Eine schier unendliche Welle an Gedanken brach über ihn herein, als er die Worte registrierte und ihm wurde abwechselnd heiß und kalt.
Trotz der Mühe, die er aufbrachte um nicht die Fassung zu verlieren, konnte er das Zittern, welches nun seinen Körper heimsuchte, deutlich spüren.
Verstummt starrte er seinem Gegenüber ins Gesicht und rang um Vernunft, versuchte vergeblich seine Gedanken und Gefühle zu ordnen doch die blanke Panik, die ihn jetzt überkam war fast unbezwingbar.
Macht.
Genau darum ging es.
Diese Bestie wollte mehr und er wollte bei Gott keinen Gedanken daran verschwenden, was Ronan mit den anderen Steinen alles anstellen konnte.
Die Infinity Steine, eine uralte Kraft, die nur von den mächtigsten und stärksten Kreaturen, die das Universum zu bieten hatte, kontrolliert werden konnten.
Sie durften nicht in falsche Hände geraten und Ronan konnte die seinen nicht direkt in Unschuld waschen.
Nein …
Mithilfe des Orbs, so hatte ihn der Collector genannt, war er in der Lage gewesen einen gesamten Planeten zu vernichten, alles Leben auszulöschen.
Peter musste seine grauen Zellen gar nicht erst anstrengen, um sich auszumalen, was er mit den Anderen alles anstellen konnte.
Wie viele gab es eigentlich?
Denk nach … Peter … denk nach …
Ganz egal wie er es drehen und wenden wollte, das Ergebnis blieb unverändert.
Keine Chance.
Ronan war bereits im Besitz eines Steins und hatte somit buchstäblich alle Karten in der Hand.
Auch wenn er es schaffen konnte, das Monster zu entwaffnen, was sehr unwahrscheinlich war, blieb ihm die körperliche Überlegenheit.
Komm schon … irgendwas muss mir einfallen …
„Vergeude keine Energie mit sinnlosem Nachdenken. Du hast in diesem Spiel gar keine Wahl."
Man hat immer eine Wahl, Idiot …
Allmählich ließ das Zittern nach und ein unangenehmes Kribbeln breitete sich in seinen Fingerspitzen aus.
Erst in diesem Moment bemerkte er, dass er die Hände zu Fäusten geballt hatte.
Stärke … er ist mir überlegen … aber …
„Ich will sie sehen.", flüsterte er und starrte Ronan direkt ins Gesicht.
Er musste sie sehen, sich selbst überzeugen, dass es ihnen gut ging.
Jedenfalls den Umständen entsprechend.
„Wen?"
„Meine Freunde. Als Gegenleistung."
Es war ein schwacher Deal, den er da anbot, doch es würde ihm keine Ruhe lassen.
Diese Situation war seine Schuld, er hatte die Bürde zu tragen.
Und er hatte das niemals gewollt.
„Du glaubst, du kannst hier Forderungen stellen?"
„Ja." Kurz und knapp. Zielstrebig. „Du willst, dass ich dir helfe."
Bitte …
Der Blick von Ronan blieb hart und Quill hatte fast die Befürchtung, dass er gar nicht erst darauf einging und ihn direkt wieder in die Zelle zurück sperrte.
Peter wusste, dass er sich nicht dagegen wehren konnte, falls dieser Fall eintreten sollte.
Sekunden verstrichen, vielleicht sogar Minuten und mit jedem Herzschlag wurde er angespannter, nervöser.
„Na schön. Ein Blick, mehr nicht."
