Kapitel 40

~ Erste Sicherheitsvorkehrungen ~

Durch ihren schlechten Schlaf war Amanda auch am Morgen schon vor Severus wach, blieb aber liegen, um ihn weiter im Arm zu halten und nicht zu wecken. Während sie so dalag wiederholten sich in ihrem Kopf immer wieder die gleichen Gedanken und Sorgen. Sie würde ihre Familie informieren müssen und spätestens jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem ihre Beziehung zu Severus nicht mehr allzu öffentlich geführt werden sollte. Leise seufzte Amanda und strich Severus sanft durch die Haare, während sie versuchte, nicht in allzu große Panik zu verfallen. Der seufzte leise im Schlaf, als er Amandas Liebkosung spürte und kuschelte sich noch etwas enger an sie. Der Trank hatte seine Wirkung getan und Severus war ziemlich schnell eingeschlafen und nachts auch nicht mehr aufgewacht. So hatte wenigstens er eine ruhige Nacht hinter sich gebracht, nach den ganzen Prüfungen, die er zuvor hatte bestehen müssen. Amanda lächelte, als Severus sich so an sie kuschelte und hoffte, er würde noch einen Moment weiter schlafen, denn schließlich war es spät gewesen am vergangenen Abend. Das tat Severus auch noch eine knappe halbe Stunde, doch dann wurde auch er langsam wieder wach und auch ihm wurde schnell wieder bewusst, was vor einigen Stunden passiert war, nicht zuletzt, weil er an manchen Stellen trotz Trank seine Muskeln und diverse blaue Flecken spürte.

„Du kannst ruhig noch weiterschlafen, es ist noch früh", sagte Amanda sanft und strich ihm erneute über die Haare. „M-mh", brummte Severus daraufhin nur verneinend und seufzte leise, da er noch nicht richtig wach war. „Hast du geschlafen?", murmelte er dann einige Momente später fragend. „Ein wenig", entgegnete Amanda ruhig. „Du hättest auch einen Trank nehmen sollen", sagte Severus, nun schon wacher und streichelte ihr etwas über den Rücken. „Nein, es ging schon", redete sich Amanda heraus. „Mach dir um mich keine Sorgen." „Das sagst du so leicht... Ich mache mir um dich mehr Sorgen, als um sich selbst." Sanft streichelte Snape über Amandas Haare und küsste sie dann kurz. Diese seufzte daraufhin. „So etwas in der Art hatte ich befürchtet." „Wieso befürchtet? Was ist so schlimm daran?" „Nichts eigentlich." „Also...", sagte Severus und sah Amanda dann schweigend eine Weile in die Augen, während er sie weiter streichelte. „Nur könnte man meinen, du hättest genug Sorgen, auch ohne die um mich." „Du etwa nicht?" „Na, meine Sorgen um dich sind ja auch sehr viel greifbarer irgendwie." „Hm, möglich. Aber fürs erste bin ich wohl wieder aus dem Schneider." Bei diesen Worten konnte sich Severus einen zufriedenen Gesichtsausdruck nicht ganz verkneifen, denn er war in der Tat stolz auf sich und seine Fähigkeiten, dass er es erneut geschafft hatte, den dunklen Lord für sich zu gewinnen und von seiner Redlichkeit zu überzeugen. „Das ist schon mal ein wenig beruhigend", meinte Amanda und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. „Das ist es allerdings. Ich habe es auch hart erarbeitet." „Das war nur zu offensichtlich." „Ja, nicht wahr", schmunzelte Severus leicht, denn irgendwie hatte diese Unterhaltung gerade eine seltsam belustigende Note angenommen, auch wenn das Thema eigentlich alles andere als lustig war. „Du solltest übrigens deinem Vater und allen anderen Bescheid sagen, die dir wichtig sind", wurde er dann wieder ernster. „Das Ministerium wird den Vorfall verschleiern und unter der Decke halten. Fudge hat das gestern schon sehr deutlich gemacht."

Über sein Schmunzeln runzelte Amanda kurz die Stirn, bevor sie wieder ernster nickte. „Ja, das werde ich tun. Aber wie kann Fudge das nur verschleiern wollen? Gerade er muss doch sehen wie wichtig es ist, dass alle informiert werden!" „Ach, Fudge ist ein Idiot. Es wäre unbequem für ihn, wenn der Dunkle Lord offiziell als zurückgekehrt anerkannt werden würde. Es lässt sich in Krisenzeiten nun einmal nicht einfacher regieren, als in Friedenszeiten und das weiß Fudge, deshalb verschließt er absichtlich die Augen vor diesem Problem." „Aber das kann er doch nicht tun! Dadurch öffnet er Du-weißt-schon-wem doch erst recht alle Türen! Abgesehen davon wie gefährlich es für alle ist!" „Er wird es aber tun, glaub mir. Er hat es gestern schon allzu deutlich gemacht. Potter ist plötzlich nicht mehr sein Lieblingsheld, sondern ein verwirrter, unzurechnungsfähiger Junge, der sich nur wichtig machen will und mein Mal hält er wohl neuerdings für eine Tätowierung. Er hat Dumbledore sogar angedroht, die Schulleitung überprüfen zu lassen, als der ihm gesagt hat, dass er auch ohne das Ministerium etwas gegen den Lord unternehmen wird." „Was hat denn Potter wieder damit zu tun? Was ist überhaupt passiert gestern?" Kurz seufzte Severus, als sie ihre letzte Frage stellte, doch dann begann er zu erzählen. „Also... Die dritte Aufgabe des Trimagischen Turniers war ein Labyrinth, in dessen Mitte der Pokal stand. Sieger sollte der Teilnehmer sein, der den Pokal als erstes berührte. Jedenfalls... und so wurde auch endlich geklärt, wie es Potter überhaupt geschafft hat, Teilnehmer zu werden... war Mad Eye nicht der echte Mad Eye, sondern Barty Crouch junior. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Prozess, der gegen ihn, Bellatrix und Rudolphus Lestrange vor Jahren geführt wurde... Jedenfalls hat Crouch mitbekommen, dass der Dunkle Lord wieder unter uns weilt und als sein treuer Diener hat er sich mit Hilfe des Vielsafttranks in Hogwarts eingeschlichen, mit dem Plan, Potter über das Trimagische Turnier zu seinem Meister zu bringen. Der Pokal war der Portschlüssel. Er sorgte dafür, dass Potter alle Aufgaben meistert, doch dass er am Ende gemeinsam mit Cedric Diggory den Pokal berühren würde, damit hatte Crouch wohl nicht gerechnet. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass der dunkle Lord im Beisein von Potter wieder an einen eigenen Körper gelangte. Diggory wurde vorher schon aus dem Weg geräumt und Potter hätte es als nächstes treffen sollen, doch er konnte durch den Portschlüssel wieder nach Hogwarts entkommen, zusammen mit Diggorys Leiche. Als wir durchschauten, dass Moody nicht der Echte war, zwangen wir ihn durch Veritaserum zu einem Geständnis, aber Fudge der Idiot hatte danach nichts anderes zu tun, als einen Dementoren mit in Moodys Büro zu nehmen, angeblich zu seinem eigenen Schutz und der Dementor hatte natürlich wiederum nichts anderes im Sinn, als Crouch zu küssen, noch bevor Fudge ihn über alles befragen konnte. Somit wären wir wieder bei den Aussagen eines verwirrten Jungen und eines senilen alten Mannes... Crouch kann ja nichts mehr dazu sagen."

Bei Severus Erzählung bemühte sich Amanda so gut es ging mitzukommen. „Mad Eye Moody war eigentlich Barty Crouch? Aber der ist doch in Askaban." Etwas verwirrt sah sie Severus an. „Tja, das sollte man denken, nicht wahr? Offenbar war es so, dass er vor Jahren mit seiner todkranken Mutter die Rollen getauscht hat. Sie starb als er in Askaban und er spazierte als sie unbehelligt aus dem Gefängnis. Sein Vater hielt ihn dann jahrelang unter dem Imperius daheim gefangen, aber ihm gelang es an der Quidditch-Weltmeisterschaft, die er heimlich besuchen durfte, sich von der Fremdkontrolle seines Vaters zu lösen und schloss sich dann wieder dem dunklen Lord an. Seinen Vater stellte nun er unter den Imperiusfluch. Später tötete er ihn, als der Alte es geschafft hatte, den Fluch zu brechen und Dumbledore warnen wollte. Zu dem Zeitpunkt war Crouch junior schließlich schon als Moody in Hogwarts. Den echten Mad Eye hielt er übrigens die ganze Zeit in einer vergrößerten Truhe in seinem Büro gefangen, um immer wieder an Material für den Vielsafttrank zu kommen..." „Bei Merlin... Wer lässt sich nur so etwas einfallen? Und das ganze Jahr über hat es niemand bemerkt..." Sichtlich erschrocken sah sie Severus an. Was Crouch ihm alles hätte antun können in dieser Zeit. „Es klingt ziemlich fantastisch, nicht wahr? Aber es ist die Wahrheit. Unter meinem Veritaserum lügt keiner mehr. Das mit dem Vielsafttrank fiel vor allem deshalb nicht auf, weil Moody mittlerweile schon so paranoid ist, dass er immer seinen eigenen Flachmann mit sich führt. So konnte Crouch, ohne das jemand Verdacht schöpft, ständig vom Trank Gebrauch machen. Aber seine Geschichte kann er nun keinem weiteren mehr erzählen... Dafür hat Fudge gesorgt."

„Ich glaube ja, dass es die Wahrheit ist, aber es klingt einfach zu... ja schon irgendwie zu fantastisch." Nachdenklich sah sie Severus an. „Ich hoffe, du hast nichts zu verräterisches getan. Wobei...offensichtlich nicht." „Nun, Crouch wird es sicherlich nicht mehr ausplaudern, wenn doch. Außerdem kann ich mich immer mit der Begründung herausreden, dass ich schließlich Dumbledore glauben machen muss, dass ich auf seiner Seite bin. Crouch hat es zwar geschafft, ein ganzes Jahr ein anderer zu sein, aber so lange wie ich ist und war er noch nicht im Geschäft." Ein wenig lächelte Severus, dann küsste er Amanda kurz. „Mach dir um mich keine Sorgen. Es wäre nicht das erste Mal, dass mir jemand anderes versucht ein Bein zu stellen." „Hm, das mit Dumbledore ist wohl ein Argument", fand Amanda. „Gut, dann machen wir uns also umeinander einfach keine Sorgen oder wie sehe ich das?" Auf diese Worte hin musste sie schief grinsen, denn natürlich wusste sie, dass sie es beide niemals schaffen würden. „Das wäre der Idealfall. Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass ich mich um dich immer sorgen werde." Er lächelte und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Egal was noch kommt..." „Gut, dann haben wir wohl etwas gemeinsam, was das betrifft." „Wahrscheinlich."

„Was möchtest du denn frühstücken", wollte Amanda schließlich von ihm wissen. „Dich", grinste Snape und lachte dann kurz, denn irgendwie war er gerade alles andere als motiviert, schon aufzustehen. Er wusste, dass dann nur wieder die Pflicht rufen und sich diverse Körperregionen melden würden, an denen er bisher an diesem Morgen noch keinen Schmerz verspürt hatte. Amanda grinste nur und schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin nicht zum frühstücken da... Du musst auch nicht aufstehen." „Bist du dir da sicher?", grinste Severus und packte sie dann ohne Vorwarnung, um sie auf sich zu ziehen, während er sich selbst wieder auf den Rücken legte. Lachend versuchte sich Amanda zu wehren. „Hey! Ich tu dir nachher nur weh", sagte sie, als sie über ihm lag. „Ich glaube, das Risiko gehe ich ein", grinste Severus und küsste sie dann, während seine Hand unter ihr Oberteil fuhr und ihren nackten Rücken entlang strich. „Aber ich nicht..." Amanda wollte sich von Severus rollen, aber da er sie festhielt, zog sie ihn eher mit und über sich. „Und wieso nicht", wollte er schließlich von ihr wissen, als er nun über ihr lag und sich allerdings etwas abstützte, um sie nicht zu erdrücken. „Weil ich dir nicht weh tun will." Trotz dieser Worte strich sie sanft durch seine Haare und anschließend durch sein Gesicht. „Au au au", jammerte Snape leise und sehr bemitleidenswert, aber natürlich gespielt, dann lachte er ein wenig und küsste sie. Es wollte gerade nicht über seinen geschundenen Körper nachdenken, sondern einfach nur das bisschen Zeit noch genießen, welches er mit Amanda heute noch hatte und dabei keine Rücksicht auf etwaige lädierte Stellen nehmen. Abgesehen davon waren die Schmerzen ohnehin nur halb so schlimm, wenn er nicht an sie dachte, sondern sich ganz auf andere Dinge konzentrierte - zum Beispiel auf Amanda. „Sag mal, was war noch alles in deinem Trank drin, hm?", wollte Amanda schmunzelnd wissen. Denn gerade aufgrund der eigentlich ernsten Situation war sein Verhalten schon etwas ungewöhnlich, aber an sich war es ihr so lieber, als hätte nun Grabesstimmung zwischen ihnen geherrscht. Erneut strich sie über seine Wange, um ihn anschließend für einen Kuss zu sich zu ziehen. „Das sind sicher unbekannte Nebenwirkungen, weil ich zwei genommen habe", schmunzelte Severus, dann küsste er sie bereitwillig, lange und innig. „Mhm... vielleicht", meinte Amanda leise und verteilte einige Küsse auf seinem Hals. „Bestimmt", raunte Severus nur noch und setzte seine Streicheleinheiten, die er begonnen hatte, wieder fort, während sein Mund über Amandas Hals wanderte. Diese seufzte nur genüsslich und legte ihren Kopf zur Seite, während sie über Severus Rücken streichelte und ihre Hände den Weg unter sein Oberteil fanden. Severus genoss diese Berührungen spürbar und verwöhnte Amanda weiter. Nebenbei schob er ihr Oberteil in die Höhe, um sich danach ganz ihrem freigelegten Oberkörper widmen zu können. Leise seufzte Amanda und fuhr durch seine Haare. Während sie ihn enger an sich zog, küsste sie seinen Hals und biss sanft hinein. Severus seufzte daraufhin leise. Wenn der Rest des Tages genauso befriedigend verlief, wie dieser Morgen, dann sollte es ihm gerade recht sein, dachte er.

Einige Zeit später und nachdem beide geduscht und schon fast fertig gefrühstückt hatten, ergriff Severus erneut das Wort. „Und was wirst du heute noch alles tun?" „Ich werde wohl mit meinem Vater und Bruder reden müssen und ja, vermutlich auch mit meiner Mutter. Das wird den Tag wohl ziemlich füllen. Matthew soll noch bis morgen seinen Frieden haben." „Und was ist mit Riley? Er sollte es vielleicht auch erfahren, oder nicht?" „Ja, Alan natürlich auch noch, vor allem, wenn man seinen Arbeitsplatz bedenkt. Weißt du was Dumbledore nun tun wird?" „Er hat veranlasst, dass der Orden des Phönix wieder zusammengerufen wird. Arthur kümmert sich um die Leute im Ministerium, von denen er weiß, dass sie dem Problem zugänglich sind. Black trommelt Lupin und noch ein paar andere Leute zusammen, die damals schon dabei waren und was ich tue, das weißt du ja. Ansonsten wird es die Zukunft zeigen, was zu tun ist." „Der Orden des Phönix?" Fragend sah sie ihn an. „Ja... Eine Art... Geheimbund, den Dumbledore schon bei der ersten Herrschaft des dunklen Lords gegründet hat. Einige Auroren waren damals Mitglieder. Außerdem Leute wie die Potters, Minerva, die Weasleys... und noch einige andere, die voll und ganz hinter Dumbledore stehen. Mit Hilfe des Ordens beziehungsweise der Menschen darin, war es ihm möglich, gefährdete Leute zu schützen oder überhaupt einige Todesser-Anschläge zu vereiteln." „Und was ist mir dir?"

„Du weißt, was ich damals war", entgegnete Snape auf diese Frage hin. „Und später war ich lediglich der Informant, der Dumbledore Informationen übermittelt hat. Die Mitglieder hätten mich damals nie in ihrer Mitte geduldet. Naja, einige werden es auch heute noch nicht tun", lächelte Severus nun kurz schief. „Sie vertrauen mir nur deshalb, weil Dumbledore mir vertraut." „Ich meinte eigentlich auch heute beziehungsweise jetzt." „Wie gesagt, meine Rolle hat sich nicht geändert, nur werde ich mittlerweile im Kreis geduldet." Nachdenklich nickte Amanda. „Ich würde auch gerne etwas tun."

Severus sah Amanda kurze Zeit schweigend an. Er konnte zwar verstehen, dass sie nicht untätig herumsitzen wollte, doch den Gedanken, dass sie sich bewusst in Gefahr begeben wollte, konnte er nicht ertragen. „Ich will nicht, dass du dem Orden beitrittst, Amanda", sagte er schließlich. „Auch wenn ich verstehen kann, dass du etwas tun willst. Aber du tust genug, wenn du einige Leute über den Stand der Dinge aufklärst." „Womit meine Aufgabe spätestens morgen Abend erledigt wäre." In der Tat gefiel ihr die Vorstellung überhaupt nicht, nichts tun zu können, während alle anderen versuchten ihr möglichstes gegen Voldemort zu tun. „Das denke ich nicht. Schließlich werden sich die Verhältnisse schnell ändern, jetzt da der Lord wieder einen Körper hat. Er wird schnell seine Diener um sich scharen und es wird sicherlich nicht lange dauern, bis auch die, die noch in Askaban sitzen, wieder zu ihm stoßen werden." „Gut, dann sind es vielleicht fünf Minuten am Tag..." „Du solltest bedenken, dass du als Einzelhändlerin auch mehr Leute erreichen kannst, als nur deine Familie. Abgesehen davon will ich mich nicht ständig mit der Sorge um dich beschäftigen müssen, weil du an irgendwelchen gefährlichen Aktionen teilnimmst. Das beeinträchtigt meine eigene Arbeit. Also tu mir den Gefallen und engagier dich nicht zu sehr. Wer weiß... Vielleicht kommt irgendwann ohnehin die Zeit, wo dir keine andere Wahl mehr bleibt und dann ist es noch früh genug." „Hm", meinte Amanda daraufhin nur etwas grummelnd. Natürlich verstand sie Severus Argumente, aber da er sich nun einmal dauernd in Gefahr würde begeben müssen, gefiel ihr das Nichtstun noch weniger. Der konnte sie durchaus verstehen, aber dennoch hielt er es für besser, wenn sie sich im Hintergrund hielt. „Du könntest übrigens deinen Verwandten und wen auch immer du sonst noch ins Vertrauen ziehen willst, das Angebot machen, dass dein Haus als Zufluchtsort zur Verfügung steht, sollte irgendetwas Unvorhergesehenes geschehen. Ich werde mich sobald wie möglich um adäquate Sicherheitsvorkehrungen um das Grundstück herum bemühen." Das brachte Amanda nun doch dazu ein wenig zu lächeln. „Wieso wundert mich das nun gar nicht? Aber vielen Dank, das werde ich tun." „Schön. Ich werde mich jetzt so langsam auf den Weg zurück nach Hogwarts machen... Und du kannst deine Familie aufsuchen." „Ja, das mache ich dann gleich." Amanda trennte sich ungern jetzt schon von Severus, vor allem da es so ungewiss war, wann sie sich wieder sehen würden. „Gut. Ich werde mich bald wieder bei dir melden. Es sind ohnehin bald Ferien, dann werde ich bestimmt wieder etwas mehr Zeit für dich haben." Mit diesen Worten stand er auf, kam zu ihr und küsste sie kurz, dann nahm er sein Geschirr und stellte es zum Abwasch. Amanda stand ebenfalls auf und begleitete Severus schließlich noch zur Tür. „Pass auf dich auf, bitte", sagte sie ruhig, als sie an der Tür standen. „Bestimmt. Versprochen", lächelte er, dann küsste er sie noch einmal. „Ich liebe dich, Amanda." „Ich dich auch", sagte sie daraufhin und umarmte ihn noch einmal fest.