Lieber Sev, bitte beschwer dich heute bei den Beatles, die haben mich auf diese Idee gebracht. Dankeschön, Schatzi! ;)

Montag, 18. Dezember

Endlich, die letzte Schulwoche vor Weihnachten war angebrochen! Severus konnte gar nicht anders als sich zumindest über die beinahe bevorstehende freie Zeit zu freuen, wenn auch schon nicht über das Fest an sich.

Nach der halbwegs gegenseitigen Versöhnung mit dem Adventskalender, konnte er sich nun auch wieder schamlos dort bedienen, bevor er zum Frühstück ging. Wunderbarerweise gab das anstrengende Pergamentfetzen keinen Mucks von sich, als er vorsichtig ein Stück Konfekt daraus hervor holte. Bestimmt wieder eine Schnapspraline. Er beäugte sie kritisch. Das mit „kein Alkohol im Unterricht" hatte er schon gründlich missachtet in der letzten Zeit, andererseits… ein Mal war kein Mal!

War das Pfirsich? Delikat!

Zufrieden strich Severus sich die Robe glatt, knallte die Tür zu seinen Gemächern hinter sich zu und rauschte hinauf in die Große Halle.

Mal wieder starrten seine Kollegen ihn an als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen oder sonst etwas Absonderliches, doch ein Blick in die spiegelnde Oberfläche seines Tees versicherte ihm, dass er heute definitiv keine Locken hatte. Also wo lag das Problem?

Warum war seine Tasse eigentlich heute mit goldenen Sternen bedruckt? Das sah ziemlich kitschig aus…

Er goss sich nach – aus einer Kanne mit güldenen Himmelsobjekten – und packte Marmelade auf seinen besternten Toast. Mit einem sternbestückten Messer.

„Severus… Was auch immer du gemacht hast – fass nicht noch mehr an, ja?", bat Minerva mit kritischer Miene, als er sich ein Löffelchen aus der golden glitzernden Zuckerdose genehmigte.

„Ich tue nicht mal was und du meckerst trotzdem rum", beschwerte sich Severus. „Willst du deine schlechte Laune nicht mal an jemand anderem auslassen?" Genervt verließ er den Tisch und machte sich schon früher als geplant auf zu seinem Klassenzimmer.

Im Vorbeigehen registrierte er verdutzt, dass die Tür zu seinen Räumen mit abertausenden von funkelnden, goldglänzenden Sternen überzogen war – und ebenso seine Klassenzimmertür, sobald er eingetreten war. Seltsam…

Mit äußerster Vorsicht setzte er sich hinter sein Pult und griff zu einer Feder, die daraufhin im Glanz hunderter kleiner Kometen erstrahlte. Da war doch etwas oberfaul…

Sein Blick fiel hinunter auf seine Robe und er konnte nur mit Mühe ein lautes Aufstöhnen unterdrücken: Sterne, überall Sterne, auf dem wunderschönen Tintenschwarz! Severus wollte sich die Haare raufen, stoppte jedoch gerade noch rechtzeitig, bevor etwas Schlimmes passieren konnte.

An diesem Tag berührte er nichts mehr außer seiner sternenübersäten Bettwäsche – er plante Großes für Albus, oh ja, SEHR Großes…