Kapitel 17

~ Konzertabend ~

Inzwischen war es Ende September geworden und die Schule hatte schon seit beinahe vier Wochen wieder angefangen. Amanda hatte mittlerweile, nach den vielen Kunden Ende August, Zeit gefunden, um Felonwoods Geschäfte etwas zu ordnen. Außerdem hatte sie einige neue Artikel ins Sortiment aufgenommen, in der Hoffnung, dass sie bei ihren Kunden auch Anklang finden würden. Gerade war sie dabei, die Haltbarkeit einiger, wenig gebrauchter Zutaten zu kontrollieren, als ihr Blick auf die Uhr im Lager fiel. Es war tatsächlich schon viertel nach sechs und sie sollte möglichst bald nach Hause gehen, denn um sieben wollte Severus sie abholen, da sie an diesem Abend ein Konzert besuchen würden. Schnell sah sich Amanda die letzten beiden Fläschchen an, kletterte dann die Leiter hinunter und ging in den Verkaufsraum, um sich von Matthew zu verabschieden. Nachdem das erledigt war, apparierte sie nach Hause, duschte und zog sich eines ihrer schickeren Kleider an. Es dauerte einen Moment, bis sie ihre Haare in die Steckfrisur gezwungen hatte, die sie sich vorstellte und so war es schon kurz vor sieben, als sie damit fertig war. Doch wider Erwarten war Severus nicht pünktlich. Verwundert ließ sich Amanda auf ihrem Sofa im Wohnzimmer nieder und las noch etwas im Abendpropheten, während sie wartete.

Severus saß zu seinem größten Unwillen noch in einer Lehrerkonferenz, als Amanda sich auf den Nachhauseweg machte. Eigentlich wollte er zu dieser Zeit schon längst unter der Dusche stehen, doch sein werter Kollege Lockhart machte ihm einen Strich durch die Rechnung, indem er ihn und alle anderen Lehrer gerade wieder mit einer seiner hanebüchenen Storys belästigte. Mit einem kurzen Blick auf die Uhr im Lehrerzimmer, die nun schon zwanzig nach sechs anzeigte, unterbrach Severus nun seinen Kollegen etwas unwirsch und richtete sein Wort an Dumbledore. „Gibt es noch irgendetwas Wichtiges zu besprechen, Albus? Ansonsten hätte ich jetzt auch noch Besseres zu tun, als mir das anzuhören." „Nein… Von meiner Seite wäre alles gesagt", antwortete dieser und sah daraufhin kurz seine Kollegin Minerva McGonagall an, deren Mund sich auch schon genervt ein wenig verschmälert hatte. Auch diese schüttelte den Kopf, denn auch sie hatte nichts mehr zu sagen. „Schön… Dann werde ich jetzt gehen", kündigte Snape an und erhob sich dann von seinem Stuhl. Flitwick tat es ihm in diesem Moment gleich, sprang von seinem Platz auf und quiekte: „Ich schließe mich ihnen an, Severus… Es gibt noch Hausarbeiten zu korrigieren." Daraufhin regten sich auch Professor Sprout, die sich mit wichtigen Pflanzarbeiten entschuldigte und McGonagall, die allen einen angenehmen Abend wünschte. „Nun… Dann wäre die Konferenz beendet", sagte nun auch Dumbledore und erhob sich von seinem Stuhl.

Severus war bei diesen Worten schon halb aus der Tür verschwunden und eilte in die Kerker hinab. Nach einer Dusche in Rekordzeit war er bei einem erneuten Blick auf die Uhr froh, dass er schon heute Morgen seine Kleider bereit gelegt hatte, die er heute Abend anziehen wollte. Fünf Minuten vor dem mit Amanda verabredeten Zeitpunkt machte er sich schließlich auf den Weg zur Apparationsgrenze, noch immer angesäuert, dass er wegen seines Kollegen nun zu spät kommen würde. Für seine Verhältnisse ungewöhnlich verspätet klingelte er schlussendlich bei Amanda an der Tür. Auf das Klingeln an der Haustür hin, schlug Amanda die Zeitung zu und erhob sich. Severus war tatsächlich über zehn Minuten zu spät. Lächelnd öffnete sie die Tür und begrüßte ihn. „Hallo, schön, dass du da bist!" „Hallo", entgegnete Severus. „Tut mir leid, dass ich zu spät komme, aber mein werter Kollege Lockhart musste einmal mehr seine Geschichten während unserer Lehrerkonferenz zum Besten geben", entschuldigte er sich dann, noch immer leicht genervt und trat ein. Da sie vor hatten, auf ein Muggelkonzert zu gehen, war Snape heute Abend ausnahmsweise einmal nicht in seine klassischen, schwarzen Roben gekleidet, sondern trug einen schwarzen, hochgeschlossenen Gehrock, unter dem an den Ärmeln und am Kragen ein weißes Hemd hervorschimmerte, sowie eine dazu passende Hose und Schuhe, beides ebenfalls in schwarz. „Das scheint er ja häufiger zu tun, aber macht nichts. Wir haben ja noch Zeit", entgegnete Amanda und sah Severus dann genauer an. „Du siehst aber sehr schick aus", fügte sie dann noch lächelnd hinzu. „Er tut es ständig und geht jedem damit auf die Nerven. Bloß merkt er es nicht." Dann besah sich Severus auch Amanda genauer. „Danke... Du aber auch." Er zog sie ein wenig zu sich und raunte: „Mehr als schick..." Dann küsste er sie kurz aber innig. Amanda strich seinen Oberkörper entlang und sah ihn an. „Vielen Dank. Wollen wir noch ein Glas Wein trinken? Dann kannst du auch genauer vom lieben Professor Lockhart erzählen." „Wenn es die Zeit noch zulässt..." Noch einmal küsste er sie kurz, während er ihr in die Augen sah. „Ich denke doch schon." Sie sah Severus an. Er gefiel ihr wirklich sehr gut in seiner Abendgarderobe. Dann lächelte sie ihn ein weiteres Mal an und ging schließlich in die Küche, um den Wein zu holen. Er sah ihr nach und über sein Gesicht huschte ein zweideutiges Lächeln, als er sie nun auch noch von hinten betrachten konnte. Auf den restlichen Abend nach dem Konzert freute er sich jetzt schon. Dann ging er voraus ins Wohnzimmer.

Kurze Zeit später kam Amanda mit zwei Gläsern Wein nach und reichte Severus eines, bevor sie sich auf das Sofa setzte. „Dann auf einen schönen Abend", sagte sie und erhob ihr Glas, um ihm zuzuprosten. „Auf einen schönen Abend", wiederholte er, lächelte sie kurz an und trank dann einen Schluck. Sie tat es ihm gleich und sah ihn anschließend an. „Also, was tut Lockhart sonst noch schönes? Hat er denn wenigstens was drauf, damit seine Angeberei gerechtfertigt ist?" „Er nervt einfach. Zum Beispiel hat er doch tatsächlich Pomona - Professor Sprout", verbesserte sich Snape, damit auch Amanda verstand, um wen es ging, „er hat es tatsächlich fertig gebracht, ihr schon in den ersten Tagen einen Vortrag darüber zu halten, wie man eine verletzte Peitschende Weide richtig verarztet. Sprout... einen Vortrag über das Umgehen mit Pflanzen..." Severus rollte genervt mit den Augen. „Jedenfalls war sie wohl nicht die Einzige, die er schon bequatscht hat. Bei mir hat er's noch nicht versucht und ich will es ihm auch nicht raten." Er trank noch einen Schluck Wein. „Minerva ist auch schon angesäuert und das muss etwas heißen. Und ich brauche wohl nicht erwähnen, dass ich kaum glaube, dass sein Unterricht seine Angeberei rechtfertigt." Geduldig hörte Amanda zu, musste aber etwas grinsen. „Also ich wäre gerne dabei, wenn er dir erzählt wie man einen Erkältungstrank braut." „Glaub mir... das wärst du nicht", sprach er etwas gepresst aus. „Es könnte nämlich dann gut sein, dass ich mich vergesse und das willst du sicherlich nicht miterleben." „Hm... ich kann mir eher vorstellen, dass es amüsant wäre." Sie schmunzelte ihn an und trank von ihrem Wein. Severus hob daraufhin nur eine Augenbraue und trank auch noch einen Schluck. „Na komm, scheinbar ist der doch so aufgeblasen, dass man ihn kaum ernst nehmen kann oder?" „Natürlich nehme ich ihn nicht ernst. Aber er geht mir furchtbar auf die Nerven! Aber lass uns jetzt bitte das Thema wechseln... Gibt es bei dir neues?" „Nein, nicht wirklich. Aber ich glaube bei Matthew ist irgendwas im Busch, der ist schon seit Tagen vollkommen hibbelig." „So? Na hoffentlich äußert sich das nicht in Braufehlern und durchgeschmolzenen Kesseln..." „Nein, bisher nur in zerbrochenem Glas. Vielleicht ist was mit seiner Freundin. Na ja er wird es mir schon mitteilen, wenn es etwas Wichtiges ist." „Wollen wir hoffen, dass es bald ist, sonst wird es teuer. Oder du ziehst ihm die Schäden vom Gehalt ab", grinste Severus. Amanda lachte. „Nein, das ist ja nur Kleinkram und er arbeitet viel zu gut, als das ich auf solche Ideen kommen würde." „Na, wenn du meinst..." „Aber natürlich. Als ich umgezogen bin, hat er fast alles alleine gemacht und das sehr gut." Amanda trank ihr Glas leer und warf einen Blick auf die Uhr. „Wollen wir dann gleich los?" Auch Severus sah auf die Zeit. „Ja, sollten wir. Ich möchte nicht erst kurz vor knapp dort eintreffen." „Nein, das wäre ärgerlich und wir können nun auch nicht direkt vor die Tür apparieren." Sie erhob sich und stellte ihr Glas auf dem Couchtisch ab. „Eben", sagte er und stellte seins auch zur Seite, während er aufstand. „Und gestresst habe ich mich heute auch schon genug." „Armer Kerl, aber ich versteh dich. Meine Lieblingskundin Mrs. Reynolds hat mich heute mal wieder eine halbe Stunde belagert. Dass die Frau sich noch nicht in die Luft gesprengt hat, ist wirklich ein Wunder", berichtete Amanda und ging währenddessen in den Flur, wo sie sich ihren Umhang überzog. Durch das Kleid, was sie trug, würde er auch in der Muggelwelt nicht zu sehr auffallen. „Hm..." Severus folgte ihr und als sie sich angezogen hatte, apparierten sie gemeinsam in eine unbelebte Seitenstraße unweit des Konzerthauses. Von dort aus legten sie den restlichen Weg zu Fuß zurück.

„Hast du auch an die Karten gedacht", wollte Amanda wissen, während sie das Foyer betraten. Snape machte kurz ein erschrockenes Gesicht, doch dann grinste er. „Natürlich." Daraufhin zog er sie aus einer Tasche und reichte sie dem Kontrolleur. „Sehr lustig..." Es war sehr warm im Konzerthaus, so dass Amanda gleich ihren Umhang auszog. „Ich gebe eben meinen Umhang ab." „Warte, ich komme mit." Zusammen gingen sie zur Garderobe. „So... Wollen wir dann mal unsere Plätze suchen?" „Ja gern. Ich freu mich schon." Gemeinsam betraten sie den Konzertsaal und hatten einen kurzen Moment später ihre Plätze gefunden. „Wir sollten nur noch in Muggelkonzerte oder -theater gehen", meinte Amanda leise zu Severus, nachdem sie sich gesetzt hatten. „Da muss man nicht ständig Angst haben, dass man jemanden trifft den man kennt." „Ja, das stimmt allerdings", antwortete dieser leise. „Ich bin sehr gespannt wie es wird. Nicht dass ich Schuld bin, wenn es blöd wird da ich es ausgesucht habe", meinte Amanda dann noch leise. „Ich denke, es wird ganz gut", lächelte Severus und gab ihr dann kurz einen Kuss. „Ich hoffe." Sie nahm seine Hand und drückte sie. Einen Moment später wurde das Licht gedämmt und das Konzert begann.

Nach fast eineinhalb Stunden Musikgenuss und einer halben Stunde Pause zwischendurch war das Konzert vorüber und Severus war zufrieden. Als die allgemeine Aufbruchsstimmung im Konzertsaal begann, blieb er mit Amanda noch einen Moment sitzen, um nicht in das Gedränge der anderen Leute zu kommen. „Also mir hat es gefallen", meinte Amanda und sah Severus lächelnd an. „Mir auch. Ausgesprochen gut", lächelte dieser zurück. „Schön." Kurz gab sie ihm einen Kuss und erhob sich dann, weil die größten Menschentrauben sich aufgelöst hatten. Auch Severus stand nun auf. „Und was fangen wir jetzt noch mit diesem angebrochenen Abend an, Miss Brown", fragte Severus, leise in ihr Ohr brummend, als er neben ihr stand. Amanda lächelte kurz, bevor sie ruhig antwortete: „Ich weiß nicht. Wollen wir noch etwas essen gehen? Oder lieber nach Hause?" „Essen klingt gut." „Schön." Gemeinsam gingen sie dann zurück ins Foyer. „Musst du noch zur Toilette bevor wir gehen?"

„Ja, ich denke, ich gehe noch kurz. Musst du auch?" „Nein, ich hol in der Zeit schon einmal meinen Umhang. Die Schlange ist so lang." „Gut. Dann treffen wir uns bei der Garderobe wieder", entgegnete Severus und ging daraufhin zur Toilette.

Derweil stellte Amanda sich in die Schlange an der Garderobe. Obwohl recht viele Menschen warteten, ging es doch recht schnell voran, bis Amanda beinahe an der Reihe war. Die Frau vor ihr machte ein Riesentheater, weil angeblich ein Fleck auf ihren Mantel gekommen war. Amanda seufzte etwas genervt. Wenn das so weiter ging, dann würde es noch etwas dauern, bis sie an der Reihe war. „Da haben wir uns wohl mal wieder die falsche Schlange ausgesucht", wurde sie plötzlich von hinten angesprochen. Überrascht drehte Amanda sich um. Ein Mann etwa in ihrem Alter stand hinter ihr in der Schlange und lächelte sie nun an. Freundlich lächelte Amanda zurück. „Ja, es scheint wohl so." „Ich hätte sie vielleicht vorwarnen sollen, mir passiert das nämlich immer." Amanda schüttelte den Kopf. „Dann hätten sie sich ja auch gleich woanders anstellen können oder?" Ihr Gegenüber lachte kurz. „Nun, da haben sie vermutlich Recht. Es tut mir Leid. Das nächste Mal werde ich ihren Rat befolgen." Amanda war durchaus bewusst, dass der Mann mit ihr flirtete, doch da sie nun wahrlich kein Interesse an ihm hatte, würde sie nicht weiter darauf eingehen. „Dann werden sie aber bei jeder Schlange, auf die sie treffen werden, Probleme bekommen." Überraschenderweise hatte sich die Frau mit dem beschmutzten Mantel wieder beruhigt und war dabei zu gehen, so dass Amanda endlich an der Reihe war und ihre Marke abgeben konnte. Während sie wartete, dass die Frau hinter dem Tresen ihren Umhang gefunden hatte, führte der junge Mann das unterbrochene Gespräch fort: „Nun, nicht in jeder Schlange steht eine so schöne Frau wie sie." Ein wenig kritisch sah Amanda ihn an. „Nun übertreiben sie aber durchaus." „Nein, gar nicht." Er lächelte sie erneut an.

Severus war indes gerade von der Toilette auf dem Rückweg zu Amanda. Schon von weitem bemerkte er, dass sie sich mit einem jungen Mann, der hinter ihr stand, unterhielt, wogegen er grundsätzlich auch nichts einzuwenden hatte. Doch als er näher kam, schnappte er auch auf um was es ging und das gefiel ihm ganz und gar nicht. Was flirtete dieser Typ mit seiner Partnerin?!? „Doch ich denke schon", meinte Amanda und nahm dann ihren Umhang entgegen. „So lange war es dann ja nun doch nicht." „Nein, aber ich hatte ja auch nette Beschäftigung." Noch einmal lächelte Amanda den Mann höflich an. „Dann hoffe ich für sie, dass sie das das nächste Mal auch haben. Einen schönen Abend noch", verabschiedete sie sich schließlich und spürte noch deutlich seinen Blick im Rücken, als sie sich einige Schritte von der Garderobe entfernte und sich nach Severus umsah. Dieser war nur noch ein paar Schritte von ihr entfernt und stand einen Augenblick später auch schon bei ihr. „Und? Gut unterhalten", fragte er sogleich, während er noch einmal einen kurzen, aber eindeutigen Blick in die Richtung des starrenden Mannes warf. „Hielt sich eher in Grenzen", meinte Amanda beiläufig und zog sich ihren Umhang über. „Na dann... Wollen wir gehen?" „Ja. Hast du schon eine Idee?" Amanda selbst wusste nicht, wo sie am besten hingehen sollten. „Nicht unbedingt." „Gut, dann lass uns einfach gucken, was uns über den Weg läuft." Sie lächelte ihn kurz an und gemeinsam verließen sie schließlich das Konzerthaus. Draußen angekommen schlugen sie eine Richtung ein, die ihnen viel versprechend erschien und sahen sich nach einer passenden Lokalität um. „Nach was genau ist dir gerade", wollte Severus wissen. „Etwas Ruhiges, Nettes. Vielleicht mit etwas Musik." Sie griff nach seiner Hand. „Gute Idee. Nach so etwas ist es mir auch gerade."

Gemeinsam gingen sie weiter. Vor einem Lokal blieben sie kurz stehen, um es sich genauer anzusehen. Es war allerdings dann doch nicht das, was sie gerade suchten. Aber ein Lokal einige Häuser weiter, sah schon deutlich viel versprechender aus. „Das hier sieht gut aus, finde ich." „Ja, finde ich auch. Lass uns mal reingehen." Gemeinsam betraten sie die Bar und suchten sich einen Tisch. „Es ist wirklich nett hier", meinte Amanda kurz nachdem sie ihre Getränke bestellt hatten und lächelte Severus an. „Ja." Er lächelte ein wenig zurück. „Vor allem Live-Musik und nichts vom Band." Amanda nickte. „Ja, das ist sehr schön." Einen kurzen Moment später, bekamen sie auch schon ihre Getränke. „Wollen wir auf den besonderen Abend anstoßen?" Severus nahm sein Glas in die Hand, während er antwortete. „Ja, gern. Auf das er so schön weitergeht, wie er angefangen hat." Sie lächelte. „Das hoffe ich auch", meinte Amanda und stieß dann mit Severus an. Sie verbrachten zusammen noch eine schöne Zeit in der Bar und als der Musiker wechselte und die Musik schlechter wurde, machten sie sich auf den Weg nach Hause.

„Das sollten wir öfter machen, wenn wir irgendwie Zeit dafür finden", meinte Amanda, als sie ihre Haustür hinter sich schloss. „Ja, das stimmt. Die Zeit ist allerdings wirklich ein Problem", entgegnete Severus, als er hinter ihr den Flur betrat. „Vielleicht ist Lehrer doch nicht der allerbeste Beruf, wenn man eine Beziehung führen will." Amanda hängte ihren Umhang an die Garderobe und ging ins Wohnzimmer. „Möchtest du noch etwas trinken?" „Ich habe nie das Gegenteil behauptet." Er ging ihr hinterher. Im Wohnzimmer angekommen legte er einen Arm um ihre Hüfte, zog sie sanft an sich und sah ihr in die Augen. „Und doch haben wir es schon fünf Jahre miteinander ausgehalten. Nein, ich möchte gerade nichts trinken", antwortete Severus dann noch auf Amandas Frage. Daraufhin lächelte sie ihn an. „Ja, es ist doch immer wieder faszinierend, dass es schon so lange ist, oder? Ob es ein gutes Zeichen ist?" „Mhm. Ich hoffe es doch", sagte er und küsste sie kurz. „Ich glaube schon. Könnte sich nicht besser anfühlen." Sie legte ihre Arme um Severus. Er lächelte. „Dann ist ja gut." Dann küsste er sie noch einmal innig und lange. „Mhm", stimmte ihm Amanda zu und küsste Severus kurz. „Was machen wir zwei nun noch?" „Gute Frage..." Snape grinste sie ein wenig an und hielt sie weiter im Arm. „Na das finde ich auch." Lächelnd seufzte sie zufrieden und umarmte ihn etwas enger. Severus streichelte sanft ein wenig ihren Nacken, schloss für einen Moment die Augen und atmete tief durch. Er genoss es gerade, Amanda so im Arm zu halten. „Wollen wir nach oben gehen", wollte sie schließlich leise wissen und streichelte seinen Rücken entlang. „Mhm", brummte Severus leise. „Gute Idee." „Kommt auch von mir." Sie lächelte und gab ihm einen Kuss, bevor sie sich von ihm löste, seine Hand nahm und sie sich zusammen auf den Weg in die obere Etage machten. Er grinste etwas, als sie das sagte, entgegnete jedoch nichts. Stattdessen folgte er Amanda ins obere Stockwerk.

Im Schlafzimmer angekommen entzündete Amanda einige Kerzen und löste einige Spangen aus ihrer Frisur, die langsam zu unbequem wurde. Für eine kleine Weile sah Severus ihr dabei zu. Als sie ihre Spangen gelöst hatte, kam er schließlich zu ihr, zog sie erneut an sich und hauchte ein paar Küsse rund um ihr Ohr. „Darauf habe ich mich schon den ganzen Abend gefreut", gestand er ihr dann mit leiser, samtiger Stimme. „Mhm, dann hätten wir vielleicht gleich hier bleiben sollen", meinte Amanda lächelnd. „Wieso", sah er sie fragend an. „Na dann hättest du dein Ziel schneller erreicht." „Aber ich hätte es nicht so lange genießen können", antwortete Severus und küsste sie sanft. Lächelnd legte sie ihre Arme um seinen Körper und küsste ihn ebenfalls. „Was hast du denn genossen?" „Alles...", grinste er und streichelte etwas über ihren Rücken und Po. „Das ist aber eine ganze Menge", meinte Amanda und strich sanft über seine Wange und anschließend mit dem Daumen über seine Lippen. Severus sah ihr währenddessen in die Augen. „Natürlich..." Dann küsste er sie noch einmal innig und lange. Sanft streichelte sie ihn im Nacken, während sie sich küssten und seufzte dann leise. Mit einer Hand machte Amanda sich daran, die unteren Knöpfe von Severus Oberteil zu öffnen. So schick es auch war, einfacher auszuziehen als eine Robe war es nicht. Severus hingegen hatte es leichter. Während er Amanda noch küsste, öffnete er den Reißverschluss ihres Kleides und streifte es ihr schließlich auch gleich noch von den Schultern. „Das ist ein wenig unfair", meinte Amanda leise. Während sie noch dabei war weitere Knöpfe zu öffnen, lag ihr Kleid schon sehr labil auf ihrer Hüfte. Ihre Schultern und ihren Hals küssend, während seine Hände über ihre Seiten strichen, raunte ihr Snape ins Ohr. „Wieso unfair", doch er konnte sich die Antwort schon denken. „Weil du viel mehr und viel komplizierte Sachen anhast", erklärte sie und konnte endlich seinen Gehrock von seinen Schultern schieben und hatte so etwas Spielraum, um einige zarte Küsse auf seinen Hals zu hauchen. „Ich kann dir ja behilflich sein", grinste er und küsste sie dann wieder. „Das könntest du wirklich. Es sei denn, dir ist noch etwas länger nach genießen...", sagte Amanda und fuhr unter sein Hemd und über seine nackte Haut. „Dann mache ich das auch", flüsterte Snape und küsste sie noch einmal, bevor er ihr schließlich half, seine Kleider auszuziehen. Als Amanda schließlich die Hose von seinen Hüften schob, grinste sie ihn an. „So nun haben wir wohl wieder gerechte Verhältnisse hier." Zärtlich streichelte sie mit ihren Fingern über seinen nun nackten Oberkörper. „Sieht wohl so aus, ja", grinste Severus und strich über ihren Rücken. Dann küsste er sie wieder innig und zog sie sanft mit sich Richtung Bett.