Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich fürs Betalesen und an euch Lesern fürs Lesen (und Reviewen?). Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten! Hoffentlich wird eures Jahr nicht so überfüllt sein wie das von Harry nun aussieht...

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 15: Ein überfülltes Jahr in Aussicht:

Harry ging zu Ron und holte die Brille von seiner Nase.

„Hey! Sie ist nicht für so was vorgesehen!", rief Harry aus.

„Aber was tust du denn? Oooooh! Ach, nein! Du irrst dich, ich schaute sie nicht an... naja, doch, aber es ist nicht das, was du glaubst!"

„Ach so! Es ist nicht das, was ich glaube!"

Harry wollte die beschlagnahmte Brille aufsetzen, aber Ron warf sich auf ihn, um sie ihm zu entreißen, so dass sie auf dem Boden lagen und gleich darauf in lautes Gelächter ausbrachen.

„Also ist es nicht das, was ich glaube? Tja... Du würdest es verdienen, dass ich es ihr sage. Ich verbiete dir, diese Brille wieder aufzusetzen."

„Ich schwöre es dir, ich habe nichts gesehen! Sie holte ihren Pyjama aus ihrem Koffer!"

„Mmm... Ich glaube dir! Sonst wärst du noch röter im Gesicht als jetzt!"

Sie standen beide auf. Harry steckte die Brille in den Koffer.

„Und, wirst du dich entscheiden, etwas zu tun, Ron?"

„Nein, ich glaube, dass ich warten werde, bis ich weiß, was sie über mich denkt. Es ist schwierig zu wissen, was sie denkt."

Harry sah Ron einen Augenblick lang an. Er zögerte, ob er ihm sagen sollte, dass der Enthüllo das Problem seines Freundes lösen könnte. Er entschied schließlich, nicht zu antworten, denn das könnte ihn in eine schwierige Lage bringen. Nachdem sie ihre Sachen eingeräumt hatten, entschieden sie, früh ins Bett zu gehen. Harry hoffte, er könnte mit seiner Tante ein paar Minuten lang vor dem Anfang der Unterrichtsstunden reden. Vielleicht würde er sie beim Frühstück sehen.

Doch am nächsten Tag sah er seine Tante beim Frühstück nicht. Professor McGonagall war gerade dabei, die Stundenpläne auszuteilen.

„Potter, ich muss sofort mit Ihnen reden. Möchten Sie mir bitte zu meinem Büro folgen?"

„Ich komme, Professor McGonagall."

Er schaute erstaunt zu Ron und Hermine hinüber und folgte Professor McGonagall zu ihrem Büro.

„Setzen Sie sich", sagte sie.

„Danke."

„Gut, Potter, ich werde keine Umwege machen. Ich möchte mit Ihnen über ihre Prüfungsergebnisse reden. Glauben Sie mir, ich freue mich nicht sehr darauf, was ich da tun werde, aber es ist notwendig."

Harry fing an, in Panik zu geraten. Waren seine Noten nicht gut genug? Könnte er schließlich doch kein Auror werden?

„Ich möchte mit Ihnen über Ihren Wahrsageunterricht reden. Sie hatten ein ziemlich schwaches Ergebnis, dennoch muss ich Sie darum bitten, dieses Fach weiter zu besuchen."

„Warum? Ich meine, das ist nicht nötig für mich, da ich ein Auror werden will!"

„Das stimmt", erwiderte Professor McGonagall, „aber Professor Dumbledore und Ihr Onkel möchten, dass Sie es weiter besuchen. Ich bitte Sie nur darum, dieses Fach zu besuchen, Sie müssen keine guten Ergebnisse kriegen."

„Was nützt es denn also, dass ich es besuche?"

„Nun", seufzte Professor McGonagall, „denken Mr Evans und Professor Dumbledore, dass Professor Trelawney, wenn sie in Ihrer Nähe ist, vielleicht andere möglicherweise wichtige Vorahnungen haben könnte. Sie werden wie ein normaler Schüler die Hausaufgaben von Professor Trelawney schreiben müssen. Hier ist Ihr Stundenplan. Die Wahrsagestunden sind am Dienstag Nachmittag und am Donnerstag vor ihrem Okklumentikunterricht."

„Okklumentik!", sagte Harry, indem er seinen Stundenplan ergriff, den ihm Professor McGonagall reichte. „Aber ich glaubte, dass..."

„Was haben Sie geglaubt, Mr Potter? Dass Du-Weißt-Schon-Wer plötzlich kein Interesse mehr an ihre Gedanken finden und aufhören würde, sie zu manipulieren? An Ihrer Stelle würde ich mich nicht beklagen! Professor Dumbledore selbst wird Ihnen die Ehre erweisen, Sie zu lehren."

Harry war erleichtert, dass ihn Snape nicht mehr Okklumentik lehrte. Als er aber bemerkte, wie sein Stundenplan überfüllt war, gab er seine Illusionen vom kommenden Jahr schnell auf.

„Da Sie in meinem Büro sitzen, möchte ich Sie etwas Anderes fragen. Angelina Johnson und Alicia Spinnet haben Hogwarts verlassen. Sie und Miss Bell sind Stammspieler im Quidditchteam seit genau so vielen Jahren, da aber Miss Bell am Ende des Jahres ihre UTZ schreibt und wahrscheinlich sehr beschäftigt sein wird, möchte ich es Sie fragen. Denken Sie, Sie wären dazu fähig, die Stelle als Kapitän des Quidditchteams von Gryffindor zu übernehmen?"

„Oh, natürlich! Ich wäre davon begeistert."

„Gut! Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass das Team völlig umgebaut werden muss, denn es bleiben nur noch Sie, Katie Bell und Ronald Weasley. Jene, die letztes Jahr wegen Fred und George Weasleys und Ihrer kurzen Ausweisung aus dem Team als Notfall ernannt wurden, werden die Testspiele noch einmal bestehen müssen, damit unser Team stark ist. Ich vertraue Ihren Wahlen, Mr Potter."

„Danke, Professor McGonagall."

„Gut, gehen Sie wieder zu Ihren Freunden."

Harry wollte gerade den Raum verlassen, als ihn McGonagall wieder zu sich rief:

„Ach, Mr Potter! Ich hätte fast vergessen, Sie zu fragen. Nicht Ihre Lehrerin fragt Sie es: Ich würde gerne wissen, wie es mit Ihrer Narbe geht."

McGonagall beendete ihren Satz mit einem Augenzwinkern.

„Sehr gut, danke!", antwortete Harry und lächelte.

Harry ging also zu Ron und Hermine, die mit ihrem Frühstück gerade fertig waren.

„Nun?", fragte Ron. „Was wollte sie denn?"

„Mir einfach sagen, dass ich dieses Jahr Wahrsagen und Okklumentik weiter besuchen muss. Diesmal ist es ein bisschen anders, denn es ist Dumbledore, der mich Okklumentik lehren wird."

„Das ist schon mal besser als ein Unterricht mit Snape", erwiderte Ron. „Es wird vielleicht interessanter sein? Aber warum Wahrsagen?"

Harry erklärte es ihnen.

„Es wird dir einen überfüllten Stundenplan geben", sagte Hermine. „Ich würde so gerne Unterricht mit Dumbledore haben. Das muss spannend sein."

„Ich habe dennoch eine gute Nachricht. McGonagall hat mich gerade zum Kapitän des Gryffindor-Teams ernannt. Ron, ich vertraue dir, wir werden zwei Treiber und zwei Jäger finden müssen."

„Das ist toll!", rief Ron aus. „Ich werde Katie Bescheid sagen! Wir werden uns ein Datum für die Testspiele aussuchen müssen."

Ron stand vom Tisch auf, um zu Katie Bell zu gehen, die etwas weiter von ihrem Platz mit Ginny sprach.

„Harry", sagte Hermine, „schau mal da. Am Tisch der Slytherins."

Mark frühstückte gerade mit Malfoy, Crabbe und Goyle und war offensichtlich in ein interessantes Gespräch vertieft.