Kapitel 50
~ Christopher Percival Snape ~
Amanda saß in der Badewanne und versuchte sich zu entspannen. Nach einer Nacht voller Rückenschmerzen und Tritten ihres ungeborenen Kindes hoffte sie wenigstens hier etwas Ruhe zu finden. Dabei war Ruhe eigentlich etwas, dass sie seit einer Woche zu Genüge hatte. Matthew, ihr Vater und vor allem Severus hatten beschlossen, dass sie zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin definitiv genug gearbeitet hatte und nun bis zur Geburt zu Hause bleiben sollte. Bei so vielen Gegenstimmen, war es schwer gewesen sich zu wehren und so war sie seit einer Woche zu Hause und versuchte sich möglichst sinnvoll zu beschäftigen. Der einzige Vorteil daran war, dass sie mal Zeit fand ihre Buchhaltung etwas auf Vordermann zu bringen, doch auch das war nach zwei Tagen erledigt gewesen und so wartete sie eigentlich seit Montag nur noch darauf, dass es endlich los ging und inzwischen war immerhin schon Freitag. Langsam verdichteten sich allerdings die Anzeichen, dass es bald soweit sein würde. Seit zwei Tagen hatte sie immer wieder Vorwehen gehabt und Amanda hoffte, dass Christopher noch vor der nächsten Woche auf die Welt kommen würde, denn das erhöhte die Chance, dass Severus dabei sein konnte.
Da das Wasser kalt wurde, erhob sie sich langsam und schwerfällig aus der Wanne, sie kam sich inzwischen vor wie eine Tonne, welche besser rollte als lief. Gerade während sie sich abtrocknete durchfuhr sie eine neue Art von Schmerzen, welche deutlicher waren und sich nun auch im Rücken bemerkbar machten. Einen Augenblick hielt sie inne und wartete bis es vorbei war. War das nun der Anfang? Aber wie ihre Hebamme es geraten hatte, würde sie erst einmal den weiteren Verlauf abwarten. Erst wenn die Abstände regelmäßig und die Schmerzen stärker wurden, war es ein Zeichen für die beginnende Geburt.
Gegen Mittag war dies allerdings wirklich der Fall. Zwar waren die Abstände noch groß, aber dennoch regelmäßig und mit deutlichen Schmerzen verbunden. Es war zumindest Zeit die wichtigen Personen vorzuwarnen. So kontaktierte sie zunächst ihre Hebamme über das Flohnetzwerk, die nach Amandas Bericht auch versprach am Nachmittag vorbei zu kommen und sie beruhigte, dass bis dahin noch nicht viel mehr passieren würde. Anschließend schrieb sie einen kurzen Brief an ihren Vater, welcher den Wunsch geäußert hatte, zumindest im Haus zu sein, damit Amanda im Zweifelsfall nicht ganz alleine war. Als letztes griff sie etwas zögernd nach dem kleinen Büchlein um Severus zu schreiben. Sollte sie ihm wirklich jetzt schon Bescheid sagen? Aber vermutlich war das gar nicht so schlecht, wenn er früh genug davon wusste, denn so würde er genügend Zeit haben, sich einen Grund für seine Abwesenheit zu überlegen. Also schrieb sie ein paar Zeilen an ihn und hoffte ihn damit nicht allzu sehr zu beunruhigen.
Severus wollte gerade wieder sein Büro zur nächsten Unterrichtsstunde verlassen, als er spürte, wie es an seiner Brust plötzlich wärmer wurde. Hörbar ausatmend drehte er um, legte seine Unterlagen noch einmal auf dem Schreibtisch ab und holte sein magisches Buch aus seiner Robe. Alarmiert und deshalb etwas fahriger als sonst schlug er es auf. War es etwa soweit? Er las Amandas Worte und kaum hatte er alles überflogen, überkam es ihn schon abwechselnd heiß und kalt. Es war soweit?! Es war soweit!
Hastig griff Snape nach seiner Feder und kritzelte Amanda eine Antwort zurück. Seine Schrift konnte trotz seiner Bemühungen, ruhig zu bleiben, nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihn gerade eine ungeahnte Nervosität und innere Unruhe ergriffen hatte. Er hatte noch geschlagene zwei Unterrichtsstunden vor sich, bevor er auch nur daran denken konnte, zu Amanda zu apparieren und diese Vorstellung machte ihn fast wahnsinnig! Was war, wenn er zu spät kommen würde? Sicherheitshalber bestand er noch einmal vehement in seinen Worten an Amanda darauf, dass sie ihm möglichst erneut schreiben sollte, wenn wirklich Eile geboten war. Nachdem er geendet hatte, zwang er sich dazu, das Buch wieder einzustecken, sich wieder zu beruhigen und sich erneut auf den Weg zum Unterricht zu machen.
Die nächste Stunde zog sich wie eine Ewigkeit für Snape und er verbrachte sie ausnahmsweise vornehmlich damit, hinter seinem Pult zu sitzen, seine Schüler anzustarren und sich nebenher zu überlegen, wie er McGonagall am überzeugendsten darlegen konnte, dass er die Schule nach der nächsten Schulstunde für einige Stunden verlassen musste.
Amanda seufzte leise, als sie Severus Antwort mit seiner unruhigen Schrift las, vielleicht hätte sie doch noch warten sollen, um ihn nicht so verrückt zu machen, während er noch Unterricht hatte. Dennoch vermied sich es ihm erneut zu schreiben, denn das würde ihn nur noch mehr aufregen.
In der Zwischenzeit versuchte sie sich selbst zu beunruhigen und zu entspannen, denn sie wusste, dass zu viel Aufregung nur hinderlich war. Kurze Zeit später kam auch schon ihr Vater und wuselte einen Moment aufgeregt um sie herum, bis auch er sich wieder besann und versuchte, die folgenden Stunden für sie so angenehm wie möglich zu machen. Gegen halb fünf kam endlich auch ihre Hebamme und Amanda fühlte sich nach einer kurzen Untersuchung schon sehr viel ruhiger, auch wenn die Wehen langsam häufiger wurden und Severus noch auf sich warten ließ.
Der quälte sich gerade noch durch die letzten Minuten seiner letzten Unterrichtsstunde. Am liebsten hätte er das ganze einfach abgesagt und wäre schon vorher zu Amanda gegangen, aber er wusste, dass das zu viel Aufsehen erregt hätte. So beschränkte er sich darauf, seine Schüler brauen zu lassen, während er selbst pausen- und ruhelos im Klassenzimmer herumlief. Severus gab vor, seine Schüler bei ihrer Arbeit zu beobachten, aber eigentlich war er mit seinen Gedanken nur noch bei Amanda und seinem hoffentlich noch ungeborenen Kind. So versäumte er es auch, etwaige Punkte wegen Flüstern oder anderen Dingen abzuziehen, was seine Schüler insgeheim wunderte. Doch es war ihm gerade einfach schlichtweg egal und er wünschte sich nur, dass endlich das Ende der Stunde eingeläutet wurde.
Kaum war die Zeit gekommen, trieb er seine Schützlinge so schnell wie möglich aus dem Klassenraum und verschwand dann in seinem Büro. Achtlos warf er seine Unterrichtsunterlagen auf den Schreibtisch, dann eilte er nach nebenan, um sich noch kurz umzuziehen. Bei McGonagall war er glücklicherweise schon vor seiner letzten Unterrichtsstunde gewesen und hatte ihr mitgeteilt, dass er die Schule für einige Zeit verlassen würde. Natürlich wollte seine Kollegin wissen wohin er wollte, da es unter den momentanen Gegebenheiten nicht gerade der beste Zeitpunkt war, einfach für eine Weile zu verschwinden, doch Snape hielt sich der Gryffindor gegenüber weiter bedenkt und teilte ihr lediglich mit, dass Dumbledore darüber informiert sei und er im Notfall wisse, wo man ihn finden könne.
Keine zehn Minuten nachdem die Schulstunde geendet hatte, machte sich Severus auch schon eilig auf den Weg zur Apparationsgrenze und knapp zwanzig Minuten später klingelte er innerlich angespannt an Amandas Haustür. Was würde ihn dahinter wohl erwarten?
Amanda war gerade in die Badewanne gestiegen, damit die Schmerzen etwas erträglicher wurden und sie sich etwas mehr entspannen konnte. Als es klingelte wollte sie gerade wieder aufstehen, hätte ihre Hebamme sie nicht aufgehalten. „Es wird schon jemand aufmachen", beruhigte sie Amanda, welche daraufhin nur nickte und sich wieder in das Wasser sinken ließ. Währenddessen ging Carl zur Tür und öffnete. Er war sogleich erleichtert, vor allem um Amandas Willen, dass Severus nun da war. Er begrüßte ihn freundlich, ließ ihn ins Haus und als er sein abgehetztes Gesicht sah, lächelte er und versuchte Severus zu beruhigen: „Es ist alles in Ordnung. Amanda ist gerade baden gegangen."
„Hallo Carl", begrüßte Snape seinen Schwiegervater in Spe und trat ins Haus. Seine Worte beruhigten ihn ein wenig, allerdings nicht allzu sehr. Es war die allgemeine Situation, die ihn innerlich unruhig machte und er hoffte, dass es wenigstens etwas besser werden würde, wenn er Amanda mit eigenen Augen gesehen hatte. „Dann werde ich gleich mal zu ihr gehen", fügte er daher noch an, während er seinen Umhang an die Garderobe hängte. Carl schloss die Haustür und sah Severus dabei zu, wie er seine Kleidung aufhängte. „Tu das, aber mach dir keine Sorgen. Sie wird das schon gut machen", sagte er mit ruhiger Stimme. „Das bezweifle ich auch nicht", entgegnete Snape. „Aber ich glaube, ich muss dir nicht erzählen, dass es nicht sonderlich viel an der Tatsache ändert, dass ich mir meine Gedanken mache." Damit spielte er auf den Fakt an, dass Carl schließlich auch Vater zweier Kinder war. Während er sprach, ging er schon auf die Treppe zu. Carl antwortete nicht mehr auf Snapes Worte, denn er wusste nur allzu gut, dass er Recht hatte. Deshalb ging dieser nun auch die Stufen hinauf und klopfte wenig später an die Badezimmertür. „Amanda, ich bin es", kündigte er sich ergänzend noch an, damit sie wusste, wer klopfte.
Amanda drehte sich zur Tür und bat Severus herein, woraufhin sich ihre Hebamme kurz nach unten entschuldigte. Snape öffnete langsam die Tür und ließ zunächst die Hebamme hinaus, bevor er selbst das Bad betrat und die Tür hinter sich schloss. Dann ging er zu Amanda an die Wanne und lächelte sie ein wenig an. Er beugte sich zu ihr hinab und gab ihr einen kleinen Kuss, bevor er neben der Wanne in die Hocke ging, um auf Augenhöhe mit der Mutter seines Sohnes zu sein. „Tut mir leid, dass ich nicht früher kommen konnte. Aber der Unterricht... Minerva hat auch so schon genug Fragen gestellt." Mit der nassen Hand fuhr Amanda Severus übe die Wange. „Es ist schon gut, ich bin froh, dass du jetzt da bist. Es geht ja erst langsam wirklich los." Sie lächelte ihn an „Das will ich doch hoffen, dass der Zwerg auf seinen Vater wartet", schmunzelte er ein wenig und versuchte mit diesem Scherz seine Unsicherheit zu verbergen. Dann wischte er sich mit hochgezogener Augenbraue und gespielt vorwurfsvollem Blick die Feuchtigkeit wieder aus dem Gesicht. „Ja, natürlich tut er das. Mach dir keine Sorgen, alles ist gut und er ist fit und gesund." So gut es ging beugte sich Amanda nach vorn und gab Severus einen sanften Kuss auf die Wange. Der lächelte etwas und streichelte ihr sanft über die Wange. „Ich hoffe, dir geht es auch gut und nicht nur dem Kleinen." „Mit mir ist schon alles in Ordnung. Es war bisher ja auch halb so schlimm und nun wo du da bist, kann es ja nicht mehr so viel schlimmer werden." „Das hoffe ich." Noch einmal küsste er Amanda, dann fragte er sie: „Kann ich irgendwas für dich tun gerade? Dir etwas bringen – etwas zu trinken oder zu essen?"
„Nein, du kannst aber etwas hier bleiben, das wäre schön", sagte sie lächelnd und ergriff seine Hand. Amanda blieb eine ganze Weile in der Badewanne, während Severus ihr Gesellschaft leistete. Dabei hatte sie gerade bei den ersten Wehen, die Severus miterlebte, den Eindruck, dass es ihn etwas erschrak, sie so leiden zu sehen. Da würde er wohl noch etwas abhärten müssen, dachte sie sich.
Als sie nach etwas mehr als einer Stunde wieder langsam aus der Badewanne kletterte, war die Hebamme bei der folgenden Untersuchung recht zufrieden mit dem entspannenden Effekt, den Amanda auch gleich mit einer stärkeren Wehe zu spüren bekam. Dennoch hatte sie inzwischen wirklich Hunger bekommen und ging nach unten, um etwas zu essen. Inzwischen war auch Alan von der Arbeit zurück gekommen und fragte besorgt, ob er nicht lieber woanders hingehen sollte, was Amanda jedoch verneinte, denn dazu gab es nun wirklich keinen Anlass. Nachdem ihr Vater etwas zu essen gemacht hatte, aßen sie alle gemeinsam, wenn auch Severus zunächst etwas überredet werden musste. Aber Amanda war sicher, dass alles noch etwas dauern würde und da wäre etwas zusätzliche Energie auch für ihn nicht verkehrt.
Snape war während des Essens ein wenig in sich gekehrt und der Hunger wollte sich bei ihm trotz Carls Kochkünsten nicht so recht einstellen. So aß er seinen Teller eher langsam leer und grübelte währenddessen immer wieder darüber nach, wann es denn nun so weit wäre und sein Sohn zur Welt kommen würde. Er hatte gesehen welche Schmerzen Amanda hatte und er wollte sie ungern noch allzu lange leiden sehen, denn er kam sich selbst in diesen Momenten immer recht hilflos vor und das konnte er überhaupt nicht ertragen. Hoffentlich ging alles gut, dachte er sich einmal mehr, als er eine weitere Gabel seines Essens in den Mund schob.
Nach dem Essen lief Amanda eine ganze Weile im Wohnzimmer hin und her, immer wieder unterbrochen von einer Wehe. Dieses Verhalten machte Alan zunehmend nervös und auch Carl konnte es nicht gerade gut heißen, auch wenn die Hebamme beteuerte, dass Amanda das tun sollte, was ihr am angenehmsten erschien und dass Laufen nicht das Schlechteste war. Trotz der ganzen Aufregung wurde Amanda aufgrund der fortschreitenden Zeit doch langsam müde und hätte gerne etwas geschlafen, wusste aber dass das vollkommen unmöglich war. Daher versuchte sie wenigstens Alan dazu zu überreden, ins Bett zu gehen, da er offensichtlich auch müde war, doch der konnte auf keinen Fall ans Schlafen denken.
„Ich würde mich gerne etwas hinlegen", sagte Amanda schließlich und sah dann Severus an. „Würdest du mitkommen? Dann könntest du mich etwas festhalten, dann ist es vielleicht ein wenig bequemer." „Ich würde dich gerne vorher noch einmal untersuchen, Amanda", mischte sich die Hebamme aber ein. „Nur um zu sehen wie weit es schon ist und wie es dem Baby geht." Daraufhin nickte Amanda. „Ja gut, aber nach oben gehen müssen wir ja trotzdem", meinte sie und lächelte sanft. Doch dieses Lächeln wurde verzogen, da sich eine neue Wehe ankündigte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt sie sich an dem Sessel fest, der vor ihr stand und wartete bis sie wieder vorbei war. „Große Fortschritte scheinen wir ja gerade nicht zu machen", sagte die Hebamme nach einem kurzen Blick auf die Uhr ruhig und freundlich. „Na ja", keuchte Amanda. „So lange es vor dem Morgen vorbei ist, geht es noch denke ich."
Severus nickte auf Amandas Frage hin nur schweigend und wartete dann ab, bis ihre kurze Unterhaltung mit der Hebamme und ihre Wehe abgeklungen war, bevor er noch anfügte: „Ich komme dann nach." Schließlich hatte er kein großes Bedürfnis danach, der angekündigten Untersuchung beizuwohnen - die allgemeine Situation war ihm schon unangenehm genug.
Amanda ging nun gefolgt von ihrer Hebamme nach oben ins Schlafzimmer. Nach der kurzen Untersuchung, kam die Hebamme wieder nach unten, um Amanda einen Moment der Ruhe zu ermöglichen. Diese drehte sich in der Zwischenzeit auf die Seite und versuchte eine bequeme Position zu finden.
„Sie können nun nach oben gehen", sagte die Hebamme freundlich zu Severus und ließ sich dann auf das Sofa sinken. Snape nickte kurz, als die Frau das Wort an ihn richtete und verschwand danach auch gleich aus dem Raum und ging in den oberen Stock. An der Schlafzimmertür angekommen öffnete er leise die Tür, um Amanda nicht aufzuschrecken und betrat den Raum. „Hey", sagte Amanda leise. „Schön, dass du da bist. Komm doch her." „Ich bin schon auf dem Weg", entgegnete Severus ruhig und lächelte ein wenig, während er zu ihr ging und schließlich nach ihrer Hand griff. Amanda drückte seine Hand und sah ihn an. „Willst du dich nicht zu mir legen?" Severus sah sie an. „Wenn du willst, gerne", flüsterte er dann und küsste sie kurz. „Ja, sehr gerne. Das wäre schön." „Gut." Snape lächelte, dann ging er um das Bett herum und legte sich hinter Amanda. Vorsichtig rückte er an sie heran und legte schließlich seinen Arm um sie und ihren dicken Bauch. Zärtlich streichelte er über die Wölbung, küsste Amanda auf den Nacken und seufzte leise. Bald hatte das monatelange Warten ein Ende und er würde seinen Sohn zum ersten Mal sehen. Irgendwie war das ein komischer Gedanke.
Amanda nahm seine Hand und seufzte leise. „Gut, dass du da bist. Könntest du vielleicht etwas meinen Rücken massieren", fragte sie ruhig. „Sicher. Wenn ich dir damit helfen kann", raunte Severus leise, worauf hin er sich wieder von Amanda löste und kurze Zeit später begann ihren Rücken zu massieren. „Sag mir einfach, wo du es am Liebsten hast." „So in der unteren Hälfte. Vielen Dank." Amanda seufzte und spürte wie sich eine erneute Wehe aufbaute. „Warte einen Moment", stöhnte sie leise vor Schmerz und vergrub ihre Hand im Kissen. „Es ist gleich wieder vorbei." Severus hielt wie gewünscht inne und wartete, innerlich seufzend, bis die erneute Wehe vorüber war, dann massierte er wie gewünscht weiter. Es zählte eindeutig nicht zu den einfachen Aufgaben in seinem bisherigen Leben, Amanda beim Leiden zuzusehen, dachte er.
Es dauerte noch eine Weile bis die Geburt wirklich los ging und so waren alle schon recht müde, als es gegen halb drei nachts in die ernstere Phase überging. Vor allem Alan und Carl waren müde, wenn auch gleichzeitig zu aufgeregt um schlafen zu können. Amanda hingegen war mehr als froh, dass ein Ende langsam in Sicht war, denn nicht nur sie verließen langsam die Kräfte, sondern sie hatte auch den Eindruck, dass Severus erschöpft war. „Wir schaffen das schon", meinte sie mit einem schiefen Grinsen zu ihm, als sie sich von einer Wehe wieder einigermaßen erholt hatte. Inzwischen waren die Wehen und Schmerzen so heftig, dass sie wieder im Bett lag beziehungsweise saß und die Hebamme sich nicht mehr weit weg bewegte. „Ich denke es wird bald geschafft sein", sagte sie aufmunternd. „Es sieht schon gut aus und du machst das toll, Amanda."
Severus saß auf Geheiß der Hebamme hinter Amanda, um sie zu stützen und ihr bei ihren Bemühungen zu helfen, das Kind zur Welt zu bringen. Seine Position war ihm ganz recht, denn er hatte nicht das Bedürfnis, ganz genau zu verfolgen, wie sein Sohn herausgepresst wurde. Außerdem hatte er so das Gefühl, etwas für Amanda tun zu können und er musste nicht tatenlos herumstehen oder sitzen.
Er war müde und verschwitzt und hoffte wirklich, dass die Hebamme mit ihren Worten, dass es bald vorbei sein würde, Recht hatte, denn er hatte nicht das Gefühl diese nervenaufreibende und auch körperlich anstrengende Prozedur noch länger durchzustehen. Es war ja viel gewohnt, aber auch sein Körper und sein Geist kannten Grenzen.
Keuchend erholte sich Amanda gerade von einer Wehe und trank dann einen Schluck Wasser. „Du kannst auch rausgehen. Du musst dir das nicht antun, Severus, wenn du nicht möchtest", sagte sie leise, während sie trotz dieser Worte ihren Kopf an seine Schulter legte. Inzwischen waren die Wehen und damit auch die Schmerzen schon sehr intensiv, so dass sie wirklich hoffte, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde. Erneut untersuchte die Hebamme sie kurz und schien recht zufrieden mit dem was sie sah. „Der Muttermund ist nun fast weit genug geöffnet, noch zwei, drei Wehen und dann kann es richtig losgehen. Also sammle noch mal die restliche Kraft zusammen." Amanda nickte auf diese Worte nur und hoffte, dass sie Recht hatte, wenn auch ein wenig Angst dabei war, vor dem was ihr noch bevorstand. Doch dann hatte sie keine Zeit mehr weiter darüber nachzudenken, denn schon war die nächste Wehe da und sie musste sich vollkommen darauf konzentrieren.
Severus wartete ab, bis diese erneute Wehe abgeklungen war, bevor er Amanda seine Antwort ins Ohr flüsterte und ihr kurz sanft eine Haarsträhne, die ihr ins Gesicht gefallen war, hinters Ohr strich. „Was redest du da? Natürlich bleibe ich bei dir und werde nicht rausgehen. Für was bin ich sonst hier?"
„Ich weiß nicht", sagte Amanda leise und drehte sich zu ihm. „Nicht, dass du denkst du wärst dazu verpflichtet." Einen Moment schloss sie die Augen um sich zu erholen, denn sie befürchtete, dass sie für dieses letzte anstrengende Stück noch alle restliche Kraft brauchen würde. Doch immerhin überwog die Vorfreude auf Christopher und auf das Ende der Schmerzen, auch wenn sie das vielleicht nicht so zugegeben hätte.
Das Ende wurde noch ein gutes Stück härter, als Amanda erwartet hatte. Der Druck und die Schmerzen wurden immer größer und dann ganz plötzlich während sie presste, gab es einen Moment in dem sie dachte, dass viel mehr Schmerz gar nicht möglich wäre und sie nur noch einen weißen Schleier sah. Doch so plötzlich wie er gekommen war, ließ er auch schon wieder nach und die Worte der Hebamme drangen wieder zu ihr vor, welche sagten, dass das Köpfchen nun da wäre und das Schlimmste überstanden sei. Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Die Hebamme hielt den kleinen Christopher in den Händen, dieser begann zu weinen, doch bevor er richtig damit beginnen konnte, legte die Hebamme ihn auf Amandas Bauch, wo er sich sofort wieder beruhigte. Vor Anstrengung leicht zitternd und absolut fasziniert berührte Amanda ihren kleinen Sohn, wie er da so winzig und nass auf ihrem Bauch lag. Sanft streichelte sie über seinen Kopf und erst als sie Severus ansah, bemerkte sie, dass sie angefangen hatte zu weinen, dass war einfach viel zu unglaublich um wahr zu sein. Dass dieser kleine Mensch gerade noch in ihrem Bauch gewesen war.
Severus hatte das Gefühl, die letzten Minuten selbst nicht mehr zu überleben, so nervenaufreibend und anstrengend kamen sie ihm vor. Es quälte ihn, Amanda so angestrengt zu sehen und ihr in ihrem Schmerz und ihren Bemühungen so gut wie gar nicht helfen zu können – jedenfalls hatte er diesen Eindruck. Die Zeit zog sich unendlich lang und es passierte so gut wie nichts, außer das alle immer müder, gestresster und ausgelaugter wurden…
Noch immer saß er hinter ihr und unterstützte sie so gut er konnte bei der Geburt, als es endlich soweit war. Severus hörte die Hebamme, wie sie sagte, dass es nun fast vorbei war und eine Welle der Erleichterung begann durch seinen Körper zu fließen. Er hörte den Kleinen schreien und die stundenlange Anspannung fiel für einen Moment von ihm ab. Für einen Moment schloss Snape die Augen und atmete tief durch, dann öffnete er sie wieder, strich Amanda zärtlich über die Haare und küsste sie kurz auf die Wange. Er war erleichtert und erst jetzt spürte er, wie auch seine Hände leicht zitterten.
Als die Hebamme seinen Sohn auf Amandas Brust legte, zog dieser auch sofort Severus' Aufmerksamkeit auf sich. Das war er also, dachte er sich, aber zu anderen klaren Gedanken war er auch schon nicht mehr fähig. Alles in seinem Kopf fing plötzlich an zu kreisen, da ihm so viele Dinge gleichzeitig hindurch schossen, während seine Gefühle Achterbahn fuhren und zwischen Zuneigung, Glücksgefühl und unendlicher Erschöpfung hin und her schwankten.
Amandas Anblick riss Severus jedoch wieder aus seinen Gedanken, als diese ihn vor Glück und wahrscheinlich auch vor Erschöpfung weinend ansah. Kaum hatte er ihren Blick erwidert, lächelte er ein wenig und strich ihr noch einmal über die verschwitzten Haare, dann flüsterte er ihr ins Ohr: „Wir haben es geschafft." Amanda nickte. „Ja und ist er nicht großartig?" Sie drehte den Kopf zu Severus und lächelte ihn an, bevor sie wieder ihren gemeinsamen Sohn ansah. „Ich kann gar nicht glauben, dass so ein Wunder noch eben in mir gewachsen ist."
„Ja, ist er", antwortete Severus und lächelte dabei kurz Amanda an, bevor er seinen Blick wieder auf ihr gemeinsames Baby richtete. Irgendwie konnte er es noch nicht so ganz fassen, dass sein Sohn nun wirklich auf der Welt war und vor seinen Augen lag.
Geduldig ließ die Hebamme den jungen Eltern ihr Glück und wartete, bis sie ihren Sohn ausreichend begrüßt hatten. Vorsichtig nahm sie dann den Kleinen wieder von Amandas Bauch und kümmerte sich darum, dass die Nabelschnur durchtrennt werden konnte. Amanda sah trotz ihrer Erschöpfung fasziniert zu. „Christopher also", sagte sie leise und bedächtig, wie um es sich noch einmal deutlich zu machen. Doch diesem kleinen Erdenbürger gefiel es gar nicht, was die Hebamme da mit ihm machte und so begann er erst zu quengeln und anschließend zu weinen.
„Vielleicht möchten sie die Nabelschnur durchschneiden?" Fragend sah die Hebamme Severus an. „Und wenn sie wollen können sie ihn mit ihrem Schwiegervater anschließend zusammen baden, während ich mich um Amanda kümmere? Danach werde ich ihn dann noch mal untersuchen, aber er macht doch einen sehr kräftigen Eindruck."
„Ist gut", bestätigte Severus, als er angesprochen wurde, dann kletterte er vorsichtig hinter Amanda hervor und stopfte ihr noch ein paar Kissen hinter den Rücken, bevor er zur Hebamme ging. „Was muss ich tun?", fragte er schließlich ruhig und wartete ab, was ihm aufgetragen wurde. Die Hebamme reichte Severus eine Schere und erklärte ihm kurz was er tun musste. Severus nahm das Werkzeug entgegen, während er aufmerksam zuhörte. Dabei beschlich ihn allerdings ein unangenehmes Gefühl bei dem Gedanken, gleich durch das Gewebe schneiden zu müssen, welches Christopher noch mit Amanda verband. Dennoch tat er wie geheißen und schnitt an der Stelle durch, die ihm von der Hebamme gezeigt wurde.
Als die Nabelschnur durchtrennt war, wickelte die ältere Frau Christopher in ein Tuch und trug ihn hinüber ins Bad. „Vielleicht sagen sie eben ihrem Schwiegervater Bescheid, während ich das Wasser einlasse", sagte die Hebamme. Amanda hingegen, schloss erschöpft die Augen, als die drei im Nebenraum und sie für einen kurzen Moment alleine war.
Severus ging indes nach unten ins Wohnzimmer, wo er Carl und auch Alan noch vermutete und bat nach einem kurzen Gespräch mit beiden Amandas Vater nach oben. Als er mit diesem schließlich wieder das Bad betrat, gab die Hebamme das Baby in ihre Obhut und ging zurück zu Amanda, um sich um das zu kümmern, was bei ihr kurz nach der Geburt noch anstand.
Carl sah nervös auf, als Severus den Raum betrat. Doch so wie sein Schwiegersohn in spe aussah, war alles in Ordnung und so folgte er diesem ohne große Worte nach oben.
Alan indes kam sich etwas zurückgelassen vor, obwohl ihm auch klar war, dass dies zunächst eine Familienangelegenheit war. Daher bemühte er sich für den Moment froh darüber zu sein, dass es sowohl Mutter als auch Kind gut ging.
Als Carl schließlich das Bad betreten hatte und zum ersten Mal seinen kleinen Enkelsohn sah, war er beinahe wieder so fasziniert wie bei der Geburt seiner eigenen Kinder. Das solche kleinen Wesen so vollständig und schön sein konnten. Carl bemerkte, dass Severus scheinbar noch unsicher war und nicht ganz wusste, wie er mit dem kleinen Menschen vor sich umgehen sollte. „Sie sehen so zerbrechlich aus, wenn sie noch so klein sind", sagte Carl daher wie beiläufig. „Aber eigentlich sind sie es doch nicht. Solange man auf den Kopf aufpasst, kann da eigentlich nichts schief gehen." Lächelnd wickelte er den noch verschmierten Christopher aus seinem Handtuch, was diesem gar nicht gut gefiel. „Ja… Das ist ziemlich kalt jetzt, wie? Alles so hell noch und groß, aber schau doch mal, dein Papa ist da. Es ist also alles gut." Dann sah Carl Severus an. „Soll ich dir zeigen, wie du ihn richtig halten kannst? Dann kannst du ihn selber baden. Ich weiß ja wie man das macht", sagte er freundlich und mit einem Lächeln im Gesicht.
Snape sah sein Gegenüber an, dann zog er ein wenig die Mundwinkel nach oben und zeigte erneut körperliche Regungen, nachdem er zunächst nur daneben gestanden hatte. Eigentlich hatte er sich in der passiven Rolle gerade ganz gut gefallen, aber andererseits wusste er natürlich, dass es vielmehr seine Aufgabe war, sich um seinen Sohn zu kümmern, als die Carls. Also stimmte er zu sich zeigen zu lassen, wie er das kleine quengelnde Menschlein baden konnte. Nötig hatte er es ja, dachte sich Severus beim Anblick seines Sohnes. Gleichzeitig schoss es ihm durch den Kopf, dass er selbst wohl auch schon bessere Tage gesehen hatte und dringend eine Dusche benötigte.
Carl bemerkt durchaus, dass Severus nicht vor Begeisterung sprühte, doch schob er das einfach auf die Anstrengung der vergangen Stunden und den mangelnden Schlaf. Geduldig und mit ruhiger Stimme zeigte und erklärte er ihm wie er seinen Sohn halten konnte und so badeten sie ihn schließlich gemeinsam, was Christopher selbst nur mittelmäßig toll fand. Doch als sie ihn in ein warmes Handtuch wickelten, machte er wieder ein recht zufriedenes Gesicht. Als der Kleine trocken war, führte Carl noch vor, wie man ein Baby wickelte und während er Christopher etwas anzog, erklärte er gleichzeitig, dass Severus nur keine Berührungsängste haben sollte. „Du machst da sicher nichts kaputt und wenn er anfängt zu quengeln dann nur weil er es nicht so toll findet, wenn so an ihm rumgewerkelt wird, aber wer würde das schon toll finden." Lächelnd streichelte er Christopher über den Kopf. „Du kannst ihn jetzt noch in die kleine Decke einwickeln, dann friert er sicher nicht und dann bringen wir ihn zu seiner Mama. Die vermisst ihn bestimmt schon und er hat sicherlich Hunger inzwischen." „In Ordnung", antwortete Severus lediglich, dann griff er nach der Decke und hüllte das kleine Häufchen Mensch noch darin ein. Nachdem er Christopher schließlich vorsichtig auf den Arm genommen hatte, bat er Carl darum, an der Tür zum Schlafzimmer zu klopfen, denn er wollte nicht einfach so in das hineinplatzen, was Amanda mit der Hebamme möglicherweise noch zu tun hatte.
Kurz darauf ertönte jedoch ein Herein und Snape trat mit dem Baby auf dem Arm ein. Amanda lag noch immer erschöpft im Bett, allerdings war alles um sie herum schon etwas gesäubert worden und sah nicht mehr ganz so schlimm aus, wie noch vor einer halben Stunde. Severus lächelte sie leicht an, als sie zu ihnen sah, dann trat er zu ihr ans Bett und übergab ihr umsichtig Christopher. „Hier… Wie aus dem Ei gepellt. Anders als wir zwei", sagte er dabei mit gesengter Stimme und schmunzelte ein wenig.
Amanda lächelte die beiden Männer an, als sie hereinkamen. Inzwischen hatte sie alles überstanden und die Hebamme hatte sichergestellt, dass während der Geburt nichts verletzt worden war. Nachdem Severus ihr Christopher gegeben hatte, drückte sie diesen sanft an sich und lächelte ihn an. „Na, da weißt du gleich wer hier nun der Wichtigste ist, was?", sagte sie zu ihrem kleinen Sohn, der sie daraufhin sehr erstaunt ansah. Amanda hingegen entdeckte die kleine schwarze Locke auf Christophers Kopf und musste lachen. „Guckt mal, er wird ein Rocker, wenn er nun schon so eine Frisur hat."
Carl musste daraufhin lachen. „Na das will ich nicht hoffen", sagte er und sah Amanda nicht ohne Stolz an. „Ich hoffe, nicht nur dem Kleinen geht es gut." Seine Tochter nickte. „Keine Sorgen, mir geht es auch gut. Vor allem weil es Christopher gut geht."
Severus grinste ein wenig amüsiert, als Amanda eine Bemerkung zu Christophers Haaren machte. „Meinst du? Na, wir werden sehen… Er hat ja noch ein bisschen Zeit, sich das zu überlegen." Dann griff er nach einem Stuhl, der im Zimmer stand, stellte ihn an die Wand und ließ sich darauf nieder. Mit verschränkten Armen lehnte er sich zurück und den Kopf an die nahe Wand, während er mit halbgeschlossenen Augen Amanda beim Stillen zusah. Er fühlte, wie langsam die Müdigkeit in ihm hoch kroch und er war froh, sich auf den Stuhl und nicht auf das Bett gesetzt zu haben, wo die Verlockungen, sich einfach hinzulegen, noch viel größer gewesen wären. Noch hatte er keinen Feierabend…
Während sich Amanda von der Hebamme noch genauer zeigen ließ, wie sie Christopher am besten stillen könnte, entschuldigte sich Carl zunächst zufrieden und ging zurück ins Wohnzimmer, wo er nun auch Alan beruhigen konnte. Amanda war sehr beruhigt, dass Christopher nun langsam trank und so blieb ihr einen Moment Zeit zu Severus zu sehen. „Du kannst ruhig schlafen gehen, du siehst ganz müde aus." Sanft lächelte sie ihn an.
Severus atmete tief durch und öffnete die Augen wieder etwas mehr, um Amanda richtig ansehen zu können „Du weißt doch, dass ich noch nicht schlafen gehen kann", antwortete er schließlich ruhig und warf dabei einen kurzen, wie zufälligen Blick in Richtung der Hebamme, bevor er fortfuhr. „Ich will noch duschen. Außerdem ist es für mich hier noch etwas zu voll im Raum, sollte es dein Wunsch sein, dass ich hier schlafe." „Dann dusche doch jetzt eben. Das dauert hier sicher noch eine Weile und Christopher muss ja auch noch untersucht werden. Es sei denn, du wärst gerne dabei." Amanda sagte das keinesfalls, weil sie Severus nicht im Zimmer haben wollte, sondern vielmehr, weil sie ihm ansah wie geschafft er war und wollte, dass es ihm gut ging. Severus seufzte leise, bevor er aufstand und antwortete. „Also schön… Dann gehe ich jetzt schnell duschen. Ich kann ja im Moment ohnehin nichts mehr tun."
Amanda nickte und sah ihm dann schweigend nach. Severus machte wirklich einen ziemlich erschöpften Eindruck und sie hoffte, dass es wirklich nur die Übermüdung war. Doch dann wurden ihren Gedanken schon wieder von Christopher und schließlich auch von der Hebamme abgelenkt. Diese wollte ihn, nachdem er zu Ende getrunken hatte, noch untersuchen, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles in Ordnung war. Glücklicherweise stellte sich dabei dann heraus, dass dies auch der Fall war und während sich ihr Sohn in Amandas Arm wieder von der Aufregung erholte, machte sich die Hebamme daran, die Geburtsurkunde und noch einige weitere Unterlagen auszufüllen. Severus nutzte die Zeit indes zum Duschen, doch er hielt sich nicht sonderlich lange unter der Brause auf, da er momentan viel lieber die wenige Zeit die ihm blieb mit Amanda und ihrem gerade geborenen gemeinsamen Kind verbringen wollte. Nachdem er sich einige Minuten lang erfrischt hatte, stieg er daher wieder aus der Kabine, trocknete sich ab und zog sich eine frische Robe an. Er fühlte sich nun schon wieder viel wohler und vor allem aufgeweckter und mit diesem Gefühl betrat er schließlich auch wieder das Schlafzimmer.
Doch sein Empfinden hielt nicht lange an, denn kaum hatte er den Raum betreten, sprach die Hebamme ein Thema an, dass sowohl er als auch Amanda bisher gerne und meistens auch erfolgreich verdrängt hatten. Es ging um die Geburtsurkunde und die Frage, welchen Namen sie als den des Vaters eintragen durfte. Severus sah kurz zu Amanda und man sah ihm für einen Moment an, dass er sich gerade alles andere als wohl in seiner Haut fühlte, doch dann setzte er wieder seinen allzu bekannten nichts sagenden Gesichtsausdruck auf und kam Amanda mit ruhiger Stimme mit der Antwort zuvor. „Tragen sie ein, dass der Vater unbekannt ist." Es fühlte sich komisch an, es nun wirklich ausgesprochen zu haben und Severus hatte das Gefühl, gerade neben sich gestanden zu haben, als er seine eigenen Worte gehört hatte. Es kam ihm so unwirklich vor, dass er nun tatsächlich seinen eigenen Sohn verleugnet hatte und er fühlte sich schlecht, je länger er darüber nachdachte, obwohl er wusste, dass es ein notwendiges Übel war. Wie um seinen Worten für sich selbst noch ein wenig Nachdruck zu verleihen, presste er für einen kurzen Moment seine Lippen aufeinander und versuchte dann wieder die unschönen Gedanken über die ethische Richtigkeit seines Verhaltens zu verdrängen.
Auch Amanda hörte nicht gerne wie Severus die Tatsache, dass er Christophers Vater war, so deutlich bestreiten musste. Nicht nur der folgende, verwunderte Blick der Hebamme, welche sich erst wieder ans Schreiben machte, nachdem Amanda zur Bestätigung genickt hatte, sondern auch Severus Tonfall und Blick, sorgten dafür, dass sie die Situation noch als viel unangenehmer empfand. Leise seufzte sie und sah Christopher an, welcher gerade dabei war, langsam in ihrem Arm einzuschlafen.
Severus vermied es währenddessen geflissentlich seinen Sohn und Amanda anzusehen, denn er befürchtete, dass damit nur seine Gewissensbisse erneut in ihm hochkommen würden. Deshalb wartete er im Stehen, leicht an die Wand gelehnt und mit verschränkten Armen ab, bis die Hebamme schließlich ihre Arbeit soweit abgeschlossen hatte, dass sie sich ans Gehen machten wollte. Er konnte durchaus von sich behaupten, dass er froh war, als sie endlich dabei war, sich von Amanda zu verabschieden, denn er fühlte sich mit der Zeit immer unwohler in seiner Haut, je länger sie noch hier verweilte. Er wollte nun endlich mit seiner kleinen Familie alleine sein.
Nachdem sich die ältere Frau verabschiedet hatte, bot ihr Snape nicht ohne Hintergedanken an, sie noch zur Tür zu bringen. Unten angekommen öffnete er der Hebamme die Tür und ließ sie ins Freie treten. Doch noch bevor die Frau apparieren konnte, sprach er sie noch einmal an, so als hätte es den Anschein, als ob er noch eine letzte Frage an sie hatte. Mit einem Ja drehte sich die Geburtshelferin noch einmal zu ihm um, doch bevor sie sich ihm erneut richtig zugewandt hatte, hatte Severus auch schon seinen Zauberstab auf sie gerichtet und belegte sie ohne mit der Wimper zu zucken mit einem Gedächtniszauber. Es dauerte einige Minuten, bis er ihr Gedächtnis derart verändert hatte, dass all ihre Erinnerungen, die mit ihm in Zusammenhang standen, gelöscht und derart modifiziert worden waren, dass sie wieder ein stimmiges Gesamtbild ergaben. Als er schließlich fertig war, brach Severus den Zauber ab, schloss nahezu zeitgleich die Tür und ließ die Hebamme ohne Abschied im Freien stehen.
Seufzend lehnte er sich gegen das Innere der Haustür und schloss für einen Moment die Augen, den Zauberstab noch in der Hand. Wieso hatte er bloß keine andere Wahl? Wieso musste er das alles tun?
Amanda sah Severus und der Hebamme noch kurz nach, nachdem diese sich verabschiedet hatte. Auch ihr gefiel der Gedanke gar nicht, der armen Frau das Gedächtnis zum Teil nehmen zu müssen, aber es blieb ihnen einfach nichts anderes übrig. Zwar hatte sie keinen Zweifel daran, dass Severus seine Aufgabe gut und gründlich machen würde, aber sie wünschte sich dennoch, es wäre ihm erspart geblieben.
Carl und Alan hingegen hörten im Wohnzimmer wie die Haustür ins Schloss fiel und kamen in den Flur, wo sie Severus an der Tür stehend fanden. Vor allem Alan, aber auch Carl wollten Amanda und den kleinen Christopher noch sehen, bevor sie endlich ins Bett gehen konnten. „Meinst du wir können noch einmal hinauf gehen? Alan ist schon recht neugierig inzwischen", meinte Carl und lächelte dabei freundlich. Zwar sah er zumindest für einen Moment Severus angespanntes Gesicht, doch er schob es auf die lange und anstrengende Nacht und nicht auf das Gehen der Hebamme.
Severus sah die beiden an, als Carl ihn ansprach, dann richtete er sich wieder auf und steckte seinen Zauberstab wieder weg. „Ich denke schon", entgegnete er nur knapp. „Solang es nicht sehr lange dauert…"
Carl und auch Alan bemerkten, dass Severus seinen Zauberstab einsteckte und beide waren verwundert darüber, empfanden es aber nicht als den richtigen Zeitpunkt, um ihn darauf anzusprechen. „Nein ich denke nicht", versicherte Alan Snape. Er wollte nur sehen, dass es Amanda und Christopher gut ging, den Kleinen einen Moment bewundern und dann konnte er nicht verleugnen, dass er gern ins Bett wollte. Carl war ebenfalls nur daran interessiert, noch einmal zu sehen, dass es beiden gut ging und ob sich Amanda schon etwas erholt hatte.
„Gehst du mit?", wollte Carl daher von Severus wissen, denn dann könnten sie schließlich gemeinsam nach oben gehen. „Nein, geht schon mal voraus. Ich komme gleich nach", antwortete dieser jedoch und machte sich daraufhin auf den Weg Richtung Küche.
Carl nickte und gefolgt von Alan, machte er sich auf nach oben zu seiner Tochter. Diese lag mit Christopher im Arm und geschlossenen Augen im Bett. Durch die Nacht ohne Schlaf und mit all den Anstrengungen spürte sie nun, da Ruhe eingekehrt war, auch ihre eigene Müdigkeit. Als es an der Tür klopfte, sagte sie leise Herein und ahnte schon, dass es sich um ihren Vater und wohl auch um Alan handeln würde. So war es dann schließlich auch und Amanda musste über Alans große Augen ob des kleinen Wesens in ihrem Arm lachen. „Guck nicht so als wäre er ein Außerirdischer, Alan." Dieser lächelte verlegen und versuchte sich zu verteidigen. „Ich hab nur einfach nicht gedacht, dass sie so klein sind." „Ich finde es auch sehr faszinierend", stimmte Carl zu, denn tatsächlich erstaunte es ihn trotz seiner eigenen beiden Kinder immer wieder. „Er ist genauso groß wie er sein sollte und größer kann er jetzt werden wo er Platz hat", meinte Amanda dazu nur schmunzelnd.
„Das ist aber vielleicht auch besser, dann können wir immerhin alle zusehen", sagte Alan lächelnd. Während sich Carl anschließend noch einmal nach Amandas und Christophers Befinden erkundigte, konnte Alan nicht verhindern, dass er etwas nachdenklich wurde. Er würde wohl niemals der Grund für so ein kleines Wunder sein, dachte er und ein wenig Wehmut machte sich in ihm breit. Bisher hatte er mit Leon auch nie darüber gesprochen wie er zu Kindern stand und ob er sich vielleicht welche wünschen würde, wenn es möglich wäre.
Doch Alans weitere Gedanken wurden von Snape unterbrochen, welcher gerade das Schlafzimmer betreten hatte. Der sah sich kurz in der Runde um, als er eingetreten war, bevor sein Blick auf Amanda und seinem neugeborenen Sohn hängen blieb. „So, ich denke, es ist Zeit fürs Bett", sagte er schließlich, in der Absicht, die Versammlung wieder aufzulösen, um Amanda Ruhe zu verschaffen. Währenddessen ging er zu ihr ans Bett.
Alan nickte. „Ja natürlich, ich will auch gar nicht länger stören. Wenn ich schon so müde bin, will ich gar nicht wissen wie es euch geht. Schlaft dann sehr gut", sagte er und machte sich auf den Weg zur Tür. Amanda lächelte ihn an. „Danke, schlaf du aber auch gut." Auch Carl verabschiedete sich nun, um ins Bett zu gehen und so waren Amanda und Severus kurz darauf alleine. Kaum war die Tür geschlossen, seufzte Amanda leise und lächelte Severus an. „Kommst du nun ins Bett?", wollte sie von ihm wissen. Snape lächelte kurz zurück, dann antwortete er. „Ja. Aber willst du vor dem Schlafen nicht noch schnell baden oder duschen?"
Amanda überlegte einen Moment und sah Christopher dabei an. „Nein, ich denke nicht. Ich will jetzt nicht aufstehen. Nachher wacht der Kleine hier noch auf und ich bin auch so müde inzwischen. Ein paar Stunden Schlaf wären erst einmal gut." „Also schön, wie du willst", entgegnete Severus ruhig, dann wandte er sich von ihr und dem Kind erneut ab und knöpfte seine Robe auf. „Ja, es gibt wohl gerade wichtigeres." Sie lächelte Severus an. „Schön, dass du da bist."
„Ich hätte durchaus auch ein paar Minuten alleine auf den Kleinen aufpassen können, so ist es nicht." Er legte seine Kleidung ab und schlüpfte in den bereitgelegten Schlafanzug. „Das habe ich auch nicht bezweifelt", sagte Amanda ruhig. „Schließlich bist du hier der Badeprofi", meinte sie schmunzelnd. „Das ist wohl eher dein Vater." Kurz sah Severus sie an, dann ging er auf die andere und freie Seite des Bettes. „Willst du ihn im Arm behalten?", fragte er schließlich noch, denn immerhin hatte Christopher durchaus schon seinen eigenen Schlafplatz im Zimmer stehen. „Wenn dir das Recht ist. Vielleicht schläft er etwas besser, wenn es warm und kuschelig ist. Später kann er dann lernen alleine zu schlafen." „Wie du willst. Mir ist es gleich", entgegnete Snape nur noch, dann legte er sich zu Amanda ins Bett. Natürlich wäre es ihm gerade lieber gewesen, wenn er alleine mit ihr das Bett hätte teilen können und nicht auf den Kleinen in ihrem Arm hätte Rücksicht nehmen müssen, aber das wollte er ihr gerade nicht gestehen. Im Grunde war er ohnehin sehr müde und so würde er eben einschlafen wie fast immer in letzter Zeit – ohne Amanda im Arm.
Amanda legte Christopher aus ihrem Arm auf ihren Bauch, denn so langsam wurden ihre Arme lahm von der gebeugten Position. Das hatte aber auch den Vorteil, dass sie sich besser an Severus kuscheln konnte, welcher nun neben ihr lag. „Mal sehen ob ich so schlafen kann, sonst muss der kleine Mann hier eben doch ausziehen." „Ich vermute, es würde ihm nicht allzu viel ausmachen... Er sieht aus, als schliefe er wie ein Stein." Mit einem Wink seines Zauberstabs löschte Severus das Licht im Raum und legte ihn beiseite, dann legte er sich bequem und in Amandas Nähe hin. „Schlaf gut, Amanda", sagte er schließlich leise, beugte sich noch kurz zu ihr und gab ihr einen sanften Gutenachtkuss. „Vielleicht aber auch nur, weil seine beiden Eltern da sind und auf ihn aufpassen." Amanda legte ihren Kopf an Severus Schulter und griff nach seiner Hand. „Schlaf auch gut. Wir haben es beide verdient." Leise seufzte sie und schloss die Augen. „Das ist möglich." Severus verschränkte seine Finger mit Amandas und streichelte sie mit dem Daumen. „Ja, das haben wir", fügte er dann noch an, bevor er ebenfalls die Augen schloss. Es dauerte auch nicht lange und er war eingeschlafen. Sanft drückte Amanda seine Hand, bevor auch sie ziemlich schnell einschlief.
Es dauerte ungewöhnlich lange, bis Snape am nächsten Morgen von der Helligkeit im Zimmer geweckt wurde. Müde und leise seufzend strich er sich mit der Hand über sein Gesicht und blinzelte ein wenig an die Decke, dann drehte er sich vorsichtig zu Amanda um, die, mit einem kleinen Häufchen Kind auf ihrer Brust liegend, noch tief und fest neben ihm schlief. Eine Weile sah Severus den beiden, aber vor allem seinem neugeborenen Sohn beim Schlafen zu. Jetzt, bei Tageslicht betrachtet, wirkte alles was in den letzten Stunden passiert war so seltsam unwirklich, aber es war offensichtlich, dass es wirklich passiert war. Der Beweis lag tief schlafend vor ihm... Leise seufzend schüttelte Snape ein wenig den Kopf, dann stand er, immer darauf bedacht, die beiden anderen nicht zu wecken, auf und ging ins Bad, um sich für den Tag fertig zu machen.
Es war nicht wirklich Amanda, welche sich dazu entschied aufzuwachen. Christopher begann sich langsam zu bewegen mit seinen kleinen Händen und Füßen. Noch im Halbschlaf bemerkte Amanda diese Bewegungen und streichelte Christopher verschlafen über den kleinen Kopf. Langsam öffnete sie die Augen und blinzelte gegen das Licht an. Es dauerte noch etwas bis sie bemerkte, dass Severus nicht mehr neben ihr lag, aber da hörte sie auch schon die Geräusche aus dem Bad und sie war beruhigt. Momentan wusste man ja nie so genau wann er weg musste.
Kurze Zeit später trat Snape auch schon wieder ins Schlafzimmer und griff leise nach seiner Kleidung, doch dann bemerkte er, dass auch Amanda wach war. „Ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt", sagte er leise, denn natürlich hatte er genau das vermeiden wollen, dann begann er sich anzuziehen. „Nein hast du nicht. Das hat dein Sohn übernommen, so wie wohl in Zukunft öfter mal." Verschlafen lächelte sie ihn an, wollte sich aber noch nicht richtig bewegen, weil Christopher wohl noch nicht richtig wach war. „Ah. Na schön... Wie beruhigend." Kurz lächelte Severus, während er seine Robe zuknöpfte. „Dann gehe ich mal und mache Frühstück, wenn du mich hier nicht brauchst."
„Oh Frühstück wäre toll. Ich denke wir kommen hier ganz gut alleine klar. Vermutlich will Christopher auch frühstücken und danach habe ich dann auch Zeit dafür." Tatsächlich begann ihr Sohn vor sich hinzuquengeln, so dass Amanda ihn vorsichtig auf dem Arm nahm und sich anschließend bequemer hinsetzte. „Gut. Dann gehe ich jetzt runter in die Küche", entgegnete Snape, ging jedoch noch einmal kurz zu Amanda und schüttelte ihr Kissen auf, damit sie sich bequem an die Kopfseite des Bettes lehnen konnte. „Bis gleich. Ruf mich einfach, wenn du mich brauchst." Mit einem Kuss und einem kurzen und vorsichtigen Streicheln über Christophers Kopf verabschiedete er sich dann von den beiden und ging Richtung Tür. „Gut, das mache ich", sagte Amanda mit einem Lächeln, während sie sich langsam daran machte den quengelnden Christopher zu stillen. „Dann wollen wir mal sehen, ob wir zwei das alleine schaffen, wie?" Sie war durchaus etwas nervös und hoffte, dass alles funktionieren und ob Christopher auch genügend trinken würde.
Snape ging indes nach unten und bereitete in der Küche das Frühstück für vier Personen vor, denn Alan wohnte mittlerweile bei Amanda und auch Carl war natürlich die restliche Nacht über hier geblieben. Carl wurde durch Severus Aktivitäten in der Küche wach und betrat diese kurz darauf noch verschlafen. „Guten Morgen, habt ihr gut geschlafen?" Er kam etwas näher zu Severus, um zu sehen ob er etwas helfen konnte. „Morgen", entgegnete der Angesprochene und sah kurz von seiner Tätigkeit auf. „Gut, aber kurz." „Ja, so ging es mir auch", sagte Carl und half Severus bei seinem Bemühungen den Tisch zu decken. „Frühstück ist wirklich eine gute Idee. Ist Amanda auch schon wach?" „Ja. Sie füttert gerade den Nachwuchs." „Ah, das ist gut. Dann kann sie ja auch etwas essen. Sie hat es vermutlich am nötigsten hier." „Ja, vermutlich. Ich denke, sie wird kommen, sobald Christopher versorgt ist." Carl nickte. „Na das kann ja noch einen Moment dauern, schätze ich. Aber wir haben es ja sicher nicht eilig." „Nein", entgegnete Snape, jedoch nicht ohne kurz daran denken zu müssen, dass er irgendwann auch wieder nach Hogwarts würde zurück gehen müssen. Darauf hatte er jedoch momentan noch weniger als gar keine Lust.
Tatsächlich dauerte es noch fast eine halbe Stunde bis Amanda schließlich in die Küche kam. „Oh ihr hättet nicht warten müssen", sagte sie sanft lächelnd. „Natürlich warten wir auf dich. Außerdem hast bis jetzt nicht nur du gefehlt." „Stimmt, wo ist denn Alan? Hat ihn die Nacht so umgehauen?" „Ein wenig vielleicht", entgegnete Alan, der gerade noch leicht verschlafen die Küche betreten hatte. „Ah, da scheinen wir ja nun doch vollständig zu sein", mischte sich Carl nun ein. „Dann lasst uns mal essen", forderte Severus daher die Runde auf. „Guten Appetit." Nach diesen Worten griff er nach einem frischen Toast und bestrich ihn mit Butter. Die anderen taten es ihm schließlich gleich und begannen ebenfalls zu essen.
