Hallo an alle! Hier ist die nächste Folge meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Einen ganz lieben Dank an Verliebtindich, meine Betaleserin, und natürlich an euch Leser!
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 11: Der Empfang:
Harry war kaum damit fertig, sein Haar zu kämmen, als die Tür plötzlich aufgemacht wurde.
„Harry, ich hoffe, du bist bereit", sagte Mrs Weasley, die offenbar in Panik geraten war. „Du darfst dich nicht verspäten! Luna wartet auf dich! Während der Zeremonie werdet ihr zusammen hereintreten."
„Ich bin bereit! Machen Sie sich keine Sorgen."
Er ging aus seinem Zimmer und traf die anderen im Gang, wo nur Luna und die Brautjungfern standen.
„Gut! So, ihr geht genauso herein wie ich es euch sage, alles klar?", sagte Mrs Weasley. „Zuerst Luna und Harry. Ihr müsst alle Arm in Arm eintreten. Dann Charlie mit Fleurs jüngerer Schwester. Percy wird mit Penelope eintreten, Hermine mit Ron und Ginny mit Fred und George. UND KEINE WIDERREDE! Fleur wird nach euch eintreten."
Die Zeremonie verlief wie vorgesehen und nichts störte sie, bis auf Mrs Weasleys Schluchzer, die kein Ende zu nehmen schienen. Der Empfang war genau so gut gelungen und der Abend fing mit einem Ball an.
„Das ist unglaublich! Hast du das gesehen, Ron?", sagte Harry. „Luna sieht völlig anders aus."
„Ah! ...hm...ja...tja, ich hatte es nicht wirklich bemerkt!", sagte er. Sein Blick hing an Hermine, die gerade mit Moody tanzte.
„Du scherzt wohl! Selbst deine Brüder haben sie nicht wieder erkannt. Ich verstehe nicht, warum sie nicht so in der Schule bleibt."
„Tja."
Harry schien verärgert, dass ihm Ron nicht zuhörte.
„Eh! Hörst du mir zu?"
„Was? Ach, doch, doch!"
„Geh doch hin, wenn du so sehr mit Hermine tanzen willst!"
„Leise! Schweig! Man wird dich hören!"
„Seit einer Weile versuche ich, mit dir zu reden, und du hörst mir nicht zu. Also geh zu ihr!"
„Hör mal!", antwortete Ron. „Du kannst ja wohl davon reden, mit deinen 'Luna' hier, 'Luna' da! Geh doch zu ihr, wenn du so schlau bist!"
„Das habe ich dir nur so gesagt!", antwortete Harry gekränkt.
„Du scherzt wohl, oder, Harry? Du predigst mir und schließlich verhältst du dich genauso wie ich."
Harry, wie Ron, verbrachte den ganzen Abend damit, mit den verschiedenen Gästen zu reden.
„Hallo, Harry!", sagte Tonks, die Fanely in den Armen hielt. „Wunderschöner Abend, oder? Weißt du was, ich liebe deine Cousine. Hey! Hey! Fanely! Schau mal, was Tante Tonks kann."
Tonks änderte ihr Haar, das bis dahin kurz und braun war, in langes rosafarbenes Haar. Entzückt zeigte Fanely Tonks mit dem Finger.
„Rosa!", sagte sie.
Sofort verwandelte sich Fanelys Haar, das natürlich blond war, in ein langes rosafarbene Haar.
„TONKS! WAS HAST DU MIT MEINER TOCHTER GETAN?", schrie Tante Selene.
„Aber ich habe nichts getan! Sie... Sie... Sie hat das GANZ ALLEINE getan!"
„SIE IST KEINE ZWEI JAHRE ALT, DU WILLST MICH WOHL AUF DEN ARM NEHMEN!"
„Aber ich kann es dir versichern, Selene, ich habe nichts getan! Schau mal! Hey! Hey! Fanely! Schau mal, Schätzchen!"
Tonks Haar wurde kurz und blau. Sofort wurde Fanelys Haar gleichfarbig. Nach einem Augenblick der Überraschung, ergriff Tante Selene ihre Tochter und ließ sie durch die Luft wirbeln.
„MEINE KLEINE TOCHTER IST EINE METAMORPHMAGUS! Ich wusste doch, dass ich dich gut erziehen muss. Fanely, du bist ein Genie! Und du wirst ernst studieren und später im Ministerium arbeiten wie dein Dad. Ich bin stolz auf dich! Komm, mein Schatz, wir werden es deinem Dad sagen!"
„Deine Tante begeistert sich echt schnell!", sagte Tonks, indem sie Harry ansah. „Es ist doch nicht so außergewöhnlich! Ich war kaum älter als sie, als meine Eltern meine Gabe entdeckt haben."
Die Feier endete mit einem wunderbaren Feuerwerk, das von Fred und George vorbereitet worden war.
„Wir haben die Texte unserer Feuerwerke ein bisschen geändert", sagte Fred. „Ich denke nicht, dass Mum jene gefallen hätten, die wir für Umbridge gemacht hatten. Ich glaube, sie hätte uns umgebracht, wenn sie das Wort 'Dreck' im Himmel gesehen hätte."
Danach gingen alle ins Bett, da es schon spät war. Als Harry in sein Zimmer eintrat, lag schon ein Brief auf jedem Bett.
„Toll!", sagte Mark. „Endlich unsere Briefe aus Hogwarts."
Die Liste der neuen Bücher lag bei dem gewöhnlichen Brief, den Harry aufgemacht hatte. Doch das, was er nun empfand, war anders als in den vorigen Jahren. Natürlich mochte er seine Schule, aber jetzt, da er eine Familie hatte, schien es ihm schwierig, sie zu verlassen.
„Das ist dein erstes Jahr", sagte Harry zu Mark. „Du wirst die Prüfung des Sprechenden Huts machen müssen. In welchem Haus möchtest du gehen?"
„Ich weiß nicht. Dad war in Ravenclaw. Aber das wäre auch gut, wenn wir im selben Haus wären."
„Ja, das sind gute Häuser. Ich wäre beinahe in Slytherin gewesen", sagte Harry, der sich an seine Ankunft als Erstklässler erinnerte.
„Echt? Wieso denn?"
„Der Sprechende Hut zögerte zwischen Gryffindor und Slytherin, aber ich habe ihn darum gebeten, mich nach Gryffindor zu stecken. Alle, die Voldemorts Anhänger geworden sind, kommen aus Slytherin."
„Oh! Dann will ich auch nicht dahin!"
„Warum gibt es denn diesen ganzen Lärm?", sagte Tante Selene, indem sie das Zimmer betrat. „Na los! Ins Bett mit euch beiden!"
„Mum! Wir haben unsere Briefe aus Hogwarts bekommen. Wir müssen Bücher einkaufen!"
„Eure Bücher sind schon längst gekauft! Ich habe sie in der Küche gelagert! Und jetzt ins Bett, und zwar sofort!"
„Aber" griff Harry ein, „wie kommt es denn, dass du die Bücher hattest, bevor wir unsere Briefe gekriegt haben?"
„Es ist zu spät zum Fragenstellen, Harry! Ins Bett!"
