Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich für ihre Korrekturen und Verbesserungen.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Anmerkung des Übersetzers: Ihr werdet bestimmt merken, dass sich seit Harrys Anfängen in Hogwarts etwas geändert hat: Jetzt ist nämlich Pflege magischer Geschöpfe ab dem ersten Jahr Pflichtfach, daher kann Mark... das tun, was er auch immer getan hat! ;-)
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 17: Wenn Kommunikation unmöglich ist:
Harry erreichte die Große Halle, die für das Mittagessen schon voll war. Er suchte am Tisch nach seinen Freunden, aber er sah niemanden.
„Du suchst nach Ron und Hermine, oder?"
Harry drehte sich um. Luna sprach zu ihm.
„Ähm... ja. Hast du sie gesehen?"
„Ich habe gesehen, wie Hermine die Treppe zu eurem Gemeinschaftsraum hinauflief. Ron lief gerade hinter ihr."
Harry wollte ihnen nachlaufen, aber Luna ergriff plötzlich seinen Arm.
„Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist, Harry. Sie müssen das akzeptieren, was los ist."
„Du hast gut reden, Luna. Eine Veela, die nicht mal anerkennt, was sie ist, sollte nicht von 'akzeptieren' reden."
Die letzten Worte hatte Harry nicht zurückhalten können, doch er bedauerte sie gleich. Luna ging wortlos zum Tisch von Ravenclaw. Harry setzte sich an seinen Tisch neben Ginny und sah zur Eingangstür, um zu sehen, ob Ron und Hermine erschienen.
Ginny fragte Harry:
„Nun, wie war Zaubertränke?"
„Es geht. Es war gut", antwortete Harry gedankenverloren.
„Ich rede nicht davon! Ich habe gehört, was passiert ist. Lavender hat es mir gerade gesagt."
Aber gerade in jenem Augenblick trat Ron ein. Er war allein.
„Nun? Wie geht es ihr?", fragte Harry.
„Wir reden später darüber, okay? Ich denke nicht, dass sie zum Mittagessen runterkommen wird."
Nach langen stillen Minuten entschied sich Ron zu reden.
„Hast du mit deiner Tante geredet? Was hat sie gesagt?"
„Dass ich mir keine Sorgen machen sollte und dass Mark einfach Kampfgeist hat. Kurz und gut scheint es sie nicht besonders zu besorgen. Sie hat doch gesehen, was im Zug passiert ist."
„Mark sieht auch nicht aus, als wäre er besorgt", sagte Ron und nickte zum Tisch von Slytherin. „Ich fange wirklich an, mich zu fragen, ob wir uns nicht völlig in ihm geirrt haben."
„Das habe ich mich auch gefragt, als ich gehört habe, was heute Morgen passiert ist", sagte Ginny plötzlich. „Es scheint, als hätte es Mark lustig gefunden, während Hagrids Unterrichts einen Ravenclaw in die Flubberwurmfladen fallen zu lassen. Er hat gesagt, es wäre ein Unfall und Hagrid hat ihm geglaubt. Aber Augenzeugen haben gesehen, wie er ihn absichtlich geschubst hatte. Und dem armen Ravenclaw sind eiternde Pocken auf dem Gesicht erschienen. Sag mal, Harry", fuhr Ginny fort, „wann wirst du die Testspiele organisieren, um das neue Team zu bilden? Denn ihr müsst Vieles ändern und je schneller es vorbei ist, desto früher könnt ihr alle zusammen trainieren."
„Das stimmt. Ich habe noch nicht an ein Datum gedacht. Samstag wäre gut. Ich muss nur das Feld buchen und Bescheid sagen. Aber vielleicht ist es ein bisschen zu früh und nicht alle können bis dann trainieren."
„Ich denke, Samstag wird sehr gut sein!", antwortete Ginny. „Alle, die sich um eine Stelle bewerben möchten, haben während der Ferien trainiert! Jeder konnte eine Erneuerung des Teams erwarten. Im Gegensatz zum letzten Jahr."
„Ron, passt es dir, nächsten Samstag?"
„Ja, das wird gehen."
Ron sah auf seinen Teller, ohne irgendwas zu essen.
Nach dem Mittagessen gingen Harry und Ron alleine zu ihrem Gemeinschaftsraum hoch.
„Nun?", fragte Harry schüchtern. „Was ist vorhin passiert?"
„Ich habe es geschafft, sie vor dem Gemälde der fetten Dame einzuholen. Ich habe sie gefragt, was nicht ging. Sie hat mir nicht geantwortet. Dann habe ich ihr gesagt, dass auch ich sie nicht hätte angreifen können, dass es mir unmöglich wäre, es einem Freund und vor allem ihr anzutun. Sie hat mich angesehen, hat angefangen zu schluchzen und wollte zu ihrem Zimmer..."
„Und dann?", fragte Harry.
Harry wurde sich dessen bewusst, dass Ron etwas rosa im Gesicht geworden war.
„Ich habe ihre Hand auf der Treppe zu den Schlafsälen ergriffen und ich habe ihr gesagt, dass ich mit ihr reden wollte. Dann ist sie wortlos zu ihrem Zimmer gegangen. Ich gestehe, dass ich ihre Reaktion nicht wirklich verstehe."
„Ich auch nicht. Also hat sie dir nichts gesagt. EXPECTO PATRONUM."
Sofort war die Tür zum Gemeinschaftsraum auf und sie stiegen zum Schlafsaal hoch, um ihre Sachen zu holen.
„Nein, gar nichts. Ich hoffe trotzdem, dass sie heute Nachmittag zu Hagrids Unterricht kommen wird. Dann haben wir Verteidigung mit Snape. Ich frage mich, ob Snapes oder Umbridges Unterrichtsstunden am Schlimmsten sind."
Harry machte die Tür des Schlafsaals auf und ging zu seinem Schreibtisch, um seine Sachen zu nehmen.
„Harry! Ich habe gerade einen Brief von Hermine bekommen!", rief Ron aus.
Harry näherte sich von Rons Bett, um über seine Schulter zu lesen.
Lieber Ron,
mein lächerliches Verhalten tut mir Leid. Ich hatte Angst, ich könnte mit meinem Zauber versagen. Ich denke, dass es nicht nötig ist, davon zu reden.
Deine Freundin
Hermine.
Ron seufzte traurig.
„Sie hatte Angst, sie könnte mit ihrem Zauber versagen. Nicht darüber wollte ich mit ihr reden."
„Hermine, die Angst hätte, sie könnte mit ihrem Zauber versagen? Sie kann UTZ-Zauber perfekt wirken und sie könnte einen Feuerzauber, den man als Zweitklässler lernt, nicht wirken!"
Ron überlegte einen Augenblick lang.
„Hast du noch ihren Rucksack dabei?", fragte er.
„Ja, er liegt da."
Ron sprang von seinem Bett, ging zu seinem Schreibtisch und fing an, auf ein Pergamentstück zu schreiben. Nach einigen Minuten knickte er das Blatt und legte es in Hermines Rucksack.
„Wir könnten gleich zu Hagrids Unterricht runtergehen. Wir werden ihren Rucksack auf einem Sessel im Gemeinschaftsraum lassen. Sie wird ihn später zurücknehmen können."
Harry und Ron gingen zum Unterricht und ließen dabei Hermines Rucksack auf einem Sessel. Harry drehte sich kurz um, als er den Gemeinschaftsraum verließ, und ihm schien es, als würde er Hermine erblicken, die von der Treppe zu den Schlafsälen her darauf wartete, dass sie weg waren.
