Kapitel 21

~ Matthews Hochzeit ~

Schon von weitem bemerkte er, dass es an diesem nur so von ehemaligen Schülern wimmelte und er dachte sich, dass das ja noch heiter werden konnte. Als er schließlich direkt hinter Amanda stand, sprach er sie höflich und zuvorkommend an, so als ob er ihr noch nie zuvor begegnet wäre. „Verzeihung... Ist der Platz neben ihnen noch frei?" Kurz bevor sie angesprochen wurde, wunderte sich Amanda noch, warum die Gespräche am Tisch weitestgehend verstummten, doch als sie Severus Stimmte hinter sich hörte, klärte sich das Rätsel. Lächelnd drehte sie sich um und musste sich sehr beherrschen, um nicht einfach aufzustehen und ihn zu umarmen und zu küssen, vor allem weil sie sich schon so lange nicht mehr gesehen hatten. „Natürlich", antwortete sie schließlich so gefasst wie möglich, aber mit einem strahlenden Gesicht. Severus grinste und setzte sich daraufhin neben sie. „Wunderbar... Ich Glückspilz." Bis auf Amanda sahen alle am Tisch sehr überrascht zu Snape und hatten keine Ahnung, was ihr alter Lehrer auf dieser Hochzeit zu suchen hatte und vor allem wunderten sie sich alle, seit wann er lachen oder komische Witze machen konnte. „Um den Titel müssen wir uns heute Abend wohl streiten", entgegnete Amanda auf Severus Worte und lächelte ihn noch immer an. Sie freute sich einfach, dass er doch noch gekommen war. „Unter diesen Umständen trete ich ihn gerne ab", antwortete er daraufhin und sah ihr in die Augen. Auch er sah froh aus, dass er nun hier war - bei Amanda. „Das ist aber sehr zuvorkommend, vielen Dank." Eigentlich hätte Amanda ihn geküsst, wusste aber nicht, ob ihm das vor so vielen ehemaligen Schülern recht war.
Nur langsam kamen wieder Gespräche auf am Tisch, aber dennoch waren die meisten Augen noch immer auf Snape und Amanda gerichtet. Versuchte er etwa tatsächlich mit ihr zu flirten? „Nichts zu danken", grinste Snape, während ihm die Irritation seiner ehemaligen Schüler nicht entging. Das amüsierte ihn allerdings noch zusätzlich. „Darf ich fragen, wieso sie eingeladen sind", fuhr er fort, wobei er ein wenig Mühe hatte, unbeteiligt auszusehen und nicht breit zu grinsen oder loszulachen bei diesem kleinen Theaterstück. „Matthew arbeitet schon seit ein paar Jahren für mich. Also indirekt bezahle ich quasi die Feier", sagte Amanda so ernst es eben ging und trank zur Ablenkung einen Schluck von ihrem Wein. „Ah, wirklich interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass er seine Chefin auch einlädt...", sagte Severus beiläufig, so als ob er selbst eine viel engere Beziehung zu einem der Gastgeber hätte. „Es gibt auch Arbeitsverhältnisse die gut funktionieren. Was ist denn ihr Einladungsgrund?" „Oh, wissen sie... Ich war sozusagen sein Lieblingslehrer...", sagte Severus, ohne mit der Wimper zu zucken und sah Amanda an. Doch in seinen Augen blitzte es schelmisch, was ihr bei seinen Worten sicherlich nicht entging. „Er wollte nicht auf mich verzichten, deshalb bin ich noch gekommen. Lieber spät als nie, nicht wahr?" Nach diesen Worten grinste er ein wenig. Amanda musste kurz lachen. „Kann ich mir eigentlich kaum vorstellen", meinte sie, beugte sich zu ihm hinüber und küsste ihn zärtlich. „Du bist ganz schön verrückt manchmal", sagte sie dann leise zu ihm, bevor sie sich wieder richtig hinsetzte.

Snapes Worte hatten bei den meisten Personen am Tisch doch große Verwunderung ausgelöst. Wie kam er nur zu solchen Äußerungen und vor allem, wieso hatte in Matthew nun wirklich eingeladen? Als er dann von Miss Brown auch noch geküsst wurde, konnten einige nicht mehr verhindern, dass sie die beiden ziemlich erschrocken anstarrten. Snape war wegen dieser Frau hier? Snape hatte eine Frau und sie hatte ihn auch noch freiwillig geküsst? Seine Überraschung ob des Kusses vor versammelter Mannschaft überspielte dieser währenddessen sogleich souverän. „Nicht? Na ja, immerhin habe ich ihn gut genug ausgebildet, dass man ihn bei dir ohne Aufsicht arbeiten lassen kann", grinste er danach ein wenig provozierend. „Du weißt ja... Genie und Wahnsinn liegen oft nahe beieinander...", ergänzte er noch und ließ dann ein wenig belustigt grinsend seinen Blick über die starrenden Gesichter schweifen. „Jetzt hast du meinen ehemaligen Schülern vollends den Appetit verdorben, Amanda. Du solltest dich schämen", sah er sie dann wieder an und grinste erneut, denn er meinte keines seiner letzten Worte ernst. Amanda musste lachen und schüttelte kurz den Kopf, bevor sie einen Blick in die Runde warf. „Tja, das tut mir leid, wenn es so sein sollte, aber ich bin sicher, sie werden in dir wie immer einen passenden Schuldigen finden", sagte sie die letzten Worte wieder an Severus gerichtet. „Du hast Recht. Auch wenn ich es ungern zugebe." Daraufhin lächelte Amanda vor sich hin und sparte sich ihren Kommentar, da gerade die Vorspeise gebracht wurde. Als alle ihr Essen bekommen und angefangen hatten, lehnte sich Amanda kurz zu Severus. „Schön, dass du doch da bist", sagte sie leise zu ihm. Er beugte sich ein wenig zu ihr und antwortete ihr genauso leise, während er nach dem Besteck für die Vorspeise griff. „Ich freue mich auch. Guten Appetit." Dann lächelte er kurz und begann selbst zu essen. „Danke dir auch", meinte sie lächelnd und begann dann kurz darauf ebenfalls zu essen.

Mit seinen vier Gängen zog sich das Essen eine ganze Weile hin, vor allem auch weil sich zwischendurch immer wieder Personen zu einer Rede berufen fühlten. „Wenn ich jetzt noch etwas esse, dann passe ich nicht mehr in mein Kleid", sagte sie zu Severus, nachdem sie das Besteck auf den Dessertteller gelegt hatte. „Das wäre sehr schade", grinste dieser ein wenig und aß noch seinen letzten Rest Nachtisch. „Ich finde auch." Amanda sah sich im Raum um. Scheinbar waren die meisten Gäste fertig mit dem Essen. Dann drehte sie sich wieder zu Severus. „Bin gespannt, was als nächstes kommt. Vielleicht irgendwelche komischen Spiele?" „Hör mir auf...", sagte dieser ein wenig leiser als normal. „Wobei... Solange ich nicht mitspielen muss, von mir aus." „Das wäre doch sicherlich ganz lustig. Also ich kann mir vorstellen, es würde einige ziemlich amüsieren, wenn du mitspielen würdest." Sie grinste ihn breit an. Amandas Sitznachbarin bekam zwangsläufig einen Großteil des Gespräches zwischen ihr und Snape mit und war doch sehr verwundert, wie locker sich ihr alter Lehrer gab. Das hatte sie niemals von ihm erwartet. „Ja, das kann ich mir auch vorstellen... Dich eingeschlossen vermutlich." Er grinste etwas. „Nur mich würde es wohl weniger amüsieren, fürchte ich." „Ja wahrscheinlich mich eingeschlossen und ich könnte es dir auch wochenlang immer wieder erzählen." Sie lächelte ihn breit an. Seit er auch da war, war ihre Laune ein gutes Stück besser geworden. „Lass es besser...", entgegnete Snape daraufhin nur und trank einen Schluck. Matthews Eltern hatten sich gerade erhoben, um nun auch ihre Worte an das junge Brautpaar zu richten und Amanda war gespannt, was sie sagen würden, denn viel Kontakt hatte sie zu seinen Eltern noch nicht gehabt. „Ich werde mich bemühen", sagte sie noch zu Severus, bevor sie der Rede lauschte. Auch Snape hörte der Rede zu, wie es sich gehörte und als sie nach einigen Minuten wieder zu Ende war, spendete er auch höflich Applaus. Kurz nach dieser Rede erhob sich Mias Schwester und eröffnete dem Brautpaar, dass sie sich nun mit ihrem ersten Spiel auseinandersetzen müssten. Dafür wurden beide mit den Rücken aneinander gesetzt und bekamen Gegenstände in die Hand, die jeweils Braut beziehungsweise Bräutigam symbolisierten. Dann begann Mias Schwester Fragen zu stellen, bei denen beide jeweils angeben sollten, auf wen die Eigenschaft besser zutraf. „Ein Spiel, das zur ersten Ehekrise führen kann", murmelte Snape leise in Amandas Ohr und grinste etwas. Diese lachte daraufhin kurz. „Ja, wenn man Pech hat. Aber das kann noch viel schlimmer werden, wenn zum Beispiel einer in der Hochzeitsnacht vollkommen betrunken ist." Leise lachte Severus ein wenig. „Das stimmt." „Diese Einschränkung kannst du dir also schon einmal merken", sagte sie leise und küsste ihn dann kurz grinsend auf den Mund. „Ich hege nicht die Befürchtung, dass es jemals passieren wird", lächelte er ein wenig. „Jetzt ist nur die Frage, welches der Ereignisse du meinst", merkte sie an, während Matthew und Mia sich erneut nicht einig waren mit ihren Antworten. „Betrunken in der Hochzeitsnacht natürlich", antwortete Severus leise. „Dann ist ja gut." Wieder unterschieden sich die Antworten des Brautpaares. „Also wenn es wirklich nach diesem Spiel ginge, dann sollten sich die beiden das mit der Ehe schnell noch einmal anders überlegen." „Ich denke, dafür ist es jetzt schon zu spät", grinste Severus ein wenig fragend. Nach kurzem Überlegen meinte er dann: „Meinst du, wir wären uns einiger?" Amanda sah ihn an. „Kommt sicherlich auf die Fragen an." „Vermutlich." „Will ja auch nicht gemein sein und sagen, dass wir besser zusammenpassen." Das Spiel war inzwischen beendet, doch Matthew und Mia durften sich nicht wieder hinsetzen, denn stattdessen wurden nun zehn Freiwillige gesucht. „Habe ich selbst auch nicht behaupten wollen", antwortete Snape noch auf Amandas Worte.

Auf der Suche nach Teilnehmern stand Mias Schwester schließlich auch am Tisch von Amanda und Severus und überredete gerade den Schulfreund, welcher ihnen gegenüber saß. Dann fiel ihr Blick auf Amanda. „Oh, Miss Brown! Als Matthews Chefin müssen sie nun wirklich mitkommen!" Amanda seufzte daraufhin. „Ich mache aber keine albernen, peinlichen Sachen, um schon einmal vorzuwarnen." „Nein, das Spiel ist wirklich ganz harmlos. Sie müssen nur ein paar Fragen beantworten." Kurz überlegte Amanda. „Na gut, in Ordnung." Langsam und ihr Kleid sortierend, stand sie auf. „Da hast du ja noch einmal Glück gehabt", sagte sie zu Severus. Anschließend folgte sie mit den anderen Teilnehmern Mias Schwester auf die Bühne, wo auch gleich das Spiel erklärt wurde. „Das liegt an meiner Furcht einflößenden Art", grinste Severus und sah dann Amanda zu, wie sie sich zum Brautpaar und den anderen mehr oder weniger Freiwilligen gesellte. Er war gespannt, um welche Fragen es sich nun handeln würde, die sie beantworten sollte. Kurze Zeit später, als alle benötigten Teilnehmer für das Spiel gefunden waren, erklärte Mias Schwester das Prozedere, während sie an alle ein kleines Fähnchen verteilte. Sie wollte den zehn Freiwilligen Fragen stellen, die diese mit ja, was ein Heben der Fahne bedeutete, oder nein beantworten sollten. Bevor die Antworten fielen, sollte das Brautpaar die Anzahl der Ja-Stimmen schätzen. Nachdem die Regeln verstanden waren, begann die junge Frau mit der ersten Frage. „Wie viele dieser Personen tragen zu ihrer Oberbekleidung farblich passende Unterwäsche - also die gleiche Farbe?" Einen Moment überlegten Matthew und Mia und entschieden sich dann für zwei beziehungsweise fünf Leute. Kurz darauf wurde die Teilnehmer aufgefordert zu antworten, woraufhin Amanda ihre Fahne nicht hob, denn schließlich hatte sie eine andersfarbige Unterwäsche an. „Hm, mit sechs Personen ist Mia näher dran und bekommt den ersten Punkt", sagte Mias Schwager, welcher seiner Frau bei dem Spiel half und wartete dann auf die nächste Frage. Severus Lippen umspielte ein Grinsen als er sah, dass Amanda ihr Fähnchen nicht hob. Es drängte sich ihm sofort der Gedanke auf, welche Farbe es dann war und insgeheim freute er sich nun nur noch mehr darauf, sie irgendwann heute Abend aus ihrem dunkelgrünen Taftkleid zu schälen, in dem sie überaus hübsch aussah. Währenddessen stellte die Schwester der Braut grinsend eine neue Frage. „Wie viele dieser Personen haben schon mindestens ein Werk von Gilderoy Lockhart gelesen?" Amanda musst über diese Frage grinsen, hob aber erneut ihre Fahne nicht, denn angelesen zählte ja nun einmal nicht. Dieses Mal lag Matthew mit seinem Tipp näher an der Wahrheit, die erschreckenderweise bei acht von zehn Personen lag. Severus hob bei diesem Anblick eine Augenbraue und trank dann einen Schluck. Es war wirklich schockierend, wie viele diesen Schund tatsächlich gelesen hatten. Dann hörte er der nächsten Frage zu, bei der das Brautpaar schätzen musste, wie viele der zehn Teilnehmer in den letzten drei Wochen mindestens einmal Sex an einem Ort außerhalb des Bettes gehabt hatten. Mia schätze auf vier und Matthew auf sechs, wobei er Amanda schon einmal ausschloss, er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es bei ihr sonderlich abenteuerlich zuging. Doch nicht nur zu seiner Überraschung gehörte Amanda zu den nur drei Leuten, welche ihre Fahne hoben. Severus konnte sich daraufhin ein süffisantes Zucken seiner Mundwinkel nicht verkneifen. Einige seiner Tischnachbarn konnten es währenddessen nicht vermeiden, erst Amanda und dann ihn recht irritiert anzusehen. So genau hatten sie das gar nicht wissen wollen. Mia hingegen lächelte über ihren Punkt und Amanda wartete auf die nächste Frage. Das Spiel fand sie tatsächlich nicht so schlimm und somit hatte sie ihre Schuldigkeit was das betraf auch sicherlich getan für diesen Abend. Snape machte sich indes einen Spaß daraus, den starrenden Tischnachbarn in dem Moment mit einem schadenfrohen Grinsen um die Lippen direkt in die Augen zu sehen, in dem sie ihn irritiert ansahen. Er war es ja schon von Amandas Bruder David zu Genüge gewohnt, dass man ihm solche menschliche Regungen nicht zutraute. Nachdem seine ehemaligen Schüler ihre Aufmerksamkeit wieder dem Spiel zugewandt hatten, hörte auch er wieder weiter zu, um zu erfahren, was für Fragen sich die beiden Spielleiter noch so ausgedacht hatten.

Es waren schließlich noch sieben Fragen und am Ende stand es fünf zu sechs für Mia, die sich auch sichtlich darüber freute und Matthew mit seiner Niederlage aufzog. Darüber schmunzelnd kehrte Amanda wieder auf ihren Platz zurück und setzte sich. Nachdem sie einen Schluck getrunken hatte, beugte sie sich zu Severus und flüsterte ihm ins Ohr: „Gewisser ungewöhnlicher Ort existiert natürlich immer noch." Der grinste bei ihren Worten. „Gut zu wissen", antwortete er dann und sah sie an. Sie lächelte. „In jedem Fall." Die Musik wurde etwas lauter und Amanda sah sich nach dem Brautpaar um, welches mit seinen Eltern in der Nähe der Tanzfläche stand. „Sieht so aus, als würden sie gleich den Eröffnungstanz tanzen, vielleicht sollten wir schon einmal hingehen." „Wieso hingehen?" So ganz verstand Severus nicht, was sie meinte. „Damit wir zugucken können", sagte Amanda und sah ihn an, während schon viele aufstanden und einen Kreis um die Tanzfläche formten. „Wir hätten wunderbar gesehen, wären alle sitzen geblieben", merkte Severus daraufhin nur an, stand dann aber auch auf und begleitete Amanda zur Tanzfläche. „Da hast du natürlich Recht", meinte Amanda, als sie sich zu der Gruppe Menschen stellten. „Aber ich habe mir das auch nicht ausgedacht." Da sie zwischen den Menschen so dicht nebeneinander standen, nahm Amanda Severus Hand und drückte sie sanft. Er wiederum streichelte ihre Hand ein wenig mit dem Daumen und wartete dann darauf, dass das Brautpaar anfing zu tanzen. Einen Moment später setzte auch schon die Musik ein und Mia und Matthew begannen zu tanzen. Nach dem ersten Lied gesellten sich auch ihre Eltern hinzu, so dass Matthew schließlich mit Mias Mutter tanzte und Mia mit Matthews Vater. „Wenn man diese Tradition betrachtet, sollten wir vielleicht nicht heiraten", sagte Amanda bei diesem Anblick leise zu Severus. „Man könnte auch mit der Tradition brechen", antwortete Snape gedämpft und lächelte etwas. „Um deinetwillen sollten wir das im Zweifelsfall tun." „Mhm", brummte er, während er den Tanzenden ein wenig zusah.

Nach den beiden Ehrentänzen kamen auch immer mehr andere Paare auf die Tanzfläche, während andere wieder zu ihren Tischen gingen. „Wollen wir uns auch wieder setzen?" „Ja, aber vorher gehe ich zur Toilette", lächelte Severus kurz. Amanda nickte und setzte sich dann schließlich auf ihren Platz. Bis auf sie saß nur noch eine andere Frau mit am Tisch. Nachdem sie von ihrem Wein getrunken hatte, wurde Amanda von ihr angesprochen, woraufhin sie sich ein wenig über ihre jeweiligen Berufe unterhielten und was sie mit dem Brautpaar zu tun hatten. Severus ging indes zur Toilette. Ein paar Minuten später kehrte er schließlich wieder zurück und setzte sich zu Amanda an den Tisch. Diese lächelte ihn kurz an, unterhielt sich aber weiter. Auch wenn ihr Gegenüber doch ein paar Jahre jünger war, fand Amanda, dass es ein nettes Gespräch war, was aber auch daran liegen konnte, dass sie beide kaum jemanden von den anderen Gästen kannten. Während sie gerade einer Geschichte über das Brautpaar lauschte, griff sie erneut nach Severus Hand. Dadurch, dass sie sich so lange nicht gesehen hatten, sehnte sie sich einfach nach seiner Nähe. Sanft drückte er ihre Hand und trank einen Schluck, während er ihrer Unterhaltung ein wenig lauschte. Auch er genoss Amandas Nähe, auch wenn er ihr so richtig nahe erst würde kommen können, wenn sie alleine waren.

Eine ganze Zeit unterhielten sie sich, bis schließlich die restliche Gruppe des Tisches zurück kam und die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Daraufhin wendete sich Amanda zu Severus. „Tut mir leid, ich hoffe du langweilst dich nicht." „Wieso sollte ich mich langweilen?" „Weil du einfach nur so daneben sitzt." „Wenn es mich stören würde, würde ich schon etwas sagen, das weißt du doch", lächelte er ein wenig. Sie lächelte zurück. „Dann ist es ja gut." Einen Moment später fiel Amandas Blick auf Matthew, welcher alleine auf seinem Platz saß und gerade etwas trank. „Ich komme gleich wieder. Ich muss nur eine Drohung wahr machen", meinte Amanda grinsend und stand dann auf, um zu Matthew zu gehen. „Gut", entgegnete Severus und sah ihr dann nach um zu sehen, was sie genau meinte.

Amanda ging zu ihrem Mitarbeiter hinüber. „Du bist doch nicht zum Ausruhen hier", meinte sie lächelnd. „Was ist? Tanzen wir miteinander?" Matthew verzog grinsend etwas das Gesicht. „Amanda, ich habe mich doch gerade erst hingesetzt und außerdem hatte ich nicht gedacht, dass du das ernst meintest." „Na aber natürlich und nun komm, bevor dich deine Frau wieder zu sehr ablenkt." Matthew stand dann doch auf und sah sie an. „Na gut, die Gelegenheit hast du ja wohl nur einmal." Amanda nickte und zusammen gingen sie zur Tanzfläche und begannen zu tanzen. Als Amanda mit Matthew zur Tanzfläche ging, konnte sich Snape auch zusammenreimen, welche Drohung sie gemeint hatte. Ein wenig grinsend sah er den beiden beim Tanzen zu. „Hast du einen schönen Tag bisher", wollte Amanda von Matthew wissen, der ihr daraufhin nur strahlend erzählte, dass er in der Tat einen sehr schönen Tag hatte und froh war, dass alles so gut geklappt hatte. Als das Lied zu Ende war, verließen sie zusammen wieder die Tanzfläche und blieben daneben stehen, um sich noch etwas weiter zu unterhalten, denn Amanda wollte noch erfahren, wo die beiden ihre Flitterwochen verbringen würden, wenn sie schon die letzten Dezemberwochen alleine bei Felonwood sein würde.

Als Severus sah, dass die beiden die Tanzfläche wieder verließen, stand er langsam auf und ging auf Amanda zu. Matthew sah Snape auf sie zu kommen und entschuldigte sich dann, um zu Mia zu gehen. Daraufhin drehte sich Amanda um und fand überraschend Severus vor sich stehen. „Oh, hallo..." Sie lächelte ihn an. „Hallo. Habe ich ihn jetzt in die Flucht gejagt?" „Ich weiß es nicht. Er hat nur gesagt, er würde zu Mia gehen." „Na dann...", antwortete Severus und sah ihr in die Augen. „Heute Abend könnte ihn wohl nicht viel vergraulen", meinte sie lächelnd, während sie sich schon fragte, wieso Severus zu ihr gekommen war. „Wenn du das sagst, werde ich es dir ausnahmsweise glauben", grinste er ein wenig. Er hatte einfach vorhin den unbestimmten Drang gehabt, aufzustehen und zu ihr zu kommen. „Und? Ist er dir wenigstens nicht auf die Füße getreten, beim Tanzen", wollte Severus dann ein wenig feixend wissen, obwohl er im Grunde gesehen hatte, dass dies nicht geschehen war. Amanda lachte leise. „Nein ist er nicht, aber er musste ja auch Angst haben, dass ich ihm nachher noch den Urlaub streiche", meinte sie scherzhaft. „Vermutlich", grinste Snape. Sie nickte und sah ihn fragend an. „Und? Was machen wir beide nun hier? Weiter herum stehen?" „Gute Frage. Das kommt ganz darauf an, was du machen möchtest." Er sah sie an. „Eigentlich eine ganze Menge", meinte sie leise und grinste ihn an. „Aber das ist nichts, was wir hier tun könnten. Aber wir könnten uns ja der großen Mehrheit anpassen", fügte sie noch hinzu und warf einen kurzen Blick auf die Tanzfläche.

Auf ihre ersten Worte hin musste Severus ein wenig grinsen. Sah man es so, hatte er auch noch eine ganze Menge vor heute Abend. „Tanzen", sagte er dann halb fragend, halb feststellend, als sie zu den Tanzenden sah. „Das wäre zumindest eine Möglichkeit." Einen kurzen Moment überlegte Snape, doch dann stimmte er ihrem Vorschlag zu. „Überredet. Aber du sollst wissen, dass ich anderes bedeutend besser beherrsche." Sie nahm seine Hand und zog ihn mit sich zwischen die anderen Tanzenden. „Was denn", wollte sie dann von ihm wissen. „Tränke brauen zum Beispiel", grinste er, während sie sich beide in Tanzstellung begaben. „Das wäre auch schlimm wenn nicht", sagte sie und wartete darauf, dass er anfing. „Das ist wahr", antwortete er und begann dann zu tanzen. Amanda lächelte und schmiegte sich während des langsamen Tanzes etwas näher an ihn. „Sie werden so zudringlich, Miss Brown", raunte Severus daraufhin leise an ihr Ohr. „Wissen sie nicht, dass immer eine Handbreit Abstand zwischen den Tanzenden sein muss", grinste er ein wenig, denn eigentlich genoss er genau wie sie die Nähe zwischen ihnen. „Derjenige, der das gesagt hat, hat auch festgelegt, dass die Hand des Mannes unter das Schulterblatt der Frau gehört und das ist ihre ganz sicher nicht", antwortete sie leise. „Aber nicht weit davon entfernt", konterte Snape leise, denn seine Hand lag etwa eine Handbreit unter Amandas Schulterblatt. „Dann sind wir wohl beide gleich weit von unserem jeweiligen Abstand entfernt", meinte sie nah bei seinem Ohr. Daraufhin schob Severus seine Hand ein paar Zentimeter weiter nach oben. „Jetzt nicht mehr", flüsterte er dann an ihr Ohr und grinste ein wenig, während er weiter mit ihr tanzte. „Du schummelst ja auch mal wieder und veränderst einfach die Gegebenheiten." Sie fand diesen Tanz sehr schön und eigentlich sollten sie so etwas viel öfter machen, dachte Amanda. „Hätte ich sie lieber zehn Zentimeter weiter runtersetzen sollen", fragte Snape leise und scherzend. „Mhm, vielleicht", meinte sie und hauchte ihm einen Kuss auf den Hals. „Vielleicht später", raunte Severus und seufzte leise. „Das hoffe ich doch", erwiderte sie nur. „Nicht nur du", antwortete er noch, dann war das Lied zu Ende. „Ich sollte dich öfter zum Tanzen überreden", sagte sie und gemeinsam verließen sie die Tanzfläche. „Solltest du? Ich weiß nicht...", entgegnete er, während sie zurück zum Tisch gingen und sich setzten. „Ich fand es sehr schön." „Das freut mich." Amanda lächelte ihn an.

Einige Minuten später wurden die Gäste gebeten, alle auf die Terrasse zu kommen. „Was wird denn das nun." Etwas fragend sah Amanda Severus an und stand auf. „Ich denke, wir werden es wissen, wenn wir rausgehen", grinste er ein wenig und ging mit ihr ins Freie. „Brrr... kalt", meinte Amanda und verschränkte die Arme vor dem Körper, als sie draußen waren. Es dauerte einen Moment bis alle Gäste da waren und einen Augenblick später, teilte ein lauter Knall allen mit, dass es nun ein Feuerwerk geben würde. Kaum fing Amanda an zu frieren, trat Severus schweigend dicht hinter sie und umarmte sie, um sie zu wärmen. „Besser", fragte er dann leise. „Ja, danke." Sie lehnte ihren Kopf zurück an seine Schulter, um besser den Himmel sehen zu können und seufzte leise. „Bitte."

Gemeinsam betrachteten sie eine Weile schweigend das Feuerwerk, doch irgendwie konnte sich Severus gerade nicht so richtig darauf konzentrieren. Er genoss es viel lieber, Amanda im Arm zu halten, deshalb schloss er nach kurzer Zeit einfach die Augen und hörte nur noch, was um ihn herum geschah. Während sie dem Feuerwerk zusah, streichelte Amanda Severus Arm entlang und genoss es sehr, seine Wärme und ihn so nah bei sich zu spüren. Auch wenn es sonst recht kalt war, konnte das Feuerwerk ruhig noch etwas länger dauern. Snape sah es genauso. Er seufzte leise, als sie begann, seinen Arm zu streicheln und drückte sie sanft an sich. „Ich liebe dich, Amanda. Ich bin froh, dass du da bist", flüsterte er ihr dann leise ins Ohr, denn es war ihm gerade irgendwie ein Bedürfnis zu sagen, wie gut sie ihm tat. Leise seufzte sie und drehte ihren Kopf, um seinen Hals zu küssen. „Ich liebe dich auch", sagte sie dann in sein Ohr. Leise auf ihre Worte hin seufzend drückte Severus sie noch einmal sanft an sich. Er war froh, dass er dank Dumbledore die Möglichkeit bekommen hatte, Amanda heute Abend noch zu sehen. Sie kuschelte sich noch etwas enger in seine Arme und sah weiter dem Schauspiel am Himmel zu, welches langsam seinen Höhepunkt fand. Auch Snape blickte wieder ein wenig an den Himmel. „Noch immer kalt", fragte er dann aber leise nach, als Amanda sich noch enger an ihn schmiegte. „Ja, ein wenig, aber es geht schon." Sie nahm seine Hand und drückte sie sanft. „Nicht dass du mir noch krank wirst", flüsterte er an ihr Ohr und lächelte ein wenig. „Nein, bestimmt nicht. Das kann ich mir ja gar nicht erlauben." „Das hoffe ich..." Das letzte Bild des Feuerwerks rieselte langsam zu Boden. „Ich auch."

Amanda drehte sich in Severus Arm um und sah ihn an, während sie seinen Rücken entlang streichelte. Er lächelte sie ein wenig an. Am liebsten wäre er jetzt noch länger mit ihr hier im Freien gestanden, doch da sie nicht warm genug angezogen war, wollte er lieber nicht zu lange mit ihr in der Kälte stehen bleiben. Sanft streichelte sie seinen Nacken und küsste ihn kurz aber innig, dann seufzte sie leise. Die richtige Zweisamkeit musste noch etwas warten. „Gehen wir wieder rein", flüsterte Snape daraufhin und küsste sie noch einmal kurz. „Sicher ist sicher." „Ja können wir." Gemeinsam gingen sie zurück in den Festsaal und setzten sich wieder auf ihre Plätze. Nachdem sie sich gesetzt hatten, blieben sie noch eine kleine Weile, doch irgendwann beschlossen sie dann doch, das Fest zu verlassen und verabschiedeten sich vom Brautpaar. Als sie kurze Zeit später schließlich draußen in der Dunkelheit standen, zog Severus Amanda etwas zu sich und atmete tief durch. Nun war dieser Abend auch schon wieder fast vorbei. Wieso musste die Zeit mit ihr nur immer so schnell verstreichen? Amanda drückte sich etwas enger an ihn. „Gehen wir, oder musst du zurück nach Hogwarts?" „Ich muss zum Frühstück wieder dort sein", antwortete er leise und hielt sie fest. „Mhm, das hört sich ja ganz gut an, denn bis dahin ist ja doch noch etwas Zeit." Amanda lächelte und sah ihm in die Augen. Severus lächelte zurück. „Ja, aber leider nicht mehr viel. Am liebsten würde ich den ganzen Sonntag mit dir verbringen", fügte er dann noch leise hinzu und sah sie an. „Ich auch, aber es ist besser als gar nichts..." Sie löste sich wieder etwas von ihm. „Gehen wir besser, die Zeit wird nicht länger", meinte sie lächelnd. Severus ließ sie jedoch nicht gehen, sondern zog sie noch einmal an sich und küsste sie kurz. „Du könntest mit zu mir kommen... Dann hätten wir mehr Zeit füreinander. Sofern du morgen nichts anderes vorhast." Er wusste zwar, dass er Amanda verboten hatte, ihn in Hogwarts zu besuchen, doch er wollte es nun auch ausnutzen, wenn er sie schon einmal sehen konnte und wenn sie mitkam, war sie zudem auch in seiner Begleitung und würde nicht alleine durch das nächtliche Schloss laufen." „Ach... Ich darf doch nicht nach Hogwarts, weißt du? Das hat mir jemand Besorgtes verboten." Sie grinste ihn etwas frech an. „Ich habe dich lediglich darum gebeten, mich nicht besuchen zu kommen. Aber jetzt bin ich dabei und du läufst nicht alleine durchs Schloss. Das ist etwas anderes", entgegnete er ruhig und ernsthaft, denn nach den häufigen Angriffen in letzter Zeit war ihm bei diesem Thema nicht mehr nach Scherzen zumute. Noch immer war Amanda bei dieser Sache nicht gleicher Meinung wie Severus, aber darüber wollte sie nun wirklich nicht diskutieren. „Gut, dann gehen wir zu dir." „Dann komm..." Er war froh, dass nicht wieder eine Diskussion über dieses Thema entbrannte und dass sie mit ihm kam. Deshalb nahm er auch gleich ihre Hand und zog seinen Zauberstab, um mit ihr zu apparieren.

Kurze Zeit später erschienen sie in Hogsmeade und noch immer ihre Hand haltend ging Severus mit ihr schließlich Richtung Schloss, das sich wie ein schwarzer Schatten gegen den dunklen Nachthimmel abzeichnete.

Amanda stapfte mit Severus durch den tiefen Schnee über die Schulländereien zur Schule. Als sie schließlich in den Kerkern angekommen waren, wartete sie darauf, dass Severus die Tür öffnete. Mit einem kurzen Wink des Zauberstabs und ein paar gemurmelten Worten schwang diese auch sogleich leise knarrend auf und Snape betrat hinter Amanda die Räumlichkeiten, während er auch schon für Licht sorgte. Amanda ging gleich zum Kamin hinüber, um sich aufzuwärmen. Nach dem langen Fußweg war sie ziemlich durchgefroren. Gerade ihre Schuhe waren nicht wirklich für einen Gang durch den Schnee geeignet. „Willst du noch ein warmes Bad nehmen, oder soll ich uns Tee machen", fragte Severus gleich nachdem er seinen Umhang weggehängt hatte, denn er wollte schließlich nicht, dass Amanda noch krank wurde, weil sie so durchgefroren war. Während sie sich ihre nassen Schuhe auszog und sie zum Trocknen ans Feuer stellte, schüttelte Amanda nur den Kopf. „Nein, danke. So schlimm ist es nicht." Dann zog sie ebenfalls ihren Umhang aus, löste sich vom wärmenden Feuer und hängte ihn auch an die Garderobe. „Also kein Bad und kein Tee", hakte Snape noch einmal nach und sah ihr zu. Er selbst fand schon, dass das eine oder andere nicht schaden konnte. „Wenn du gerne möchtest, lass ich mich vielleicht auch überreden", antwortete sie und ging erneut hinüber zum Kamin. „Dann werde ich dir jetzt ein Bad einlassen, du wärmst dich darin etwas auf und ich koche derweil noch etwas Tee." Kaum waren seine Worte ausgesprochen, ging Severus Richtung Badezimmer. Amanda folgte ihm und lehnte sich gegen den Rahmen der Badezimmertür. „Du glaubst doch nicht, dass ich alleine baden gehe, oder?" Er sah sie an. „Wer weiß...", entgegnete er daraufhin nur vage, denn er hatte jetzt auch nicht erwartet, dass sie stundenlang in der Wanne bleiben würde. Einen Moment sah sie ihn nur Stirn runzelnd an, bevor sie zum Spiegel hinüber ging, um die Haarspangen aus ihrem Haar zu lösen. Von hinten an sie herantretend sah Severus sie durch den Spiegel hinweg an. „Du willst nicht alleine baden gehen..." „Da ich nicht alleine bin, muss das ja eigentlich nicht sein", antwortete sie und versuchte eine etwas widerspenstige Haarnadel zu befreien. „Ich dachte auch eher an ein aufwärmendes, kurzes Bad und nicht an ein Dauerbad", entgegnete Severus und half ihr dann bei ihrem Problem. „Bis dahin ist der Tee fertig und wir können es uns vor dem Kamin noch etwas gemütlich machen." „Okay, du hast gewonnen." Sie drehte sich etwas zu ihm um, um ihn kurz zu küssen. Severus grinste ein wenig. „Gut. Dann gehe ich jetzt Tee machen." Dann küsste er sie noch einmal kurz, bevor er das Bad verließ und in die Küche ging.

Amanda sah ihm kurz lächelnd hinterher, bevor sie sich schließlich auszog und in die Badewanne stieg. Einige Minuten später war sie definitiv wieder aufgewärmt, zog sich an und ging anschließend hinüber ins Wohnzimmer. „Mir ist jetzt ziemlich warm", meinte sie lächelnd. „Dann ist ja gut. Besser als zu kalt", antwortete Severus, der auf dem Sofa saß, während auf dem Tisch schon zwei Tassen mit dampfendem Tee standen. „Ja, Papa Severus, schon gut. Ich werde schon nicht krank." Grinsend kam sie auf ihn zu und setzte sich zu ihm. „Das hoffe ich. Hier ist Tee, wenn du willst." „Danke." Lächelnd gab sie ihm einen Kuss auf die Wange und nahm sich dann eine Tasse, um etwas zu trinken. „Bitte", lächelte Severus zurück und sah ihr ein wenig zu, wie sie von ihrem Tee trank. Amanda stellte ihre Tasse wieder auf den kleinen Tisch, legte ihre Arme um Severus und kuschelte sich an ihn. Dieser nahm sie in den Arm und zog sie leise seufzend fest an sich. Er war froh, dass sie noch mit ihm nach Hogwarts gekommen war, denn so würde er noch etwas länger in ihrer Nähe sein können. Sanft lächelte sie und streichelte seine Seite entlang. „Wird Zeit, dass ihr das mit eurem Slytherin-Monster klärt." Severus seufzte hörbar, denn mit diesem Thema war so langsam wirklich nicht mehr zu spaßen. „Ja...", sagte er dann leise und streichelte Amanda etwas mit den Fingern über den Nacken. „Mhm", brummte Amanda bestätigend und drehte sich etwas näher zu ihm. Kurz küsste Snape sie. „Ich hoffe, das klärt sich bald", sagte er dann. „Das hoffe ich sehr, es ist nämlich kein Dauerzustand, dass wir uns so wenig sehen", meinte sie und hob ihre Hand, um ihm durch das Gesicht zu streichen. Anschließend strich sie über seinen Nacken und küsste ihn. „Das und alles andere was damit zusammenhängt auch nicht", entgegnete er leise und erwiderte dann ihren Kuss. „Aha, was hängt damit zusammen", wollte sie wissen und setzte sich etwas aufrechter hin, damit sie sich nicht so verrenken mussten. „Lass uns darüber jetzt nicht reden." Severus küsste sie noch einmal kurz. Lieber wollte er Amanda jetzt im Arm halten, sie küssen und streicheln, als mit ihr über versteinerte Schüler und die Gefahr zu reden, die momentan in Hogwarts lauerte. „Ich glaub auch, dass uns da was Besseres einfällt." Amanda grinste ihn etwas zweideutig an. Er grinste ein wenig zurück, dann küsste er sie noch einmal. Am nächsten Morgen ging Severus schließlich zum Frühstück und ließ sich dort für eine knappe Viertelstunde blicken, bevor er sich wieder in seine Gemächer zurückzog, um erst dort dann ausgiebig mit Amanda zu frühstücken. Nachdem sie beide noch einen gemütlichen und faulen Sonntag gemeinsam verbracht hatten, brachte er sie am Abend nach dem Abendessen schweren Herzens wieder zurück zur Apparationsgrenze.