Es geht mal wieder weiter. Tut mir Leid, dass ich euch so lange hab warten lassen, aber Weihnachten/Silvester und momentan viel Stress bei mir machen es mir nicht leichter :) Vermutlich wird auch das nächste Update auf sich warten lassen, da ich ab Februar für 2 Monate in Indien bin *yuchu*
Ich hoffe natürlich, dass ihr trotzdem dran bleibt :) Ich hab ja versprochen, dass es weiter geht… und das wird es ;)
NickTessFan: Zu schnell fände ich auch unglaubwürdig ;) Schön, dass es dir gefällt :D
Fiirvogel: Danke ;) Er will es doch auch! :D
Lufa: Haha, schön wenn ich dich zum Grinsen gebracht hab :D Dann hab ich mein Ziel erreicht!
ZauBaerin: Naja… bisher isses ja beim Küssen geblieben ;) Wir wollen der armen Elena auch nicht zu viel zumuten.
Amelie: Ich muss sagen, dass ich Band 7 komplett boykottiert habe ^^ (Aufgrund des Endes, was ich natürlich zuuuuuufällig schon vorher erfahren habe ^^) Ich finde, die Geschichte um Severus Snape ist ziemlich blöd geworden (und das „Happy End" Finale sowieso).
Nine: Och, Ron kriegt auch noch eine Ecke, warts ab :D Und nun ja… Elena ist ja nun mal auch zur Hälfte eine Slytherin ;) Und obendrein hat sie noch jede Menge Grips und Kalkül ;D Die wird mal gefährlich. Du studierst Toxicology? Da muss ich ja aufpassen, was ich schreibe ^^ Grüße nach Irland!
Lucia: Severus der richtige Vater… das wäre schön gewesen, aber sehr unrealistisch ;) Und jetzt geht es auch schon weiter :D
Yusuria: Ich glaube, Elena kommt nicht auf die Idee mit Sev knutschen zu wollen :D Die Verhandlungen kommen ganz bald und eine große Hochzeit…, na, lass dich überraschen :)
Und weiter geht's nu…
26. Fälschung
Hermine hatte die Unterlagen unmittelbar nachdem er ihr Elenas Zustimmung mitgeteilt hatte, los geschickt. Sie hoffte, dass Dennis Creevey, den sie als eher schwatzhaft in Erinnerung hatte, die Sache tatsächlich für sich behalten konnte.
Um das weitere Vorgehen abzustimmen, trafen Hermine und Severus sich noch am selben Abend mit Albus und Minerva im Büro des Direktors.
Albus hatte schon von Minerva einige feine Informationen darüber bekommen, dass sein Tränkeprofessor und dessen Schützling sich offensichtlich näher kamen, und blickte so äußerst vergnügt vom einen zum anderen.
„Elena hat also zugestimmt", begann er das Gespräch, während eine kleine Teekanne von alleine Tee einschenkte. „Wunderbar, ganz wunderbar. Ich nehme an, ihr habt euch auf eine brauchbare Geschichte geeinigt?"
„Noch nicht im Detail", antwortete Hermine zögernd. „Das tüfteln wir nebenher aus, während wir uns darum kümmern, einen Weg zu finden, den Vaterschaftstest des Gerichts zu beeinflussen."
„Ich gehe nicht davon aus, dass das notwendig sein wird", versuchte Minerva sie zu beruhigen, doch Hermine wog wenig überzeugt den Kopf.
Bevor sie jedoch etwas erwidern konnte, sprang Severus ein. „Ob notwendig oder nicht – wir müssen für alle Eventualitäten gewappnet sein. Um Elenas Willen dürfen wir uns in dieser Sache keine Patzer erlauben."
„Severus hat Recht", stimmte Hermine so gleich zu. „Ich… ich habe deshalb noch eine Bitte an alle Anwesenden. Ich habe Dennis Creevey über die Situation aufgeklärt und darüber, dass er Stillschweigen bewahren soll. Tatsache ist jedoch, dass ich nicht weiß, in wie weit er dicht halten kann… er oder die anderen Mitarbeiter der Abteilung. Ministeriale sind meiner Erfahrung nach schwatzhafte Wesen."
Düster drein blickend nickte Severus, während Albus interessiert, doch unverändert vergnügt lauschte. Es gefiel ihm außerordentlich, wie Severus und Hermine miteinander um- und aufeinander eingingen.
In Gedanken begann er bereits zu überschlagen, welchen Posten er Hermine anbieten konnte, um sie nach Hogwarts zu holen.
Hermine selber merkte nichts von den wüsten Ideen des alten Zauberers und erklärte weiter: „…ich möchte deshalb, dass ihr einen Blick auf Elena habt. Keine Rundumüberwachung, aber wenn sie zum Beispiel draußen ist… Ich möchte nicht, dass sie von einer Rita Kimmkorn überfallen wird. Ich denke, dass sie damit nicht umgehen kann. Vielleicht verplappert sie sich und die Geschichte fliegt auf. Dann ist die nächste Verhandlung direkt Severus' und meine, wegen Betrugs."
Minerva nickte und ihr faltiges Gesicht furchte sich noch etwas tiefer, als sie nachdachte. „Es sollte möglich sein, immer ein Auge auf Elena zu haben. Abgesehen davon kann kein Außenstehender das Hogwartsgelände ohne weiteres betreten. Wir haben aus früheren Fehlern viel gelernt."
Albus stimmte in ihr Nicken ein. „Kein Grund zur Sorge, meine Liebe." Begütigend lächelte er Hermine an. „Bald ist alles durchgestanden und ihr könnt ein neues Leben anfangen."
Hermines Blick wurde verschlossener. „Ich habe lernen müssen, dass man nicht einmal mit Gedächtnisverlust einfach ein neues Leben beginnen kann, Albus, sondern immer das vorherige weiterleben muss."
Minervas Lächeln verblasste und sie legte Hermine liebevoll eine Hand auf den Arm. „Ich bin sicher, dass Sie das wie auch alles andere mit Bravour meistern, meine Liebe."
Sie bekam dafür ein Lächeln ihrer ehemaligen Schülerin und Albus blickte gewohnt milde drein.
„Darf ich die Frage stellen, wie es mittlerweile um dein Gedächtnis bestellt ist, Hermine?"
Minerva sah gespannt drein und Hermine wog den Kopf.
„Ich denke, ich habe alle Erinnerungen wieder. Ob mir noch Dinge fehlen, kann ich mit dem groben Überblick, den ich habe, nicht sagen, aber ich werde auch die Verhandlungssituation und die möglichen Fragen noch eingehend mit Severus besprechen."
„Ich sehe, ihr beide habt das ganz wunderbar im Griff. Dann überlasse ich euch das Feld." Albus beugte sich leicht über den Tisch, als Hermine und Severus sich erhoben. „Ach, und Hermine?"
„Ja?"
„Ich wollte dir schon immer sagen, dass die glatten Haare dir ganz ausgezeichnet stehen."
Diese Aussage verwirrte Hermine doch einigermaßen und so brachte sie nur ein kurzes „Danke" und ein „Gute Nacht" heraus und nachdem auch Severus sich knapp empfohlen hatte, gingen sie gemeinsam hinaus. Draußen legte Severus trotz der Sperrstunde zur Sicherheit noch einmal den Ingorierzauber über Hermine und schweigend gingen sie hinab in die Kerker.
Im Wohnzimmer angekommen standen sie im Raum und sahen sich schweigend an.
„Ich denke, Schlaf ist die beste Lösung. Jetzt noch anzufangen zu arbeiten ist sinnlos."
Zustimmend nickte Hermine und sah sich unsicher um. Ob der Vertraulichkeiten am Morgen war sie sich nicht sicher, in welche Richtung sie gehen sollte.
Eine leichte Röte überzog das Gesicht des Tränkemeisters und er wandte sich von ihr ab, dem Kamin zu. „Glaubst du, du bekommst heute Nacht wieder Albträume?"
Hermine konnte nicht anders, als verhalten zu lächeln. „Gut möglich", erwiderte sie übertrieben besorgt. „Ich glaube nicht, dass ich meinem Hirn in der Hinsicht schon wieder vertrauen kann."
„Nun… um eine Abhängigkeit zu vermeiden, sollten wir die Tränke langsam absetzen."
Nun lächelte Hermine ganz offen. „Ich bin unbedingt deiner Meinung."
„Dann lass uns schlafen gehen." Er wirkte sichtlich erleichtert und Hermine wurde dabei sehr warm ums Herz.
Noch immer lächelnd verschwand sie im Bad und schlüpfte hinterher in sein Bett. Als er schließlich ebenfalls ins Bett kam, rückte sie mutig näher zu ihm und spürte, wie wild ihr Herz schlug, als er sie wortlos näher zu sich zog.
Als sie am nächsten Morgen nach einer ruhigen Nacht erwachte, war Severus schon weg. Also ließ sie sich Zeit beim Aufstehen und bei ihrer morgendlichen Katzenwäsche und bestellte sich bei Dobby ein reichhaltiges Frühstück, um ihre Pläne für den Tag anzugehen.
Tagespunkte 1 – 4 und 6 – 10 waren definitiv der Vaterschaftstest. Nummer Fünf war allerdings die Entwicklung ihrer eigenen, kleinen Überwachungsstrategie. Minerva und Albus waren ihr doch etwas zu sicher gewesen, dass niemand unbefugtes das Gelände betreten konnte. Hermine zweifelte daran – besonders Reporter waren über die Maße erfinderisch, wenn es um eine gute Story ging. Und Hermine las regelmäßig Zeitung… wenn irgendetwas als gute Story bezeichnet werden konnte, dann das hier.
Doch die Abarbeitung der Punkte 1 – 4 erwies sich als fruchtlos. Hermine wälzte alle Bücher über Tränke und Trankbeeinflussung über Distanzen, die Severus besaß (und vermutlich besaß er fast alle relevanten), doch mit Hilfe der Autoren kam sie eigentlich nur zu dem Schluss, dass die Beeinflussung des Brauvorgangs eines Trankes, ohne dass der Braumeister es bemerkte, nicht möglich war. Jeder mittelprächtige Zaubertrankmeister würde merken, wenn jemand an seinem Trank herumpfuschte und gerade im Ministerium war man vor so etwas durch magisch versiegelte Brauräume gewappnet.
Gegen Mittag gab sie es vorerst auf und widmete sich Punkt 5, während sie einige Sandwiches verspeiste, die Dobby ihr aufgedrängt hatte.
Punkt 5 war verhältnismäßig einfach zu lösen: Hermine verwandelte einen Federkiel in eine filigrane, kleine Halskette aus Silber mit einem ebenfalls silbernen Anhänger in Blattform.
Die Präparierung des kleinen Gegenstands war das kleinste Problem: Ein modifizierter Abhorchzauber, der nur auf bestimmte Worte reagierte (Hermine wollte Elena ja nicht komplett überwachen), kombiniert mit einem Sicherheitszauber gegen Diebstahl und einem Fluchschutz machte den winzigen Anhänger zur nahezu perfekten Abhöranlage.
„Dobby?"
Mit einem Plopp erschien der Elf. „Was kann Dobby machen?"
„Ich brauche deine Hilfe bei einem kleinen Test."
Die riesigen Augen des Elfen begannen zu funkeln, als sie ihm diese Aufgabe eröffnete.
Sie hielt ihm die Kette hin.
„Würdest du damit hier bleiben und, sobald ich in meinem Zimmer bin, bitte das Wort „Vater" sagen und dann einfach irgendetwas reden?"
„Hier bleiben, Vater sagen und Unsinn reden. Das kriegt Dobby hin!"
Der Elf grabschte nach der Kette und Hermine lächelte ob seines Eifers.
Dann ging sie nach neben an. Kaum hatte sie die Tür geschlossen, ertönte plötzlich laut und deutlich die Stimme von Dobby im Raum – so nah, als stünde er direkt neben ihr.
„Vater… Three swiss witch-bitches, which wished to be switched swiss
witch-bitches, wish to watch swiss Swatch watch switches. Which swiss witch-bitch which wishes to be a switched swiss witch-bitch, wishes to watch which swiss Swatch watch switch?"
Sie konnte nicht anders als zu lachen, als Dobby den Zungenbrecher fehlerfrei herunter ratterte. (Dass er so etwas kannte, überraschte sie zudem… aber wahrscheinlich brachte das ein Job in einer Schule mit sich)
Das Problem war, dass die Übertragung nicht mehr aufhörte.
Sie ging zurück ins Wohnzimmer.
„Danke, Dobby, das war perfekt."
„Gern geschehen! Für Miss Granger macht Dobby fast alles." Der Hauself schlackerte mit den Ohren und Hermine nahm ihm vorsorglich die Kette wieder ab, bevor der Tollpatsch sie zerstörte.
„Dann sehen wir uns später, Dobby?"
„Wenn Miss noch was braucht, muss Miss nur rufen! Dobby hilft gerne!" Mit einem Ploppen verschwand der Elf und Hermine rieb sich die Ohren.
Solange Dobby die Kette in der Hand gehalten hatte, hatten seine Worte unter dem Zauber doppelt in ihren Ohren gehallt. Diesen Missstand behob sie rasch mit einem Räumlichkeitszauber, der die Kette nur arbeiten ließ, wenn sie selber nicht in Hörweite war. Dann belegte sie den Anhänger zusätzlich mit einem Zauber, der es ihr erlaubte, die Übertragung zu beenden, wenn sie das Gespräch für ungefährlich befand.
Damit war das kleine Kunstwerk ausreichend für ihre Zwecke. Sie würde es Elena heute Abend geben. Für einen kurzen Moment überlegte sie, ob es nicht eine nette Geste wäre, wenn Elena die Kette von Severus bekommen würde… aber für den Moment verwarf sie den Gedanken wieder. Das war vielleicht doch zu hinterhältig – schließlich diente die kleine Kette in erster Linie dazu, aufzupassen, dass Elena sich nicht verplapperte.
Kurzerhand hängte sie sich die Kette selber um den Hals und widmete sich dann wieder ihrer To-Do-Liste. Und damit den Punkten 6-10: Der Vaterschaftstest.
Sie ließ den Tag und ihre Erkenntnisse noch einmal vor ihrem inneren Auge Revue passieren und überlegte, was sie übersehen hatte. Es gab eine Lösung für dieses Problem. Definitiv.
Und dann fiel es ihr wie Schuppen vor die Augen… oder besser wie Haare.
Elena hatte am Vorabend noch lange über die neue Situation nachgedacht. Severus Snape würde also ihr Vater werden.
Nun saß sie in der Bibliothek und fragte sich, ob er tatsächlich wie ein richtiger Vater werden würde. Sie war oft neidisch auf Lilly und James gewesen, wenn sie die beiden mit ihrem Dad herumtollen gesehen hatte. Onkel Harry hatte sie nie ausgeschlossen, aber er war eben eher so etwas wie ihr Onkel… nicht ihr Vater. Sicher würde ein Severus Snape nicht mit ihr fangen spielen… aber dafür war sie auch ohnehin schon viel zu alt.
Das brachte sie zu dem Punkt sich zu fragen, was ein richtiger Vater eigentlich machte. Onkel Harry schimpfte manchmal mit James und Lil… das konnte Severus Snape definitiv auch. Aber er hörte ihnen auch zu, wenn sie Probleme hatten und Elena wusste, dass Lilly ihren Eltern alles erzählte, was sie bewegte. Und beide Geschwister liebten es, mit ihrem Vater Rennen zu fliegen – sie durften sogar seinen Rennbesen benutzen, obwohl Tante Ginny das hasste. Auch Elena hätte die Erlaubnis bekommen, darauf zu fliegen, doch ihre Mom hatte es stets verboten.
Elena wusste nicht, ob Professor Snape einen Rennbesen hatte. Aber er braute mit ihr Zaubertränke… sie kannte keinen anderen Schüler, der das ebenfalls durfte (und vermutlich wollte es auch keiner).
Außerdem hatte er sie nicht ausgeschimpft, als er sie auf dem Astronomieturm gefunden hatte, sondern war sogar ziemlich nett zu ihr gewesen und hatte seinen Umhang mit ihr geteilt. Und obendrein wollte er für sie lügen, damit sie nicht von anderen Leuten wegen ihres richtigen Vaters geschnitten wurde. Das war schon ziemlich nett und väterlich, befand sie. Schließlich durfte man nicht lügen.
Vermutlich musste er erst einmal üben auch ein richtiger Vater zu sein. Schließlich konnte er auch nicht wissen, was ein richtiger Vater machte. Aber sie war zuversichtlich, dass er das gut hinbekommen würde. Sie würde ihm schon helfen.
Schließlich war sie eine Seherin.
Das war ein wenig erschreckend. Sie hatte einige Bücher über das Thema gefunden und sich daraus die Informationen für ihren Aufsatz zusammen gesucht. Darum kannte sie nun den Unterschied zwischen Hell- und Traumseherinnen, wusste, dass die meisten Seherinnen ihre Fähigkeit in ihrem Alter, also zwischen 12 und 17 ungefähr, entdeckten und dass diese Fähigkeit bei jedem unterschiedlich ausgeprägt war. Es gab mächtige Seherinnen, die ganz gezielt in die Zukunft oder die Gegenwart eines Menschen sehen konnten, es gab Seherinnen, die nur alle paar Jahre mal eine schwammige Vision hatten und es gab Seherinnen, die regelmäßig, jedoch unkontrollierte Visionen hatten.
Sobald die Visionen zum ersten Mal auftraten, konnte man Unterricht bei einer Seherin nehmen, um zu lernen, mit der Fähigkeit umzugehen. Die meisten mächtigen Seherinnen nahmen jedoch nur selten Schülerinnen an und diese auch nur, wenn sie außerordentliche Begabung zeigten.
Elena glaubte bisher nicht, dass sie außerordentlich begabt war.
Es hatte in den letzten 1000 Jahren nur 12 bekannte außerordentlich mächtige Seherinnen auf dem Kontinent gegeben. Eine davon lebte nach Angaben des Buches über außerordentliche Persönlichkeiten noch immer in der Nähe von Wien, wo sie als Zeitungsfotografin arbeitete – ihre Fotos waren immer die Ersten und Exklusivsten, die bei den österreichischen Zeitungen eingingen… schließlich wusste sie, wann und wo etwas passieren würde.
Elena las auch über Nathalia Arnaud, eine belgische Seherin, die angeblich Vorhersagen über Voldemorts Ende gemacht hatte. Ihr eigenes Ende hatte sie offensichtlich nicht vorhergesehen, denn Voldemort hatte sie 1996 liquidieren lassen.
Das Mädchen war über die Maßen froh, dass Voldemort jetzt selber mausetot war.
Offensichtlich hatte auch er einige mäßig begabte Seher auf seiner Seite gehabt, was ihm aber augenscheinlich nur bedingt geholfen hatte.
Denn – das war einer der Punkte, die Elena im Aufsatz genauer ausführte, da sie dies wichtig fand – die Zukunftsvisionen eines Sehers waren in zwei Arten einzuteilen: Unveränderbare Zukunftsvisionen, wie zum Beispiel Visionen vom Wetter, und nur mögliche Versionen der Zukunft, wie zum Beispiel Zukunftsszenarien, die auf dem menschlichen Handeln beruhten. Deshalb machten die wenigsten seriösen Seherinnen und Seher ihre Zukunftsvisionen publik: Menschen neigten dazu, sich an diesen zu orientieren und aufzuhören, eigenständige Entscheidungen zu treffen.
Eigentlich war es ganz interessant, eine Seherin zu sein. Elena war irgendwie gespannt, was sie so alles sehen würde. Andererseits wollte sie keine unangenehmen Sachen mehr sehen – mit einem Schaudern erinnerte sie sich an den Nachhall des Traums über Lestrange und ihre Mom. Und ihre Mom und Severus Snape beim Knutschen zu sehen war auch nicht ihr liebstes Hobby.
Elena seufzte leise. Was ihr nicht alles passierte…
Entschlossen schlug sie die Bücher zu und rollte ihren Aufsatz zusammen. Lilly wartete bestimmt schon auf sie. Hagrid hatte ein neues Haustier, einen Babygreif, und hatte die beiden Mädchen und James zu sich eingeladen, um den kleinen Exoten zu bewundern.
