Yarumi und Yuiko: ihr bekommt die Antworten per Mail :o) Und nachdem ich heute endlich einen dicken Brocken im Wortsinn eingetütet habe (Stichwort: Heyne, vielleicht hat es der eine oder andere gesehen), hab ich endlich (!!!) wieder einen freien Kopf für die Fortsetzung hier… Gleich morgen mach ich mich dran. :o)
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Kapitel 30
Am nächsten Morgen, nach dem gemeinsam eingenommenen Frühstück, zog Songan seinen Freund sanft, aber bestimmt aus seinem Repulsorstuhl hoch.
„Komm, Geliebter. Zeit, ein paar Schritte zu gehen."
Veers wehrte sich nicht, im Gegenteil, und ging, von Songan gestützt und von Luke und Arik angefeuert, vom Eßzimmer durch den Flur bis in die Bibliothek. Dort entschied der Heiler, daß es genug sei, und bugsierte ihn behutsam wieder in den Stuhl, den Arik mitgenommen hatte.
„Sehr gut! Hast du Schmerzen dabei?"
„Nein… nur ein leichtes Zittern in den Muskeln. Aber ich schätze, das ist vollkommen normal."
Songan nickte und beobachtete Luke, der die Titel der Folianten studierte, aber immer wieder den Kopf schüttelte. Ihm kam eine Idee.
„Ich werde deine Verbände erneuern, nachdem du geduscht hast. Einverstanden?" wandte er sich an Veers.
Max grinste, er hatte sofort begriffen. „Natürlich. Eine Dusche wäre wunderbar."
„Dann mal los!"
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Rekordverdächtige sieben Minuten später eilte Vader in vollem Ornat die Treppe hinunter und fand tatsächlich die Gesuchten noch in der Bibliothek.
„Da seid ihr." Er sah zu Luke hinüber, der immer noch vor den Büchern stand. „Hast du etwas entdeckt, das dich interessiert?"
„Naja…", meinte der Junge ein wenig ratlos, „ich verstehe etwa nur jeden zehnten Titel. Was sind das für Sprachen?"
„Alle möglichen – auch wenn manches in Basic geschrieben ist, aber die Schrift der Sith verwendet wurde, Aurek Besh. Aber deiner Aussage entnehme ich, daß du nur Basic sprichst? Und Huttisch, nehme ich an."
Luke nickte, dann fragte er neugierig: „Wie viele Sprachen sprichst du? Hast du alle Bücher hier gelesen?"
„Die meisten. Wie viele Sprachen? Hm… so um die dreißig lebende, dann natürlich Binär und ungefähr sieben oder acht tote."
Sein Sohn schnappte nach Luft. „Wie viele?"
Vader lächelte. „Du hast das schon richtig verstanden. Aber Geduld… mit der Zeit wirst du das auch. Die Macht wird dir helfen, schnell zu lernen. Und mit diesen dreißig kommst du wunderbar zurecht, glaub mir."
„Dreißig?!"
Arik lachte schallend über Lukes dummes Gesicht, und selbst Vaders Schultern zuckten leicht. „Nur die Ruhe. Niemand verlangt von dir, das über Nacht zu können! Wir fangen mit ganz anderen Dingen an. Hier…" Er ging ein paar Schritte weiter zu einem anderen Regal und zog ein Buch heraus, dann, nach ein paar weiteren Schritten, holte er ein Zweites und reichte je eines an Arik und Luke.
„'Der Rat der Jedi'?" las er laut.
„Du wirst einige Biographien darin finden, die dich vielleicht interessieren könnten." Vaders Lächeln war beinahe sichtbar. „Es handelt sich dabei um den letzten vollständigen Rat." fügte er ernster hinzu.
Luke blätterte und stutzte. „Oh. Ich verstehe." Er fand darin Namen wie Yoda, Obi-Wan Kenobi… und Anakin Skywalker. „Danke, Vater."
Vader nickte und wandte sich Arik zu. „Für Dich zunächst die Grundzüge… das Einmaleins der Jedi, sozusagen." Zum ersten Mal benutzte er diese vertrauliche Form der Anrede, wie es einem Meister seinem Padawan gegenüber zustand. Arik bemerkte es wohl und wuchs vor Stolz unwillkürlich um zwei Zentimeter – was wiederum Vader nicht entging und ihn schmunzeln ließ. „Ich weiß, das Ding ist ein wenig sonderbar, aber für den Anfang ist es nicht schlecht. Auch wenn es zum Lachen reizt. Es wurde vom Rat herausgegeben als Hilfe für Eltern von Jünglingen, die wissen wollten, was nun mit ihrem Kind passiert – mach dir einfach Notizen, ich werde deine Fragen dann beantworten. Ich komme in einer Stunde wieder – dann beginnen wir mit dem Training."
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Nach der vereinbarten Frist – in der er Veers tatsächlich geholfen hatte, zu duschen und die Verbände zu wechseln – kehrte er zu den beiden zurück, die es sich in der Bibliothek gemütlich gemacht und sich in die Bücher vertieft hatten.
„Gut. Seid ihr soweit?"
Arik sah als erster auf. „Ja, Meister." Er grinste, im vollen Bewußtsein, was es bedeutete, von Lord Vader als Padawan angenommen worden zu sein – auch oder gerade vor allem, weil es kein Sith-Training war. Oder nur in Details.
Luke brauchte einen Moment länger, um aus seiner Lektüre aufzutauchen. „Hmmm? Oh. Ja. Alles klar, ich bin da."
„So spannend?" spottete Vader. „Das Buch läuft dir nicht weg. Komm."
Er nahm bei Arik am Tisch Platz, während sein Sohn sich nur ungern aus dem bequemen Lesesessel schälte, der so gänzlich unpassend erschien für das Haus des dunklen Lords. Doch auch er sah Vader aufmerksam und gespannt an, als er sich nun neben ihn setzte.
„Lektion eins: Schilde." begann Vader. „In unserer derzeitigen Situation die wichtigste Lektion überhaupt. Um genau zu sein: lebenswichtig für uns alle drei. Der Kaiser darf nicht erfahren, daß ihr lernt – oder daß Arik überhaupt machtsensitiv ist. Und wenn, muß er glauben, daß ich euch in der dunklen Seite unterweise. Es wird also leider nicht ausbleiben, daß ich euch das eine oder andere dieser Art beibringe."
Luke runzelte die Stirn. „Aber warum willst du uns überhaupt in den Lehren der Jedi unterweisen – als Sithlord? Das paßt doch nicht zusammen!"
Vader lehnte sich zurück, zögernd und nachdenklich.
„Es macht keinen Sinn, Vater. Das mußt du zugeben."
„Doch, das tut es." Vader lachte kurz und freudlos. „Ich habe dir von der Legende des Auserwählten erzählt."
Luke nickte. „Der Sohn der Sonnen…"
Vader seufzte. „Poetisch gesagt, ja. Nun… die Prophezeihung besagt, daß der Auserwählte die Macht ins Gleichgewicht bringt. Bislang dachten die Meister immer, daß die Sith vernichtet würden. Ich glaube allerdings nicht daran – denn wo wäre da das Gleichgewicht?"
„Was bedeutet es dann? Was denkst du?" fragte Luke.
„Ich glaube, daß es eine Waage ist. Ich bin ein Sith – und gleichzeitig der machtvollste von uns allen – von allen bisher, und nicht nur der Sith, sondern auch der Jedi. Ich war beides – und bin beides. Du bist ein Jedi – und mein Sohn, ebenfalls überaus machtvoll, aber noch ein Lehrling. Yoda lebt noch – aber wer weiß, wie lange. Die restlichen Machtsensitiven überall dürfen wir wohl großzügig übergehen für den Moment, ebenso wie die Handvoll überlebender Jedi."
„Das ist das Gleichgewicht?" Arik runzelte die Stirn.
„Nicht ganz. Es gilt noch, jemanden auszulöschen. Einen Sith – ebenfalls sehr machtvoll. Und das Schlimme: er rechnet damit, angegriffen zu werden."
„Es gibt noch einen Sith?" fragte Arik entsetzt. Vader nickte nur.
„Den Imperator." sagte Luke langsam. „Seinen Meister."
„Der Kaiser ist ein Sith???" Der junge Captain riß vor Entsetzen die Augen auf und wurde bleich.
„Allerdings, Arik. Und er ist zäh und verschlagen." Vader sah ihn an. Er darf nicht wissen, daß ich geheilt bin. sagte er eindringlich. Er muß weiterhin denken, ich sei geschwächt – nur so können wir ihn überrumpeln.
Seid Ihr nicht stärker als er?
Ja. Jetzt, ja – und ich bin noch nicht einmal auf dem Höhepunkt meiner Kräfte. Aber dennoch darf er nicht unterschätzt werden, Arik. Er ist sehr gefährlich.
Ich werde tun, was ich kann – und was ich muß, Mylord. Und die 501ste wird hinter Euch stehen. Meine Kameraden sind auf Eurer Seite.
Vader machte eine überraschte und erfreute Pause. Danke, Arik. Ich weiß noch nicht, wie wir an ihn herankommen – aber es ist gut zu wissen, daß ihr da seid, wenn ich euch brauche.
Laut sagte er: „Aber mit dem Kaiser werden wir uns später befassen. Zunächst müßt ihr lernen… soviel es irgend geht.
Also: Schilde. Es gibt verschiedene Arten. Zum Beispiel kann ein erfahrener Jedi oder Sith sich quasi unsichtbar machen. Er umgibt sich mit einem Schild, der Blicke von ihm ablenkt – man sieht ihn einfach nicht. Dann gibt es Schilde, die zum Beispiel Gespräche, Gedanken oder Emotionen blocken." Er sah kurz zu Luke, der grinste. „Und der für euch wichtigste: ein Schild, der euch innerhalb der Macht versteckt. Und den werde ich euch jetzt beibringen…"
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Mittags legte Vader eine Pause ein. Er war zufrieden, auch wenn seine Schüler das Gefühl hatten, keinen Schritt weiter zu sein.
„Keine Panik." beruhigte er beide. „Das geht nicht von jetzt auf gleich, im Gegenteil. Im Prinzip ist das auch schon eine Übung für Fortgeschrittene… also keine Sorge. Ihr seid schon recht weit in Anbetracht dessen, daß heute euer erster Tag ist. Wir werden das von jetzt an täglich üben… und das Prinzip der Schilde an sich könnt ihr auch an euch gegenseitig testen. Einfache mentale Schilde. Versucht, gegenseitig eure Gedanken zu lesen – und euch abzublocken."
„Warum übst du das nicht mit uns?" wollte Luke wissen.
„Weil zum einen du und ich ein Band haben – das Vater-Kind-Band. Wir werden immer verbunden sein, und keiner von uns wird den jeweils anderen jemals ganz und komplett ausblenden können. Ich kann dich derzeit noch draußen halten, weil du unerfahren bist, aber wenn du gelernt hast, wird es mir nicht mehr gänzlich möglich sein. Was Arik angeht, so bin ich schlicht zu stark für ihn. Es gibt nur wenige, die sich vor mir verschlossen halten können. Palpatine gehört – leider – dazu. Ich bin ein sehr starker Telepath, das ist eine meiner Fähigkeiten. Jeder von uns hat seine eigenen Begabungen. Der eine ist gut in Telepathie, der andere in Telekinese, der dritte in Beeinflussung… und so weiter."
Vader lehnte entspannt in seinem Sessel, seine Schüler links und rechts von ihm lauschten aufmerksam. Erst jetzt bemerkte er, wie sehr ihm das gefehlt hatte – Wissen weiterzugeben. Er hatte als Jedi zwar nie einen Padawan gehabt, aber er hatte immer gern den Jünglingen geholfen.
Die Jünglinge… Schmerz überflutete ihn zusammen mit der Erinnerung an den grauenvollen Tag der Order 66. Ja, er bedauerte es. Und niemand sollte diesen Fehler je wiederholen… wenn er konnte, würde er seinen Teil dazu beitragen, dies sicherzustellen.
Dann kam ihm ein anderer Gedanke.
„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß ausgerechnet die erste Fertigkeit, die ich euch beibringe, seither beinahe ausschließlich von der dunklen Seite verwendet wurde. Die Sith benutzten sie jahrhundertelang, um ihre Existenz vor den Jedi zu verbergen."
„Dann habt Ihr uns etwas beigebracht, das zur dunklen Seite gehört?" fragte Arik erschrocken.
„Unsinn! Wie sollte es zur dunklen Seite gehören, wenn ihr es benutzt, um euch vor dem Kaiser zu verbergen?" fauchte Vader. „Die Macht ist nicht schwarz oder weiß! Die Macht IST, und der einzige Unterschied zwischen Licht und Finsternis besteht im Grund, in der Anwendung! Die Jedi haben getötet, die Sith haben getötet. Beide sind Mörder. Aber die Jedi behaupten, damit Gutes getan zu haben – sie haben Verbrecher bestraft, Vergehen geahndet oder Präventivmaßnahmen ergriffen… oder sich schlicht verteidigt. Luke hat den Todesstern in die Luft gesprengt, um weitere Planeten vor der Vernichtung zu bewahren. Ich habe Jedi getötet, auf Befehl meines Meisters, weil er mich sonst hart bestraft hätte, habe Offiziere umgebracht, um sie daran zu hindern, in Zukunft weitere Fehler zu begehen, die großen Schaden verursachen können, oder eine Stadt ausgelöscht, um einen ganzen Planeten zu retten. Wo ist also der Unterschied?" Er stand auf, begann eine erregte Wanderung durch den Raum, ließ aber seine Schüler, die ihn ebenso fasziniert wie erschrocken beobachteten, nicht aus den Augen. Sein Mantel wehte zornig hinter ihm her, als er sich immer wieder drehte und seine Runden um den Tisch zog.
„Jemand, einer, viele, haben ihr Leben verloren. Ich habe in meinem Leben schon viele Wunden geschlagen… aber auch geheilt. Bin ich wirklich durch und durch Böse? Ist Luke, ist Yoda durch und durch gut? Ich habe geliebt und liebe wieder. Yoda hat sich sein Leben lang an das Zölibat der Jedi gehalten, er hat nie Liebe erfahren, das reinste, beste Gefühl überhaupt. Und er gilt als einer der größten Meister. Aber er hat mich belogen, er hat Luke belogen. Er hat mich ausgenutzt, und er hätte Luke gezwungen, seine Freunde zu opfern, um zur Waffe zu werden." Luke sah ihn entsetzt an, doch Vader, in Rage, ließ sich nicht bremsen.
„Ja, mein Sohn! Er wollte dich nur deshalb ausbilden, damit du später mich und den Kaiser töten könntest. Du solltest zur lebenden Waffe werden, den eigenen Vater töten! Ist das besser? Ist das die vielgerühmte „gute", die lichte Seite? Auf Bespin warst du nur Millimeter davon entfernt, auf die dunkle Seite abzugleiten, Luke. Du tratest mir haßerfüllt gegenüber, wolltest mich bekämpfen, mich töten, ohne mich anzuhören, ohne mit mir zu sprechen, ohne mich zu kennen! Habe ich dich ermuntert? Habe ich das forciert? Ich hätte es tun müssen, wenn ich den Befehlen des Kaisers gefolgt wäre. Dann wärst du jetzt ein Sith-Padawan des Imperators… und ich früher oder später tot, denn es kann immer nur zwei geben. Das ist das, was der Kaiser will! Und das werde ich verhindern, um jeden Preis – und wenn es mich mein Leben kostet!" Vaders Maske war plötzlich dicht vor Lukes Gesicht, als er sich abrupt vorbeugte und auf dem Tisch abstützte. „Hast du das verstanden, Luke? Du bist mein Sohn, und ich werde eher mein Leben opfern, als zuzulassen, daß dir etwas passiert. Ich liebe dich, und ich will dich nicht wieder verlieren, nachdem ich dich nach zwanzig Jahren endlich gefunden habe!"
Langsam richtete er sich wieder auf, atmete tief durch und sah auf Luke hinunter, dann zu Arik. Beide starrten ihn sprachlos an.
Er seufzte lautlos. „Wir machen eine Stunde Pause. Nach dem Essen geht es weiter."
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Seine beiden Schüler sahen ihm nach, als er mit wallendem Mantel und knallenden Absätzen verschwand.
„Uff." machte Arik. „Wenn er auf der EXECUTOR in einer solchen Stimmung ist, tut man gut daran, einen großen Bogen um ihn zu schlagen."
„Warum bei den Mächten ist er so sauer?" wunderte Luke sich. „Nur, weil du diese Frage gestellt hast?"
„Ach was. Das geht tiefer… ich denke, das hat insgesamt mit der ganzen Geschichte zu tun, mit seiner, deiner und der Historie der Jedi allgemein. Ich kenne Yoda nicht, aber er scheint einen riesigen Zorn auf ihn zu haben."
„Yoda hat mich unterrichtet…", sagte Luke langsam. „Er hält sich verborgen, auf einem unwirtlichen Planeten weitab vom Kern. Er ist neunhundert Jahre alt und nach allem, was ich weiß, wirklich einer der größten Meister, die jemals gelebt haben. Aber es stimmt, was Vater sagt… er wollte mich wirklich daran hindern, nach Bespin zu fliegen, obwohl meine Freunde in Gefahr waren, und er sagte, ich solle sie opfern, wenn mir wichtig wäre, wofür sie kämpften. Ich konnte das nicht, deshalb flog ich. Und er wollte mich nicht ausbilden, weil ich zu alt sei, zu wenig auf die Gegenwart konzentriert. Er fürchtete, ich sei zu flatterhaft und würde nicht beenden, was ich begonnen hätte."
„Klingt nett." Arik schnaubte. „Um ehrlich zu sein: da teile ich Lord Vaders Meinung."
„Ich weiß nicht, was ich denken oder glauben soll, Arik… Ich stehe zwischen den Stühlen, beide Seiten haben mir gegenteilige Dinge erzählt."
„Was sagt dir dein Gefühl?"
Luke zog eine Grimasse. „Daß ich Vater glauben sollte."
Arik nickte. „Yep. Und das Gefühl ist das, was einen Jedi ausmacht… oder? Na, komm. Essen wir erstmal – bis nachher wird er sich schon wieder beruhigt haben."
„Wo ist er wohl hin?" überlegte Luke laut, als er Arik zum Eßzimmer folgte.
„Hm… ich an seiner Stelle würde mich austoben wollen. Haben wir nicht gestern auf unserer Runde einen Trainingssaal gesehen?"
„Dieses Riesending mit den deaktivierten Kampfdroiden? Ja. Komm, sehen wir nach…"
„Was genau hast du an ‚einen Bogen um ihn schlagen' nicht verstanden?" wollte der Captain ironisch wissen.
„He, er will doch, dass ich ihn kennenlerne, oder?" Luke grinste. „Ich bin neugierig, ich habe ihn noch nie richtig kämpfen sehen. Er würde uns nichts tun, das weiß ich. Komm schon!"
Arik stöhnte. „Na schön. Aber du steckst deinen Kopf zuerst durch die Tür!"
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Auf ihrem Weg folgten sie sowohl ihren Erinnerungen als auch ihren Gefühlen. Beides brachte sie schnell und sicher zum gesuchten Raum.
Sie öffneten die Tür vorsichtig einen Spalt und lugten hinein. Gefechtslärm war zu hören, bevor sie etwas sehen konnten, aber es kam kein Protest, und so schlüpften sie durch die schmale Öffnung, blieben neben der Tür stehen und schlossen diese sofort wieder.
Was sie zu sehen bekamen, ließ ihre Kinnladen einmal mehr auf die Brust fallen. Vader focht mit drei mit Elektrostäben bewaffneten IG-100 Magna-Wächtern gleichzeitig. Sie drangen heftig auf ihn ein, aber er bewegte sich so schnell, elegant und effizient, daß es absolut mühelos aussah und beinahe wie ein Tanz anmutete. Sein Lichtschwert schien überall gleichzeitig zu sein, ein rubinroter Schemen. Und Luke erkannte plötzlich, daß sein Vater auf Bespin nur mit ihm gespielt hatte… in einem echten Duell, mit einem Vader, der ihn hätte töten wollen, hätte er keine Minute lang überlebt.
Eine tänzerische Drehung später wußte der dunkle Lord, daß er Zuschauer hatte – und prompt steigerten sich sowohl das Tempo als auch der Stil ins Artistische, bevor er fünf Minuten später auch den dritten und letzten Droiden durch Kontakt deaktiviert hatte.
Sein Atem ging lediglich eine Spur schneller, als er sich nun langsam umwandte und seine Zuschauer – mit noch immer gezündetem Lichtschwert – stumm ansah.
Einige Sekunden herrschte beiderseits Stille, bevor Luke atemlos herausplatzte: „Wie lange dauert es, bis ich das SO kann?"
Vaders einzige Antwort war ein schallendes Gelächter.
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Ja, ich weiß, dass Aurek Besh eigentlich nur die Schrift bezeichnet – aber es hat so schön gepasst ;o)
Was Anakins Padawan angeht – ich weiß, daß er in der Klonkriegsserie einen hatte, aber diese Story wurde vorher begonnen, und so gehe ich von den alten Tatsachen aus ::s::
