Hallo an alle! Hier ist die nächste Folge meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich, meine Betaleserin.
Disclaimer: Nichts gehört zu mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 6: Glückliche Nachrichten:
Harry nahm den Brief wieder aus den Händen seines Cousins und las weiter.
Vor einigen Monaten haben Sie den Wunsch geäußert, Auror zu werden. Laut Ihren Ergebnissen freue ich mich darüber, Ihnen mitzuteilen, dass Sie Ihr Ziel erreichen können, wenn Sie sich weiter bemühen. Sie werden unter anderen die folgenden Fächer besuchen müssen – Verwandlung, Zauberkunst, Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste –, da sie für Ihr weiteres Studium notwendig sind.
Sie werden in wenigen Wochen einen weiteren Brief erhalten, in dem die Bücher aufgelistet werden, die Sie für Ihr nächstes Schuljahr brauchen werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Professor M. McGonagall.
„Das ist aber unmöglich! Es gibt einen Fehler", murmelte Harry.
„Du siehst doch, dass es keinen Fehler gibt! Du machst dir Sorgen um nichts. Ich kann es kaum erwarten, meinen Brief von Hogwarts zu kriegen. Es wird mein erstes Schuljahr sein. Ich habe so viel über die Schule und die Unterrichtsstunden da gehört. Oh, wir müssen Mum die Nachricht sagen. MUM! HARRY WIRD EIN AUROR WERDEN!"
Mark ging zu seiner Mutter. Da flog eine winzige Eule ins Zimmer. Es war Pigwidgeon, Rons Eule, der Harry ein Geschenk brachte. Er flatterte im ganzen Zimmer herum.
„Flieg mal runter, Pig!"
Harry entnahm den Brief von Pigs Bein, setzte die Eule in Hedwigs Käfig und gab den beiden ein paar Eulenkekse. Dann machte er Rons Brief auf.
Lieber „Vetter" Harry,
Du kannst nicht wissen, wie froh ich für dich bin! Ich verbringe meine Ferien im Fuchsbau, wo mich Hermine mit ihrer Familie besucht. Unsere Eltern sind Freunde geworden – du weißt, wie sehr mein Dad die Muggel mag! – Eigentlich war es Dumbledore, der gedacht hat, dass es besser wäre, wenn Hermine in der Nähe anderer Zauberer und Hexen sein würde. Die Kinder von Muggeln sind jetzt nicht mehr sicher. Hier läuft alles gut. Fred und Georges Geschäft läuft wunderbar und wir kümmern uns jetzt um Seidenschnabel. Nur Percy hat sich nicht geändert, obwohl ihn dein Onkel als Helfer behalten hat. Meiner Meinung nach hätte er das nie tun sollen.
Wir haben unsere Noten gerade bekommen, aber ich muss dir gestehen, dass ich nichts verstanden habe: Ich habe die Note 'Erwartungen übertroffen' in Zaubertränken gekriegt und da steht, dass ich dennoch ein Auror werden kann. Hermine denkt, dass Snape seine Meinung geändert und uns angenommen hat – was mich ehrlich gesagt erstaunen würde. Ich denke, zu Schuljahresbeginn wissen wir Bescheid. Und was dich betrifft, was sind deine Ergebnisse?
Ron.
Hermine hatte darunter ein paar Worte geschrieben.
Lieber Harry,
Ich hoffe, dass du dich bei deiner neuen Familie wohlfühlst! Ich verbringe wunderbare Ferien im Fuchsbau. Ich sollte zu Viktor, aber schließlich habe ich entschieden, hier zu bleiben. Ich hoffe, er wird deswegen nicht sauer auf mich sein. Ich habe alle Prüfungen mit der Note 'Ohnegleichen' bestanden. McGonagall hat mir geschrieben, dass ich jetzt wählen musste, welchen Beruf ich später ausüben möchte. Ich glaube, dass ich ihn gefunden habe, aber zur Zeit möchte ich nicht viel darüber reden.
Bis bald,
Hermine.
PS: Fred und George wollten dir Einiges schicken. An deiner Stelle würde ich gut überlegen, bevor ich ihr Geschenk benutzen würde. Dean, Ginnys fester Freund, stand sich plötzlich mit acht Fingern an der rechten Hand da.
Harry war froh, Nachrichten von seinen Freunden zu bekommen. Er berührte sein Geschenk nicht an, aus Furcht, überflüssige Finger zu kriegen. Was er nicht verstand, war, warum er im Zaubertränkeunterricht angenommen worden war. Snape hatte vielleicht Dumbledores Druck nachgegeben.
'Warum sollte ich mir Fragen stellen, wenn alles gut geht?', dachte er schließlich.
Harry schrieb eine schnelle Antwort an Ron zurück und ließ sich von dem starken Kohlgeruch leiten, der im Haus herrschte, um seine Tante und seinen Cousin wiederzufinden.
oOoOoOoOo
Harry stellte keine Frage mehr. Er profitierte jeden Tag von seiner neuen Familie. Er sprach mit seinem Cousin Mark über Hogwarts und Quidditch, spielte mit Fanely und redete mit seiner Tante, die immer in der Küche stand. Manchmal besichtigte er das Ministerium. Seinen Onkel Neil, der mit Arbeit überhäuft zu sein schien, sah er sehr selten. Übrigens waren alle im Ministerium mit Arbeit überhäuft. Die Gänge waren leer. Alle waren in den Arbeitszimmern beschäftigt. Manchmal half er bei der Auslese der Akten und schaute auf die Liste der aufgefundenen Todesser, die jeden Tag länger wurde. Der Tagesprophet veröffentlichte regelmäßig gute Nachrichten. Voldemort war nicht wieder erschienen, selbst wenn seine Narbe manchmal brannte. Aber Harry hatte erfahren, die Zeichen zu erkennen: Voldemort war wutentbrannt und es passte mit der Verlängerung der Liste aller Verhaftungen von Todessern zusammen.
Er redete mit allen Leuten im Ministerium, insbesondere mit den Auroren, wenn sie nicht zu sehr beschäftigt waren. Er hatte Tonks und die meisten Ordensmitglieder, die im Ministerium arbeiteten, wieder gesehen. Harry war ausnahmsweise begeistert, dass er mit ihnen über seine Narbe reden konnte. Er konnte ihnen sagen, was Voldemort empfand.
„Eine wertvolle Nachrichtenquelle! Danke, Harry", sagte ihm Tonks eines Tages. „Seit zwei Wochen bist du da und ich kann dir sagen, dass du ein wunderbarer Auror sein würdest. Jetzt solltest du aber zurück nach Hause."
„Einverstanden", antwortete Harry. „Vielleicht bis morgen."
Dann trat er in den Aufzug, um zur Wohnung zurückzukehren. Es war bald Zeit zum Abendessen und sein Magen fing an, seltsame Geräusche vernehmen zu lassen.
„Zehnter Stock, Büro und Wohnung des Ministers", sagte die Stimme des Aufzugs an.
Dann öffneten sich die Türen und Harry bekam die schönste Überraschung seines Lebens:
„ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG, HARRY!"
Ron mit seinen Eltern, Fred, George, Bill mit Fleur Delacour so wie Ginny. Aber auch Hermine, Lupin, Moody, Mundungus Fletcher, Mrs Figg, Dobby, Onkel Neil, Tante Selene, Mark und Fanely... Alle warteten auf ihn auf der Schwelle und hinter ihnen stand ein großer Tisch für ein Festessen.
Harry verschlug es die Sprache. Es war sein Geburtstag, daran hatte er nicht mehr gedacht.
