Hallo an alle! Hier ist die nächste Folge meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören. Ich kann bloß einen Anspruch darauf erheben, dass die Übersetzung meine ist, aber ohne Verliebtindich wäre sie nicht halb so gut, also darf auch sie diesen Anspruch erheben!

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 3: Die Entscheidung von Oberst:

Moody, Lupin und Mrs Figg schienen, auf der Hut der zu bleiben. Mr Evans dagegen hatte seinen Zauberstab in die Tasche gesteckt und sah Harry liebevoll an. Ohne zu überlegen, lächelte Harry ein wenig. Er hatte die Hoffnung, dass er dieses verhasste Haus verlassen könnte, wenn er diesen Mann anschaute, der sagte, er sei sein Onkel. Doch er kehrte zur Realität zurück, als er Professor Lupins besorgtes Gesicht sah. War es eine List von Voldemort? Er umklammerte seinen Zauberstab fester. 'Man weiß ja nie...', dachte er.

„Sehr gut, worauf warten Sie?", sagte Neil Evans. „Wollen Sie Beweise? Ich habe eine Menge davon, wenn Sie möchten: Familienfotos, Briefe von Lily..."

„All das ist nichts Wert!", rief Moody aus. „Alles kann gefälscht, verzaubert sein. Ich vertraue nur dem, was Dumbledore sagen wird. Er weiß alles, oder?"

„Das stimmt", sagte Mr Evans, „da das Geheimnis nun von seiner Wahrerin enthüllt wurde, wird Dumbledore Ihnen alles bestätigen können."

„Sehr gut", sagte Lupin, „denn Sie sollten wissen, Mr Evans, dass Dumbledore auf dem Weg ist. Er recherchiert sicher gerade ein wenig über Sie im Ministerium."

Lupin hatte seinen Satz kaum beendet, als Mr Evans zur Überraschung aller Anwesenden in lautes Gelächter ausbrach, ehe er antwortete:

„Gut, ich sehe, dass mein Neffe doch gut überwacht war, selbst wenn er unter schrecklichen Umständen lebte." Sein Blick fuhr vom Boden zur Decke des Wohnzimmers, dann sprach er weiter. „Doch Sie haben nicht bedacht, dass ich Dumbledore dem Imperiusfluch hätte unterwerfen können? Es überrascht mich von Ihnen, Moody, im Ministerium haben Sie einen ganz schönen Ruf!"

Moody schien gekränkt. Er erhob seinen Zauberstab und zielte wütend auf Neil Evans, der ruhig blieb.

„Es gibt aber andere Mittel zu wissen, ob Sie ehrlich sind oder nicht", sagte da Mrs Figg. „Oberst ist dem Imperiusfluch unempfindlich! Oberst, sag mir, was du von ihm denkst."

Mrs Figg setzte dann ihren Kater auf den Boden und jener näherte sich sanft und starrte dabei das Sofa an, auf dem Mr Evans saß, der wieder anfing zu lachen.

„Ein Kater! Ein verdammter Kater! Nun, in Sachen Aberglauben stehen die Squibs den Muggeln anscheinend in nichts nach!"

„Ich weiß nicht, wie Sie wissen, dass ich eine Squib bin", antwortete Mrs Figg scharf, „aber wüssten Sie mehr, als Sie es behaupten, so wüssten Sie, dass Oberst kein Kater ist! Ich glaubte, sie hätten als Zauberer Newt Scamanders Phantastische Tierwesen gelesen."

Mrs Figg schien stolz auf sich selbst. Oberst näherte sich Mr Evans, indem er die Luft herum beschnüffelte.

„Sie sollten wissen, dass Oberst ein Kniesel ist. Er sieht wie ein Kater aus und verhält sich wie ein Kater aber er besitzt die Kraft, vertrauliche Leute zu spüren. Ich vertraue seinem Urteil voll, er hat sich nie geirrt!"

Mr Evans hörte auf zu lachen und setzte sich kerzengerade auf dem Sofa auf. Was Mrs Figg gerade gesagt hatte, schien eine große Wirkung auf alle anwesenden Zauberer zu haben. Alle starrten Oberst an, einschließlich Onkel Vernon und Dudley, die ihren Blick von Tante Petunia abwandten, die sich langsam wieder von ihrer Erschütterung zu fassen schien. Mark Evans blieb wortlos an der Seite seines Vaters. Plötzlich blieb Oberst vor Neil Evans stehen und beschnüffelte ein letztes Mal die Luft.

„Nun, Oberst, was denkst du von ihm?", fragte Mrs Figg.

Da sah Oberst zu seiner Herrin hoch, als würde er mit ihr reden, sah dann Harry in die Augen und sprang plötzlich auf Mr Evans' Knie, bevor er sich bequem auf ihn setzte, sich zusammenrollte und anfing zu schnurren. Dann fing Neil Evans an, Oberst zu streicheln, der vor Vergnügen schnurrte.

„Gut! Ich denke, dass Sie mir jetzt genau soviel vertrauen können wie Oberst", sagte Mr Evans. „Ich glaube, dass es jetzt Zeit ist, meine Schwester sich mit ihrer Familie von ihrer Erschütterung wieder fassen zu lassen. Wir sollten sie alleine lassen."

Mr Evans drehte sich zu seiner Schwester um und kniete sich neben sie.

„Petunia, ich möchte dir wirklich helfen, aber ich denke nicht, dass es etwas Gutes wäre, deinen Mann und deinen Sohn zu obliviieren. Man muss immer über die Folgen nachdenken, wenn man mit Magie handelt. Siehe, wozu es uns geführt hat, dich zur Geheimniswahrerin zu machen! Sei ehrlich mit deiner Familie, Petunia. Verleugne deine Abstammung nicht. Da ich jetzt ein anderes Amt im Ministerium habe, werde ich dir immer helfen können. Ich bin dein Bruder und ich werde immer da für dich sein."

Er stand wieder auf, rief seinen Sohn zu sich und sagte:

„Sehr gut, ich denke, dass wir noch einiges erklären müssen. Ich schlage vor, dass wir zu mir nach Hause gehen. Ich wohne nicht weit von hier."

„Dumbledore wird bald ankommen", meinte Mrs Figg. „Ich wohne im Haus gegenüber. Er wird wissen, wo er uns finden kann."

Plötzlich hörte man, wie jemand hinter Mrs Figg apparierte. Dumbledore sah Neil Evans an, grüßte ihn und ergriff das Wort:

„Und warum würden wir nicht in Ihr Büro im Zaubereiministerium gehen, Herr Minister?"

Alle blickten zu Mr Evans. Die schwere herrschende Stille war beinahe fühlbar.