Oh,
wie schön ist Panama…!
Ich kann euch sagen: sieben Stunden
Zugfahrt quer bzw. längs durch die bunte Republik (von Bielefeld
über Hannover bis heim nach Konstanz) sind nicht wirklich prickelnd.
Selbst, wenn man die meiste Zeit davon im ICE verbringt (und dank
eines lieben und vorausdenkenden Chefs Platzreservierungen hat, die
sich auch als dringend notwendig erwiesen). Selbst, wenn's die
Firma zahlt. Und man sollte nicht glauben, wie müde einen das
Nichtstun machen kann… irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem
man denkt: jetzt reicht's. Dumm nur, wenn man zu dem Zeitpunkt zwar
im letzten Zug sitzt, aber immer noch gute zwei Stunden von daheim
entfernt ist…
Aber ich geb's ja freimütig zu: ich HASSE es,
zu reisen. Inbrünstig. Geschäftlich und privat.
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Kapitel 46
Arik hatte sich währenddessen auf die Suche nach R2 gemacht und fand ihn in Vaders Quartier, in dessen öffentlichem Bereich.
„Hallo, R2. Kannst du mir helfen?"
Der Astromech piepte fragend, und Arik lächelte ein wenig verschämt. „Tut mir leid, aber ich spreche überhaupt kein Binär…"
R2 drehte sich ohne zu zögern um und rollte zu einem Terminal, wo er sich einstöpselte. Ein Bildschirm aktivierte sich.
:: Wobei soll ich dir helfen? ::
„Den Verräter zu finden. Irgendwo auf dem Schiff sitzt mindestens eine Person außer Lord Vader mit direktem Kontakt zum Kaiser, die ihm verraten hat, dass Luke bei seinem Vater ist. Wir müssen ihn oder sie finden, bevor sie mehr Schaden anrichtet."
:: Schaden welcher Art? :: erkundigte R2 sich, während er bereits über das Problem nachdachte.
„Dem Kaiser zu sagen, dass Vader eben nach Luke sucht – dass der Junge durchgebrannt ist. Das spezielle Verhältnis der beiden – die Liebe zwischen ihnen. Daß Vader seinen Sohn eben nicht an den Kaiser übergeben und auch keinen Sith aus ihm machen will." Arik stand ruhig da, mit den Händen auf dem Rücken, und fühlte sich in keiner Weise dumm oder erniedrigt, indem er sich mit einer Maschine unterhielt. Er hatte sehr schnell gelernt, dass R2 weit mehr war als ein Droide.
:: Wir suchen also jemanden, der mit dem Palast kommuniziert hat. :: überlegte der Astromech.
„Höchstwahrscheinlich. Ja."
:: Das erfordert eine größere Suche, als ich sie hier auf die Schnelle durchführen kann. Wir brauchen mehr Hilfe. ::
„Wen meinst Du?"
:: Die EXECUTOR. Sie hat schlicht mehr Ressourcen – und kann auf Bereiche zugreifen, die eventuell relevant, aber auf erster Ebene versperrt sind. Ich werde sie fragen. :: Er veränderte seinen Zugriff, sprach das große Schiff direkt an. :: EXECUTOR? ::
:: Du schon wieder. :: grollte der Sternzerstörer.
:: Gewöhn dich an mich. :: antwortete R2 gelassen. :: Dein Herr ist auch meiner, das habe ich dir schon einmal gesagt. Bist du loyal gegenüber Lord Vader? ::
:: Soll das ein Witz sein? :: kam die beinahe entsetzte Antwort. :: Ich bin Sein. Er ist mein Schöpfer. Sein Geist steckt in der kleinsten meiner Schrauben! ::
:: Also, wo ist dein Problem? Ich habe ihm schon gedient, lange bevor du existiert hast! ::
Die EXECUTOR seufzte. :: Na schön. Was brauchst du? ::
:: Der Mensch hier neben mir ist sein Schüler und ihm ebenfalls treu ergeben. Er sucht einen Verräter an unserem Herrn. ::
:: Wie kann ich helfen? :: fragte das Schiff, ohne zu zögern. Ihre Primärfunktion war es, ihren Herrn zu schützen, und einen Verräter zu eliminieren, der auf tieferer Ebene dessen Leben bedrohen mochte, gehörte eindeutig dazu. Auch sie hatte – wenn auch anders als die Menschen, die sie bedienten – Zugriff auf das Holonet und kannte die Neuigkeiten.
:: Wir müssen wissen, wer von den Menschen an Bord Kontakt mit dem Palast auf Coruscant hatte. Nicht zwangsläufig mit dem Kaiser selbst, vielleicht auch mit jemand anderem. Dazu sollten als erstes die Stationen selektiert werden, die eine Verbindung dorthin aufgebaut haben. Beginne mit der Ankunft Luke Skywalkers. ::
:: Verstanden. Die persönlichen Comgeräte ebenfalls, vermute ich. :: Der Bildschirm teilte sich, auf der zweiten Hälfte liefen bereits Suchdaten durch.
:: Das wäre hilfreich. ::
Die EXECUTOR schwieg einige Sekunden, während sie einen Teil ihrer gigantischen Rechnerkapazität auf die Suche verwendete. :: Suche abgeschlossen. Abgesehen von Lord Vaders Holokammer im Brückenbereich sind es weitere 124 Comgeräte oder Konsolen überall auf dem Schiff. ::
:: Analysiere die Gespräche, bitte. ::
:: Das wird einen Moment dauern… ::
Arik starrte wie gebannt auf den Schirm und verfolgte die Unterhaltung der künstlichen Intelligenzen mit Faszination.
:: Übereinstimmung gefunden. :: meldete die EXECUTOR nach beinahe einer Minute, was Arik zeigte, welche Datenmenge gerade wohl überprüft wurde. R2 hatte Recht gehabt, er selbst hätte das nie so schnell geschafft. :: Drei Gespräche passenden Inhalts mit einer Person im Palast, eines mit dem Kaiser selbst. Geführt von einem mobilen Kommunikator an verschiedenen sonst unbelebten Orten. :: Die Suchmaske auf dem Bildschirm wich einer Personalakte, und neben ihnen entstand ein lebensgroßes Hologramm eines noch jungen Mannes.
„Sen Wan.", sagte Arik sofort. „Er war mit mir auf der Akademie. Hat sich auch für die 501ste beworben, wurde aber abgelehnt. Ich weiß nicht, wie er danach auf das Schiff gekommen ist."
:: Die Antwort ist einfach. :: meinte die EXECUTOR. :: Anwerbung durch den Imperialen Geheimdienst zwei Tage nach dem Abschluß der Akademie. Dort hat man wohl die notwendigen Fäden gezogen. ::
„Kannst du ihn beobachten? Und im Zweifelsfall sein Fortgehen verhindern?" fragte Arik.
:: Das sollte problemlos möglich sein. :: antwortete die EXECUTOR. :: Wann erwartest du Lord Vader zurück? ::
„Leider weiß ich das nicht so genau. Könnte noch ein paar Stunden dauern. Und länger, bis er Zeit hierfür hat."
:: Gut. Halte über den Astromech hier Verbindung zu mir. Ich werde mich melden, sollte er sich rühren. Er wird uns nicht verlassen, dafür sorge ich. ::
„Ich danke Dir, EXECUTOR. Ich werde Lord Vader berichten, wie sehr du uns geholfen hast."
:: Das ist unnötig. :: antwortete das Schiff ruhig. :: Das ist meine Primärfunktion. ::
„Trotzdem." Arik lächelte. „Auch dir Danke, R2. Ich werde versuchen, Lord Vader oder General Veers zu erreichen. Bis später."
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Vader ließ sich auf dem Pilotensitz nieder, und Chewbacca klemmte sich ungefragt neben ihn. Er knurrte etwas, während er sich mit den Kontrollen vertraut machte.
„Nein, ich hatte bei ihrer Entwicklung sicher keine Wookiees im Sinn.", antwortete Vader ein wenig abwesend. „Aber beschwer dich nicht, immerhin ist das hier meine persönliche Fähre und deshalb bereits schon übergroß konstruiert!"
* Das nutzt mir nichts, wenn ich den falschen Knopf drücke, weil sie alle zu klein sind. * brummte der Wookiee, ohne darauf zu reagieren, dass er eine Antwort vom dunklen Lord bekommen hatte – oder der Tatsache, dass dieser Schiffstyp seine Schöpfung war.
Leia schien nichts aufzufallen, aber Veers, der hinter Chewbacca saß, sah seinen Partner verblüfft an. „Du verstehst ihn?"
„Natürlich.", versetzte Vader gelassen und startete. „Kashyyyk war während der Klonkriege ein bedeutender Planet. Man lernte es damals ganz automatisch."
Automatisch? Natürlich, sicher doch., dachte Leia, der nun endlich aufging, dass es nicht normal war, wenn ein höchstrangiger imperialer Offizier Shyriiwook sprach. „Ihr habt auch in den Klonkriegen gekämpft?"
„Das haben wir damals alle." Vader schwieg einen Moment, schien zu überlegen, wieviel er preisgab. „Ich war ein…", er verschluckte den „Jedi-General" und fuhr etwas lahmer fort: „Ich war in vielen Schlachten, überall in der Galaxis."
„Wie kommt es, dass Ihr die Säuberung überlebt habt?" Sie kannte die Antwort – oder jedenfalls Mon Mothmas Version davon – aber sie wollte seine hören. Wie ehrlich würde er wohl sein?
Er schwieg einen Moment. „Die Henker überleben die Hinrichtungen meistens, Prinzessin.", sagte er dann bitter. „Ich war schon Darth Vader, auch wenn ich noch nicht in diesem Anzug steckte." Er drehte sich zu Veers. „Zieh dich bitte um, hinten liegt eine Tasche. Ich will im Palast keine Verwechslung riskieren."
Max nickte und verschwand im Passagierabteil, während Leia noch darüber nachdachte, ob die Tatsache, dass Vader – Vader! – sich mit jemandem duzte, von größerer Bedeutung war als der Rest, den sie heute erfahren hatte. Sie kam recht schnell zu dem Schluß, dass all das sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte, und sortierte, was sie erfahren hatte:
Vader war nicht immer Vader.
Sie starrte ihn an, die breiten Schultern, den spiegelnden Helm, der vor ihr saß. Er steuerte die Fähre mit ruhigen, gezielten Bewegungen, unterhielt sich ruhig und gelassen mit Chewbacca und störte sich offensichtlich keine Spur daran, dass sein aktueller Copilot aussah wie ein wandelnder Teppich, was für einen Imperialen äußerst ungewöhnlich war. Nach Allianzverständnis waren die Imps der Meinung, alles, was nicht menschlich war, sei nur als Sklave zu gebrauchen.
Was noch?
Vader war schon Vader, ohne den Anzug zu tragen. Wie lange? Auf jeden Fall zum Zeitpunkt der Säuberung.
Vader hieß einst Skywalker.
Vader gedachte immer noch seiner Mutter.
Vader hatte einen Sohn: Luke.
Vader hatte zumindest einen Freund: Veers.
Vader sprach mindestens eine Aliensprache offensichtlich fließend und hatte in den Klonkriegen gekämpft.
Vader hatte sich verändert. Er wollte sie ganz offensichtlich nicht mehr töten, nicht einmal mehr gefangen nehmen (ebenso wenig wie Chewbacca, offensichtlich) und stoppte sie, bevor sie eine Information geben wollte, die er vielleicht gegen die Allianz hätte nutzen können.
Und: Vader hatte ihre, Leias Mutter, gekannt. Und sprach voll Schmerz von ihr. Hatte er sie einst geliebt?
Von ihrem Ziehvater, Bail Organa, hatte sie erzählen hören, dass die Jedi sich nicht binden durften. Keiner von ihnen war verheiratet oder hatte Kinder. Aber ganz offensichtlich hatte Vader sich über dieses Gesetz hinweggesetzt.
Was sie zur nächsten Frage brachte: wer war Lukes Mutter? Und –
Bevor ihre Gedanken endgültig in gefährliche und ketzerische Fahrwasser gelangen konnten, erinnerte sie ein plötzlicher sanfter Ruck daran, dass sie noch eine Aufgabe zu erledigen hatten. Sie waren gelandet.
Durch das Cockpitfenster konnte sie den Palast des Hutten aufragen sehen, eine Burg eher, dickwandig und trutzig. Sonst war nichts zu sehen – eigentlich hatte sie erwartet, dass es hier von Sturmtruppen nur so wimmelte.
Vader beantwortete ihre Gedanken, als er das Com aktivierte und eine Nummer wählte. Allerdings wurde sie von diesem ersten Gespräch überrascht.
„Ich höre.", sagte eine knappe Stimme, die ihr vertraut vorkam.
„Es ist Zeit.", teilte Vader seinem Gesprächspartner mit. „Ihr habt zehn Minuten."
„Das ist ausreichend."
„Wie ist der Status?"
„Alle benannten Schiffe wurden präpariert, der Rest ist unbehelligt geblieben, wie es Euer Wunsch war. Die Personen der Liste haben rechtzeitig eine Warnung erhalten und den Palast verlassen. Das Objekt selbst ist unberührt – es hängt im sogenannten Thronsaal. Achtet auf die Rancorgrube vor Jabbas Platz, die Falltür hat eine Fernbedienung vom Dais aus."
Fett!, durchfuhr es Leia plötzlich. Boba Fett, der Kopfgeldjäger!
„Sehr gut." Vader nickte befriedigt. „Die Überweisung erfolgt auf das übliche Konto, sobald wir Solo haben. Geht jetzt."
„Es ist mir immer ein Vergnügen, mit Euch Geschäfte zu machen, Lord Vader. Fett aus.", kam die trockene Antwort.
Chewbacca warf Vader einen nachdenklichen Blick zu, sagte aber nichts. Und der dunkle Lord wählte die nächste Nummer.
„PRIDE, Covell hier."
„Die Aktion kann beginnen, Captain Covell.", sagte Vader knapp. „Zugriff wie besprochen, sobald Sie gelandet sind. Keine Änderungen." Veers kam aus dem Passagierabteil, nun wieder in imperialer Uniform, und blieb ruhig im Zugang stehen.
„Verstanden, Lord Vader. Wir sind auf dem Weg."
„Sie treffen mich innen. Vader aus."
Der dunkle Lord betätigte den Öffner für die Rampe, erhob sich und wollte die Fähre verlassen. Dann jedoch hielt er inne und sah Leia an, die ebenfalls aufgestanden war.
„Wartet hier."
Leia sah sich plötzlich mit einem eng von schwarzem, dickem Leder umkleideten Zeigefinger vor ihrer Nase konfrontiert und schlug seine Hand erbost beiseite. „Hättet Ihr wohl gern. Ich komme mit!"
„Auf gar keinen Fall!"
„Hindert mich doch daran!" Sie stemmte die Hände in die Hüften und blitzte ihn gereizt an.
Er beugte sich leicht vor, die Hand wieder in drohender Geste erhoben. „Zwingt mich nicht dazu, Prinzessin. Ich pflege Herausforderungen normalerweise anzunehmen!"
Veers betrachtete die beiden mit gerunzelter Stirn. Sie waren sich erstaunlich ähnlich, der große Sith und die zierliche Prinzessin. Beide Quecksilber, schnell aufbrausend und leicht zu reizen.
Leia schnaubte, drehte sich um und ließ Vader einfach stehen, als sie hinausmarschierte. Der dunkle Lord starrte ihr verdutzt hinterher. Veers grinste unterdrückt und folgte ihr.
# Vergiß es. # sagte der Wookiee lächelnd. # Du kannst sie nicht bremsen, wenn sie einmal in Fahrt ist. Unmöglich. Was sie sich in den Kopf setzt, macht sie auch. #
„Das hat sie von ihrer Mutter.", knurrte Vader, ohne sich darum zu kümmern, daß er geduzt wurde.
# Was macht dich da so sicher? # Der Wookiee klang amüsiert. # Sie ist dir sehr ähnlich. #
Vader fuhr herum. „Woher weißt Du - "
Chewbacca zuckte die Schultern. # Euer Geruch. Deiner ist zwar von Leder und Stahl fast überdeckt, aber doch da. Und dass Luke mit ihr verwandt sein muß, weiß ich auch schon lange. #
„Und hast nichts gesagt?"
# Warum sollte ich? Das müssen sie selbst herausfinden… oder du sagst es ihnen. Ich passe lediglich auf sie auf, so gut ich kann. #
„Luke weiß es bereits."
Der Wookiee nickte. # Dachte ich mir. Aber komm, deine Leute warten. # Auch er drehte sich nun um und verließ die Fähre, Vader folgte, kopfschüttelnd, als letzter.
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Max trat draußen neben Leia und sah sie amüsiert an, sagte aber nichts.
„Ist das", sie gestikulierte um ihr eigenes Kinn und den Nacken, um seinen Bart und das längere Haar anzudeuten, „nicht gegen die imperialen Vorschriften, General?"
Veers schmunzelte. „Theoretisch schon. Aber in diesem speziellen Fall war es der persönliche Wunsch Lord Vaders."
„Sagt nicht, nur für den Einsatz in der Cantina!"
„Ihr werdet lachen: nein." Veers suchte den Himmel ab und nickte dann, als er das gesuchte Schiff entdeckte. „Es gefällt ihm schlicht und ergreifend."
„Gefällt ihm…?" echote die Prinzessin, aber bevor sie das Thema vertiefen konnte, kamen der Wookiee und Vader die Rampe der Fähre herunter.
„Was hat Euch aufgehalten?" knurrte Leia. Sie sah Chewbacca ein wenig besorgt an, die Verzögerung missdeutend, aber der Wookiee lächelte sie an und schüttelte den Kopf.
Vader antwortete nicht, sondern ging mit wehendem Mantel voraus zum riesigen Tor des Palastes, das offenbar aus massivem, dickem Stahl bestand. Hinter ihm ging donnernd die PRIDE nieder und entließ drei Dutzend Sturmtruppen in weißen Rüstungen sowie eine Handvoll Offiziere, bevor sie wieder emporstieg und ein wenig abseits schwebend verharrte. Über den Hangars vermutlich., dachte Leia. Die Sturmtruppen rannten zu ihrem Oberkommandierenden und formierten sich hinter ihm, die Blastergewehre im Anschlag auf das Tor, vor dem Vader immer noch stand. Die Offiziere – ebenfalls in Rüstung, nicht im imperialen Grau – postierten sich in Veers' Nähe.
„Vielleicht sollte er einfach anklopfen?" schlug Leia trocken vor. Veers, neben ihr, lachte.
„Das ist nicht sein Stil."
Vader, vorne, hob nun beide Hände, und mit ihnen schob sich auch das gewaltige Tor in die Höhe, so leicht, als bestünde es aus Papier. Ein Türdroide, dessen Auge sich eben aus einer Öffnung schob, kam über ein „Achuta - " – Hallo - nicht hinaus, bevor er am oberen Rand zerquetscht wurde.
Der dunkle Lord marschierte zügig ins dämmrige Innere, gefolgt von den Truppen. Kurz darauf klang von drinnen das protestierende Grunzen der gamorreanischen Wachen heraus, dann Schüsse, schmerzerfülltes Quieken und Todesschreie. Chewbacca legte den Kopf schräg und ging dann ebenfalls hinein.
„Er macht kurzen Prozeß, hm?" murmelte Leia unbehaglich.
„Es sind Verbrecher, Prinzessin." Veers sah sie ruhig an. „Aber Ihr habt Fett gehört. Es gab durchaus Leute im Palast, die gewarnt wurden und geflohen sind."
„Zum Beispiel?"
„Kopfgeldjäger. Spione. Unschuldige. Schmuggler, die für das Imperium arbeiten oder ihm nützlich sind."
„Es gibt Unschuldige hier?" Ihre Stimme triefte vor Sarkasmus.
Veers erwiderte ihren Blick ernst. „Wenige… aber ja, ein paar."
„Und Fett – der berühmteste Kopfgeldjäger der Galaxis – geht hin und warnt… Tanzmädchen oder Küchenjungen?"
„Ja.", versetzte Veers knapp. Er verlor langsam die Geduld. „Wenn Lord Vader es von ihm verlangt, dann ja." Einer der Offiziere trat neben ihn, um eine Aktion bestätigen zu lassen, und er wurde abgelenkt. Leia nutzte diesen Moment, um ebenfalls in den Palast zu verschwinden.
