Kapitel 10

~ Wizquiz ~

Als sich Snape neben Sandra und David neben Amanda gesetzt und Carl Brown das Spiel fertig aufgebaut und sich die Spielregeln durchgelesen hatte, erklärte er diese noch kurz den anderen, dann fragte er: „Möchte jemand noch etwas zu trinken bevor wir anfangen?" Amanda und Sandra schüttelten nur den Kopf und David stand auf, da er etwas trinken wollte, aber er wartete noch, ob Snape auch etwas haben wollte. „Nein danke", erwiderte dieser, denn er war gerade nicht durstig. „Dann wählt noch jede Gruppe seine Spielfigur und stellt sie auf das Startfeld", sagte Brown senior daraufhin und legte die zur Auswahl stehenden Holzfigürchen in die Mitte. Amanda suchte sich eine Figur aus und stellte sie auf den Start. Es war ein kleiner Kessel, aus dem unaufhörlich Blasen blubberten. Sandra hingegen sah unsicher Snape neben sich an. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte und traute sich schon gar nicht, einfach eine Figur auszusuchen. David ging in die Küche und kam einige Momente später mit einer Kanne Kakao und tatsächlich auch fünf Tassen wieder und stellte alles auf den Tisch. Snape fing indes Sandras Blick auf und antwortete ihrer stummen Frage. „Welche sie wollen... Mein Favorit wurde gerade weggeschnappt." Daraufhin musste er ein wenig grinsen und wartete schließlich darauf, dass Carl Brown das Spiel eröffnete. Schüchtern lächelte Sandra und nahm sich dann den Drachen und stellte ihn auf seinen Platz auf dem Spielfeld. In dem Moment sah David, welche Figur Amanda sich ausgesucht hatte. „Och, was soll denn der blöde Kessel? Hättest du nicht den Schnatz nehmen können?" „Nein, hätte ich nicht. Ich will ja wenigstens eine Sache besser haben als Severus." Dieser grinste nur.

Mr. Brown sammelte derweil die restlichen Figürchen wieder ein und legte sie zurück in die Schachtel. „Schön... Wem soll ich die erste Frage stellen", fragte er dann in die Runde, während er die Karten mit seinem Zauberstab kurz antippte, die sich daraufhin von alleine mischten. „Sollen doch Sandra und Severus anfangen, die sind hier ja am meisten Gäste", lächelte Amanda. „Also gut", lächelte Brown senior. „Dann hier die erste Frage. Etwas aus der Tierwelt... Wo befinden sich die zwei Drachenreservate Großbritanniens? Und der Bonus: Welche Drachen leben dort?" Nachdem er die Karte vorgelesen hatte, sah er Snape und Sandra fragend an, ob sie diese Frage beantworten konnten. Ansonsten ging sie an die gegnerische Gruppe und durfte von dieser beantwortet werden. Severus grinste zufrieden ein wenig, als er die Frage hörte. Das waren schon einmal die ersten drei sicheren Punkte auf ihrem Konto. „Nun, Miss Adams...", sah er seine Nebensitzerin an. „lassen sie uns die ersten drei Punkte einfahren..." „Ich red kein Wort mehr mit dir Severus, wenn du den ganzen Abend so siegessicher bleibst", sagte Amanda, meinte das aber natürlich nicht ernst, wobei David aber schon auf einen aufkeimenden Streit hoffte. Sandra hatte in der Zwischenzeit überlegt und sah dann Carl Brown an, um die Frage zu beantworten: „Also das müssten der Walisische Grünling und der Schwarze Hebride aus Wales beziehungsweise von den Hebriden sein." Severus grinste Amanda daraufhin nur an. „Wieso? Ich bin doch nicht schuld, wenn meine Mitspielerin alle Fragen richtig beantwortet." „Prima... richtig", antwortete Mr. Brown derweil Sandra. „Drei Felder vor. So, dann passt mal auf ihr zwei", wandte er sich dann an seine Kinder und zog eine neue Frage. „Oh, also wenn ihr da nicht nachzieht, dann weiß ich auch nicht", grinste er. „Wer ist aktueller Zaubereiminister? Bonus: Wer war davor Minister?" „Das darfst du beantworten, David. Wehe du vergeigst das!" David sah seine Schwester finster an. „Cornelius Fudge", sagte er und musste dann überlegen. „Ich glaube Millicent Bagnold war es davor." „Auch drei Felder vor. Und lass dich von deiner Schwester nicht immer so unterbuttern", entgegnete sein Vater, während der brodelnde Kessel schon drei Felder vorgaloppierte und sich neben den Drachen stellte, der sofort Feuer spie. „So... Was haben wir als nächstes?" Er legte die alte Frage zur Seite und zog eine neue Karte. „Eieiei... Das weiß ja nicht einmal ich. Wer ist der Autor oder die Autorin der Toadstool Tales? Bonus: Warum wurden sie verboten und aus dem Verkehr gezogen?" Gespannt sah er Snape und Sandra an, nachdem er vorgelesen hatte.

Sandra machte zunächst große Augen und sah dann ratlos Snape neben sich an, denn sie hatte wirklich gar keine Ahnung. David lachte schadenfroh, denn er war ziemlich sicher, dass keiner von beiden die Frage beantworten konnte. Amanda hingegen sah Severus erwartungsvoll an, denn sie ahnte schon, dass er zumindest einen Teil der Frage wusste. Dieser zog, während Carl Brown die Frage verlas, eine Augenbraue hoch, doch als er geendet hatte, umspielte ein leichtes Grinsen seine Lippen. „Tja... Ein wirklich interessantes Werk... Leider ist mir noch nie ein Exemplar in die Hände gefallen... Beatrix Bloxam", beantwortete er dann die Frage. „Und verboten und aus dem Verkehr gezogen wurden die Geschichten, weil die darin vorkommenden Giftpilze sich als gesundheitsschädlich herausstellten. Angeblich wurde dem Leser schon alleine dann übel und schwindelig, wenn er nur über die Pilze las, oder deren Abbildungen ansah..." Mr. Brown nickte anerkennend, als Snape geendet hatte. „Alles vollkommen richtig und schon wieder etwas dazugelernt. Drei Punkte", lächelte er dann und legte die Karte beiseite. „Danke", erwiderte Severus und sah daraufhin Amanda und danach David an. Da hatte sich dieser wohl zu früh gefreut. Der Miniaturdrache flog währenddessen ein paar Felder vorwärts. „Das war ja klar gewesen. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn du das nicht gewusst hättest. Wollen doch mal sehen, was uns als nächstes erwartet", meinte Amanda, während Sandra sich über den Fortschritt freute. „Das kann ich euch sagen", entgegnete ihr Vater und las die nächste Frage vor. „Etwas für dich Amanda... Wozu dient der Trunk des Friedens und wie verändert sich die Wirkung bei Braufehlern oder Überdosierung?"

Als er diese Frage hörte, konnte sich Snape einen Kommentar nicht verkneifen und spielte auf sein Kompliment von vor dem Essen an, indem er sie als intelligent bezeichnet hatte. „Enttäusch mich nicht, Amanda. Sonst überlege ich mir das von vorhin noch einmal", grinste er scherzhaft. „Halt dich mal da raus, da drüben", sagte Amanda und sah Severus herausfordernd an. „Also der Trank hilft gegen Ängste, Aufregung und Anspannung und wenn David ihn brauen würde, würde er vermutlich als starkes Schlafmittel wirken und wäre vielleicht auch tödlich bei zu hoher Dosierung." „Haha, sehr lustig", meinte David und sah seinen Vater an, um zu erfahren ob sie recht hatte. Sandra musste auf Amandas Kommentar hin nur lachen und sah ihren Freund dann grinsend an. „Lustig vielleicht nicht, aber richtig", kommentierte Mr. Brown und legte die Karte weg. „Bis jetzt liefert ihr euch ja noch ein Kopf an Kopf-Rennen. Mal sehen, ob das die nächste Frage etwas ändert." Dann zog er erneut eine Karte. Snape antwortete währenddessen auf Amanda. „Da hast du ja gerade noch einmal Glück gehabt – Intelligenzbolzen", grinste er frotzelnd. „Hallo, aufpassen", mischte sich dann Carl Brown wieder ein. Irgendwie hatte er gerade sehr viel Spaß, mit seinen Kindern und ihren Partnern dieses Spiel zu spielen. Er hatte das Gefühl, es machte die Atmosphäre zwischen den beiden Pärchen etwas lockerer. „Die Frage... Bei Merlin, was ist denn das?! Was ist ein Gubraith-Feuer und was lässt sich über dessen Erschaffung sagen? Wohl wieder eine Frage für sie, Professor Snape."

„Jetzt wollen wir doch mal sehen wer hier der Intelligenzbolzen ist, Professor", entgegnete Amanda bloß, während sich Sandra langsam etwas überflüssig vorkam, bei diesen schweren Fragen. Severus schmunzelte Amanda etwas an, dann beugte er sich zu Sandra und gab ihr mit gedämpfter Stimme die Antwort ein, um sie auch mal wieder zu Wort kommen zu lassen. „Unglaublich... Der scheint es schon wieder zu wissen", schüttelte Quizmaster Brown etwas verwundert, aber angenehm überrascht den Kopf. Amanda seufzte und sah dann grinsend ihren Vater an. „Es hätte mich verwundert, wenn es anders gewesen wäre." David hingegen beäugte Snape kritisch dabei, wie er Sandra die Antwort zuflüsterte. Der sollte sich mal bloß von seiner Freundin fernhalten! Diese hingegen wurde bei so viel Aufmerksamkeit etwas rot und lächelte Snape dann freundlich an, bevor sie sich schließlich bedankte und die Antwort sagte. „Das ist ein ewiges Feuer, welches nicht erlischt und weil man es nur durch einen schwierigen Zauber erschaffen kann, ist es sehr selten." Etwas unsicher, ob sie auch alles richtig wiedergegeben hatte, sah sie noch einmal zu Snape. Der lächelte sie kurz an und nickte, dann sah er Amandas Vater wieder an, darauf wartend, dass er ihnen drei Punkte für die richtige Antwort gutschrieb. „Tja, was soll ich dazu noch sagen... Richtig. Ich bin wirklich erstaunt... Wollen mal sehen, was nun kommt. Zum Glück bin ich Spielleiter", lachte dieser, dann stellte er seinen Kindern wiederum eine Frage. „Wer oder was ist Quodpot? Die Bonusfrage gibt es erst, wenn ihr die Frage beantworten könnt."

Amanda schüttelte ratlos den Kopf. „Keine Ahnung, aber so verrückt wie es sich anhört, hat es was mit Sport zu tun." Sie sah David erwartungsvoll an, der etwas triumphierend zurück blickte. „Haha! Es gibt tatsächlich etwas, was ich weiß und du nicht!" Er grinste seine Schwester breit an. „Das ist so ähnlich wie Quidditch und kommt aus Amerika." „Gut und wer hat es erfunden", stellte sein Vater die Bonusfrage. Er hatte sich schon gedacht, dass sein Sohn diese Frage beantworten können würde und gönnte ihm dieses Erfolgserlebnis natürlich auch. Davids Grinsen wurde kleiner. „Och, wer will das denn wissen? Das ist doch egal wer es erfunden hat... Keine Ahnung." „Große Klappe und dann...", giftete Amanda etwas. „Da ziehen unsere Chancen dahin." „Mecker hier mal nicht so rum, du hast es gar nicht gewusst", entgegnete ihr Bruder. „Na, na, na... Jetzt streitet euch mal nicht, wegen so etwas. Es sind ja noch ein paar Fragen, bis zum Ziel. Immerhin gibt es einen Punkt. Und es war übrigens Abraham Peasegood. Steht jedenfalls hier... Ich hätte es auch nicht gewusst, Junge", tröstete er dann David, während er eine neue Karte zog und die Frage überflog. „Beim Barte Merlins", stöhnte er dann auf. „Jetzt verfolgt mich diese Frau auch noch bis hier her...", dann las er die Frage vor. „Nennen sie ein populäres Lied von Celestina Warbeck. Bonus: Zitieren sie aus dem Liedtext." „Celestina wer", fragte Snape nach, denn dieser Name rief im ersten Moment keinerlei Erinnerung in ihm vor, was wohl daran lag, dass er weder die Hexenwoche las, noch im Magischen Rundfunk die Hexenstunde hörte. „Ich hoffe, ihnen sagt das mehr, Miss Adams..."

„Gut, dass ihr diese Frage habt", meinte Amanda nur, denn natürlich wusste sie, wer diese Sängerin war, denn ihre Mutter fand sie ganz toll und daher hätte auch Amanda etwas aus einem Lied zitieren können und verstand die Reaktion ihres Vaters nur zu gut. Sandra sah Snape kurz an und antwortete dann. „Ja, also ein ziemlich bekanntes Lied ist Ein Kessel voller heißer starker Liebe und der Text geht so: Komm und rühr meinen Kessel, bist du einer der's richtig macht, koch ich dir heiße, starke Liebe, die dich warm hält heute Nacht. Während sie das Lied zitierte, wurde Sandra ziemlich rot und fügte dann noch hinzu: „Ich finde es eigentlich ganz schrecklich, aber meine Mutter hört das gerne..." „Bei Merlin... Wer denkt sich denn solche Texte aus", kommentierte Snape Sandras Antwort. „Ja. Sie sehen, sie haben nichts verpasst, wenn sie Celestina Warbeck nicht kennen", entgegnete Carl Brown. „Die Antwort ist richtig. Erschreckend, wie viele Frauen diesen Schund hören... Drei Punkte."

„Ich kann gar nichts dafür", verteidigte sich Sandra und wurde noch etwas roter. „Nein kannst du auch nicht", meinte Amanda. „Sei mal froh, dass du es wusstest, nun gewinnt ihr ganz sicher." „Das hat auch niemand gesagt, Miss Adams", sagte Snape. „Und ich werde mich hüten etwas zu sagen, den immerhin haben sie unseren Vorsprung gesichert", sagte er zufrieden und ein wenig grinsend.

„Also lasst uns zur nächsten Frage gehen... Ich muss diesen Ohrwurm wieder aus dem Kopf kriegen, das ist ja furchtbar... Komm und rühr meinen Kessel...", Carl Brown schüttelte den Kopf, dann wandte er sich an seine beiden Kinder. „Ihr seid dran... Wer oder was ist das Zauberergamot? Bonus: Nennen sie mindestens zwei aktuelle Mitglieder." Fragend sah Amanda ihren Bruder an, doch der machte nicht den Eindruck, als könnte er diese Frage komplett beantworten, also kam sie ihm lieber zuvor: „Das ist unser höchstes Gericht, was es nebenher nicht vor Fehlentscheidungen bewahrt, aber das ist ja nicht gefragt. Mitglieder sind gerade zum Beispiel Albus Dumbledore und Griselda Marchbanks." „Das hätte ich auch gewusst", protestierte David. „Na du sahst nicht danach aus. Die nächste Frage darfst du dann beantworten, Brüderchen." „Richtig, drei Punkte", entgegnete Mr. Brown nur. Der Kessel galoppierte wieder vorwärts. „Hm", brummte er dann, als er die nächste Frage durchgelesen hatte. „Wer oder was ist Jobberknoll? Bonus gibt es diesmal erst nach der Antwort."

„Endlich wieder eine Frage, die ich beantworten kann", sagte Snape. „Oder wollen sie, Miss Adams?"

„Oh ja...da mussten wir ja auch lange drauf warten, Severus, haben schon alle deine Stimme vermisst", scherzte Amanda. Sandra schüttelte nur den Kopf, denn sie hatte zwar eine Ahnung, war aber nicht annähernd sicher. „Nein, beantworten sie lieber die Frage." „Dann sollte ich euch nicht mehr warten lassen", entgegnete Severus und beantwortete dann die Frage. „Ein Jobberknoll ist ein kleiner, magischer Vogel, mit blau gesprenkeltem Gefieder, der in Nordeuropa und Amerika lebt und dessen Federn als Zutat in Wahrheitselixieren und Gedächtnistränken verwendet werden..." Carl Brown legte die Karte weg. „Drei Punkte... Der Bonus ist auch schon beantwortet. Lebensraum und Verwendung..." Severus grinste zufrieden. „Ich hatte eigentlich nichts vermisst", meinte David nur leise, bevor er von seinem Vater wissen wollte, wie es weiterging. „Das war's schon", entgegnete dieser. „Professor Snape hat den Bonus schon unwissentlich mitbeantwortet." „Ich kann ihnen gerne noch etwas mehr über den Jobberknoll erzählen, wenn sie noch nicht genug haben, Mr. Brown", meldete sich Severus wieder zu Wort. „Es ist nämlich ein ganz erstaunlicher Vogel... Er gibt während seines ganzen Lebens nur einen einzigen Laut von sich und das ist in seiner Todesstunde. Dann entfährt ihm ein langgezogener Schrei, der in umgekehrter Reihenfolge sämtliche Geräusche wiederholt, die der Jobberknoll während seines ganzen Lebens gehört hat. Diese besondere Eigenschaft des Vogels ist auch der Grund, warum seine Federn als Zutat in Wahrheitselixieren und Gedächtnistränken verwendet werden." „Na hoffentlich werden die nicht so alt", meinte David nur, während seine Schwester nur ein geschmunzeltes Besserwisser übrig hatte. „Ja, das könnte in der Tat etwas laut werden, am Ende", grinste Snape ein wenig, auf Davids Kommentar. Dann verlas dessen Vater die nächste Frage, in der es um Quidditch ging. Er wollte von David und Amanda wissen, wie viele Mannschaften in der Britischen und Irischen Liga spielten und der Bonus bestand darin, mindestens drei Mannschaften aufzuzählen. Das war wieder eine Frage für David, dachte er sich, nachdem er sie vorgelesen hatte.

In der Tat konnte David diese Frage ohne Probleme beantworten und zählte die Chudley Cannons, die Holyhead Harpies und die Bellycastel Bats als Beispiele auf. Als nächste waren Sandra und Snape wieder an der Reihe. Es war die Frage, wer Myron Wagtail war. „Den Bonus gibt es diesmal wieder nach der ersten Antwort", fügte Mr. Brown an. "Das ist ihre Frage, Miss Adams. Sie wissen da sicherlich mehr als ich", gab Severus die Frage an Sandra weiter. Er wusste zwar, dass Wagtail ein Sänger war und meinte auch zu wissen, dass er zu den Schwestern des Schicksals gehörte, doch sicher war er sich ganz und gar nicht. Sandra grinste etwas, denn natürlich wusste sie, wer das war. „Das ist der Sänger der Schwestern des Schicksals." „Und für mindestens drei weitere Bandmitglieder gibt es den Bonus noch dazu", lächelte Carl Brown daraufhin. „Kein Problem! Sieht wohl echt schlecht aus für euch, David. Also: Kirley Duke, Merton Graves und Gideon Crumb." Sandra lächelte, denn sie freute sich, auch mal etwas zu wissen. „Mhm", bestätigte Brown senior. „Alles richtig. Prima." Severus nickte anerkennend in Sandras Richtung und lächelte sie kurz ein wenig an. Es war wirklich kein Fehler gewesen, mit ihr eine Gruppe zu bilden, auch wenn David sich auch nicht schlecht schlug, im Team mit seiner Schwester. Die beiden waren ihnen immer noch dicht auf den Fersen.

„So... Die nächste Frage... Wer schrieb Tanz mit einer Todesfee? Und der Bonus ist, drei weitere Titel des Autors oder der Autorin zu nennen..." Carl Brown sah Amanda und David auffordernd an. Amanda verzog etwas das Gesicht. „Weißt du das, David? Dann darfst du es gerne beantworten, bei der Frage bin ich nicht so scharf drauf." „Na ja es ist schon mal Gilderoy Lockhart, aber keine Ahnung was er sonst noch geschrieben hat." „Hm, na gut. Gammeln mit Ghulen, Abstecher mit Vampiren und Ferien mit Vetteln. DAS ist Schund, Severus. Dagegen ist die Musik noch fast harmlos." „Du hast diesen Schwachsinn hoffentlich nicht gelesen", entgegnete dieser, denn er wusste, dass Lockhart seine Bücher hauptsächlich nur dazu nutzte, um sich darin in Szene zu setzen. „Gelesen wohl nicht, aber sobald ein neues Buch von diesem Lockhart auf den Markt kommt, gibt es für meine Ex-Frau kein Halten und kein anderes Thema mehr...", beantwortete Carl Brown Snapes Frage und rollte dabei ein wenig mit den Augen, während er die nächste Karte zog. „Drei Punkte übrigens."

„Ah", kommentierte Severus. „Da tun sich wirklich Abgründe auf..." So langsam wunderte es ihn gar nicht mehr, dass sich Amandas Vater von ihrer Mutter hatte scheiden lassen. „Ganz tiefe, aber besser du weißt es jetzt, als irgendwann später", meinte Amanda und grinste etwas. Sandra hatte die Bücher von Lockhart zwar gelesen, war aber nicht so begeistert wie manche ihrer Freundinnen und aufgrund der Reaktionen auf den Autor verschwieg sie das auch lieber. Severus grinste zurück. „Ja, dann bin ich vorgewarnt." Dann hörte er ihrem Vater zu, der die nächste Frage für sie verlas. Als er jedoch hörte, um was es ging, zog er ein wenig die Augenbraue hoch und sein Gesicht wurde unmerklich etwas ernster. Auch Mr. Brown war sich der leichten Brisanz der Frage bewusst, doch er hatte sie nun einmal gerade gezogen. Es war die Frage, welche Strafe auf die Verwendung der unverzeihlichen Flüche stand und als Bonus waren alle drei namentlich zu nennen. „Können sie diese Fragen beantworten, Miss Adams", wollte Snape ruhig von Davids Freundin wissen, denn er selbst hatte nicht das Bedürfnis, über dieses Thema große Reden zu schwingen. Sandra nickte und antwortete dann etwas ruhiger als sonst: „Das sind der Imperius-, der Cruciatus- und der Todesfluch und man kommt lebenslang nach Askaban, wenn man einen davon anwendet." „Richtig. Drei Punkte", entgegnete Carl Brown knapp und verlas dann die nächste Frage an seine Kinder gewandt.

Sie spielten noch eine Weile und beide Gruppen lieferten sich lange ein Kopf an Kopf-Rennen, doch am Ende zeichnete sich dann doch ab, wer wohl gewinnen würde. „So... Vermutlich wird das eure letzte Frage werden, sofern die anderen beiden die nächste Frage mit Bonus richtig beantworten können", sagte Carl schließlich zu seinen Kindern. „Wer ist der aktuelle Schulleiter von Hogwarts und wer war dessen Vorgänger?" Auffordernd sah Amanda David an, dieser konnte aber nur einen Teil richtig beantworten. „Also momentan ist es Albus Dumbledore, aber davor..." Seine Schwester schüttelte leicht den Kopf. „Davor war es Armando Dippet." „Beides richtig", lächelte ihr Vater und legte das Kärtchen auf den benutzten Stapel. „So...", wandte er sich dann an Severus und Sandra. „Dann wollen wir mal sehen, ob das Spiel nun ein Ende findet" Er zog eine neue Karte und las vor: „Was sind Antiobskuranten? Und der Bonus verlangt drei Beispiele." Gespannt sah er die beiden an. Er selbst hätte diese Fragen beantworten können. Sandra sah Snape an. Sie hatte keine Ahnung, um was es sich dabei handeln könnte. „Ich weiß es nicht", sagte sie etwas entschuldigend. „Dafür bin ich ja da", grinste dieser sie etwas an. „Wollen wir die Gemeinschaft mal erlösen... Antiobskurant ist der Sammelbegriff für alle magischen Geräte, die zum Aufspüren von irgendwelchen dunklen Bedrohungen, Heimlichkeiten und Täuschungen dienen. Einige davon werden gerne von Auroren verwendet. Beispiele wären Spickoskope, Geheimnisdetektoren und Feindgläser." „Vollkommen richtig. Damit wäre also das Spiel beendet. Ein knapper, aber verdienter Sieg", entgegnete Mr. Brown, lächelte und sah dann dem kleinen Drachen zu, wie er auf das Zielfeld zusteuerte und dort ein paar Loopings flog. „Ihr beide habt aber natürlich auch toll gespielt", fügte er dann an seiner Kinder gewandt noch an, während er die Karten einsammelte. Amanda lachte. „Dad, wir sind schon etwas größer. Mit dem pädagogischen Verlierer-Trost brauchst du da nicht mehr kommen." Sie sah Sandra und Severus an. „Na herzlichen Glückwunsch und ich hab es ja gleich gewusst." Sandra lächelte daraufhin zufrieden und bedankte sich. David hingegen schien die Niederlage etwas mehr zu treffen, denn er behielt seine Glückwünsche für sich.

Nachdem Amanda die beiden Spielfiguren zurück in den Karton gelegt hatte, stand sie auf und entschuldigte sich kurz, da sie auf die Toilette musste. Als sie wieder kam, blieb sie aber in der Wohnzimmertür stehen. „Soll ich noch etwas aus der Küche holen? Kekse oder etwas zu trinken", wollte sie von den anderen vier Personen wissen. Severus bedankte sich indes bei Sandra für die gute Zusammenarbeit und danach bei Amanda für die Glückwünsche und als diese wieder zurückkam, stand er gerade auf, um sich ein wenig die Füße zu vertreten. „Ich hätte jetzt gerne etwas", antwortete er, während er auf sie zukam, denn auch er hatte langsam das Bedürfnis, einmal auszutreten. "Für mich bitte auch etwas", sagte ihr Vater, während er das Spiel zur Seite legte. „Übrigens...", grinste er etwas scherzhaft und deutete auf den Mistelzweig, als er seine Tochter und Snape darunter stehen sah. Stirn runzelnd sah Amanda nach oben und entdeckte die Pflanze, die über dem Türrahmen hing. „Oh...da habe ich wohl nicht so gut aufgepasst", meinte sie nur und sah Severus lächelnd an. „Also Amanda, dieses Jahr kommst du offensichtlich nicht drum herum", scherzte ihr Vater.

Sandra und David hatten noch etwas zu diskutieren gehabt und bemerkten jetzt erst was los war und sahen nun mehr oder weniger erwartungsvoll auf das Paar in der Tür. Auch Severus sah nach oben. „Tja... ich wohl auch nicht", sagte er dann zu Amanda und sah sie an. „Das heißt jetzt also, wir müssen uns diesem Brauch beugen, ja?" „Ja, ich befürchte es. Bisher habe ich mich immer drücken können, aber da warst du auch nicht da." „Tja dann...", sagte Snape und zog sie etwas zu sich. „Bringe ich es hinter mich. Meine Blase zwingt mich nämlich dazu", grinste er. Dann küsste er Amanda kurz. „Später mehr", flüsterte er ihr dann noch leise ins Ohr und grinste ein wenig. Es war noch immer nicht sein Ding, sie vor großem Publikum lange und innig zu küssen. Carl Brown sah schmunzelnd dem Kuss zu. Snape hatte an diesem Abend durch sein Verhalten sehr viel mehr seiner Achtung gewonnen. David hingegen hatte sich weniger überzeugen lassen und vermied es, seiner Schwester beim Küssen zuzusehen. Amanda lächelte Severus noch kurz hinterher, bevor sie in die Küche ging und eine Flasche Wein, Saft und Wasser mit entsprechenden Gläsern holte und alles inklusive einer Schale Kekse auf dem Couchtisch verteilte. „Wenn jemand noch was anderes will, muss er es sich selber holen", sagte sie dann und setzte sich auf das noch freie Sofa. Kurze Zeit später kam auch Snape wieder und setzte sich neben sie.

Nachdem jeder etwas getrunken hatte, sah Carl kurz aus dem Fenster und stellte fest, dass es gerade wieder aufgehört hatte zu schneien. „Hat jemand vielleicht Lust auf einen kleinen Spaziergang im Park draußen? Wo wir solange herumgesessen haben?" Amanda nickte. „Ja gerne. Etwas Bewegung wäre sicherlich gut." Davids Gesicht war hingegen wenig begeistert, während Sandra durchaus einen zustimmenden Gesichtsausdruck machte, aber zunächst nichts sagte. „Dazu sage ich auch nicht nein", antwortete Severus, denn auch er konnte gerade etwas Bewegung und frische Luft gebrauchen, wenn er ehrlich war.