Kapitel 34

~ Wichtige Bekanntgaben ~

Zwei Abende später waren Severus und Amanda bei David und Sandra eingeladen, um deren erste gemeinsame Wohnung anzusehen. Amanda war sehr gespannt, denn so ganz konnte sie sich noch nicht vorstellen, dass ihr kleiner Bruder mit seiner Freundin zusammenzog. Die Wohnung war sehr schön und auch das Essen, welches sie gerade genossen hatten, war lecker gewesen. Amanda vermutete, dass David keinen großen Anteil an der Zubereitung genommen hatte, denn kochen war noch nie seine Stärke gewesen. Ihr Bruder schien den Stress und die Ereignisse bei der Quidditch-WM gut überstanden zu haben, denn während des Essens hatte er sehr lebhaft von der vielen Arbeit dort erzählt. Da ihr Vater in der Internationalen Abteilung im Ministerium arbeitete, hatte er nun alle Mühe damit, die Situation mit den Ministerien der anderen Nationen zu klären, vom Stress, den das Trimagische Turnier auslöste, mal ganz abgesehen. So verging das Essen mit vielen Berichten von Vater und Sohn, während Amanda und Severus zum Zuhören verdammt waren, wobei es zumindest Amanda so ganz Recht war. Dies verschaffte ihr Zeit, die richtigen Worte zu finden, um ihrer Familie mitzuteilen, dass sie nun verlobt war. Während die beiden Gastgeber den Tisch abräumten und Carl zur Toilette war, blieben Amanda und Severus allein im Wohnzimmer zurück. „Nette Wohnung oder?" „Ja, ganz hübsch", entgegnete Severus. „Und? Hast du dir schon überlegt, wie du deiner Familie beibringst, dass wir verlobt sind?" Er grinste ein wenig. „Nein, noch nicht so richtig", sagte sie lächelnd. „Aber das kommt gleich schon noch." „Ich bin gespannt. Ich dachte mir schon die ganze Zeit, dass die drei noch nicht einmal ansatzweise ahnen, was wir für außergewöhnliche und spannende Dinge zu berichten haben." Er schmunzelte, dann gab er Amanda einen kurzen Kuss. „Viel bessere Dinge auch noch, als sie... David wird es in jedem Fall die Laune verderben." „Das ist bedauerlich. Denn immerhin ist es aus meiner Sicht das eindeutig erfreulichere, was heute Abend noch bekannt zu geben wäre", entgegnete er nicht ohne einen gewissen Ernst. „Da kann ich dir mal wieder nur zustimmen", sagte sie und küsste ihn kurz. Einen Moment später betrat auch schon wieder Carl das Zimmer. „Na, was habt ihr so geheimes zu besprechen", wollte er von ihnen wissen.

Severus sah Amanda auffordernd an, denn er fand, dass sie ihm diese Frage beantworten sollte. Diese sah ihren Vater an, der sich gerade wieder setzte. „Wir haben über die weiteren Gesprächsthemen des Abends geredet." Carl machte große Augen. „A ha und die wären?" Amanda sah Severus kurz noch einmal etwas unsicher an. Es fühlte sich seltsam an, schließlich kurz davor zu sein, es auszusprechen. „Also... Severus und ich haben uns verlobt", sagte sie dann so ruhig wie möglich. „Oh!" Carl sah beide überrascht an. „Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet." Dann lachte er. „Aber schön, ich freue mich!" Severus lächelte ein wenig und nahm Amandas Hand in seine, als sie ihn so unsicher ansah, dann hörte er zu. Als Carl positiv reagierte, war er froh. Er hatte sich im Vorfeld noch überlegt, ob es nicht angebracht wäre, vorher mit Carl zu reden, bevor er um Amandas Hand anhielt, doch dann hatte er diese Idee wieder verworfen. Amanda lächelte erleichtert. Eine Zeitlang war sie sich nicht sicher gewesen, wie ihr Vater reagieren würde. „Gut, das freut mich wiederum." „Es kommt schon etwas plötzlich, aber natürlich habe ich nichts dagegen", sagte er freundlich. „Aber das hätte bei dir ja ohnehin keinen Sinn gemacht", fügte er dann noch hinzu. „Nein, wohl kaum."
In diesem Moment kamen Sandra und David wieder zurück und setzten sich zu ihnen. „Was hätte keinen Sinn gehabt", wollte Sandra dann gleich wissen. „Das sollten euch vielleicht besser Amanda oder Severus erzählen", antwortete Carl. Severus grinste auf diesen Dialog hin nur ein wenig und überließ es wiederum Amanda, es Sandra und David zu erklären. Jetzt würde der Genuss erst richtig anfangen, dachte er sich. David sah stirnrunzelnd seine Schwester an. Sie war doch hoffentlich nicht schwanger, oder noch schlimmeres! „Ja, das stimmt. Also es ist so: Severus und ich sind verlobt seit ein paar Wochen", erklärte Amanda nun auch den beiden hinzugekommenen. David sah seine Schwester einen Moment nur schweigend an. Es war tatsächlich noch schlimmer... „Oh wie schön", sagte Sandra allerdings gleich freundlich lächelnd. „Herzlichen Glückwunsch!" Amanda lächelte. „Vielen Dank." „David! Nun freu dich doch auch mal ein wenig", forderte Carl seinen Sohn auf. Dieser erwachte dadurch wieder ein wenig aus seiner Lethargie und riss sich zusammen. „Ja, sehr schön", antwortete er tonlos. Severus hatte Mühe, bei Davids Reaktion nicht boshaft zu grinsen, nur um ihn zu ärgern. Stattdessen zwang er sich, sich in völlig normaler Tonlage bei Sandra für ihre aufrichtigen Glückwünsche zu bedanken. Dann sah er Amanda an und nun konnte er nicht umhin, dass ein Grinsen seine Lippen umspielte und seine Augen ein wie ich vorausgesehen hatte widerspiegelten. Doch schließlich wand er sich doch noch an seinen zukünftigen Schwager und sagte mit leicht öliger Stimme: „Sie sollten sich freuen Mr. Brown... Das war schließlich die gute Nachricht des heutigen Abends." Amanda musste bei Severus Grinsen auch schmunzeln. Er hatte tatsächlich Recht gehabt. „Ich hoffe, sie wird nicht noch besser", entgegnete David ein wenig finster. Snape hob daraufhin fragend eine Augenbraue. „Das kommt ganz darauf an, wie sie noch besser definieren...", sagte er und griff nach seinem Glas. „Es reicht, wenn es sonst nichts mitzuteilen gibt", meinte David und sein Blick fiel auf die Hand mit der Snape sein Glas griff. Eigentlich sollte er dort einen Ring tragen, doch der Finger war leer. „Ach David, nun freu dich doch auch mal für deine Schwester", sagte Carl und sah seinen Sohn an. Eigentlich fand Amanda das auch, aber bei dem Thema Severus war David noch ganz Kind geblieben. „Ich fürchte, den Gefallen kann ich ihnen nicht tun. Jedenfalls halte ich es für besser, wenn sie es erfahren, denn obwohl sie sicherlich anderer Meinung sind, Brown, habe ich nur ihr Bestes im Sinn", entgegnete Snape und seine Stimme war frei von jeglichem Sarkasmus. Dann sah er kurz Carl an, bevor er einen Schluck trank. „Was hat das denn mit meinem Besten zu tun", wollte David wissen. „Och David, du nervst langsam", unterbrach Sandra ihn und sah dann Amanda an. „Hast du denn auch einen Ring bekommen", wollte sie schmunzelnd wissen. Amanda lachte. „Natürlich." Sie legte ihre linke Hand auf den Tisch, damit Sandra ihn sehen konnte. „Oh, der ist schön", fand diese, woraufhin David nur kurz vor sich hingrummelte und dann einwarf: „Wieso trägt Snape denn keinen Ring?" „Erstens, für sie noch immer Mr. Snape und zweites, nur weil sie etwas nicht sehen, heißt es noch lange nicht, dass es auch nicht da ist", entgegnete Snape leicht bissig. Dann stellte er sein Glas ab und zog sich mit der anderen Hand seinen Ring vom Finger, der augenblicklich sichtbar wurde, als er ihn auf dem Tisch ablegte und ihn nicht mehr berührte. Mit einem alles sagenden Blick sah er David daraufhin an. Sandra schloss sich Snapes viel sagendem Blick an. „Siehst du... Also ich finde sie beide schön und sehr passend." Amanda lächelte. „Ich auch." „Man wird ja wohl noch mal fragen dürfen", grummelte David, was Carl zum Lachen brachte. Severus steckte den Ring, der sofort wieder verschwand, als er ihn berührte, wieder an seinen Finger, dann sah er Sandra an. „Danke", sagte er wieder völlig ruhig und gelassen. Er musste insgeheim zugeben, dass es ihm schmeichelte, dass die Ringe nicht nur Amanda gut gefielen. Von David hatte er allerdings keine andere Reaktion erwartet, was die ganze Verlobung anbetraf. „Also ich finde, dass ist noch einmal ein sehr guter Grund zum anstoßen", sagte Carl und nahm sein Glas. „Dann also auf Amanda und Severus!" Sandra und David nahmen ebenfalls ihre Gläser, so sehr es David eigentlich auch widerstrebte, und die drei tranken auf das Wohl der beiden Verlobten. „Eine Sache interessiert mich dann aber doch noch", sagte Carl, als er sein Glas wieder abgestellt hatte. „Warum ist dein Ring unsichtbar, Severus?" „Aus Sicherheitsgründen", entgegnete dieser. „Was mich auch schon zur zweiten Sache bringt, die heute Abend, speziell von meiner Seite aus, zu verkünden wäre. Und ich denke, Carl, dann wirst du wissen, was ich damit meine", sagte Snape ruhig.

Amanda sah Severus von der Seite an, sie wusste, was nun kommen würde und dass es die Stimmung wieder sehr dämpfen würde. Carl nickte auf Snapes Frage hin. Auch er befürchtete zu wissen, was Severus zu erzählen hatte und das gefiel ihm überhaupt nicht. Auch Severus war sich bewusst, welche Auswirkungen sein Bericht auf die allgemeine Stimmung haben würde, dennoch war es nötig, ihn zu geben. Deshalb fuhr er fort: „Beim Essen kam das Gespräch ja schon auf die Weltmeisterschaft. Ich habe es vermieden, mich dabei einzumischen, denn ich wollte uns allen nicht unnötig den Appetit verderben... Die Übergriffe und das dunkle Mal am Himmel waren kein Zufall, oder vielmehr ein übler Scherz. Es deutet vielmehr mittlerweile alles darauf hin, dass der Dunkle Lord bald zurückkehren wird." Snape machte eine kurze Pause und blickte in die Runde, dann redete er weiter. „Ich denke, es ist noch jedem gut in Erinnerung, was ich vor etwa einem Jahr erzählt habe. Ich sprach davon, dass noch keinen Grund zur übertriebenen Sorge besteht, bis es neue, beunruhigendere Anzeichen gibt. Diese gibt es nun." Carl nickte. „Das hatte ich bereits befürchtet, muss ich leider sagen. Nur vernünftig, den Ring nicht zu offen zu tragen." „Warum", wollte Sandra wissen. So ganz hatte sie den Grund noch nicht durchschaut, wenn sie ehrlich war, aber vielleicht hatte sie die Information gerade auch noch zu sehr erschrocken. David war ebenfalls besorgt, auch wenn er es so nicht zu geben würde.

Severus atmete tief durch, dann sah er Sandra an. „Man merkt, dass sie noch ziemlich jung sind, Miss Adams", sagte er schließlich, allerdings ohne Wertung in der Stimme. „Sollte der Dunkle Lord wirklich zurückkehren, dann wäre der sichtbare Ring ein untrüglicher Hinweis darauf, dass es mindestens eine Person in meinem Leben gibt, die mir sehr wichtig ist. Ich muss wohl nicht betonen, dass der Dunkle Lord seine Bestrafungen und seine Rache gern auf ganze Familien ausdehnt und das will ich in meinem Fall tunlichst vermeiden." Sandra wurde etwas rot, als Severus sie so ansprach. „Ach so, das ist natürlich richtig", sagte sie dann nur. Die veränderte Gesichtsfarbe ließ Severus Mundwinkel ein wenig zucken, was entfernt an ein Lächeln erinnerte. „Kein Grund zu Erröten, Miss Adams. Es war keineswegs abwertend gemeint." Sandra sah ihren ehemaligen Lehrer an. „Oh, gut. Ich kann mich eben nur an sehr wenig erinnern." „Da kannst du doch nichts dafür, Sandra", warf Amanda ein. „Sei froh, dass du es nicht kannst, so hattest du sehr viel mehr Frieden als wir Älteren." „Da kann ich Amanda nur Recht geben", stimmte Snape zu und lehnte sich etwas zurück, während er weiter Sandra ansah. „Andere wären froh, wenn sie sich nicht an alles erinnern könnten", sagte er schließlich noch, nahm dann aber sein Glas und trank einen Schluck. Sandra nickte daraufhin nur etwas verlegen und sah dann Carl an, der gerade wieder das Wort ergriffen hatte. „Wie ernst ist es denn", wollte er wissen. David trank einen Schluck, verschränkte dann seine Arme vor dem Körper und hörte dem Ganzen skeptisch zu. Ihm gefiel dieses Thema ganz und gar nicht. „Ernst genug", antwortete Severus. „Ich rate jedem in dieser Runde dazu, sich entsprechend vorzubereiten und sich darauf einzustellen, dass solche Todesserübergriffe bald wieder zum Alltag gehören." Er sah Carl an. Wollte er es noch genauer wissen? Carl nickte. „Gut, oder besser nicht gut. Vielen Dank für deine Offenheit, Severus."

„Was kann man denn tun um sich vorzubereiten", wollte Sandra wissen. David hielt sich noch immer etwas beleidigt zurück. „Sie könnten zum Beispiel ihr Heim mit Schutzzaubern versehen. Und ihr Wissen um die Verteidigung gegen die dunklen Künste auffrischen." „Ja, das stimmt natürlich. Es bleibt doch hoffentlich noch etwas Zeit, oder", wollte sie dann doch beunruhigt wissen. „Das kommt ganz darauf an, wie sie noch etwas definieren", entgegnete Snape und sah Sandra an. „Na ich weiß nicht. Nicht nächste Woche, oder nächsten Monat." „Nein, vermutlich nicht. Jedenfalls nicht nach momentanem Kenntnisstand. Aber das kann sich auch schnell ändern." Sandra nickte. Man konnte ihr ansehen, wie beängstigend sie diese Sache fand. „Sandra, es nützt nichts, wenn du dich verrückt machst vor Sorge", sagte Amanda, um sie etwas zu beruhigen. „Das sagst du so leicht", entgegnete diese. „Nun, so leicht nun kaum. Nur kann man den Vorteil, eine Vorwarnung zu haben ja durchaus nutzen. Das ist besser, als vollkommen überrascht zu werden." „Amanda hat Recht. Sie sollten diese Chance nutzen. Außer ihnen weiß noch kaum jemand um diese Gefahr. Außer die Leute, die darin keine Gefahr sehen", pflichtete Snape bei. „Okay. Das ist allerdings nicht viel beruhigender irgendwie", schränkte Sandra ein. „Nein, das nicht. Aber noch ist es zum Glück nicht soweit und solange können wir sehen, wie wir uns im Zweifelsfall am besten verhalten und schützen können", sagte Carl. Zu den Worten ihres Vaters konnte Amanda nur nicken. Auch Severus nickte nur kurz, dann trank er noch einmal einen Schluck.

David erhob sich daraufhin und griff nach der leeren Weinflasche. „Soll ich jemandem noch etwas aus der Küche mitbringen?" Amanda und Carl schüttelten den Kopf, sodass David nur noch Snape ansah. „Nein danke", entgegnete dieser bloß. Also nickte David nur noch und verließ dann das Wohnzimmer. Kurz sah Amanda ihrem Bruder nachdenklich nach, bevor sie sich an Sandra wendete. „Du wolltest mir doch noch etwas zeigen, oder?" „Oh ja, stimmt", erwiderte Sandra. „Das hätte ich fast vergessen. Wir müssen aber ins Schlafzimmer gehen, David darf es doch nicht wissen." Amanda grinste und stand dann auf. „Na gut, dann gehen wird doch eben." Sandra erhob sich ebenfalls und ging dann mit Amanda in Richtung Schlafzimmer. David hatte bald Geburtstag und Sandra hatte eine Geschenkidee gehabt, bei der sie sich aber nicht sicher war und lieber vorher noch einmal seine Schwester um Rat fragen wollte. Natürlich war Amanda ihr da gern behilflich und so hatten Severus und ihr Vater noch einen Moment, um alleine miteinander reden zu können. Als die beiden Frauen das Zimmer verlassen hatten, sah Carl Severus an. „Ich freue mich wirklich, dass ihr verlobt seid. Schön, wenn ihr so glücklich seid", begann er mit den erfreulichen Dingen. „Ich gehe davon aus, dass das Mal stärker geworden ist und das es das schlechte Zeichen neben den anderen ist?" Severus nickte. „Danke. Ja, es wird leider immer deutlicher." „Weißt du schon was du tun wirst, wenn es soweit ist?" „Ja", entgegnete Snape knapp. „Das was ich auch schon zuvor getan habe." „Das heißt konkret?" Denn ganz genau wusste Carl schließlich nicht, was Severus beim letzten Mal für Voldemort getan hatte. Severus lächelte ein wenig bitter. „Du wirst hoffentlich Verständnis dafür haben, Carl, dass ich dir nicht sagen werde, was es konkret heißt. Nicht einmal Amanda weiß es und das aus gutem Grund. Je mehr davon wissen, umso schlechter. Für mich und für alle Mitwisser." „Das ist nun keine sonderliche klare Aussage finde ich." Ernst sah Carl sein Gegenüber an. „Was willst du wissen? Ob ich mich wieder der dunklen Seite anschließe", entgegnete Snape nun ein wenig gereizt. Er konnte es nicht leiden, ausgefragt zu werden und bei diesem Thema schon gar nicht. Wenig beeindruckt sah Carl ihn an. „Ja, so in etwa..." Das Thema war einfach zu wichtig, um nicht genau nachzufragen.

Severus sah seinem Schwiegervater in spe regungslos in die Augen, ohne auch nur im Geringsten zu verraten, was er im Moment dachte. „In gewisser Weise...", antwortete er dann ruhig und ein wenig gedehnt. „Schließlich bin ich nicht an meinem eigenen, frühzeitigen Ableben interessiert", beantwortete er dann seine eigene Frage und somit auch Carls. „Das war kaum deutlicher", sagte Carl. „Severus, ich will dich nicht verärgern, sondern nur wissen, was Sache ist." „Und ich kann dir nichts weiter sagen, als dass ich wieder das tun werde, was Dumbledore von mir verlangt. Und wenn es nötig ist, auch das, was der Dunkle Lord von mir verlangt. Du erwartest ja wohl nicht von mir, dass ich dir jetzt alle schillernden Details schildere", entgegnete Snape nun ein wenig bissig und bohrte seinen Blick in Carls. „Nein, erwarte ich nicht. Es reicht mir, wenn du Dumbledores Wünsche über die von Du-weißt-schon-wem stellst und wenn Amanda dir vertraut. Ich will keinen Streit mit dir anfangen." „Dann sind wir uns ja in diesem Punkt einig. Auf Streit kann ich auch getrost verzichten. Und was das Vertrauen angeht... Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun. Oder wieso sonst sitze ich hier und erzähle allen von bedenklichen Vorzeichen?" „Ich wüsste nicht wieso sonst, aber du solltest selber wissen, dass man bei diesem Thema nicht vorsichtig genug sein kann", entgegnete Carl ruhig. „Das weiß ich. Und genau deshalb behalte ich möglichst viel für mich." Carl nickte und wollte etwas erwidern, doch dann kam David mit einer neuen Flasche Wein zurück und Carl wollte ungern vor seinem Sohn weiter über dieses Thema sprechen.

„Wo sind denn Sandra und Amanda", wollte dieser wissen. „Ich befürchte, geheime Frauendinge tun", entgegnete sein Vater und zwinkerte ihm zu. „Mhm... Möchten sie noch Wein, Professor Snape", wollte David von seinem ehemaligen Lehrer wissen, da er gerade gesehen hatte, dass dessen Glas leer war. „Danke, im Moment nicht", entgegnete dieser nur.

David nickte und schenkte sich und seinem Vater ein, bevor er sich wieder setzte. Den restlichen Abend wechselten die Gesprächsthemen noch zu ein wenig erfreulicheren Dingen und die Stimmung hellte sich langsam wieder etwas auf, so dass sie sich am Ende noch zu einem gemeinsamen Kartenspiel einfanden. Schließlich war es bereits recht spät, als sich Amanda und Severus auf den Heimweg machten.