Kapitel 71

Den nächsten Morgen begann Vader im Heilerkittel in der Krankenstation – er wusste nicht, ob Han sich Leia anschließen würde. Aber seine Vorsicht war unbegründet – sie kam allein und fiel ihm als erstes um den Hals.

„Guten Morgen, Vater!"

„Guten Morgen, Prinzessin." Er lächelte und küsste sie auf die Stirn – er liebte sie bereits mehr, als er zugeben würde. „Wie geht es deiner Hüfte?"

„Ich spür schon fast gar nichts mehr." Ein klein wenig widerstrebend, aber viel bereitwilliger als zu Anfang, ließ sie die Hosen herunter, um ihm eine Untersuchung zu ermöglichen. Und er ging neben ihr in die Knie, prüfte den Bereich mit einem Mediscanner und nickte dann zufrieden.

„Sehr gut, die Heilung ist fast abgeschlossen. Ich trage nochmals von der Salbe auf, den Rest erledigt dein Körper."

Er erhob sich, um den Tiegel zu holen, und da sie diesmal weniger beschämt war, konnte sie aufmerksamer auf das achten, was er tat.

„Was ist das für Zeug?" erkundigte sie sich neugierig. Die Paste war zäh wie Honig, ein wenig rötlich und duftete leicht nach Zimt.

„Corva stellt sie für uns zusammen. Sie enthält pflanzliche Wirkstoffe, die die Haut pflegen, Gewürze, die durchblutungsfördernd sind, und einen Anteil Bacta für die Heilung. Sie muß immer frisch hergestellt werden, deshalb eignet sie sich nicht für eine Serienproduktion, aber alle Krankenstationen der EXECUTOR werden mit ihr versorgt, und auch die anderen Schiffe der Schwadron, wenn sie in Reichweite sind und Bedarf haben. Ihr Vorteil ist, dass sie für nahezu alle humanoiden Rassen verwendbar ist."

Leia hörte ihm aufmerksam zu und genoß die leichte Massage, mit der er die Salbe in ihre Haut einrieb, aber sie spürte, dass ihn etwas belastete.

„Was ist?", fragte sie sanft und neckte dann: „Vermißt du mich schon?"

„Oh ja…", antwortete er mit leichtem, traurigem Lächeln. „Ich hoffe, die Trennung ist nur von kurzer Dauer." Er erhob sich, wischte die Hände an einem Tuch sauber, während sie sich wieder anzog, und ging zu einem Sideboard hinüber, von wo er einen Kommunikator holte – von der neusten Bauart, klein, vollgestopft mit technischen Finessen und sündhaft teuer, wie sie wusste. „Hier. Ich habe meine Nummer einprogrammiert, außerdem noch Max', Firmus', Jixtons und Corvas Durchwahl… für Notfälle. Mit diesem Ding kannst du mich immer und überall erreichen – falls es über unser mentales Band nicht funktionieren sollte."

Sie nahm den Kommunikator entgegen und betrachtete ihn staunend. „Wow. So einen wollte ich schon immer mal haben, aber ich könnte ihn mir nie leisten." Die Adreßliste war kurz und zeigte außer ‚Onkel D' – was sie zum Grinsen brachte - nur dir Vornamen der anderen genannten Personen. Unverfänglich.

Er lächelte schräg. „Finanzen gehören nicht zu meinen Problemen."

Sie grinste. „Na, es muß auch Vorteile geben bei deinem Job!" Wieder ernster werdend, sah sie auf das Gerät hinunter. „Aber leider wissen das auch die anderen… dass ich es mir nicht leisten kann. Was soll ich sagen, wenn es jemand findet?"

„Ein Geschenk…" schlug er vor. „Von einer Quelle innerhalb des Imperiums."

„Riskant." Sie brummte. „Aber in Ordnung. Und wenn es jemand benutzen will, der es findet? Um mir nachzuspionieren?"

Nun grinste er. „Ich habe mir erlaubt, deinen genetischen Code zu programmieren – deinen und Hans. Nur ihr beide werdet es benutzen können. Es hat außerdem noch ein paar Zusatzfunktionen. Die Tastenkombination 1-1-1 zum Beispiel aktiviert ein Signal, das deinen Standort sendet – an das Partnergerät derselben Bauart, das ich besitze. Ich komme dich dann holen, und zwar so schnell wie möglich." Sie staunte. Er machte sich wirklich Sorgen um sie… „Ich gebe dir eine Liste der Codes mit – von Laser, ein Schuß, bis zur Selbstzerstörung, als Handgranate, ist einiges enthalten."

Ihr fiel der Mund offen, und sie starrte nun so erschrocken auf das Ding in ihrer Hand, als würde es sie beißen.

„Keine Sorge." Er lachte. „Man kann natürlich auch ganz normal Gespräche damit führen, Vids und Bilder aufnehmen und es als Terminplaner benutzen."

„Wie beruhigend…" murmelte sie.

Er trat vor sie, legte die Hände auf ihre Schultern. „Ja, Prinzessin, ich mache mir Sorgen. Große Sorgen. Und ich bin froh, daß Han bei dir ist – und Chewbacca." Er schwieg einen Moment, als eine Idee in ihm reifte. „Hättest du etwas dagegen, wenn ich deinen… Schutz… noch ein wenig ausbaue?"

Sie runzelte die Stirn. „Wie?"

„Ich möchte dir eine Leibwache mitgeben. Es werden vermutlich mehrere sein, die sich abwechseln, aber einem bestimmten möchte ich dich besonders ans Herz legen – und er wird mich nicht enttäuschen."

Die Falte auf ihrer Stirn vertiefte sich. „Glaubst du nicht, daß Klone zu auffällig sind – mit oder ohne Rüstung? Oder auch andere deiner Spezialeinheiten? Und Jix wirst du mir sicher nicht mitgeben."

Er lachte. „Nein, den brauche ich leider woanders – und vermutlich würde dein Liebster auch zu eifersüchtig reagieren."

„Aber wen dann?"

Vader legte den Kopf leicht schräg. „Vertraust du mir?"

Sie stöhnte. „Vater!"

„Ja oder Nein?" Er blieb hart.

„Ja, natürlich! Und du weißt das!"

„Gut." Er aktivierte ein Kragenmikrofon, das so winzig war, daß sie es für einen Teil der Nähte gehalten hatte. „Sakhisakh, komm bitte zu mir."

„Sofort, Lord Vader."

Die Stimme jagte Leia einen Schauer über den Rücken. Sie war mehr ein Flüstern, kalt und heiser, aber gleichzeitig sanft – ein seltsamer Widerspruch. Und es war eindeutig nicht menschlich.

Nur Sekunden später öffnete sich die Tür des Raumes, und ein Alien trat ein. Er sah sich kurz um, stutzte, als er Vader sah, doch dann blähten sich seine Nüstern, und einen Moment später leuchteten seine Augen auf.

Unwillkürlich wich sie einen Schritt zurück, denn das Wesen strahlte auf subtile Weise Gefahr und Tod aus, obwohl es unbewaffnet war und sich ruhig und gelassen bewegte – ohne zu zögern auf Vader zu, vor dem es sich tief und mit echter Ehrerbietung verneigte. Dann griff es behutsam nach Vaders heute bloßer Hand und senkte die Nase darüber, um tief einzuatmen.

„Was darf ich für Euch tun, mein Lord Vader?" Er sah zu ihm auf, mit echter Freude über das Geschenk und die Ehre, das wahre Gesicht seines Herrn sehen und seine Hand berühren zu dürfen.

Der dunkle Lord blieb ernst, doch seine Augen lächelten, was dem Fremden nicht verborgen blieb – und auch Leia nicht, die den Moment nutzte, ihn ausgiebig zu mustern. Er war nicht allzu groß, etwa ein Meter sechzig, von reptilischer Herkunft, mit graublauer, ledriger Haut und absolut haarlos. Spitze Zähne ragten aus seinem Mund, seine Augen, groß und dunkel, schienen jede noch so kleine Bewegung wahrzunehmen, und seltsamerweise machten seine klauenbewehrten, nackten Füße kein Geräusch auf dem Metallboden. Ein Knochenwulst umlief seinen Kopf, und seine Nüstern weiteten sich plötzlich erneut. Erstaunt sah er zu Vader auf.

„Du riechst richtig, mein Freund und Wächter." Vaders Lächeln wurde nun sichtbar. „Ich möchte, daß du sie beschützt – und einige deiner Brüder. Es steht dir frei, einzuteilen, wie viele und wen du für richtig hältst."

„Darf ich, Mylord…?" bat das Wesen und sah vorsichtig zu Leia hinüber.

„Du mußt sogar, um es mit deinen Brüdern teilen zu können." Vader nickte, dann sah er zu seiner Tochter. „Leia, dies ist Sakhisakh, ein Noghri. Er wird dich von nun an beschützen, wo auch immer du bist."

Sie nickte vorsichtig und sah dem Noghri, der sich ihr behutsam näherte, ein klein wenig ängstlich entgegen.

„Er muß deinen Geruch aufnehmen. Er wird ihn sich genau merken und mit seinen Brüdern teilen – jeder von ihnen wird dich dann kennen, wo immer du bist. Sie werden dich mühelos in einer Menge finden können, wenn es not tut. Laß es bitte zu."

„Gut.", quietschte sie ein wenig heiser. Der Noghri lächelte, was ihn nicht eben friedlicher aussehen ließ, im Gegenteil, dann kam er ihr ganz nah und fuhr mit seinen geweiteten Nüstern nah über ihre Haut – am Nacken, den Armen, dem Rücken. Er nieste, als er ihrer Hüfte zu nahe kam, und blinzelte kurz wegen des zu scharfen Zimtgeruchs. Zuletzt nahm er eine Hand und schnupperte auch an dieser, bevor er sich die Hand selbst auf den Kopf legte und sich verneigte.

„Mal'ary'ush.", sagte er ehrerbietig, dann kehrte er zu Vader zurück und verharrte neben ihm.

„Leia fliegt mit ihrem menschlichen Partner nach Risban.", erklärte Vader ruhig. „Außerdem begleiten sie ein Wookiee, ein weiterer Mensch und ein Droide. Auf Risban befindet sich das derzeitige Hauptquartier der Rebellenallianz. Sie wird dir die Koordinaten geben." Leia nickte reflexartig, aber überrascht. „Ich fürchte, daß sie dort nicht sicher ist, Sakhisakh."

„Niemand wird der Mal'ary'ush etwas tun, mein Lord. Niemand wird sie anrühren."

„Ich weiß, mein Freund. Ich danke dir." Vader legte dem Leibwächter eine Hand auf den Kopf, eine Geste, die hoheitsvoll war – die Geste eines Herrschers – aber gleichzeitig dankbar und vertrauensvoll. Der Noghri verneigte sich tief. „Warte bitte draußen, Sakhisakh. Ich habe noch einige Dinge mit Leia zu besprechen."

„Wie mein Lord befiehlt." Der Noghri richtete sich wieder auf und lächelte. „Danke, mein Lord." Und damit verschwand er.

Sie wartete, bis er aus der Tür war, bis sie sich ihrem Vater zuwandte. „Wer war das?"

„Ein treuer Freund, den ich sehr schätze… und dabei einer, den ich eigentlich nicht verdiene.", antwortete Vader ernst und lud sie mit einer Handbewegung zum Sitzen ein. „Seine Rasse stammt vom Planeten Honoghr. Um diesen Planeten tobte während der Klonkriege eine Schlacht, bei der ein Schiff abstürzte, das einen Giftstoff geladen hatte. Das Gift trat aus und verseuchte einen Großteil von Flora und Fauna." Er schwieg einen Moment. „Ich sorgte dafür, daß der Planet gründlich entgiftet und renaturiert wurde. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich zunächst hauptsächlich daran interessiert war, mir die unglaubliche Loyalität dieser Rasse zunutze zu machen – doch das änderte sich schnell, und das Volk der Noghri gewann meinen vollen Respekt und meine Freundschaft, ebenso wie ich die ihre."

„Oh, warte… da war was…" Leia grübelte. „Richtig. Honoghr und das Gift. Stimmt es, daß das Imperium…" Sie verschluckte das „Du", das sie immer noch damit verband, „dafür Sorge trug, daß die Entgiftung immer weiter verschleppt und hinausgezögert wurde, um die Treue der Einheimischen zu wahren?"

Vader seufzte. „Nein. Die Wahrheit ist, daß einige xenophobe Offiziere versuchten, die Aktion zu sabotieren – und natürlich schob man es dem Monster in die Schuhe. Mir." Er knurrte. „Ich kümmerte mich darum, daß die Sabotage… aufhörte."

Eine ihrer Augenbrauen wanderte langsam in die Höhe. Sie ahnte, wie es abgelaufen sein mußte.

„Ich entschuldigte mich bei den Maitrakh, den Clansältesten, und gab den Noghri ihre Freiheit zurück. Sie dankten mir für meine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, lehnten ab - und unterstellten sich statt dessen mir persönlich. Und seither bin ich ständig von einer zusätzlichen Leibwache umgeben… mit der Ausnahme des kaiserlichen Palastes, denn Palpatine ahnt nichts davon."

„Selbst hier?"

„Ja und nein. Es sind ständig einige an Bord der EXECUTOR, aber sie wechseln sich ab und kommen und gehen, wie es ihnen paßt. Aber ich könnte innerhalb kurzer Zeit den halben Planeten mobilmachen, wenn ich das wollte." Er sprach ruhig und sachlich, ohne Stolz – jedenfalls ohne arroganten Stolz, nur mit leichter Freude. „Und nun werden sich einige um deinen Schutz kümmern. Sakhisakh ist vom Clan Tlakh'sar, vermutlich werden nur seine Clansbrüder um dich sein."

„Aber man wird sie sehen."

„Nein, das wird man nicht." Vader lächelte. „Sie sind Meister der Tarnung, sie verschmelzen mit ihrer Umgebung. Sie werden in deiner Nähe sein, aber niemand wird es wissen. Es obliegt dir, ob du Han und Chewbacca davon erzählst. Chewie würde sie mögen, glaube ich. Sie sind in ihrer Clansorganisation den Wookiee sehr ähnlich – und auch in ihrer unverbrüchlichen Treue."

Sie versuchte, zu verarbeiten, was da auf sie einstürmte. „Und was bedeutet das Wort, das er zu mir sagte? Mal…"

„Mal'ary'ush. Es bedeutet „die Tochter des Retters"."

Sie machte große Augen. „Oh."

„Und woher wußte er, wer ich bin? Noch bevor du es sagtest?"

„Durch deinen Geruch. Sie haben eine außerordentlich feine Nase und können sogar Blutsbande erschnuppern – Wookiee auch, aber längst nicht so gut. Luke kennen sie bislang nur von weitem… ihn muß ich ihnen auch noch vorstellen. Auch er wird ab jetzt keinen Schritt mehr ohne sie tun, dafür werde ich sorgen."

Sie sah ihn an, wie er vor ihr saß, ruhig, ernsthaft – und ernsthaft besorgt. Früher wäre sie bei soviel Fürsorge an die Decke gegangen, doch bei ihm war sie darüber gerührt. Er schien seine Vaterrolle sehr ernst zu nehmen – und offensichtlich hatte er im Leben bereits mehr Verluste erlitten, als er ertragen konnte. Lukes Entführung hatte ihm zusätzlichen Schrecken verschafft – noch einmal würde er so etwas nicht zulassen, das ahnte sie.

Und doch… da war noch etwas anderes, das ihn bedrückte.

„Was quält dich außerdem?" fragte sie sanft. „Da ist noch etwas, das spüre ich."

„Ja." Er seufzte lautlos und schloß kurz die Augen, die Hände suchten Halt aneinander. „Da ist noch etwas anderes."

Er schwieg einen Moment, wusste nicht recht, wie er beginnen sollte. „Als ich gestern in mein Quartier zurückkam, fand ich Max vollkommen paralysiert auf dem Bett – am Boden zerstört, geschockt, außer sich."

„Was ist passiert?" fragte sie behutsam, als er wieder schwieg.

„Er ist, wie ich, Witwer.", fuhr Vader zögernd fort. „Aber auch er hat einen erwachsenen Sohn, Zevulon. Er dient ebenfalls in der Flotte, aber in einer anderen Schwadron – eine, die mir nicht wirklich nahe steht. Ihr Admiral und seine Captains sind… wie soll ich es nennen… vom Geiste des Imperiums durchdrungen. Auf die unangenehme Art."

„Oh.", machte Leia.

„Ja. ‚Oh'. Auf jeden Fall musste er einmal zu oft mit ansehen, wie jemand – in diesem Fall ein alter Mann – von seinem Vorgesetzten gefoltert wurde. Ihm wurde vorgeworfen, zur Allianz zu gehören – ich weiß nicht, ob es zutrifft oder nicht.", wehrte er ab, bevor sie fragen konnte. „Er schrieb ein Mail an seinen Vater, dass er desertiert sei. Er habe dem Alten geholfen zu fliehen und hat sich der Allianz angeschlossen."

„Schöpfer!" rief sie aus, ohne nachzudenken. „Der arme Max!"

Der dunkle Lord nickte, er sah plötzlich sehr müde aus. „Dem Schöpfer sei Dank macht er sich keine Vorwürfe – oder mir, weil ich ihn nicht zu mir geholt habe. Das hätten beide auch nicht gewollt, glaube ich. Aber er sorgt sich eben um seinen Sohn – er hat Angst, was passieren könnte, wenn wir uns irgendwann einmal gegenüberstehen."

„Natürlich…" Ihr Herz floß über vor Mitleid. „Aber was kann ich tun? Offiziell war ich nie hier, nicht einmal als Gefangene, habe dich nie getroffen außer auf Bespin und zuvor auf der DEVASTATOR und dem Todesstern. Und von da kann ich Max nicht kennen, und schon gar nicht so gut."

„Nein." Er schüttelte den Kopf. „Das ist uns klar. Aber vielleicht kannst du dennoch versuchen, ihn unauffällig kennenzulernen, dich ein wenig mit ihm anzufreunden… und ihn, falls es hart auf hart kommt, irgendwie aus der Schusslinie zu bringen, indem du ihm irgendeinen Auftrag erteilst, der ihn woandershin führt."

„Ich werde es versuchen, natürlich." Sie nickte. „Aber was, wenn er gar nicht gerettet werden will? Wenn sein Haß auf das Imperium so groß ist, dass er völlig fanatisch reagiert?"

Vader senkte die Augen, seine Hände verkrampften sich ineinander – ein rarer und kostbarer Augenblick, den mächtigen dunklen Lord, den Zweiten des Imperiums, so verletzlich zu sehen.

„Ich weiß. Aber wenn das passiert, möchte ich Max in die Augen sehen können und sagen, wir hätten es wenigstens versucht…"

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Einige Stunden später beobachtete Veers auf der Brücke der EXECUTOR Vater und Sohn, die nebeneinander auf der Kommandobrücke am Fenster standen und den Falken mit den Augen verfolgten, der auf dem Rückflug nach Desevro war. Eine Premiere, die beiden nebeneinander hier zu sehen – und sicher nichts, was sich einbürgern würde. Das hoffte Max jedenfalls, denn er spürte einen unwillkommenen kleinen Dorn der Eifersucht in sich.

Der Morgen war ruhig verlaufen – Han und seine Begleiter waren nicht mehr aus dem Hangar herausgekommen, und so war Leia allein zu ihm gekommen, um sich zu verabschieden – hierher, auf die Brücke. Auch eine Premiere. Die Offiziere hatten sie neugierig beobachtet, sich jedoch bald wieder ihren Aufgaben zugewandt. Leia hatte ihm leise ihr Mitgefühl ausgedrückt, und echte Trauer stand in ihren Augen – nicht gespielt, es kam von Herzen, das konnte er sehen. Und er dankte ihr, mühsam seine Gefühle bezwingend. Als Antwort war sie ihm um den Hals gefallen und hatte ihn auf die Wange geküßt, ihm versprechend, daß sie ihr Möglichstes tun würde, um Zevulon zu schützen, und er hatte ihr Glück für ihre eigene Mission gewünscht und sie gebeten, vorsichtig zu sein. Sie hatte ihn tapfer angestrahlt und es versprochen, dann hatte sie sich auch von Firmus verabschiedet und war gegangen.

Max seufzte, als er nun Vader und Luke die Brücke verlassen sah, wobei die Hand des dunklen Lords auf Lukes Schulter ruhte.

„Hey.", sagte Firmus' besorgte Stimme neben ihm. „Was ist?"

Max schnaubte. „Das Universum liegt in Trümmern, und du fragst, was sei…"

„Er ist Dein, mein Freund. Luke ist sein Sohn… also bleib ruhig. Du bist sein ein und alles, und du weißt das."

„Ja… natürlich."

Firmus legte besorgt den Kopf leicht schräg, er spürte, daß etwas im Busch war. „Willst du reden?"

Veers zog eine Grimasse und nickte. „Ja. Komm, gehen wir einen Kaf trinken."

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Die Noghri und speziell Sakhisakh sind nicht meine Erfindung, sondern Teil des Expanded Universe. Ich fand die Rasse und ihre Einstellung gegenüber Vader aber so wundervoll, daß ich sie unbedingt verwenden wollte :o)