[niesend und hustend aus der Versenkung auftaucht und Staub abklopft] Gute Güte, ist das wirklich schon wieder zwei Jahre her seit dem letzten Upload? Gna. :o(

Wenn jemand meine durchgegangene Muse findet: bitte gut verschnüren und mir zuschicken. Porto übernehme ich.

Malicean: Dir, liebe Schwester, gebührt wie immer der erste Dank und dickste Knuffler! Für all deine Anregungen und Stupser zurück auf die gerade Bahn, wenn ich mal wieder zu verschwurbelt denke – und das Einfangen allzu hartnäckiger Nebenplot- und -Charakterbunnies ;o)

Bookie und Tlana: Auch euch, liebe Schwestern, ein herzliches DANKE! für eure Anregungen und gefundenen Fehler!

euch drei, Atana und Sol, Ralph, Marcel, Daniel und alle anderen ungenannten Vettern und Basen: ein weiteres, spannendes und ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – Danke, daß ich all das mit euch teilen durfte! Ihr seid die Besten [umärmelt] Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und die nächsten Events mit euch!

So – die folgenden Antworten sind zwar out of time, aber umso wichtiger sind sie mir … :o)

Uryel: Willkommen in der Runde! :o)

masterdisk: Auf Zev kommt noch einiges zu :o) Er hat in diesem Kapitel zwar Pause, aber es bleibt spannend. (Note to self: noch mindestens ein Kapitel posten in den nächsten Tagen …)

ChippedTeapot: lieben Dank für Follow und Fav! Herzlich Willkommen auch dir!

Tanaraq: Willkommen im Kreis!

Ich kann Kenobi einfach nicht verzeihen, daß er seinen Freund und Bruder zuerst dermaßen zurichtet – und dann einfach liegen läßt. Auf glühender Lava, brennend, bei vollem Bewußtsein und mit abgetrennten Gliedmaßen … So etwas tut man vielleicht seinem größten und lebenslangen Feind an, der einem alles genommen hat, einen um Haus und Hof gebracht und die Familie nacheinander umgebracht – aber nicht jemandem, den man eine Stunde zuvor noch als engsten Vertrauten ansah... oder? Und schon gar nicht als Jedi!

Aber ein klein wenig kann ich dich beruhigen, ohne groß zu spoilern: auch Kenobi hat sich, wie die meisten meiner Charaktere, verselbständigt und mich durchaus überrascht. Es wird dich zwar nicht 100%ig glücklich machen, aber vielleicht ein wenig versöhnen … dauert allerdings noch etwas :o)

Capri: hust Was soll ich sagen, außer: du hast Recht! Und: es tut mir leid :o( Ich nehme mir wirklich vor, die nächsten Tage noch etwas zu posten. Ansonsten: lieben Dank! Und: schön, daß du da bist :o)

Quinn: Ich hoffe, du liest noch mit – deine Kommentare haben mir eben ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert :o)

autodach: Hallo und Willkommen!

Sweetie86: Willkommen auch dir :o) Danke für Follow und Fav!

: Ebenfalls lieben Dank für Follow und Fav :o)

Jacki: Schön, daß du mitliest – und danke für das Lob!

Mistress Chtan: Lieben Dank für Follow und Favs!

Circe Circensis: Vielen Dank für deine liebe PM und das dicke Lob :D stolz ist Ja, Vader als bi darzustellen, läßt wohl viele schlucken... aber meine persönliche Überzeugung ist, daß Liebe dort gedeiht, wo sie wachsen kann, ob das nun Mann/Frau oder Mann/Mann oder Frau/Frau ist. Und in einer Flotte wie der des Imperiums, in der fast nur Männer dienen und die Monate im All ist, dürfte so etwas nicht einmal so selten sein... und was ist daran eigentlich so verwerflich? Ich finde das Gegenteil viel schlimmer: das Zölibat, das Bindungsverbot, das der Jeditempel und in unserer Welt auch die Katholische Kirche praktizieren. Das denkende, fühlende Wesen (wohlgemerkt, nicht „der Mensch") ist nicht zum Alleinsein geschaffen. Und gerade jemand wie ein Lord Vader, der so beständig unter immensem Druck steht, braucht einen seelischen Ausgleich und jemand, der ihn auffängt, unbedingt...

Ich möchte auch darstellen, daß in der Beziehung der beiden eben die Partnerschaft und Freundschaft wichtiger ist als der körperliche Akt. Und es wird noch spannend bleiben mit und durch die Verbundenheit der beiden :o)

Oy, du warst in Solothurn? Genial! Schade, daß wir das nicht vorher wußten – aber es gibt bestimmt noch Möglichkeiten, sich zu treffen – bei der „Fantasy Basel" im Mai, zum Beispiel. Oder falls doch einmal ein Event im Connyland stattfindet... darf ich fragen, wo du wohnst?

Übrigens... Dave war nicht das erste Mal in der Schweiz, auch wenn er sich leider nicht daran erinnert. Wir trafen ihn zwei Jahre zuvor schon einmal in Morges am Genfer See, und auch das war bereits eine Wiederholung, wie mir von einem Mitglied der Swiss Garrison gesagt wurde ;o) Aber er kann nix dafür: . / news/ article-2853907/I-d-loved-new-Star-Wars-movie-says-Darth-Vader-actor-Prowse-dementia-d-probably-forget-lines. html (Leerzeichen entfernen)

Konntest du mit ihm sprechen? Er ist ein sehr liebenswerter, höflicher Mensch mit einer dicken Portion Schalk im Nacken (das haben übrigens alle Schauspieler, die ich bis jetzt kennenlernen durfte, gemeinsam ;o) )

Nachträglich frohe Weihnachten euch allen!

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Kapitel 86

Auch Mon Mothma reiste.

Sie hatte die Anfrage bei ihrer Quelle gestellt, wie sie es mit Madine besprochen hatte, doch zu ihrer Überraschung hatte sie eine Einladung bekommen, da „eine neue Wendung eingetreten" sei.

Nervös, erfreut und verunsichert zu gleichen Teilen hatte sie sich auf den Weg gemacht, alleine, wie üblich. Das war die uneingeschränkte Bedingung ihrer Quelle gewesen, ebenso wie die Anweisung, daß niemals sein Name genannt werden dürfe, unter keinen Umständen. Und zu Gelegenheiten wie diesen flog sie nun auch nicht nach Coruscant, wo ihr Kontakt, wie sie wusste, lebte und arbeitete, sondern nach Sirano. Das Haus dort war absolut unauffällig und so bescheiden, daß man niemals auf die Idee kommen würde, wer sein tatsächlicher Besitzer war. Allerdings war dieser ein Meister in Tarnung und Täuschung, in Verschleierung und Spurenverwischen, denn dies war sein tatsächliches tägliches Brot … hinter der Fassade eines sagenhaft reichen Geschäftsmannes.

Mothmas Erregung wuchs, je näher sie ihrem Ziel kam. Sie war sich absolut im Klaren darüber, daß dies eine reine Geschäftsbeziehung war und bleiben würde, aber träumen … das war nicht verboten. Sie hatte nicht wirklich gelogen, als sie Madine versicherte, ihn nicht zu betrügen – nicht, wenn es um den körperlichen Vollzug ging. Aber in Gedanken war sie ihm untreu, mehr noch, sie war ihrem Kontakt mit Leib und Seele verfallen. Und das, obwohl sie so stolz darauf war, immer beherrscht zu agieren und einen klaren Kopf zu bewahren. Ihr war schleierhaft, warum ihr die Knie weich wurden, wenn sie den Mann nur sah, nur seine Stimme hörte … obwohl dieser sie zwar mit ausgesuchter Höflichkeit behandelte, ihr aber nie näher gekommen war, als es die Schicklichkeit gebot.

Sirano war ein recht unabhängiger Planet, der sich niemals jemandem angeschlossen hatte – weder dem Imperium noch der Allianz. Er lag tief im Outer Rim, war politisch und wirtschaftlich vollkommen uninteressant, und obwohl ihn seine Lage und sein Status für zwielichtige Gestalten mehr als interessant machten, war er dennoch zu weit abgelegen, um wirklich praktisch zu sein – was seine Verbrechensrate bescheiden hielt und das Interesse des Imperiums an ihm in absoluten Grenzen. Kaum jemand verirrte sich hierher – und das war ideal für ihre Quelle und seine Leute, da ihnen Geld nichts bedeutete und Raumschiffe in jeglicher Zahl und Qualität zur Verfügung standen.

So war Mothma dennoch überrascht – und entsetzt – einen kleinen Sternzerstörer im Orbit vorzufinden. Da sie jedoch bereits zu nah war und nicht noch mehr Aufmerksamkeit erregen wollte – schließlich war sie eine „harmlose Händlerin", gemäß ihren Papieren – hielt sie ihren Kurs und bekam von einem gelangweilten Controller umgehend Landeerlaubnis. Und dies beruhigte sie wiederum einigermaßen – denn wenn die Raumhafenwache nicht nervös war, bestand eigentlich kein Grund dazu, es zu sein. Aber warum um alles in der Welt war ein Sternzerstörer hier?

Sie landete und nahm dann, entsprechend der vereinbarten Routine, Kontakt mit dem Haus ihrer Quelle auf, wo sie bereits erwartet wurde. Man versprach ihr einen Transport, der – wie üblich – umgehend eintraf. Noch nie hatte sie derselbe Mann zweimal abgeholt – die Organisation, die hinter ihrer Quelle steckte, musste wahrlich gigantisch sein.

Im Haus wurde sie in einen Raum geführt und gebeten zu warten – auch dies der normale Ablauf. Ebenso wie die Dienerin, die gleich darauf eintrat und ihr schweigend Erfrischungen servierte. Mothma nahm Platz, genoß den exzellenten Kaf und die Törtchen dazu und wartete.

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„Ihr Gast ist eingetroffen, Sir."

„Danke, Guri. Sie wartet am üblichen Ort?"

„Wie angewiesen."

„Sehr schön… ich bin wirklich sehr gespannt, wie sie auf die Neuigkeiten reagiert, die ich für sie habe… und ob sie sich auf den größten Irrsinn ihres Lebens einlässt."

„Eine Rebellion gegen ein Imperium zu gründen, das von zwei Sith geführt wird und über schier unendliche Reserven verfügt, mit einer hervorragend ausgestatteten und ausgebildeten Armee… das scheint mir irrsinnig genug, Sir."

„Glaube mir, Guri, es lässt sich noch übertreffen."

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Üblicherweise dauerte es eine Weile, bis ihr Kontakt erschien – ein subtiler kleiner Hinweis auf ihren Status als Bittsteller, an den Mothma sich gewöhnt hatte und der sie nicht störte. Heute jedoch dauerte es keine fünf Minuten, bis sich die Tür öffnete und ihr persönlicher Traum von Mann eintrat – halbreptilisch, mit grüner, ledriger Haut, langen, schmalen Fingern und einem schwarzen Haarbusch, der ihm seidig über den Rücken floß. Seine Kleidung war schlicht, aber sichtlich teuer und überaus geschmackvoll, und seine Bewegungen elegant wie die eines Tänzers.

„Mon Mothma. Wie schön, Euch wiederzusehen."

Sie erhob sich, ging ihm entgegen, pfiff auf Höflichkeit und Konvention. „Die Freude ist ganz meinerseits, Prinz Xizor."

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Sie tauschten weitere höfliche Begrüßungsfloskeln sowie einige Neuigkeiten und erste Informationen aus, nachdem sie sich gesetzt hatten und Xizor ihr höchstselbst Kaf nachschenkte. Mothma konnte, wie üblich, ihr Glück kaum fassen, ihm so nah zu sein – ihre Hormone fuhren Achterbahn. Und wenn er auch nur den Hauch einer Einladung ausgesprochen hätte, verbal oder nonverbal, hätte sie keine Sekunde gezögert, dem Folge zu leisten – zum Chaos mit Madine und allem anderen. Sie hatte – abgesehen von ihrer Faszination für den Mann, bei der sie sich in keinem Moment darüber im Klaren war, von ihm bewusst und gezielt biochemisch manipuliert zu werden – keinerlei Skrupel, mit dem Führer der schwarzen Sonne Geschäfte zu machen. In ihren Augen war das Imperium viele Male schlimmer als die größte Verbrecherorganisation der Galaxis – und immerhin hatten sie dasselbe Ziel wie die Allianz: das Imperium zu vernichten, was nun bedeutete, sich mit Vader direkt anzulegen. Und das wiederum war für Xizor zusätzlicher Anreiz und Vergnügen … die beiden Männer haßten sich bis aufs Blut. Zwar war Xizor nie wirklich ein Konkurrent für Vader in Palpatines Gunst gewesen, aber der Alte hatte es sehr wohl verstanden, beide gegeneinander auszuspielen und sich ihre Feindschaft und Rivalität zunutze zu machen.

Nach einer Stunde kam der Falleen endlich zur Sache.

„Ich möchte Euch jemanden vorstellen, Mon. Er ist an mich herangetreten, bot mir Unterstützung an und bat gleichzeitig um Hilfe – und ich denke, wir werden alle drei davon profitieren, was er für uns tun kann. Er ist ein Schlüssel … sozusagen."

Sie musterte ihn neugierig. „Ein Schlüssel? In welcher Hinsicht?"

„Er ist jemand, der das Imperium haßt, wie wir, und die Möglichkeit hat, ihm schweren Schaden zuzufügen. Mit seinen Möglichkeiten und einem Wissen, das ich seit einiger Zeit habe und hüte, könnte dies zum ersehnten endgültigen Vernichtungsschlag führen."

Sie schwieg und wartete, da sie seine Art, Informationen häppchenweise zu verabreichen, kannte.

„Sein Name ist Garth Needa. Er war Leutnant der imperialen Flotte, und da sein Vater, Lorth Needa, von Vader umgebracht wurde, hegt er einen persönlichen Groll gegen diesen. Er hat über einen meiner Vigos Kontakt zu mir aufgenommen … und er brachte ein Geschenk."

Sie riß die Augen auf, als sie begriff. „Der Sternzerstörer?"

Xizor nickte lächelnd, was ihr weitere Schauer über den Rücken jagte. „Ja. Er konnte während eines Putsches an Bord des Zerstörers das Kommando an sich reißen. Knapp ein Drittel der alten Besatzung ist noch an Bord, den Rest aufzufüllen sollte kein Problem darstellen. Und die CONQUEROR ist voll einsatzfähig."

„Ein voll einsatzfähiger Sternzerstörer? Komplett bewaffnet, mit allem, was dazugehört …?", keuchte sie.

Xizor schmunzelte, ein Lächeln, das seine Augen nicht erreichte. „Ja, mit allem Zubehör, sozusagen … Raumjäger, Kleinschiffe, AT-ST und sogar zwei AT-AT."

„Aber – der Verlust des Schiffes wurde doch sicher bemerkt und registriert! Ihr sagtet, es sei in einem Putsch geschehen … man wird die Signatur erkennen!"

Xizor lehnte sich vorgeblich entspannt und lächelnd zurück; innerlich unterdrückte er ein Knurren. „Vergeßt nicht, wer wir sind. Es war ein leichtes für uns, einen ID-Chip zu fälschen, der die Triebwerkssignaturen eines anderen Sternzerstörers sendet. Dieses Modell ist derzeit das am häufigsten benutzte des Imperiums. Zwar hat Vader leider sehr schnell reagiert und sämtliche Kommunikationsverbindungen effektiv gesperrt – keiner unserer Hacker konnte sie bislang umgehen – aber wir verfügen noch über genug andere Quellen, die uns die eine oder andere Information über imperiale Aktivitäten zukommen lassen."

Sie überdachte dies und nickte schließlich. „Wie plant Ihr, ihn einzusetzen?"

„Hier kommt Ihr ins Spiel, Mon." Wieder war seine Stimme sanft und hypnotisierend, und seine Pheromone fluteten den Raum – überflüssig, sie hing längst an seinen Lippen und hätte alles getan, was er von ihr verlangte. „Offiziell wird sich Garth Needa nicht der schwarzen Sonne angeschlossen haben, sondern Euch … der Rebellion."

„Ein Schiff mehr in unseren Reihen – noch dazu eines dieser Größe und Ausstattung! - wäre wunderbar – aber Ihr habt doch sicher etwas Bestimmtes im Auge?"

„Aber natürlich.", schnurrte er. „Das Ziel der Ziele. Das Ziel, das den Krieg für uns entscheiden wird. Den Todesstern."

Sie blinzelte verwirrt. „Aber er wurde zerstört …"

„Ja – der erste. Ich spreche vom zweiten Todesstern. Größer – gefährlicher. Er ist im Bau befindlich, aber den Berichten meiner Spione zufolge sind seine Waffen bereits einsatzfähig, auch wenn sowohl Palpatine als auch Vader bislang scharfe Tests verboten haben."

„Ein zweiter Todesstern?" Ihr fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. „Schöpfer …!" Sie sammelte sich mühsam. „Nun … also. Habt Ihr Pläne, damit wir die Schwachstellen ausfindig machen können? Aber diesmal haben wir keinen Jedi, der den finalen Treffer setzen kann." Kaum waren die Worte aus ihrem Mund, hätte sie sich am liebsten die Zunge abgebissen.

Xizor registrierte das sehr wohl. Natürlich wusste er längst Bescheid – mehr noch, er war, im Gegensatz zu Mothma, absolut sicher über die Identität beider Skywalker UND der Prinzessin Leia Organa und wusste auch, wo zumindest Vater und Sohn sich aufhielten – aber er stellte sich unwissend, um ihr zu schmeicheln und nicht zu riskieren, daß sie misstrauisch wurde. „Ihr hattet einen Jedi? Ich dachte, Vader hätte die meisten von ihnen vernichtet?"

Sie nickte und spürte die ersten Schweißtropfen der Nervosität ihren Rücken hinabrinnen. „Das hat er auch. Und wir hatten genauso genommen keinen Jedi, sondern nur ein machtbegabtes Kind … oder besser, einen jungen Mann."

„Wurde er getötet?", erkundigte sich Xizor, seine Rolle weiterspielend. Vor seinem geistigen Auge entstand ein Bild, das einer seiner Spione jüngst von Vater und Sohn aufgenommen hatte – ein kleiner Geniestreich, da der dunkle Lord seinen Sohn im Verborgenen hielt. Aber da Xizor wusste, wie Luke aussah, war es ihm ein leichtes, den Jungen auf den Bildern von Vaders Begleitung zu entdecken.

„Nein – jedenfalls nicht in den Schlachten um Yavin IV und Hoth." Mothma zögerte, sie war noch nicht bereit, ihm mehr zu verraten.

„Aber wo ist er dann? Ich meine, einen solchen Vorteil gibt man doch nicht leichtfertig aus der Hand. Ein Machtbegabter!"

Sie übersprang die Vorfälle auf und nach Bespin großzügig, ebenso wie ihre eigenen Verdachtsmomente. „Er… wird vermißt."

„Er ist Euch verlorengegangen?" Seine Stimme war freundlich und vollkommen neutral, und doch war der Spott deutlich zu ahnen. „Wie konnte das passieren?"

„Ich weiß es nicht", knurrte sie – und das war nicht einmal gelogen. Sie hatte wirklich keine Ahnung, was in dem Stützpunkt passiert war – ob Skywalker sich doch selbst befreien konnte, ob ihn irgendwer dort herausgeholt hatte oder ob ein Unglück passiert war. Oder es einen Verräter in den Reihen ihrer Söldner gab. Tatsache war nur, daß sie keinen Kontakt zum dortigen Stützpunkt herstellen konnte und ihr Zwischenhändler berichtet hatte, es sehe aus, als sei eine gigantische Lawine dort niedergegangen – der halbe Berg fehle. „Er kehrte von einem Auftrag nicht zurück – einer Kontaktaufnahme mit Sympathisanten."

„Bedauerlich." Sein Tonfall drückte nun reines Mitgefühl aus – er war ein hervorragender Schauspieler. Tatsächlich hatten ihm seine eigenen Spione unter den Rebellen längst berichtet, daß Skywalker von einer Mission, auf die ihn Mothma und Madine höchstselbst geschickt hatten, nicht zurückgekehrt war … kurz nachdem er von einer längeren AWOL1 wieder im Hauptquartier aufgeschlagen und dort deshalb sofort und hochnotpeinlich befragt worden war. „Aber was den Todesstern angeht: Ihr sollt ihn nicht zerstören, sondern ihn benutzen. Ich gebe Euch die größte Waffe der Galaxis an die Hand – nutzt sie. Zerstört Coruscant … vorzugsweise, wenn Vader dort ist. Und zerstört die EXECUTOR."

Sie wurde bleich, die Aufgabe schien ihr unerfüllbar. „Aber wie sollen wir das machen?"

„Ihr habt Garth Needa und sein Schiff – sie sind Eure Eintrittskarte. Needa sagte mir außerdem, er habe einige Kontakte an Bord des Todessterns, Freunde, die sich mit einigen der Abläufe dort auskennen. Derzeit sind fast nur Handwerker dort – der Anteil des Imperiums beschränkt sich auf eine Kernmannschaft. Zieht Eure Leute dort zusammen – es sollte ein Leichtes für Euch sein, die Station einzunehmen. Und dann … dann, Mothma, seid Ihr die Herrscherin des Reichs."

Sie starrte ihn an, überrascht, aufgeregt … aber auch ein klein wenig misstrauisch. „Warum nutzt Ihr diese unglaubliche Chance nicht selbst?"

„Weil es von jemandem gemacht werden sollte, der hinterher den Kaiser ablöst und wieder eine Republik erschafft: von Euch", erklärte er geduldig. „Wenn herauskommt, daß es einen zweiten Todesstern gibt, wird ein Aufschrei durch das Reich gehen, ein Sturm der Entrüstung. Und Ihr könnt Punkte machen, indem Ihr diese Waffe gegen ihre Erbauer richtet, Ihr, der Kopf der Allianz gegen das Imperium. Ich jedoch … ich bin niemand, der gern im Rampenlicht steht, Mothma. Ich agiere lieber aus dem Verborgenen. Ich bin Geschäftsmann … Ihr jedoch seid Anführerin der Rebellion, Ihr führt offen Krieg gegen das Imperium. Dies ist eine Kriegswaffe. Nutzt sie."

Ihr war schwindlig. Ein zweiter Todesstern, noch größer, noch mächtiger als der erste. Und er konnte ihr gehören.

Die EXECUTOR vernichten? Ein Jammer, es war ein fantastisches Schiff – aber es war zu mächtig und uneinnehmbar. Aber: Coruscant zerstören? Niemals. Das Herz des Reiches, des alten und neuen, musste erhalten bleiben. Außerdem würde es sie zu viele Sympathiepunkte kosten, wenn sie so viele Leben opfern würde – unschuldige Leben, abgesehen von den ganzen Beamten und anderen Schergen des Imperiums, die sich dort permanent aufhielten. Der Planet war eine einzige Stadt. Zu viel würde verlorengehen, nicht nur an Leben, sondern auch an Kunst und Kultur …

Xizor musterte sie aufmerksam, während sie in Gedanken versunken war, und ahnte, was sie umtrieb. Mothma würde nie eine wirklich gute Führerin werden. Sie war gleichzeitig zu egoistisch und zu schwach, sie schreckte vor den wirklich harten, aber notwendigen Konsequenzen zurück. Man konnte Vader einiges vorwerfen, aber das nicht: er führte mit blutiger Faust. ZU blutig für das Volk. Die schwarze Sonne war da subtiler … die meisten Verbrechen, die sie beging, schob sie anderen in die Schuhe oder ließ sie, wie jetzt, schlicht von anderen begehen. Ihre Weste war nicht blütenweiß, aber der Grauschleier hielt sich in Grenzen.

Xizor hätte Coruscant ohne zu zögern geopfert, Vader – nun, vermutlich die meisten anderen Planeten, ja. Coruscant bildete vermutlich eine Ausnahme als imperiales Zentrum. Am Planeten selbst lag ihm nichts, aber er hatte nun mal politische Bedeutung. Die meisten anderen Planeten jedoch, angefangen bei Tatooine … ja, mit Ausnahme von Naboo. Diesen würde er niemals zerstören, und wenn es ihn selbst das Leben kostete. Oh ja, selbst der dunkle Lord hatte seine Schwächen … und Xizor ließ es sich angelegentlich sein, diese zu kennen. Alle. Und sie nahmen zu … Naboo, die Wohnung in Republica 500 in Coruscant, und nun … seine Kinder.

Xizor lächelte.

Er warf Mothma, die noch in Gedanken versunken war, einen Blick zu. Ob sie wohl von Vaders Kindern wusste? Er würde es ihr nicht sagen – jedenfalls nicht, bevor es notwendig wurde. Einen solchen Joker gab man nicht aus der Hand, den spielte man selbst.

Sie erwiderte nun seinen Blick und erschrak ein wenig über sein Lächeln, das ihr Schauer über den Rücken trieb – aber das erste Mal nicht vor Erregung, sondern vor Angst. Gerade sein Lächeln, verbunden mit dem kalten Glanz in seinen Augen, machte ihr plötzlich deutlich, was für ein gefährlicher Mann er tatsächlich war. Der Kopf der schwarzen Sonne, der gefährlichsten Verbrecherorganisation der Galaxis, gegen die alle Hutts zusammen höchstens ein Kindergarten waren und vor der sogar das Imperium Respekt hatte.

Xizor bemerkte ihren Stimmungsumschwung sehr wohl und reagierte sofort. Für einen kurzen Moment war die Rachsucht stärker gewesen, hatte seine Konzentration getrübt und das Ausschütten weiterer Pheromone verhindert – und damit ermöglicht, daß sie ihn so wahrnahm, so sah, wie er wirklich war. Umgehend sandte sein Körper wieder Wellen an sexuellen Botenstoffen aus, die auch sofort die gewünschte Wirkung zeigten: sie entspannte sich. Warum hatte sie denn Angst gehabt? Es gab doch gar keinen Grund dazu! Mit der schwarzen Sonne an ihrer Seite, einem Mann wie Xizor, dem Todesstern und ihrer Armee hinter sich – es würde ein Kinderspiel werden, das Imperium zu besiegen! Sobald sie den Todesstern hatten, natürlich.

„Stellt mir Euren Mann vor", sagte sie entschlossen.

Und Xizor lächelte erneut.

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An Bord der EXCUTOR hatte man M'Sekhmet und ihren Kindern Gästequartiere zugewiesen – und Wachen. M'Sekhmet hatte zwar gegrinst, als Vader ihr das ankündigte, aber sie wurde sehr schnell wieder ernst, als sie sah, WER auf sie aufpassen sollte: Kampfdroiden. Vaders persönliche Trainingspartner, die von ihm bereits hunderte von Malen auseinandergenommen und wieder zusammengebaut worden waren. Sie kannten ihren Meister ganz genau und konnten seinen Kampfstil beinahe perfekt kopieren – auch wenn sie sein Können nie erreichten, da er mit ihnen und durch sie lernte und sich stetig quasi an sich selbst verbesserte. Was nahm es Wunder, daß er der größte Schwertmeister der Galaxis war?

Die Felidin schluckte trocken, als ihr das klar wurde, verfluchte Vader einerseits und beglückwünschte ihn andererseits zu seiner Genialität – die Dinger waren das einfachste Mittel, um einen Jedi unter Kontrolle zu halten: unbesiegbar dank Vaders Training, niemals müde werdend, niemals die Aufmerksamkeit verlierend und unbeeinflussbar durch die Macht – es sei denn, man schleuderte sie im Ganzen durch die Gegend. Aber in diesem Fall würde bestimmt umgehend ein Großalarm ausgelöst…

„Reizend, Vader", knurrte sie mit angelegten Ohren und gesträubtem Schweif.

„Wären Ysalamiri Euch lieber gewesen?", fragte er unschuldig. „Ich kann das arrangieren. Aber ich dachte, diese hier seien angenehmer – sie werden nichts tun, solang Ihr nicht versucht, in Bereiche einzudringen, die Euch nichts angehen, Eingaben im Hauptcomputer zu machen, die dem Schiff und seiner Mannschaft schaden würden oder jemanden von der Besatzung angreift oder beeinflusst."

„Wie soll das denn gehen?", echote sie verdutzt. „Sie sind nicht lebendig, nicht machtsensitiv!"

„Die Macht ist eine Art Energiefeld. Ich habe es geschafft, Sensoren zu entwickeln, die es messen können – besser gesagt: Prototypen davon. Sie stecken in diesen Droiden", versetzte er gelassen.

„Sensoren …?!"

Sein Lächeln blieb hinter der Maske verborgen. „Reisen im Raum sind lang und teilweise verdammt langweilig, M'Sekhmet. Da kommt man auf die seltsamsten Ideen."

Sie versuchte, ihre unwillkürliche Bewunderung hinter Wut zu verstecken – daß er nicht log, konnte sie fühlen. „Also sind wir Gefangene an Bord dieses Schiffes?"

„Unsinn", antwortete er gelassen, da er sie leicht durchschaute. „Aber ich wäre ein ausgemachter Narr, würde ich Jedi gestatten, an Bord dieses Schiffes sich frei zu bewegen – und es würde meine Leute beunruhigen."

„Und Euer Sohn beunruhigt sie nicht?", konterte sie.

„Keiner meiner Schüler beunruhigt sie." Er ließ nicht erkennen, ob ihn ihr Schuß vor den Bug ihn traf oder nicht, dementierte weder noch bestätigte er. „Sie vertrauen mir, M'Sekhmet. Sie vertrauen mir, daß ich sie nicht ohne Grund und Vorwarnung in Gefahr bringe. Daß sie an Bord dieses Schiffes sicher sind – daß dies hier Heimat und sicherer Hafen ist. Und ich werde sie nicht enttäuschen."

Nun starrte sie ihn ungläubig an, als würde sie ihn zum ersten Mal sehen – offensichtlich vollkommen überrascht – und streckte mentale Fühler aus, die er zuließ… für den Moment.

„Ihr meint das ernst!", fauchte sie schließlich. „Ihr sorgt Euch um Eure Leute!"

„Natürlich tue ich das", erwiderte er ruhig. „Sie tun ihre Pflicht – und ich die meine. Wir brauchen einander. Ich wäre ohne sie nicht, wo ich heute bin."

Ein Grinsen trat auf ihr Gesicht. „Du hast dir deinen eigenen Tempel geschaffen, Anakin", sagte sie dann. „Nach deinen Regeln. Und er funktioniert."

Die aufkeimende Wut bei der Benutzung seines abgelegten Namens wurde unterdrückt durch die Verblüffung, als er erkannte, daß sie in irgendeiner verrückten Weise sogar Recht hatte. Luke und Jix hatten die EXECUTOR als seinen fliegenden Palast bezeichnet, als das eigentliche Herz des Reiches – und auch sie hatten Recht gehabt. Aber M'Sekhmet hatte noch eine weitere Ebene erkannt, die ihm selbst nicht bewusst gewesen war. Zwar galt er als Lehrmeister der Flotte und dieses Schiff als ihre wahre Akademie, aber er hatte sich nie vor Augen geführt, daß da noch viel mehr Parallelen zum Jeditempel waren: ein Rat – sein innererer Kreis mit Veers, Piett, Corva und Jix. Lehrer – seine Offiziere. Padawane – Nachwuchsoffiziere und Piloten, seine Leibwachen, die 501te. Einsätze, die sie für das Reich ausführten, teils diplomatisch, teils mit Gewalt. Unbeschränkte Mittel und nahezu unbeschränkte Rechte. Eiserne Disziplin.

Er nickte langsam. „Das Beste beider Welten. Unbewußt." Sein Blick, der ins Leere gerichtet gewesen war, in die Nebel der Zeit bis zurück zu einem anderen Rebellen namens Qui-Gon Jinn, fokussierte sich wieder auf die Jedi ihm gegenüber. „Erstaunlich."

Sie schüttelte lächelnd den Kopf und schnurrte. „Du bist der Auserwählte. Natürlich funktioniert es. Und auch alles andere wird funktionieren."

„Überschätze mich nicht", brummte er und fügte dann selbstironisch hinzu: „Selbst ich bin nicht allmächtig."

„Aber fast", erwiderte sie ernst. „Dir wohnt eine Macht inne, die du zwar bereits benutzt und eingesetzt hast, die dir aber in Gänze noch nicht bewusst ist … und die du nicht so einsetzen konntest, wie es dir bestimmt war. Als Handlanger des Imperators musstest du Regeln beachten – SEINE Regeln. Du bist ein natürlicher Anführer, Ana-", sie unterbrach sich, als sie seinen Ärger spürte, und knurrte. „Verflucht. Ich weiß, daß du diesen Namen nicht mehr hören willst, aber wie bei Yodas grünem Arsch soll ich dich denn ansprechen?"

„Mein Hauptagent nennt mich ‚Onkel D'", schlug er trocken vor.

Sie grinste, schüttelte aber den Kopf. „Nicht wirklich. Wie nennen dich denn deine Freunde?"

Vader seufzte. „Eine vermeidet die Anrede gänzlich und duzt mich nur. Einer bleibt eisern bei „Mylord", und einer …" Oh nein. DAS war privat … mehr als privat.

„Ich verstehe." Sie lächelte sanft, als sie die Wellen auffing, die er unwillkürlich abstrahlte. „Der engste Freund von ihnen hat einen Namen gefunden, den du niemandem preisgeben wirst."

Er nickte knapp.

„Na schön." Sie überlegte erneut und grinste dann. „Dann nenne ich dich einfach Athrawon, ‚Lehrer', denn das wirst du sein – für mich und alle folgenden."

Er dachte darüber nach. „Damit kann ich leben."

„Sehr schön, wir sind einen Schritt weiter. – Wo war ich? Ah, ja. Du bist ein natürlicher Anführer, und du wirst feststellen, daß es leicht für dich sein wird, das Reich davon zu überzeugen, daß du ein besserer Herrscher bist als Palpatine. Du wirst dir nicht leisten können, ab sofort Blumen und Bonbons unters Volk zu werfen – Härte und teilweise Grausamkeit werden weiterhin notwendig sein, keine Frage. Aber der Wind hat gedreht. Und die Wirkung wird nicht ausbleiben."

„Dieser Prozess wird verdammt lange dauern, M'Sekhmet", knurrte er. „Ich bin bereits auf Bürgerkriege und ähnliches eingerichtet. Und die Rebellion wird wunderbaren Nährboden finden."

„Wird sie." Die Katze nickte ruhig. „Aber wir werden all dem sehr schnell einen Gutteil Wind aus den Segeln nehmen, wenn wir verkünden, daß die Jedi mit dir Hand in Hand arbeiten."

„Auch das ist etwas, das noch nicht in Stein gemeißelt ist", gab er zu bedenken. „Ich bin kein Narr, M'Sekhmet. Du wirst mich unterstützen, dein Clan ebenfalls. Dein Wort hat viel Gewicht – und das Nokan Ners auch, ich weiß. Nejaa Halcyon wird sicher noch einige mehr für uns gewinnen können … aber meine Taten wiegen schwer. Ich BIN für die Zerstörung des Tempels verantwortlich. Ich HABE die Jünglinge getötet. Ich HABE überlebende Jedi gejagt und getötet. Ich gelte – ZU RECHT – als Vollstrecker des alten Imperators. All das kann und will ich nicht leugnen, ich habe es getan, ich stehe dazu."

Sie zuckte die Schultern. „Ja. Und? Man wird dir misstrauen, sicher. Aber unter Garantie gibt es welche, die ihr Hirn benutzen. Die wissen, daß du all das sicher nicht grundlos gemacht hast. Und vielleicht auch einige, die du verschont hast – und die das wissen."

„Du sprichst von einer Handvoll", brummte Vader.

„Einer reicht", versetzte sie gelassen.

„Ach ja?" spottete er. „Und wer?"

„Yoda." Sie lächelte sanft, als er unwillkürlich in Angriffshaltung ging.

„Yoda? Hast du noch weitere Tips von ähnlicher Qualität? Er würde mir nicht einmal zuhören, geschweige denn, mich unterstützen! Ginge ich nach Dagobah, würde es damit enden, daß ich ihn töte!"

Sie zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. „Mag sein. Aber dann hättest du es wenigstens probiert. Und du würdest ja nicht alleine hingehen – deine Schüler wären dabei, allen voran dein Sohn- "

„…der von Yoda ausgeschickt wurde, um mich zu töten, ohne ihm allerdings zu verraten, daß ich sein Vater bin!" knurrte der dunkle Lord.

M'Sekhmet legte scharf die Ohren zurück, sprach aber weiter. „…ferner deine anderen Padawane …"

„Einer davon ein imperialer Offizier, die andere eine Hand des alten Imperators. Hm … überzeugt ihn bestimmt."

Die Katze ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Außerdem ich und meine Welpen, Nejaa und die Jedi, die wir jetzt holen."

„Eine der verlorenen Zwanzig. M'Sekhmet, durch die Lücken in deiner Argumentationskette passt selbst der Todesstern locker durch!"

„Kreth, Anakin! Was willst du eigentlich?" fauchte sie nun gereizt und fuhr die Krallen aus. Ihre Fänge blitzten im Licht, ihr Schweif peitschte unrhythmisch hinter ihr – und Vader stand ihr gegenüber, ebenso kampfbereit. Für einen langen Moment verharrten sie so, beide nicht willens nachzugeben.

„Und was machen wir jetzt?" knurrte sie irgendwann, ohne sonst einen Muskel zu bewegen.

„Ich warte darauf, daß du dich beruhigst. Ich will dich nicht verletzen."

„Reizend. Ich werde mich beruhigen, wenn DU einsiehst, daß ich Recht habe. Spring über deinen Schatten, verflucht! Du bist Imperator, ab und zu musst du eben Kompromisse machen zugunsten des größeren Bilds!"

Erneut starrten sie sich an, unbeweglich bis auf den nun nur noch schnippenden Schweif.

„Du könntest mir wenigstens eine Tasse Kaf bestellen."

„Dazu müsste ich mich ja bewegen. Netter Versuch."

Eine weitere Pause… dann, plötzlich, brachen beide in schallendes Gelächter aus und entspannten sich wieder.

„Also gut. Yoda." Er grinste hörbar.

„Na siehst du. Geht doch."

„Glaub ja nicht, daß ich jedes Mal so schnell nachgebe!" Spielerisch drohte er ihr mit einem schwarzgepanzerten Finger.

„Das kann ja heiter werden …" grinste sie.

„Nichts anderes hatte ich erwartet. Wird bestimmt interessant ... Milch und Zucker?"

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1 AWOL: Absent without official leave, unerlaubt abwesend (Militärausdruck)