Willkommen an alle Mitleser :)

ZauBaerin: Da hast du Recht ;) Elenas Erzeuger hat sich ziemlich unbeliebt gemacht. Wir erfahren natürlich auch noch, warum.

NickTessFan: Sie sind auch mein absolutes Lieblingspairing… (deshalb war ich auch mit dem Ende von Frau Rowling absolut nicht einverstanden!)

SeverusHermioneSnape: Ich hoffe, sie gefällt auch weiterhin :)

Alexielxsama: Freut mich, dass sie dir gefällt! Die Sinnabschnitte waren ursprünglich mit Sternchen gekennzeichnet…leider hat das irgendwie nicht übernommen und nachträgliche Änderungen wurden irgendwie nicht hochgeladen. Ich hoffe, in diesem Abschnitt wird's besser :) War schon blöd zu lesen. (Edit: Ah...ich seh grad wie man die hochgeladenen Doc's editieren kann...das machts leichter ^^)

Die Geschichte liegt schon sehr lange bei mir rum (Startjahr 2009), aber sie ist erst in letzter Zeit wieder richtig ins Rollen gekommen. In meinem Kopf ist sie schon fertig und ich würd euch am liebsten alles was ich hab schon hochladen…aber dann wäre das ein kurzes Vergnügen und ich käme mit dem Schreiben nicht hinterher ;)

Trotzdem hier aber mal das zweite Kapitel… die Uploads werden immer in unregelmäßigen Abständen kommen, denke ich. So wie ich grad Zeit hab.

Jetzt aber viel Spaß mit dem zweiten Kapitel :)

2. Hogwarts

Irgendwoher kam ihm diese Wuschelmähne bekannt vor. Ganz offensichtlich war die Mutter eine Gryffindor gewesen... aber ihm wollte partout keine Gryffindor mit einer schwarzen Wuschelmähne einfallen.

Dann wurde seine Miene wieder gleichgültig. Wahrscheinlich die Tochter von irgendeiner der überkandidelten Hormonbomben von damals. Irrelevant. Gerade wurde das Potterbalg ebenfalls nach Gryffindor sortiert. Der Weasley'sche Fortpflanzungsdrang schien bei Harry Potter kaum halt zu machen – das war also Balg Nummer 2, das er in Zukunft ertragen musste.

Missmutig dachte er an James Potter – mittlerweile schon Drittklässler und vermutlich der letzte Nagel an seinem Sarg. Severus betete, dass Lilian Potter die Zurückhaltung ihrer Mutter geerbt hatte.


Elena war selig. Unmittelbar nach ihr war Lily ebenfalls nach Gryffindor sortiert worden und nun saßen die beiden Mädchen fröhlich tratschend nebeneinander. James erläuterte ihnen ausführlich, welche Lehrer für welches Fach zuständig waren und besonders interessiert nahm Elena den Zaubertrankprofessor unter die Lupe.

Sie liebte Zaubertränke und glaubte, mit dem Professor gut auskommen zu können. Sie kannte schon einige Zaubertränke und viele Zutaten, denn ihre Mutter liebte die Kunst der Zaubertrankbrauerei noch mehr als sie und hatte sie von klein auf in diese Kunst eingeführt. Elena konnte die erste Zaubertrankstunde kaum erwarten, egal was James über den finsteren Professor sagte.

„Hat deine Mutter dir denn gar nichts über die Lehrer erzählt?", unterbrach James ihren Gedankengang. „Mom und Dad erzählen dauernd von früher... und sie sagen, obwohl Snape immer einer von den Guten war, ist er ein richtiges Ekel."

„Dad nennt ihn Fledermaus." Lily kicherte, aber Elena zuckte die Achseln.

„Mom sagt, ich soll mir selber ein Bild machen."

In diesem Moment eröffnete der Direktor das Festmahl und mit einem schieren Löwenhunger stürzten die drei sich auf das Essen.


Zwei Monate später hatte Elena ihre Meinung über den Zaubertrankprofessor zu James' Zufriedenheit revidieren müssen. Er war tatsächlich das Ekel, als das die beiden Geschwister ihn ihr beschrieben hatten. Tante Ginny und Onkel Harry hatten anscheinend recht gehabt.

Was Elena nicht wusste, war, dass sie zwar den Intellekt, nicht aber den Übereifer ihrer Mutter geerbt hatte. Sicherlich, sie war eifrig dabei, aber sie hatte bald spitz gekriegt, dass Snape im Gegensatz zu allen anderen Lehrern es nicht leiden konnte, wenn sie ihr Wissen bereitwillig preisgab. Also hielt sie sich zurück und versuchte, sich nicht zu sehr in sein gestrenges Blickfeld zu drängen.


Zur selben Zeit hatte Severus Snape feststellen müssen, dass sich nichts geändert hatte – neues Schuljahr hin oder her. Alte Hohlköpfe waren gegangen und neue waren gekommen – das Leben lief in stetigen Bahnen immer gleich.

„Miss Parker!", ließ er seine Stimme über die Köpfe der Erstklässler knallen und die Angesprochene schrak hoch.

„Können sie lesen?" Bedrohlich näherte er sich ihr langsam und sie duckte sich etwas.

Zunächst war sie unsicher, ob die Frage wirklich ernst gemeint sei; als er sie jedoch mit seinem Todesblick durchbohrte, fiepste sie: „Ja, Sir."

„Wären sie so überaus freundlich mir Schritt 4 des Rezepts vorzulesen?" Bei ihr angekommen, stützte er sich auf ihrem Pult ab und starrte sie an.

Ängstlich las sie: „,Geben Sie dem Trank 3 Gramm Trollkraut hinzu und rühren Sie den Trank dreimal im Uhrzeigersinn um.'"

Dann sah sie ihn aus rehbraunen Augen (Bei Merlins Ohrenschmalz, woran erinnerten ihn diese Augen bloß?) vorsichtig an. Er fixierte sie finster.

„Ist das eine schwere Anweisung, Miss Parker?"

Das war nicht gut. Elena sank noch etwas tiefer in ihren Sitz. „Nein, Sir."

„Steht da ,Zerhacken Sie 3 Gramm Trollkraut und geben Sie sie in den Trank'?"

Ihre Stimme war kaum noch hörbar. „Nein, Sir."

Die Klasse wagte kaum zu atmen. Selbst die Slytherins hielten die Luft an. Der Aufprall einer Nadel auf dem Boden wäre wohl einem Kanonenschlag ähnlich gewesen, als Snape endlich zischte: „10 Punkte Abzug für Gryffindor."

Elena fuhr auf. 10 Punkte Abzug! Sie hatte Angst vor Snape, ja... aber das war ungerecht!

Er wandte sich gerade zufrieden ab, Lily warf Elena noch einen beschwörenden Blick zu, aber da war dem Mädchen schon ein empörtes „Aber, Sir..." entflohen.

Severus erstarrte. Auch das noch. Das Gör wagte den Aufstand. Mit einem Satz stand er wieder vor ihr wie ein sprungbereiter Tiger.

„Was?", bellte er sie an und Elena erstarrte.

Die Lust auf Gerechtigkeit war ihr prompt vergangen.

Aber ihr Professor hatte leider Blut geleckt.

Seine Stimme war plötzlich wieder sehr leise und sanft, was fast schlimmer war als sein Gebrüll. „Ich höre, Miss Parker."

Sie kam nicht drum herum, das wusste sie.

„Ich... wenn ich den Trank mit meiner Mutter gebraut habe, Sir, hat sie das Trollkraut immer zerhackt, Sir. Sie sagt, das steigere die Wirksamkeit, weil der Pflanzensaft durch das Hacken frei gesetzt wird, Sir."

Kaum war das letzte „Sir" im Raum verklungen, wusste sie, dass sie das Falsche gesagt hatte.

„Das sind weitere 10 Punkte von Gryffindor, Miss Parker. Die Ratschläge ihrer Mama haben hier nichts verloren. Und jetzt beenden sie ihren Trank nach Rezept, auch wenn sie meinen, es sowieso besser zu können!"

Damit wandte er sich endgültig ab und ließ eine den Tränen nahe Elena zurück.

Er beachtete sie den Rest der Stunde nicht mehr und merkte deshalb nicht, dass sie entgegen seines Befehls das gehackte Trollkraut benutzte.

Als sie am Ende der Stunde eine Phiole mit dem Trank bei ihm ablieferte, sah er sofort, dass der Kopfschmerztrank von Miss Elena Parker exzellent war. Zu seiner Erleichterung lief sie sofort weg, sodass er den Trank in Ruhe unter die Lupe nehmen konnte, während die letzten Erstklässler hastig den Raum verließen.

Soso, ihre Mutter also. Eine Mutter, die mit ihrer halbwüchsigen Tochter modifizierte Kopfschmerztränke braute und anscheinend noch mehr als das. Elena Parker hatte einen enormen Vorsprung vor den anderen, das war ihm von Anfang an klar gewesen, wenn er es auch nicht mal unter Folter zugeben würde. Ihr Verständnis für Tränke bewegte sich eher auf dem Niveau der dritten Klasse...

„...oder zumindest auf dem, auf dem die dritte Klasse sein sollte", knurrte er in sich hinein.

Drittklässler... er schüttelte sich. Ein Ausbund an fehlgesteuerten Hormonen und überdrehtem Benehmen und mitten drin sein Lieblingssargnagel James Potter Junior (er war überzeugt, Potter hatte seinen Sohn nur James genannt, um ihn zu ärgern).

Zu allem Übel waren besagte Hormonschleudern die nächsten Kandidaten auf seinem Stundenplan und so ließ er das Fläschchen mit Elenas Kopfschmerztrank in die Schublade seines Schreibtisches sinken, während er die restlichen Phiolen zu einem Regal levitierte. Miss Parkers Trank würde er vermutlich direkt nach der Drittklässlerdoppelstunde auf seine Wirksamkeit testen können – im Selbstversuch.

Das war jetzt nicht sehr aufschlussreich, hm? ;) * trotzdem zum Review-Button schiel*