Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich, und natürlich auch an euch Leser!

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 18: Verteidigungsunterricht mit Snape:

Harry und Ron kamen ein bisschen früher zu Hagrids Unterricht und sie nutzten die Gelegenheit, um ihn zu besuchen.

„Hallo, Kinder, ist Hermine nicht bei euch?"

„Nein", antwortete Ron. „Sie musste etwas erledigen."

„Na, Hagrid!", sagte Harry. „Wie geht es Grawp?"

„Nun, ich muss ihn nicht mehr fesseln. Er spricht immer besser Englisch. Ich muss ja gestehen, dass ich mich zwei Monate lang um ihn kümmern konnte. Er hat sogar nach euch gefragt."

„Und was die Riesen betrifft? Hast du was Neues erfahren?"

„Madame Maxime hat mich während der Ferien besucht. Es sieht so aus, als würden sich die Riesen nicht wirklich um die Sachen der Zauberer kümmern wollen und einander stets zum Tode bekämpfen. Ich glaube, dass wir auf dieser Seite Ruhe haben werden. Ach, Harry, ich habe heute Morgen deinen Cousin getroffen."

„Ja, ich habe gehört, was passiert ist. Hat es dich nicht zu sehr gestört?"

„Nein, natürlich nicht. Er ist danach zu mir gekommen. Er ist sehr intelligent und sehr freundlich. Ich verstehe nicht, warum er in Slytherin gelandet ist. Ich hätte ihn eher in Ravenclaw gesehen. Der Unterricht beginnt gleich, die anderen kommen. Wir reden später darüber."

Nach und nach kamen alle Schüler zum Unterricht in Pflege magischer Geschöpfe.

„Guten Tag an alle. Heute werden wir über Drachen reden. Ich hätte euch gerne einen gezeigt, aber Professor Dumbledore hat es leider abgelehnt..."

Hermine erschien dann hinten in der Gruppe. Sie ging zu Harry und Ron, dem sie zulächelte. Offensichtlich hatte sie Rons Nachricht gelesen, die sie ein bisschen getröstet hatte.

Am Ende von Hagrids Unterricht gingen alle Schüler für die letzte Unterrichtsstunde des Tages zum Schloss: Anderthalb Stunden Verteidigung gegen die dunklen Künste.

„Nach Umbridges Unterricht", sagte Ron, „dachte ich nicht, ich könnte noch den Verteidigungsunterricht verabscheuen. Ich glaubte, wir hätten das Schlimmste erlebt."

„Das ist ja auch etwas Anderes", antwortete Hermine. „Zumindest werden wir nicht während des ganzen Unterrichts in einem Buch lesen."

Harry lächelte.

„Unser beliebtester Bücherwurm in der ganzen Geschichte von Hogwarts wäre also des Lesens überdrüssig? Diesen Tag sollte man rot anstreichen", griff er ein.

„Ron, du enttäuschst mich! Dir gebührt die Rolle, mich zu sticheln. Selbst Harry war schneller als du! SUSAN! SUSAN! Ich komme gleich zurück, ich muss Susan etwas fragen."

Hermine holte Susan Bones ein, die etwas weiter stand.

„Ich glaube, dass sie meine Nachricht gelesen hat", sagte Ron plötzlich mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Ich weiß nicht, was du ihr geschrieben hast, aber es hat gewirkt! Nun, sag mir! Was hast du geschrieben?"

„Heute Abend erfährst du mehr. Tja, normalerweise", antwortete Ron.

Als sie im Klassenzimmer ankamen, warteten die Schüler auf Professor Snape, der wie gewöhnlich erschien und die Tür zuknallte.

„Es muss deutlich sein! Die Tatsache, dass Sie alle ein Ohnegleichen in diesem Fach erhalten haben, heißt nicht, dass ich Sie als Genies betrachten werde! Ganz im Gegenteil! Die Prüfungen waren im letzten Jahr so einfach, dass selbst ein Erstklässler ein Annehmbar erhalten hätte."

Ron flüsterte leise:

„Na klar! Darum durfte Malfoy diesen Unterricht nicht weiter besuchen."

„Wir werden zuerst einige Grundlagen wiederholen! Granger, Sie glauben, Sie wüssten alles, also zeigen Sie es mir. Kommen Sie hierher."

Hermine näherte sich Snapes Arbeitstisch.

„Da einer von Ihnen in diesem Klassenzimmer einen Patronus heraufbeschwören kann, sollten Sie selber einen heraufbeschwören können, Miss Granger. Oder zumindest einen Anflug von einem Patronus."

Harry lächelte. Hermine konnte einen perfekten Patronus heraufbeschwören. Professor Snape hatte sie darum gebeten, eine schwierige Übung zu machen, und dabei gedacht, Hermine würde es nicht schaffen.

Hermine atmete tief ein.

„EXPECTO PATRONUM."

Sofort erschien ein Otter, der anfing, in der Luft zu schwimmen und im Klassenzimmer auf und ab zu gehen. Snape sah so aus, als würde er vor Wut platzen.

„Ein Patronus ist kein Spielzeug, Miss Granger. Zehn Punkte Abzug von Gryffindor. Mr Longbottom, ich vermute, Sie werden das Gleiche schaffen. Kommen Sie hierher."

Neville näherte sich und war offensichtlich erschrocken.

„Los, Longbottom."

Neville hob einen zitternden Zauberstab.

„EXPECTO PATRONUM."

Neville ließ einen Anflug von einer silbernen Wolke erscheinen. Snape schien plötzlich verwirrt, war jedoch offensichtlich begeistert, dass Hermines Leistung nicht wieder vorkam.

„Das ist ein miserabler Patronus, Longbottom. Setzen Sie sich wieder. Ihr Niveau in Zaubertränken gleicht ihrem Niveau in diesem Unterricht. Öffnen Sie Ihre Bücher auf Seite siebenunddreißig und lesen Sie das Kapitel über die Tarnungszauber. Und kein Lärm!"

Harry war begeistert. Neville hatte zwar keinen vollständigen Patronus erscheinen lassen können, aber Snape schien so frustriert, dass er ihn nicht lächerlich hatte machen können, wie er es gewollt hätte, dass er sie während des Rests des Unterrichts lange langweilige Absätze lesen ließ.

„Dieser Unterricht war eine echte Qual", sagte Ron. „Ich hatte den Eindruck, dass Umbridge wieder da war."

„Jedenfalls scheint ihm mein Patronus nicht gefallen zu haben", griff Hermine ein.

„Nevilles auch nicht! Selbst, wenn er ihn nicht richtig geschafft war, glaube ich, dass es ihn geärgert hat! Ehrlich, Harry, deine Unterrichtsstunden waren viel besser. Wir sollten Dumbledore darum bitten, dass du Snapes Stelle übernimmst."

Als sie den Gryffindor-Turm erreichten, gingen alle drei zu ihrem jeweiligen Schlafsaal. Ron stürzte sich zu seinem Bett.

„Hermine hat meine Nachricht beantwortet!", sagte er, indem er einen Brief aufmachte, der auf seinem Bett lag.

„Ich verstehe nicht, ihr habt euch gerade getroffen, hättet ihr nicht miteinander reden können?"

„Warte, Harry, du wirst verstehen. Sie hat auf der gleichen Nachricht geantwortet, die ich ihr geschrieben habe."

Harry nahm den Brief, den Ron ihm reichte.

Frage:

Meine sehr liebe Freundin Hermine,

Da unsere mündliche Kommunikation immer in eine Sackgasse zu geraten scheint, wäre es vielleicht vernünftig, wenn wir durch schriftliche Nachrichten kommunizieren würden? Ich, der dir so viele Sachen sagen möchte, aber nur linkisch reden und dich dabei sticheln kann, kann jedoch das kontrollieren, was meine Hand schreibt – zumindest mehr als das, was mein Mund sagt.

Sehr liebe Freundin Hermine, finden Sie diese Idee völlig absurd?

Ich warte ungeduldig auf Ihre Antwort.

Der Junge, der „die Gefühlswelt eines Teelöffels hat".

Antwort:

Sehr lieber Junge, der die Gefühlswelt eines gutherzigen Schöpflöffels hat,

Ich finde, dass Ihre Idee wegen ihrer Absurdität besonders reizend ist. Ich nehme also diese neue Art der Kommunikation an, die unserer Umgebung erspart, unsere ohrenbetäubenden Streite hören zu müssen. Da ich selber unter der gleichen Krankheit leide wie die, die Sie mir beschrieben haben – ich kann das, was ich sage, nicht kontrollieren –, ist es also vernünftig, dass ich Ihnen schriftlich antwortete.

Ich hoffe, dass ich schnell wieder von Ihnen lesen werde,

Das Mädchen, die sich wie eine Diebin weit von ihrem Freund, den sie mag, entfernt und es bereut.

Ron schwärmte vor Freude.

„Na, was denkst du darüber, Harry?"

„Ich denke darüber, dass ihr seltsam seid."