So… auf in eine neue Runde! So langsam lichtet sich der Nebel ;)

ZauBaerin: Na, ich hoffe doch, dass es ein bisschen spannend ist ^^ Aber ab jetzt wird's Stück für Stück klarer :)

NickTessFan: Ich mag Ron auch nicht :D Deshalb hat er in dieser Geschichte keine Lobby. Was genau mit ihm ist, erfahren wir in einem späteren Kapitel ;) Genauso wie die Antworten auf alle anderen Fragen :D

So. In diesem Kapitel geht jetzt zumindest Sevi ein kleines Licht auf. Bloß die alles entscheidende Frage stellt er noch nicht… vielleicht weil er selber Angst vor der möglichen Antwort hat?

Zaubertrank-AG

Ein Zettel flatterte durch den Kamin direkt dem müden Zaubertrankprofessor auf den Schoss. Er saß in seinem Sessel, die Robe von sich geworfen, die langen Beine ausgestreckt und versuchte, sich zu entspannen.

Mit einem genervten Grunzen nahm er sich den Zettel und warf einen Blick darauf. Dumbledore, natürlich. Nicht einen Abend in Frieden konnte man genießen.

Severus,

bitte komm sofort in mein Büro.

Albus"

Gelangweilt gähnend erhob Severus Snape sich und warf seine Robe über. Auf dem Weg zum Büro des Direktors zog er zwei Hufflepuff-Schülerinnen 20 Punkte dafür ab, dass sie sich um diese Zeit außerhalb ihres Gemeinschaftsraums aufhielten.

Wenigstens eine gute Tat an diesem Abend.

„Ah, Severus, schön, dass du da bist. Tee? Zitronenbonbon?"

„Nichts von beidem. Tee hatte ich in meinen Räumlichkeiten auch, also warum wird er gerade ohne mich kalt?"

Das Blitzen in Albus' Augen verstärkte sich. „Setz dich."

Misstrauisch sah der Zaubertrankmeister den Direktor an. Der Alte führte doch irgendwas im Schilde...

Albus lehnte sich zurück und legte die Fingerspitzen aneinander. „Wie läuft es mit den Erstklässlern, Severus?"

„Dieselben Hohlköpfe wie jedes Jahr", erwiderte der schlecht gelaunt. „Was hast du erwartet?"

„Ich hatte eigentlich den Eindruck, dass einige sehr begabte Köpfe dabei sind, die man dringend fördern sollte."

Aha... daher wehte der Wind. Severus straffte sich etwas und starrte den Direktor misstrauisch an.

„So... hattest du also den Eindruck..."

„Richtig. Und deswegen möchte ich dich bitten, meinen kleinen Plan zu unterstützen." Vergnügt blitzten die weisen Augen des alten Zauberers den jüngeren an. „Ich möchte noch in diesem Monat eine Zaubertrank-AG einführen. Neben dieser wird es ebenfalls eine Verteidigungs-AG und eine Verwandlungs-AG geben, alle angeboten von den Fachlehrern für besonders interessierte Erstklässler. Ich habe die Listen für die Schüler schon ausgehängt, damit ihr gleich nächste Woche starten könnt... ist das nicht großartig?"

Severus Snape war fassungslos. Der senile Narr fragte ihn nicht einmal, ob er für die verdammten Blagen Zeit hatte, nein, er verplante einfach seine sauer verdienten Nachmittage.

„Ich habe wirklich besseres zu tun, als mich mit diesen..."

„Ich glaube nicht, Severus. Wirklich, es wird dir gut tun, mit den Kindern auf einer etwas vertrauteren Basis umzugehen." Die Stimme des Direktors war weiterhin milde, aber Severus kannte ihn lange genug, um zu wissen, dass die Sache bereits beschlossen und besiegelt war.

Knurrend erhob er sich. „Schön", raunzte er, „mir bleibt jawohl nichts anderes übrig!"

„Jetzt sieh das doch nicht so negativ, mein Junge." Albus klatschte in die Hände und erhob sich ebenfalls. „Die AG wird jeden Abend der Woche um 16 Uhr stattfinden, abgesehen natürlich von Samstag und Sonntag."

Wütend stierte der Professor den Direktor an, grunzte etwas Unverständliches und stürmte dann hinaus.

„Du hast ihm so eben die Woche ruiniert", grinste Phineas Nigellus aus seinem Porträt heraus etwas boshaft und Albus sah ihn mit sanft hochgezogenen Augenbrauen an.

„Er wird merken, dass es auch für ihn eine Bereicherung ist. Manchmal muss man Severus Snape einfach zu seinem Glück zwingen."

„Wie kannst du es Glück nennen, wenn du ihn nötigst, länger als notwendig mit den nervigen Gören zusammen zu sein."

„Phineas! Es gibt auch ,nervige Gören', wie du sie nennst, die in der Kunst der Zaubertrankbrauerei natürlich noch nicht so fortgeschritten sind wie unser Zaubertrankmeister, deren Interesse an diesem Fach aber mindestens genauso groß ist. Man sollte ihnen die Möglichkeit geben, dieses Interesse auszubauen und ich denke, es wird Severus viel bringen, wenn er endlich einmal mit Schülern arbeiten kann, die auch arbeiten wollen."


Besagter Professor war nicht halb so überzeugt von seinem Glück wie der Direktor. Fast qualmend vor Wut eilte er zurück in den Kerker, wo er erst einmal ein paar Phiolen an die Wand warf.

„Verdammter Albus!" Mit einem lauten Klirren zerbrach eine Phiole am Kaminsims.

„Verdammte Kinder!" Eine zweite folgte.

„ALBUS!" In der dritten war noch der Rest eines Trankes gewesen, der beim Zerbrechen der Phiole zischend im Kamin verdampfte.

Weitere Phiolen waren spontan nicht griffbereit, weshalb Severus sich kaum beruhigt in seinen großen Sessel warf und ins Feuer starrte. Hatte er behauptet, dass James Potter Junior der Nagel an seinem Sarg werden würde? Bei diesem Gedanken hatte er Albus eindeutig vergessen. Finster grübelte er darüber nach, wie viele Nägel ein normaler Sarg eigentlich hatte. Dann wäre für Albus sicherlich auch noch einer übrig, ohne dass er Potter den Rang ablief.

Unfähig sitzen zu bleiben erhob er sich wieder und trabte zu seiner kleinen Bar, wo er sich erst einmal einen großen Whisky gönnte.

Die goldene Flüssigkeit im Glas schwenkend ging er im Zimmer auf und ab.

Albus war hoffentlich klar, dass er den Unmut über die aufgezwungene AG an den Kindern auslassen würde. Das war auch nicht armselig, sondern ganz einfach verständlich und logisch. Der sture Greis war selbst schuld. Und wenn die verdammten Erstklässler klug waren, machten sie um die Zaubertrank-AG sowieso einen großen Bogen.

Zaubertrank-AG! Wie das schon klang! Nach Mandalas ausmalen und Liebeswässerchen anrühren.

Er würde sie schwitzen und verzweifeln lassen. Das war es. Und nach dieser Erfahrung würde Albus Dumbledore ihm nie wieder eine sogenannte AG aka „Wir beschäftigen Severus Snape" aufs Auge drücken.

Mit grimmiger Genugtuung leerte er sein Glas und ließ sich wieder in den Sessel fallen von wo aus er das Glas ebenfalls gegen den Kaminsims feuerte. Kam jetzt eh nicht mehr drauf an.


Ungläubig starrten Lily und James Elena an.

„Du willst zu Professor Snape in die AG?", quiekte Lily fassungslos. „Bist du krank?"

„Das ist nicht dein Ernst, Ella..." James sah Elena als eine Art Schützling an und fühlte sich nun verpflichtet, sie von diesem Vorhaben abzubringen. „Er wird dich ewig Molche auseinander nehmen und seine Vorräte katalogisieren lassen... er wird dich für alles einsetzen, was er sonst in Strafarbeiten erledigen lässt. Das ist Selbstmord. Das ist die ganze Woche freiwillige Strafarbeit."

„Aber ich liebe Zaubertränke. Und Mom sagt, ich soll mich nicht einschüchtern lassen. Sie findet die Idee toll. Ich bin sicher, Professor Snape ist gar nicht so schlimm, wenn er nicht so gestresst ist."

„Vielleicht. Aber Tatsache ist, dass Snape immer gestresst ist. Immer, verstehst du? Er weiß nicht, wie der Zustand ,ungestresst' aussieht. Er ist der Stress in Person!"

„Vielleicht ja nicht."

„Auf jeden Fall doch!"

„Ich kann doch immer noch aufhören, wenn es furchtbar ist. Professor McGonagall wird sicherlich Verständnis haben."

„Du würdest doch nie aufhören." James sah sie kopfschüttelnd an. „Sag aber nachher nicht, wir hätten dich nicht gewarnt."

„Wer hat sich denn noch für das Projekt eingetragen?"

Elena zuckte die Schultern. „Ich weiß nicht. Ich war die Erste auf dem Zettel und hab danach nicht mehr drauf geguckt."

„Ansonsten bestimmt nur Slytherins, die bei ihrem Hauslehrer punkten wollen." James klang verächtlich und Lily rümpfte ihr Stubsnäschen.

„Lass dich von denen nicht ärgern. Sonst geben wir ihnen eins auf die Nase." Sie fuchtelte wild mit der Faust vor Elenas Nase herum und die drei lachten.

James tätschelte ihr väterlich den Kopf. „Das mit der Prügel überlass mal lieber mir, Schwesterchen."

Im nächsten Moment hielt er sich mit einem Schmerzenslaut das Schienbein, weil Lily ihm einen Tritt davor gegeben hatte.

Elena fiel fast um vor Lachen, ein Blick auf die große Standuhr im Gryffindor Gemeinschaftsraum ließ sie jedoch leise seufzen.

„Ich glaub, ich sollte dann mal losgehen, damit ich nicht zu spät komme."

„Wir drücken dir die Daumen", nickte Lily und James zuckte die Achseln.

„Sag nachher nicht, wir hätten dich nicht gewarnt."

Elena schnitt ihm eine Grimasse, packte ihre Tasche und lief hinaus.

Im Gang traf sie Professor Bingley, den neusten Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, der ihr freundlich zu blinzelte. Sie mochte ihn – er war nett.

Die schwere Kühle, die ihr im Kerker entgegen schlug, kühlte ihr erhitztes Gesicht etwas – sie hoffte eindringlich, dass die AG nicht nur mit Slytherins besetzt war.

Seltsamerweise war vor dem Zaubertrankklassenzimmer noch nichts los.

„Sie kommen bestimmt noch", meinte sie beruhigend zu sich selbst und wartete geduldig.

Doch es kam niemand.

Um Punkt 16 Uhr näherten sich die wogenden Roben des allseits gefürchteten Professors, der augenscheinlich sehr schlechte Laune hatte. Trotz allem zog er die Augenbrauen hoch, als er Elena sah.

„Sind sie die Einzige?", raunzte er sie an und sie drückte ihre Tasche etwas enger an sich und nickte zaghaft.

„Ich glaube schon."

Auch das noch. Privatunterricht für Alleswisserin Miss Parker. Woran erinnerte ihn diese Göre bloß?

Missmutig sah er sie an und stieß dann die Tür zum Zaubertrankzimmer auf. „Brauchen sie eine Extraeinladung?"

Elena beeilte sich, in das Klassenzimmer zu kommen und hinter ihr donnerte Snape die Tür zu.

„Sie warten hier ... und rühren sie ja nichts an!"

Ohne ihr Nicken abzuwarten, eilte er nach nebenan in sein Wohnzimmer und warf eine Hand voll Flohpulver in die Flammen. „Professor Dumbledore!"

Albus' Kopf erschien in den Flammen. „Severus, was kann ich für dich tun? Hast du jetzt nicht deine AG?"

„Die AG findet nicht statt. Es ist nur Miss Parker gekommen!"

„Ja... und? Wieso sollte sie dann nicht stattfinden?"

Severus unterdrückte ein gereiztes Knurren. „Es gibt nur EINE Teilnehmerin, Albus."

„Ja... ist doch phantastisch! Dann könnt ihr doch wunderbar effektiv arbeiten! Ich wünsche euch viel Spaß!" Mit einem freundlichen Lächeln verschwand Albus aus dem Kamin und Severus fuhr gerade noch zurück, bevor die Flammen ihm die Haare versengten. Verflucht.

Einen Moment verharrte er, die Hände am Kaminsims abgestützt, um sich zu sammeln. Dann atmete er tief durch, straffte sich und ging zurück in das Klassenzimmer, wo Elena Parker auf einem Stuhl in der ersten Reihe saß, ihre Tasche auf dem Schoß hatte und artig wartete.

Wieder schoss ihm durch den Kopf, dass er ihre Pose irgendwoher kannte. Irgendwoher.

„Nun, Miss Parker", knurrte er und sie zuckte etwas zusammen. „Darf ich davon ausgehen, dass ihre Mama ihnen geraten hat, diese AG zu belegen?"

Fast hoffnungsvoll sah sie ihn an, aber als sie seine Miene bemerkte, verschwand der hoffnungsvolle Ausdruck. Natürlich war die Bemerkung nicht freundlich gemeint.

Er sah, wie sich das kleine Persönchen vor ihm straffte.

„Meine Mutter hat mir gesagt, ich solle die AG wählen, für die ich mich am meisten begeistern kann und wenn das die Zaubertrank-AG ist, dann soll ich mich von nichts davon abschrecken lassen, sie zu belegen." Und von niemandem. Aber das sagte sie nicht laut.

Hätte er nicht so schlechte Laune gehabt, hätte er beinahe geschmunzelt. „Machen sie immer, was ihre Mutter ihnen sagt, Miss Parker?"

Ihm fiel auf, wie sich ein Schatten über die Augen der Kleinen legte.

„Meine Mutter ist der klügste Mensch der Welt", meinte sie leise, aber fest. „Deshalb glaube ich ihr, wenn sie etwas sagt."

Irgendwie machte die Kleine ihm Spaß.

„Na so etwas", gab er sich verwirrt. „Wer hat denn festgelegt, dass ihre Mutter der klügste Mensch der Welt ist?"

„Ich."

Sie machte ihm wirklich Spaß. Aber eigentlich war sie nicht dafür hier.

„Tatsache ist allerdings, dass hier nicht der Intellekt ihrer Mutter gefordert ist, sondern der, der ihnen hoffentlich zu Eigen ist, Miss Parker. Man hat mich zur Durchführung dieser AG genötigt und ich werde diese AG nur weiter führen, wenn ich bemerke, dass sie effizient und korrekt arbeiten können, was ich schon allein im Anbetracht ihres Alters eher bezweifle."

Er machte eine schöpferische Pause und sah, wie sich das Gesicht der jungen Miss Parker empört verzog. Sie trug ihre Emotionen wirklich im Gesicht. Das verhieß wirklich, eine spaßige AG zu werden.

„Wir beginnen mit einem Vergesslichkeitstrank. Sagt er ihnen etwas?"

Nun begannen ihre Augen zu leuchten. Es ging los.

„Ja, Sir. Der Trank ist in unserem Buch erläutert..."

,...und ich habe das Buch bereits durchgearbeitet', ergänzte er in Gedanken, bevor es ihn brennend heiß durch fuhr. ,Ich Idiot. Verdammter Idiot. Seniler Narr. Natürlich...' Granger. Aber Hermine Granger war seit 13 Jahren tot?

Nein, Elena Parker musste Hermine Grangers Tochter sein. Das buschige Haar, wenn auch in der falschen Farbe, die rehbraunen Augen und dieser messerscharfe Verstand. Das erklärte auch die zahlreichen Gelegenheiten, bei denen Miss Parker irgendwelche Weisheiten ihrer Mutter zum Besten gab. Das erklärte, warum Miss Parker exzellente und obendrein noch modifizierte Tränke aus dem Gedächtnis brauen konnte. Das erklärte überhaupt ihre Begabung für Zaubertränke im Besonderen – Severus Snape hatte nach dem Krieg nie wieder jemanden getroffen, der so perfekte Zaubertränke brauen konnte wie Hermine Granger.

Es fiel ihm endlich wie Schuppen vor die Augen. Elena Parker war Hermine Grangers Tochter. Daher ihre dicke Freundschaft mit den Pottergören. Daher... Himmel, warum war ihm das nicht früher aufgefallen? (Vermutlich, sagte seine lästige innere Stimme, weil er sie für tot, tot, tot gehalten hatte. Und Tote hatten nun mal posthum keine Kinder!) Wo zum Geier hatte sich der dritte Teil des Goldenen Trios so lange aufgehalten? Man hielt sie für tot, da niemand seit dem Kriegsende vor knapp 13 Jahren etwas von ihr gehört hatte. Und nun stand ihre Tochter vor ihm…

„Professor?"

Ah... sie war natürlich noch da. Verdammt. Er hatte sie über seiner Entdeckung ganz vergessen. „Worauf warten sie?", blaffte er sie an. „Nehmen sie ihr Buch heraus und fangen sie an! Ich nehme an, sie haben nicht vergessen, wo die Zutaten sich befinden?"

„Entschuldigen sie, Professor."

Als sie sich ans Werk machte, hatte er wieder Zeit, um nachzudenken, wobei er sich jedoch selbst zur Raison rief. Warum interessierte ihn das überhaupt? Schön, Granger lebte und hatte eine Tochter, die genauso war wie sie. Und? Menschen bekamen Kinder (die meisten zumindest), das war die mitunter unerwünschte Folge interessanter Aktivitäten.

Das führte ihn zu dem spitzfindigen Schluss, dass zu einer Hermine Granger mit Kind vermutlich auch ein Vater gehörte – wahrscheinlich der namensgebende Mister Parker. Er hatte damals eigentlich erwartet, dass Granger Part Drei des goldenen Trios Ronald Weasley heiraten würde. Aber anscheinend hatte sie rechtzeitig ihren Verstand zurück erhalten, bevor es soweit kommen konnte.

Er beschloss, Elena bei Gelegenheit danach zu fragen.

Wieso eigentlich? Was interessierte es ihn?

Unwirsch über seine eigenen Gedanken schüttelte er leicht den Kopf. Es interessierte ihn halt. So einfach. Das pure Interesse an der intelligentesten Schülerin, die Hogwarts je betreten hatte, mit der er immerhin während des Krieges mehrere Monate zusammen gearbeitet hatte und über die man nach dem Krieg nirgendwo mehr ein Wort gelesen hatte, obwohl ihre beiden Heldenfreunde Potter und Weasley über Jahre die Schlagzeilen waren.

Sie war einfach verschwunden. Und 13 Jahre nach dem Krieg stand plötzlich ihre Tochter vor ihm, genauso intelligent, allerdings wesentlich hübscher als ihre Mutter in dem Alter und nicht so aufdringlich und... ,Verdammt! Hör auf über sie nachzudenken!'

Wütend kniff er die Augen zusammen und beäugte Miss Parker, die geschickt den Trank braute, ohne überhaupt ins Buch zu gucken. Natürlich. Vermutlich konnte sie ihn auswendig.

Na schön. Wenn sie Grangers Sprössling war, konnte er sie ruhig mehr fordern.

Sie wirkte etwas überrascht, als er begann ihr Fragen zu dem Trank zu stellen, doch sie beantwortete alles ohne zu zögern und war dabei keine Minute unkonzentriert bei der Brauarbeit.

Als es Zeit fürs Abendessen war, war der Trank längst fertig, hatte Severus das Mädchen längst zurück in seinen Turm geschickt.

Sie hatte tatsächlich in diesen zwei Stunden immenses Fachwissen gezeigt und Severus Snape, der eigentlich wütend auf Albus Dumbledore sein und seine Wut an dem Mädchen auslassen wollte, hatte diese Tatsachen ganz vergessen. Im Gegenteil – er war zufrieden. Der Trank war exzellent und Elena Parker war trotz ihrer Jugend eine geradezu angenehme Person. ,Ganz anders als ihre Mutter', schoss es ihm nicht zum ersten Mal durch den Kopf.

Na, da hat Severus ja auch endlich noch kapiert, was schon die ganze Zeit klar war. Und Dumbledore, das alte Schlitzohr, hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Aber ich an Sevis Stelle würde mich doch etwas intensiver fragen, wer der Vater des Kindes ist. Ihr nicht auch? ;)