Nächstes Chap :) Ich komm leider mit dem Schreiben nicht wirklich hinterher. 4 Kapitel kann ich noch recht fix hochladen, danach werden die Abstände etwas länger ;)
Larah: Poppy war ja dabei an dem Abend in Dumbledores Büro, als Hermine entführt wurde. Dabei hat Minerva ja die Aufgabe bekommen, Elena extra zu beschützen. Es ist klar, dass Poppy deshalb weiß, dass Hermine Elenas Mutter ist. Das ist der ganze Zauber ;)
ZauBaerin: Naja… er hat's nicht so mit Farben. Und mit Gästen. Aber er bemüht sich stets… warum, erfahren wir bald :D
NickTessFan: Also Sevi ist definitiv nicht gerne Lehrer. Und ja… die anspruchsvolle Aufgabe tut ihm sehr gut, vermute ich :D
Ich bin eigentlich kein Freund von Widmungen… aber dieses Chap ist für ZauBaerin und NickTessFan, weil sie bisher fast jedes Chap kommentiert haben. Danke dafür! :)
So… und jetzt geht's weiter. *kekse hinstell*
11. Erinnerung
„Liebe Elena,
danke für deinen Brief! Momentan ärgert mich im St. Mungos zum Glück keiner, weil ich Urlaub genommen habe. Es war ein bisschen hektisch in den letzten Tagen. Es tut mir sehr leid, dass ich erst so spät antworte. Ich verspreche dir, dass das nie wieder vorkommt, damit du dir keine Sorgen machen musst.
Bei mir ist zwar alles etwas durcheinander, aber auch alles in Ordnung. Was genau passiert ist, erzähle ich dir später mal ausführlich. Momentan geht das noch nicht so gut.
Puzzle und Bell geht es natürlich blendend! Sie vermissen dich! (Diese Antwort war Hermines Meinung zunächst einmal unverfänglich genug, um Elena zu beruhigen.)
Ich muss jetzt auch schon wieder los. Hab noch eine gute Zeit in Hogwarts, mein Engel, wir sehen uns bald wieder! Und dann musst du mir natürlich nochmal alles über James' Freundin erzählen!
Ich hab dich mehr lieb als alles andere!
Mom"
Hermine war auch nicht sicher, wer James war, aber offensichtlich schien er Elena zu beschäftigen – also zeigte sie Interesse.
Zögernd sah sie auf den Brief. Ob das so gehen würde? Ob Elena Verdacht schöpfen würde?
Kurzentschlossen erhob sie sich und nahm beide Briefe an sich. Dann ging sie hinaus ins Wohnzimmer, wo Severus noch immer im Sessel saß und ein Buch las.
Er sah auf, als sie herein kam.
„Ist alles in Ordnung?"
„Ja… danke. Ich bin mir nur nicht sicher…. Kannst du vielleicht einmal die beiden Briefe lesen? Ich weiß nicht, ob ich Elena gut geantwortet habe. Ich kann mir auf vieles, was sie schreibt, keinen Reim machen." Sie reichte ihm die Briefe und er nahm sie stirnrunzelnd entgegen.
„Ich habe keine Erfahrung mit Briefwechseln zwischen Müttern und Töchtern, Hermine."
„Es geht nur um eventuelle Ungereimtheiten. Abgesehen davon…", sie lächelte schwach, „…hab ich momentan auch keine Erfahrung damit. Das da ist der erste, an den ich mich erinnern kann."
Er nickte. „Also gut."
Kurz überflog er Elenas Brief und dann den von Hermine. „Scheint mir in Ordnung zu sein. Natürlich machst du sie gerade neugierig mit deinen vagen Andeutungen… aber das musst du wissen."
Sie nickte. „Ich werde mit ihr reden müssen, Severus. Ich habe sie schon viel zu lange angelogen. Wenn ich es ihr nicht sage, tut es die Presse, sobald die Verhandlungen laufen."
Severus sah, wie sehr Hermine dieser Umstand besorgte. Und er verstand auch warum: Die Presse würde das Thema mehr als dankbar aufnehmen: Die berühmte Hermine Granger lebte. Und sie hatte eine Tochter! Von Rabastan Lestrange! Ein Vergewaltigungskind… wie aufregend. Man würde sowohl Hermine als auch Elena mit Abscheu und Unverständnis begegnen und nichts und niemand konnte Elena davor schützen.
„Elena wird verstehen, warum du ihr nicht die Wahrheit gesagt hast. Sie ist sehr reif für ein Mädchen ihres Alters. Ich traue ihr durchaus zu, zu verstehen, dass alles, was du getan hast, nötig für euren Schutz war."
Etwas unsicher nickte Hermine und wischte den Gedanken dann energisch fort. Zuerst musste sie ohnehin wieder auf die Beine kommen. Mit einem Blick auf die Briefe fielen ihr ihre Fragen wieder ein.
„Severus, was genau ist das St. Mungos?"
Er runzelte die Stirn. „Du solltest das wissen. Das St. Mungos ist unser Krankenhaus. Du bist dort Heilerin – sogar in leitender Position, wenn ich mich recht entsinne."
Nun fiel es ihr ebenfalls wieder ein. Der Name war in ihrem Gespräch über die Longbottoms gefallen. „Ja. Ich erinnere mich. Die Longbottoms leben dort, richtig?"
Severus lachte bitter. Sie waren wieder beim Thema. „Sie leben dort, ja." Er sprach das Wort mit bitterer Verachtung aus. „Sie vegetieren dort, Hermine. Auf der Abteilung, wo sie untergebracht sind, lebt niemand mehr richtig, vermutlich nicht einmal die Pfleger."
Ihre Miene wurde ernst. „Danke, Severus."
„Wofür?"
„Dass ich nicht dort sein muss."
Er sah sie kurz an und nickte dann. „Gern geschehen."
„Wer ist James?"
Sein Gesicht erstarrte kurz und wurde dann düster. „Der letzte Nagel an meinem Sarg."
Belustigt sah sie ihn an. „Das klingt interessant. Der Nagel hat jetzt eine Freundin."
„Ich hab es gelesen. Setz es auf die unendliche Liste der Dinge, die ich weiß, die mich jedoch nicht interessieren und im besten Fall nur ekeln."
Ein kurzes Lachen entfloh ihr und er zog die Augenbrauen hoch.
„James Potter ist der Sohn deines Lieblingsweltenretters: Harry Potter höchst persönlich. Ginevra Weasley ist seine Mutter – wie könnte es auch anders sein."
Hermine dachte nach. Ja… das alles sagte ihr etwas, jetzt, wo Severus sie darauf hinwies. „Die beiden haben noch mindestens ein zweites Kind, ja? Lily?"
„Lilian Potter, ja. Und ich bin sicher, sie arbeiten fleißig an Kind Nummer 3." Er verzog so abgrundtief angewidert das Gesicht, dass Hermine wieder lachen musste.
„Welch Dreistigkeit, mit der sie dir so etwas antun."
Er nickte ihr zu und ihr entging nicht das spöttisch-belustigte Glitzern in seinen schwarzen Augen. In diesem Moment durchzuckte sie eine Erinnerung.
„Alles in Ordnung?" Severus sah sie scharf an, als er merkte, wie sich ihr Gesicht veränderte.
Sie nickte abwesend. „Ich habe mich gerade an etwas erinnert."
„Interessant. Kannst du es einordnen?"
„Ich bin nicht sicher. Es muss eine Szene aus dem Krieg sein." Sie hielt kurz inne, als ihre anderen, momentan vorhandenen Kriegserinnerungen sich vor ihr inneres Auge drängen wollten, doch sie kämpfte sie erfolgreich nieder. „Wir haben zusammen gearbeitet und du hast mich so angeguckt, wie gerade eben."
Er nickte. „Ja, das war während des Krieges. Potter und Weasley waren dauernd unterwegs, aber die praktische… nun ja, Feldarbeit war nicht deine Stärke."
Hermine errötete, als sie an ihr Versagen im Verteidigungsunterricht in der dritten Klasse dachte. An die folgenden Jahre konnte sie sich noch nicht wieder erinnern, aber ihre Hilflosigkeit im Angesicht des Irrwichts war ihr heute noch peinlich.
„Albus hat dich dazu abgestellt mit mir Tränke für den Kampf zu brauen und auch weiterzuentwickeln. Erinnerst du dich an den Fluch-Identifikations-Trank? Er wird bis heute im St. Mungos genutzt."
Die junge Frau dachte nach, doch dann schüttelte sie den Kopf. „Vielleicht wenn ich ihn sehe."
„Accio FIT!"
Sie lächelte über die Abkürzung und sah zu, wie die Phiole in Severus' Hand landete und dann von ihm zu ihr levitiert wurde.
Vorsichtig öffnete sie das Fläschchen und fächelte sich etwas von dem Duft zu. Dann betrachtete sie Farbe und Konsistenz und nickte schließlich.
„Ich glaube, ich erinnere mich. Wir haben ihn entwickelt, um schneller feststellen zu können, von welchen Flüchen unsere Leute getroffen wurden. Ein Tropfen auf die Lippen des Getroffenen und der Fluch manifestiert sich als farbiger Nebel in der Luft."
„Sehr gut. Allerdings ein Fehler: Nicht wir haben ihn entwickelt. Du hast es getan." Nachdenklich rieb Severus sich das glattrasierte Kinn. „Wir haben damals in kurzer Zeit sehr gute Arbeit geleistet. Potter konnte Voldemort in erster Linie deshalb relativ einfach besiegen, weil er vollgepumpt mit Tränken und Sicherungszaubern war und deswegen von anderen Todessern kaum getroffen werden konnte. Er hat sich nach dem Endkampf eine Woche lang die Seele aus dem Leib gekotzt wegen der vielen Neben- und Wechselwirkungen, die wir nur während des Kampfes unterdrücken konnten. Aber sie haben ihre Schuldigkeit getan und immerhin: Er hat auch das überlebt."
Hermine lächelte. „Wir hätten ihm helfen können oder nicht?"
Severus' Miene wurde verschlossen. „Ja. Das hätten wir. Aber du warst seit dem Endkampf verschwunden und ich saß in Azkaban."
Die Gryffindor fuhr auf. „In Azkaban?"
„Nach dem Endkampf meinte der Minister, seine letzte Kraft irgendwie zeigen zu müssen, in dem er so viele Todesser wie möglich einsperrte. Da ich nun mal auch dazu gehörte, kassierte er mich direkt ein, ungeachtet der Proteste der anderen. Albus hat ihm die Hölle heiß gemacht, als er es erfuhr. Trotzdem hat es fast eine Woche gedauert, bis ich wieder draußen war. Und da war Potter dann schon fast wieder auf dem Damm." Er grinste boshaft. „Im Nachhinein muss ich sagen, dass das gar keine üble Verkettung der Umstände war. Ich hätte bloß zu gerne gesehen, wie Potter sich die Seele aus dem Leib kotzt."
Tadelnd schüttelte Hermine den Kopf. „Das ist nicht nett."
„Mag sein, dass deine Erinnerung dich in der Hinsicht noch etwas im Stich lässt, Hermine, aber: Ich bin nicht nett. Vergiss das nicht."
Sie lächelte leicht und erwiderte nichts.
„Dobby!" Severus wandte sich um und im nächsten Moment knallte es und der glubschäugige kleine Hauself erschien vor ihm.
„Professor Snape hat Dobby gerufen?"
„Miss Granger würde gerne…"
Weiter kam er nicht, denn der Hauself quiekte auf und warf sich auf Hermine. „Miss Granger lebt! Miss Granger lebt! Dobby hat sie so vermisst! So vermisst! Wo war denn Miss Granger bloß all die Jahre?"
Lächelnd drückte Hermine Dobby an sich. „Ich war einfach ein paar Jahre nicht da, Dobby. Geht es dir gut?"
„Blendend geht es Dobby, Miss!" Der kleine Hauself schob die Brust stolz vor. „Dobby ist Gründer des Vereins für freie Hauselfen! Und Vorsitzender! Der Verein betreut alle Hauselfen, die frei sind oder frei sein wollen!"
„Dobby, das ist großartig! Wie kommt es dann, dass du hier bist?"
Nun hingen die Ohren des Elfen doch ein wenig. „Dobbys Verein macht nicht so viel Arbeit. Es ist nur ein kleiner Verein, Miss. Aber er wird noch wachsen!"
„Ich bin mir sicher, dass er das wird. Wir sollten uns mal in Ruhe darüber unterhalten." Herzlich lächelte sie den Hauself an und er nickte eifrig.
Severus räusperte sich energisch. „Würden die Damen ihr Gespräch jetzt bitte kurz unterbrechen?"
„Professor Snape, Sir, Verzeihung." Dobby wandte sich ihm zu. „Was kann Dobby tun?"
„Miss Granger möchte einen Brief versenden. Er soll morgen von einer Eule in die große Halle gebracht werden. Nimm bitte keine Schuleule, sondern Plato dafür. Er ist in der Eulerei."
„Wie Sir wünscht. Dobby macht das für Miss Granger!" Der Hauself schnappt sich den Brief und verschwand mit einem Knall.
Interessiert sah Hermine Severus an. „Wer ist Plato?"
„Plato ist mein Uhu. Elena wird ihn nicht kennen und von daher vermuten, dass er eine Posteule oder ähnliches ist."
Hermine nickte. „Das klingt nach einem guten Plan." Sie dachte kurz nach. „Du wusstest also nicht, wo ich war?"
Severus schüttelte den Kopf. „Es war damals sehr hektisch. Während des Endkampfes bist du über das Schlachtfeld gehuscht und hast Gefallene versorgt. Wir hatten dich mit einem speziellen Ignorierzauber geschützt… aber irgendwie…" Er stockte. „Ich habe nach Voldemorts Fall nur kurz Zeit gehabt, mich nach dir umzusehen, bevor ich fest genommen wurde. Der Kampf endete mitten in der Nacht und es war schwierig, überhaupt etwas auszumachen."
Erstaunt bemerkte Hermine, dass er schuldbewusst aussah. Offensichtlich machte er sich Vorwürfe.
„Das ist schon in Ordnung, Severus."
Er schenkte ihr einen zynischen Blick. „Ja, sicher. Deshalb bist du jetzt hier. Es war meine Aufgabe, auf dich zu achten, Hermine. Meine. Ich war der Einzige, der den Ignorierzauber durchschauen konnte. Aber ich war versessen darauf, so viele Todesser wie möglich zu töten. Ich dachte, du würdest alleine zurechtkommen. Aber das freie Feld war niemals dein Gebiet. Bedank dich bei mir, dass die letzten 13 Jahre für dich die Hölle waren. Bedank dich bei mir für deine netten Erinnerungen an meine Todesserkollegen und für die nette kleine Überraschung, die dir einer von denen zurück gelassen hat. Es wäre vieles anders verlaufen, wenn ich damals aufgepasst hätte."
Seine Bitterkeit ließ sie zusammen zucken. Er gab sich die Schuld an allem, was ihr passiert war? Die Bilder der Nacht des Endkampfes drohten sie zu überwältigen und mit einem leisen Stöhnen presste sie die Handballen gegen ihre Stirn – kämpfte gegen die Erinnerung und rief sich ihre spärlichen Erinnerungen an Elena ins Gedächtnis.
Sie konnte seine Schuldgefühle nicht im Raum stehen lassen, sie nicht weiter in ihm wüten lassen!
Der Gedanke half ihr, sich zu straffen und die Erinnerungen zu vertreiben.
„Ich habe zu wenig rationale Erinnerungen an diese Nacht, als dass ich in irgendeiner Form Schuldzuweisungen machen könnte, Severus", sagte sie leise, während seine dunklen Augen finster ins Feuer starrten. „Ich würde es aber auch nicht wollen. An dem, was geschehen ist, hat niemand Schuld außer IHM. Und nicht alles, was passiert ist, war schlecht. Sicher… ich hätte andere Umstände bevorzugt, um ein Kind zu bekommen. Aber darum geht es nicht mehr. Elena ist keine böse Überraschung. Ich liebe sie mehr als irgendetwas sonst auf der Welt… das weiß ich sogar, ohne mich genau an sie erinnern zu können. Ich schätze mal, wir haben alle viele Fehler gemacht. Und wir haben alle dafür bezahlt. Du und ich vielleicht mehr als andere. Aber es geht nicht um Schuld. Bitte, fühl dich nicht schuldig."
Seine Miene war verschlossen. „Schuld war all die Jahre mein treuer Begleiter, Hermine. Es gibt vermutlich nur wenige Menschen auf der Welt, die so viel Schuld auf sich geladen haben, wie ich. Möglicherweise bist du nur ein Tropfen in einem überlaufenden Fass." Er stockte kurz und sprach dann weiter. „Ich habe all die Jahre geglaubt, du wärst in dieser Nacht gestorben. So wie alle das geglaubt haben. Jetzt musste ich erfahren, dass das, was dir geschehen ist, schlimmer war, als der Tod. Ich glaube, das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat."
Erschreckt sah sie ihn an. „Was soll das heißen?"
Er zuckte die Achseln – eher abweisend, denn ratlos. „Ich werde dir helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Wenn du deine Erinnerungen alle wieder hast, kannst du gerne erneut entscheiden, ob du mir nicht doch die Schuld an dem Grauen geben willst, was dir geschehen ist."
„Und dann? Soll ich dich vor Gericht bringen dafür? Schmerzensgeld verlangen? Dich dazu zwingen, für den Rest meines Lebens mein Diener zu sein?" Sie konnte nicht verhindern, dass ihre Stimme gereizt klang. Wieso wollte er unbedingt die Schuld für ihre Probleme auf sich nehmen? Was gab ihm das?
Er zuckte wieder die Achseln, was sie fast rasend machte.
„Das ist doch verrückt, Severus. Und glaub mir, aktuell weiß ich sehr gut, wovon ich rede. Mag ja sein, dass du nicht richtig auf mich aufgepasst hast. Aber ich war 20! Ich war durchaus alt genug, um auf mich selbst Acht zu geben. Und ich hätte die Jahre hinterher durchaus anders angehen können, denke ich. Vielleicht wäre das Drama dann schon wesentlich früher beendet worden. Ich bin jetzt hier aufgrund MEINER falschen Entscheidungen. Und deinen RICHTIGEN Entscheidungen hab ich es zu verdanken, dass ich jetzt in diesem Moment bei einigermaßen klarem Verstand bin. Übernimm von mir aus diese Schuld. Du bist schuld, dass ich lebe und dass ich denke." Sie sah ihn eindringlich an. „Dafür stehe ich in deiner Schuld. Wenn wir schon mal bei dem leidigen Thema sind."
Er schnaubte nur durch seine große Nase und starrte weiter ins Feuer. Als er schließlich weiter sprach, war seine Stimme leise.
„Als mein Gehirn registriert hat, dass Elena deine Tochter ist, habe ich zuerst überlegt, ja sogar gefürchtet, sie könnte mein Kind sein. Jetzt erscheint mir diese Option weniger erschreckend als die Wirklichkeit."
Obwohl er sehr leise gesprochen hatte, erstarrte Hermine. Seine Tochter? Was sollte das bedeuten?
Er bemerkte offensichtlich ihr Erschrecken und sah alarmiert auf.
„Was soll das heißen?", fragte sie heiser. „Wieso dachtest du, Elena könnte deine Tochter sein? Wir haben doch nur zusammen gearbeitet!"
Nun erschrak auch er. Offensichtlich erinnerte sie sich nicht an die Einzelheiten ihrer Zusammenarbeit.
„Das sollten wir vielleicht verschieben", meinte er unbehaglich. „Wir sind in dem Vorgang deiner Erinnerungskonstruktion noch nicht so weit."
„Severus! Welcher Art war unsere Beziehung während des Krieges? Ich war doch mit Ronald Weasley liiert… oder etwa nicht?" Erschreckt über das, was sie da augenscheinlich über sich erfuhr, starrte sie den Zaubertrankmeister an.
Dem war das Ganze sichtlich unangenehm. „Nun… das ist nicht so einfach zu erklären. Wir haben nur zusammen gearbeitet, ja. Und es wäre vermutlich vermessen zu sagen, wir wären so etwas wie Freunde gewesen. Aber es kam zum Ende unserer Zusammenarbeit zu gewissen… nun… Zusammenstößen. Die Anspannung zum Kampf hin wurde immer größer und soweit ich mich erinnere, hast du dich einige Male heftig mit Mister Weasley gestritten."
Die Erklärung saß. Stumm starrte Hermine ihn aus ihrem für ihn so fremden Gesicht an.
Aiaiaiai…. Lasst ihr mir ein Review da? :) *lieb guck*
