Kapitel 54

Leia sah Vader nach, als er mit – wie üblich – wehendem Mantel und schnellen, harten Schritten den Gang entlangging und hinter einer Biegung verschwand. Langsam schüttelte sie den Kopf und folgte dann Arik, der sich in die andere Richtung wandte und wartete, daß sie zu ihm aufschloß. Er trug den Helm in der Hand und hatte das Blastergewehr gesichert über die Schulter gehängt.

„Was ist?" fragte er jetzt mit einem Lächeln, was Leia wiederum den Kopf schütteln ließ, wenn auch nur innerlich. Warum waren all diese… Feinde… eigentlich so nett?

„Hatte er eigentlich irgendwas im Essen? Oder habt Ihr mir irgendeine Droge verpaßt?" antwortete sie mit einer Gegenfrage.

„Wie bitte?" Arik blieb stehen, schien ehrlich entsetzt. „Nein!"

„Schon gut, war ein Scherz." Sie winkte müde ab und ging langsam weiter. Er kam mit schnellen Schritten neben sie. „Es ist nur… er ist so… nett."

Arik lachte. „Oh. Ich verstehe." Er schmunzelte, während er ein paar Schritte ging. „Du fürchtest, er könnte dir etwas vorspielen – und das alles hier sei nur Theater."

Sie seufzte, ohne dagegen zu protestieren, daß er sie duzte. „So ähnlich. Verdammt, Arik, seit ich denken kann, hat man mir eingetrichtert, Vader sei das personifizierte Böse. Er hat mich gejagt, gefoltert, gefangengenommen, den Mann, den ich liebe, in Karbonit eingefroren, Lukes Hand abgeschlagen…"

„Leia." Arik war stehengeblieben, nahm sie an den Armen und drehte sie zu sich, um sie eindringlich anzusehen. „Ja. Er ist der zweite Mann im Imperium. Er befolgt Befehle des Kaisers – und oft genug hängt davon auch sein Leben ab. Aber sei ehrlich: wie oft hätte er Gelegenheit gehabt, euch allen wirklich zu schaden? Euch zu töten? Er hat es nicht getan."

Sie öffnete den Mund zum Protest, aber Arik ließ sie nicht ausreden. „Er hat es nicht getan, Leia. Er hat euch gejagt, ja – aber nicht getötet. Glaubst du wirklich, die imperiale Flotte könne einen einfachen Frachter nicht aufbringen? Er hat dich gefoltert – ohne dich zu verletzen. Dir wurde kein Haar gekrümmt – ich weiß es, einer meiner Kameraden war dabei. Er hat euch gefangengenommen – ihr konntet entkommen. Denkst du, ihr hättet wirklich so viel Glück gehabt? Er hat Han eingefroren – und dadurch sein Leben gerettet. Im Karbonit war er vor allen Kopfgeldjägern sicher, und der einzige, der ihn hatte – Boba Fett – steht auf seiner Lohnliste. Und Lukes Hand war ein Unfall."

Sie starrte ihn an und schüttelte langsam den Kopf.

„Ich weiß, das klingt verrückt und du glaubst mir nicht. Aber es ist wahr."

„Und der Todesstern? All die Toten in der Raumschlacht?"

Er seufzte. „Leia, wir sind im Krieg. Es läßt sich nicht vermeiden – und wir stehen nun mal leider auf verschiedenen Seiten. Und wenn du ehrlich bist: was hat Luke dann getan? Auf dem Todesstern waren mehr als eine Million Mann Besatzung."

Sie wurde blasser. „Und Alderaan, zum Beispiel?" schnappte sie dann.

„War allein Tarkins Idee. Lord Vader hatte Befehl von Palpatine, sich nicht einzumischen."

„Woher weißt du das?"

Er lächelte schief und ließ sie los. „Das darf ich nicht sagen. Nur so viel: ich bin Teil der 501sten Legion, die man auch „Vaders Faust" nennt. Wir sind wie eine große Familie und ihm sehr nahe… und bekommen einiges mit, was sonst niemand hört, sieht oder erfährt. Ich weiß, daß er an dem Tag der Zerstörung Alderaans… sagen wir mal vorsichtig… sehr wütend war."

Wie wütend?"

Er schürzte die Lippen, holte Luft. „Siebenundvierzig Kampfdroiden."

Sie zog die Augenbrauen hoch. „Oha. Ich nehme an, ihr durftet…"

„… danach die Teile zusammenkehren, ja. War ein hübsches Puzzle."

Sie nickte langsam. „Ich verstehe. Glaube ich."

„Er ist kein Monster, Leia." Er lächelte vorsichtig. „Und ich verrate dir ein Geheimnis: dieses ganze Schiff weiß das. Und nicht nur das - die ganze Todesschwadron."

Sie sah ihn zweifelnd an, doch ihre Miene, ihre ganze Körpersprache entspannte sich zusehends – und ein vorsichtiges Sondieren ihres Geistes zeigte ihm, daß sie ihm glaubte.

„Ich schwöre." sagte er ernst und hob die Hand in der entsprechenden Geste, doch seine Augen lächelten.

„Weißt du, so langsam…", begann sie.

„Ja?"

„So langsam freu ich mich drauf, diesem unverbesserlichen Nerfhirten in den Arsch zu treten. Wo bleibt der, verdammt noch mal? HA!" Sie warf genervt die Hände in die Luft und stapfte davon. Er grinste und folgte ihr.

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Vader indessen hatte sich von den verschiedenen Möglichkeiten, die er hatte, zunächst für etwas Privates entschieden: etwas zu essen und eine Dusche, danach ein oder zwei Stunden Schlaf. Er hatte Leia gegenüber vermeiden können, es sichtbar werden zu lassen, aber er war todmüde und erschöpft. Die Macht würde es ihm zwar ermöglichen, für viele weitere Stunden wach und topfit zu sein, wenn es notwendig war, aber dieser Mißbrauch würde sich später rächen. Und momentan hatte er Zeit… wenigstens so lange, bis Luke aus dem Tank war. Um den Spion, von dem Arik ihm kurz berichtet hatte, würde er sich zusammen mit seinem Sohn kümmern.

Er steuerte sein Quartier an, verriegelte die äußere Tür, die in den öffentlichen Bereich führte und betrat dann die Schleuse, die sich bei seinem Annähern durch Scans der Biowerte automatisch öffnete.

Und noch in der Schleuse spürte er, daß er nicht allein war. Obwohl seinem Unterbewußtsein klar war, daß nur zwei Personen an Bord dieses Schiffes imstande waren, hier hereinzukommen, war er doch sofort kampfbereit, entspannte sich aber bei Veers' Anblick ebenso schnell wieder.

Sein Partner saß in einem Sessel, die Beine übereinandergeschlagen, und sah ihm ruhig entgegen, in der Hand ein Glas mit einer warmgoldenen Flüssigkeit darin – Whyren's Reserve, vermutlich. Er hatte noch eine oder zwei Flaschen davon hier gehabt.

„Max!" rief er ehrlich erfreut, als er ihn sah. Sie hatten seit Tagen kaum etwas voneinander gehabt – er würde sich wirklich Gedanken machen müssen, wie sie das in Zukunft regeln konnten. Ein gemeinsames Quartier war leider noch nicht zu verwirklichen, aber vielleicht konnte Veers in seine Nähe umziehen… in etwas größere Räumlichkeiten? „Ich bin sofort bei dir. Schenkst du mir bitte auch einen ein? Ich kann wirklich etwas zu trinken brauchen."

Wortlos stand Veers auf und ging zu einer Kommode hinüber, wo die Flasche und weitere Gläser standen, und goß die üblichen Zweifingerbreit in ein Glas mit dickem Boden, während Vader aufatmend Helm, Maske und Halsbeuge ablegte und dann herüberkam.

Veers drehte sich um, sah ihn an - und holte ohne Vorwarnung aus, um ihm eine Ohrfeige zu verpassen, die einen Wookiee gefällt hätte. Ungerührt und ohne einen Ton zu sagen nahm er dann das Whiskyglas und reichte es Vader, der an die Wand zurückgetaumelt war und sich die Wange hielt – jeden anderen hätte der General mit diesem Hieb unweigerlich zu Boden geschickt. Und niemand außer Veers hätte es überlebt, den dunklen Lord geohrfeigt zu haben.

„Was soll das? Bist du verrückt geworden?" Entsetzen mischte sich mit Erstaunen und der schlichten Frage: „Wofür war die denn?" Fassungslos nahm er das Glas entgegen und kippte es auf Ex.

Veers nahm es ihm wieder aus der Hand, stellte es beiseite und trat dicht vor ihn. In seinen braunen Augen loderte es; Vader hatte ihn so noch nie erlebt.

„Das, Geliebter, war für den Schrecken, den du mir auf der PRIDE eingejagt hast. Tu das verdammt noch mal nie wieder. Hast du mich verstanden?" Seine Stimme war leise, aber sehr klar und von einer Schärfe, die ebenfalls neu war.

Vader blinzelte Verwirrtheit aus seinem Blick, als er verstand – und akzeptierte. „Vollkommen."

„Wenn du das nächste Mal eine derartige Aktion startest, informiere mich VORHER. Klar?"

Das Feuer im Blick des Generals ließ nach und mischte sich mit etwas anderem, das ebensoschnell unterdrückt wurde, wie es aufgetaucht war. Tränen. Ein General heulte nicht, und schon gar nicht vor seinem vorgesetzten Offizier, selbst, wenn er mit diesem Tisch und Bett teilte. Aber Vader hatte es gesehen, für den winzigen Moment, in dem es sichtbar war. Und er verstand vollkommen… und schämte sich. Er hatte angegeben, eine Show für Leia und seine Männer abgezogen und seinen Partner darüber vergessen – und dessen Sorge, dessen schiere, wenn auch irrationale Angst, ihm könne etwas zustoßen.

„Ich schätze, die hatte ich verdient.", sagte er dann leise. Veers nickte schlicht. „Es tut mir leid. Max, es tut mir wirklich leid… verzeih mir. Bitte…"

Wie lange war es her, daß er sich für etwas entschuldigte? Daß er etwas getan hatte, das er bereute, und dies vor jemand anderem zugab? Daß es überhaupt jemanden gab, dem er etwas bedeutete – und dem er Schmerzen zufügte mit unbedachten Handlungen? Es fühlte sich an, als sei es Jahrhunderte her…

Veers stand vor ihm, scheinbar unbewegt, aber er brauchte nicht die Macht zu Hilfe zu nehmen, um zu wissen, daß er litt und verletzt war – und doch zu vergeben bereit. Weil er ihn liebte.

Er nickte ernst.

Vader sah ihn an, realisierte zum ersten Mal wirklich und wahrhaftig, was er ihm tatsächlich bedeutete, und erkannte, daß dies nicht nur ein kurzes Feuer war, eine Leidenschaft, eine tiefe Freundschaft zwischen zwei einsamen Männern. Max war mehr geworden, er war Teil seines Lebens, ein Teil, den er nicht mehr missen wollte… er wollte ihn neben sich haben, bei sich, an seiner Seite, als Partner, als Geliebten, als Freund, als Vertrauten. Alles und mehr. Auf Dauer.

Eine Träne rann ihm über die Wange, bevor er bemerkte, daß er weinte, doch er schämte sich nicht dafür – aber er schämte sich für sein Verhalten, für die Schmerzen, die Max gelitten hatte.

Er trat auf Veers zu, der ihn genau beobachtet hatte, scheinbar unbewegt, doch innerlich zitternd und alles andere als ruhig, zog ihn an sich und hielt ihn, bemerkte mit größerer Erleichterung, als er zugeben wollte, daß der General diese Umarmung sofort und innig erwiderte. Er legte seine Wange an die seines Partners, vergrub seine Hand in dessen Haar, atmete tief seinen Duft ein und schloß die Augen.

„Ich liebe dich, Max. Bitte bleib bei mir."

„Das werde ich, du geliebter Idiot. Immer."

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Leia war währendessen in ihrem Quartier angekommen. Arik hatte sich freundschaftlich und höflich verabschiedet, und sie wußte, daß inzwischen zwei seiner Kameraden vor ihrer Tür Aufstellung genommen hatten. Sie wurde bewacht – und doch fühlte sie sich eher wie ein Gast, nicht wie eine Gefangene.

Das Ziehen an ihrer Hüfte hatte nachgelassen, und sie konnte spüren, daß das Pflaster sich bereits zu lösen begann. Erstaunlich. Den Ärzten und Medroiden der Allianz wäre diese Heilung nicht so schnell geglückt, da war sie sicher.

Was tun? Sie würde wohl einige Stunden warten müssen. Müde war sie nicht… und Arik hatte ihre Einladung auf eine Unterhaltung oder ein Spiel nicht angenommen – er hatte Pflichten zu erfüllen, wie er sagte, versprach aber, später wiederzukommen, wenn seine Freischicht begann.

Seufzend setzte sie sich an den Computer und klickte sich lustlos durch einige der Standardspiele, bevor sie sich an etwas erinnerte. Schlagartig war sie hellwach.

Sie rief das imperiale Netz auf und gab Padmé Naberrie, Königin Amidala ein.

Es dauerte keine Sekunde, bis eine umfangreiche Datei vor ihr auftauchte – zu ihrem Entzücken gespickt mit einem Bildverweis.

Ihre Neugier war grenzenlos, denn so sehr Bail und Breha Organa sie geliebt hatten, so wenig hatten sie ihr doch über ihre Eltern erzählt. Den Namen ihrer Mutter hatte sie mehr erraten, als sie einmal ein Gespräch belauscht hatte, das nicht für ihre Ohren bestimmt war – und von ihrem Vater wußte sie rein gar nichts. Im Gegenteil hatte ihr das quenglige Nachfragen einer allzu neugierigen Siebenjährigen die erste und einzige Tracht Prügel ihres Lebens eingebracht und sie gelehrt, daß der Vizekönig und ehemalige Senator Bail Organa bei aller diplomatischen Gelassenheit verdammt wütend werden konnte, wenn man den richtigen Knopf erwischte. Und ihr ominöser unbekannter Vater war wohl ein großer, leuchtendroter Knopf mit der fetten Aufschrift Gefahr!

Sie hatte nie wieder gefragt.

Bevor sie zu lesen begann, klickte sie den Bilderlink an – und zuckte keuchend zurück. Es war, als würde sie eine Schwester sehen – die Ähnlichkeit war verblüffend. Dasselbe dunkelbraune Haar, dieselben braunen Augen. Dieselbe Nase… dasselbe Lächeln.

Ihre Mutter.

Das Bild, das sie betrachtete, wurde wohl im Senat aufgenommen und hatte Padmé in einem nachdenklichen, eher besorgten Moment eingefangen. Ihr Haar war eher schlicht frisiert, jedoch gekrönt von einem Metallring in der stilisierten Form eines zunehmenden Mondes, der hinter ihrem Kopf aufragte wie ein Halo, die offenen Spitzen nach oben weisend. Die Robe, mitternachtsblauer Samt, war ebenso schlicht wie elegant und nur mit drei silbernen Schmuckbroschen verziert, die den Mantel hielten. Sie schien nur wenig älter als Leia zu sein…

Es kostete sie Mühe, sich von dem Bild zu lösen – aber sicher hatte Vader nichts dagegen, wenn sie einen Ausdruck davon erstellen ließ.

Vader.

Kein Wunder, daß er so emotional reagiert hatte, wenn ihm ihre Mutter auf irgendeine Weise etwas bedeutet hatte. Bei ihrer ersten Begegnung war sie noch vom Babyspeck gezeichnet gewesen, mit Pausbacken und etwas zu großzügigen Rundungen an den falschen Stellen – doch mittlerweile, nicht zuletzt durch das zehrende, hektische Leben in der Allianz, hatte sich das gegeben. Damals war die Ähnlichkeit nicht so frappierend gewesen. Nun schon. Wenn man es wußte…

Ärgerlich, daß das schwarzgekleidete Ungeheuer schon wieder ihre Gedanken beherrschte, schüttelte sie den Kopf und kehrte zu der eigentlichen Datei zurück.

Ein wenig erstaunt stellte sie fest, daß ihre Großeltern offensichtlich weder reich noch bedeutend gewesen waren. Jobal und Ruwee Naberrie hatten in einem einfachen Bergdorf gelebt, bis sie – vielleicht um ihren Töchtern das Leben zu erleichtern – nach Theed gezogen waren. Ja, Töchter – Leia stellte nicht nur fest, daß sie eine Tante hatte, Sola, sondern auch zwei Kusinen… und eine davon, Pooja, war sogar eine ihrer besten Freundinnen im Senat gewesen! Sie hätte nie geahnt, daß sie verwandt waren, und noch dazu so eng…

Ihr wurde schwindlig, und sie orderte am Replikator in ihrem Quartier einen weiteren Becher Kaf und ein kleines Sandwich. Wenn sie so weitermachte, würde sie noch süchtig nach dem Zeug werden. Bei den Rebellen war er Mangelware.

Entschlossen biß sie in das erstaunlich schmackhafte Sandwich und las weiter.

Ihre Mutter hatte wohl schon früh begonnen, sich politisch zu engagieren. Sie war Vorsteherin von Theed (was auch immer das sein mochte), wurde dann zur Prinzessin von Theed und schließlich zur Königin gewählt – im Alter von nur vierzehn Jahren. Und damit nicht genug, wurde sie schon bald nach Beginn ihrer Amtszeit mit der Blockade von Naboo konfrontiert, ausgelöst von der korrupten Handelsföderation. Und als einzige Hilfe des galaktischen Senats wurden zwei Jedi entsandt… Qui-Gon Jinn und – sie stutzte – sein Padawan, Obi-Wan Kenobi.

Sie überflog den folgenden Bericht eher beiläufig – all das hatten sie in der Schule ausführlich durchgenommen – und las erst wieder ausführlicher, als die achtjährige Amtszeit der Königin endete und sie offensichtlich aufgrund der Bitte ihrer Nachfolgerin, Jamilia, zur Senatorin Naboos auf Coruscant wurde. Sie ging in offene Opposition zur Konföderation unabhängiger Systeme, die von einem abtrünnigen Jedi namens Count Dooku angeführt wurden, und entging nur knapp einem Attentat, dem statt dessen eine ihrer Zofen zum Opfer fiel. Danach wurden ihr vom Rat der Jedi zwei Begleiter zugeteilt: Obi-Wan Kenobi (wieder!) und… Anakin Skywalker.

Unbewußt beugte sie sich vor und saugte das folgende geradezu in sich hinein.

Nach einem weiteren Attentat wurde Kenobi beauftragt, Ermittlungen anzustellen, während Anakin zu ihrem Leibwächter bestimmt wurde. Sie kehrten zunächst nach Naboo zurück, landeten aber aus unerfindlichen Gründen – die Lücke im Text wies darauf hin, daß hier wohl irgendwann Löschungen vorgenommen worden waren – auf dem Planeten Geonosis, wo sie von Dooku gefangengenommen wurden und auf einen weiteren Gefangenen trafen: Kenobi. Alle drei wurden zum Tode verurteilt, doch die Vollstreckung wurde durch Jedi verhindert. Hier im Bericht war das ein einziger Satz, aber ihr Adoptivvater hatte ihr als Kind die Geschichte ausführlicher und bunter erzählt, und so kannte sie einen Teil des Abenteuers in der Arena – auch wenn sie keine Ahnung gehabt hatte, daß ihre Mutter sozusagen eine Hauptdarstellerin in diesem Drama gewesen war. In den Geschichten waren immer die Jedi die Helden gewesen.

Nach dieser Epsiode dünnte das Dokument merklich aus – es erwähnte nur noch die Beteiligung Padmés als Wortführerin in der Vereinigung der sogenannten Petition der Zweitausend, was sie zu einer Verräterin am kurz darauf ausgerufenen Imperium machte. Danach wurde nur noch lapidar ihr Todestag festgehalten – sie war nur siebenundzwanzig Jahre alt geworden…

Sie schaltete ab und ging zum Bett hinüber, wo sie sich hinlegte und langsam das Gelesene einsickern ließ. Und immer wieder erschien das Bild ihrer Mutter vor ihrem geistigen Auge.

Ob Vader noch andere Bilder von ihr hatte?

Sie nahm sich vor, ihn zu fragen.

Bei der nächsten Gelegenheit.

Und auch, was sie für ihn bedeutet hatte.

So bald wie möglich…

Ohne daß sie es bemerkte, schlief sie ein.

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Zu der Ohrfeige wurde ich wieder einmal durch einen YouTube-Clip inspiriert;o) Ich fand die Idee, daß Veers seine Wut auf diese Weise rausläßt, irgendwie passend. Eine kurze Eruption, scharf und hart, die verdeutlicht, was er empfindet. Ihr findet ihn hier: http(doppelpunkt)(doppelslash)www(dot)youtube(dot)com(slash)watch?v=n2Vs-Tp1Axo – nett ist auch dieser hier: http(doppelpunkt)(doppelslash)www(dot)youtube(dot)com(slash)watch?v=7IGcoKdJrDQ&feature=PlayList&p=8882127EC544B060&index=16 ab 5:20. Nett ist auch der Folgeteil, in dem man Richard ohne Kettenhaube sehen kann und somit recht genau so, wie Max jetzt aussieht ;o)

Beide Filmschnipsel sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können… im ersten ist Julian Glover noch viel jünger und wirkt irgendwie… skinny. Im zweiten ist er wirklich königlich. Sein Richard ist die Rolle, in der er mich am meisten beeindruckt hat, das gebe ich zu. ;o)

Die Details zu Padmé findet man auf Jedi- bzw. Wookieepedia.