Wow :D Ich hätte nicht gedacht, dass so schnell so viele Reviews kommen. Ich danke euch :) Und deshalb hier ein winziges Schmankerl, bevor es wieder zum Ernst des Lebens geht. Es ist nur ganz kurz, aber irgendwie… naja, lest selbst :D

Larah: Ohje… ich hoffe, „das wars dann wohl" bedeutet nicht, dass du nicht mehr lesen magst :( Das fände ich sehr schade.

Lufa: Ich denke, es war leider einfach mehr als unrealistisch, dass Severus der Vater des Kindes ist. Als FF-Autor kann man es sich natürlich sehr leicht und kuschelig machen (und da hab ich auch durchaus nichts gegen :D) und einfach alles Schlechte über Bord werfen und am Ende reiten alle glücklich und zufrieden in den Sonnenuntergang ;) Aber irgendwie hätte es nicht in den Plot gepasst ^^ Ich hoffe, ihr seid mir trotzdem nicht böse ;)

Gretaserebro: Vielen Dank ;) Letzten Endes ist es doch völlig gleich, wer Elenas Erzeuger ist. Wichtig ist doch, wer in ihrem Leben eine Rolle spielt… und eine solche kommt Sevi definitiv zu.

Yusuria: Um Merlins Willen – ich find deine Reviews super :D Freu mich jedes Mal drüber. Mit geflasht meinte ich eher sowas wie… äh… „baff" :D Sevi ist einfach eine kleine Kellerassel ;) Er kriegt von den Kerkern nie zu viel, befürchte ich :D Und wie gesagt…er wird ja ganz offiziell ihr Vater ;) Alles andere ist doch letzten Endes schnuppe. Und Dumbledore hat sich ja selber als dürren, alten Vogel bezeichnet ;) Ich hab da gaaaar keine Aktien drin :D Ich freu mich auf das nächste lange Review von dir :)

ZauBaerin: Danke :D Ich bin erleichtert. Hatte mich schon auf Haue eingestellt ;) Dumbledore ist ja manchmal ein richtiger Feldwebel, aber irgendwie hab ich ihn einfach lieb :D

NickTessFan: Freut mich, dass du ähnlich darüber denkst, wie ich ;)

So…genug gelabert. Jetzt kommt ein Bonbon, das ggf. etwas ooc wird. Bitte verzeiht mir das :D

21. Nervosität

Die Antwort von Richterin Susan Bones kam am Montagmorgen. Obgleich sie ein offizielles Schreiben schickte, bat sie in dem Brief, Hermine ihre besten Wünsche zur weiteren Genesung zu übermitteln. Das manifestierte in Severus die ungewohnte Zuversicht, dass alles wie erhofft von Statten gehen würde. Den ersten Verhandlungstermin für Lestrange datierte sie auf den Dienstag in zwei Wochen. Schön. Ihnen blieben also noch 15 Tage. Das sollte reichen, davon war Severus überzeugt.

Nach seinem Unterricht zeigte er Hermine den Brief und die schwankte zwischen Entsetzen und Erleichterung.

„Wir sollten das Anerkennungsverfahren von Elena jetzt beginnen, wenn es bis dahin abgeschlossen sein soll", meinte er stirnrunzelnd mit einem Blick auf seinen kleinen, magischen Taschenkalender, der ihm hektisch blinkend für diese Woche immer wieder anzeigte: „Dringend: Anerkennung von Elena Parker! Das Ministerium braucht ewig!"

Das Ding übertrieb immer maßlos. Aber es war doch besser, die Unterlagen zeitig abzuschicken. Es würde ohnehin schon haufenweise unangenehme Fragen geben. Der Gamot war viel zu neugierig.

Hermine sagte nichts dazu, aber Severus konnte ihr an den honigfarbenen Augen ablesen, wie wenig begeistert sie davon war.

Tatsache war jedoch, dass eine Hermine Granger sich nicht vor Schwierigkeiten versteckte.

„Es wäre lieb, wenn du dein Projekt heute ausfallen lassen könntest", murmelte sie irgendwann. „Ich glaub, ich muss mich mit Elena unterhalten."

Nach außen hin ruhig, innerlich jedoch durchaus besorgt sah er sie an und nickte. „Willst du das alleine machen?"

Sie überlegte kurz und nickte dann. „Ich… ja. Ich denke, das ist einfacher für Elena. Ich möchte, dass sie so reagieren kann, wie sie sich fühlt." Sie lächelte ein wenig hilflos. „Wobei es für mich zweifellos einfacher wäre, wenn du dabei wärst."

Er winkte ab. „Ich bin nebenan im Labor, falls du mich brauchst." Mit einem Blick auf die Uhr stellte er fest, dass bis zur Projektstunde nur noch eine Stunde Zeit war.

Hermine folgte seinem Blick zur Uhr und seufzte leise. Er sah sie wieder an und stellte fest, dass sie in ihrer Hilflosigkeit unglaublich jung aussah. Er kannte diesen Ausdruck auf ihrem Gesicht mittlerweile viel besser als ihm lieb war und wieder hatte er das unbändige Gefühl, sie beschützen zu müssen.

„Du wirst das gut machen", sagte er jedoch schlicht. „Und egal wie sie reagiert… gib ihr ein bisschen Zeit."

„Die Zeit heilt alle Wunden, nicht wahr?" Ein wenig schmerzlich sah sie ihn an und er nickte ernst.

„Das tut sie."

Wieder schwiegen sie beide und starrten ins Feuer, bis Hermine es nicht mehr aushielt und aufsprang. Wie ein Tiger lief sie auf und ab, während sie mögliche Gesprächsszenarien mit Elena durchging, unterschiedliche Ansätze durchdachte und dabei versuchte, nicht in Panik zu verfallen.

Severus' Blick folgte ihr stetig bei ihrem Getigere und schließlich schloss er etwas genervt die Augen.

„Könntest du bitte mit dem Gerenne aufhören?"

„Tut mir Leid", gab sie zurück und tigerte weiter.

Schließlich sprang er ebenfalls auf und hielt sie mit ausgestreckten Armen fest.

„Ich kann deine Unruhe verstehen, Hermine, aber wir gewinnen nichts, wenn du eine Furche in meinen Teppich läufst!"

Ihr Blick huschte zu der Uhr hinter ihm. Noch zwanzig Minuten.

„Ich glaub, mir wird schlecht."

Severus sah besorgt, dass sie tatsächlich etwas grünlich um die Nase war und so rief er rasch einen Anti-Übelkeits-Trank zu sich, den er ihr in die zittrige Hand drückte.

Hastig stürzte sie ihn herunter.

„Ich glaub, ich will doch lieber zu dem Irrwicht."

Fast hätte er gelacht. Jetzt war ihr Lestrange schon lieber als ihre Tochter. Seine Therapie schien ja grandios zu wirken.

„Nichts da. Das muss jetzt gemacht werden." Er packte Hermine fester, als sie wieder los tigern wollte. „Du atmest jetzt tief durch. Noch tiefer. Und jetzt wieder ausatmen. Deine Tochter ist höchstwahrscheinlich eine Seherin, die noch dazu mit einem genialen Gehirn ausgestattet ist. Wenn irgendjemand mit so einer Information fertig wird, dann sie. Also reiß dich bitte etwas zusammen."

Sie nickte und straffte sich etwas. Ihre Tochter war ein kluges Mädchen. Sie würde verstehen, dass sie keinerlei Schuld an irgendwelchen Ereignissen trug.

Severus lächelte leicht, als er ihr konzentriertes Gesicht betrachtete. Die Frau war ein Phänomen.

Er lockerte seinen festen Griff etwas und strich ihr mit einer Hand einer Strähne aus dem Gesicht. Aus irgendeinem Grund war ihm diese Geste mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen.

Diesmal jedoch lehnte sie ihr Gesicht gegen seine Hand.

„Danke, dass du da bist, Severus Snape."

Eh er sich's versah, hatte Hermine sich vorgebeugt und ihm einen federleichten Kuss auf die Wange gegeben.

Die Wärme ihres Atems und ihrer Lippen blieb nicht einmal einen Augenblick bestehen, doch trotzdem fühlte er sich plötzlich als würde seine linke Gesichtshälfte brennen.

Sie lächelte ob seines verdutzten Gesichts.

„Du solltest jetzt rüber gehen. Elena ist sehr pünktlich, wie du weißt."

Dankbar für die Vorlage, die ihn aus seiner verlegenen Situation retten konnte, nickte er.

„Du hast Recht. Viel Glück, Hermine Granger."

Und ehe sie sich's versah, hatte er sich vorgebeugt und ihr einen federleichten Kuss auf die Wange gegeben.

Er freute sich diebisch über ihr verblüfftes Gesicht, während er mit langen Schritten den Raum gen Tür durchmaß.

So. Jetzt geht's aber gleich wieder ernst weiter ^^