Fischer kümmert. Keine Bange, beide sind nur Bewusstlos."

„Heiler ist auf dem Weg. Was ist passiert?"

„Unser Hochsicherheitsrisiko ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Aber keine Bange, alles ist unter Kontrolle. Er ist wieder einigermaßen bei sich."

„Was? Harry ist wieder wach und bei Verstand?"

Der schwarze Prinz runzelte missbilligend die Stirn.

„Ist irgendetwas durch mich geschehen?"

Neville drehte sich um und grinste.

„Nur ein kleiner Amoklauf, nichts ernstes.", meinte er scherzend und wandte sich wieder Flittwick zu.

„Ja es stimmt. Harry ist wach und bei Verstand. Ein paar größere Gedächtnislücken gilt es noch zu füllen, doch insgesamt ist sein Zustand gut. Ich warte auf den Heiler, dann gehen wir beide zu Hermine."

„Warte Nev! Ich bin sicher Pepples will ihn..."

„Pepples kann warten. Ich bin mir sicher, das er die Situation versteht.", unterbrach Neville.

Flittwick wirkte nachdenklich.

„Na gut, aber du bleibst bei ihm bis der Chef sich selbst ein Bild gemacht hat."

„Ja Boss.", schnurrte Neville grinsend.

„Benimm dich oder ich verpetz dich bei Ginny!"

Neville lachte, verabschiedete sich und wandte sich Harry zu.

„Du hast es gehört, benimm dich oder mein Chef wird sauer."

„Werd mir Mühe geben.", erwiderte der schwarze Prinz in einem für ihn typisch emotionslosen Ton.

„Japp, genau das habe ich befürchtet...", meinte Neville grinsend...


Sam wusste nicht genau, worüber Emily mit Carter gesprochen hatte, doch sie erkannte sofort, das es ihre Freundin sehr mitgenommen hatte.

Doch auch Carter wirkte nicht wie sonst... nein. Er wirkte verletzlich und schwach.

Remus ging zu dem Mann hinüber und nickte ihm zu.

Sam verstand nicht, was genau zwischen den beiden vorging, doch Carter straffte sich nach der Geste des Werwolfs und hatte sich wieder im Griff.

Vielleicht war es so eine Veteranenkiste, das Verständnis unter Soldaten welches Remus ihr gegenüber angedeutet hatte.

Sie hatte ja in den Erinnerungen ihrer Mutter einiges von dem Schrecken gesehen, den ein Krieg mit sich brachte. Dennoch war es ein Unterschied es nur zu sehen oder wirklich zu erleben...

„Ich denke für heute lassen wir es erst mal gut sein Leutnant.", meinte Remus.

Der angesprochene salutierte knapp und nickte dem Werwolf respektvoll zu.

„Hat mich gefreut Mister Lupin. Sie haben mir viel zum nachdenken mit auf dem Weg gegeben."

Remus lächelte leicht und erwiderte die militärische Geste, wobei Sam spontan auffiel, das dieses Gehabe nicht aufgesetzt wirkte.

„Remus reicht mir vollkommen. Und wir sehen uns demnächst wieder.", erklärte er.

„Darauf freue ich mich.", erwiderte der Soldat und wandte sich dann an Emily.

„Bitte pass gut auf dich auf. Es werden sicher schreckliche Dinge geschehen.", erklärte er.

Emily straffte sich.

„Keine Sorge... ich kann mir selbst helfen.", erklärte sie mit neuer Entschlossenheit.

Carter lächelte.

„Du bist ihm sehr ähnlich.", stellte der Soldat fest. Dann wirkte er kurz nachdenklich.

„Er hat immer an dich gedacht. Er hat dich sehr geliebt und gehofft, das du deinen Weg machen wirst."

Nach diesen Worten drehte er sich um und verließ den Raum.

Sam fand das sehr Rücksichtsvoll.

Emily würde nicht wollen, das er ihre Tränen sah, die nun ungehindert aus ihren Augen liefen.

Sie nickte Remus zu, der ihre unausgesprochene Aufforderung sich kurz um ihre beste Freundin zu kümmern verstand und folgte dem Soldaten aus der Tür.

„Leutnant... finden sie ihr Zimmer?", fragte sie zurückhaltend.

Dieser sah sie skeptisch an.

„Ich bin mir nicht wirklich sicher.", erwiderte er völlig untypisch.

Sam hatte eigentlich damit gerechnet, das er Hilfe ablehnen würde.

Vielleicht... hatte sie ihn ja völlig falsch eingeschätzt.

„Nun dann, ich bringe sie hin.", erklärte Sam und ging vor.

Carter folgte ihr auf dem Fuß.

„Worüber habt ihr gesprochen?", fragte Samantha vorsichtig.

„Darüber wie Leo starb.", erwiderte er knapp.

Leonardos Tod hatte Emily erschüttert. Er war zwar zwei Jahre älter als sie selbst, dennoch hatten die beiden sich sehr nah gestanden...

Sam schwieg betreten, aber eigentlich hätte sie es sich ja denken können.

„Er... war ein guter Soldat. Ein guter Kamerad. an sich selbst dachte er stets zuletzt...", erklärte Carter unaufgefordert weiter.

Sam sah den Leutnant verwundert an.

„Aber gegen Zauberer hatten wir keine Chance..."

Sams Augen weiteten sich entsetzt.

Neues Verständnis für diesen Mann keimte in ihr... das... erklärte einiges...


Joa, das wars erstmal.

Bis zum nächsten Kap!

Gruß

Dat Z.