Das ist ein Firmus-Piett-Kapitel, sozusagen… der Gute fährt Achterbahn. Mental gesehen. ;o) Und er macht einige erstaunliche Entdeckungen…

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Kapitel 12

Vader verblieb noch eine Weile mit seinen Truppen im Stützpunkt, studierte die Anlage und sah seinen Leuten zu, wie sie Daten sicherten, die nicht vernichtet worden waren und das erfaßten, was zurückgeblieben war, um sich einen Überblick über den derzeitigen technischen Stand des Feinds zu machen.

Als er zurückkehrte und die PRIDE eindockte, herrschte um die beiden Frachter aus Max' Trupp eine ziemliche Hektik. Aus irgendeinem Grund entschied er sich, seinen Geliebten nicht in der Nachbereitung der Schlacht zu stören und ihm ein wenig mehr Zeit zu geben, alles zu ordnen, und kehrte zunächst in seine Gemächer zurück.

Ein Schlag ins Wasser… und nur wegen dieses Kretins Ozzel. Nicht mehr zu ändern.

Sein Magen knurrte, und spontan entschied er, etwas auszuprobieren, was er schon lange hatte tun wollen: unerkannt unter Leute zu gehen. Er hatte schon vor einiger Zeit den Quartiermeister angewiesen, ihm zwei Uniformen in seiner Größe anfertigen zu lassen – eine Offiziersuniform im Rang eines Captain sowie eine einfache Mechanikerausstattung mit dem Namensschild „Lars". Das war der Name seines Stiefvaters gewesen – und ein Allerweltsname auf Tatooine und im Outer Rim. Der Quartiermeister würde sich, dank freundlicher Unterstützung der Macht, an nichts erinnern können, und die EXECUTOR war so groß, daß niemand alle Besatzungsmitglieder kennen konnte. Interne Umsetzungen und Ausleihen kamen immer wieder vor. Er zog sich um, machte sich für die nächsten paar Dutzend Meter auf den Gängen „unsichtbar" für die Augen der Vorübergehenden und schlug den Weg zu einer der Mannschaftsmessen ein, innerlich so aufgeregt wie ein Schuljunge bei einem Streich.

Schon auf den ersten Schritten fielen ihm einige Unteroffiziere auf, die blaß und hektisch vorbeihasteten und immer wieder aufgeregt auf andere Offiziere einsprachen. Er kümmerte sich nicht darum, auch nicht, als sich dies auf dem gesamten Weg bis zur Messe fortsetzte. Er jedenfalls wurde von allen ignoriert, ging offensichtlich in der Menge vollkommen unter. Sehr gut.

Die Messe summte wie ein Bienenstock. Er verschaffte sich kurz einen Überblick über die offensichtlichen Modalitäten, holte sich dann ein Tablett und stellte sich an den Ausgaben an. Mit einem dampfenden Teller suchte er einen Platz und ließ sich schließlich mit einem nickenden, aber wortlosen Gruß an einem Tisch anderer Mechaniker nieder. Das Essen roch gut und schmeckte nicht schlecht, und so begann er zu essen, während er den anderen am Tisch zuhörte.

„… gehört, Vader sprang im Viereck deshalb. Die ganze Aktion für'n Arsch." sagte ein ölverschmierter Blondschopf gerade.

Ah so? Er spitzte die Ohren.

„Kann ich mir vorstellen. Man sagt, er haßt Dummheit mehr als alles andere." Der Sprecher, ein muskulöser Schwarzer, grinste. „Und das war ja wohl der Gipfel. Hätte sich auch mit „Hallo, da sind wir" bei denen melden können…"

„Was ist mit Ozzel? Eingeknastet?" erkundigte sich einer kauend.

„He, wir reden hier von Vader!" Blondschopf grinste breit. „Ich hab 'nen Kumpel auf der Brücke. Ozzel hat's erwischt – platt - jetzt ist Piett am Drücker."

„Der Captain? He, guter Mann… war schon lang fällig, daß der weiterkommt." Der Tod des Mannes schien keinen zu berühren.

„Ja. Mein Kumpel sagt, er sei einer der Besten, unter denen er gedient hat."

Vader sah längst neugierig zu ihnen hinüber, während er sein Steak kaute. Dem ersten Sprecher entging das nicht.

„Hey, Kumpel, dich kenn ich gar nicht. Neu hier?"

Vader schüttelte den Kopf und schluckte den Bissen hinunter. „Kann man so nich sagen, nee… Bin von Anfang an hier. Hab an ihr mitgebaut." Er bemühte sich um eine weniger geschliffene Sprache und seinen alten Randweltenakzent, den zu unterdrücken er Jahre gebraucht hatte.

„Wow. Nicht schlecht. Aber ich meinte eigentlich: aus welchem Sektor wurdest du herver - " Er wurde unterbrochen von einem weiteren Mann im Mechanikerdress, der zu ihnen an den Tisch trat und die anderen ansprach. „He, Jungs, habt ihr gehört? Veers hat's erwischt… liegt schwer verletzt auf der Kranken - "

„WAS?" keuchte Vader, das ohnehin blasse Gesicht schlagartig weiß wie ein Laken.

„Was ist denn mit dir los, Kumpel?" erkundigte sich der Schwarze besorgt. „Ist dir nicht gut? Trink mal was, hier…"

„Was ist mit Veers?" grollte er, dem maskentragenden Vader nicht unähnlich.

„Beide Beine zerschmettert, wie ich hörte. Einer der dreckigen Rebellen ist mit seinem Gleiter in sein Cockpit geknallt. Aber was - "

Vader hörte nicht mehr. Er ließ das Tablett stehen und rannte.

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Gerade noch rechtzeitig erinnerte sich der dunkle Lord daran, daß ein Mechaniker üblicherweise nicht Hals über Kopf durch diese Gänge rannte, und errichtete wieder einen Schild um sich. Einige Male konnte er nur knapp Zusammenstöße vermeiden, als er durch die Passanten stürmte und schließlich die Krankenstation erreichte. Ebenfalls dank der Macht und des langjährigen Trainings war er kaum außer Atem, als er die Notaufnahme betrat.

Firmus Piett stand am Fußende des Bettes, blaß und besorgt, während ein 2-1B-Droide die Untersuchungen vornahm. Er fuhr herum, als ein vernarbter Mechaniker, noch weißer im Gesicht als er selbst, in den Raum stürmte und, sowohl den Captain als auch den Droiden ignorierend, an Veers' Seite eilte – der jedoch bewußtlos war.

„Was erlauben Sie sich, Mann? Raus hier, sofort!" knurrte Piett, schreckte aber zurück, als der Mann herumfuhr und sich blaue Augen von der Intensität eines Laserblitzes in die Seinen bohrten – und die Farbe sich abrupt zu einem rot umrandeten Gelb änderte. Schlagartig wurde ihm klar, wer vor ihm stand – spätestens, als der Droide mit einer beiläufigen Handbewegung deaktiviert wurde und sich eine eisenharte Kralle um seinen Hals legte und zudrückte.

„Lord Vader…!" keuchte er.

WARUM HAT MAN MICH NICHT SOFORT BENACHRICHTIGT?" grollte Vader böse und kalt. Ein leises Schwirren war zu vernehmen, lose Dinge im Raum begannen, zu rütteln, zunächst schwach, dann stärker werdend.

„Mylord…!" keuchte Piett. „Verdammt, Ihr WART nicht zu erreichen! Ich habe sofort versucht, Euch zu rufen, und 50 Mann suchen jeden Zentimeter dieses Schiffes nach Euch ab!" Sonderbarerweise empfand Piett keine Angst – zu groß war sein Mitgefühl und seine Freundschaft für beide Männer.

Vaders Blick wurde ein wenig weicher, er entspannte sich mühsam und nickte. Der Griff um Pietts Kehle löste sich; er atmete erleichtert tief durch.

„Ich habe sie gesehen. Ihr habt Recht. – Verzeiht." sagte er leise.

„Schon gut." Piett lächelte schwach. „Ich kann's ja verstehen. Ich bin auch gerannt…"

„Schämt Euch." kam es trocken. „Ein Admiral rennt nicht."

„Tut mir leid, aber ich stecke nun mal nicht in einem Mechanikeroverall." versetzte Piett ebenso.

Die beiden Männer sahen sich kurz an, dann wandten sie sich synchron Veers zu, die Fronten geklärt. Und Piett speicherte den Moment tief in sich wie einen kostbaren Schatz, sich der immensen Bedeutung sehr wohl bewußt.

„Was ist nun mit ihm?" erkundigte Vader sich leise und nahm behutsam Veers' Hand auf.

„Die Beine sind offensichtlich so schwer geschädigt, daß der Blechhaufen hier sie amputieren will." knurrte Piett. „Er meint, selbst im Bactatank könne er nicht geheilt werden. Derzeit ist er unter Betäubung." Staunend, obwohl er es gewußt hatte, nahm er die Zärtlichkeit des dunklen Lords zur Kenntnis.

Vader nickte und ließ den Blick über seinen Geliebten schweifen. Max hatte eine Atemmaske auf, das Gesicht war blutverschmiert, ebenso wie die Kleider und Hände. Kleinere Verletzungen, die aber wohl nicht so schlimm waren, bedeckten seinen Körper. Die Beine waren bloß, man hatte die Hose und die Stiefel bereits von ihm heruntergeschnitten. Es sah sonderbar aus – wie Gummi, formlos irgendwie. Der Droide hatte Recht… sie waren total zerschmettert. Er fühlte mit der Macht hinein und schloß die Augen, dann traf er eine Entscheidung.

„Keine Amputation. Ich werde das selbst übernehmen."

„Mylord…?!"

„Ich habe bei meiner eigenen Heilung viel gelernt. Ich denke, ich weiß, wie ich es hinbekomme."

„Seid Ihr sicher, Mylord?" sagte Piett leise. Früher hätte er nie einen direkten Widerspruch gewagt, aber die Situation war derart surreal…

„Sagen wir so: schlechter kann's nicht werden, hm?" versetzte Vader bitter.

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Zuerst ein Schatten, der unwirklich schnell größer wurde, dann ein Aufprall, ein Ruck, ein heftiges Reißen. Feuer, Schreie – und Schmerz, unerträglicher, brennender Schmerz.

Dann erlösende Dunkelheit.

Max blinzelte, kämpfte gegen den Nebel an, der sich über seine Augen gelegt hatte, tauchte langsam auf in eine Welt, die voll Watte zu sein schien.

Er lag in einem Bett, an dessen Fußende Firmus stand. Und neben ihm ein… Mechaniker?... mit Davas Gesicht. Unwillkürlich begann er zu kichern. Darth Vader in einem Mechanikeroverall? Das konnte nur ein Traum sein. Wenn er wieder zu sich kam, mußte er unbedingt die Ärzte darauf hinweisen, was ihre Sedativa für verrückte Nebenwirkungen hatten…

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„Er kommt zu sich." Piett tat einen Schritt näher zum Bett.

„Besser nicht… noch nicht." Vader beugte sich vor, musterte einen Instrumententisch neben ihm und wählte dann befriedigt brummend einen Injektor. Fachgerecht justierte er ihn auf eine bestimmte Dosis, setzte ihn an und schickte Max wieder schlafen. Seine Handgriffe waren so sicher und ruhig, daß Piett keinen Protest wagte – ganz offensichtlich wußte der Mann, was er tat.

Als das Betäubungsmittel in seinen Arm eindrang, drehte Veers leicht den Kopf und lächelte Vader an. „Dava…" flüsterte er liebevoll.

Vader erwiderte das Lächeln warm und berührte sanft seine Wange. „Schlaf…" Piett ignorierte er, obwohl er sich sehr wohl bewußt war, daß dieser es gehört haben mußte.

Piett riß die Augen auf ob des Kosenamens, staunte einmal mehr über die so ganz andere Seite dieses Mannes und begann sich zu fragen, ob er den heutigen Tag überleben würde. Er musterte ihn unauffällig. Irgendwie kam ihm das Gesicht bekannt vor – vor allem diese einnehmenden, nun wieder blauen Augen. Er war sich sicher, daß er es schon einmal gesehen hatte… genauer gesagt: oft. Vor langer Zeit.

Vader verfolgte ruhig, wie Veers wieder in den Schlaf hinüberglitt, dann sah er gelassen zu Piett. „Ich werde mich umziehen gehen. Bleiben Sie so lange bei ihm?"

„Natürlich." antwortete Piett weich, dann straffte er die Schultern und wurde geschäftsmäßig. „Die gesamte Todesschwadron ist auf der Jagd nach dem Millenium Falken, Mylord, wie Ihr es noch von Hoth aus angeordnet hattet, aber die EXECUTOR bildet dabei das Schlußlicht. Derzeit werde ich nicht auf der Brücke gebraucht."

„Sehr gut. Ich will dieses Schiff haben, Admiral. Es gehört Solo, und der wiederum ist scheinbar untrennbar mit Leia Organa von Alderaan verbunden. Wenn wir sie haben, bekommen wir ein wertvolles Unterpfand gegen die Rebellen in die Hand." Und einen Köder für meinen Sohn.

Piett nickte. „Der Falke scheint Probleme mit dem Hyperantrieb zu haben, aber er ist verdammt wendig. Er macht uns die Jagd nicht einfach, aber es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis wir sie aufgreifen."

„Enttäuschen Sie mich nicht, Admiral." Der Tonfall war eindeutig der des dunklen Lords, auch wenn er aus einem Mechanikeroverall nicht ganz so überzeugend war… und noch weniger, wenn der Sprecher sich wie jetzt hingebungsvoll kratzte. Pietts Augen wurden groß.

„Verdammt, jucken diese Hemden immer so?" fluchte Vader. „Ich muß aus diesem Zeug raus!"

„Äh… Mylord… darf ich fragen, warum…?"

Vader schnitt eine Grimasse. „Haben Sie nie Lust, etwas Kindisches zu tun, Admiral?"

Piett grinste leicht. „Von Zeit zu Zeit. Aber mein Gesicht kennt leider jeder."

Vader setzte zu einer Antwort an, als die Tür aufging und ein junger Pfleger hereinkam. Er musterte den Mechaniker kurz mit hochgezogener Augenbraue, dann glitt sein Blick zu Pietts Rangabzeichen, und er beschloß, daß es wohl seine Richtigkeit hatte, und wandte sich dem Patienten zu.

Der Admiral schaltete schnell. „Man wird Sie benachrichtigen, wenn sich am Zustand Ihres Onkels etwas ändert, Techniker…", er schielte auf das Namensschild auf Vaders Brust, „Lars."

Vader blinzelte, ein wenig verwirrt, und Piett zog die Augenbraue hoch und grimassierte leicht. Er begriff.

„Oh… äh, danke, Sir!"

Piett grinste, ein wenig schadenfroh, und auch Vader mußte schmunzeln. In diesem Moment entdeckte der Pfleger, daß der 2-1B deaktiviert war. „Hallo, was ist denn… eine Fehlfunktion?" Er hob die Hand, um ihn wieder einzuschalten, doch auch Vader vollführte eine beiläufige, kreisende Geste.

„Dich interessiert nicht, daß der Droide deaktiviert ist."

„Mich interessiert nicht, daß der Droide deaktiviert ist." wiederholte der Pfleger brav und wandte sich wieder Max zu. Er begann, die Kabel der Überwachungssonden zu lösen.

„He!" sagte Piett scharf. „Was soll das geben?"

„Ich bereite den Patienten für seine Amputation vor, Sir." antwortete der junge Mann verständnislos.

„Hier wird nichts amputiert!"

„Aber Sir, ich habe Anweisung - "

„Hängen Sie am Leben, Mann?" unterbrach Piett ihn beißend. Vader musterte ihn erstaunt.

„Äh – ja, natürlich, aber warum - "

„Lord Vader hat ein persönliches Interesse an diesem Patienten und seiner körperlichen Vollkommenheit, und er ist auf dem Weg hierher. Besser, Sie gehen vorher."

Der Pfleger erbleichte und ergriff die Flucht.

„Nett." lobte Vader trocken.

Piett grinste. „Danke. Aber warum habt Ihr ihn nicht gleich ganz verscheucht?"

„Dann wäre ein anderer gekommen, um den Befehl auszuführen. Und außerdem…", er grinste nun ebenfalls, „war es so viel witziger."

Piett fühlte sich zunehmend einer Ohnmacht nahe. Ein Vader, der scherzte? Nein, er würde den Tag keinesfalls überleben!

„Übrigens… die Leute mögen Sie."

„Wie bitte?"

„Die Techniker in der Messe, an deren Tisch ich saß. Sie teilen meine Meinung… daß Sie ein guter Mann sind. Und sie sind sicher nicht die Einzigen."

Piett errötete. „Danke, Mylord."

„Ich habe zu danken, Firmus. Ich bin gleich zurück."

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Als Vader wieder den Raum betrat, kam er nicht alleine. Piett sah durch die noch offene Tür zwei Soldaten der 501sten Legion Aufstellung vor dem Raum beziehen – nicht verwunderlich. Für die Heilung – oder deren Versuch – würde er ungestört sein wollen.

Der dunkle Lord war nun wieder komplett im vertrauten Schwarz, und das wohlbekannte Atemgeräusch erfüllte den Raum in einem – zumindest für Piett – beruhigenden Rhythmus ebenso, wie seine majestätische Erscheinung ihn beherrschte. Aber vielleicht lag es auch nur daran, daß er seinen kommandierenden Offizier nun auch ohne Maske, als Menschen, gesehen… und es überlebt hatte. Er würde Vader nie wieder nur als das gesichtslose Böse sehen können, wie die meisten anderen es taten. Heute hatte er, Firmus Piett, erleben dürfen, daß hinter dieser Hülle aus Durastahl und Leder ein lebendes, fühlendes, liebendes Wesen existierte. Und das hatte seinen ohnehin schon enormen Respekt ins Unermeßliche steigen lassen.

Er lächelte Vader scheu an und erntete ein freundliches Nicken.

„Sein Zustand ist unverändert." meldete Piett. „Er schläft ruhig."

„Gut. Vielleicht hat ihm das kurze Aufwachen sogar zu mehr Stabilität verholfen." Vaders Ton war gelassen, als er an den Medidroiden herantrat und mit ein paar gezielten Handgriffen dessen Erinnerung an den Mechaniker löschte, bevor er ihn wieder aktivierte.

Die Augenrezeptoren des Medbots flackerten kurz im Äquivalent eines Blinzelns, der Kopf drehte sich ein wenig orientierungslos und blieb dann auf Vader gerichtet.

„Mylord… Verzeihung. Ich fürchte, ich hatte einen unidentifizierbaren Energieausfall."

„Unwichtig." erklärte Vader kühl. „Gemäß der Auskunft Admiral Pietts ist der Patient für eine Amputation der Beine vorgesehen. Ist das korrekt?"

„Ja, Mylord. Die Frakturen der Knochen sind zu komplex, um eine vollständige Heilung zu ermöglichen. Selbst im Bactatank - "

„Ich widerrufe die Anweisung und übernehme die volle Verantwortung für den Patienten."

„Mylord?"

„Ich werde die Brüche mit der Macht heilen. Du wirst währenddessen seinen Zustand überwachen und mich informieren, sollten sich Krisen ergeben. Verstanden?"

In der Datenbank des Droiden war Vader als „ausgebildeter Arzt", „kompetenter Heiler" und „Sith-Lord" gespeichert, eine Kombination, die auf eine Möglichkeit des Erfolgs schließen ließ. Zumal eine Amputation bei Nichteintritt dessen immer noch möglich, aber nach ihrer Durchführung irreversibel war.

„Verstanden, Mylord. Wann wünscht Ihr zu beginnen?"

„Sofort."

„Sehr wohl." Der Droide drehte sich, um einige Scanner zu holen, die er benötigen würde, und Vader zog sich einen Stuhl heran.

„Mylord…" begann Piett, und der schwarze Stahlschädel wandte sich ihm zu.

„Ja, Admiral?"

„Ich nehme an, Ihr wollt ungestört sein…?"

„In der Tat, Admiral." Die Stimme ließ ahnen, daß Vader lächelte. „Aber ich werde sicher Pausen einlegen. In diesen könnt Ihr nach Max sehen. Die Wachen werden Euch benachrichtigen."

„Danke, Mylord." Piett verneigte sich und ging.