-The white Princess-


Disclaimer: Siehe Kapp eins bis elf ;)

So was lange währt^^ Ich bin leider sehr beschäftigt daher die verspätung, Sorry an alle! Danke auch für die Reviews und anderen Kommentare!

Crossfire folgt bald!

Viel Spaß!


12. Kriegswunden

Hermine atmete tief durch.

Das Bad wirkte entspannend... das hatte sie dringend nötig gehabt.

Noch immer kreiselten ihre Gedanken wie wild umher.

Aber es war nicht nur Harrys Zustand, der ihren Geist beschäftigt hielt.

Nein es war auch die Frage, wie sie es Samantha am besten erklärte.

Ihre Tochter hatte ein Recht darauf zu erfahren, was geschehen war. Außerdem war sie natürlich genial. Zusammen mit ihrer Tochter hatte Hermine schon viele Dinge gelöst, die sie alleine nie bewältigt hätte.

Die beiden ergänzten sich sehr gut in ihrer Denkweise.

Hermine selbst war und blieb immer eher die Theoretikerin, während Samantha vor allen Dingen Wert auf Praktische Umsetzungen legte.

Dabei gaben sie sich gegenseitig Denkanstöße und Perspektiven, die sie alleine niemals bekommen hätten.

Vielleicht könnte sie mit Sams Hilfe herausfinden, was mit Harry passierte...

Vielleicht könnten sie ihm helfen... seinen geist zurückbringen.

Das Problem war nur, das Hermine ihrer Tochter in diesem Fall an Nekromantischen Wissen teilhaben lassen musste.

Aus eigener Erfahrung wusste sie, wie das die eigene Entwicklung beeinträchtigte.

Hatte man erst einmal Kenntnis von diesem Pfad, dann gab es keinen Weg mehr zurück. Samantha würde werden wie Harry und sie selbst... immerhin trug sie das gleiche Erbe in sich...

Hermine seufzte und Konzentrierte sich kurz auf das angenehm heiße Wasser welches ihren Körper umspülte, ehe ihre Gedanken wieder abdrifteten.

Vielleicht war es Schicksal.

Vielleicht war es von vornherein einfach unvermeidlich gewesen, das es einmal soweit kommt...

Samantha würde sich früher oder später mit dem vollen Umfang ihres Erbes auseinandersetzen müssen. Hatte sie als Mutter das Recht ihre Tochter so lange es ging davor zu schützen oder eher die Pflicht, sie anzuweisen und möglichst früh damit zu konfrontieren?

Eine Zwickmühle... Gott warum konnten sie nicht einfach normale Zauberer sein?

Eine Weile ließ die Junge Frau ihre Gedanken schweifen und beendete schließlich ihr Bad.

Es hatte wirklich geholfen die Gedanken ein wenig zu klären und ein unbewusstes Lächeln legte sich auf Hermines Gesicht.

Ja doch, so einfach...

Die Grundlagen einer jeden zu lösenden Aufgabe. Aktuelle Situation analysieren, Grund und Gewünschte Situation Gegenüberstellen, Änderungen nachvollziehen. Wie die Mathematik in der Grundschule. Gegeben, Gesucht, gerechnet...

Harry hatte es früher öfter gesagt, Hermine dachte einfach zu Kompliziert!

Es war nie verkehrt sich hin und wieder auf das Grundlegende zu konzentrieren.

Wie übertrug man es also auf die aktuelle Situation?

Harry's Magie regenerierte sich und Fragmente seiner Seele waren wieder hergestellt worden, das war der aktuelle Stand der Dinge.

Bevor er entführt wurde, war es definitiv nicht so gewesen.

Einzig möglicher Schluss, die Entführer hatten etwas getan, was diesen Prozess ausgelöst hatte!

Was war das Ziel der Entführer gewesen?

Laut Carter wollten diese ein Virus aus Magie erschaffen, welches folglich auch nur Magische Wesen angreift.

Doch warum dafür einen Zauberer benutzen? Besonders, warum nicht irgendeinen Zauberer?

Das was den schwarzen Prinzen im Grunde von allen anderen Unterschied war seine Magische Kraftquelle.

Er war ähnlich wie Dumbledore und Voldemort immer mächtiger geworden indem er seine Kraft ständig weiter Komprimierte und in sich faltete. Nur so war es möglich so viel Magische Kraft aufbauen zu können ohne den eigenen Körper Kollabieren zu lassen. Es war ein unbewusster Vorgang, welcher dennoch den Aufbau des magischen Nexussystems eines Menschen völlig veränderte.

Hatte man Harry deshalb gebraucht?

Versucht ihn als Fokus zu nutzen so wie die Geräte in Carters Körper? Wenn man eine extrem Hohe Menge an Magischer Energie für den Vorgang benötigen würde, wäre so ein Vorgehen durchaus Sinnvoll.

Das würde auch erklären warum sie das Alte Riddle Anwesen genutzt hatten.

Eine derartig hohe Konzentration von Magie wäre keinem höheren Zauberer entgangen. Doch das Riddle Anwesen war so gebaut, das es selbst die Unglaubliche Kraft Voldemorts und seines Sohnes Abschirmen konnte.

Wenn man also annahm, das die Leute vom Gremium Harry mit einer gewaltigen Menge Magie versorgt hatten um sie durch sein Magisches System zu komprimieren und zu Fokussieren, dann wäre es auch denkbar, das sie die Natürliche Magische Kraftquelle des Prinzen wieder zum Funktionieren gebracht haben. Wie die Starthilfe bei einem Motor...

Das daraus Resultierende Feedback würde erklären warum das Riddle Anwesen zerstört wurde.

Außerdem...

Ja, diese Theorie war vielleicht ein wenig weit hergeholt... aber dennoch...

Als Harry Voldemort besiegte, nutzte er seine gesamte Kraft inklusive seiner Existenz um ihn zu vernichten.

Hermine erinnerte sich, das sie Harrys Geist überall um sich herum Gespürt hatte.

Der Geist war eine Form der Energie... Energie verschwand nicht, sie wurde umgewandelt.

War es möglich, das diese Energie sich im Gebäude und eventuell in allen Leuten die damals im Gebäude waren eingenistet hatte?

War es möglich, das mit dem Neustart seiner Magie diese wieder von seinem Körper angezogen wurden?

Hermine hielt inne.

Es war eine spekulative aber dennoch durchaus Plausible These...

Das würde Bedeuten Derek Fischer, Neville, Ginny und sie selbst würden noch Reste von Harrys Persönlichkeit in sich bergen.

War er vielleicht deshalb Richtung Hogwarts unterwegs gewesen?

Hermine zog sich eine Frische Geschäftsrobe an und betrat unruhig den Salon ihres Hauses.

Sie musste erst mal in Ruhe einen Tee trinken, dann würde sie Samantha über die Situation aufklären und zusammen könnten sie die These überprüfen und einen Weg suchen diese Fragmente wieder dahin zu befördern wo sie hingehörten.

Alle Unsicherheit verflog nun da Hermine eine Grundlage zum handeln besaß.

Ein heißes Bad tat manchmal wirklich gut!

„Miffi? Einen Earl Grey mit Zitrone bitte.", sprach sie zu dem leeren Raum und setzte sich an ihren Schreibtisch, wo sie sofort damit begann ihre These mit Arithmantischen Formel zu überprüfen.

Es galt zunächst festzustellen, ob ihre Überlegungen bezüglich der Energie des Geistes nicht all zu weit hergeholt waren.

Miffi erschien wenig später mit einer herrlich duftenden Tasse Tee.

„Hier bitte Hermine.", sprach das quirlige Wesen und stellte die Tasse ab.

Hermine lächelte.

„Vielen Dank.", meinte sie und wollte sich wieder an die Arbeit machen, als es an der Tür Klingelte.

„Miffi wird öffnen.", meinte die Hauselfe und Hermine nickte Dankbar.

Die Junge Frau führte die Tasse zum Mund als die Hauselfe überrascht aufschrie.

Die Tasse fiel samt Inhalt zu Boden und ihr Zauberstab lag schon Griffbereit in ihren Händen.

Was war los? Ein Angriff?

Jahrelange Routinen griffen wieder ineinander und Hermine konzentrierte ihre Magie um für einen Kampf bereit zu sein.

„Junger Master! Miffi kann es nicht glauben!", rief die Hauselfe.

Puff.

Alle Magie die Hermine aufgebaut hatte verpuffte bei dieser Aussage.

Junger Meister...?

Das konnte nicht sein!

Nein... wie... das ging nicht!

Das war unmöglich!

Noch ehe Hermine zur Eingangshalle hasten konnte, betrat Neville den Raum.

„Immer langsam.", meinte er lächelnd und fasste Hermine an beiden Schultern.

„Nev! Lass mich los! Ich weiß das du Harry mitgebracht hast!", rief Hermine und versuchte sich los zu reißen.

Doch der Griff des Auroren war unerbittlich.

„Beruhige dich erst mal. Ja, ich habe Harry mitgebracht."

„Was ist passiert? Ist er... ist er aufgewacht?"

Ihr alter Freund wirkte wirklich überrascht und wollte etwas erwidern als Harrys geschliffene Stimme ertönte.

„Wie immer hast du eine schnelle Auffassungsgabe meine Liebe. Und wahrscheinlich hast du zumindest zum Teil bereits ergründet, was mit mir passiert."

Hermine konnte es nicht fassen.

Da stand er... noch immer ein wenig Hager, gezeichnet von Jahren der Reglosigkeit.

Doch es war sein Blick, sein Gesicht voll von Leben...

„Harry...?"

Tränen kullerten Hermines Wange hinunter und Neville ließ sie los.

Hermine hechtete in seine Arme und schmiegte den Kopf an seine breiten Schultern.

Er tätschelte ihren Hinterkopf.

Und sie stellte sich vor, wie er über ihre Schulter hinweg Neville hilfesuchend ansah weil er nicht mit ihr umgehen konnte.

Ein kurzes ersticktes Lachen mischte sich in ihre Schluchzer bei der Vorstellung.

Sie hob den Kopf, packte seinen und gab ihm einen Verlangenden Kuss, den er zögerlich erwiderte.

„Gott sei Dank... du bist wieder da...", schluchzte sie und vergrub ihr Gesicht wieder an seiner Schulter.

„Sei nicht so geschockt. Ich hab dir doch erklärt das ihr verheiratet seid.", meinte Neville und Hermine konnte sein grinsen förmlich hören.

„Was... was ist los?", fragte sie wegen der Aussage.

„Tut mir leid Hermine... das wird kurz weh tun.", flüsterte Harry in ihr Ohr.

Dann spürte sie ein schmerzhaftes ziehen in ihrem Kopf...

Schwarze Flecken tanzten vor ihren Augen , doch Harry hielt sie sicher.

Es erschien ihr wie eine Ewigkeit als der Schmerz endlich nach ließ.

„Ja... ich erinnere mich...", murmelte Harry, hob ihren Kopf und gab ihr einen weiteren Kuss.

Sie wusste nicht genau was vorging, doch das war Hermine auch egal.

„Und, wie weit sind wir jetzt?", fragte Neville neugierig.

„Du schuldest mir einhundertsechsundfünfzig Galeonen, sieben Sickel und sechzehn Knuts plus siebzehn Jahre Zinsen.", erwiderte Harry trocken.

„Nix da, die hast du mir in deinem Testament erlassen.", konterte der Auror.

„Wie ungewöhnlich Großzügig von mir.", erwiderte Harry gelassen.

Ja, es war kein Traum... er war wieder da!

Das war wirklich ihr Harry, kein anderer!

Es gab kaum Worte um Hermines Glück auszudrücken.

Es war als wäre eine alte Last von ihren Schultern genommen worden... sie fühlte sich unendlich leicht.

„Es gibt viel zu erzählen nicht wahr...?", flüsterte er in ihr Ohr.

„Ohh... du hast keine Vorstellung... siebzehn Jahre... Harry ich war mehr als siebzehn Jahre lang alleine..."

Sie war so froh... und trotzdem konnte sie nicht aufhören zu weinen.

„Zu lange. Doch ab jetzt bin ich da. Und ich werde auch für Samantha da sein. Mein Gedächtnis ist noch nicht ganz vollständig. Das gilt es zu beheben... doch ich lasse dich nicht mehr alleine..."


Sam fühlte sich wirklich mehr als schlecht nach dieser ganzen Episode... besonders weil es Emily auch nicht besser ging.

Zwischen den beiden herrschte ein unangenehmes Schweigen als sie nach Hogwarts zurück kehrten.

Sie setzten sich zusammen in Sams Zimmer und schwiegen noch immer.

Schließlich war es Emily, welche die Stille brach.

„Wir haben es beide gerade nicht einfach, oder?", fragte sie leise.

Sam sah auf...

Himmel... diese Situation... das war einfach... schrecklich komisch.

Hier saßen sie beide, völlig verlegen und völlig am Boden.

Wenn es nicht so schrecklich wäre, dann würde sie lachen müssen...

„Ja... wir sind beide am Arsch..."

„Na holla, was sind denn das für Töne Genie? So was kenne ich gar nicht von dir."

„Tja, es ist wohl die bittere Wahrheit oder etwa nicht?"

Emily nickte.

„Immerhin... habe ich nun Gewissheit. Aber... da gibt es andere dinge die mir Sorgen machen."

Sam sah überrascht auf.

„Das Militär... es unterhält Einheiten, welche für die Jagd auf Magier Spezialisiert sind. Aber... warum? Und warum haben die Chinesen ihre Magier in einem Muggelkrieg eingesetzt? Diese ganze... Sache... ist echt erschreckend!"

„Carter erklärte mir, das es Leute gibt die uns hassen..."

„Ja... Gremium... hat er mir auch erzählt... nur nicht warum..."

Sam seufzte.

„Menschen hassen was sie nicht kennen. Es ist leichter etwas zu hassen und zu jagen als angst davor zu haben... oder vielleicht gerade weil sie angst vor uns haben. Ich weiß es auch nicht."

„Aber... Leute wie meine Eltern. Sie wussten doch auch nichts von Magie, aber sie verstehen es und lehnen es nicht ab."

Sam seufzte.

„Bist du da sicher?"

Emily sah ihre Freundin verständnislos an, so das diese sich genötigt fühlte zu erklären, was sie meinte.

„Meine Oma ist ein gutes Beispiel dafür. Sie toleriert alles was mit Magie zu tun hat. Sie hat Mum immer gefördert... aber sie versteht es nicht. Sie kann nicht verstehen was Magie für uns ist, sie hat einfach keinen Zugang dazu. Ich habe auch schon von vielen Fällen gehört, in denen es den Eltern Muggelgeborener wirklich schwer gefallen ist das alles zu akzeptieren. In den meisten Fällen überwiegt die Liebe zu dem eigenen Kind jedoch alle Vorbehalte. Was aber wenn es Menschen sind, die überhaupt keinen Zugang haben? Keinen geliebten Menschen der selbst magisch ist? Ich könnte mir vorstellen, das solche Leute echt einen Mordsschiss vor unsereins haben könnten."

Emily wirkte leicht schockiert.

„Ehrlich Genie... du denkst immer an Dinge, die mir im Traum nicht einfallen würden... aber es ist wahr was du sagst..."

Die blonde wirkte sehr nachdenklich.

„Doch was kann man dagegen tun?"

Sam lächelte.

„Ich glaube Mum beschäftigt sich bereits mit der Thematik.", erklärte sie.

Emily sah ihre Freundin fragend an,

„Arkanus Inc. Seid die Firma existiert ist sie durchgehend expandiert. Mittlerweile gibt es Fillialen in jeder magischen Gesellschaft. Außerdem betreibt sie jede Menge Muggelfirmen. Ich denke man kann ohne Übertreibung sagen, das Mum eine der Mächtigsten Firmengruppen der Welt leitet. Es bestehen Kontakte zu Regierungen und noch viel mehr. Ich glaube das Mum so versucht Zauberer und Muggel zusammenzubringen... durch die Wirtschaftliche Abhängigkeit zueinander. Und ich bin mir sicher, das sie noch viel mehr am laufen hat von dem ich nichts weiß."

„Glaubst du wirklich?", fragte die blonde skeptisch.

Sam lachte.

„Du kennst doch Mum. Sie plant stets zwanzig Züge im voraus. Du magst mich ja genial finden, aber Mum... die spielt in einer ganz anderen Liga. Und ich halte es für sehr wahrscheinlich das sie was in der Richtung Unternehmen will. Sie sagte einmal, das der MaC das Vermächtnis meines Vaters sei um die Zauberer mit den Muggeln gleichziehen zu lassen. Du weißt doch wie sehr sich die Muggel in den letzen Jahrzehnten entwickelt haben während die Zauberer mit ihrer Lebensart bis vor sechzehn Jahren noch im Mittelalter festsaßen. Seid Arkanus Inc den MaC auf den Markt gebracht hat, ist die Zauberergesellschaft wieder in Bewegung gekommen. Neue Industrien durch neue Technologien. Neue Studiengänge und Forschungsbereiche. Man kann sagen, das dies vielleicht Mums Versuch ist die Welt zu verändern."

Sam lächelte versonnen.

„Oder vielleicht Interpretiere ich auch einfach zuviel da hinein.", meinte sie lächelnd.

Emily wirkte Nachdenklich.

„Allerdings klingt das von deiner Warte aus doch recht plausibel... Vielleicht ist ja was dran und deine Mum ist echt dabei die Welt zu verändern..."

„Dafür müsste man aber erst mal Leute wie Carter überzeugen können. Denk dran, obwohl er uns nun hilft kann er Zauberer nicht ab... kein Wunder bei dem was ich mir bisher zusammengereimt habe... Dennoch, Muggel und Zauberer zusammenzubringen würde länger als eine Lebenszeit dauern wie ich die Sache einschätze."

Emily wirkte sehr ernst und verbittert als sie das folgende sagte.

„Bei den Chinesen scheint es ja schon zu klappen..."

Sam war leicht geschockt... doch sie wusste das Emily recht hatte...


„Ich fasse es nicht..."

Harry wirkte belustigt wegen der Reaktionen. Der kleine Feuervogel war erwachsen geworden, eine durchaus attraktive Junge Frau, dennoch hatte ihr Charakter sich nicht um einen Knut verändert.

„Das... du..."

„Ja kleiner Feuervogel, Harry James Potter ist von den Toten wieder auferstanden.", meinte er trocken und mit einer übertriebenen Verbeugung.

„Was mich wundert ist, das du darüber so erstaunt bist. Wer außer mir sollte den ein solches Kunststück vollbringen?", fügte er arrogant hinzu.

Eigentlich wollte er ihr Temperament aus der Reserve locken, wie es früher immer so gut funktioniert hatte. Doch die folgende Reaktion des kleinen... nun ja, mittlerweile wohl großen Feuervogels irritierte ihn mehr als er zugeben wollte.

Sie viel ihm um den Hals und drückte ihn fest an sich.

„Das hatte ich wirklich vermisst... Mach so ne Scheiße nie wieder oder du lernst mich kennen! Wehe du wagst es uns noch mal so weh zu tun!"

Harry hatte sich versteift und zappelte Hilflos mit den Händen.

Über die Schulter des Feuervogels konnte er erkennen, wie Neville und Hermine Mühe hatten nicht laut zu lachen... wohl wegen seinem entsetzten Gesichtsausdruck...

Harry hatte mit einigem gerechnet, aber nicht damit! Er war völlig überfordert... und nicht nur das der Feuervogel sich an ihn geklammert hatte... nein, sie lief auch noch aus!

Neville rettete ihn schließlich als er Ginny beruhigend die Hände auf die Schultern legte und sie mit sanfter Gewalt von Harry weg zog.

„Keine Sorge... ich denke nicht das es irgendeinen dunklen Lord gibt welchen ich Kraft meiner Existenz bekämpfen müsste.", meinte Harry und zu Hermines Überraschung huschte ein kleines Lächeln über seine Züge.

„Dennoch hätte ich gerne meine Erinnerungen wieder.", meinte er gelassen.

Ginny sah Harry mit verheulten und dennoch fragenden Blick an.

„Es scheint als wären seine Erinnerungen in uns gewesen.", erklärte Neville ihr.

Harry nickte knapp.

„Wenn stimmt was ich vermute bist du die Letzte. Darf ich?"

Ginny wirkte verunsichert, nickte dann aber.

„Das wird kurz weh tun.", meinte der schwarze Prinz und fasste mit beiden Händen Harrys Kopf.

Ginny verkrampfte sich und sackte anschließend zusammen, doch Neville verhinderte, das sie zu Boden ging.

Harry dagegen sah sich verwirrt um.

„Ja... nun weiß ich alles wieder...", murmelte er versonnen.

„Also alles wieder da?", fragte Neville.

„Natürlich nicht, es fehlen siebzehn Jahre... und diese möchte ich nun aufholen.", erwiderte Harry.

„Erzählt mir mehr von Samantha, von euch, erzählt mir alles.", forderte er.

Hermine nahm ihn in den Arm uns sie gaben sich einen Kuss.

„Natürlich erzählen wir dir alles.", erklärte sie.

Wenig später saßen sie bei einem Guten Wein zusammen im Salon und Harry lauschte den Geschichten seiner Freunde.

Sie erzählten von Sam, von Nevilles Aurorenkarriere, Ginnys Lehrertätigkeit, die Firma welche Hermine leitete, von Sirius und Remus und noch so vieles mehr.

Harry saugte jedes Wort auf wie ein Schwamm.

Siebzehn Jahre lang hatte er reglos im Mungos gesessen.

Nun ja, er selber hätte seinen Körper wohl beseitigen lassen... andererseits war er nun recht froh darüber, das Hermine so etwas niemals auch nur in Erwägung gezogen hatte.

Sie redeten bis in die Frühen Morgenstunden.

„Verdammt! Ich muss langsam wieder nach Hogwarts!", rief Ginny aus.

Hermine fuhr hoch.

„Und ich muss wieder in die Firma!"

Neville lachte.

„Okay, ich muss dann mit Harry noch mal ins Ministerium."

Hermine sah ihn bestürzt an, doch noch ehe sie etwas sagen konnte, gab der Auror eine Erklärung ab.

„Zum einen wird Pepples sichergehen wollen, das Harry keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit ist... nun ja, zumindest kein Unkontrollierbarer Amokläufer. Und zum anderen muss ja sein Status wieder her gestellt werden. Immerhin ist er ja wieder ganz da und kein Seelenloser Körper mehr. Das bedeutet eine Menge Papierkram."

Harry bedachte Neville mit einer Hochgezogenen Braue.

„Nun gut, Ausnahmsweise mache ich diesen Zirkus mit.", erklärte er Hochmütig.

Hermine wirkte unsicher, doch Harry gab ihr einen langen Kuss.

„Keine Sorge, dieses mal werde ich sicher hier sein, wenn du zurückkehrst."


Hermine erschien im Atrium von Arkanus Inc.

Obwohl sie die Nacht durchgemacht hatte ging sie wie auf Wolken.

Harry war wieder da! Wirklich wieder da!

Es gab nichts, nicht ein Wort was auch nur annähernd stark genug wäre ihr Glück zu beschreiben!

Sie würde Remus und Sirius Informieren, welche Harry sicher auch sehen wollten... dann würde sie schnell alle Arbeiten delegieren und wieder nach Hause gehen um Sam die Freudige Nachricht zu überbringen!

Sie wollte unbedingt dabei sein, wenn Sam das aller erste mal ihren Vater begegnete!

„Frau Potter!", rief eine aufgeregte Stimme als sie Richtung Fahrstühle unterwegs war.

Sie drehte sich um und erkannte einen Mitarbeiter der Forschungsabteilung.

„Ich habe eine Dringende Nachricht!", rief er aus.

Hermine wartete Kurz, bis der Mann heran gekommen war.

Doch dann viel ihr etwas merkwürdiges auf.

Der Mann hatte keine Magische Aura... sie konnte nichts spüren und nachdem sie ihre Sinne erweiterte auch nichts sehen.

Hermine stutzte.

„Wer zum Teufel sind sie?", fragte sie, doch schon war der Mann heran und hatte ihren Arm ergriffe.

„Start!", rief er noch ehe Hermine reagieren konnte.

Das nächste was sie Spürte war eine Art ziehendes Gefühl in ihrem Körper und alles um sie Herum wurde seltsam blau...

Damm verschwand das Blau und sie Stand nicht mehr im Atrium der Firma sondern in einer Art leeren Lagerhaus.

Der Unbekannte lies sie los und rollte sich geschickt nach links ab.

Hermine erstarrte als sie eine Menge Waffen auf sich gerichtet sah.

„Keine Bewegung!", forderte eine Stimme.

,Scheiße', dachte Hermine, als sie erkannte das sie von zwanzig Muggelsoldaten eingekreist worden war...


Bald geht es weiter, versprochen!

Gruß

Dat Z