- The white Princess -
Hallo Liebe Leser, es ist wirklich lange her.
Ich habe nicht die Absicht für meine lange Abstinenz zu rechtfertigen, denn Tatsache ist, ich konnte einfach nicht schreiben, für eine ewig lange Zeit. Nun ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, meine geliebten Geschichten zu beenden.
Dabei sei gesagt, das mir euer Interesse, die bewegenden Reviews und auch die treue von einigen, obwohl es Jahrelang kein Lebenszeichen von mir gab, mir durch viele dunkle Stunden geholfen haben. Dafür Danke ich Euch!
Jetzt klappt es wieder. Die Figuren leben wieder in meinem Kopf. Die Geschichte erzählt sich weiter und ich werde mein bestes geben das niederzuschreiben um es euch zu präsentieren.
Eine kleine anekdote am Rande.
Crossfire strtete irgendwie wie von selbst, doch mit diesem Kapitel hatte ich Probleme... Anfangs.
Ich stellte mir selbst die Frage, nach so langer Zeit, Wie Beginnen.
Habe da tatsächlich ein paar Tage drüber gebrütet, doch heute Abend sagte ich mir: Wie Beginnen? Am Besten mit genau diesen Worten. So habe ich dieses Kapitel innerhalb von 3 Stunden geschrieben. Nachdem die Frage geschrieben war, wollte Harry sich mir mitteilen und hier ist das Ergebnis.
Jetzt wieder, nach so vielen Jahren und sicher auch in unnmitelbarer Zukunft:
Viel Spaß!
17. Wie Beginnen?
Der schwarze Prinz hatte ein Problem.
Es war... Ja, schon fast amüsant. Zumindest entsprach es dem Kriterium, welches dem durchschnittlich Britischen schwarzen Humor entsprach, also nach Meinung des Prinzen recht geschmacklos. Und dennoch...dennoch war es ein wenig amüsant.
Er, welcher sicherlich den Platz des größten Lebenden Großmeisters der Magie einnehmen würde, sobald sich diese wieder erholt hatte.
Er, der es vollbracht hatte sowohl Dumbledore, als auch den gefährlichsten Dunklen Lord seid mehr als fünfhundert Jahren zu bezwingen.
Er, der den Magischen Applicationscomputer erdacht hatte und dem man es folgerichtig verdankte, dass die magische Gesellschaft vom finsteren Mittel- bis ins Informationszeitalter geschleudert wurde... Er hatte ein Problem.
Ein Problem von derart elementarer Einfachheit, dass es ihm schier Unlösbar schien.
IHM!
Er, dessen Intelligenzquotient die 180 überschritt!
Er, der in Jedem magischen Fach zu glänzen wusste!
Er, der so geniale Taktiken erdachte, dass selbst Sun Tzu sich wünschen würde zu seinen Füßen zu lernen!
Er, der mehr über Magie und das empfindliche Gleichgewicht der Welt wusste als irgendwer sonst!
Er, der charismatisch war wie der Teufel, gutaussehend wie ein Hochelf und erhaben wie ein Gott!
Er hatte ein echtes Problem...
Unwillig runzelte Harry die Stirn.
Irgendwie widerte er sich selbst an.
Derzeit störte er sich an seiner Unfähigkeit, dem Mangelnden Einfühlungsvermögen und... Ja, er musste es sich selbst eingestehen, seiner Feigheit.
Das er überhaupt zur Feigheit fähig schien, entsetzte ihn zutiefst. Und wo wir schon dabei sind, dass er entsetzt sein konnte entsetzte ihn noch mehr.
Und überhaupt war er tief bestürzt über die Tatsache, das er derart verdrehte Gedanken denken konnte. Zudem empfand er nebenher auch Bestürzung darüber, das er bestürzt sein konnte.
Er hatte ein echtes Problem.
Und es schien eigentlich so simpel, so banal, so einfach.
Nur zwei Worte, welche durch seinen Kopf wirbelten...
Wie Beginnen?
Er saß in dem Krankenzimmer seiner Tochter.
Ruhig atmete sie, schlief einen tiefen Heilschlaf durch den Agllimentischen Befehl seiner Frau.
Seine Gedanken wirbelten wild durcheinander.
Er erkannte sich selbst in dieser Jungen Frau. Auch erkannte er deutlich die Frau welche er liebte in ihr.
Doch, da war noch so unendlich viel mehr.
Völlig unvertraute Gefühle buhlten um seine Aufmerksamkeit. So dicht miteinander verwoben, so komplex das er nicht mal Annähernd in der Lage wäre die meisten zu benennen.
Einige waren ihm wage Vertraut, denn obwohl er einen großen Teil seiner Seele eingebüßt hatte, war er auch früher schon in der Lage gewesen, zumindest ein... gewisses Spektrum an Emotionen zu erleben.
Bedauern und Trauer.
Diese Emotionen spielten eine substanzielle Rolle. Dennoch kamen auch Gefühle dazu, welche er jetzt nicht zwangsläufig mit den vorgenannten verknüpft hätte.
Dinge wie Aufgeregtheit, Glück, unbändige Freude... und auch Liebe...
Diese für ihn identifizierbaren Emotionen machten jedoch nur einen kleinen Teil des wüsten Gefülmischmasches aus, welches scheinbar gerade das Finalspiel einer Quidditchmeisterschaft in ihm austrug.
Mit nicht geringer Skepsis, versuchte er (erfolglos) diesen emotionalen Kuddelmuddel zu entwirren. Dieses Gewirr zu einer nachvollziehbaren Logik zu zwingen...
Und doch schossen immer wieder diese zwei Worte in seine Gedanken und warfen seine Bemühungen aus der Bahn.
Wie Beginnen?
Sie war sein eigen Fleisch und Blut, das Produkt seiner Liebe zu Hermine... Doch er wusste nichts über Sie.
Zwar hatte er damals, kurz vor seinem Kampf gespürt wie Sie in seiner geliebten Frau heranwuchs, doch damals hatte er den Gedanken kaum würdigen können.
Denn er hatte gewusst, dass er nicht in der Lage sein würde für sein Kind zu Sorgen.
Dennoch war ihm der Gedanke, dass er Hermine nicht ganz alleine zurücklassen würde tröstlich vorgekommen.
Wenn er es Recht bedachte, so war ihm der Wüste Mix aus Emotionen doch nicht so unvertraut wie er Anfangs dachte. Schon damals, als er sich von Hermine zum alten Herrenhaus hatte führen lassen, hatte es in ähnlicher Weise in ihm getobt.
Doch es war... anders gewesen.
Nun war dass ganze... nun ja, substanzieller.
Wie Beginnen?
Wie einen Anfang schaffen?
Wie in ihr Leben treten, nachdem er ganze achtzehn Jahre nicht für sie da sein konnte?
Er war nicht bei ihrer Geburt dabei. Hatte nicht erlebt, wie Sie von einem kleinen Rosa Würmchen, welches nur Schlafen und essen konnte zu einer kleinen Person wurde.
Er hatte Sie nicht davor schützen können, in eine Parallelwelt gerissen und dort grausam missbraucht zu werden.
Er hatte Sie nicht retten und heimholen können.
Er hatte nicht miterlebt, wie Sie eingeschult wurde, wie Sie begann die Freude am lernen zu entdecken.
Er hatte ihr nicht mit Rat zur Seite stehen können, wenn sie nicht weiter wusste. Sie nicht trösten können wenn das Leben ihr Widrigkeiten in den Weg warf.
Er hatte nicht erlebt, wie sie sich das erste Mal auf einem Besen versucht hatte, wie Sie ihre ersten Zauber wirkte und Magie zu verstehen begann.
Er war nicht für Sie da, als Sie das erste mal mit einem Jungen Ausgegangen war, als Sie traurig war und Liebeskummer hatte. (Und er hatte diesen elenden kleinen Lump nicht mit ein paar Schmerzflüchen kitzeln können... Nur so nebenher...)
All dies hatte er verpasst. All diese Bürden, all diese Freude und Trauer, diese Triumphe und Niederlagen... Er war nicht da gewesen sondern hatte dies alles Hermine aufgebürdet.
Am Rande sei erwähnt, das der mächtige schwarze Prinz sich zu diesem Zeitpunkt dass aller erste mal in seiner Existenz, mit dem Konzept des schlechten Gewissens auseinandersetzte.
Wie Beginnen...?
Und noch etwas, was an ihm nagte... Was wenn Smantha ihn ablehnte... Ihn vielleicht sogar hasste? Was wenn Sie nichts von ihm Wissen wollte?
Er hatte Angst kennen gelernt, als er gegen Dumbledore und seinen Vater gekämpft hatte... doch dies mochte vielleicht die gleiche Emotion sein... dennoch war sie anders...
Schleichender und viel schrecklicher als die Angst um die eigene Existenz.
Wie beginnen...?
Je mehr er darüber nachdachte, desto unsicherer wurde er. Könnte er mit Ablehnung umgehen? Er fühlte sich anders als vor seiner Auszeit. Es war seltsam. Emotionen schienen sich seiner Kontrolle zu widersetzen.
Erneut dachte er darüber nach ob die Moral der anderen, welche die Teile seiner Seele all die Zeit mit sich herumgetragen hatten, ihn infiziert hatte...
Doch noch immer keine Lösung.
...wie Beginnen...?
Hermine saß an seiner Seite und beobachtete ihn.
Wäre er nicht so mit sich selbst beschäftigt, hätte er eventuell das kleine lächeln bemerkt, welches sich in ihrem Gesicht zeigte als Sie sein Minenspiel beobachtete.
Sofern man bei Harry von einem Mienenspiel ausgehen konnte.
Dem Aufmerksamen Leser sei mitgeteilt, dass Hermine es, in der kurzen Zeit in der Sie mit Harry vor dem Verlust seiner Seele zusammen gewesen war, zur Meisterschaft gebracht hatte sein Ausdrucksloses Gesicht zu lesen.
„Ist es wirklich so schwer... Oder machst du es dir gerade selber unnötig kompliziert?", flüsterte die Junge Frau lächelnd.
Der schwarze Prinz, welcher gerade der hundertsten Windung seiner seltsam Chaotischen Gedanken folgte, schreckte hoch... Ja, Richtig! Er schreckte aus seinen Gedanken in denen er sich scheinbar verloren hatte.
Wie demütigend...
„Was sagtest du Liebste?", fragte er sanft.
Hermines Lächeln verbreiterte sich.
„Kann es sein, dass der große böse schwarze Prinz gerade vor einem für ihn scheinbar unlösbarem Problem steht?"
Leichter Spott schwang in ihrer Stimme mit, wurde jedoch durch ihr Lächeln entschärft.
Harry zog die Augenbrauen zusammen, das war seine Entsprechung für ein vollkommen überraschtes Gesicht.
„Es fällt mir nicht leicht...", gab er zu. „Wie soll ich mich verhalten? Was sagen? Was tun... Und vor allem, wie Beginnen?"
Nun konnte Hermine ein Leises lachen nicht unterdrücken.
„Das beschäftigt dich gerade?"
Harry nickte stumm.
Hermine lachte erneut, dann beugte sie sich vor und gab ihm einen langen Kuss, in dem er so viel Liebe für sich spürte, das er schon fast das Chaos in seinen Emotionen vergessen konnte.
„In Guten, wie in Schlechten Zeiten...", flüsterte Sie zärtlich, während ihre Tochter sich zu regen begann.
„Manchmal, solltest du dich einfach auf deine Frau verlassen.", erklärte sie verschmitzt und erhob sich.
Langsam glitt Sie zu dem Krankenlager, während Harry ihr etwas belämmert hinterher sah.
„...Mum...?"
Kälte und Wärme fuhren gleichermaßen in seinen Geist, als er die verschlafene Stimme seiner Tochter vernahm.
Jetzt war der Augenblick gekommen an dem es sich entscheiden würde...
Doch wie Beginnen?
„Alles gut mein Schatz.", sagte Hermine sanft und fuhr ihrer Tochter über die Stirn.
Erneut konnte Harry Tränen in den Augen seiner Tochter erkennen.
„Es war so schrecklich Mum... Ich konnte... Ich konnte gar nichts tun...", schluchzte Samantha.
Erneut war seine Erbin mit den Gedanken in der Winkelgasse.
Zu gut erinnerte er sich an Hermine, als sie das erste Mal im Kampf getötet hatte.
Sie war gefasster gewesen, als Sam es jetzt war. Doch Hermine hatte zuvor schon viel Tod und Leid mit angesehen. Daher konnte er das Verhalten seiner Tochter zu einem gewissen Grad nachvollziehen, der solche Erfahrungen zuvor erspart geblieben waren... Zumindest konnte sie sich nicht daran erinnern...
„Samantha, es ist viel geschehen.", erklärte Hermine mit beruhigender Stimme.
Sam schluchzte verzweifelt und erneut strich ihre Mutter ihr sanft über die Stirn.
„Doch nicht alles was passiert ist, ist schlecht.", fuhr sie fort und lächelte.
„Was...ist denn los Mum?"
Hermines lächeln wurde breiter. Sie strahlte regelrecht.
„Da gibt es jemanden den ich dir gerne vorstellen möchte. Ich denke du möchtest ihn schon eine ganze Weile kennen lernen...und ich schätze das gilt auch für ihn."
Hermine bewegte sich ein wenig zur Seite und deutete auf den schwarzen Prinzen, der plötzlich einen gewaltigen Knoten in seiner Brust spürte...
Waren seine Emotionen beim warten auf ihr erwachen schon chaotisch gewesen, so explodierten sie regelrecht als er in das Antlitz seiner Tochter blickte.
Er erkannte ihren Blick. Erst voller Unverständnis.
Dann weiteten sich langsam ihre Augen und nur zu deutlich war ihm klar, dass Sie nicht glauben konnte, wen sie nun dort vor sich hatte.
Auch Harry war wie gelähmt, unfähig seinen Geist zu fokussieren, unfähig irgendetwas zu tun.
Ihr Mund öffnete sich voller Staunen, doch kein Laut kam heraus.
Was war es, was er da sah?
War es Überraschung?
Ablehnung?
Akzeptanz?
Sein Kopf war zu chaotisch um die Gestik seiner Tochter zu lesen. Sein Kopf war übrigens auch zu chaotisch um überhaupt einen vernünftigen Gedanken zu fassen.
Wie Beginnen...?
Dann war alles Sonnenklar.
„Hallo Samantha...", hauchte er, erstaunt darüber wie fremd seine eigene Stimme in seinen Ohren klang.
„Ich... Habe lange darauf gewartet dich endlich kennen zu lernen..."
Er wusste nicht, woher die Worte kamen, wusste nicht, dass er sie hatte sprechen wollen.
Sicher, es war nicht Episches, schon gar nichts perfektes... Ja, nicht mal etwas halbwegs Intelligentes!
Aber eines war es ganz sicher.
Es war ein Anfang...
„Das ist der Feind."
Neville stand aufrecht und blickte auf seine Kameraden.
Die elf verblieben Schatten erwiderten den Blick jedoch nicht, sondern sie musterten mit feurigen Blicken den Mann der zu seiner Linken Position bezogen hatte.
Sie analysierten ihn, seine Haltung, seine Körpersprache. Sie versuchten seine Ausrüstung einzuschätzen, suchten nach Schwächen.
Wie Neville es vermutet hatte. Seine Kameraden hatten nichts verlernt. Sie waren noch immer Schatten, noch immer bereit für alles was kommt.
Zufrieden wandte er sich nach links und musterte seinerseits den Mann an seiner Seite.
Leutnant Carter stand wie das Bild eines Soldaten in Voller Kampfmontur und Ausrüstung, bereit für den Einsatz.
Er trug die schwarze Kampfuniform der EU Armee, jedoch ohne Rang oder sonstige Kennzeichen. Eine Kugelsichere Weste, welche nur aus Taschen zu bestehen schien (und Neville an den Mantel von Hagrid denken lies) schütze seinen Oberkörper.
Sein Gürtel beherbergte Magazinclips, Granaten, eine Pistole sowie Taschen und Zylinderartige Gegenstände deren Sinn und Zweck der Auror noch nicht kannte.
Geschwärzte Schoner dienten Knie und Ellenbogen als Schutz. Sein Gesicht wurde durch eine dunkle Maske verborgen, welche nur seine harten Augen Preisgab, ein Helm welcher mit einem Kinnriemen fixiert war, schützte den Kopf.
Das schwer aussehende Impulsgewehr lag sicher in seiner Hand.
Die ganze Körperhaltung wirkte entspannt. Jedoch nicht auf eine gezwungen lässige Art... Nein.
Man erkannte sofort, dass Carter den Umgang mit dieser Waffe wie ein Meister beherrschte. Diese Lässigkeit zeugte von entspannter Erfahrung und der Gewissheit, das er seine Waffe in Sekundenbruchteilen bereit haben würde, sollte die Notwendigkeit bestehen.
Um es anders auszudrücken, Carter war ein Einsatzveteran der das töten meisterlich beherrschte und eine hervorragende Schule durchlaufen hatte.
Neville wandte sich wieder seinen Kameraden zu.
„Magie Jagende Einheiten der Europäischen Union, eine nicht offizielle Paramilitärische Einheit von unbekannter Größe. Eine Einheit, welche darauf spezialisiert ist Zauberer und Hexen umzubringen."
Er drehte sich wieder zu Carter und machte eine präsentierende Geste mit der Hand.
„Jeder Ausrüstungsgegenstand, den unser Leutnant Carter trägt, dient dazu Magie zu kontern. Der Feind kennt uns gut. Kennt unsere schwächen und Neigungen. Sie haben Kenntnis wie wir Ausgebildet sind. Stellt euch darauf ein, das die meisten ihrer Attacken gegen eure antrainierten Reflexe gehen! Daher sind wir im Nachteil, denn wir wissen so gut wie gar nichts von ihnen. Die Reinblüter unter euch sind sogar noch mehr im Nachteil, da diese dazu Neigen Muggel und ihre Technologie zu unterschätzen."
Der schwarzhaarige lächelte schief.
„Nun ja, ihr unterschätzt sie. Der Otto Normal Zauberer wird Muggeln sicher gar nichts zutrauen, nicht mal nach dem Vorfall in der Winkelgasse. Leutnant, wären sie so freundlich und erklären uns ihre Ausrüstung?"
Der Angesprochene nickte und hielt mit einer Hand das Gewehr hoch.
„Heckler und Koch Impulsgewehr drei, ein leicht modifiziertes Model. Wirkt klobig ist aber sehr leicht.", führte der Soldat aus.
Dann nickte er Neville zu, der einen Schild über eine der Übungspuppen legte, welche zu Demonstrationszwecken aufgestellt worden waren.
Innerhalb des Bruchteils einer Sekunde hatte Carter das Gewehr im Anschlag, entsichert, dass Ziel aufgefasst und den Abzug gezogen.
Eine Salve Violettfarbener Lichtstrahlen traf auf den Schild, welcher drei Einschläge verkraftete ehe er kollabierte.
Dunkle Löcher wurden in den Körper der Puppe gerissen und es breitete sich ein verbrannter Geruch aus.
Die Augen der Schatten weiteten sich, sonst zeigten die Kriegsveteranen keine Reaktion.
„Standardschild gegen feindliche Zauber halten wie Sie alle gesehen haben maximal drei Einschläge aus."
Carter hatte seine Waffe gesichert und sich umgedreht. Der Lauf seiner Waffe war zu Boden gerichtet als er mit der Erklärung fortfuhr: „Hitzeschilde sind effektiver, jedoch denken die meisten Zauberer nicht daran einen Violetten Strahl mit einem solchen zu kontern."
„Das ist wahr. Diese Schüsse gleichen in ihrer Erscheinung eher einem mittleren Stoßfluch. In diesem Fall, vergesst Schilde. Die nutzen wir eh kaum. Geht lieber in Deckung. Ginny, Michael, versucht nicht sie mit dem Zauberstab umzulenken. Auch ich werde mich beherrschen müssen."
Der Angesprochene nickte zustimmend.
Carter erklärte mehr zu seiner Ausrüstung und die Schatten prägten sich jedes Wort ein.
Auch Neville.
Zwar hatte er diese Soldaten bereits in Aktion erlebt und viele nützliche Beobachtungen gemacht, doch für eine effektive Kontermethode brauchte er jede noch so kleine Information die er bekommen konnte.
Als der Soldat seinen Vortrag beendet hatte, stellte Neville sich erneut vor seine Kameraden.
„Zeit für ein wenig Praxis.", erklärte er, während Carter den Clip mit der tödlichen Munition aus der Waffe entfernte.
Er schob einen blauen Clip ein und schoss Versuchsweise gegen eine der Puppen.
Dieses mal bildeten sich keine Löcher an den Einschlagstellen. Stattdessen färbten sich diese blau.
Er wiederholte die Prozedur mit der Pistole und tauschte zudem sein Messer gegen eine Attrappe.
Diese besaß keine Klinge sondern eine Art schwamm, welcher ebenfalls mit blauer Farbe getränkt wurde.
„Drei Freiwillige!", bellte der ehemalige Anführer der Schatten.
Michael, Justin und Ginny traten ohne zögern vor.
Carter nickte, während die anderen Schatten sich zurückzogen.
„Fluchimitate bis Stufe Drei, ansonsten alles wie gehabt.", erklärte Neville und zog sich ebenfalls aus dem Kombativen Bereich zurück.
Sofort schwärmten die Schwarzkutten aus, während Carter in eine Hab acht Stellung ging.
„Fangt an!", bellte Neville.
Ohne zögern feuerten die Schatten Fluchimitate auf den Soldaten ab.
Wie die Schoner an seinen Gelenken es bereits vermuten ließen, war Carter jedoch extrem Agil und wich aus, indem er zur Seite hechtete und sich abrollte.
Bereits im Rollen gab er erste Schüsse auf seine Gegner ab, welche jedoch nicht minder Agil auswichen.
Es entbrannte ein heftiges Gefecht im Stil eines Stellungskampfes.
Es sah erst gar nicht gut für die Zauberer aus.
Wie vorhergesagt mussten Ginny und Michael öfter gegen den Reflex angehen, die Lichtstrahlen mit ihren Stäben umzulenken.
Es gelang ihnen jedoch im letzten Moment auszuweichen.
Jedoch erhielt Michael einen Streifschuss an seinem rechten Oberschenkel.
„Weiter, nicht tödlich!", bellte Neville.
So tobte der Kampf weiter, bis plötzlich Justin einen Geistesblitz hatte.
„Accio Impulsgewehr!", bellte er.
Carter wurde die Waffe aus den Händen gerissen, was ihn eine Sekunde aus dem Konzept brachte.
Dann langte er jedoch schon nach seiner Pistole.
Doch die Zeit, in welcher seine Hand an das Halfter flog, nutzte Ginny um ihn einen Klammerfluch auf den Hals zu Jagen.
Arme und Hände des Soldaten klappten zusammen und er fiel zu Boden, Unglücklicherweise hinter die Deckungsmöglichkeit welche er zuvor genutzt hatte.
Die Schwarzkutten rückten vor.
Zufrieden erkannt Neville, das alle drei ihre Stäbe weiter im Anschlag hielten und bedächtig die Deckung umgingen, ohne hast oder lax zu werden. Sein Drill machte sich bezahlt.
Jedoch nutzte das nichts gegen die Überraschung.
Drei Farbkugeln explodierten auf Justin's Brust.
Michael und Ginny rollten sich ab, jedoch wurde Ginny von Messerattrappe angegriffen, welches vor ihr in der Luft schwebte.
Drei blaue Streifen besiegelten ihr Schicksal während Michael eine Deckung gefunden hatte.
Jedoch hatte er den kleinen Gegenstand nicht bemerkt, welcher hinter ihm ausrollte.
Es gab einen grellen Blitz, dann spürte der Auror, wie sich ein Fesselfluch um ihn legte.
„Stopp! Das reicht!", rief Neville.
Carter tauchte aus seiner Deckung auf und Atmete schwer.
Ginny blickte immer noch Fassungslos auf das schwebende Messer, während Justin versuchte Michael von den Fesselflüchen zu befreien.
„Sie haben gemogelt! Sie sind ein verdammter Zauberer!", giftete die Rothaarige.
Der Soldat schüttelte den Kopf.
„So Einfach ist das nicht Mrs. Longbottom.", erwiderte er.
„Das ist korrekt.", warf Neville ein, ehe das Temperament seiner geliebten Frau mit ihr durchgehen konnte.
„Wir haben das verschwiegen für den Überraschungseffekt.", erklärte er weiter. „Leutnant Carter ist ein künstlicher Zauberer."
So abgebrüht die Schatten auch waren, nach dieser Eröffnung erhob sich Gemurmel unter ihnen. Mit einem leicht fassungslosen Ton, wie Neville feststellte.
„Ja Leute ich weiß", erklärte er mit beschwichtigenden Gesten.
„Schwer zu Glauben, aber es stimmt. Carter hier ist ein geborener Muggel. Durch ihre Technologie haben sie ihm ein künstliche magisches Netz verpasst. Fragt nicht wie es funktioniert. Remus erforscht das gerade. Wichtig ist, das es funktioniert. Er kann bei weitem nicht so viel Zaubern wie wir, aber das bisschen reicht weil keiner damit rechnet. Zudem verfügt der Feind über Waffen, welche Zauber freisetzen können und noch andere Gemeinheiten. Ich hoffe ihr verzeiht das ich euch ins Messer laufen ließ...", bei diesen Worten grinste er Ginny frech an. „...doch ich dachte dies wäre die beste Möglichkeit euch den ernst der Lage klar zu machen."
Er blickte in ernste und betroffene Gesichter.
Jedoch stimmten ihm alle zu.
„So Leute, das war es für Heute. Und denkt dran, wer steht..."
„SIRBT, DASS IST EIN GESETZ!", unterbrachen ihn die Schatten im Chor.
Neville grinste diebisch als er den genervten Unterton hörte.
„Ab unter die Duschen ihr Sauvolk.", lachte er.
Dann wandte er sich Carter zu.
„Noch mal vielen Dank Leutnant."
Der Angesprochene hatte sich gerade seiner Maske entledigt und grinste breit.
„Können wir gerne wiederholen Longbottom. Ich kehre dann ins Labor zurück. Rufen sie bei Lupin durch wenn sie mich wieder brauchen."
Neville nickte lächelnd.
„Werde ich drauf zurückkommen.", erklärte er.
Carter's grinsen gewann einen gemeinen Zug als er grüßend die Hand hob.
„Und viel Glück... Sie werden es scheinbar brauchen."
Mit diesen Worten verließ er lachend den Trainingsraum.
Neville blickte dem Soldaten irritiert hinterher, als er sich des Geräuschs hinter ihm bewusst wurde.
Ein sich ständig wiederholendes Klopfgeräusch.
Nichts Gutes ahnend, drehte sich der Auror herum und erkannte die Ursache.
Ginny stand da, mit verschränkten Armen, zusammengezogen Augenbrauen und klopfte mit dem Fuß auf.
„Uh Oh...", entfuhr es Neville, dem gerade klar wurde das er ein Problem hatte.
Dennoch verzogen sich seine Mundwinkel nach oben.
Wie war das noch?
Leben am Limit...
