Danke für die Reviews zum letzten Kapitel! Und ein herzliches Willkommen der kugelrunden Tigerkatze in diesem illustren Kreis :o)

Leider neigt sich mein Vorlauf jetzt langsam wirklich dem Ende zu… ich bin am weiterschreiben, aber es zieht sich grade leider ziemlich zäh. Ich tu mein Bestes…! Habt ein wenig Geduld, bitte.

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Kapitel 74

Danach herrschte beinahe unwirkliche Ruhe, die nur durch das immer noch unrhythmische Geräusch des Beatmers durchbrochen wurde. Vader sah sich um, ließ seinen Blick über seine Freunde und Getreuen gleiten, die langsam näherkamen… und vor ihm niederknieten, wortlos, stumm, ehrfürchtig – selbst Luke schloß sich ihnen an.

„Ich…" Er räusperte sich. „Ich bin nicht Palpatine. Vor mir werdet ihr niemals knien müssen." Seine Stimme war ungewohnt sanft, er war sich sehr wohl dessen bewusst, dass sie es nicht aus Pflicht taten, sondern aus ehrlicher Anerkennung. „Steht auf… bitte." Er wandte sich Veers zu, reichte ihm die Hände, um ihn hochzuziehen – eine öffentliche Bekundung zu ihrer Partnerschaft. Max wurde leicht rot vor Freude, als er die gebotenen Hände ergriff und Vader ihn wortlos an sich zog.

Einen Moment lang standen beide Männer so, hielten sich fest; froh, überlebt zu haben, froh, dass der Plan aufgegangen war und alles wie geplant geklappt hatte.

Luke beschloß, seine Verblüffung auf später zu verschieben, wenn irgendjemand ihm alles erklären würde.

Vader ließ Veers widerwillig los und wandte sich um. „Ich danke euch. Euch allen. Ohne Euer aller Hilfe wäre dies nicht möglich gewesen… die Freiheit des Reiches ist euch zu verdanken."

Einen Moment herrschte wieder Stille, bis der vierte Gardist lachte und den Helm abnahm. „Sei doch nicht so verdammt bescheiden, Onkel D. DU bist derjenige, der das alles geplant hat – und den Löwenanteil der Aktionen übernommen. Ohne dich wären wir alle nicht mehr hier."

„Jix?" sagte Luke überrascht und sah zu den anderen Gardisten hinüber, sich fragend, wer sich wohl unter deren Helmen verbarg.

Einer der drei lachte und nahm ihn ab, die anderen beiden folgten – alle drei waren Luke unbekannt. „Nein, wir sind echt. Ich bin Kir Kanos, Captain der Garde." Auch die anderen beiden stellten sich lächelnd vor, dann verneigten sich alle drei nochmals vor Vader.

„Majestät, dürfte ich vorschlagen, dass Ihr zu den restlichen Garden sprecht?" sagte Kanos ruhig. „Es würde ihnen viel bedeuten, als Erste…"

Vader nickte. „Selbstverständlich. Geht voran."

Kanos lächelte und wandte sich zum Lift. Vader warf Luke einen entschuldigenden Blick zu, dann folgte er ihm, die anderen schlossen sich an.

Tut mir leid, mein Sohn. Ich fürchte, Erklärungen werden warten müssen.

Ich verstehe schon, Vater. Mach dir keine Sorgen., erwiderte Luke beruhigend.

Vader zögerte einen Moment. Geht es dir gut?

Ja. Luke versuchte eine mentale Umarmung, was nur halb so gut funktionierte, wie er dachte, aber er bekam es einigermaßen hin. Alles in Ordnung. Ich kann warten.

Na schön. Mittlerweile standen sie im Lift, und er gestattete sich kurz den Luxus, eine Hand auf Lukes Schultern zu legen. So bald wie möglich. Versprochen.

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Die Halle der Garden glich einem Totenhaus – und doch waren es weniger Leichen, als Vader befürchtet hatte. Und auch hier empfing man ihn knieend, die Helme abgenommen und unter den Arm geklemmt.

„Bitte erhebt Euch.", sagte er ruhig. „Ich danke euch allen für Eure Treue – dem Reich gegenüber und mir gegenüber." Er sah auf die Toten. Ihre Kameraden hatten bereits begonnen, sie nebeneinander zu legen, aber sie waren noch nicht fertig damit. „Und ich ehre die Gefallenen."

„Sie waren Verräter.", warf eine der Garden ein.

„Sie waren loyale Männer.", versetzte Vader scharf. „Sonst lägen sie nicht hier. Sonst wären sie überhaupt nicht in der Garde gewesen. Loyal – aber von einer leider unpassenden Loyalität."

Der Gardist kniete sofort nieder, den Kopf gesenkt. „Verzeiht, Majestät…"

„Entschuldigt Euch nicht bei mir – entschuldigt Euch bei ihnen. Wie ist Euer Name?"

„Staffan Niran, Sire."

„Gut. Ihr seid verantwortlich dafür, dass die Gefallenen ein ehrenvolles Begräbnis erhalten, Staffan. Zuvor werdet Ihr die Familien informieren – ‚in Ausübung der Pflicht gefallen', nichts weiter – und dafür sorgen, dass man von ihnen Abschied nehmen kann. Ich denke, Ihr habt mich verstanden."

„Ja, Sire."

„Erhebt Euch."

Der Gardist folgte und trat zurück in die Reihen, beschämt und erstaunlich wenig wütend, wie Luke überrascht feststellte – und die anderen Gardisten waren teils ebenso beschämt, vermutlich, weil sie dasselbe gedacht hatten wie er. Nur Kir Kanos und drei, vier andere standen stolz und aufrecht, ihre Trauer über die notwendigen Morde war ebenso stark wie Vaders.

Und auch sein Vater schien dies zu spüren. Er deutete nacheinander auf sie und bedeutete ihnen, vorzutreten.

„Ihr seid nun die Anführer der Garde, Euer Rang ist ab sofort der eines Oberst." Die Männer sahen ihn verblüfft an, doch er sprach bereits weiter. „Heute ist ein Tag des Neubeginns. Ich möchte euch alle besser kennenlernen, nur ist jetzt leider nicht die Zeit dafür." Er sah zu Kir Kanos. „Ich werde Euch einen Termin nennen, den Ihr Euren Kameraden bitte mitteilt – morgen oder übermorgen."

„Sire."

„Gut. Ich werde euch nicht zu lange warten lassen - doch jetzt, fürchte ich, werde ich mich kurz den Hofschranzen zeigen müssen." Er seufzte, was den Männern ein Grinsen entlockte.

„Willst du dich nicht vorher umziehen, Onkel D?" fragte Jix und musterte den zerfetzten Anzug des dunklen Lords. „Ich meine… kommt natürlich drauf an, ob die offizielle Variante auf Herzversagen lautet…" Er unterdrückte ein Schmunzeln.

„Hm." Vader brummte. „Erlauben mir Eure Sicherungsaktionen denn solche Spielchen?"

Jix nickte. „Gemäß den Berichten – ja. Der überwiegende Teil ging recht diskret vonstatten." Er wies auf die Gardisten. „Die Jungs hier wußten außerdem, daß der Kaiser verdammt gut kämpfen konnte – und daß du Zeit schinden mußtest. Aber wenn du dich den Höflingen wie aus dem Ei gepellt zeigst…"

„…tue ich was für meinen Ruf, unbesiegbar zu sein." Vader grinste. „Oder sie glauben an den Herzinfarkt. Manche von ihnen sind dumm genug dazu. Na schön – aber mich umzuziehen, kostet Zeit, die ich nicht habe…"

„Nö." Jix grinste wieder. „Liegt alles parat. Max war so vorausschauend, einen mitzubringen."

Vader drehte sich um. Veers grinste ebenfalls und zuckte die Schultern. „Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben, dachte ich."

„Vielleicht sollte ich deinen Wert auch mal prüfen…" brummte der dunkle Lord.

Max lachte. „Unsinn. Komm, ich zeige dir, wo."

„In Ordnung… Luke, komm mit. Und Kanos – Ihr und drei weitere Garden begleiten mich bitte den Rest des Tages."

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Max ging voraus zu einem Raum, der noch innerhalb des Quartiers der Garden lag. „Captain – nein, Oberst Kanos", er lächelte dem Gardisten zu, „hat uns den Raum für den Moment zur Verfügung gestellt.", erklärte er.

„Ich äußerte nur Bedenken, Sire", warf dieser ein, „weil dort drin keine Möglichkeit besteht, den Druck und den Sauerstoff anzugleichen…"

„Ich kann damit umgehen, Oberst.", beruhigte Vader. Als der Mann die Stirn runzelte, fügte er hinzu: „Erklärungen folgen später. Für den Moment muß ich Sie leider um Geduld bitten."

„Wir warten hier.", verkündete Mara und lehnte sich an die Wand. Jix grinste und postierte sich neben ihr, die übrigen Garden nahmen vor der Tür Aufstellung.

Max ging in den Raum voraus, Vader folgte und bedeutete Luke, mit hineinzugehen. Dann schloß er die Tür hinter ihnen und sah seinen Sohn an.

„So, Luke. Bist du bereit für eine Überraschung?"

„Eine Überraschung?" echote Luke. „Du willst dich wirklich hier umziehen? Wie soll das gehen ohne den Druckausgleich? Ich will dich nicht jetzt durch einen solchen Blödsinn verlieren, weil du übermütig wirst…"

Vader lachte leise. „Ich danke für deine Sorge, Sohn, aber ich kann dir versichern, daß ich nicht in Gefahr bin." Er sah Max an. „Wärst du so nett? Der Kaiser hat leider ganze Arbeit geleistet, das Panel ist komplett hinüber."

Max brummte. „Gut, daß wir vorgesorgt haben, hm?"

Vader entwich ein Laut, dicht am Kichern. Luke staunte. „Ja, Geliebter. Gut, daß du darauf bestanden hast."

„HA!" Veers sah Luke, dessen Mund mittlerweile offen stand, triumphierend an und nahm dabei Vaders Cape ab, um an einen verborgenen Schalter in seinem Rücken zu gelangen. „Er gibt es zu! Endlich!"

„Ihr… ihr seid zusammen?" flüsterte Luke heiser, während es knackte. „Aber ich dachte, General Veers sei mit Songan…"

Vader nahm den Helm ab, reichte ihn Veers und löste dann die Maske. Er lächelte entschuldigend, als Luke aufkeuchte. „Es tut mir leid, mein Sohn. Die Maskerade war leider notwendig."

DU BIST SONGAN?"

„Kein Grund zu brüllen.", brummte Vader und begann, sich auszuziehen, die Halsbeuge zuerst ablegend. „Ja – wobei ich zugeben muß, daß ich irgendwo gehofft hatte, daß du mich erkennen würdest… spüren würdest, daß ich es bin."

Luke schloß kurz die Augen. „Ich habe es aber nicht."

„Nein, und darum entschloß ich mich, es dir nicht zu sagen… um dich zu schützen." Vader war ein wenig unsicher. „Wir haben bereits darüber gesprochen. Ich hoffe, du verstehst…"

„Ich war so ein Idiot…!" knurrte Luke.

„Bitte wie?" Vader und Veers wechselten einen verdutzten Blick, der sich noch intensivierte, als Luke zu lachen begann. Bald schüttelte es ihn regelrecht.

„Ich bin ein toller Jedi, echt…" kicherte er. „Ich hätte deine Stimme erkennen müssen… und die diversen kleinen Anzeichen zwischen dir und Max – ihr seid unvorsichtig geworden, vor allem gegen Ende. Aber ich war blind wie ein – wie heißt das Vieh?"

„Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, daß dein Vater einfach ein guter Schauspieler ist?" schlug Veers diplomatisch vor. Seinen Ohren waren die feinen Untertöne nicht entgangen. Und tatsächlich schwankte Luke nun ein wenig und wurde blasser. Vader, der sich bereits halb aus seinem Anzug geschält hatte, stützte ihn.

„Luke, es tut mir leid. Es tut mir so leid, mein Sohn…"

„Ist schon ok.", antwortete Luke ein wenig schroff. „Ich bin ja selbst schuld. Aber das nächste Mal erinnere mich bitte daran, daß ich von Anwandlungen von ‚edelmütigem Jeditum' kuriert werden will, ja? Das nächste Mal will ich dabeisein und mitplanen."

„In Ordnung."

„Und zwar von Anfang an."

„Kein Problem."

Luke nickte mit zusammengepressten Lippen. „Weißt du eigentlich, wie dämlich ich mir vorkam? Um mich herum läuft das gefährlichste Spiel der Galaxis ab, und ich Trottel mittendrin hab nicht die leiseste Ahnung und kann nichts tun, weil ich den Plan nicht gefährden will!"

„Luke!" Vader packte ihn an den Oberarmen. „Beruhig dich! Das war vollkommen in Ordnung – und es hat uns mehr als geholfen!"

Luke blinzelte überrascht. „Geholfen?"

„Ja! Du hattest absolut recht mit dieser Idee! Es war brillant!"

„Aber ich stand nur dumm rum! Ich konnte dir nicht mal helfen!"

„Du hast mir mehr geholfen, als du denkst, mein Sohn. Du hast den Kaiser glauben gemacht, es sei alles in Ordnung – für ihn – bis es zu spät war. Er hat geschluckt, dass ich schwächer wurde und verwundbar war. Er hat Mara weiterhin auf seiner Seite geglaubt. Und er hat Jix nicht gescannt. Weil er zu sehr mit seinem Triumph über mich beschäftigt war – und damit, dich auf seine Seite zu ziehen."

Lukes Mund formte ein stummes „Oh".

„Ja, Luke. Es war perfekt so. Nicht für dich, ich weiß – aber es hat uns Sicherheit gegeben. Genau die Sicherheit, die wir brauchten. Wie du gehofft hattest."

Luke öffnete den Mund. Schloß ihn wieder. Sah von Vader zu Veers, der ihn anlächelte, und wieder zu zurück. „Gut.", sagte er schließlich, und es klang erleichtert und zufriedener.

Vader lächelte. „Kein Scherz. Ich meine das ernst. Ohne dich wäre es nicht so zügig gegangen…" Er sah zu Veers. „Es tut mir so leid, Max. Hat es sehr wehgetan?"

Veers zuckte die Schultern und grinste schief. „Es war ja meine eigene Idee…"

„Ich hatte dennoch gehofft, es vermeiden zu können."

„Mach dir keinen Kopf. Du warst ja gleich da, und Mara hat exakt gezielt. Ich hatte mehr Sorgen um ihre Aufrichtigkeit.", gab Veers leise zu.

„Ich hätte diesem Plan niemals zugestimmt, wenn ich nicht von ihrer Ehrlichkeit überzeugt gewesen wäre.", sagte Vader ernst.

„Das war kein Trick?" fragte Luke entsetzt und warf endgültig das förmliche „Sie" über Bord, als er weitersprach. „Sie hat dich wirklich durchbohrt?"

„Ja, Luke. Es musste echt aussehen. Dem Schöpfer sei dank ist – war – der Kaiser so berechenbar. Es war absolut klar, dass er deinen Vater leiden sehen wollte – und ich ‚sterben' musste. Deshalb sprachen wir mit Corva, wo es am ungefährlichsten ist, den Körper zu durchbohren, und nahmen Mara mit ins Boot."

„Aber - " Luke löste sich von Vader, trat zu Max und sah ungläubig auf dessen Bauch. Das Hemd war zerfetzt, aber es war keine Wunde zu sehen.

Veers öffnete das Hemd lächelnd und zog es aus. Tatsächlich war nur eine kleine Narbe zu sehen – vorn wie hinten. „Dein Vater hat mich geheilt, Luke. Als er scheinbar trauernd und weinend über mir lag."

„Geheilt?!" Luke starrte beide verblüfft an. „Gutes Stichwort übrigens. Wie und wann wurdest du geheilt, Vater?"

Vader hatte sich weiter ausgezogen, stand nun in einem T-Shirt und eng anliegenden Shorts vor ihnen und öffnete eben eine von Max mitgebrachte, große Tasche. „Eine abtrünnige Jedi namens Zarketh, eine der verlorenen Zwanzig, fand mich und machte mir das Angebot, mich zu heilen. Wann? Vor einigen Monaten." Er holte einige flache Bactapflaster hervor und begann, die oberflächlichen Wunden, die der Kaiser ihm geschlagen hatte, zu versorgen. „Aber heilen ist relativ. Die Prothesen sind immer noch da, aber sie sind mit Fleisch und Nerven bedeckt. Sie kann das auch für dich tun, wenn du möchtest… Von ihr habe ich viel gelernt. Ich konnte so auch Max' Beine heilen – und wusste, dass ich es schaffen konnte, diese Wunde, das Durchstechen, zu heilen. Es war schwierig, aber es ging. Und dem Schöpfer sei Dank hatten wir genug Zeit, um es gründlich zu tun – ich musste schnell sein, denn selbst an dieser Stelle gab es einige kritische Punkte. Aber ich habe es geschafft."

„Tut es noch weh?" wollte Luke besorgt wissen. Seine Hand schwebte einen Moment über Max' flachem Bauch, aber er beherrschte sich.

„Nein." Veers lächelte beruhigend. „Es hat sehr weh getan im Augenblick des Durchbohrens, aber es ist vorbei. – Warte, Dava, ich helfe dir."

Dava?" Luke grinste, während Veers zu Vader trat und begann, schwerer erreichende Stellen zu verpflastern.

Vader warf ihm einen ‚Wag es zu lachen, und ich breche dir den Arm'-Blick zu. „Ja. Dava. Ich will nicht bei meinem alten Namen genannt werden.", sagte er leicht scharf.

Luke hob defensiv die Hände. „Kann ich ja verstehen. Aber warum nicht Darth?"

Vader stöhnte. „Weil das ein Titel ist und kein Vorname."

„Oh?"

„Ja.", knurrte es zurück, und „AU!" fauchte er, als Veers eine Wunde etwas grober anfaßte.

„Hab dich nicht so!" knurrte dieser zurück. „Als ob du nicht schon schlimmeres überstanden hättest!"

„Hab ich, aber Corva hat eine sanftere Hand als du!"

„Jetzt hör sich einer dieses Weichei an…" brummte Veers.

Luke lachte schallend. „Ihr seid unglaublich… das muß wohl Liebe sein.", spottete er gutmütig.

Vader sah ihn abschätzend an. „Es macht dir nichts aus?"

„Nein. Was sollte es mir ausmachen? Ich hab mich doch längst an euch gewöhnt, auch wenn ich nicht wußte, daß du das bist… Ihr paßt wunderbar zusammen. Und kabbeln tut ihr euch schon wie ein altes Ehepaar." Luke grinste, doch dann wurde er ernst. „Aber deshalb wundert es mich um so mehr, daß du zugelassen hast, daß Max in eine derartige Gefahr geriet. Hätte man das nicht verhindern können?"

„Leider nein." Vader seufzte. „Wir brauchten ein Zeichen."

„Was für ein Zeichen?"

„Wie weit die Truppen mit der Übernahme sind. Wäre schon alles unter Dach und Fach gewesen, als Mara Max hereinbringen mußte, hätte er sich vehement gewehrt. Da er ruhig blieb, wußte ich, daß ich weiter Zeit schinden mußte." Er berührte Max' Wange überaus sanft. „Mein Entsetzen in diesem Moment war ganz und gar nicht gespielt…"

„Verstehe…" murmelte Luke. „Und als Arik hereingebracht wurde und sich wehrte, wußtest du…"

„Daß ich es beenden kann. Ja." Vader nickte.

„Hast du eigentlich eine ganze Armee dabei?" knurrte Luke.

Vader lächelte unschuldig. „Nein. Nur meine Faust…"